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Bemily Oneshots

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
10.05.2020
17.02.2022
39
71.029
4
Alle Kapitel
84 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
20.05.2020 1.467
 
Hi Leute,
Nach dem die letzen Oneshots, sehr dramatisch und emotional waren,  gibt's heute etwas seichtere Kost, viel Spaß;)

Emily war aufgeregt. Wer wäre es auch nicht, wenn man seinen selbstgeschriebenen Song in einem richtigen Studio aufnehmen würde. Doch es gab noch einen viel größeren Grund warum, Emily Herz ihr vor Aufregung bis zum Hals schlug. Niemand geringeres als Beca Mitchell würde ihren Song produzieren, die Frau die ihre Gefühle das gesamte letzte Jahr ziemlich auf den Kopf gestellt hatte.
Emily musste zugeben, das sie schon lange bevor sie nach Barden gekommen war und sich auf YouTube Auftritte der Bellas reingezogen hatte Beca immer am hübschesten fand, doch kein Video auf der Welt hätte sie darauf vorbereiten können wie gut Beca eigentlich in Wirklichkeit aussah und seit dem Emily ihr das erste Mal auf der Treble-Party begegnet war, war sie Hals über Kopf in ihre Gruppenanführerin verknallt. Dabei hatte sie Beca gar nicht mal so oft gesehen, was sie wie sie jetzt wusste an dem Praktikum bei der Plattenfirma gelegen hatte und totzdem hatte Emily Herz jedesmal einen Satz gemacht, wenn ihr Blick während des Trainings auf sie gefallen war oder ihre Schulter Beca beim Vorbeigehen kurz gestreift hatte. Zwar wusste Emily, dass es sinnlos war sich Hoffnungen zu machen das Beca das jemals ihre Gefühle erwidern würde, sie war ja immerhin mit Jesse zusammen, aber trotzdem…der Gedanke daran, einen ganzen Nachmittag nur mit Beca zu verbringen, ließ ihr Herz schneller schlagen.
,,Okay, Nachfahrin. Bist du soweit?“, riss Beca sie aus ihren Gedanken und Emily blickte von ihrem Platz auf den Stufen vor dem Haus der Bellas zu ihr hinauf. ,,Ähm…Ja, klar“, stammelte Emily, während sie sich aufrichtete und dabei angestrengt versuchte, nicht auf Becas Lippen zu starren. ,,Alles klar, dann können wir ja losfahren.“, antwortete die kleine Brünette und blickte mit einem Lächeln zu Emily auf, was das Herz der jüngsten Bella komplett verrückt spielen ließ.
Während der Fahrt zum Tonstudio sagte keiner der beiden ein Wort. Emily hatte den Kopf zu Beca gedreht und beobachtete sie, doch als Beca für einen kurzen Moment ihr Gesicht Emily zuwandte, drehte sie schnell den Kopf weg und blickte aus dem Fenster, damit Beca die Röte die Emily ins Gesicht geschossen war  nicht bemerkte.

,,So, hier sind wir!“, sagte Beca als sie in das Studio traten. ,,Wow…“, flüsterte Emily als sie sich umsah. Sie hatte zwar schon vorher gewusst wie Tonstudios aussahen, aber selbst in einem drin zu stehen, war doch ein bisschen überwältigend für sie.
Emily sah das Beca schmunzelnd zusah wie sie sich mit großen Augen im Studio umherblickte. ,,Gefällt’s dir?“, fragte sie. ,,Ja, es ist…toll!“, sagte sie und strahlte die ältere an, die das Lächeln vorsichtig, aber aufrichtig erwiderte, ,,Na dann können wir ja loslegen. Wir haben noch etwas mehr als fünf Stunden, bis mein Chef kommt.“.
Und so verbrachten sie die nächsten anderthalb Stunde damit zu überlegen wie sie den Song musikalisch untermalen sollten. Emily gefiel es mit Beca zusammenarbeiten, denn jedesmal wenn sie einen Vorschlag machte, hörte Beca immer interessiert zu oder fragte sie oft nach ihrer Meinung und die Art wie sie Emily dabei voller Interesse ansah ließ ihr Herz höher schlagen. Bei Aufnehmen des Gesangs verhielt es sich ähnlich. Beca ließ Emily bei der Art und Weise wie sie den Song sang größtenteils freie Hand und gab nur hin und wieder mal ein paar Verbesserungsvorschläge. Jedesmal wenn Emily durch die Glasscheibe zu Beca sah, lächelte diese sie aufmunternd und voller Stolz an, was Emily förmlich im siebten Himmel schweben ließ. ,,Reiß dich zusammen!“, ermahnte sie sich im Stillen, ,,Beca empfindet nicht dasselbe für dich, also hör auf dir Hoffnung zu machen!“.
Nach dem Aufnehmen, verließ Emily die Gesangskabine und setzte sich neben Beca ans Mischpult während diese den Song fertig zu mixen begann. Fasziniert beobachte sie wie konzentriert und was mit einer Zielstrebigkeit Beca an den Reglern drehte und völlig in ihrem Element war.
Das Licht im Tonstudio ließ Becas Haare in einem ganz ungewohnten Glanz erstrahlen und Emily fand dass sie schöner war als je zuvor. Am Liebsten hätte sie sie auf der Stelle geküss-  Nein! So durfte sie nicht denken!
,,So…“, seufzte Beca und ließ sich in ihrem Stuhl zurückfallen, ,,Ich glaub mehr gibt’s hier nicht zu tun. Jetzt müssen wir nur noch auf meinen Boss warten.“
Irgendwie war Emily enttäuscht dass sich ihr Nachmittag mit Beca dem Ende zuneigte. Sie hatte die letzten Stunden genossen, vielleicht sogar geliebt, keine Frage, aber es hatte sich so kurz angefühlt…
,,Weißt du was, Nachfahrin.“, sagte Beca plötzlich, ,,Ich glaube dir schwebt eine große musikalische Zukunft bevor.“. ,,Meinst du?“, fragte Emily etwas überrumpelt.  ,,Ja, du kannst gute Text schreiben, kannst super singen, siehst gut aus, bist witzig…“. Emily wurde knallrot, als Beca sie so überschwänglich lobte. ,,Die Leute würden dein Zeug echt feiern und…und dich! Dich, als Person würden sie auch feiern!“, betonte Beca und legte ihre Hand sanft auf die von Emily, was deren Herz stehen blieben ließ.
Ihre Blicke trafen sich und Emily wäre am liebsten in dem Blau von Becas  Augen versunken.  Ihr Herzklopfen dröhnte in Emily Ohren und mit einem Schlag war jeder  klare Gedanke wie weggewischt.
Und dann tat Emily etwas sehr mutiges aber auch sehr unüberlegtes: Sie beugte sich nach vorne und presste  ihre Lippen auf Becas. Doch in dem Moment in dem sie bemerkte, was sie eigentlich da gerade tat, schreckte sie erschrocken zurück. ,,Oh mein Gott!“, stammelte sie und sprang von ihrem Stuhl auf, ,,Es…tut mir so Leid, Beca!….Gott, ich…“. Emily traute sich nicht Beca in die Augen zu sehen also drehte sie sie sich einfach um, ,,Ich…Ich sollte gehen“, murmelte sie und spürte einen dicken Kloß im Hals. Plötzlich schlang sich eine Hand um Emily’s Handgelenk und so drehte sie sich doch zu Beca um, ohne ihr aber dabei in die Augen zu sehen. ,,Beca ich...t-tut mir l-leid, d-das war dumm von mir, ich weiß...Ich v-versteh wenn d-du nie wieder mit mir reden-“. Emily’s Gestammel wurde von Beca unterbrochen, die  ihre Hand vor Emily’s Mund presste und endlich wagte Emily es Beca in die Augen zu sehen
Beca hatte alle möglichen Emotionen in Becas Gesicht erwartet: Abneigung vielleicht sogar Wut, aber auf gar keinen Fall hätte sie mit dem Lächeln gerechnet, dass sich jetzt langsam auf dem Gesicht der Frau die sie gerade noch geküsst hatte ausbreitete.
,,Du- Du bist nicht sauer?“, platze es schließlich aus Emily heraus, woraufhin sie Beca Stirnrunzelnd ansah, ,,Wieso sollte ich sauer sein?“. ,,Na...weil du...“, stammelte Emily verunsichert,,...doch mit- doch mit Jesse zusammen bist...“. ,,Oh...naja...also was das angeht...“, Beca wirkte plötzlich verlegen, ,,...ich hab euch das nie so richtig erzählt...Ähm...Jesse und ich wir....wir sind nicht mehr zusammen.“. ,,Was?!“,flüsterte Emily , ,,S-Seit wann und wieso?!“. ,,Naja, also, dadurch das ich neben den Bellas jetzt auch noch das Praktikum, naja hatte ich irgendwie nie mehr so richtig für ihn und da hab ich irgendwie gemerkt, dass...dass mir unsere Beziehung halt...nicht mehr so wichtig ist und...ich ihn jetzt als Kumpel mehr mag....und kurz nach Weihnachten, haben wir uns dazu entschieden, dass es besser wäre... wieder nur Freunde zu sein...“.  ,,Oh...“, flüsterte Emily. ,,Außerdem...“, fügte Beca noch hinzu und sah Emily dabei vielsagend an, ,,hat ein gewisses neues Mitglied der Bellas, vielleicht  mich auch etwas fühlen lassen, was ich bei Jesse nie gefühlt habe...“
Emily starrte Beca mit offenen Mund an. Warte? Sollte das etwa heißen-. Beca stellte sich auf die Zehenspitzen und presste einen Kuss gegen Emily’s Lippen. Emily war für einen Moment wie erstarrt. Beca küsste sie... War das wahr? War das alles nur ein Traum? Zögerlich erwiderte Emily den Kuss. Es war besser als sie es sich je hätte erträumen können. Becas rechte Hand schlang sich um Emily Nacken und sie vertiefte den Kuss, indem sie Emily’s Kopf noch näher zu sich heran zog.
Keiner von beiden wollte den Kuss beenden, doch irgendwann mussten sie sich dann doch von einander lösen, um Luft zu holen.
,,Daran…“, flüsterte Emily schwer atmend, ,,..könnte ich mich gewöhnen.“. ,,Beca, ebenfalls außer Atem, lachte nur und Emily beugte sich nach unten um die Lücke zwischen ihnen wieder zu schließen, doch dann-
,,Also Reggie, dann zeig mal was du für mich hast.“ und sofort sprengten die beiden auseinander, als Becas Boss, in das Studio trat.

So das wars mit diesem Oneshot. Ich hoffe euch hat gefallen. Falls ihr irgendwelche Storyideen für weitere Oneshots habt, könnt ihr die mir gerne schreiben;) Ich wollte mich auch nochmal für die fast 200 Aufrufe bedanken, hätte nicht gesagt, dass diese Geschichte und dieses Ship soviel Anklang findet.
Bis zum nächsten Mal,
Lion 2000
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