Dramione Unerwartete Liebe

von Norina
GeschichteRomanze, Familie / P18
Draco Malfoy Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
12.05.2020
24.05.2020
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23.05.2020 1.885
 
Sie waren auf dem Weg zum Gryffindor Turm, als Hermine viel durch den Kopf ging. Sie fragte sich, ob es das Richtige ist, Harry von allem zu erzählen. Dabei dachte sie nicht an den verbotenen Wald, sondern an Draco, der ihre Hand fest in seiner hielt. Hermine war sich unsicher, was Harry über die Beziehung zu ihm halten würde. Aber Draco und sie hatten auch noch nie darüber geredet, ob es überhaupt eine Beziehung war also konnte sie es Harry so auch nicht erzählen. Vorerst beschloss sie, Harry noch nichts davon zu erzählen und Draco die Hand vorher zu entziehen.

Sofort plagte sie ein schlechtes Gewissen gegenüber Harry und Draco. Harry war ihr bester Freund und hatte eigentlich die Wahrheit verdient, denn er hatte ihr auch immer alles erzählt. Hermine dachte, dass er es verstehen würde und ihr vertrauen würde. Und Draco gegenüber war es auch nicht fair, denn sie hatte ihm gerade indirekt das Zeichen gegeben, dass sie es Harry sagen würde. Sie hatte Angst ihn zu enttäuschen und ihn im Glauben zu lassen, sie würde nicht zu der Sache stehen. Doch war es für eine Sache, fragte sie sich. Hermine hasste es im Dunkeln zu tappen und auf eine Frage keine Antwort zu haben. Vor allem war sie in Beziehungssachen unerfahren und hatte keine Ahnung wie so etwas ablief. Also entschloss sie sich, die Fragen aus dem Weg zu räumen und blieb stehen: „Was ist das hier?“
Draco blieb verwirrt stehen: „Was?“, fragte er stirnrunzelnd.
Hermine hob nur ihre ineinander verschränkten Hände hoch und sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Was hättest du gerne was es ist?“, fragte Draco grinsend.
„Das war nicht meine Frage.“, antwortete Hermine genervt.
„Okay, hör mir zu. Ich weiß es selbst noch nicht so richtig. Aber ich weiß, dass es sich für mich gut anfühlt, also kann es nicht falsch sein. Ich denke wir sollten vorsichtig sein und es nur den Leuten sagen, denen wir wirklich vertrauen und wenn wir beide sicher sind, dann können wir es von mir aus dem Tagespropheten erzählen.“, schmunzelte er sie an.
„Naja, dem Tagespropheten müssen wir es nicht direkt sagen“, lachte Hermine.
„Du weißt wie ich das meine.“, zwinkerte er ihr zu.
„Also sind wir jetzt quasi ein Paar?“, fragte Hermine unsicher.
Draco musste wegen ihrer Unsicherheit und Verlegenheit lachen: „Naja sagen wir es so. Erwische ich dich mit einem anderen Typen lernst du mich von einer anderen Seite kennen.“

Beide mussten gleichzeitig lachen und gingen weiter. Er drückte ihre Hand, beugte sich herunter um ihr einen Kuss auf die Wange zu geben und warf ihr noch ein ermunterndes Lächeln zu.
Hermine war erleichtert eine Antwort bekommen zu haben. Auch wenn er nicht direkt ja gesagt hatte, war er doch der Meinung, dass sie ein Paar waren. Sie freute sich über den Gedanken und es kam wieder ein Kribbeln in ihrem Bauch hervor.

Draco Malfoy hat sich auf dem Weg auch Gedanken gemacht. Er war gerade dabei mit Hermine Granger zu Harry Potter zu gehen. Er war bereit, Harry Potter zu vertrauen und zu Hermine zu stehen. Draco schaute zur Seite und sah in Hermines nachdenkliches Gesicht. Wie gerne er doch nur in ihren Kopf reinschauen würde, um zu wissen was sie gerade alles denkt.
Er war sich sicher, dass er gerade die richtige Entscheidung trifft und war glücklich mit seiner Wahl. Noch einmal war schaute er zu Hermine herüber und wusste, dass es richtig war und er nichts bereuen würden. Draco Malfoy war verliebt.

Als sie soweit waren, um in den Gemeinschaftsraum einzutreten, löste Hermine die Hand von Draco und lächelte ihn an. Sie wusste nicht, wer alles im Aufenthaltsraum sein würde und wollte kein Risiko eingehen. Draco verstand das, denn auch er wollte auf Nummer sicher gehen.
„Seit wann dürfen Slytherin Schüler hier rein? Und dann auch noch direkt der.“, kam ihnen die erste Stimme von Neville entgegen.
„Longbottom.“, Draco nickte ihm zu.
„Hey Neville. Tut mir leid, aber wir müssen zu Harry. Wir glauben wir haben eine Lösung für unser Projekt und Harry muss unbedingt mit uns reden.“, log Hermine ihn an.
Neville guckte nur komisch und ging dann weiter. Im Gemeinschaftsraum war nichts von Harry zu sehen und Hermine hoffte inständig, dass er in seinem Schlafraum war. Sie warf Draco den Blick zu, dass er ihr folgen sollte und lief in Harrys Schlafraum. Ginny, Harry und Ron saßen auf dem Bett unterhielten sich. Als die Tür aufging und Hermine und Draco in der Tür standen, starrten die Drei nur verdutzt. Ron fand als erstes seine Stimme und stand auf: „Was macht DER hier?! Verpiss dich hier sofort!“, keifte er rum.
„Ron! Hör auf! Wir müssen mit Harry reden.“, blaffte Hermine sofort zurück.
Draco musste sich zusammenreißen sich nicht auf Ron zu stürzen, denn das würde Hermine bestimmt nicht passend finden. Doch wie konnte er es wagen so mit ihm zu reden?
„Hermine, geh mir aus dem Weg und lass mich das Frettchen rausschmeißen!“, bölkte er Hermine an.
Draco wurde unfassbar wütend. Wie konnte er so mit Hermine reden? Niemand hat das Recht so mit seiner Freundin umzugehen. Draco trat vor Hermine und baute sich auf.
„Halts Maul Weasle. Geh mir aus dem Weg und lass uns in Ruhe. Wer hat dir beigebracht, dass man so mit einer Frau spricht?“, fauchte Draco zurück.
Harry sprang sofort auf und stellte sich zwischen die beiden Männer.
„Alles klar. Wir beruhigen uns. Ron, hör auf dich so aufzuregen. Und Malfoy, du sei nicht so herablassend und arrogant.“, versuchte Harry zu schlichten.
Ginny beobachtete die ganze Situation vom Bett aus und war überrascht, das Hermine scheinbar von dieser Situation aufgewühlt war. Das Draco und Ron sich in ankeiften, war nichts neues. „Indirekt hat Malfoy gerade Hermine verteidigt…“, dachte sich Ginny.
Ron tobte noch vor Wut, wusste jedoch wie sinnlos es war. Harry hatte angefangen Malfoy zu vertrauen, also würde er dabeibleiben, dass er ihn nicht rausschmeißen dürfte. Draco hingegen kochte vor Wut und würde am liebsten einen Fluch auf das Weasle schmeißen. Er riss sich jedoch zusammen. Er wollte Harrys Vertrauen nicht missbrauchen und mit ihm reden. Doch vor allem tat er es für Hermine.
Als Harry merkte, dass die beiden Männer resigniert haben fragte er: „Worüber wollt ihr mit mir reden?“
„Am besten tuen wir das unter sechs Augen.“, entgegnete Malfoy kühl und gab Ron einen verachtenden Blick.
Harry sah in Hermines Augen und wusste, dass sie das Gespräch auch nur unter den Dreien führen wollte.
„Okay. Es tut mir leid, Ginny und Ron. Ich komme gleich wieder.“, sagte Harry und warf Ginny einen flehenden Blick zu.
Doch Ginny war nicht sauer, denn auch sie hatte Hermine ins Gesicht geguckt und gesehen, dass es dringend war. Hermine war ihre beste Freundin und sie wäre nie sauer, wenn sie Harry brauchte. Ron hingegen schäumte vor Wut und verließ das Zimmer, bevor er die Kontrolle verlor. Ginny lächelte Harry ermutigend zu und er war erleichtert, dass Ginny ihn wenigstens verstehen konnte.

Harry, Hermine und Draco gingen durch das Schloss um an die frische Luft zu gelangen. Niemand sagte auf dem Weg nach draußen auch nur ein Wort, denn alle waren in Gedanken versunken.
Harry machte sich Sorgen um Ron und verstand seine heftige Reaktion nicht. Außerdem sorgte er sich, was so wichtig zu besprechen war.
Hermine war nervös wegen des Gesprächs.
Und Draco hatte tatsächlich Respekt vor Harrys Reaktion bezüglich ihn und Hermine.
Als sie draußen an der frischen Luft waren und aus der Hörweite anderer Schüler fragte Harry direkt: „Was gibt es zu erzählen?“
Hermine und Draco wechselten einen Blick und Hermine nickte ihm zu, dass er erzählen sollte.
„Wir waren im verbotenen Wald-“, fing Draco an, doch Harry unterbrach ihn direkt: „Was wieso?! Das ist lebensgefährlich und-“. Doch Draco hob die Hand, um ihn zum schweigen zu bringen und Harry tat es, weil er Draco eine Chance geben wollte.
„Wegen unserem Schulprojekt. Ist auch Nebensache. Hör zu. Dort habe wir kein einziges Tier gehört, obwohl dort nachts normalweise der Bär steppt. Wir trafen einen Zentauren, der uns sagte wir sollen schnell gehen, denn in dem Wald wäre eine Kreatur vor der alle anderen Tiere geflüchtet sind. Kannst du dir vorstellen was er damit gemeint haben könnte?“, beendete Draco seine Erklärung
Harry schaute Hermine eindringlich an, die nur zustimmend nickte. Es war so geschehen und das konnte nichts Gutes heißen. Harry spekulierte: „Nein, auf Anhieb weiß ich nichts. Es erinnert mich etwas an einen Basilisken, aber der verscheucht nicht alle Tiere.“
„Den könntest du auch sprechen hören.“, sagte Malfoy.
„Nein, die Fähigkeit habe ich verloren, da ich Parsel nur wegen Voldemort sprechen konnte. Lange Geschichte, ist auch egal. Ich habe keine Ahnung, aber ich werde aber helfen herauszufinden, was dort passiert.“, versprach Harry.
„Faszinierend… Jedenfalls danke.“, nickte Malfoy.
Auch Hermine meldete sich nun zu Wort: „Ein Basilisk verschlägt auf jeden Fall Spinnen in die Flucht. Vielleicht sollten wir mal bei Aragogs Familie vorbeischauen. Gucken, ob die noch da sind.“
Harry verzog nur angewidert das Gesicht bei dem Gedanken. Trotzdem drängelte ihn noch eine Frage: „Wieso seid ihr ohne mich in den Wald gegangen? Ihr hättet mich doch mitnehmen können.“
„Das hätte doch nichts geändert, Potter. Wir wären reingegangen und wieder rausgerannt. Nur halt mir dir. Du bist zwar der Auserwählte, aber ein bisschen schaffen wir auch ohne dich.“, konterte Draco sofort.
Hermine sah Harry an: „Er hat recht Harry. Du hättest auch nicht mehr machen können. Wir sind reingegangen, weil wir ein Einhorn für unseren Trank gesucht haben. Erkläre ich dir später.“
Harry musterte die beiden und sah ein, dass sie Recht hatten und er nichts anders gemacht hätte.
„Ich hätte nicht gedacht, dass du mit Malfoy darein gehst. Es freut mich, dass du dich entschieden hast, ihm zu vertrauen.“, lächelte Harry Hermine zu.
Die Aussage machte Hermine nervös. War es jetzt der richtige Zeitpunkt es ihm zu sagen? Sie war sich plötzlich doch wieder unsicher und sah Draco an. Draco warf ihr vorerst einen misstrauischen Blick zu, denn er fragte sich was Harry genau damit meinte. Aber trotzdem wollte er, dass sie ihm sagen würde. Das würde vieles erleichtern und auch Hermine hätte jemanden zum Reden. Unauffällig stupste Draco sie mit dem Ellenbogen an, um ihr ein Zeichen zu geben.
„Alles in Ordnung, Hermine?“, fragte Harry besorgt.
„Jaja, alles gut. Harry was das angeht, muss ich dir was sagen. Ich möchte dich bitten als mein Freund die Situation zu beurteilen und nicht als der Auserwählte Harry Potter aus dem Gryffindorhaus. Bitte erzähl es niemanden und sei unvoreingenommen.“, flehte Hermine ihn an.
Draco musste die Augen über Hermines Sorgen verdrehen. Als würde sie ihm gleich sagen müssen, dass sie mit Lord Voldemort persönlich liiert wäre. Harry verstand jedoch überhaupt nicht, worauf Hermine anspielte und war verwirrt: „Ja klar, natürlich.“
Hermine nahm noch einmal tief Luft und ging ein Stück näher an Draco heran, der ihr sofort einen Arm um die Taille schlang und sie zu sich zog. Hermine wollte den Mund aufmachen und Harry erklären, was das zu bedeuten hatte, doch sie wurde rot und bekam es nicht über die Lippen. Nochmals verdrehte Draco über ihr Drama die Augen und ergriff das Wort: „Hermine und ich sind ein Paar. Wir wollen es miteinander versuchen.“

Harry sah die beiden nur entsetzt an und ihm klappte der Unterkiefer runter. Er starrte auf den Arm an Hermines Taille und ihren verlegenen Blick auf dem Boden.