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Spira

von THBerger
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Auron OC (Own Character) Paine Rikku Tidus Yuna
11.05.2020
29.06.2020
18
76.549
4
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11.05.2020 2.031
 
Elisabeth war eine gewöhnlich junge Frau und hatte vor zwei Wochen ihren 23sten Geburtstag gefeiert. Sie wohnte in einem kleineren Dorf nahe der Stadt. Ihre Eltern arbeiteten beide. Die Mutter als Kindergärtnerin und der Vater war Anwalt.

Sie selbst arbeitete zurzeit in einem Secondhandshop. Eine Ausbildung als Lehrerin hatte sie nach zwei Jahren abgebrochen. Warum wusste sie nicht genau, wahrscheinlich waren es die hohen Anforderungen der Eltern, doch diese waren gar nicht so hoch, wie sie im Nachhinein feststellte. Natürlich war es schwer und mühsam.

Freizeit in dem Sinne hatte sie kaum, da Lizzy, wie ihre Freunde sie nannten, jede freie Minute zum Lernen brauchte. Am Ende akzeptierten die Eltern ihre Entscheidung und sie stellte sich beim Ladenverkäufer des Secondhandshops vor. Es wäre ja nur vorübergehend, bis sie eine neue Ausbildung finden würde.

Carol, ihre beste Freundin, hatte ihr letzten Abend in der Disco ihren Cousin vorgestellt. Er war zwei Jahre jünger als sie und total in sie verliebt. Na, das konnte ja heiter werden, dachte sie, doch es wurde noch schlimmer. Der Gute wollte sie beeindrucken und trank innert kürzester Zeit eine Unmenge an Alkohol. Als er sich genug Mut angetrunken hatte und sie vor der Toilette abfing, um sie spontan zu küssen, wurde ihm gleichzeitig so übel, dass er sich übergeben musste.

Lizzy war so überrascht und angeekelt, dass ihr die nötige Reaktion fehlte und nun hingen ihre neuen Jeans nass über der Badewanne, in der sie mitten in der Nacht versucht hatte, die Hose zu waschen. Was wird Mama nur denken? Zum Glück wurde niemand wach, als ich vorhin zur Haustür rein gekommen bin. Nach der kalten Dusche bückte sie sich prüfend über die Jeans und stellte fest, dass alles bis auf den beissenden Geruch verschwunden war.

Nun konnte sie die Hose beruhigt in die Wäsche geben. Müde blickte sie in den Spiegel, ihre langen nassen braun gelockten Haare fielen ihr schlaff ins Gesicht. Die hellblauen Augen schauten ihr für diese Umstände relativ frisch entgegen. Bis jetzt hatte ich wirklich nur Pech mit Männern!

Nachdem sie die Hose in die Waschküche zu den anderen dreckigen Kleider gelegt hatte um diese anschliessend zu waschen, legte sie sich erschöpft ins Bett. Es war noch immer heiss im Zimmer obwohl sie das Fenster so weit wie nur möglich geöffnet hatte. Dementsprechend unruhig schlief sie auch.

Gegen zehn Uhr Vormittag wurde sie wach weil es erneut wärmer wurde im Zimmer. Ein wenig deprimiert zog sie sich an und ging in die Küche hinunter, um etwas zu essen. Als sie es sich mit dem Telefon im Garten bequem machte, um Carol anzurufen, stellte sie fest, dass keine Zigaretten mehr im Haus waren. Mist, ich sollte wirklich aufhören!

Schlecht gelaunt packte Sie ihre Tasche und machte sich auf den Weg ins Dorf. Der kleine Krämerladen war etwa einen Kilometer entfernt und hatte noch bis Mittag offen. Es war ja Samstag und in den Dörfern hatten die Läden noch nicht 24 Stunden lang geöffnet. Es war Juni und der erste grosse Gewittersturm kündigte sich an. Sie musste unbedingt zu Hause sein, bevor das Wüten losging. Auf dem halbem Rückweg begann es zu regnen.

Gegen den aufkommenden Wind schritt Lizzy voran. Es wurde immer schlimmer, Blitze zuckten vom Himmel hinunter und es regnete ganze Ozeane. Ihre schwarzen Turnschuhe, die Jeans und ihr Shirt waren innert kürzester Zeit komplett durchnässt. Lizzy dachte, wenn sie die Abkürzung durch den Wald nehmen würde, wäre sie schneller zu Hause. Weit gefehlt! Als sie in raschen Schritten durch den Wald ging, schnellte auf einmal ein Blitz direkt vor ihr in den Boden.

Das einzige, an das sie sich noch erinnern kann, war dieses grelle Licht und der ohrenbetäubende Lärm der gleichzeitig zu hören war. Ein unwirkliches knistern. Es wurde ihr ganz schwindlig. Daraufhin wurde sie ohnmächtig. Das grelle Licht versperrte ihr jegliche Sicht. Sie fühlte sich gelähmt doch das Pfeifen in ihren Ohren wurde langsam leiser. An seiner Stelle konnte sie plötzlich Vögel pfeifen hören. Sie lag in einer Wiese an einem Waldrand.

Langsam drehte sie ihren Kopf und setzte sich auf. Rundherum war alles grün, die Sonne schien, der Wind war zu spüren. Sie kannte diese Landschaft jedoch nicht. Träumte sie? Am Waldrand konnte sie eine Hütte erkennen, mit einer gedeckten Veranda. Auf einer Bank sassen zwei alte Menschen und lachten. Es war ein friedliches Bild und Lizzy versuchte aufzustehen und zu den beiden hin zu gehen doch da begann das Pfeifen in ihren Ohren von neuem und das grelle Licht versperrte ihr erneut die Sicht.

Als sie langsam wieder zu sich kam, traute sie ihren Augen nicht. Sie lag an einem weissen Strand und die Sonne schien. Das Unwetter war verschwunden. Wie lange ich hier wohl schon liege? Der Sand unter ihr war herrlich warm. Träume ich schon wieder oder ist das hier nun die Realität?

Ihre Kleider waren getrocknet und der Schwindel war weg. Woher kam dieser Sand, dachte sie und liess ihn zwischen ihre Finger rieseln. Vor ihr breitete sich das türkisfarbene Meer aus und sie roch das Salz in der Luft. Meer? Das Meer ist hunderte von Kilometern entfernt? Wie bin ich hier hin gekommen?

Es war eine Bucht und sie konnte Felsen, Sträucher und Palmen sehen. Lizzy stand auf und schaute sich um. Das Land war stark bewachsen und grün. Ein Weg, der über die Anhöhe in einen Wald führte, war zu erkennen. Langsam stand sie auf und klopfte sich den Sand von den Jeans.

Ihre graue Stofftasche war ebenfalls noch da und sie legte sie wieder um. Mit ihrer rechten Hand schütze sie ihre Augen vor der Sonne und beschloss, dem Weg in den Wald zu folgen.

Nach einem längeren Marsch durch den Wald und vorbei an Wasserfällen stand sie auf einmal vor einem Dorfeingang. Bisher hatte sie keine Menschenseele entdeckt. War sie etwa am Träumen oder bereits tot? Ein eiskalter Schauer lief ihr über den Rücken.

Dieses Land war so fremd. Man konnte Vögel und andere Tiere sehen, die sie jedoch nicht kannte. Um das Dorf war eine Mauer aus Schilf und Lehm errichtet. Beim Eingang wagte sie einen Blick zum Dorf hinein und konnte Menschen erkennen. Sie trugen jedoch seltsame Kleider. Die Leute wohnten in Hütten und seltsame Symbole auf Kleidern und Wänden waren zu erkennen, sie wusste aber nicht, was sie bedeuten könnten.

Eilig versteckte sie sich in einem Gebüsch in der Nähe des Eingangs und packte ihre Agenda und den Stift hervor, die sie immer bei sich in der Tasche trug. Irgendwie musste sie ja beweisen, dass sie an dem seltsamen Ort war und begann Skizzen zu machen. Sie wollte nicht entdeckt werden auch wenn die Menschen vielleicht freundlich sind. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Oh Mann, wo bin ich hier gelandet? Wie und warum bin ich hierher gekommen? Wie komme ich wieder nach Hause?

Ihre Gedanken stoppten, als sie ein Mädchen sah, das aus dem Dorf lief. Sie hielt vor dem Eingang an und schaute zu ihr hinüber.
Hatte sie mich etwa entdeckt? Das wäre nicht gut, sie ist bewaffnet!

Das Mädchen hatte schulterlanges braunes Haar, das in der Sonne glänzte. Mit einer Hand an ihrer Waffe schaute sie sich um. Es waren zwei Pistolen, die sie an einem Gürtel trug.

Sie trug dunkelbraune kurze Hosen, eine Art blaue Schleppe die halbseitig an ihrem Gürtel befestigt war, braune Stiefel und ein weisses Shirt mit den Symbolen geschmückt, die auch im Dorfeingang zu sehen waren. Lizzy schätzte, dass das Mädchen etwa in ihrem Alter sein könnte.

"Ich habe mich wohl geirrt, da ist niemand," sagte das Mädchen. Langsam ging sie zurück in das Dorf. Phu, Glück gehabt! Aber ich konnte sie verstehen, das heisst die Menschen hier sprechen die gleiche Sprache wie ich. Aus reiner Gewohnheit steckte sie sich eine Zigarette in den Mund und vergass, dass sie ja gar kein Feuer dabei hatte. MIST! Das ist nun DIE  Gelegenheit, das Rauchen aufzugeben.

Lizzy sass bestimmt noch eine ganze Stunde im Gestrüpp mit der Zigarette im Mund und machte sich Notizen und Skizzierte in ihre Agenda, bis sie von hinten ein Rascheln hörte. Ruckartig drehte sie den Kopf nach links. Als sie nichts erkennen konnte, schaute sie wieder nach vorne. Beinahe traf Lizzy der Schlag, als sie an sich hinunter blickte und die Zigarette in der rechten Hand bemerkte. Sie BRANNTE!

"Hallo?" ertönte eine unbekannte Stimme. Lizzy machte einen Sprung aus dem Gebüsch, landete auf den Knien und konnte nun erkennen, wie aus dem Dickicht eine Frau und ein Mann auftauchten. Schätzungsweise waren sie ebenfalls etwa in ihrem Alter. Beide trugen ebenso komische Kleidung wie die Menschen aus dem Dorf.

Die Frau hatte extrem gestuftes, blondes Haar ein blaues Stirnband und an ihrer Kleidung hingen überall Fransen, Federn und andere Sachen herunter. Wobei Kleidung etwas übertrieben war.  Es war genau genommen ein gelber Bikini, einen khakifarbenen Mini, eine weisse Bluse wovon nur die Ärmel vorhanden waren, einen gelb orangenen Schal und natürlich eine Waffe. Die Waffe erinnere Lizzy an einen Säbel. Der Mann sah weniger vertrauenswürdig aus. Er hatte nur Latzhosen an, eine tätowierte Glatze und GRÜNE Augen!

"Nemmy, zih pumd to?"

Oje, die zwei sprechen anscheinend nicht meine Sprache. Sie sagte kein Wort und starrte die beiden verständnislos an. Das Mädchen wandte sich ihr zu: "Hm, wie ist dein Name? Kannst du mich verstehen?" Das Mädchen kniete sich nun vor sie hin. Sie schaute Lizzy fragend an. Ihre Stimme war hell und freundlich.

"Wo bin ich?" fragte Lizzy vorsichtig. "In Besaid. Tut mir leid, ich spreche automatisch Al Bhed, wenn ich mit meinem Bruder unterwegs bin. Du weisst wirklich nicht, wo du hier bist?" sprach das blonde Mädchen weiter.

"Nein, ich habe keine Ahnung," antwortete Lizzy verwirrt. "Oje, nicht schon wieder. Wie lautet dein Name?" fragte die Blondine weiter und Lizzy sagte ihr ihren Namen.

"Ich bin Rikku und das hier ist Brüderchen. Wir wollten gerade in das Dorf, als wir dich im Gebüsch bemerkten,“ sagte sie und lachte. "Ach, und das mit der Zigarette ward ihr also?" fragte Lizzy.

"Genau." lachte Rikku und grinste sie an. "Das finde ich nicht lustig." murmelte Lizzy verunsichert. "Tut mir leid, ich konnte nicht widerstehen. Kommst du mit?" fragte Rikku und winkte ihr zu. "Wohin?"

"In das Dorf, dort ist jemand, der dir sicher helfen kann." meinte Rikku zuversichtlich. "Meinst du? Wenn das so ist, hält mich nichts mehr hier im Dickicht." entgegnete Lizzy noch immer vorsichtig. Zusammen mit Rikku und Brüderchen schritt sie auf den Eingang  zu.

"He Rikku, WARTE!" rief eine unbekannte Stimme. "Oh, da ist Paine. Beeil dich Paine, braucht man etwa so lange, um ein Flugschiff zu tanken?!" rief Rikku und drehte sich um.

"Sei still, Rikku. Sonst machst du das beim nächsten Mal selber!" Also, sympathisch war die Dame ihr nicht. Sie war schwarz gekleidet, hatte kurze grau Haare und machte allgemein einen finsteren Eindruck. Sie schien jedoch trotz den grauen Haaren ebenfalls im Alter von Rikku zu sein. Sie trug ein Schwert und war grösser als Rikku und sie selber.

Sie schien alles andere als glücklich zu sein. Ganz im Gegenteil zu Rikku, die wie ein kleiner Sonnenschein wirkte. Brüderchen war wohl eher einer, der sich im Hintergrund hält. Er fiel nicht besonders auf, was eine echte Leistung war, wenn man die anderen betrachtete.

"Wer ist das?" fragte Paine misstrauisch, was Lizzy gar nicht gefiel. Mutig machte sie einen Schritt nach vorne. "Mein Name ist Lizzy,“ sprach sie mit fester Stimme. "Was suchst du hier?" fragte Paine weiter. "Paine, benimm dich!" tadelte Rikku. "Ich darf doch fragen, oder? Es könnte ja sein, dass sie uns bloss beklauen will. Sie wäre nicht die Erste und auch nicht die Einzige." Paines Blicke ruhten auf Lizzy, die sich nicht rührte und ihrem starren Blick stand hielt.

"Bist du wegen den Sphäroiden hier? Na los, antworte!!!" bluffte Paine als Lizzy ihren Blick nicht abwenden wollte. Schroff stiess sie Lizzy nach hinten. Lizzy ballte ihre Fäuste, richtete sich auf, nahm allen Mut zusammen und schritt entschlossen auf Paine zu.
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