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Flash mich!

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Cem Kaya OC (Own Character)
11.05.2020
19.11.2020
13
27.230
5
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
07.08.2020 1.689
 
Uhm…Hey…!

Ich weiß, es ist schon ein bisschen her. Tut mir leid, aber ein paar Faktoren sorgten dafür, dass dieses Kapitel nicht fertig werden wollte. Aber nun bin ich wieder zurück in voller Frische und ich komme jetzt auch wieder mehr zum Schreiben. Schreibflaute vorüber, mehr Zeit, hach wie schön.
Nun wünsche ich euch viel Spaß bei diesem Kapitel!



Kapitelname: Thoughts
Wörterzahl: 1632
Vorkommende Personen: OC, Cem Kaya, Klaus Wiebel, Paul Richter, Stephan Sindera, Christian Reuther, Michael Weber, Heidi Matera
Sicht: Cem


/=\



POV Cem




Mattis Auto sieht wirklich ordentlich und noch recht neu aus. Viele Jahre scheint er diesen Wagen wohl noch nicht zu besitzen. Das Gespräch mit ihm verläuft ziemlich entspannt und ich erhalte immer mehr Informationen über diesen Mann neben mir. Er ist also schwul… hätte ich nicht erwartet, aber sowas sieht man ja auch in den wenigsten Fällen an.
„Wie bist du überhaupt dazu gekommen, Polizist zu werden?“, hake ich einfach mal nach.
„Meine Mutter ist Polizistin. Allerdings in Schleswig-Holstein. Früher war sie bei der schwedischen Polizeibehörde, aber die Umschulung hier verlief recht schnell. Sie hatte keine Probleme bei den Gesetzestexten und da sie ja schon Deutsch konnte, war das noch weniger ein Problem. Und du so? Was hat dich zur Polizei gebracht?“
„Wie fast jedes Kind fand ich Polizisten immer sehr faszinierend und in der achten Klasse kamen zwei Polizisten in die Schule und haben den Beruf vorgestellt. Dann habe ich in der neunten Klasse ein Praktikum gemacht und danach wusste ich zu einhundert Prozent, dass das mein Beruf werden soll“, erzähle ich ihm.
„Ich glaube diesen Weg gehen viele. Kann ich mir zumindest gut vorstellen.“

Ich weise ihm immer wieder zwischen unseren Gesprächen den Weg, ehe wir bei mir zu Hause ankommen. Er parkt in der vorgesehenen Parkbucht.
„Schicker Wohnblock.“
„Danke. Ach ja, und vielen Dank fürs Fahren. Sehen wir uns morgen?“
„Na ich hoffe doch. Falls du mal wieder einen Fahrer brauchst, sag einfach Bescheid.“
      Er gibt mir noch rasch seine Handynummer, danach verabschiede ich mich endgültig und er fährt davon. Hoffentlich findet er jetzt auch nach Hause und er musste keinen zu großen Umweg fahren.

Nach dem ich mich in meine Wohnung begeben habe, gehe ich als aller erstes duschen. Den Schmutz des Tages vom Körper spülen und entspannen. Danach werde ich mir wohl was zu Essen machen und mich nur noch auf die Couch hauen.
      Mir gefällt mein neuer Kollege sehr, auch wenn ich am Anfang etwas skeptisch war. Wenn sein Bruder genauso ist, dann ist es doppelt so gut. Man kann immer sympathische Kollegen gebrauchen. Der einzige Faktor, der mich bisher an ihm stört, ist das Rauchen. Aber damit komm ich klar, Paul raucht schließlich auch und ich habe mich daran gewöhnt.

Mit einer Portion Nudeln mit Tomatensoße setze ich mich auf die Couch und schalte den Fernseher ein. Während eine Rankingshow läuft, esse ich mein Abendessen und versuche mich dabei schon mal ein bisschen zu entspannen.
       Als ich aufgegessen habe, stelle ich meinen Teller auf den Couchtisch und nehme mein Handy zur Hand. Ich speichere Mattis Handynummer ein und entscheide mich dazu, ihn direkt anzuschreiben. Ein einfaches „Hey, ich bin´s Cem“ tippe ich in das Textfeld von WhatsApp und sende die Nachricht ab. Danach lege ich mein Handy erst einmal wieder beiseite. Vielleicht sieht er die Nachricht noch gar nicht.
        Doch widererwartend kriege ich keine fünf Minuten später eine Antwort von ihm. „Moin Cem, schön, dass du mir so schnell schreibst. Dann können wir hier unsere Unterhaltungen fortführen.“ Dahinter hängt er noch ein zwinkerndes Emoji. Die Nachricht lässt mich leicht lächeln, wodurch eine erneute Konversation über Gott und die Welt startet, bei der ich völlig die Zeit vergessen habe.

Es ist schon recht spät, als Matti die Uhrzeit anspricht und sich ins Bett verabschiedet. Auch ich sollte schlafen gehen, schließlich steht morgen wieder eine Spätschicht an. Meine letzte diese Woche. Danach nur noch Früh- und Nachtschicht. Am Wochenende habe ich dann frei.
          Ich gehe in das Badezimmer, wo ich meine Zähne putze und mich bettfertig mache. Nur noch in Boxershorts gehe ich dann in mein Schlafzimmer und lass mich auf meinem Bett fallen. Auf einmal fühle ich mich richtig einsam. Ich habe kein Haustier, das nach der Schicht auf mich wartet. Keine Beziehung, somit bleibt das Bett leer. Ich bin allein in dieser Wohnung. Warum fühle ich mich auf einmal so? Sonst war es mir doch auch egal.
           Ich streife mir ein Schlafshirt über und lege mich unter die Bettdecke. Eine wohlige Wärme umgibt meinen Körper, doch trotzdem fehlt etwas. Meine letzte Freundin ist schon eine Weile her und eigentlich hatte ich auch schon in der letzten Zeit absolut kein Interesse daran, eine Neue zu finden. Mir fällt jetzt erst auf, wie wenig Aufmerksamkeit ich der Frauenwelt geschenkt habe und mir schießt der Gedanke durch den Kopf, dass ich meine Aufmerksamkeit doch eher auf die Männer gerichtet habe. Aber das kann doch nicht sein!
          Etwas irritiert über den Gedanken schüttle ich meinen Kopf. Es wird an der Müdigkeit liegen, weshalb ich diese Gedanken und Gefühle habe. Manchmal ist das so. Zumindest rede ich mir ein, dass das so ist.
     Ich schließe die Augen und versuche meinen Kopf auszuschalten. Das hat meine Mutter mir in der Schulzeit beigebracht, als ich mir so viele Gedanken um meine Klausuren gemacht habe und jeden Abend mit Kopfschmerzen schlafen musste. Doch je weiter ich in den Schlaf sinke, desto näher rückt ein Gedanke, ein Bild, ein Name in meine Traumwelt. Matti




>=<



Am darauffolgenden Tag werden Paul und ich zu Klaus ins Büro gebeten. Eigentlich hat er schon Feierabend, aber er muss noch etwas mit uns besprechen. Ich habe allerdings keine Ahnung worüber.
„Ihr seid ja gestern mit unseren Zwillingskollegen gefahren. Cem mit Matti in der Spätschicht und Paul mit Vince in der Nachtschicht, richtig? Wie haben sich die beiden neuen Kollegen denn so in ihrer ersten Schicht gemacht?“
„Also Matti ist ein super Kollege. Handelt richtig, man hat Vertrauen zu ihm. Einfach top“, sage ich kurz.
„Ich bin mit Vince auch zufrieden. Wir hatten zwar eine ruhige Schicht, aber wenn wir was hatten, dann lief es gut. Sie kommen ja auch nicht von der Polizeischule. Oder haben sie was angestellt?“
„Nein, ich will nur sicher gehen, dass sie auch hierher passen. Sonst funktioniert das Projekt schließlich nicht. Schön, heute werden mal andere Kollegen mit den beiden fahren, aber das wird euch Chris gleich erzählen.“
        Damit sind wir auch schon entlassen. Ich wusste bis dato gar nicht, dass Paul mit Vince gefahren ist und bemitleide beide jetzt schon dafür, dass kaum Zeit zwischen Nacht- und Spätschicht war. Aber so ist das manchmal in unserem Beruf.

Christian, der heute der Dienstgruppenleiter ist, teilt uns die heutigen Teams für unsere Schicht mit. Paul geht in den Innendienst, also fahre ich leider nicht mit ihm. Als Reaktion darauf wirft mein Kollege mir einen traurigen Blick zu. Ich grinse daraufhin.
„Stephan, du fährst mit Matti.“
„Das könnte spannend werden“, sagt Stephan mit seinem typischen Lächeln.  
„Vince, du fährst mit Heidi.“
„Norddeutschland und Hessen treffen aufeinander“, Heidi muss lachen.
          Am Ende bleiben nur noch Micha und ich über, perfekt. Ich fahre sehr gerne mit ihm, er ist ein super Kollege und witzig noch dazu.

Michael überlässt mir den Schlüssel für unseren Wagen und sogleich sind wir auch schon auf Streife.
„Traurig, dass du nicht mit deinem neuen Lieblingspartner fahren darfst?“
„Wieso Lieblingspartner? Wir sind erst einmal zusammen gefahren“, lachend schüttle ich den Kopf.
„Aber dafür habt ihr euch doch ziemlich gut verstanden.“
„Ich mag ihn, ein toller Kollege und den Bruder schätze ich ebenso ein.“
Hast mitgekriegt, dass sie am Wochenende eine kleine Feier starten wollen? Zum Einstand weißt du. Sie haben eine Liste im Aufenthaltsraum aufgehängt, da soll man sich eintragen, wenn man kommt.“
„Ich habe am Wochenende sogar frei. Freitag Nachtschicht und dann erst Montagfrüh wieder“, denke ich laut.
„Daraus schließe ich, dass du hingehen wirst. Ich denke, ich werde auch mal vorbeischauen. Ich habe nämlich Samstag Frühschicht, dass dürfte also so ganz knapp hinhauen.“
„Aber nur ganz knapp“, wir beide lachen.


>=<




Zwischenzeitig sind wir auch mal auf der Wache, Michael schreibt den Bericht zu einem Einsatz, den wir eben hatten. Eine Frau wurde überfallen und niedergeschlagen, den Täter konnten wir zum Glück auch direkt schnappen. Der Spezialist kam nämlich auf die glorreiche Idee zum Tatort zurückzukehren, um zu gucken, was da grade so passiert.      
In der Zeit sehe ich mir mal den Aushang von den Twins an. Ich bin gespannt, was die beiden denn vorhaben.

Verehrte Kollegen,


wir, Polizeikommissare Vincent und Matthias Anderberg, sind seit gestern als Austauschpolizisten auf der Wache und möchten euch als unsere neuen Kollegen mit einem kleinen Einstand kennen lernen. Wenn ihr also weitestgehend am kommenden Samstagabend ab 20 Uhr Schichtfrei seid, möchten wir euch zu uns einladen. Da wir beide Koch-Legastheniker sind, werden wir voraussichtlich Pizza bestellen. Natürlich wird es auch alkoholische Getränke geben. Und wer Lust hat, kann gerne mal unseren Pool testen. Wir würden uns freuen, wenn so viele, wie möglich kommen, damit wir die Chancen haben, euch kennen zu lernen und ihr uns. Wenn ihr als die Zeit und die Lust habt, dann tragt euch doch bitte bis Donnerstag in die Liste ein. Bis dahin allzeit gute Schichten und ruhigen Dienst!




Darunter steht die Adresse der beiden und noch mal ihre Unterschriften. Sie haben also einen Pool, wo wohnen die dann bitte? Naja, vielleicht „leihen“ sie sich das Haus von einem Bekannten oder wohnen zur Miete. Es ist alles im Bereich des Möglichen.
          Auf jeden Fall trage ich mich auf der Liste ein, ich bin auch nicht der Erste. Ein paar Kollegen aus der jetzigen Schicht haben sich schon eingetragen. Doch kaum habe ich meinen Namen zu Ende geschrieben, kommt Michael schon in den Raum.
„Cem? Einsatz, Exhibitionist in dem Park hier um die Ecke. Beeilung!“







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