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Harry Potter zu Besuch

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Harry Potter OC (Own Character) Severus Snape
12.05.2020
12.05.2020
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Harry Potter und der Orden des Phönix. Die DA fliegt auf, und Dumbledore soll abgeführt werden, verschwindet mit Fawkes.
„Sie bringen diese
beiden jetzt am besten zu Bett“, sagte Fudge, erneut an McGongall gewandt, und nickte abfällig in Richtung Harry und Marietta. Professor McGonagall sagte nichts, sondern führte Harry und Marietta mit zügigen Schritten zur Tür. Als sie hinter ihnen zuschwang, hörte Harry die Stimme von Phineas Nigellus. „Wissen sie, Minister, ich stimme in vielem nicht mit Dumbledore überein... aber sie können nicht bestreiten, dass er Stil hat...“

(Ich liebe diesen Satz und wollte, dass der ehemalige Schulleiter die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient, denn im Film sagt Kingsley das.)

Verzweifelt rannte Harry durch Hogwarts. Er hatte sich von McGonagall losgerissen, die ihn und Mariette Edgecombe ins Bett bringen sollte. Als ob er jetzt schlafen könnte?! Dumbledore hatte sich einfach für die DA geopfert. Sicher, nun wo Voldemort seine Macht wieder erlangt hatte, brauchte er seine Ausbildung dringender denn je, aber Dumbledore konnte doch nicht einfach den Platz räumen und... was war jetzt? Tief in seinem Inneren war ihm durchaus bewusst, dass das Ministerium Umbridge als neue Schulleiterin einsetzen würde. Das konnte doch nicht wahr sein. Stöhnend rieb er seine erhitzte Stirn an einer kalten Steinwand. Hier würde so schnell kein Schüler langspazieren und McGonagall würde ihm sicher nicht hinterher rennen. Er musste sich allerdings etwas überlegen, bevor sie auf die Idee kam in ihrer Animagusgestalt nach ihm zu suchen. Aufgewühlt lief er hin und her. Was sollte er jetzt nur tun, wie sollte es weitergehen? Die DA war aufgeflogen, sie konnten sich nicht weiter vorbereiten, und vermutlich wäre Harry unter der Schulleitung von Voldemort sicherer, als unter Umbridge. Während dieser Gedanken lief er hin und her und hörte plötzlich ein leises Rumpeln. Er war unterbewusst zum Raum der Wünsche gelaufen, da dieser in der Nähe von dem Gryffindorgemeinschaftsraum war. „Ich hätte nicht gedacht, dass er nicht bewacht wird um zu kontrollieren dass wir nicht einfach weiter machen.“ Schulterzuckend öffente er die Tür, vielleicht wusste der Raum der Wünsche ja, was er tun sollte. Darüber hatte er schließlich gerade nachgedacht, sich also eine Lösung für die Frage gewünscht. Mutig öffnete er die Tür und sah in tiefe Schwärze. Auch der Lumoszauber brachte nichts, er konnte in den Raum nicht hineinsehen. Es war als wäre die Wand einfach schwarz. Er konnte noch nichtmal sehen, ob der Raum einen Boden hatte. Doch spätestens, als er McGonagalls anklagendes Miauen vom Ende des Gangs hörte, dachte er sich „Die Zukunft in diesem Schloss, macht mir definitiv mehr Angst, als dieses Nichts vor mir.“ Mit einem entschuldigenden Blick zu seiner Professorin  trat er ins Schwarze und wünschte sich, dass die Tür sich hinter ihm direkt wieder schließen würde.

Eine leichte Brise Magie wehte zu McGonagall hinüber, als sie ihren Schüler verschwinden sah. Das war er also, der „Da und Fort Raum“ Nun, Potter war wohl jetzt erstmal fort. Er sollte bloß nicht erwarten, dass Gryffindor noch Punkte in seinem Punkteglas finden würde, wenn sie ihn in die Finger bekam.

Als Harry die Augen öffnete, lag er auf einer sehr überfüllten Charing Cross Road, mitten in London und es war hellichter Tag. Wie war er hier nochmal hingekommen? Ach ja richtig, er war einfach in den Raum der Wünsche gegangen. Dass dieser sich auch in ein Portal verwandeln konnte, war ihm unbekannt. „Sag mal, bist du bescheuert?“, wurde er auch gleich von einem Mädchen neben ihm angefahren. „Wolltest du dich umbringen?!“ „Ähm...“, stammelte er. „Wie heißt du überhaupt?“ Kurz musterte er die Frau vor ihm. Sie sah ihn mit einem herausfordernden Funkeln aus ihren braunen Augen an. Ihre Haare waren ein wenig heller als ihre Augen und er würde sie ebenfalls als eher braun statt dunkelblond bezeichnen. „Harry Potter“, meinte er, davon überzeugt sich in der Muggelwelt zu befinden, und daher unbekannt zu sein. Das Mädchen vor ihm rollte allerdings mit den Augen. „Witzig. Du gehst ja super in deiner Rolle auf. Wobei ich sagen muss, dass du ihm echt ähnlich siehst. Du kannst auf jeden Fall froh sein, dass ich mich auf dich gestürzt habe, sonst wärst du vermutlich fett vom Bus überfahren worden. Mag ja sein, dass Harry Potter jeden Scheiß überlebt hat, aber du kannst das sicherlich nicht.“ „Ähm...“, sagte Harry wieder äußerst intelligent. „Danke, schätze ich... wie heißt du denn. Und was meinst du mit „Du siehst aus wie er“? Warum zweifelst du denn deiner Meinung nach daran, dass ich es bin? Und woher kennst du mich überhaupt. Ich habe dich für eine Muggel gehalten.“, fragte er. Die Frau vor ihm, vermutlich etwa zwei oder drei Jahre älter als er selbst zog eine Augenbraue hoch und musterte ihn stechend. „Wow, du kannst das ja fast so gut wie Snape.“, bemerkte der Junge und verkrampfte sich, als er an die schmierige Fledermaus dachte. Das brachte das Mädchen dann doch dazu sich zu wundern. „Wenn er die Bücher gelesen hat, sollte er doch wissen, dass Snape einer von den guten ist...“ „Na gut... ähm. Harry“, nannte sie ihn, da er offenbar nicht vorhatte ihr seinen richtigen Namen zu nennen. „Möchtest du vielleicht mit mir einen Tee trinken kommen? Meine Eltern sind momentan beide arbeiten.“ Harry zuckte mit den Schultern, was sollte er schon anderes tun. Er musste erst einmal herausfinden, warum genau der Raum der Wünsche ihn vor einem verdammten Bus ausgespuckt hatte. Er war dem Muggelmädchen sehr dankbar, dass sie ihn offenbar vor einem Zusammenprall bewahrt hatte. „Gerne. Du hast mir noch gar nicht verraten, wie du heißt.“ „Jeanna McGorgi“ „Wie McGonnie“, gluckste Harry, bekam dafür aber nur einen musternden Blick von der Seite. „Wir sind da“, meinte Jeanna schließlich, als sie vor einem grünen Mehrfamilienhaus mit Weißen Ornamenten und einer Tür aus hellem Haus standen. Es sah aus, als wäre es frisch gestrichen worden. Jeanna schloss die Haustür auf und führte ihn in den zweiten Stock, wo sie vor einer dunklen Wohnungstür halt machten. „Hast du Angst vor Hunden?“, fragte sie ihn. „Nur vor Bulldoggen.“, er erschauderte. „Die Schwester von meinem Onkel hat...“ Jeanna winkte ab. „Schon klar. Hätte ich mir denken können. Vor Bulldoggen musst du bei mir keine Angst haben. Nur ein süßer deutscher Schäferhund.“ Harry grinste. „Nadann, hereinspaziert“, meinte sie und führte ihn in ihre Wohnung hinein. „Warst du auch auf Hogwarts? Du bist sicher drei oder vier Jahre älter als ich, ich habe dich allerdings nie gesehen.“ Jeanna beschloss einfach bei dem Spiel des verrückten mitzumachen, vielleicht konnte er so mehr über ihn erfahren. „Könnte daran liegen, dass ich eine Slytherin bin.“ Harry verschloss sich und sah sich kühl um. „Und dann wohnst du in so einer Muggelgegend? Das hier ist auch keine Falle, oder? Ich habe keine Lust gleich einem Duzend Todesser gegenüber zu stehen. Als Slytherin weißt du sicher, dass Voldemort wieder da ist.“ Jeanna verdrehte die Augen. „Jep, wieder auferstanden beim Ende des Trimagischen Turniers blablabla. Schon klar. Aber tu bitte nicht so, als wären alle Slytherins böse. Pettigrew war ja schließlich auch ein Gryffindor.“ Harrys Augen wurden riesig. Jeanna bemerkte, dass sie tatsächlich sehr intensiv grün waren, nicht wie die von dem Schauspieler Daniel Radcliffe. „Woher weißt du das mit Pettigrew? Niemand glaubt das einfach so.“ Seine Augen verengten sich wieder und er zog seinen Zauberstab. „Die einzige Möglichkeit die ich mir erklären kann ist, dass deine Eltern doch Todesser sind und du es daher aus erster Hand weißt.“ So langsam ging ihr dieser Fremde ein wenig auf die Nerven. „Denkst du nicht du übertreibst es etwas, mit deinem Cosplay?“, fragte sie kühl. Wie kam es dass der Junge über das Trimagische Turnier und Voldemorts Wiedergeburt Bescheid wusste, aber nicht verstand, warum ich wusste dass Sirius unschuldig ist? Schließlich las niemand das Vierte Buch vor dem Dritten, oder? Und da ich Andeutungen zum Turnier gemacht habe, sollte er ja wissen, dass ich schon über den Vierten Band hinaus bin. Um genauer zu sein war ich verrückt nach Harry Potter, kannte praktisch alle Bücher auswendig, hatte schon Tausende Fanfiktions gelesen und ziemlich viel Repliken-Kram in meinem Zimmer. „Cos-Was?“, fragte er verwirrt. „Cosplay, Verkleidung, deinem Harry Potter Dasein, nenn es wie du willst. Ich dachte immer ich wäre krank, aber das ist echt peinlich.“, meinte sie. „Allerdings irgendwie auch lustig.“ „Aber... ich bin wirklich Harry Potter.“, stammelte der Junge vor ihr nun verzweifelt. „Woher weißt du über Sirius Unschuld Bescheid?“ „Vielleicht solltest du mir erstmal erzählen, wie du vor den Bus gekommen bist, dann reden wir weiter.“, bestimmte Jeanna. „Also... das ist ehrlich gesagt ein wenig peinlich. Hast du schonmal von dem Da und Fort Raum gehört?“ Sie nickte. „Auch als Raum der Wünsche bekannt.“ „Richtig. Naja, also wir hatten so eine Verteidigungsgruppe gegründet, weil die diesjährige Lehrerin eine Zumutung ist... Auf jeden Fall sind wir heute aufgeflogen. Und Dumbledore hat sich einfach für uns in die Bresche geworfen!“, er wirkte wütend. „Mag ja sein, dass ich meine Schulbildung brauche, aber die Schule unter der Leitung von dieser pinken Kröte ist doch für niemanden mehr sicher! Und er ist jetzt weg! Naja, auf jeden Fall bin ich wütend von McGonagall abgehauen und vor dem Raum der Wünsche gelandet. Dort hab ich überlegt, wie es jetzt weiter gehen soll und dann ist eine Tür erschienen. In der Hoffnung auf eine Lösung bin ich durch die Tür gegangen und das nächste woran ich mich erinnern kann, ist wie ich auf der Charing Cross Road aufgewacht bin, und von dir, recht eindrucksvoll übrigens, zusammengestaucht wurde.“ Jeanna drückte sich so stark mit ihren Handballen gegen die Augen, dass sie weiße Punkte sah. Wo bin ich hier nur reingeraten? fragte sie sich. Eine winzige Sekunde lang hoffte sie, dass dies tatsächlich der echte Harry Potter war, aber das war Schwachsinn. Sie musterte ihn aus ernsten Augen. „Du bist also momentan im fünften Schuljahr, in Hogwarts?“ Er nickte und sah sehr ehrlich dabei aus. „Weißt du, wie der Hauslehrer von Slytherin vor Snape hieß? Den, den Tom Riddle hatte?“ Harry schüttelte verwirrt den Kopf. Damit hatte er sich nie befasst. „Und was... ähm, was hältst du von Snape?“ Harrys Augenbrauen zogen sich leicht zusammen, um die Wut in Zaum zu halten „Er ist ein dreckiger Todesser, das habe ich letztes Jahr gesehen. Und Ich habe keine Ahnung, warum Dumbledore ihm so sehr vertraut.“ „Eins noch... wie geht es Sirius?“ Kritisch beäugte der vermeindliche Potter das Mädchen. „Ich denke es geht ihm nicht besonders gut. Schließlich ist er auf der Flucht.“ „Womit du und ein gewisser Zeitumkehrer auch gar nichts zu tun habt...“, schmunzelte sie, und traf auf einen überraschten Blick. „Woher weißt du das?“ „Ich glaube ich weiß so einiges.“, seufzte sie. Sie konnte sich kaum vorstellen, dass jemand als Harry Potter verkleidet durch die Straßen Londons, in der Nähe der Charing Cross Road lief, der noch nicht alle Bücher gelesen hatte, denn eine so krankhafte Liebe und ein Verständnis zu den Büchern kann man eigentlich erst entwickeln, wenn man wirklich auch alle durchgelesen hat. „Du hast den Angriff auf Mr. Weasley aus der Perspektive der Schlange gesehen, richtig?“, fragte sie behutsam. Schließlich war in seiner Welt das Ereignis noch nicht all zu lange her. „Das weiß fast niemand...“, flüsterte er. So verrückt es auch war, die Emotionen in den grünen Augen war so echt, dass sie sich beinahe sicher war den echten fucking Harry Potter vor sich sitzen zu haben. Auch wenn sie nicht glaubte, dass die Welt tatsächlich existierte, da sie schon oft genug versucht hatte den Tropfenden Kessel zu sehen, und am ersten September schon 3 Stunden von 8 bis 11 saß und auf die Wand zwischen Gleis 9 und 10 gestarrt hat. Vielleicht, und das war eine noch viel krankere Vorstellung, kam dieser Harry Potter aus einem Paralleluniversum, und wurde vom Raum der Wünsche hier hin geschickt um die letzten beiden Bücher zu lesen, sodass er wusste was zu tun ist. Sie schlug sich mit der Hand gegen die Stirn. Wie tief war sie nur gesunken, das zu glauben. „Warte kurz hier.“, meinte sie, und ließ ihn mit seinem Tee in der Küche zurück. Sollte ihre Vermutung stimmen, könnte er hier sowieso nicht zaubern. Sollte ihre Vermutung nicht stimmen erst recht nicht. Dass er etwas klaute, erwartete sie nicht. Dank ihrer fanatischen Ader fiel es ihr nicht schwer beinahe auf Anhieb die Stelle aus „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ aufzuschlagen, in der sie in der heulenden Hütte standen und Sirius und Remus Harry über alles aufklärten. Sie ging zurück in die Küche, hielt Harry das Buch unter die Nase und meinte „Lesen.“ Sie setzte sich ihm stumm gegenüber und beobachtete ihn.
Sein Gesicht war voll von echtem Erstaunen, je weiter er las. Irgendwann klappte ihm der Mund auf. Nach etwa 10 Minuten, gab er ihr das Buch zurück. Er hatte bis zu der Stelle gelesen, wo Remus begann sich zu verwandeln, wie sie mit einem Blick auf die Seite feststellte. „Jedes einzelne Wort“, keuchte er. „Alles stimmt. Jedes einzelne Wort, jeder Blick, jede Handlung, ist genau so gewesen!“ „Könntest du kurz die beiden Tassen in die Spüle schweben lassen? Ich habe meinen Zauberstab gerade nicht zur Hand“, fragte sie und überging seine Überraschung wegen des Buches. „Aber außerhalb von Hogwarts darf ich...“ „versuchs einfach. Ich bin eine Slytherin, mein Haus ist vom Ministerium nicht überwachbar“, log sie. Tatsächlich glaubte er ihr, und versuchte die Tassen schweben zu lassen. „Moment, es kann sich nur noch um Stunden handeln.“, grinste er schüchtern. Fast schon süß. Oh Gott. „Heute morgen als ich mein Verwandlungsbuch brauchte hat das noch geklappt.“ „Harry, vergiss es. Es wird nicht funktionieren. Ich will nur noch eine Sache ausprobieren, okay? Lass uns ein Butterbier im Tropfenden Kessel trinken gehen, ich hatte schon viel zu lange keins mehr.“ Per Hand stellte sie die Tassen in die Spüle. „Auf dem Weg dahin erzähle ich dir, was es mit den Büchern auf sich hat.“ Sie zogen ihre Schuhe an und verließen das Haus. Glücklicherweise schien die Sonne und Harry hatte kein Problem damit in seinem Freizeitpullover herum zu laufen. Normalerweise wäre das ein wenig kalt in London. „Ich glaube du bist in einer Paralleldimension gelandet, Harry Potter.“, nickte sie ernst. „Du bist hier in der Muggelwelt, in London. Ich bin auch nur eine Muggel. In dieser Welt... ist dein Leben eine Geschichte. Die Welt der Zauberer ist eine Geschichte. Deswegen kannst du auch nicht zaubern, und ich weiß so viel über dich, weil ich es alles in Büchern gelesen habe. Wie du eben gesehen hast.“ „Uhm... okay. Und jetzt willst du zum Tropfenden Kessel gehen, um zu sehen, ob ich ihn sehen kann, weil du als Muggel es nicht kannst.“ Sie nickte. „Richtig. Ich will wissen, ob du in einer anderen Welt, oder nur in der der Muggel gelandet bist. Wir haben immerhin nicht mehr 1996 sondern 2016“ Wie angewurzelt blieb Harry stehen. „Meine andere Vermutung wäre also, dass einfach jemand deine Geschichte aufgeschrieben und in der Muggelwelt als Fantasy Buch verkauft hat, und du lediglich in der Zukunft bist. Aber da du nicht gerne Interviews gibst, und du dich sicher nicht an jeden einzelnen Satz deines Lebens erinnern kannst, schätze ich auf das erste. Das finden wir jetzt heraus.“ „Sollte das wirlich der Fall sein, bist du ziemlich blöd mir zu glauben, meinst du nicht?“, gluckste Harry. „Deswegen war ich anfangs auch so kritisch. Ich kann dir leider auch keine Frage stellen, die nur du beantworten kannst, weil die Sachen die ich weiß, kann jeder andere der die Bücher so gut kennt wie ich auch wissen, und alles was in den Büchern nicht erwähnt wird, zum Beispiel ob jeder Schlafsaal ein eigenes Bad hat, oder ihr Gemeinschaftsbäder im Gemeinschaftsraum habt, kann ich nicht auf den Wahrheitgehalt überprüfen. Da es jedoch immer mein Traum war, dass diese Welt tatsächlich existiert, helfe ich dir, obwohl ich mich möglicherweise komplett zum Affen mache. Aber wenigstens hab ich dann Spaß dabei, und außer dir bekommt es ja keiner mit.“ „Hm... Also wir haben Bäder in den Schlafsäälen, allerdings nur mit zwei Duschen und einer Toilettenkabine. Eine Badewanne gibt es in Hogwarts nicht, bis auf das Bad der Vertrauensschüler, was eher ein Pool ist.“ „Wie gesagt, ich weiß nicht ob du die Wahrheit sagst. Aber schön zu wissen, haha“, entgegnete Jeanne. Währenddessen waren sie in der Charing Cross Road angekommen. „Geh vor, und sag mir ob du was siehst“ Harry stand vor der Wand, und drehte sich um. „Nichts. Ich frage mich nur, warum der Raum der Wünsche mich ausgerechnet zur Vorbereitung in eine Welt geschickt hat, wo die Magie nicht real ist, und ich praktisch nichts zur Vorbereitung tun kann. Außerdem verpasse ich die Schulzeit. Ich bin zwanzig Jahre in der Zukunft und habe keine Ahnung, wie ich wieder zurück komme.“ „Naja, wie du zurück kommst ist tatsächlich ein Problem, da es keinerlei Verbindung zu Hogwarts oder zum Raum der Wünsche gibt. Vielleicht... naja, du hast dir ja gewünscht zu wissen, was du tun sollst. Vielleicht holt er dich automatisch zurück, wenn du diese Frage geklärt hast? Ich gehe davon aus, dass er dich an der gleichen Stelle in der gleichen Stunde ausspuckt, an der du verschwunden bist.“ Harry seufzte. „Wieso passiert sowas immer mir? Und wie genau soll ich hier die Lösung darauf finden, was ich tun soll?“ „Weil...“, Jeannas Augen funkelten aufgeregt. „Hier deine letzten beiden Schuljahre bereits geschrieben sind, und in den Büchern zufällig erwähnt wird, wie du Voldemort besiegen kannst.“ Die Kinnlade des Potters klappte nach unten hin weg. „Aber ich habe keine... also kein Geld dabei. Und ich weiß auch nicht wo ich übernachten soll, wenn der tropfende Kessel einfach nicht mehr existiert.“ „Und du denkst wirklich, dass ich, wenn ich die Möglichkeit habe meinen absoluten Kindheitshelden kennen zu lernen, ich diese Möglichkeit nicht dazu nutzen würde, ihn bei mir wohnen zu lassen? Da kennst du die Slytherins aber schlecht Harry.“, grinste sie. „Du bist viel zu nett für eine Slytherin.“, maulte Harry. „Außerdem hat der Hut dich nie eingeteilt. Und dass du dich vor dem Bus auf eine Person die du nicht kennst drauf geschmissen hast, spricht eigentlich eher für Gryffindor.“ „Pff, als könnten Slytherins nicht helfen wollen. Ich bin ehrgeizig, kriege meistens was ich will weil ich gut mit Worten bin, habe einen scharfen Verstand und denke vor allem nach, bevor ich etwas tue. Ich hätte mich ganz sicher nicht auf dich geschmissen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass ich es schaffe. Naja, beiseite mit dem Häuserstreit.“ Sie zog einen kleinen eckigen Kasten aus ihrer Tasche heraus. „Das hier ist ein Handy. Wie ein Telefon, nur kabellos und klein. Ich schreibe mal meinem Bruder, ob er ein paar alte Klamotten für dich hat. Ich schreibe ihm einfach, du würdest mit mir an einem Projekt für Harry Potter arbeiten, und dein Koffer wäre nach dem Flug verloren gegangen. Er hasst meine Obsession für Harry Potter, und wird deswegen keine weiteren Fragen stellen. Und Klamotten wollte er sowieso aussortieren. Das gleiche erzähle ich übrigens dann auch meinen Eltern.“ Nun war es an Harry eine Augenbraue hochzuziehen. „Ich nehme alles zurück. Definitiv Slytherin.“ Jeanna grinste. „Dankeschön.“ „Und ich bin wirklich dein Kindheitsheld?“, fragte Harry erstaunt. „Naja... einer von mehreren. Aber da sie sich praktisch alle um dich drehen, eigentlich du.“ Wie sollte sie ihm auch erklären, dass sie seinen Hasslehrer Nummer 2 (nach Umbridge) vergötterte, für das was er die Jahre über geleistet hatte? „Du wirst vielleicht deine eigenen Helden aus deinem Universum haben, wenn du die Bücher erstmal gelesen hast.“ Der Schwarzhaarige schien in Gedanken versunken. Kurze Zeit später kamen sie wieder an Jeannas Wohnung an. Diesmal nahm sie ihn mit in sein Zimmer. „Du wirst darin einige Bilder sehen, die im Entferntesten Ähnlichkeit mit dir haben. Oder mit Sirius, oder mit Snape, oder mit wem auch immer. Denn aus den Büchern wurden auch Filme gemacht. Mit Schauspielern die ansatzweise den Beschreibungen aus dem Buch entsprachen. Allerdings hast du zum Beispiel im Film blaue Augen, weil der Schauspieler die Kontaktlinsen nicht vertragen hat“, grinste sie. Dann öffnete sie die Tür und ihr Gast trat neugierig ein. An den Wänden hingen große Poster. Eins, welches die Mitglieder von Dumbledores Armee zeigte, eines, was zur Veröffentlichung des letzten Teils im Kino verkauft wurde. Darauf zu sehen waren Harry, Ron, Hermine und Neville auf der einen, und Voldemort, Snape, Bellatrix und Narzissa auf der anderen. „Sie haben Voldemort gut getroffen“, grinste Harry. „Snape ist viel zu alt! Aber sein Gesichtsausdruck passt recht gut zu ihm. War ja klar, dass er auf der Todesserseite steht.“, motzte der Potter. „Hey. Warte erstmal ab. Du kennst seine Geschichte doch noch gar nicht.“ „Muss ich auch nicht.“ „Severus ist einer der umfangreichsten Charaktere deiner ganzen Welt, verdammt! Hör doch bitte auf dich in deinen Hass reinzusteigern.“ „ICH? Er macht mich doch jede Zaubertrankstunde fertig.“ Nun schaute sie ihn wieder kühl an. „Dafür hat er sicherlich einen Grund.“ Harry wollte gerade wieder protestieren, da platzte ihr der Kragen. „Snape. Er ist mein Kindheitsheld. Weil er unfassbares für eure Seite tut. Vermutlich dürftest du das nicht wissen, da du deine Gedanken nicht verschließen kannst, aber du wirst deinen verdammten Sohn nach ihm benennen. Du wirst ihm sagen, dass er der mutigste Mann ist, den du jemals gekannt hast. Und er wird ein Slytherin werden, der beste Freund von Scorpius Malfoy, dem Sohn von Draco und du wirst absolut stolz auf ihn sein, also bitte. Lies bevor du urteilst.“ Harry schüttelte ungläubig den Kopf. Er? Seinen Sohn nach SNAPE benennen?! Vielleicht sollte er diese Bücher tatsächlich einmal lesen. „Ich werde dir das Gästezimmer herrichten. Bitte verlier deinen Stab nicht, auch wenn du hier nichts mit ihm anfangen kannst. Und wenn du an dem Zeitpunkt angekommen bist, wo ihr aus dem Büro von Dumbledore kommt, warte bitte auf mich. Wir müssen besprechen, wie wir mit den Informationen überhaupt umgehen. Du wirst nicht jeden, der im Krieg gegen Voldemort umkommt retten können.“ Mit diesen Worten, drückte sie Harry das Buch „Harry Potter und der Orden des Phönix“ in die Hand. Harry nickte, wenn auch ein wenig gezwungen. Grinsend bezog Jeanna das Bett von ihm im Gästezimmer mit der
„Marauders Map“ Bettwäsche, die sie von ihrem Opa letztes Jahr zu Weihnachten bekommen hatte. Harry würde sich hier wohl fühlen. Dann rannte sie in den Buchladen in die Altstadt. „Mr. Gustan?“, rief Jeanna in den leeren Laden. Hier hatte sie all ihre Harry Potter Bücher gekauft. „Wie kann ich dir helfen Jeanna?“, fragte er liebevoll und kam aus seinem Büro. „Haben sie noch Exemplare von Harry Potter?“, fragte sie neugierig. „Ich brauche nur die letzten drei.“ Er nickte. „Ein Buchladen ohne die Harry Potter Bücher, ist kein Buchladen“, lächelte er. Ein Schneidezahn fehlte ihm, ansonsten hatte er gerade weiße Zähne. „Sir, ich weiß dass der Buchladen schon lange in ihrem Besitz ist. Besitzen sie zufällig noch ihre Buchhaltungskalender von 1995 bis 1998?“ Seine Augenbrauen wanderten bis zum Haaransatz. „ich bringe sie ihnen auch wieder. Ich brauche die Jahre nur für ein Projekt, was mit Harry Potter zutun hat. Schließlich spielen die drei letzten Bücher ja dort.“ „Na gut. Aber nur weil du es bist. Ich denke sowieso nicht, dass ich jetzt noch Steuerprobleme von vor der Jahrtausendwende bekommen werde. Ich pack sie dir mit ein.“ Sie bezahlte die drei Harry Potter Bücher und spazierte gemütlich zurück zu ihrer Wohnung. „Ich habe Tee gemacht“, wurde sie von ihrem Hausgast begrüßt. Ich brauchte eine Pause nachdem... naja, nach Arthurs Angriff. Ungefragt nahm sie ihn einmal in den Arm. Oje, sie kuschelte mit Harry Potter, was war nur los?! „Chrm“, räusperte sie sich und es tat ihr fast Leid, weil er mit diesem Geräusch dieses Jahr definitiv nichts gutes verband. „Tut mir leid. Ich fand es schon schrecklich als ich davon gelesen habe, und die Schauspielleistung im Film ist auch nicht schlecht. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es sein muss das alles wirklich durchzumachen. Aber ich habe mir was überlegt.“ Sie nahm sich das aufgeschlagene Buch von der Küchenzeile. „Du meintest du wärst zum Raum der Wünsche gelaufen, nachdem  ihr aus Dumbledores Büro gekommen seid, richtig? Du, Minerva, und Marietta vermutlich. Das ist hier.“, sie schlug die Seite auf.  „Sie bringen diese
beiden jetzt am besten zu Bett“, sagte Fudge, erneut an McGongall gewandt, und nickte abfällig in Richtung Harry und Marietta. Professor McGonagall sagte nichts, sondern führte Harry und Marietta mit zügigen Schritten zur Tür. Als sie hinter ihnen zuschwang, hörte Harry die Stimme von Phineas Nigellus. „Wissen sie, Minister, ich stimme in vielem nicht mit Dumbledore überein... aber sie können nicht bestreiten, dass er Stil hat... Das nächste Kapitel fängt mit dem Beschluss an, dass Umbridge Schulleiterin wird. Dein kleiner Ausflug ist somit nicht niedergeschrieben. Ich glaube, dass wir auf diese Weise die Geschichte verändern können. Die Sachen die aufgeschrieben sind, müssen passieren. Oder zumindest so scheinen, als wären sie passiert. Dafür sorgen kannst du in den Zeiten, in denen nichts im Buch steht. Ich habe hier Kalender mitgebracht.“ Sie verschwand in ihr Zimmer, und klappte ihren Laptop auf. „Ich werde die Daten und Wochentage übertragen und einen leeren Kalender der Jahre 1996 bis 1998 ausdrucken. Während du ließt, um die Geschichte zu erfahren, werde ich die Bücher lesen und versuchen so genau wie möglich herauszufinden, welche Tage beschrieben sind, und das in die leeren Blätter eintragen. Du wirst sie auswendig lernen müssen, weil ich nicht weiß ob du sie mitnehmen kannst. Aber versuchen solltest du es trotzdem, falls du was vergisst. Es ist jedoch recht schwierig genau zu sagen, wann was passiert, die Autorin der Bücher hat nämlich meistens Dinge geschrieben wie „am ersten Oktoberwochenende“ oder „Ende März Anfang April“, daher werde ich es nicht auf den Tag genau festlegen können. Aber das Wissen wird dir trotzdem helfen.“ Sie schaute zum ersten Mal wieder auf. Mitbekommen, dass Harry ihr ihre Teetasse hingestellt hatte, hatte sie während ihres Plans nicht. „Du bist wie Hermine“, lächelte er, und sie wurde sehr rot. Mit dem schlauen Mädchen verglichen zu werden, welches sich so sehr um Harry kümmert, ehrte sie „Dankeschön“, hauchte sie daher. Schnell nahm sie sich einen Zettel und schrieb eine Liste auf. „Sirius, Dumbledore, Mad-Eye Moody, Hedwig, Dobby, Wurmschwanz, Remus, Tonks, Severus, Colin, Fred, Lavender“, lass Harry verwirrt vor. Es brach ihr das Herz, das nun sagen zu müssen, was auch Harry schnell an ihren Tränen merkte. „Wenn du...“ schnief „such dir drei aus. Wir werden nicht alle retten können.“ Mit Entsetzen schaute Harry sie an. „Sie alle... sterben?“ Jeanna nickte. „Lass Dumbledore raus. Du wirst verstehen wieso. Und wie gesagt, muss es eigentlich so wirken, als wären sie tot. Möglicherweise musst du sie an einen geschützten Ort bringen, wo sie bis zum Ende des siebten Bandes bleiben müssen, damit sich nichts verändert. Und ich weiß, dass dein erster Gedanke Sirius ist aber... bei ihm und Dumbledore ist es beinahe unmöglich. Der Rest wäre möglicherweise zu retten, aber bei den beiden ist es soweit ich weiß unmöglich die Geschichte nicht zu verändern.“, schniefte sie. Auch Harry lief eine Träne über die Wange. „Deswegen hast du mich eben gefragt, wie es Sirius geht. Niemand würde nach der Hälfte einfach aufhören das Buch zu lesen.“ Sie nickte. „Es passiert noch dieses Jahr. Ich habe es chronologisch aufgeschrieben. Jetzt geh, und lies das Buch zu Ende, ich versuche die Daten ausfindig zu machen.“ „Welche wären am einfachsten zu retten?“, fragte Harry. „Naja... ich denke Lavender könnte möglich sein. Sie wird von Fenrir Greyback getötet. Bei Lupin und Tonks weiß ich es nicht mehr genau. Fred wird von einer Wand erschlagen, wenn du ein Schutzschild über ihm aufbaust, könnte es helfen. Bei Colin hab ich gar keine Ahnung. Der einfachste... oh Harry, ich weiß dass du das nicht gut findest. Der einfachste zum retten wird Snape. Er wird in der Heulenden Hütte von Nagini schwerverletzt zurückgelassen und ihr drei seid die letzten die ihn lebend sehen.“ Er nickte mit zusammengepressten Lippen. „Wir werden für jeden einen Plan ausarbeiten und ich schaue wie viele sich durchziehen lassen ohne die Geschichte zu verändern. Ich kann nicht glauben dass ausgerechnet Sirius...“ Erneut umarmte sie ihn im Affekt. „Los, geh jetzt lesen, bitte ich kann diese Stimmung nicht mehr ertragen, es war schon schlimm genug gefühlte 100 mal davon zu lesen.“, lächelte Jeanna leicht. Und dann begann das Arbeiten. Da Jeanna die Geschichte praktisch auswendig kannte, und auch erst ab dem Kapitel anfangen musste wo Umbridge Direktorin war, überflog sie nur und notierte alle Ereignisse bei denen Zeitangaben standen auf ihrem Laptop. Zwischenzeitlich kamen ihre Eltern nach Hause, und sie erklärte ihnen das „Projekt“ und das „Verschwinden“ von Harrys Koffer nach dem Flug. Als sie gerade fertig war, schaute sie auf. Ohne Zweifel war Harry bei Sirius Tod angekommen, denn die Tränen liefen ihm über die Wange „Du müsstest es im Film sehen. Vielleicht sollte ich es dir zeigen. Es ist wirklich herzzerreißend.“, meinte sie. „Wieso sterben alle die mir nahe stehen?“ Er sah sie mit einem solchen Schmerz in den Augen an, dass es ihr kalt den Rücken runter lief. „Ich... überall Sterben Menschen Harry. Bei euch ist der Krieg ausgebrochen. Nur den Tod von den Leuten, die einem Nahe stehen, bemerkt man nunmal eher.“ „Aber du hast recht. Es wird praktisch unmöglich den Tod von Sirius irgendwie vorzutäuschen. Und verhindern, dass er auftaucht würde es ebenso verändern.“ „Es tut mir wirklich Leid Harry. Auch die Rumtreiber waren immer welche von meinen Lieblingscharakteren. Naja, bis auf die Sache mit Snape. Vielleicht sollten wir für heute schlafen gehen. Am Ende des Buches wirst du die Prophezeihung, die zerbrochen ist von Dumbledore hören. Ich denke das solltest du mit vollem Magen und ausgeschlafen in Angriff nehmen.“ Er nickte. Für die Nacht bekam Harry einen Pyjama von Jeannas Vater. „Mit zu großen Klamotten solltest du ja keine Probleme haben“, schmunzelte sie. „Das hier ist tausend Mal besser als das Zeug von Dudley“, lachte er. „Gut. Ich wünsche dir eine gute Nacht. Wenn du nicht schlafen kannst... Scheu dich nicht mich zu wecken, okay? Ich weiß wie schlimm Cedrics Tod für dich war, ich habs schließlich gelesen.“ Harry nickte. „Ich werde dann einfach mit meiner Matratze rüber kommen. Im Ligusterweg hatte ich viel mehr Albträume als im Schlafsaal,wo andere waren.“ „Mach das. Und Harry?“ Er drehte sich um. „Du schaukelst das schon.“ Mit einem letzten Lächeln begab er sich ins Gästezimmer. Dort würde er aber nicht lange bleiben, schließlich fühlte er sich diesem Mädchen, was Dinge über ihn wusste, die er nichtmal Ron und Hermine erzählt hatte, viel zu verbunden.

Als Jeanna am nächsten Morgen aufwachte, fiel ihr zuerst das selige Lächeln auf Harrys schlafendem Gesicht neben ihm auf. Sie hatte wirklich erwartet, dass ihn die Dinge mehr mitnahmen. Aber naja, es war ja noch nicht passiert, und vielleicht würde er Tote verhindern können. Das war definitiv ein Grund zu lächeln. Sie machte ein schnelles englisches Frühstück, mit Eiern und Speck. Ihre Eltern waren schon wieder auf der Arbeit, und hatten sie schlafen lassen. „Guten Morgen Sonnenschein“, flötete sie schließlich, und weckte Harry, indem sie die Jalousie hochfahren ließ. Das erste was er feststellte, als er aufwachte war, dass es kein Traum war. „Fuck. Sirius wird sterben.“ Jeanna setzte sich ihm gegenüber im Schneidersitz auf die Matratze. „Harry, wir müssen reden.“ „Oh nein, machst du Schluss mit mir?“, fragte er theatralisch, was sie ziemlich aus dem Konzept brachte. Wie konnte man so schnell zwischen Trauer und Scherz wechseln? „Harry, was du hier auf dich genommen hast, ist eine wirklich gefährliche Angelegenheit. Zu wissen, wann Leute sterben, die einem Nahe stehen, oder wann man selbst stirbt, ist nicht einfach. Aber ich glaube dass das leider die einzige Möglichkeit ist, dich wieder zurück zu bekommen. Also musst du das jetzt durchziehen. Es wird dir einerseits helfen, zu wissen was du tun musst und dass alles gut ausgeht. Andererseits wird es dich an den Rand den Verzweiflung bringen, zuzusehen, und Dinge geschehen zu lassen, die du aufgrund deines Wissen beschleunigen könntest. Dein bester Freund und wichtigster Helfer wird die verdammte Selbstkontrolle sein, die du definitiv nicht hast. Mit dem Kopf durch die Wand, wird nicht funktionieren.“ Jeanna sah Harry so ernst an, dass er unweigerlich an Dumbledore erinnert wurde, der ihm einen Vortrag hielt. „Gut.“ Lass uns heute die Prophezeihung und mein 6. Jahr abarbeiten. Ich denke, das 7. wird am längsten dauern. Jeanna erklärte sich einverstanden. Den ganzen Tag über lasen sie in den Büchern, und man hörte nur das gelegentliche Umblättern einer Seite, Tippen in einen Laptop, oder schlürfen an einem heißen Tee. Gegen 19 Uhr Abends, sie hatten sich zwischendurch Pizza bestellt, sprang Harry auf, schmiss das Buch mit so viel Karacho auf den Sessel, dass es abfederte, sprang und ein Glas auf dem Tisch umstieß. Das alles merkte Harry allerdings gar nicht. „Dieser Bastard. Dieser schleimige, idiotische, mörderische Giftmischer.“ „Ich gehe mal davon aus, dass Snape gerade Dumbeldore getötet hat?“, schmunzelte Jeanna. „Wie kannst du dabei lachen? Wie kann Snape dein Lieblingscharakter sein. Mag ja sein, dass du die Leute nicht kennst, aber... wie konnte er nur?“ „Harry. Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, habe ich genauso reagiert. Und ich bin auch nicht auf die Idee gekommen, die ich dir jetzt erzähle. Aber mit den richtigen Hilfestellungen könntest du sicher drauf kommen.“, meinte sie enthusiastisch. „Was denkst du, unterscheidet Albus Dumbledore am meisten von Lord Voldemort? Neben der weißen und der schwarzen Magie.“ „Pfft. Alles. Sie sind komplette Gegenteile. Dumbledore ist gut, Voldemort ist böse so einfach ist das.“ Wenn Harry wüsste wie böse auch Dumbledore tatsächlich ist. „Wie ist ihre Einstellung zum Tod?“ „Naja, Voldemort fürchtet ihn. Daher hat er ja diese Horkruxe erschaffen.“ „Und Dumbledore?“ „Ich denke er hat keine Angst davor. Aber ich glaube auch nicht, dass er sich gerne töten lässt.“ „Was ist, wenn es einen Sinn hätte? Ein Märtyrertod? Würde das zu Dumbledore passen?“ Harry nickte. „Schon. Aber er hat sich ja wohl kaum vor irgendwen geschmissen, um denjenigen zu schützen.“ Jeanna lächelte. „Das nicht. Hast du schonmal überlegt, ob der Fluch, der in seiner Hand war tödlich geendet hätte?“ Harry grübelte ein Paar Minuten vor sich hin. „Dumbledore ist ein Schachspieler Harry. Er spielt eine fette Partie Zauberschach gegen Voldemort. Ihr seid seine Figuren. Snape ist die Dame. Er kann sich überall hinbewegen. Sowohl zur schwarzen als auch zur Weißen Seite. Mit nur einem Zug über das ganze Brett. Du bist der König. Du stehst auf der Weißen Seite und musst unbedingt geschützt werden. Und Albus würde Figuren Opfern, um die Partie zu gewinnen. Denk an Ron im ersten Schuljahr. Er hat sich selbst geopfert, damit du gewinnst.“ Erneut versank Harry in Gedanken. „Dumbledore ist unfassbar verrückt. Also. Wenn ich meine gesamten Vorurteile für eine Sekunde beiseite lege würde ich schätzen, Dumbledores Hand hätte ihn umgebracht. Sollte Snape wirklich auf unserer Seite stehen, hat er ihn gebeten ihn zu töten, damit er seine Position als Todesser festigen kann und damit er wegen dem unbrechbaren Schwur nicht stirbt. Vielleicht würde Voldemort ihn sogar als Schulleiter einsetzen, dann könnte er die Schüler versuchen zu schützen. Er hat praktisch seine Schachpartie an ihn übergeben. Stimmt das?“, fragte er. „Wenn ich dir das jetzt sage, ist doch die ganze Spannung weg“, lachte sie. „Amüsier dich über deine Wut ihm gegenüber und ließ morgen das nächste Buch.“, grinste sie. „An deinem Gesichtsausdruck kann ich schon sehen, dass ich richtig liege. Merlin, Dumbledore ist so ein Idiot. Vermutlich hat er nichtmal McGonagall oder so eingeweiht und sie macht Snape das Schuljahr zur Hölle. Ich gehe mal davon aus, dass ich das gar nicht mitbekomme, ich werde die Horkruxe suchen gehen.“  Jeanna lächelte nur in sich hinein. „Ich bin mit dem 6. Jahr jetzt auch durch.“, meinte sie. „Was hältst du davon, wenn wir uns noch einen Film anschauen?“, fragte sie. „Das wichtigste ist nur, dass dort definitiv nicht alles so passiert wie in den Büchern, und einiges weggelassen wird. Aber es ist ganz cool das ganze visualisiert zu haben. Zumindest für die, die nicht alle persönlich kennen“, sie lachte. „Hm. Gerne.“ „Sollen wir den sechsten Teil schauen? Den hast du ja eh schon fast komplett gelesen. Der siebte würde zu viel vorweg greifen und gerade beim siebten ist es wichtig alle Infos korrekt zu haben. Und das ist nur beim Buch gewährleistet. Und beim fünften hast du ja kaum noch was vor dir.“ Er willigte ein, und so sahen sie sich gemeinsam den Film an. „Sie haben Dumbledore sehr gut dargestellt.“, eröffnete er mir irgendwann in der Mitte. „Er ist so. Nur... bunter“ Jeanna lachte. „Ich finde übrigens Snape nicht nur im Buch super. Der Schauspieler verkörpert ihn perfekt. Es sind kleine Sachen, die man in seinen Augen aufblitzen sieht, die man nur mitbekommt, wenn man seine Geschichte kennt. Er ist ein Genie. Leider ist Alan Rickman dieses Jahr verstorben.“ Harry drückte ihre Hand. Wann hatten sie angefangen Händchen zu halten? „Er war der einzige, dem die Autorin von vornherein sein ganzes Schicksal erzählt hat. So konnte er schon seit dem ersten Film alles geben. Klar ist er älter, als er sein sollte. Aber bei einer so perfekten Schauspielleistung kann man davon absehen. So wie du halt blaue Augen hast“ Warum genau stupste sie ihm bei den Worten gegen die Nase? Sie wusste es nicht.  Danach schwiegen sie, und schauten den Film zuende. Ihre Hände ließen sie dabei nicht los „Snape ist der Halbblutprinz?“ soweit war er noch nicht gekommen, hatte er das Buch doch weg geworfen, als Dumbledore gestorben war. Die Schauspieler in dem Film brachten es gut rüber, wenn man wusste worauf man achten musste. Dumbledore bat Snape nicht ihn zu verschonen, er bat ihn, ihm ein Ende zu setzen. Und in den Augen von diesem Alan Rickman sah man tatsächlich eine Sekunde Widerwillen, und vor allem den Schreck es tatsächlich getan zu haben. Er schaute zu Jeanna. Sie war eingeschlafen. Er trug sie in ihr Bett und legte sich einfach zu ihr, in der Hoffnung dass es sie nicht störte und er keine Albträume hatte. Aber sie hatten ja auch Händchen gehalten. Die Muggel war unglaublich. Er selbst hätte sich ja für einen Spinner gehalten, besonders da er nichtmal zur Demonstration zaubern konnte. Aber sie nicht. Sie half ihm und verstand ihn. Er hatte in den paar Stunden eine Freundschaft zu ihr aufgebaut und war traurig, sie bald wieder verlassen zu müssen. Wenn er das überhaupt schaffte. Ihre Theorie war ja, dass er zurück gebeamt wurde, wenn er das Letzte Wort des siebten Teils gelesen hatte. Er hoffte einerseits, dass sie recht hatte, andererseits dass er einfach hier bleiben konnte. In der Muggelwelt, wo er keinen Krieg zu führen hatte. Mit den verlockenden, aber leider unmöglichen Gedanken schlief er ein. Wie am Vortag auch weckte ihn ihr „Guten Morgen Sonnenschein!“ Dazu, dass er in ihrem Bett schlief, äußerte sie sich nicht. „Aufstehen. Du musst noch den Rest von Band 6 lesen. Ist ja nichtmehr viel. Meine Abiturphase fängt übermorgen an, bis dahin müssen wir fertig sein.“ Der Potter schluckte. „Ich will gar nicht mehr zurück...“, murmelte er. Sie nahm sein Gesicht in ihre Hände. „Komm schon. Du bist der einzige der ihn töten kann. Und du schaffst das.“ Sie küsste ihn auf seine Stirn, was seine Narbe trotz fehlender Magie zum kribbeln brachte. „Denk dran, in Snapes Denkarium zu gucken. Er darf diese Treffen hier nicht sehen. Und du musst versuchen, wenn du ihn retten wollen solltest, wenn du seine Geschichte kennst, aus seinen privaten Vorräten das Gegengift zu stehlen, was er für Arthur gebraut hat. In einer der Phasen die nicht im Buch stehen logischerweise.“ Harry nickte. Egal was Snapes Story war, er war kein Überzeugter Todesser, dafür hatte er ihm zu oft den Hintern gerettet. „Ich werde ihn definitiv retten, wenn er der einfachste ist. Niemand soll mehr sterben, auch nicht Snape. Und sollte sich meine Theorie als falsch erweisen, kann ich ihn immernoch nach Askaban verfrachten.“ Jeanna schmunzelte. Das würde wohl kaum nötig sein. „Ich bin mir nicht sicher, es ist nicht eindeutig aufgeschrieben, aber ich glaube du hast
sogar für ihn ausgesagt, dass er freigesprochen wird, obwohl er schon tot war. Oder vielleicht auch gerade deswegen, weil er nicht tot war? Ich bin eben den Epilog „19 Jahre später“ durchgegangen. Dort wird kein Tod namentlich erwähnt. Es wird lediglich  gesagt dass Remus und Tonks Sohn, von dem du im nächsten Buch erfahren wirst, oft bei deiner Familie rumhängt. Das heißt, theoretisch sollte es reichen, wenn du die „doch noch Lebenden“ bis nach der großen Schlacht von Hogwarts versteckst. Naja, du solltest erstmal lesen, bevor ich dir hier was erzähle, was du nicht verstehst.“ Und so begann ein weiterer Tag. „Hermine wäre sicher stolz auf dich, wenn sie wüsste wie du die Bücher verschlingst.“, meinte sie irgendwann gegen Mittag plötzlich. „Es ist ja etwas andere, ob man Zaubertrankrezepte auswendig lernt, oder ob man einen spannenden Abenteuerroman über sein eigenes Leben ließt, mit dem man zufällig noch einen Krieg gewinnen kann. Ich frage mich gerade nur, wie ich verdammt nochmal ruhig sitzen soll, wenn ich zurück komme, wenn ich genau weiß dass das Medaillon so nah ist, ich aber darauf warten muss es kompliziert aus dem Ministerium zu stehlen. Ich hatte mir vorgenommen nie wieder Vielsafttrank zu trinken.“ „Ich hab dir gesagt, das größte Problem wird die Selbstbeherrschung. Es ist aber auch wichtig.“ „Ich habe mir etwas ausgedacht, wie ich das „Retten“ der Personen erklären kann. Zumindest bei der Schlacht sage ich ich hätte einen Zeitumkehrer verwendet und musste sie verstecken, damit das eingreifen in die Zeit nicht zu früh deutlich wird. Das sage ich aber nur den direkten Verwandten, damit die anderen nicht wütend sind, dass ich ihre Verwandten nicht gerettet habe. Wie du meintest, ich kann nicht jeden retten, und es wird Zeit dass ich an mich und die Leute, die mir wichtig sind denke.“ Jeanna nickte. „Das ist die Einstellung, die dir schon immer gefehlt hat. Ein wenig auf sich selbst zu achten ist nicht egoistisch Harry, es ist menschlich. Nicht jeder ist ein Märtyrer. Und nicht jeder möchte Schachfiguren opfern. Lieber ein wenig schummeln.“ „Definitiv Slytherin“, grinste Harry. Damit ärgerte er die Muggel in letzter Zeit häufig. Diese bedankte sich jedoch immer artig. Sie schien wirklich stolz auf ihr Haus zu sein. „Ich werde dich vermissen, Jeanna.“ Sie sah die Ernsthaftigkeit in seinen Augen. „Da ich das hier immernoch für einen abgefahrenen Traum halte, ich dich vermutlich nicht so sehr. Aber ich hatte wirklich sehr viel Spaß so kurz vor meinen Abiprüfungen. Es war also ein echt toller Traum.“ Sie lasen noch bis zum Abend. Jeanna war jetzt fertig mit ihrem Kalender. Jetzt musste sie ihn nur noch auf so wenig Seiten wie möglich quetschen und ausdrucken. Harry gegenüber von ihr war schon wieder wie ein Verrückter am weinen. „Severus?“, fragte sie. Es erschien ihr unpassend, ihn jetzt Snape zu nennen. „Er... wie konnte ich das übersehen. Wie konnte er all das ertragen? Er ist ein verdammter Held. Mehr als ich je sein werde. Ich... Fuck!“ Jeanna ging zu ihm, und nahm ihn erneut in den Arm. „Hey, beruhig dich, okay? Du konntest es nicht wissen. Das war das Ziel. Niemand sollte es wissen. Dumbledore hatte von Anfang an Snapes Tod geplant, er wusste um den blöden Elderstab. Jetzt ließ noch das Ende, aber mach vor dem letzten Satz Stopp. Es könnte auch sein, dass der Epilog nicht zählt, weil er unwichtig für den Krieg ist. Und wir müssen definitiv noch ein wenig besprechen.“ Harry nickte. „Ich bin zwar verdammt müde, aber wir ziehen das heute komplett durch, und wenn ich wieder in Hogwarts bin, kann ich ja schlafen, schließlich sollte ich sowieso ins Bett gehen.“ Jeanna war damit einverstanden. Harry las also noch die Kapitel, in denen er sich opferte, und schließlich Voldemort zur Rede stellte. Danach erklärte Jeanna ihm den Plan. „Das Gelbe sind sichere Lücken. Da steht nichts im Buch und du kannst machen was du willst. Versuch die anderen zu retten. Ab den Stellen wo es kritisch wird,weil ich mit den Zeiten unsicher bin geht es in Grün über. Dinge die definitiv an einem Tag passieren sind rot, und Dinge die zum Beispiel an einem bestimmten Wochenende passieren, wie der Angriff auf Katie Bell sind blau. Da weiß ich nämlich nicht welcher Tag das genau ist. Ich hab deine Klamotten gewaschen, du solltest definitiv dein eigenes Zeug wieder anziehen. Dann wird es auch kein Problem sein, in der Tasche den Plan zu transportieren. Und sonst kennst du ja zumindest die Reihenfolge und weißt ansatzweise wie die Leute sterben. Ich würde in der freien Zeit im siebten Teil Hermine darum bitten dir sicheres apparieren beizubringen, denn du wirst die „Scheintoten“ am besten zum Grimmauldplatz bringen. Oder direkt in die Potter-Ruine, da rechnet man während der Schlacht nicht mit. Handle dort einfach so wie du denkst. Du wirst das Ding schon schaukeln, denn einen Plan der Schlacht aufzustellen ist beinahe unmöglich, man müsste auf die Minute genau schätzen. Und im Notfall weich halt doch von diesem bescheuerten Buch ab, aber am besten erst am Ende. Je früher du abweichst, desto weniger hast du unter Kontrolle, merk dir das. Und Harry... bitte pass auf dich auf.“, sagte sie am Ende mit einer Träne im Auge. Harry zog sich um, beschloss aber die Zettel in der Hand zu behalten, statt ihn in die Hosentasche zu stecken.  Mit seinem Zauberstab in der einen und der Zettelwirtschaft in der anderen Hand, stellte er sich vor Jeanna. „Jetzt heißt es wohl Tschüss.“ Sie umarmten sich einmal fest. „Schade, dass mir niemand glauben wird, was passiert ist. Und meine Erinnerungen kann ich auch nicht rausgeben, wie ihr.“ Sie hielt ihm das offene Buch hin und sah, wie seine Augen darüber flogen. Es schien als würde er den Epilog auch noch lesen müssen. Wenn er grunzte blätterte sie die Seite um, sonst stand sie einfach neben ihm und schaute zu, ob etwas passierte. Nachdem er das „Alles war gut“ vom Epilog auch noch gelesen hatte, und nichts passierte, ließ Harry die Schultern hängen. „Vielleicht komme ich doch nicht mehr zurück.“ „Quatsch. Warte mal.“ Sie griff sich den fünften Band vom Couchtisch. „Wir versuchen die Stelle an der du verschwunden bist. Laufe hin und her, wie vor dem Raum der Wünsche.“ Er gehorchte, auch wenn er sich bescheuert fühlte. „Und jetzt denke daran, dass du endlich weißt, was zu tun ist. Denke an den Plan, an die Horkruxe und dass du weißt, wie sie zu zestören sind. Denke daran, dass du Leute retten kannst, und wie. Gut, auch wenn wir das noch nicht bei jedem geplant haben.“ Jeanna beobachtete ihn, wie er ein paar Mal hin und her lief, immer nur drei Schritte, um nirgendswo gegen zu stoßen. Als sich das verselbstständigt hatte, schloss er die Augen, und sie sah praktisch, wie er nachdachte. Leise flüsterte sie: „Denk an Harry Potter und der Halbblutprinz, an den Film, nur mit deinen Charakteren. Und jetzt denk daran, wie ihr gerade im Büro von Dumbledore steht. Er hat sich mit Fawkes verabschiedet. Genau. Stelle es dir richtig vor. Deine Verzweiflung, dass er dich alleine gelassen hat.“ Sie hörte auf zu reden, weil sie sah, dass er voll in seinen Gedanken war. „„Sie bringen diese
beiden jetzt am besten zu Bett“, sagte Fudge, erneut an McGongall gewandt, und nickte abfällig in Richtung Harry und Marietta. Professor McGonagall sagte nichts, sondern führte Harry und Marietta mit zügigen Schritten zur Tür. Als sie hinter ihnen zuschwang, hörte Harry die Stimme von Phineas Nigellus. „Wissen sie, Minister, ich stimme in vielem nicht mit Dumbledore überein... aber sie können nicht bestreiten, dass er Stil hat...“
“ Plötzlich schlug draußen ein Blitz in den Baum ein, gleichzeitig erklang ein lautes Gewitter. Sie schaute nach draußen und realisierte, dass der Baum brannte. Als sie wieder nach vorne sah, war Harry Potter weg. Kopfschüttelnd griff sie nach ihrem Handy und wählte die Feuerwehr, bevor das Feuer vom Baum noch auf das Haus übergriff.


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Hey Leute. Heute mal wieder ein Oneshot von mir, nach langer Zeit. Würdet ihr eine Fortsetzung wollen? Es würde sich vermutlich ebenfalls um einen Oneshot handeln, wo verschiedene Teile der Bücher abgehandelt werden, und Harrys Gedanken dabei beschrieben werden. Natürlich mit großen Zeitsprüngen, denn ich werde nicht die letzten zwei Bücher nacherzählen. Ihr könnt euch auch Stellen wünschen. Vielleicht sieht man auch Jeanna wieder, wer weiß? Vielleicht würde ich mich sogar an ein wenig Snarry ranwagen.

Ich fand nur die Idee so lustig, dass ich es einfach aufschreiben musste. (Anstatt für mein SOWI Abi übermorgen zu lernen. Leute ich bin eine absolute wandelnde Katastrophe)
Aber schlechter als 2,9 kann es nicht mehr werden, hihi und ich sehe meine Zukunft außerhalb eines Uni-Hörsaals. Also nicht ganz so schlimm. (nehmt euch trotzdem kein Vorbild)

Was gibt es noch zu sagen? Naja, bleibt gesund und ääh.
Schöne Woche
Eure XxKabanaCircusxX
 
 
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