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Flash mich!

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Cem Kaya OC (Own Character)
11.05.2020
19.11.2020
13
27.230
5
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.08.2020 1.846
 
Einen schönen guten Abend wünsche ich!
Eigentlich hätte ich so richtig Bock, direkt das nächste Kapitel zu schreiben. Aber Übermut tut selten gut, vielleicht ja kommende Woche.
Viel Spaß beim Lesen und einen guten Start in die neue Woche wünsche ich!!



Kapitellname: Party

Wörterzahl: 1771

Vorkommende Personen: Cem Kaya, OC, Paul Richter, Robin Sturm, Stephan Sindera, Michael Weber, Jule Polanski, Marc Westerhoven, Hannah Becker, Moritz Breuer

Sicht: Cem



/=\






POV Cem








Die letzten Tage dieser Woche vergingen wie im Flug um und je näher das Wochenende rückte, desto besser war ich auch drauf. Nun bin ich mit meinem Auto auf dem Weg zu Vince und Matti. Ich bin gespannt, wie die beiden so wohnen. Ich bin sogar viel zu früh, aber Matti hat mir eh angeboten, mir noch das Haus zu zeigen. Laut Navigationsgerät bin ich auch nicht mehr weit von meinem Zielort entfernt. Auf jeden Fall befindet sich das Haus in einem Wohngebiet.
„In zweihundert Metern rechts abbiegen in die Friedrichsstraße“, ertönt die weibliche Computerstimme des Navis.
         Nun brauche ich nur noch die richtige Hausnummer finden. Einige Häusern sind Alt- und einige Neubau. Bei dem Anderberg-Haus handelt es sich um ein weißes Neubauhaus. Ich parke meinen BMW vor dem schwarzen Garagentor und steige aus. Von der Rückbank hole ich meine Tasche, in der sich meine Schwimmsachen befinden. Besonders groß sieht das Haus nicht aus, es hat ein oberes Stockwerk und hat eine L-Form. Ich kann mir denken, dass sie hier zur Miete wohnen.
         Ich betätige die Klingel, als Gegenzug vernehme ich zwei Hunde, die anfangen zu bellen und zur Tür gelaufen kommen. Kurz darauf folgt eine Stimme: „Ist gut, Ruhe.“
         Daraufhin wird die Tür auch schon geöffnet.
„Ah Cem, du bist ja früh da. Vince und ich sind aber zum Glück schon fertig, komm doch rein“, begrüßt Matti mich und tritt beiseite.
          Einen kurzen Moment mustere ich ihn genauer. Er trägt ein schwarzes Tanktop und eine schwarze Badehose, wodurch Tattoos an Oberarmen, Brust und Beinen zu erkennen sind.

Ich betrete das Haus, werde direkt von zwei Rottweilern beschnuppert.
„Du hast aber keine Angst vor Hunden, oder?“
„Nein“, ich halte ihnen meine Hand hin.
„Die tun auch nichts. Der linke mit der dunklen Schnauze ist Enzo, Vince Rotti. Und der rechte mit der hellen Schnauze ist Dex, eigentlich Dexter.“
        Kurz streichle ich die beiden, ehe ich meine Sachen abstelle und Matti ins Wohnzimmer folge. Es ist bereits alles eingerichtet und sieht wirklich gemütlich aus. Eine Wand im Wohnzimmer zeigt die Skyline von Hamburg.
„Gefällt es dir?“, fragt Matti.
„Hier lässt es sich leben. Wohnt ihr zur Miete?“
„Nein, das Haus gehört unserem Großvater, er ist Architekt und hat eine Immobilienfirma. Es ist eigentlich ein Musterhaus, Baujahr 2014“, erklärt er und fügt hinzu, dass sein Großvater schon viele Jahre in Deutschland lebt und arbeitet.

Vince kommt dazu, war grade noch in der Küche und hat sich um die Getränke gekümmert. Er begrüßt mich ebenso lächelnd wie Matti. Sofort fällt mir auf, dass er das gleiche an hat wie Matti, ebenfalls zeigen sich bei ihm Tätowierungen.
      Sie zeigen mir die wichtigen Räumlichkeiten, die sich alle im Erdgeschoss befinden. Eine dunkel gestaltete Küche mit viel LED-Beleuchtung, ein kleines Gäste-Badezimmer mit Dusche und ein kleines, aber gemütliches Gästezimmer.
„Oben sind halt noch das große Badezimmer, unsere Schlafzimmer und Arbeitszimmer. Im Keller sind ein Partyraum und der ganze langweilige Kram“, zählt Vince noch auf.
„So würde ich auch gerne wohnen. Ich habe nur eine Dreizimmerwohnung.“
„Das ist in Köln schon viel“, Matti lacht, womit er schon recht hat.

Kaum zehn Minuten später klingelt es an der Tür. Vince bringt die beiden Hunde nach draußen, wo ich bereits auf der Terrasse sitze. Matti geht zur Tür, empfängt die nächsten Gäste. Enzo und Dexter legen sich bei mir hin, wollen wohl gestreichelt werden.
„Paul, Stephan, Stürmchen und Micha sind da“, verkündet Matti, bringt diese vier mit.
        Meine Kollegen wurden netterweise von Michas Frau hierhergefahren, damit kein Auto hier stehen bleiben muss und sie was trinken können.
„Absolut geiler Pool“, kommentiert Robin mit großen Augen.
„Danke sehr. Der freut sich auf die gute Nutzung heute. Das Wetter spielt auch perfekt mit“, Vince sieht kurz in den Himmel.
„Ein Trampolin habt ihr auch?“, davon ist Robin ebenfalls begeistert.
„Könnt ihr auch gerne rauf, wenn ihr wollt, aber eben ohne Schuhe.“
         Paul setzt sich neben mich, entdeckt den Aschenbecher auf den Tisch.
„Also kann man hier auch bedenkenlos rauchen.“
„Wir rauchen selbst, hat glaub ich noch nicht jeder mitbekommen. Nur bitte aufpassen, dass keine Kippen oder Asche runterfallen, wegen den Hunden. Die Fressen zwar nur, wenn wir das Erlauben, aber man weiß ja nie“, merkt Matti an, ehe er wieder rein muss, weil es schon wieder geklingelt hat.

Nach und nach füllt sich der Garten, bis alle, die sich angekündigt haben, da sind. Natürlich konnten nicht alle kommen, schließlich haben viele auch Schicht oder private Vorhaben. Matti und Vince machen eine kurze Begrüßungsansprache, bei der sie sich für das Kommen bedanken, nochmals erklären, wo sich die Toilette befindet und bekannt geben, dass die Partypizzen bereits bestellt sind.
„Wer in den Pool möchte, kann das gerne tun. Generell der Garten steht euch gerne zu Verfügung. Wir haben das Trampolin, eine Tischtennisplatte und viel mehr. Ach ja, und immer dran denken, mit Promille fährt man kein Auto“, erwähnt Vince zum Abschluss mit einem Grinsen.  
      Somit ist der Abend offiziell eröffnet. Ich für meinen Teil beobachte erst eine Weile und überlege, was ich tun könnte. Matti macht etwas Musik nebenbei an, was die Stimmung auflockert. Daraufhin zieht er sein Tanktop aus, legt es beiseite und springt in den Pool. Kurz darauf taucht er wieder auf. Ich mustere ihn erneut, betrachte den muskulösen und tätowierten Oberkörper. Jetzt bloß nicht zu auffällig starren.
„Ich hasse dich Mia, jetzt kann ich mich um die Pizzen kümmern.“
„Mia?“, fragt Micha irritiert nach.
„Spitzname für die Zusammenführung aus meinem Namen Matthias Isak Anderberg. War mein Schulspitzname“, erklärt Matti, steigt dabei wieder aus dem Pool, „Einer von vielen. Die bekanntesten sind aber wie ich schon sagte Matti oder Matze. Und Lothar, so nennen mich unsere Hamburger Kollegen. Kommt von Lothar Matthäus.“
„Bei mir sind es Vince, van Gogh und Viella. Viella stammt von Vincent Elliot Anderberg.“
      Warum haben die so kreative Spitznamen? Mir würde sowas niemals im Leben einfallen. Doch die Türklingel reißt mich aus meinen Gedanken, die Pizza ist wohl da.

Die Stimmung ist sehr gut, ich gehe zum zweiten Mal an diesem Abend in den Pool, um mich etwas abzukühlen. Matti sitzt mit Hannah, Moritz, Stürmchen und Stephan zusammen am Tisch, Vince spielt gegen Paul Tischtennis. Wie schon oft an diesem Abend beobachte ich Matti und ich weiß immer noch nicht, warum ich das tue. Er zündet sich eine Zigarette an, woraufhin ich kurz das Gesicht verziehe.
„Geht’s dir gut Kollege?“, fragt mich Paul, der ebenfalls in das Wasser kommt.
„Sollte es mir nicht gut gehen?“
„Du hast nur grade so komisch geguckt“, merkt er an und verfolgt dann meinen Blick, „Irgendwas hast du mit dem neuen Kollegen. Mit Matze mehr als mit Vince.“
„Ach Quatsch. Was soll ich denn mit ihm haben? Ich mag beide, scheinen tolle Kollegen zu sein“, rechtfertige ich mich mit einem Kopfschütteln.

Je mehr Zeit verstreicht, desto mehr Alkohol fließt auch und es fließt nicht grade wenig. Es ist gegen zwei Uhr früh, als nur noch Micha, Paul, Stephan, Stürmchen, Marc und Jule neben den Gastgebern übrig sind. Vince gibt grade die nächste Runde Oldesloer aus, der direkt weggetrunken wird.
„Habt ihr beiden eigentlich eine Freundin?“, erkundigt sich Stephan interessiert.
          Ihre Homosexualität ist wohl noch nicht weiter zu Sprache gekommen.
„Wenn wir eine hätten, würde ich an unserer sexuellen Orientierung zweifeln. Wir sind schwul“, antwortet Matti und nimmt die Zigarettenschachtel vom Tisch, zündet sich die dritte Kippe des Abends an.
„Beide? Krass. Habt ihr denn n Freund oder so? Ihr tragt ja beide einen Ring“, Robin grinst.
„Sind Zwillingsringe, keine Verlobungsringe. Nein, wir sind beide Singles. Ich bin auch erst seit zwei Monaten wieder solo und habe momentan kein Bock auf was neues“, erzählt Vince und nimmt sich ebenfalls eine Zigarette.
        Auch Micha und Paul steigen in das Rauchen mit ein.
„Och ich hätte nichts dagegen mal wieder einen Kerl zu haben. Aber muss auch nicht, so hat man mehr Freiheiten“, Mattis Aussage lässt eine gewisse Wärme in meinem Inneren los.
         Irritiert über mich selbst trinke ich mein Bier aus, versuche mir nichts anmerken zu lassen. Was ist denn auf einmal los mit mir?
„Du findest bestimmt hier in Kölle einen netten Mann“, sagt Paul und sieht mich einmal unauffällig an.
          Warum guckt er mich dabei an? Was habe ich mit Mattis Liebesleben zu tun?
„Schade ist es ja schon, gehen zwei hübsche Kerlchen für die Frauen verloren“, sagt Jule traurig und trinkt ihr Bier leer, „So Freunde, ich wird dann wohl auch mal. Mein Freund ist nämlich da, um mich abzuholen“, sie deutet auf ihr Handy, er hat hier wohl geschrieben.
        Jule kann sich glücklich schätzen, sie ist schon lange mit ihrem Freund glücklich zusammen und wir warten nur drauf, dass die beiden sich endlich verloben. Wie gerne ich auch mal wieder eine glückliche Beziehung hätte, aber dafür muss ich auf den Richtigen warten. Moment, ich meine die Richtige. Ich bin wohl zu alkoholisiert.

Meine dämlichen Gedanken sorgen aber eher dafür, dass ich doch noch Lust auf den einen oder anderen Shot habe. Ich werde das Trinken sicherlich morgen bereuen, aber grade lässt es mich immer besser fühlen. Um viertel nach drei bin ich dann der Letzte, Marc wurde von seiner Frau und die anderen Vier von Michas Frau abgeholt, so brauchten sie kein Taxi nehmen. Das hätte ewig gedauert. Marcs Frau hat mir angeboten, mich mitzunehmen, aber das wäre ein zu großer Umweg für sie geworden.
„Ich werd mir dann ma ein Taxi bestelln“, nuschle ich betrunken und schwanke leicht.
„Nee, du bist durch Alter. Kannst im Gästezimmer pennen“, bietet Matti an.
„Aber…“
„Kein Aber, du pennst hier.“
       Aufräumen wollen die Zwillinge morgen, auch sie sind ziemlich müde. Ich stolpere ins Haus, Matti bringt mich ins Gästezimmer.
„Fühl dich wie zu Hause. Wir sind dann oben“, er dreht sich um und will aus dem Raum gehen.
„Matti?“
„Ja?“, er dreht sich nochmals zu mir.
„War n schöner Abend. Ich mag dich sehr.“
        Matti lächelt und wünscht mir eine gute Nacht, lässt mich allein zurück. Ich entledige mich meiner Kleidung bis auf die Boxershorts und lege mich ins Bett, kuschle mich in die weiche Bettwäsche. Sie riecht nach Matti. Macht Sinn, er wohnt hier. Aber der Geruch lässt mich noch wohler fühlen. Ich schließe die Augen, entspanne meinen Körper und gleite schnell in einen ruhigen Schlaf.
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