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Flash mich!

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Cem Kaya OC (Own Character)
11.05.2020
19.11.2020
13
27.230
5
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
14.06.2020 1.384
 
Guten Abend!

Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende. Auch wenn das Wetter ja gestern nicht das Schönste war… Übrigens hätte das Kapitel schon Freitag kommen können, aber mir fehlte noch der letzte Absatz. Man weiß ja nie, wie viel Infos man schon raushauen soll.

Nun viel Spaß beim Lesen!



Kapitelname: Secret

Wörterzahl: 1331

Vorkommende Personen: Cem Kaya, OC, Klaus Wiebel, Robin Sturm

Sicht: Matti


/=\






POV Matti










„Cem? Alles gut?“, frage ich verwundert und betrete ebenfalls den Personalraum.
     Cem sieht ziemlich verwirrt aus.
„Habe ich vielleicht vergessen zu erwähnen, dass ich einen Zwilling habe?“, merke ich daraufhin belustigt an.
„Ähm“, Cem sieht verwirrt zwischen uns hin und her, „Das macht Sinn, ja.“
„Anscheint hast du es vergessen, Bruderherz. Hey, ich bin Vince“, mein Bruder gibt Cem die Hand, welcher so langsam wieder auftaut.
„So habe ich auch geguckt, als er auf einmal reinkam“, kommentiert Robin, der gerade auch den Raum betritt, um sich einen Kaffee zu holen.
„Jetzt wisst ihr ja Bescheid, wir sind Zwillinge und arbeiten jetzt beide hier. Wir kommen auch von der gleichen Wache. Es ist spaßig“, Vince grinst, „Aber Matti, wir sollen beide einmal zu Klaus, wenn du grade kannst.“
„Kann ich?“, ich gucke Cem an.
„Klar doch. Ich fang schon mal mit einem der Berichte.“

Vince und ich machen uns auf den Weg zu Klaus, welcher in seinem Büro sitzt. Erfreut sieht er uns an, als wir nach kurzem Klopfen hereinkommen.
„Wirklich identisch. Setzt euch.“
       Wir kommen der Aufforderung nach und setzen uns vor den Schreibtisch. Klaus lehnt sich zurück und betrachtet uns kurze Zeit. Auf dem Schreibtisch liegen unsere Akten.
„Ich wollte einfach kurz mit euch beiden mal sprechen. Ich hoffe, deine erste Schicht ist gut gelaufen, Matze. Ich habe da schon ein bisschen was gehört.“
„War sehr gut. Cem ist ein top Partner.“
„Das freut mich zu hören. Meine erste Frage an euch, wie hält man euch auseinander?“
„Am besten mit Namensschildern. Also V. Anderberg und M. Anderberg. Unsere Unterschiedspunkte sieht man so nicht und so wird das bei uns auf der Wache geregelt“, erklärt Vince.
„Okay, dann machen wir das so. Die Kollegen von der Orga haben übrigens angerufen und nachgehakt, ob ihr ein Problem damit habt, eure Uniformen beizubehalten. Es gibt da wohl irgendwie grade Schwierigkeiten und so zeigt sich auch ein Arbeitsverhältnis zwischen den verschiedenen Bundesländern“, erzählt Klaus uns.
„Ich spreche jetzt mal für uns beide, kein Problem“, antworte ich daraufhin.
„Gut, dann vermerke ich das mal so, damit kein Kollege verwirrt ist. Eine wichtige Frage, ich wollte eigentlich euren Chef fragen, aber den habe ich noch nicht erreicht. Dürft ihr zusammen auf Streife?“
„Meinst du jetzt wegen familiärer Verbindung oder weil wir eineiige Zwillinge sind?“, hake ich nach.
„Beides.“
„Also bei uns dürfen wir zusammen auf Streife raus. Am Anfang durften wir noch nicht, mittlerweile schon, weil wir da eben professionell rangehen, unsere Emotionen stellen wir in Einsätzen weitestgehend ab. Wir haben auch beide schon jeweils erlebt, wie der andere im Einsatz verletzt wurde, aber stecken in Uniform zurück. Emotionen kommen hinterher“, erzählt Vince.
„Ich glaube euch das mal, trotzdem kläre ich das noch mal mit eurem Chef ab. Nur kennt ihr euch ja in Köln noch nicht so aus…“
„Navigation auf dem Handy regelt, machen bei uns viele“, sage ich daraufhin.
„Okay gut. Erst mal werde ich euch noch nicht zusammenfahren lassen, damit ihr mit den anderen Kollegen zusammenarbeitet, aber in ein paar Wochen werden wir das dann probieren. Das mit den Verletzungen im Einsatz habe ich auch schon gelesen, ist ja vermerkt. Dann haben wir es glaub ich auch schon. Ach nee, Moment. Eine Sache noch, das gilt aber für alle Kollegen mit Migrationshintergrund. Während des Dienstes wird auf Deutsch miteinander gesprochen, nicht eure Muttersprache. Nur einsetzen, wenn es dienstlich benötigt wird. Das kommt bei unseren türkischen Kollegen eher vor, als bei euch als Schweden. Ich glaube, ihr wisst das auch, aber ich muss es einmal sagen.“
          Danach sind wir somit entlassen und können wieder zurückgehen. Vince fragt mich, ob Cem denn auch wirklich nett ist. Ich bejahe diese Frage mit einem Lachen, zusammen gehen wir in eines der Büros, wo Cem am PC sitzt.

„Das ging ja schnell. Jetzt ist sowieso nicht mehr lange.“
„Ich habe gleich Schichtbeginn“, Vince seufzt und setzt sich auf einen Stuhl.
„Genau, du setzt dich hin. Ich habe zwar nur grade eine Schicht hinter mir, aber passt.“
„Verzeihung, Prinzessin Matthias.“
          Cem fängt an zu lachen.

Den Rest der Zeit tauschen wir uns noch über die heutigen Einsätze aus, ehe Vince sich in den Personalraum verabschiedet und Cem und ich uns umziehen können.
„Bist du mit dem Auto da?“, frage ich meinen Kollegen.
„Nee, mit der Bahn.“
„Soll ich dich mitnehmen? Dann können wir noch ein bisschen Quatschen“, schlage ich vor.
„Ähm ja, wieso eigentlich nicht? Ein bisschen besser kennen lernen“, Cem lächelt.
          Wir erreichen die Männerumkleide und gehen rein. Ich gehe zu meinem Spint, Vince ist direkt neben meinem, und fange an, mich umzuziehen. Cems Spint ist auf der anderen Seite, sodass ich ihn nicht sehen kann.

In dunklem T-Shirt, an den Knien zerrissener, schwarzer Jeans und Cap auf dem Kopf verschließe ich letztendlich meine Tasche und gehe zur Tür, Cem wartet bereits.
„Können wir dann.“
„Ja, zumindest schon mal raus, muss dann noch kurz was machen.“
          Cem mustert mich verwundert, aber ich antworte nicht, sondern gehe einfach raus.

Draußen auf dem Parkplatz sehe ich auch direkt, dass mein Bruder direkt neben mir geparkt hat.
„So, BMW sind wir heute schon gefahren, dann ist jetzt Volvo dran“, mit diesen Worten öffne ich per Fernbedienung den schwarzen XC60 vor uns.
        Meine Tasche packe ich auf die Rückbank.
„Aber bevor wir losfahren, muss ich was erledigen“, ich greife in meine Hosentasche und ziehe eine Schachtel Zigaretten hervor.
          Eine Kippe klemme ich mir zwischen die Lippen und zünde diese an.
„Aha, Raucher“, Cem schüttelt den Kopf, „Und das als Polizist.“
„Alte Jugendsünde. Vince ist aber genauso. Eigentlich wollten wir zusammen eine Rauchen, hat ja nicht mehr geklappt. Schreckliche Angewohnheit, fang bloß niemals damit an“, ich schmunzle und nehme einen Zug.
„Und trotzdem den Job gekriegt.“
„Die Lungen sind in Ordnung. Noch.“
          Cem muss wieder lachen.

Nachdem ich aufgeraucht habe, setzen wir uns ins Auto. Ich drücke den Startknopf und schnalle mich an, der Motor startet. Als erstes muss ich erst mal die Musik leiser drehen.
„Soso, Rammstein“, Cem schmunzelt.
„Tja…“, seufze ich lächelnd und parke aus.

„Wie ist das eigentlich so, einen Zwilling zu haben. Ich kann mir das gar nicht vorstellen.“
„Meistens ganz lustig. Vor allem wenn man die Rollen tauscht, machen wir selbst heute ab und zu noch. Grade wenn wir neue Leute kennen lernen. Und nein, man kann uns nicht unterscheiden, zumindest sehr schwer nur.“
„Gibt’s denn auch Probleme mit Frauen bei euch? Ich meine, wenn ihr eine Frau kennen lernt oder so. Sorry, falls die Frage zu nahe geht.“
„Ach Quatsch, alles gut. Also mit Frauen haben wir gar kein Problem, problematisch könnte es bei Männern werden.“
„Hä, wie jetzt?“
„Wir sind beide schwul, witzigerweise.“
„Ach deshalb vorhin diese Frage, wie ich zu der LGBTQ+ Community stehe. Ich verstehe“, Cem ist erleuchtet.
„Ertappt“, ich muss grinsen, „Aber um auf deine Frage zurück zu kommen. Ich würde mir eher eine Axt ins Bein hacken, als meinem Bruder den Freund auszuspannen. Und wenn beide auf den gleichen stehen, kriegt keiner den. Easy.“
       
Wir quatschen über Gott und die Welt, er erzählt mir, dass er einen Bruder und eine Schwester hat, zu denen er aber nicht so eine gute Bindung hat, wie ich zu Vince. Aber letztendlich muss ich ihn dann an seiner Wohnung rauslassen. Morgen haben wir wieder zusammen Schicht, aber ich bezweifle, dass wir wieder zusammen fahren werden,
„Dann bis morgen“, verabschiede ich mich.
„Ja, bis morgen. Komm gut nach Hause.“
        Dann mache ich mich auf den Weg nach Hause, natürlich mit Navi. Ansonsten würde ich wahrscheinlich nie zu Hause ankommen. Bei Cem habe ich ein sehr gutes Gefühl, ich glaube, aus uns könnte sich eine sehr gute Freundschaft entwickeln. Hoffentlich…
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