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Eine etwas andere geschichte

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Arthur Hamilton Grayson Spencer Henry Harper Jasper Grant OC (Own Character) Olivia "Liv" Silber
12.05.2020
25.02.2021
6
18.217
4
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Dieses Kapitel
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20.12.2020 2.563
 
Als ich wieder im Auto saß, sah Adrian mich besorgt an und erkundigte sich:,, Was ist passiert?“ Ich sah ihm forschend in die Augen. Was sollte ich ihm erzählen? Ich versuchte mich raus reden:,, Ich möchte nicht darüber reden. Ist das okay für dich?“ Ich lächelte ihn entschuldigend an. Er lächelte zurück und es war ein ehrliches Lächeln. Ich war zufrieden mit meiner Entscheidung wegen Sebastian. Ich fuhr los. Adrian musste mir den Weg zeigen, doch wir kamen bald an. Er fuhr neben mir her und ich schob den Einkaufswagen. Wir kauften haufenweise Süßigkeiten, aber auch vernünftige und nährhafte Sachen, da Adrian das Einkaufen wohl etwas vernachlässigt hat nachdem sein Bruder verreist war. Er wusste nicht was er brauchte, weshalb ich fragte, was er denn alles noch hatte, damit ich danach einkaufen konnte. Er antwortete:,, Marmelade und Toast.“ Er wirkt leicht beschämt, als ich loslachte. Ich kaufte alles mögliche ein und mehr. Als wir an der Schminkabteilung vorbei kamen, sah Adrian sich alles genau an. ,,Willst du dich schminken?“, erkundigte ich mich kichernd. Adrian sah verwundert zu mir:,, Nö wollte für dich gucken! Ich dachte du bräuchtest was, weil du nicht geschminkt bist.“ Ich sah ihn verwirrt an:,, Ich trage keine Schminke, weil es so beabsichtigt ist. Denkst du etwa ich brauche welche?“ Adrian sah mich überrascht und überfordert an:,, Was nein! Nicht das es dir nicht stehen würde, aber so bist du hübsch genug. Ich dachte nur weil alle anderen Mädchen das Zeug ins Gesicht schmieren als gäbe es einen Preis.“ Ich fing an zu lachen:,, Ne ich benutze nur zu feinen Anlässen Puder, Mascara und manchmal auch Lippenstift. Ich finde man sollte sich so lieben wie man ist!“ Adrian grinste mich an, doch in seinen Augen stand auch Schmerz. Er wusste wie schwer es war sich selbst zu akzeptieren. Ich lächelte ihn an, um zu sagen das er genauso richtig ist, wie er ist. Ich sah kopfschüttelnd die Schminkregale an, als mir etwas ins Auge sprang. Wieder fing ich an zu lachen und schnappte mir den weinroten Lippenstift. Auf Adrians fragenden Blick hin antwortete ich:,, Der Lippenstift heißt ,,Henry“!“ Ich hatte schon einen Plan für den Lippenstift. Adrian grinste ebenfalls. Wir gingen zur Kasse und kauften alles. Wir luden alles in Adrians Auto und fuhren weiter zu Adrians Wohnung. Dort angekommen, stellte ich erleichtert fest, dass das Gebäude einen Fahrstuhl hatte. Erleichtert stiegen wir ein. Anscheinend wohnte auch er ganz oben. Adrian rollte voraus und schloss die Wohnung auf. Als ich sie sah riss ich erstaunt die Augen auf. Die sah richtig schön aus. Soviel Geschmack hatte ich Adrian gar nicht zugetraut. Sie war richtig schön eingerichtet. Ich brachte alles in die Küche, während ich interessiert nach fragte:,, Hast du die Wohnung eingerichtet?“ ,,Hm? Nein! Ich habe sie von meiner Mutter bekommen. Sie hat sie eingerichtet. Ich bin erst eingezogen, als Dad von meinem Outing erfahren hat. Davor hat mein Bruder hier alleine gelebt.“, erklärte er. Oh nein! ,,Ist wohl nicht so gut gelaufen.“, schätzte ich. Adrian lachte nur trocken auf:,, Das ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Er hat mich angeschrien und rausgeschmissen. Ich musste alle meine Sachen neu kaufen. Gott sei Dank hat meine Mutter mir ziemlich viel Geld gegeben.“ ,,Ist sie tot?“, fragte ich weiter. ,,Nein! Sie ist ne bekannte Schauspielerin. Sie hat kein Problem mit meiner Homosexualität. Kennst du Stella Newbury? Das ist sie!“, antwortete er peinlich berührt. Stella Newbury? Heilige Scheiße! Das war eine meiner Lieblingsschauspielerin! Begeistert drehte ich mich zu ihm um:,, Ehrlich? Wie cool! Aber ich muss das erst googeln.“ Gesagt, getan. Und tatsächlich: Sohn: Adrian Boon, Sebastian Boon, Damien Boon. Es gab sogar Bilder von Adrian und seiner Mutter. Auch von seinem älterem Bruder fand ich ein Bild. Ich muss sagen: Er war echt heiß! Mir klappte der Mund auf:,, Heilige Scheiße! Ich muss dich jetzt aber nicht anders behandeln.“ Ich ging auf Adrians Namen und es erschienen doch tatsächlich Filme. Die musste er gedreht haben, als er fünf, sechs oder sieben gewesen ist. Ich sah Adrian entgeistert an. Er sah beschämt zur Seite. Ich wollte die peinliche Stille unterbrechen, also witzelte ich:,, Ich schlafe trotzdem in deinem Bett!“ Mit diesen Worten räumte ich alles in die Schränke. Adrian lachte erleichtert und fragte:,, Sollen wir lernen und dann nen Film gucken?“ ,,Ja ich muss echt aufholen ihr seit viel weiter als ich!“, stimmte ich ihm zu. Naja ich hatte nicht viel Zeit zum lernen gehabt. Wieder kam eine Welle der Erinnerung über mich. Ich sah wie Stefan mich während der Schule aus den Schulgebäude zog und ich ihm wie ein Hündchen hinterher lief. Wie ich immer mehr in der Schule fehlte. Wie Stefan immer wieder Mist baute und ich ihn deckte. Meine Hände verkrampften sich auf der Arbeitsflache. ,,Alles okay?“, fragte Adrian vorsichtig. Ich vertrieb die Erinnerungen und versuchte ihn anzulächeln. Adrian lies sich aber nicht täuschen und versicherte mir:,, Du kannst mit mir darüber reden!“ Ich lächelte nur entschuldigend:,, Nicht heute.“ Adrian nahm es einfach hin. Ich war ihm unglaublich dankbar dafür. Ich wusste, dass ich es ihm irgendwann erzählen würde, doch heute wollte ich nur noch einen netten Abend haben. Ich war mittlerweile auch mit dem einräumen fertig, also holte ich unsere Sachen und wir lernten. Adrian schien wirklich gut in allen Fächern. Er erklärte sehr gut. Wir lernten bis halb Sieben, dann guckte wir ,,Titanic“. Es wurde ein schöner Tag und als wir abends schlafen gingen, fragte Adrian mich:,, Wenn es für dich in Ordnung ist, schlafen wir zusammen in meinem Bett, aber wenn du willst schlaf ich auf der Couch!“ Täuschte ich mich oder wirkte er verunsichert. Grinsend antwortete ich:,, Na klar ist schon okay!“ Adrian lachte und führte mich in sein Zimmer. Es sah ziemlich cool aus. Man sah, dass Adrian Musik mochte. Ich lies mich auf sein Bett fallen. Adrian lachte nur und schmiss mir meinen Rucksack auf den Bauch. Lachend zog ich meinen Schlafanzug aus diesem und zog mein T-Shirt aus. ,,Man Liv! Warn mich doch!“, empörte sich Adrian und drehte sich weg. ,,Was noch nie nen weiblichen Oberkörper gesehen?“, scherzte ich lachend. Der sollte sich mal nicht in die Hose machen. Er war nun wahrlich nicht der erste der mich so sah. Ich zog mich lachend um und tippte Adrian dann auf die Schulter. Er drehte sich kopfschüttelnd um:,, Du kannst dich doch nicht einfach vor irgendwem ausziehen!“ Lachend erklärte ich:,, Doch siehst du doch!“ Ich lies mich auf sein Bett fallen und klopfte neben mich. Adrian rollte nebens Bett und lies sich darauf nieder. Er sah mich von der Seite an. Verwirrt erkundigte ich mich:,, Was ist los?“ Adrian runzelte die Stirn:,, Naja… Normalerweise wollen die Leute nichts mehr mit mir zutun haben, nachdem sie erfahren haben, dass ich schwul bin … Warum du nicht?“ Jetzt war es an mir die Stirn zu runzeln:,, Die Frage ist eher: Warum sollte ich nicht? Es ist doch normal. Ich meine fühlst du dich selbst wohl?“ ,,Ja, aber ich wünschte, ich wäre es nicht.“, dachte er laut. ,,Wieso nicht?“, fragte ich neugierig. Adrian sah mich an:,, Die ständige Ärgern und die Schläge. Egal wo ich hin gehe, werde ich schikaniert oder verprügelt. Und allen voran mein Bruder! Weißt du was passiert ist als ich mich geoutet habe? Mein Vater hat mich rausgeworfen. Sebastian hat mir eine Glasflasche an den Kopf geworfen. Mein großer Bruder Damien hat mich aus der Wohnung geschleppt und mich bei sich wohnen lassen. Wir haben uns ne eigene Wohnung gesucht. Er war der einzige der mich unterstützt hat. Weißt du noch, als wir uns kennengelernt haben? Da war ich zusammengeschlagen worden.“ Seine Augen spiegelten unglaubliche Trauer wieder. Mir kamen fast die Tränen, weil er so leiden musste. Ich sah ihm fest in die Augen:,, Du bist nicht mehr allein. Ich unterstütze dich! Versprochen! Und zu deinem Vater und Sebastian: Das sind Idioten. Wenn sie nicht erkennen wie toll du bist. Ich mag dich und freue mich deinen Bruder kennenzulernen. Um ihm zu danken! Und noch was: Kommt dir je wieder einer zu nahe, wird der sein blaues Wunder erleben!“ Adrian sah dankbarer aus:,, Danke!“ Ich zuckte mit den Schultern:,, Kein Problem! Wir passen auf einander auf! Versprich mir was okay?“ Adrian nickte. ,,Rede mit mir wenn was ist. Keine Geheimnisse! Wir vertrauen uns, okay? Und Geheimnisse bleiben unter uns!“, ich sagte das mit extra viel Nachdruck. Adrian nickte nur:,, Okay dann erzähl mir dein größtes Geheimnis!“ Obwohl ich die Frage erwartet hatte, traf sie mich wie ein Schlag. Verunsichert sah ich ihn an:,, Ich weiß nicht. Ich will nicht das du mich danach anders behandelst…“ Adrian sah mich nachdenklich an:,, Vielleicht mach ich das, aber wir bleiben Freunde.“ ,,Gott, das hört sich an, als würdest du mit mir Schluss machen!“, erwiderte ich. Ich sah ihn noch einmal genau an. Da wusste ich es. Ich konnte ihm vertrauen. Also begann ich zu erzählen…                                                            Eine gefühlte Ewigkeit später war ich fertig. Adrian nahm mich wortlos an. Er nahm mich einfach in den Arm. Ich hatte schon zwei Personen davon erzählt. Aber ich konnte beiden vertrauen. ,,Hey Adrian…“, schniefte ich. ER sah mich fragend an. ,,Du bist dran!“, forderte ich lachend. Adrian wurde rot und versuchte sich rauszureden:,, Ehm wir sollten schlafen gehen…“ Ich sah ihn böse an. ,,Na gut! Hör auf mich so anzusehen! Ich habe extrem Angst vor … Jungs Umkleiden…“, gestand er nuschelnd. Ich grinste ihn an. Wir legten uns schlafen. Ich fühlte mich so geborgen wie schon lange nicht mehr.
Am nächstem Morgen standen wir um sechs auf. Ich musste Adrian beim Anziehen helfen. Er war vor Verlegenheit ganz rot. Eins musste ich ihm lassen. Er sah in dieser Schuluniform echt gut aus. Ich machte Frühstück und danach fuhren wir zur Schule. Auf dem Weg dorthin sangen wir jeden Song mit. In der Schule schob ich ihm auf dem Gang umher. Wir wurden von vielen angestarrt, aber das war uns egal. Wir genossen es einfach! Leider musste ich zu Chemie und er zu Latein. Mist! Sein Raum lag auf der anderen Seite der Schule! Da erblickte ich sie. Grayson, Henry, Athur und Jasper. Ich schob Adrian auf sie zu und blieb vor ihnen stehen. Eigentlich wollte ich nicht, aber ich hatte keine Wahl. ,,Hey könntet ihr mir den Gefallen tun und Adrian zum Lateinunterricht bringen. Bitte! Ich hab jetzt Chemie! Ihr habt dann auch was gut bei mir!“, flehte ich mit großen Augen. Grayson verrollte die Augen und nickte. Ich fiel ihm um den Hals:,, Danke!“ Ich drehte mich zu Adrian, drückte ihm ein Küsschen auf die Wange und rief ihm über die Schulter zu:,, Ich hol dich nachher ab!“ Ich rannte zum Chemieraum. Ich wollte auf keinen Fall zu spät kommen! Im Raum waren nur ein paar Schüler. Sie saßen alle vor einem Chemiebuch und lasen. Ich setzte mich in die hinterste Reihe und tat es ihnen gleich. Zwei Minuten nach dem Klingeln betrat der Lehrer den Raum. Er wirkte freundlich. Seine Stimme war durch den ganzen Raum gut hörbar. Gott sei Dank! Ich hasste Lehrer, die so leise sprachen, dass man kaum etwas verstand. Er stellte sich als Mr. Kalips vor. Der Unterricht bei ihm war recht spannend. Er ging schnell vorbei. Ich stürmte förmlich aus der Klasse. Ich wollte so schnell wie möglich zu ihm. Leider musste ich ans andere Ende der Schule. Ich kam atemlos vor seiner Klasse zum Stehen. Adrian stand mit den Jungen vor dem Klassenzimmer. Er entdeckte mich und grinste mich an. Ich fiel allen Jungs bis auf Henry um den Hals. Ich hatte extra diesen komischen Lippenstift aufgetragen für den Gag. Ich drückte ihn einen Kuss auf die Wange und hinter lies einen dunklen Lippenstiftabdruck. Henry sah leicht geschockt aus, doch ich grinste gelassen. Ich drehte mich zu Adrian, der sich ein Lachen verkneifen. Er kannte den Plan ja. Ich war schon kurz davor zu gehen als ich so tat als hätte ich was vergessen. Ich ging zu Henry und sagte: „Du hast da ein bisschen Henry auf der Wange! Hier ist noch mehr!“ Nun drehte ich mich endgültig um. Adrian und ich mussten uns beeilen hier wegzukommen. Wir konnten uns vor Lachen kaum halten. Das war zu gut. Doch dann kam mir in den Sinn das wir jetzt in die Cafeteria mussten. Bei dem Gedanken an Stefans dreckiges Grinsen wurde mir übel. All mein Selbstbewusstsein von vorhin verschwand. Adrian wusste was passiert war also lächelte er mich aufmunternd an. Mein letzter Gedanke war: Scheiß drauf! Lächelnd betraten wir die Cafeteria. Augenblicklich verstummten alle. Doch wir gingen nur zu unserem Tisch und aßen. So war jedenfalls der Plan, jedoch setzte sich jemand zu uns. Um genau zu sein vier blonde Jungs die mir nicht aus den Haaren gehen wollten. Adrians Blick landete sofort auf Jasper und meiner auf Henry. Man sah noch leichte Spuren des Lippenstifts auf der Wange. Ein Lächeln breitete sich auf meinen Wangen aus. Dieses verschwand wieder als Florence und Graysons Freundin auf uns zu kamen. Sie sahen nicht glücklich aus. „Grayson was tust du hier?“, fragten beide. „Essen“, war seine schlichte Antwort. „Aber doch nicht bei denen!“, entrüstete sich Florence. Ich wurde wütend. „Hey Florence ich hab was für dich. Ich hab es gesehen und direkt an dich gedacht. Warte kurz!“, bat ich und kramte in meiner Tasche. Die abwertenden Blicke wurden empört, als ich ihnen meinen Mittelfinger entgegenstreckte. Beleidigt zogen sie ab. „Und so meine Damen und Herren wird man nervige Zicken los!“, verkündete ich. Wir lachten alle. Die Freude verflog schlagartig als Henry eine Nachricht bekam. Es sah geschockt und wachsam aus: „Ähm ich muss los! Kommt ihr Jungs?“ Und weg waren sie. Was war den jetzt los?

Der Lippenstift: https://www.nablacosmetics.com/3366-thickbox_default/dreamy-matte-liquid-lipstick-unspoken.jpg
Schule:
https://media.gettyimages.com/photos/empty-classroom-with-white-tables-and-chairs-picture-id185307224
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https://thumbs.dreamstime.com/b/leerer-computerraum-der-schulbibliothek-moderne-computer-stehen-auf-einem-holztisch-151565943.jpg   https://www.tschudinag.ch/files/content/leistungen/laboreinrichtungen/schullabore/schullabore-01.jpg                                                                                                                               https://www.roewekamp-oldenburg.de/s/cc_images/cache_18378858.jpg   www.sdjgjx.com/up/tb/Basketball%20Hoop%20Desktop%20Wallpaper%2062141.jpg   https://i.pinimg.com/736x/1c/68/f3/1c68f37ec939b109fe5bd4562e1feef2--sport-hall-basketball-court.jpg                                                                                                                             allbackyardideas.com/wp-content/uploads/2016/03/best-indoor-swimming-pool.jpg
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