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Träum was schönes

GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18 / Mix
Freddy Krueger OC (Own Character)
10.05.2020
18.05.2020
3
7.366
 
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10.05.2020 2.337
 
[Ihm vor hinein möchte ich gesagt haben, dass diese Ff nur auf den Filmen basiert  und sowohl der Charakter von Freddy als auch seine Vorgeschichte anders sind.
Ich würde mich sehr über Feedback zu meinen OCs freuen und natürlich über jede Form von Kritik.
Viel Spaß beim lesen]



Der klapprige Wagen ihres Stiefvaters fuhr über eine wenig befahrende Landstraße.
Währenddessen betrachtete Somnia die vorbeiziehende Landschaft aus dem geöffneten Fenster und versuchte das Fluchen ihres Vaters zu überhören.
Er war mal wieder angetrunken und sah aus wie ein Obdachloser, der nicht einmal versuchte, eine gewisse Körperhygiene einzuhalten.
Und Somnia fragte sich immer wieder warum dieser Mann noch nie seinen Führerschein verloren hatte und wie er überhaupt an ihn gekommen war.

Er fuhr von der Landstraße ab, auf die Elm-Street.
Somnia sah in der Kiste, die auf ihrem Schoß stand, nach ihren Kopfhörern. Sie konnte diesen Typen nicht mehr ertragen, bis der Wagen auf einmal ruckartig abbremste.
Ihr Stiefvater fluchte und beschimpfte den Radfahrer, der aus einer Seitenstraße gekommen war. Somnia hielt sich die Stirn denn sie hatte durch den Ruck die Kante der Kiste direkt ins Geschichte bekommen.
Der Radfahrer, hatte sein Fahrrad schnell abgestellt und kam zu ihnen gelaufen.
„Endschuldigen sie bitte, normalerweise kommt um diese Uhrzeit kein Auto hier vorbei.“, sagte der junge Mann. Er war ungefähr in ihrem Alter. 16 oder 17.
„Schon gut.“, flüsterte Somnia schon fast. Ihr Stiefvater bedacht ihn nur mit einem finsteren Blick und fuhr einfach weiter.


Er fuhr auf eine ungepflegte Einfahrt, stieg aus und verschwand ohne ein Wort im Haus. Somnia seufzte und sah auf die Umzugskartons hinter sich. War ja klar, dass sie das jetzt auch alles wieder ausräumen durfte.
Sie stieg aus und stellte den Karton mit ihren Habseligkeiten wieder auf den Beifahrersitz.
Das Haus war klein, hatte einen komplett verwilderten Garten und das Eingangstor zum Grundstück war so rostig, wie sie es noch nie gesehen hatte.
Sie öffnete den Kofferraum und holte die erste Kiste heraus. Sie ging zur Haustür und betrat den stickigen Eingangs Bereich.
Zu ihrer linken ging eine Treppe in den ersten Stock und zu ihrer rechten eine offene Tür ins Wohnzimmer, wo ihr Vater bereits auf dem Sofa lag.
Sie nahm also die Treppe nach oben und sah sich dort um es gab zwei Schlafzimmer. Und weil ihr Stiefvater, wenn es um so etwas ging, wie ein Kleinkind war, nahm sie von alleine das kleinere Zimmer.
Den Rest des Tages war sie damit beschäftigt das Auto aus zu räumen und auch schon einige Sachen aus den Kartons in die Schränke zu packen.
Am Abend ging sie in die Küche und begann für das Abendessen zu kochen. Ihr Vater hatte sich währenddessen in sein Zimmer verzogen.
Eigentlich wollte ihr Vater an Sonntagen immer Kartoffelpüree mit Bratwürstchen. Aber heute hatte sie dafür weder die Zeit noch die richtigen Zutaten da, deshalb kochte sie einfach nur kurz Nudeln mit Tomatensoße.
Somnia war in ihrem Leben schon unzählige Male umgezogen und deshalb hatte sie nicht wirklich irgendwelche Freunde. Sie wollte aber auch nicht wirklich welche. Ihr war es einfach zu peinlich anderen Leuten von ihrem Stiefvater zu erzählen und überhaupt kam sie mit Menschen im Allgemeinen nicht so klar.
Sie war ziemlich schüchtern, was von vielen als eingebildet sein, verwechselt wurde und die meisten machten eh schon einen großen Bogen um sie, wenn sie sahen was sie so zeichnete.
Somnia wusste, dass ihr Vater nicht runterkommen würde, wenn sie rufen würde, also machte sie einen Teller fertig und brachte ihn nach oben.
Sie klopfte an, doch niemand antwortete. Sie holte einmal tief Luft und drückte vorsichtig die Tür auf.
Die Kisten stapelten sich in einer Ecke des Zimmers. Die ersten Alkohol Flaschen waren über den Boden verteilt und Ihr Stiefvater saß auf dem Bett und starrte auf den Fernseher, mit einer Flasche in der Hand.
Somnia stellte den Teller mit dem Besteck auf den Nachttisch und wollte möglichst schnell wieder verschwinden, doch da sagte er:
„Was ist das?“
Sie schluckte: „Dein Abendessen.“
Er stand ächzend auf und kam auf sie zu. Instinktive wich sie ein paar Schritte zurück, bis ihr Rücken gegen den Türrahmen stieß.
Er baute sich vor ihr auf. Sein widerlicher Gestank schlug ihr entgegen. Und ohne noch ein Wort zu sagen, schlug er ihr ins Gesicht.
Immer wieder schlug er auf sie ein.
Sie versuchte ihr Gesicht mit den Händen zu schützen, doch sie spürte jeden einzelnen Schlag.
Ihre Lippe platzte auf und sie konnte nichts weiter tun, als es über sich ergehen zu lassen.
Es würde eh nichts bringen sich zu wehren
Irgendwann zog er die Tür auf, schupste sie heraus und schlug sie hinter ihr wieder zu.
Somnia rappelte sich auf und ging zurück in die Küche.
Das Verhalten ihres Stiefvaters war nichts neues und Somnia hatte schon vor Jahren aufgegeben, dass sich daran noch irgendetwas ändern könnte, bis sie volljährig ist und ihn damit bis in alle Ewigkeiten los war.
Sie nahm sich auch etwas zu essen und verschwand damit in ihrem Zimmer.
Sie aß, machte sich Schlafens fertig und kroch unter die warme Decke.

----
Somnia ging die knarzende Treppe hinunter.
Vorsichtig setzte sie einen Fuß vor den anderen und ihre Hand fuhr über das raue Geländer.
Es brannte keine Lampe.
Nur das dämmrige Licht der Straßenlaternen sickerte durch die Fenster und erhellte die staubige Luft.
Sie sah sich um.
Das hier war definitiv ihr neues Haus, doch es sah ganz anders aus.
Genauso dreckig und herunter gekommen doch anders eingerichtet.
Somnia ging in das Wohnzimmer.
In einer Ecke saß ein kleiner Junge und sah wie gebannt auf etwas in seiner Hand.
Er war vielleicht zehn Jahre alt.
Er war abgemagert und seine Kleidung zerfetzt.
Somnia kniete sich vor ihn. „Hallo. Wer bist du denn?“
Doch der Junge sah nicht hoch. Er betrachtete weiterhin das Ding in seinen Händen.
Somnia konnte jetzt sehen was es war.
Es war ein altes Rasiermesser.
Der Kopf des Jungen fuhr ruckartig hoch und Somnia hörte eine Tür hinter sich ins Schloss fallen.
Sie erhob sich und drehte sich um.
Es war ein Mann, der sie auf die schlecht möglichste Art an ihren Stiefvater erinnerte.
Er war groß, ungepflegt und stank genau so schrecklich nach Alkohol.
Somnia stand nun neben dem Jungen.
Er klappte mit zitternden Fingern das Messer zusammen und ließ es unauffällig in seiner Hosentasche verschwinden.
Der Mann kam auf den Jungen zu.
Dieser stand langsam auf und kam ihm langsam und zitternd entgegen.
Den Kopf immer gesenkt, um ihm ja nicht in die Augen zu sehen. Wie bei einem wilden Tier.
Der Mann fing an auf das Kind ein zu brüllen, doch seine Worte waren nur wie ein Rauschen in Somnias Ohren.
Da packte er den Jungen am Kragen und zwang ihn auf die Zehnspitzen.
Somnia war wie erstarrt.
Er begann auf ihn ein zu schlagen immer wieder ins Gesicht und schrie ihn immer weiter dabei an.
Der Junge ließ es über sich ergehen. Er sah zu Boden und hob nur die Arme vor sein Gesicht, um es ein wenig zu schützen.
Da löste sie sich aus ihrer Starre Und rannte auf den Mann zu.
Sie schrie ihn an, er solle den Jungen in ruhe lassen. Sie packte seinen Arm und versuchte ihn auf zu halten.
Doch es brachte alles nichts.
Sie war vielleicht klein und zierlich aber dieser Mann schlug weiter auf den Jungen ein als wäre sie gar nicht da.
Sie schrie weiter. Kämpfte weiter. Doch nichts half.
Es brachte halt nichts sich zu wehren.
---
Und sie wachte schreiend auf.
Sie zitterte am ganzen Körper, war schweiß gebadet und atmete schwer.
Was war das bitte für ein Traum.
Sie stand auf, zog sich an und kämmte sich die Haare.
Sie versuchte über Dinge wie ihre neue Schule nach zu denken, oder ihre neue Klasse. Doch sie konnte das Bild des kleinen Jungen nicht aus ihrem Gedächtnis verbannen.
Sie setzte sich vor ihren Spiegel und begutachtete ihr Gesicht.
Ihre langen, schwarzen Locken umrahmten es. Sie hatte eine kleine mit Sommersprossen bedeckte Stupsnase und grüne Augen.
Ihre geschwollene Lippe war fast nicht mehr zu sehen, doch ihr Auge war etwas bläulich.
Sie seufzte und gab sich die beste Mühe alles mit Makeup abzudecken.
Ihr Vater schlief wahrscheinlich noch und sie schlich möglichst leise die Treppe hinunter.
Irgendwie war sie fast schon erleichtert, dass es nicht so aussah wie in ihrem Traum.
Dennoch huschte ihr Blick kurz zu der Stelle, an der der Junge gesessen hatte.
Sie packte ihre Tasche und machte sich auf den Weg zur Schule.
Es war ein warmer Frühsommertag und Somnia folgte der Straße, bis sie vor ihrer neuen Schule angekommen war.
Das Gebäude bestand vollständig aus roten Backsteinmauern und würde über der Eingangstür nicht ein Schild mit der Aufschrift: „Elm-School“, hängen hätte sie gedacht sie wäre vor dem Gefängnis stehen geblieben. In den Oberen Stockwerken waren sogar einige Fenster vergittert.
Sie holte tief Luft und ging durch das Tor auf den Schulhof, doch bevor sie hinein gehen konnte, kam ihr eine kleine Frau mit Brille und strenger Miene entgegen.
Sie reichte ihr die Hand und schenkte ihr ein lächeln. So sah sie gleich viel weniger furchteinflößend aus.
„Du musst Somnia Voorhees sein.“
Sie nickte und schüttelte lächelnd ihre Hand.
„Ich bin Jamie Krüger, deine neue Klassenlehrerin. Folge mir doch bitte.“
Somnia folgte ihr durch die Flure der Schule und gab sich mühe nicht in die Gesichter der anderen zu sehen, die sie neugierig ansahen.
„Die Treppe runter ist die Cafeteria und die Kunsträume.“, sagte Frau Krüger, als sie im Treppenhaus ankamen.
„Den Flur dort runter ist die Sport- und die Schwimmhalle. In den Obere Etagen sind noch weitere Klassenräume.“
Somnia nickte. Ihre Lehrerin führte sie in die erste Etage zu einem der Klassenzimmer und blieb davorstehen.
„Du musst nicht so nervös sein. In der Klasse sind vielleicht ein paar Idioten aber die Mehrheit ist sehr nett, okay?“
Somnia nickte und rang sich ein kleines Lächeln ab. Ihre Worte hatten sie wirklich ein wenig beruhigt.
„Hier ist noch dein Stundenplan. Wenn du irgendwelche Fragen hast kannst du jederzeit zu mir kommen.“
Somnia nahm ihr den Zettel mit ihren Stunden aus der Hand „Vielen Dank.“
Frau Krüger lächelte sie ein letztes Mal an, setzte wieder eine strenge Miene auf und öffnete die Tür.
Sofort herrschte todesstille und alle Augen waren auf Somnia gerichtet.
Sie spürte schon wieder wie ihre Knie weich wurden. Mit gesenktem Kopf folgte sie frau Krüger und stellte sich neben sie.
„Das hier ist eure neue Klassenkameradin. Stell dich doch mal vor und sag uns was du sonst so machst.“ Sie nickte ihr aufmunternd zu und Somnia schluckte.
„Mein Name ist Somnia Voorhees. Ich bin mit meinem Stiefvater gestern hier in die Gegend gezogen und in meiner Freizeit zeichne ich sehr gerne.“
„Verstehe. Du kannst dich neben Annabell setzten.“
Zum ersten Mal sah Somnia hoch, in das Gesicht eins Mädchens mit kurzen, stacheligen Haaren, die lächelnd auf den Platz neben sich zeigt.
Somnia huschte durch die Reihen und setzte sich auf ihren neuen Platz.
Frau Krüger begann mit dem Unterricht. Somnia gab sich mühe zuzuhören, trotz der Blicke, die auf hier klebten.
In der ersten Pause wollte sie eigentlich nur ihren Block rausholen und zeichnen, doch da stand auf einmal jemand vor ihrem Tisch.
Ihr Blick wanderte an der blauen Jeans und dem weißen Hemd hinauf zu seinem Gesicht. Es war der Junge von gestern, der fast vor ihr Auto gefahren wäre.
„So sieht man sich wieder.“, sagte er mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
„Jack, du kennst sie?“, fragte Annabell von der Seite. Sie trug hohe Stiefel, eine kurze Hose und ein schwarzes T-Shirt, mit einem Ausschnitt, der sicherlich in der Kleiderordnung verboten war. Darüber trug sie eine Lederjacke.
„Ja gestern hat mich ihr Stiefvater fast überfahren.“
„Aber, du bist doch…“
„Ich glaube viel eher du bist ihm fast vor die Reifen gefahren.“, kam es auf einmal von einem Jungen, der auf der anderen Seite von Somnia sitzt.
Auch er trug blaue Jeans und ein weißes Hemd wie Jack, doch er hatte seine braunen Haare fast vollständig abrasiert. Entgegensatz zu Jack, dessen Haare ihm fast bis auf die Schultern reichten.
„Ja, ja, du hast ja recht.“ Jack sah den anderen Jungen an: „Aber Michael du siehst ja richtig scheiße aus.“
„Danke dafür.“
„Nein, nein du siehst halt einfach aus als hättest du die letzte Woche durchgemacht.“
„Ich hab letzte Nacht nicht gut geschlafen. Ich hab von so einem Verrückten mit Filzhut geträumt.“
Da tauchte noch ein Junge mit strubbeligen schwarzen Haaren auf und setzte sich auf einen Stuhl neben Annabell: „Also ich habe wunderbar geträumt. Du kamst drin vor.“
Er grinste Annabell vielsagend an. Doch sie verdrehte nur lachend die Augen.
Jack schüttelte den Kopf und wandte sich wieder an Somnia. „Das ist Tobin und ich bin ja der festen Überzeugung, dass Annabell irgendwann mit ihm Schluss mach wird, wenn er nicht aufhört sie überzeugen zu wollen, sich die Haare länger wachsen zu lassen.“
„Ich steh nun mal auf lange Haare, tut mir leid.“
Annabels Grinsen wurde breiter. „Dann kannst du ja anfangen Jack zu daten.“
Tobin sah kurz so aus, als würde er es sich überlegen, doch dann fingen alle an zu lachen. Auch Somnia konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Nur Michael lag mit dem Kopf auf dem Tisch.
„Meine Güte was hast du bitte geträumt. Das du so fertig bist?“, fragte Tobin.
„Wie gesagt von einem Typen mit Filzhut und gestreiften Pulli und sein Gesicht war von Brandnarben übersäht. Außerdem waren da so komische Kinder, die haben die ganze Zeit so ein Lied gesungen.“
Annabell runzelte die Stirn. „Was für ein Lied?“
„Ich habe es bis da noch nie gehört, aber ich kann mich immer noch an den Text erinnern.
1,2 Freddy´s coming for you.
3,4 better lock your door.
5,6 grab your crucifix.
7,8 gonna stay up late
9,10 …. Never sleep again. „



[Vielleicht ist es euch ja schon aufgefallen, aber ich habe viele Referenzen zu anderen Horror Filmen eingebaut. Einige werden noch von Wichtigkeit sein andere sind nur so zum Spaß. ]
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