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Eine etwas andere geschichte

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Arthur Hamilton Grayson Spencer Henry Harper Jasper Grant OC (Own Character) Olivia "Liv" Silber
12.05.2020
25.02.2021
6
18.217
5
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Dieses Kapitel
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26.05.2020 4.899
 
Ein neuer Tag. Ein neuer erster Schultag. Heute fuhren Mia und ich mit dem Bus. Wir trugen die gleichen Schuluniformen. Die kurze weiße Bluse, den blauen Rock mit den weißen Streifen und die passenden Socken. Mia trug feine Puppenschuhe und ich weiße Chucks. Auf dem Weg zur Schule erzählten wir uns was wir, oder besser gesagt sie, erlebt hatten. Mia redete von ihrer Patin Dasiy Dawn:,, Die ist so ein typisches Mädchen! Die hat die ganze Zeit hat sie nur on Taylor Lautner geredet!“ Eigentlich war Mia auch ein Fan von Taylor Lautner, aber das würde sie niemals zugeben. ,,Und dann ist so ein Blondinen Trupp vorbei gekommen und alle Mädchen sind fast in Ohnmacht gefallen. Grayson war auch dabei.“, erklärte sie mir. Soso da sind sie auch vorbei gekommen. Machten sie jeden Morgen erst ne Runde durch die ganze Schule? War auch egal! ,,Ich bin so froh, dass wir gegen Jungs immun sind!“, plapperte Mia weiter. Ich lächelte sie nur amüsiert an. Ja das war Mias Einstellung. Sie hatte den ganzen Mist mit Stefan nicht mitbekommen, aber die ganzen Jungs die morgens manchmal bei uns in der Wohnung waren, musste ich ihr erklären. Sie hatte gesagt, dass ja keine Gefühle im Spiel seien und ich nicht komplett den Verstand verlieren würde. So redete sie fröhlich weiter, bis wir vor der Schule ankamen. Am Eingang trennten sich unsere Wege auch schon. Ich ging zu meinem Spind um zu gucken was ich als nächstes hatte. Französisch. Super ein Fach in dem ich gut war, da wir vor ein paar Jahren in Frankreich wohnten. Unsere französisch Lehrerin war entzückt von mir, während mir alle Mädchen nur missbilligende Blicke zuwarfen. Was hatte ich den jetzt angestellt? Aber eigentlich war es mir egal. Nach Französisch, ich war relativ gut mitgekommen, hatte ich Mathe. Neeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiinnnnnnn! So ein Mist! Mathe war das Fach in dem ich wirklich mies war! Ich meine das versteht doch keiner! Und so war die Mathestunde auch. Ich verstand nichts! Die waren hier schon viel weiter als in New Orleans. Tja meine Motivation war dahin. Ehrleichtert ging ich in die Mensa. Sie war in Petrol gehalten. Es gab Kreistische in der Mitte und and zwei Wänden waren wie ihm Restaurant Sitzbänke. Davor standen Tische für zwei oder vier Personen. In der Mitte, am vollstem Tisch, saßen Grayson und seine Freunde. Es saßen Mädchen bei ihnen und hingen sich an ihren Hals. Außer Graysons Freundin, die sah eher aus als hätte sie einen Stock im Arsch. Hinten ein bisschen abgeschottet von den anderen saß Adrian. Alleine. Wieso den das? Ich entschied mich zu ihm zu gehen. Ich nahm mir mein Essen und machte mich auf den Weg zu ihm. Als ich bei ihm war machte ich mich bemerkbar:,, Ist hier noch frei?“ Er blickte auf und sah einen Moment richtig glücklich, doch dann stand ihm der Schmerz förmlich in den Augen:,, Ja, aber setzt dich lieber nicht zu mir. Ich mach dir nur Probleme.“ Hä? Ich grinste ihn an:,, Die mach ich mir schon von selber.“ Mit dieser Erklärung setzte ich mich auf den Stuhl vor ihm. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Wir wandten uns dem Essen zu. Nach meinem erstem Bissen, quiekte ich erfreut auf. Auf Adrians verwunderten Blick hin, erklärte ich:,, Das schmeckt lecker! Auf meinen anderen Schulen schmeckte das Essen immer wie Pappe oder noch schlimmer!“ Er lachte nur amüsiert auf. Wir unterhielten uns über die Schule. Ich beschwerte mich wie schwer hier alles sei und sie schon viel weiter waren als ich. Er lachte nur und bot mir an mir alles zu erklären. Ich nahm dankend an. Wir unterhielten uns weiter unbezwungen. Die Pause war wirklich toll. Plötzlich verdunkelte sich Adrians Gesicht und er hörte auf zu lächeln. Er sah irgendwas hinter mir an. Verwundert drehte ich mich um. Es kamen ein paar Jungs auf uns zu. Der vordere grinste fies. Och bitte nicht! Kurz vor unserem Tisch blieb er stehen:,, Na Schwuchtel? Hast du ne neue Freundin gefunden. Weiß sie denn, dass du Schwänze lutscht? Willst du mal meinen probieren?“ Er lachte kurz auf und die Jungs hinter ihm Pfiffen und johlten. Verdammte Idioten! Adrian senkte beschämt den Blick:,, Lass mich in Ruhe Sebastian!“ Wenigstens versuchte er sich zu verteidigen. Doch Sebastian wandte sich nur mir zu und grinste anzüglich:,, Süße wenn du Zeit mit nem echtem Mann verbringen willst und nicht mit dieser Schande für jede Familie, kannst du jederzeit zu mir kommen.“ Jetzt stand Adrian auf und wollte weg, doch die Jungs versperrten ihm den Weg er versuchte sich durchzudrücken und bat:,, Lasst mit bitte durch.“ Mist was er da macht war nicht gut für seine Rippen und auch nicht für seinen Knöchel. Die Jungs spuckten vor ihm auf den Boden, nur Sebastian direkt ins Gesicht. In mir zog sich alles zusammen. Jetzt rannte Adrian weg. Ich sah die Tränen noch in seinen Augen glitzern sehen. Ich wollte ihm schon hinterher, doch Sebastian hielt mich am Arm fest. Jetzt brannte bei mir ne Sicherung durch. Ich drehte mich um und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige. Sehr wütend schrie ich ihn an:,, Sag mal geht’s noch? Was soll der Mist?“ Er hielt sich seine Wange und antwortete amüsiert:,, Die Schwuchtel hat es nicht anders verdient!“ Ich wurde nur noch wütender:,, Ist das dein Ernst? Weil er schwul ist? Was ist daran schlimm? Richtig nichts! Jeder kann lieben wen er will! Das was du gerade gemacht hast ging gar nicht. Wer bist du das zu beurteilen?“ Er schien auch wütend zu werden:,, Der Bruder dieser Schwuchtel und ich bin nicht stolz drauf!“ Jetzt brannten bei mir alle Sicherungen durch. Ich holte mit der Faust aus und verpasste ihm einen ordentlichen Schlag. Ich hörte seine Nase knacken. In der Cafeteria war es mittlerweile leise geworden sodass man meine nun geschrienen Wort hören konnte:,, Sein Bruder! Schäm dich! Eine Familie sollte sich unterstützen und nicht fertig machen! Du solltest ihm helfen! Das was du gerade gemacht hast ist das allerletzte!“, nun drehte ich mich zu den Jungs die mitgemacht hatten:,, Und ihr das ihr bei sowas mitmacht. Was ist daran so schlimm? Ihr solltet euch schämen! Ihr hättet ihn aufhalten müssen oder zumindest nicht mitmachen müssen. Wichser!“ Mit diesen Worten stampfte ich aus der Cafeteria. Wo war Adrian hin? Er hatte gesagt, er wäre gerne auf dem Schulhof hinten. Ich rannte dahin. Nach kurzer Suche hörte ich leise Schluchzer. Adrian saß zusammen gesunken an einem Baum. Seine Schultern bebten unkontrolliert. Ich setzte mich neben ihn und nahm ihn in den Arm. Er lehnte sich gegen mich und weinte. Ich saß einfach da und streichelte ihm über den Rücken. Irgendwann lehnte er sich wieder auf und fragte mich:,, Warum bist du hier? Du hast es doch gehört ich bin schwul.“ Ich sah ihn verwirrt an:,, Na und?“ Jetzt sah er verwirrt aus:,, Dir macht das nichts aus?“ ,,Nö. Mir ist es egal welches Geschlecht du vögelst, solange du auf ein Zimmer gehst!“, erklärte ich lachend. Adrians Gesicht schien sich aufzuhellen als würde man eine Lampe drauf halten. Er nahm mich lachend in den Arm:,, Danke!“ ,, Nichts zu danken! Jetzt gehen wir aber auf die Krankenstation. Das mit dem Gerangel hat deinen Rippen und auch deinem Fuß nicht gut getan.“, erklärte ich ihm ernst. Es machte mich wütend, dass Adrian jetzt zur Krankenstation musste. Ich stand auf und musste Adrian helfen, weil er alleine nicht aufstehen konnte. Ich musste ihn wieder stützen, da sein Humpeln schlimmer geworden ist. Er musste mir den Weg zur Krankenstation zeigen, da die Schule echt riesig war. Als wir endlich ankamen. Führte uns die Krankenschwester in ein leeres Zimmer. Ich bat sie:,, Könnten sie einen Verbandskasten und Eis besorgen. Er hat geprellte Rippen auf der rechten Seite undsein linker Knöchel ist verstaucht. Außerdem brauchen wir Taschentücher.“ Sie sah kurz verdutzt aus, dass ich ihr sagte was zu tun war, dann ging sie los um alles zu holen. Ich wandte mich grinsend Adrian zu:,, So jetzt darfst du dich wieder ausziehen. Die Hose kannst du anlassen. Es sei den du willst nicht.“ Lachend zog er sein Shirt aus während ich seine Hose hochkrempelte und meinen Druckverband löste. ,, Also dein Knöchel ist angeschwollen und die Rippe sieht auch nicht gut aus. Ich würde am liebsten ins Krankenhaus gehen, aber es kommt darauf an was die Schwester sagt.“, erklärte ich ihm mit gerunzelter Stirn. Er musste dringend ins Krankenhaus. Sein Atem war flach und es war eindeutig schlimmer geworden. Sein Gesicht war blass. Mist! Kurz darauf kam die Schwester wieder und schnappte nach Luft, als sie Adrians Oberkörper sah. ,,Ich würde sagen er muss ins Krankenhaus. Es ist schlimmer geworden. Könnten sie uns für den Unterricht entschuldigen?“, erkundigte ich mich freundlich. Ich machte mir echt Sorgen um Adrian. Die Schwester nickte nur und verschwand wieder. Ich band das Eis mit Verband an seine Rippen und den Knöchel. Anschließend zog ich ihm sein Hemd wieder an. Wir verließen gemeinsam das Zimmer und liefen direkt in die Krankenschwester. Sie erklärte mir nur freundlich:,, Sie sind freigestellt. Bitte bringen sie mir eine Bestätigung mit, dass sie bei Arzt waren. Schönen Tag noch!“ Ich nickte nur. Wir wollten gerade die Krankenstation verlassen, als uns Sebastian über den Weg lief. Zufrieden stellte ich fest das er ein blaues Auge hatte uns seine Nase lila war. Er stellte sich uns in den Weg:,, Na musst du kleine Schwuchtel dich von dem Miststück tragen lassen?“ Mit diesen Worten rammte er Adrian die Faust voll in die geprellten Rippen. Adrian wäre weggesackt, hätte ich ihn nicht gestützt. Wir mussten uns beeilen. Ich schob Sebastian beiseite und verlies mit Adrian die Krankenstation. Ich hörte noch Sebastians Lachen. Ich beeilte mich zum Eingang zukommen. Wir waren fast da, da kam Grayson. Bitte nicht! ,,Wo willst du hin?“, fragte er. ,,Ins Krankenhaus.“, bekam er als Antwort. Adrian stützte sich noch mehr auf mich und stöhnte. Sein Atem rasselte. Shit! Das heißt die Rippe war
gebrochen und drückte auf die Lunge. Grayson musterte ihn misstrauisch:,, Ich komm mit.“ ,,Nein!“, antwortete ich entzürnt. Ich musste Adrian ins Krankenhaus bringen. ,,Doch!“ ,,Nein!“ So ging es weiter. Grayson schlug vor das einer seiner Freunde mitkommen könnte. Ich wollte schon ein Nein erwidern als Adrian zusammen brach. Scheiße zu lang gewartet. Er fiel schlaff auf den Boden. Ich kniete mich neben ihn. Sein Atem war röchelnd. ,,Ruf einen Krankenwagen!“, schrie ich Grayson an der nur auf Adrian sah. Er riss sich aus seiner Erstarrung und rief im Krankenhaus an. Ich riss Adrians Hemd auf und sah das Blut. Mist! Ich wickelte den Verband ab und tastete die Wunde ab. Ich bemühte mich ruhig zu bleiben, doch meine Hände zitterten. Jasper kniete sich neben mich und sah Adrian besorgt an. Ich sah auf zu Grayson der mir eine Hand auf die Schulter gelegt hatte. Da sah ich sie. Die Jungs aus Sebastians Trupp. Ich wurde sauer:,, Seht ihr! Das ist eure Schuld! Und die von Sebastian. Verschwindet!“ Sie ließen den Kopf hängen und ging weg. Einige allerdings grinsten zufrieden. Ich hätte ihnen am liebsten die Augen ausgekratzt. Ich kniete mich wieder zu Adrian. Leider erhaschte ich einen Blick auf Adrians Knöchel. Er war komplett verdreht. Jetzt rann mir eine Träne über die Wange. Endlich hörte ich die Sirene des Krankenwagens. Grayson ging hin und holte die Sanitäter. Sie legten Adrian auf eine Liege und trugen ihn zum Krankenwagen. ,,Wer fährt mit?“, fragte der Sanitäter. ,,Ich!“, rief ich schnell. ,,Ich auch!“, rief eine Stimme hinter mir. Jasper! Wartet! Jasper? Doch der Sanitäter nickte nur und wir beide setzten uns in den Wagen. In zehn Minuten waren wir vorm Krankenhaus. Die Sanitäter brachten Adrian zu einem Arzt und Jasper und ich wurden ins Wartezimmer geschickt. Ich machte mir Vorwürfe, wenn ich nicht mit Grayson gestritten hätte, würde Adrian nicht in OP liegen. Zudem kamen Erinnerungen hoch. Das letzte Mal war ich in einem Krankenhaus gewesen, als Dad angeschossen wurde. Ich weinte und weinte. Ich hätte was tun müssen. Nach zwei Stunden hörte ich auf zu weinen und sah Jasper an. Die Sorge stand ihm ins Gesicht geschrieben. Warum war er hier? Soweit ich wusste hatten er und Adrian keinen Kontakt. ,,Sag mal Jasper warum bist du hier?“, fragt ich. Er sah mich an. Ich konnte sehen wie er nachdachte. Worüber? Gerade als er anfangen wollte, kam der Arzt:,, Folgen sie mir bitte.“ Wir folgten ihm still ohne zu reden. Der Arzt erkundigte sich monoton:,, Darf ich fragen in welcher Beziehung sie zu Adrian stehen? Wissen sie vielleicht ein Elternteil das wir kontaktieren können?“ Ich wusste nichts über Adrians Familie, außer das mit Sebastian. Als ich ihn gefragt hatte, hatte er abgeblockt:,, Ähm ich bin die beste Freundin und er ist mein Aufpasser. Von der Familie habe ich die Nummer nicht, aber er wohnt glaube bei seinem älterem Bruder.“ Der Arzt nickte nur. Wir waren mittlerweile vor einem Krankenzimmer stehen geblieben. Ich wollte schon rein gehen, als der Arzt sagte:,, Wer hat ihn gestern versorgt?“ ,,Ich.“, antwortete ich verwundert. Was wollte der denn jetzt? Ich wollte zu Adrian. ,,Sie haben richtig gehandelt. Woher haben sie das Fachwissen?“, erkundigte sich der Arzt, jetzt allerdings nicht mehr mit Arztstimme, sondern mit neugieriger Stimme. ,,Ich habe ein Praktikum gemacht. Wieso?“, stellte ich die Gegenfrage. ,,Nicht viele junge Leute wissen sowas. Sie sollten ihr Wissen nutzen! Jetzt gehen sie aber erst mal zu ihrem Freund. Er hat schon nach ihnen und einem Jasper gefragt.“, mit diesen Worten lies er uns stehen. Ich ging sofort rein. Dort lag er. Er hatte wieder Farbe im Gesicht und las ein Buch. Erfreut quiekte ich auf und lief auf ihn zu. ,,Mach das nie wieder! Ich hab mir solche Sorgen gemacht!“, schimpfte ich direkt los. Adrian lachte nur und streckte die Arme aus, damit ich ihn umarmen konnte. Tat ich auch. Ganz vorsichtig. Als ich mich wieder aufrichtete, grinste ich ihn breit an:,, Ich hab noch jemanden mitgebracht. Ich bin schon etwas beleidigt, dass du ihn gewollt hast nicht mich. Aber hier ist er. Jasper!“ Adrians Gesicht wurde zur Tomate. Ich lachte laut los und auch Adrian lächelte leicht. ,,Hey!“, sagte Jasper fast schüchtern. Auch seine Wangen zierte ein leichter Rotschimmer. ,,Hey!“, erwiderte Adrian ebenso schüchtern. Was war denn hier los? ,,Tja Adrian wie es aussieht sind wir ab heute beste Freunde. Was heißt du wirst mich nicht mehr los!“, versuchte ich die Stimmung aufzulockern. Beide atmeten erleichtert auf. Was war mit denen los? ,,Ich dachte das wären wir schon längst!“, brachte Adrian lachend hervor. Ich grinste ihn breit an. ,,Ehm ich geh dann mal. Mein Job ist erledigt. Gute Besserung Adrian!“, verabschiedete sich Jasper und noch bevor wir reagieren konnten, war er verschwunden. Schulterzuckend drehte ich mich zu Adrian um. Dieser saß da und sah wieder gequält aus. Ich lächelte ihn an:,, Holen wir dich doch erstmal aus dem Bett und fahren zu dir nach hause. Wenn du willst kann ich da bleiben, aber nur wenn du willst! Ist okay wenn du nein sagst.“ Er sah mich an und lächelte:,, Das wäre toll! Mein Bruder ist die nächsten zwei Wochen nicht da, also stört es ihn nicht.“, erklärte er. Meine Laune stieg um ein vielfaches an. Das würde super werden. Hibbelig antwortete ich:,, Okay dann gehe ich zum Arzt und weise dich aus. Zieh du dich an! Okay?“ Lachend nickte er. ,,Hey mach dich nicht über mich lustig!“, beschwerte ich mich. Doch dann machte ich mich grinsend auf den Weg. Schnell fand ich den Arzt von eben. ,,Entschuldigen sie! Hi ich bin es nochmal. Kann Adrian schon gehen?“, fragte ich vorsichtig. Ich hatte Angst er würde nein sagen, doch er lächelte nur:,, Ja kann er. Ich würde sie bitten ein Auge auf ihn zu haben. Er wird für ein paar Wochen an den Rollstuhl gebunden sein. Kommen sie mit. Ich zeige ihnen wo sie stehen. Sie können ihn kaufen oder ausleihen.“ Ich überlegte. Pro und kontra. Es sprach alles fürs kaufen. ,,Ich kauf einen. Ich bezahl ihn auch.“, antwortete ich ihm. Er nickte und streckte die Hand aus. Ich hielt ihm meine neue Kreditkarte hin. Mom hatte sie Mia und mir gegeben und gesagt wir sollten es uns gut gehen lassen. Der Arzt verschwand kurz und kam dann wieder:,, Kommen sie bitte. Suchen sie sich einen aus.“ Vor mir standen viele Rollstühle. Alle schwarz und doch unterschiedlich. Ich wandte mich dem Arzt zu:,, Ehm ich hätte gerne einen auf den ich hinten steigen kann und den ich zusammen klappen kann. Gibt es so einen?“ Er lächelte mich an, als wüsste er genau ich vorhatte. Er zog einen hervor. Wie konnte er da den Überblick behalten? Er gab ihn mir zusammen mit meiner Kreditkarte. Dankend nickend schob ich ihn zu Adrians Zimmer. Dieser saß auf seinem Krankenbett und wartete schon auf mich. Als er mich erblickte grinste er, doch dann fiel sein Blick auf den Rollstuhl:,, Echt jetzt?“ Grinsend nickte ich:,, Jep! Ich werde dich von nun an überall hin schieben. Und jetzt hop hop! Wir fahren erst zu mir meine Sachen holen, dann zum Supermarkt Süßigkeiten kaufen und dann zu dir!“ „Klingt nach nem gutem Plan!“, lachte Adrian. Er hiefte sich in den Rollstuhl und lehnte sich zurück:,, Los ich will nach Hause!“ Lachend schüttelte ich meinen Kopf. Ich rief uns ein Taxi. Zehn Minuten später stieg Adrian ein und ich packte seinen Rollstuhl in den Kofferraum. Wir fuhren erst zu mir. Leider musste Adrian im Auto warten, da ich ihn schlecht die Treppe hochtragen konnte. Ich beeilte mich und nahm zwei Stufen auf einmal. Als ich oben in der Wohnung ankam, ging ich direkt in mein Zimmer und packte meine Tasche. Ich packte meine Schuluniform ein und zog mich um. Ich ging noch in die Küche, um Mom bescheid zu sage. Sie saß vor einem Stapel Arbeiten. ,,Hey Mom es ist doch okay wenn ich heute woanders schlafe, oder?“, fragte ich. Mom sah verwundert auf und lächelte dann:,, Klar denk nur dran, dass du pünktlich schläfst. Schläfst du bei einem Jungen? Ich muss doch nicht mehr DAS Gespräch mit dir führen.“ Ich lachte, um den Schmerz zu unterdrücken, der in mir heran wuchs bei dem Gedanken an mein erstes Mal. Es war nicht schön gewesen. ,,Nein das hat sich schon erledigt. Ich bin keine Jungfrau mehr.“, erklärte ich ihr deshalb und konnte nicht verhindern, dass ein klein wenig Vorwurf in meiner Stimme mitschwang. In Moms Augen blitzte Schmerz auf, doch sie lächelte weiter. ,,Ehm ich bin dann weg. Ich fahr von dort aus zur Schule! Tschau bis morgen!“, unterbrach ich die langsam unangenehm werdende Stille. So schnell ich konnte verlies ich das Gebäude. Im Taxi wartete Adrian schon ungeduldig. Grinsend stieg ich ein. ,,Hast du eigentlich einen Führerschein?“, erkundigte sich Adrian. ,,Ja wieso?“, antwortete ich verwundert. Warum sprach er das jetzt an? ,,Naja mein Auto steht noch an der Schule und ich wollte fragen, ob wir nicht das Taxi bis zur Schule nehmen und von dort mit meinem Auto fahren. Dann können wir morgen damit zur Schule fahren.“, erklärte er. Das war ne gute Idee! ,,So machen wirs!“, beschloss ich erfreut und bat den Fahrer:,, Fahren sie bitte zur Frognal Akademy!“ Der Fahrer nickte nur. Der war ja nicht sehr gesprächig. Zehn Minuten später setzte uns der Fahrer vor unserer Schule ab. Ich bezahlte das Taxi und setzte Adrian in seinen Rollstuhl. Ich gab ihm meine Tasche und schob Adrian Richtung Auto. Er zeigte auf einen blauen Mercedes.,, Echt jetzt? Das ist doch echt klischeehaft! Alle Kinder auf Privatschulen fahren Mercedes. Also echt?“, erwiderte als ich die Reihen an Autos sah. Es waren nicht so viele wie heute Morgen, aber immer noch relativ viele. Ich unterbrach Adrians lachen, um ihn zu fragen:,, Warum stehen hier eigentlich so viele Autos?“ Adrian sah zu mir auf:,, Naja manche gehören Basketballern, die haben jetzt Training. Die anderen gehören anderen Schülern die jetzt Clubtreffen
haben.“ ,,Die Armen!“, auf seinen ragenden Blick hin erklärte ich:,, Na während wir uns gleich den Bauch mit Süßigkeiten vollschlagen, müssen die ackern.“ Ich grinste ihn an und er grinste zurück. Oh das würde spaßig werden! Gerade als ich fragen wollte welchen Film wir gucken würden, sah ich einen Trupp Jungs auf uns zu kommen. Sie trugen alle Basketballklamotten. „Ich schätze mal das sind die Sportler?“, schätze ich mürrisch. Auf die hatte ich gerade echt keinen Bock! Genervt schob ich Adrian weiter Richtung seines Autos. Doch leider hatten sie uns bemerkt. Ich wollte am liebsten schreien. Schnell beschleunigte ich meine Schritte, doch ein Typ rief:,, Hey wartet mal!“ Die Stimme würde ich überall wiedererkennen. Grayson. Genervt stöhnte ich auf:,, Würde es auffallen wenn ich nicht antworten würde?“ Adrian antwortete nur lachend: ,,Ja. Komm sei nicht so. Er will doch nur nett sein!“ Ich sah ihm ungläubig in die Augen. Sie sagten, dass ich meinen Arsch dahin bewegen soll. Ergeben stöhnte ich auf:,, Na gut, aber ich darf den Film aussuchen!“ Adrian zuckte nur mit den Schultern. Mittlerweile war der Basketballtrupp bei uns angekommen. Ich lächelte ein bisschen gezwungen. Jasper wollte mich schon umarmen, doch ich wich aus:,, Oh nein nicht solange du ein vollgeschwitztes T-Shirt trägst!“ Jasper grinste nur und drückte mich trotzdem:,, Komm schon eigentlich findest du es sexy! Willst es nur nicht zeigen!“ Ich verdrehte genervt die Augen:,, Ja genau, weil Schweiß ja so attraktiv ist.“ Obwohl ich zugeben musste, dass sie schon echt sexy aussahen. Vor allem Henry. Wie der Schweiß seine Stirn runtertropfte. Und seine Haare die… Stop! So denke ich gar nicht erst! ,,Also ich würde echt gerne noch quatschen, aber ich muss jetzt los. Ich mach mit Adrian nen Filmabend und wir müssen noch einkaufen. Sehr wichtige Angelegenheit!“, verabschiedete ich mich trocken. Aber als ich mich zu Adrian sah der sich schlapp lachte, dachte ich, dass er auch ein bisschen gequält werden musste:,, Hey Jasper! Du willst mir doch bestimmet kurz helfen? Also meine Arme tun schon weh, könntest du Adrian zum Auto schieben und ihn dann reinheben? Du wärst mein Held!“ Adrian blieb das Lachen im Hals stecken. Er sah mich entgeistert an. Auch Jasper sah kurz überrascht aus, doch ich sah das leichte Lächeln auf seinem Gesicht. Ich lächelte nur charmant, gab Adrian ein Wagenküsschen und schnappte ihm dabei den Autoschlüssel und meine Tasche weg. Ich achtete darauf, dass die Bremse angezogen war, denn Adrian konnte nicht selbst drankommen. Pfeifend schlenderte ich zum Auto. Ha! Rache ist süß! Ein schadenfrohes Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Ich schlenderte gemütlich zum Auto, packte meine Tasche ein und stieg ins Auto. Im Rückspiegel sah ich, dass Jasper und Adrian schon aufs Auto zu kamen. Adrian mit hoch rotem Kopf. Als sie endlich am Auto ankamen, öffnete Jasper die Tür und hob Adrian im Brautstyl auf den Beifahrersitz. Ich musste mich echt anstrengen nicht loszulachen. Adrian quiekte überrascht auf und wurde, falls überhaupt möglich, noch röter. Jetzt lachte ich los. Ich konnte mich nicht mehr halten. Adrian schnallte sich an und sah mich finster an. Ich lachte nur lauter. Dann traf mich die Erkenntnis. ,,Mist!“, ich schnallte mich ab und wandte mich zu Adrian. ,,Unsere Hausaufgaben! Ich geh schnell rein und hol sie, okay?“, erklärte ich. Adrian nickte nur. Ich lächelte ihm noch kurz zu, dann stieg ich aus und rannte ins Gebäude. Ich ging zu meinem Spind uns anschließend zu Adrians. Ich nahm aus beiden unsere Sachen und packte sie in unsere Rucksäcke. Adrian und ich würden vielleicht noch etwas lernen. Oh wir könnten ,,Titanic“ gucken, dass wäre doch cool. Er war so schön und jeder der was andres sagt hatte sie nicht alle. Plötzlich wurde ich zur Seite gerissen und gegen die Wand geschubst. Mein Kopf knallte gegen die Wand und meine Sicht verschwamm. Ah! Mein Kopf. Ich spürte was Klebriges an meinem Hinterkopf. Ich versuchte meine Sicht zu schärfen, um meinen Angreifer zu erkennen. Dieser drückte meine Handgelenke neben meinem Kopf gegen die Spinde. Ich versuchte mich loszumachen, doch durch den Schlag gegen den Hinterkopf, war meine Abwehr sehr schwach. Ich erkannte nur blonde Haare und graublaue Augen. Die Nase des Angreifers war lila und geschwollen. Sebastian? Mein Blick wurde etwas schärfer. Sebastian! Was machte das Arsch da? Er grinste fies und hinterhältig:,, Na, du Miststück? Jetzt fühlst du dich nicht mehr so stark, oder?“ Wieder versuchte ich mich loszumachen, doch auch dieses Mal ließ er mich nicht los, nur sein Grinsen wurde breiter. Langsam machte sich Angst und Panik in mir breit. Ich brachte leise ein Flehen zustande:,, Lass mich los! Bitte!“ Er lachte nur fies auf:,, Oh nein denkst du wirklich, du könntest mir die Nase brechen und ungeschoren davon kommen? Oh Nein! Ich werde dir aber verzeihen, wenn du zu mir stehst und die Schwuchtel mit fertig machst. Du wirst als meine Freundin keine Probleme haben, vielleicht auch ein bisschen Spaß!“ Egal wie viel Angst ich hatte, das konnte ich Adrian nicht antun und das wollte ich auch nicht. Ich mochte ihn unglaublich gerne. Auch wenn wir uns noch nicht lange kannten, mochte ich ihn wie einen Bruder. ,,Nein.“, hauchte ich mit schwacher aber fester Stimme. Ich würde das nicht tun. Niemals! Kurz sah Sebastian verdutzt aus und fragte ungläubig:,, Du willst lieber mit dieser Schwuchtel zusammen abhängen, als mit mir Spaß haben?“ Er schien es wirklich nicht glauben zu können, dass jemand Adrian ihm vorzog. Er drückte meine Handgelenke nur noch fester gegen die Wand. Das würde blaue Flecke geben, doch das war mir egal. ,,Ja ich werde Adrian immer unterstützen und für ihn da sein, weil du es nicht tust. Ich schwöre dir, dass du mich niemals dazu kriegen wirst deinen Scheiß zu unterstützen!“ Er schien richtig wütend zu werden. Er schlug mir mit der flachen Hand ins Gesicht. Mein Kopf flog zur Seite und ich konnte einen schmerzerfüllten Aufschrei nicht unterdrücken. Sebastian zog mich an meinen Haaren wieder hoch. Er legte mir eine Hand an die Kehle und drückte zu. Die pure Verzweiflung überspülte mich und trieb mir Tränen in die Augen. Ich versuchte seine Hand wegzuziehen, doch das brachte nichts außer das er noch fester zudrückte. Mit der anderen Hand wanderte er unter mein T-Shirt. Nein! Ich zappelte, versuchte mich freizumachen, doch alles brachte nichts. Eine einzelne Träne löste sich aus meinem Augenwinkel und ich flehte verzweifelt:,, Nein! Bitte lass das! Hör auf ich will das nicht!“ Er lachte nur und drückte seinen Mund hart auf meinen. Das sollte aufhören! Sofort! Ich fing an zu weinen:,, Bitte!“ Ich versuchte es ein letztes Mal, aber es brachte nichts. Er schob seine Hand unter meinem T-Shirt nach oben und drückte meine Brüste. Ich schrie auf, als er mich kniff. Ich versuchte mich zu befreien, aber die Angst lähmte mich. Ich erinnerte mich nicht mehr an die Zahlreichen Unterrichtsstunden. Ich war dabei auf zugeben. Auf einmal war der Druck gegen meine Kehle weg und auch die Hand unter meinem T-Shirt. Ich öffnete meine Augen und sah das jemand Sebastian von mir weggerissen hatte. Dieser jemand war… Henry! Ich war noch nie so dankbar, dass ein Junge da war. Henry drückte Sebastian am Kragen gegen die Spinde und schrie ihn an:,, Alter was soll das?“ Sebastian lachte nur und antwortete gelassen:,, Was denn wir hatten nur Spaß? Sie hat es doch genossen!“ Henry sah aus als ob er ihm den Kopf abreisen würde, aber er verpasste ihm nur einen ordentlichen Kinnhaken. Autsch! Auch Sebastian stöhnte schmerzerfüllt auf. ,,Hör mir gut zu Freundchen! Du lässt sie in Ruhe! Ist das klar?“ Sebastian lachte nur, woraufhin Henry ihm noch eine verpasste. Gott er schien wirklich wütend. Sebastian nickte nun, da ihm schon Blut aus dem Mund lief. Henry stieß ihn von sich und Sebastian flüchtete. Erst jetzt wurde mir bewusst was gerade passiert war. Ich schlug mir die Hand vor den Mund und rutschte die Wand runter. Die Schulsachen hatte ich längst fallen gelassen. Ich sah ins Leere. Es war schon wieder passiert. Ich hatte mich nicht währen können. Doch ich hätte es theoretisch gekonnt, nur praktisch nicht. Ich fing wieder an zu weinen. Was hatte ich nur getan? Adrian würde nur noch mehr Probleme bekommen. Ich hätte ihn machen lassen sollen, dann hätte ich schlimmeres verhindern können. Ich hätte irgendwas tun müssen. ,,Verdammte Scheiße!“, fluchte ich vor mich hin. Das durfte doch nicht wahr sein. Ich versuchte mich zu beruhigen. Ich fing an die Sachen um mich herum wieder einzusammeln. Als ich fertig war und aufsah, war Henry verschwunden. Ich würde mich morgen bei ihm bedanken. Jetzt rappelte ich mich auf und ging Richtung Ausgang. Vielleicht sollte ich Adrian die Wahrheit verschweigen. Er würde sich die Schuld geben. Zudem würde ich das mit Henry erwähnen müssen und ich war mir selbst noch nicht sicher, wie ich darüber dachte. Warum hat er das gemacht? Er war nicht der Typ, der Mädchen rettet, damit sie sich ihm an den Hals werfen. Wahrscheinlich wollte er das einfach nicht mitansehen. Aber die wichtigste Frage war, warum berührte es mich so?


Hey Leute,
kurze zwischen Meldung. Ich weiß natürlich, dass man mit sechzehn noch keinen Führerschein hat, aber ich ändere das so, dass man mit sechzehn noch mit Begleitung fahren muss und mit siebzehn dann alleine.

Adrians Wohnung:
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Adrians Auto: https://i0.wp.com/www.carglancer.com/wp-content/uploads/2018/08/Mercedes-Benz-GLE-2016-1024-01-e1533387507899.jpg?fit=1024%2C719&ssl=1
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