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Hetalia Songfic: Mein Engel aus Kristall

SongficSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12
Deutschland Russland
13.05.2020
13.05.2020
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13.05.2020 1.834
 
Charaktere: Russland und femDeutschland
Song: Mein Engel aus Kristall - Die 3 Musketiere
Figuren aus Hetalia - Hidekazu Himaruya



Die Berliner Mauer ein unüberwindbares und eisernes Hindernis, das die Stadt und das Land trennt. Nur wie ist es soweit gekommen?



"All diese Bilder, sie spuken in mir, sie blitzen auf in meinen Inner´n wie ein Spiegel von ihr."



Diese Bilder, die ihre gemeinsame Vergangenheit repräsentieren. Damals verstanden Deutschland und er sich super, haben sogar ein Nichtangriffspakt beschlossen, haben Gemeinsamkeiten entdeckt. Es war noch vor der Kriegszeit. Deutschland besuchte ihm in seinen Land. Er sah dieses Lächeln, dieses verdammte ehrliche Lächeln. Nicht mal er wäre in der Lage so zu lächeln, wie sie es eins tat und das nur, weil er ihr sein Land zeigte. Sie mussten oft lachen, dabei konnte der Russe es nicht verstehen, wie so eine Person wie Deutschland witzig sein kann. Gut ihr Humor war zynisch und sarkastisch, aber es war Humor, der ihm oft zum Schmunzeln brachte. Manchmal fragte er sich, warum sie das tat. Wollte sie ihm wirklich zum Lachen bringen? Es war eine schöne Zeit ohne Voreingenommenheit.
Doch heute betrachtet er den zersprungenen Bilderrahmen, wodrin ein schwarz-weiß Foto von ihnen zu sehen ist. Ihm ist es noch nicht gelungen, dies zu entsorgen. Warum, immer wenn er dieses Foto sieht, schmerzt es.



"Doch wohin ich auch entfliehe- Tag für Tag und überall. Steht erneut ihr Bild vor Augen- so klar wie ein Kristall."



Ja das Foto schmerzt. Es erinnert ihm immer daran, dass sie Verbündete waren und es nicht mehr sind. Was er besitzt hatte, aber alles in die Brüche ging. Ein Schluck von glasklaren Wodka wirkt gegen die innerlichen Schmerzen an. Nie wieder wird die Zeit so wie in diesen Foto sein. Das war kurz nachdem Deutschland ihm versorgt hatte, als er schwerverwundet in der Basis zurückkehrte. Ohne ihm erklären zu lassen, dass alles gut ist, hat sie das Wort ergriffen und ihm mit Bandagen förmlich erwürgt. Aber es war aus Liebe und Sorge um ihren Kameraden, der er nun mal war. Das erklärt auch, warum Russland auf diesen Bild eine halbe Mumie ähnelte und das Sanitätszelt im Hintergrund stand. Einer ihrer Landsleute fand seine Aufmachung so lustig, sodass dieser fragte, ob sie nicht ein Foto zusammen schießen würde. Deutschland war sofort begeistert und schon verewigen wir unser erstes Foto. Wie kann er das Bild mit dieser Anekdote vernichten? Zum ersten Mal in seinen Leben wurde Ivan von jemanden verarztet, weil er für diese Person  wichtig war und sie um ihn sorgte.



"Ich frag mich immer noch, wie konnt´es geschehn. Wie konnte aus solch großer Liebe, solch ein Hass entstehn?"



Die selbe Person, die Ivan für wichtig hielt, gelang es ihm zu hassen. Dabei ist nichts vorgefallen, dass sie dazu verleitet hätte. Außer dieser Vorgesetzter von ihr. Ivan gibts zu, dass er nicht immer mit dessen Mythologie einverstanden war und auch war dieser Boss das Letzte. Nur das sein Einfluss so stark war, dass er es geschafft hatte, sie so zu lenken, wie es ihm passt. Dabei war dieser nicht mal in Ansatzweise so, wie er sich Deutsche vorgestellt hatte. Der Vorgesetzte hat sie auf Russland gehetzt und sie tat es, ohne sich zu wehren. Manchmal frage ich mich, was der Typ getan hat, dass Deutschland so willig wie ein gut trainierter Hund war. Welches falsche Spiel hat er gespielt und gewonnen, sodass Deutschland alles tat, um ihren Boss zufriedenzustellen? Was hatte der, was ich nicht geben konnte? Doch jetzt hat sie verloren.



"Ich kann sie nicht vergessen, wie sehr ich mich auch bemüh. Jedes Wort, jeder Gedanke, alles weckt nur die Erinnerung an sie!"



Egal wie oft ich das versuchte, sie sucht meinen Gedanken heim. Wie mehr ich versuche, sie zu ignorieren und aus meinen Leben zu verbannen, desto größer und stärker wird meine Sehnsucht zu ihr. Ich sollte sie hassen, aber ein Teil kann es nicht. Ein Teil zeigt Verständnis für ihr Verhalten. Selbst die Mauer gelingt es nicht, dass ich sie von mir lösen kann. Diese Frau hat mich komplett in ihren Bann. Allein wenn ich durch die Straßen von Berlin laufe und die deutsche Sprache höre, denke ich nur an sie. Wenn ich Wodka trinke, denke ich an sie. Wenn ich esse, muss ich an unsere gemeinsame Mahlzeiten denken, die wir draußen unter freien Nachthimmel zu uns nahmen. Wenn ich die Mauer sehe, spüre ich ihren Leid. Sie ist überall und nirgens...



"Mein Engel aus Kristall zersprang in hunderttausend Scherben und schnitt tief in mein Herz."



Ihr Leid ist vielseitig. Sie hat alles verloren, was ihr wichtig war. Sie litt an den Horrortaten, die man ihre Landsleute antat und damit waren auch ihre jüdischen Landsleute gemeint. Der Boss kann schreien und bestimmen wie er will, aber diese Menschen waren ein Teil von ihr und deren Leid, ist auch ihr Leid. Ich bekam ihre inneren Wunden mit. Ich sah von Anfang an, wie sie darunter zu kämpfen hatte, nichts anmerken zu lassen. Ihr Schmerz wurde zu meinen.



"Mein Engel aus Kristall. - Der Hass verdüsterte die Sonne und die Welt wurde schwarz. Sie zerbrach an unser Sündenfall. - Mein Engel aus Kristall."



Dieser Hass auf Unschuldige ließ unsere Zukunft finster werden. Doch solange wir einander hatten, konnten wir damit umgehen. Es mag kalt klingen, aber wenn man als Land sehr lange allein war, tut man alles, um daraus zu kommen und sie war es, die mich von der Einsamkeit erlösen konnte. Zwar habe ich meine Union, aber es ist nicht das Gleiche, denn die Kälte verschwand nicht. Nur die Gegenwart zu ihr ließ meine gefühlskalte Einsamkeit auftauen.



"Ich sag mir selber, die Schuld lag bei ihr, hätte sie mich nicht belogen,  wär sie immer noch bei mir."



Dieser miese Verrat! Wie konnte sie es wagen? Es wäre nie soweit gekommen, wenn wir gemeinsam gekämpft hätten. Was fiel ihr ein mich so zu hintergehen und so ihren eigenen Untergang zu schaufeln? Wir waren doch mehr als Freunde, Verbündetete und dennoch zog sie diesen Akt des Hasses durch und griff mich an. Warum musste es soweit kommen? Warum konnten wir diesen Krieg nicht gemeinsam durchstehen? Warum zwang sie mich, sie zu bekämpfen?



"Doch ich frage mich, was hätt´ich wohl getan in ihrem Fall? Vielleicht hätt´ich auch geschwiegen, wie mein Engel aus Kristall."



Immer und immer wieder frage ich mich das. Warum hat sie es getan? Hätte ich sie auch verraten, wenn mein Boss es mir befohlen hätte? Nein, da bin ich mir sicher. Eher hätte ich ihm verraten als jemanden, den ich wirklich mag. Doch ich frage mich, wie der Verlauf des Krieges gewesen wäre, wenn ich weiter an ihrer Seite gestanden hätte. Als wir eine Konferenz hatten, noch vor den Verrat. Da sah sie mich lächeln an. Nur war es ein geschwächtes Lächeln. Sie hat mir versichert, dass ich es verstehen werde, wenn es soweit ist. Darauf umschlang sie beide Arme um mein Hals und legte ihre warmen Lippen auf meine kalten. Ich musste eingestehen, dass ich damals keine Ahnung hatte, was sie mir damit sagen wollte. Doch kurz darauf geschah der Verrat. Wie soll ich bitteschön dieses unbegreifliche Verhalten verstehen? Wusste sie, dass sie den Krieg verlieren würde, wenn sie mich verrät? Ich denke schon, nur warum tat sie es dann? Hat sie gewollt, dass sie, bevor ich mit ihr untergehe, lieber alleine diese Niederlage ausbadet? Hinzukommt, wollte sie den Krieg so beenden, obwohl es dann heißt, eine Niederlage zu erleiden? War das eine Art Selbstbestrafung, die sie sich geben wollte? Ein Akt der Konsequenz für ihre Taten? Ich weiß es nicht!



"All ihre Tränen, sie sind ungezählt. Gebrochen wurden ihre Flügel und ihr Körper gequält. Die spitzen Scherben schneiden unaufhörlich in mich hinein.
Und die gnadenlosen Schatten der Erinnerung, sie suchen mich heim!"



Der Krieg war gewonnen und doch verloren. Ich mag mit meinen Zweckverbündeten den Sieg davongetragen haben, aber dennoch haben ich eine Freundin verloren. Das Schlimme ist, dass ich es nicht genießen kann, sie leiden zu sehen. Trotz ihres Verrates und die Wut, die ich in mir trage, ertrage ich diese Bilder nicht. Ich habe viel gesehen und auch erlebt und durchgeführt, was grausam ist, aber noch nie spürte ich sowas wie Mitleid. Ich bemühe mich, es hinzunehmen, aber allein ihr Zustand zu sehen, zersetzt mein Herz. Warum ausgerechnet sie, musste ich mein Herz vergeben?



"Mein Engel aus Kristall zersprang in hunderttausend Scherben und schnitt tief in mein Herz. Mein Engel aus Kristall. Der Hass verdüsterte die Sonne, und die Welt wurde schwarz.
Sie zerbrach an unser beider Sündenfall. Mein Engel aus Kristall."



Allein wenn ich an unsere gemeinsame Nacht zurück denke, wir waren füreinander bestimmt und dennoch sollte es nicht sein.  Engelsgleich war ihr Körper unseres sündiges Genuss. Alles Vergangenheit, dank ihrer Liebe zu mir. Wäre wir Freunde geblieben, sowie Italien und Japan, so wäre dieses Schlamassel mit den Verrat nie passiert und wir wären zusammengeblieben. Nun muss sie diese Schande akzeptieren, erneut einen Krieg verloren und den Siegermächten in den Geschichtsbüchern als Helden verewigen zu haben. Nur scheine ich davon nichts zu haben, dank die Verbundenheit mit ihr in der Vergangenheit. Auch sah Amerika mich eher als Feind, als ein Verbündeten an.



"Sie war alles, was ich mir je wichtig war im Leben. Nur für sie hätt´ich mein Leben hinzugegeben!"



Hast du nie verstanden, dass ich für dich alles getan hätte? Hast du es nicht gesehen, was ich alles für dich getan habe? Ich wäre auch mit dir untergegangen, solange du bei mir geblieben wärst.



"SCHEMENHAFT! Ist sie bis heute bei mir."



Nun muss ich damit leben, dich jeden Tag zu sehen, aber nicht dir nah zu sein. Unerträglich meine Gefühle die dich teils verachten, aber doch lieben. Warum kann es nicht wie früher sein? Dieser Konflikt in mir, was mache ich nur?



"Gibt mir Kraft, mich zu befreien von Ihr!"



Die Mauer schafft es nicht, mich von dir zu lösen! Der Versuch war vergeblich. Wie konntest du so mit meinen Gefühlen spielen?



"Mein Engel aus Kristall! Sie pflückte mir die hellsten Sternen, bis sie daran zerbarst!"



Ihr Träume wurden zu meinen Träumen. So fing es an. Sie faszinierte mich mit ihrer Vorstellungen und ich konnte nicht anders, als sie dafür zu bewundern. Auch schien sie eine Zukunft mit mir erdacht zu haben, denn sie war es, die mir zeigte, was Liebe ist.



"Mein Engel aus Kristall! Verrat mir, Gott, warum du mir NICHT diese Qualen ersparst? Bringt jeder seinen Eig´nen Engel zu fall?- Mein Engel aus Kristall! Mein Engel aus Kristall. Mein Engel aus KRISTALL......"



Nun leide ich mit ihr und das, weil ich sie liebe. Durch meine Hand verlor sie den Krieg, ihr Herz und unsere gemeinsame Zukunft. Alles weil wir keine andere Lösung finden konnten, weil sie mir nicht anvertraute. Jetzt ist es eh zu spät, wir müssen damit lernen umzugehen. Frag sich nur, wie lange Gott mir diese Qualen gönnt. Womit haben wir das verdient?
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