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Bemily Oneshots

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
10.05.2020
17.02.2022
39
71.029
4
Alle Kapitel
84 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
11.03.2021 1.865
 
Hey guys, willkommen zu Tag 5! Auf dieses Thema habe ich mich besonders gefreut, da ich ein Riesen Superhelden-Fan bin:)
Hoffe euch gefällt’s;)


,,Wie glaubst du ist das Leben als Superheldin, wohl?“, fragte Emily mit verträumten Blick auf den in der Ecke des Fast-Food-Ladens hängenden Fernseher. Beca folgte ihrem Blick zu dem Bildschirm, auf denen gerade eine Nachrichtensendung von der neusten Tat von New Yorks Heldin ,,Spider-Woman“ berichtete. ,,Keine Ahnung,“ antwortete Emilys Mitbewohnerin schulterzuckend, während sie sich eine weitere Pommes in den Mund schob ,,Wahrscheinlich nen bisschen stressig, oder? Sind ja täglich immer nen Haufen Krimineller, um die sie sich kümmern muss.“. Emily summte nur als Antwort.
Die maskierte Heldin, in dem rotblauen Anzug, schwang sich schon seit einigen Monaten durch die Straßen New Yorks und Emily hatte sie schon die ganze Zeit irgendwie cool gefunden, doch seit dem sie vor kurzem selbst von der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft gerettet wurde, war sie komplett von der Heldin fasziniert.
,,Sag mal kann es sein,“, fragte Beca jetzt mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht, ,,das du ein bisschen in Spiderwoman verschossen bist?“. ,,W-Was...nein gar nicht!“, stammelte Emily, spürte allerdings wie ihr leicht die Hitze ins Gesicht stieg. ,,Bist du wohl,“, ,,Nein, bin ich nicht!“, ,,Bist du aber so was von.“. Stöhnend vergrub Emily das Gesicht in den Händen, ,,Können wir bitte das Thema wechseln?“, doch Becas Grinsen wurde nur noch breiter. ,,Hör auf dich über mich lustig zu machen!“. ,,Ich mach mich gar nicht über dich lustig.“, beschwichtigte sie Beca, allerdings ohne ihr Lächeln fallen zu lassen, ,,Ich kann ja verstehen das du sie toll findest.“. Und damit war das Thema, auch schon wieder gegessen, allerdings fiel Emily auf, das Beca für den restlichen Abend, die ganze Zeit in sich hinein grinste.

Es war schon dunkel, als sie beide den Laden verließen und graue Wolken am Himmel deuteten sehr bald kommenden Regen an. ,,So, ähm...ich muss noch was erledigen...“, meinte Beca jetzt, ,,Du kannst schon allein zurück zum Campus gehen...“. Emily runzelte die Stirn, da Beca in letzter Zeit immer abends noch was zu erledigen hatte, doch sie fragte nicht nach und meinte nur schulterzuckend, ,,Okay...dann bis später.“, bevor sie sie noch zum Abschied umarmte. ,,Gerade bloß nicht wieder in Schwierigkeiten...“, murmelte Beca. ,,Keine Sorge...ich bin schon vorsichtig.“, meinte Emily lachend, als sie sich voneinander lösten.
Kaum das sie sich voneinander getrennt hatten, fing es auch schon an zu regen, weshalb Emily sich ihre Kapuze überzog, während sie die bereits sehr dunkle und verlassene Gasse entlang lief. Nicht merkend, das ihr jemand folgte....

,,Das wars wohl mit nicht in Schwierigkeiten geraten.“, schoss es Emily unwillkürlich durch den Kopf, als sie hinter sich das Klicken einer Pistole hörte und eine Männerstimme sie dazu aufforderte ihm ihre Tasche zu geben. Aus dem Augenwinkel sah Emily, drei weitere Männer aus den Schatten treten, vermutlich gehörten sie zu dem Kerl hinter ihr. Das Pochen ihres Herzens ausblendend, drehte sich Emily um und hielt dem Gangster die Tasche hin, doch gerade als er danach greifen wollte, trat Emily ihm mit voller Kraft gegen sein Schienbein. Überrascht und vor Schmerz aufjaulend taumelte der Kerl zurück und Emily nutzte den Überraschungsmoment, um sich an dem Typen vorbei zu schlüpfen, doch einer der anderen Gangster hechtete ihr hinterher und hielt sie am Arm fest. Emily versuchte sich loszureißen, doch als ihr das nicht gelang, rammte sie schließlich den Ellbogen ihres freien Armes, in sein Gesicht. Erschrocken ließ der Gangster ihren Arm los und hielt sich beide Hände vor das jetzt blutende Gesicht.
Jetzt kamen aber die restlichen beiden Gauner von beiden Seiten auf sie zu gesprungen und da Emily nicht auf beide gleichzeitig achten konnte, dauerte es nicht lange, bis sie zu Boden gestiegen. Mit einem dumpfen Schlag, traf ihr Kopf auf dem Asphalt auf und für einen Blick lang sah sie Sterne. Völlig orientierungslos versuchte sie sich aufzurappeln, doch ehe sie sich‘s versah,  wurde sie von hinten von einem der Typen in den Schwitzkasten genommen und auf die Füße gezogen. Sekunden später spürte sie wie der Lauf einer Pistole gegen ihre Schläfe gedrückt wurde und sie spürte den heißen Atem des Mannes gegen ihrem Ohr, als er zischte, ,,Das hier hätte nicht so enden müssen, hättest du mir einfach deine Tasche gegeben....“. Emily versuchte sich loszureißen und um Hilfe zu schreien, doch der Kerl drückte seinen Arm so fest um ihren Hals, das kein Laut hervordringen konnte.
,,Also jetzt mal ehrlich Jungs, behandelt man etwa so eine Lady?“, ertönte es plötzlich aus den Schatten und ehe einer der Gangster so richtig begriff was los war, schwang sich auch schon ein Schatten vom oben herab und beförderte einen der Kerle mit einem Tritt gegen den Rücken zu Boden. Der Typ der sie festhielt lockerte vor Schreck seinen Griff und Emily nutzte die Gelegenheit um sich loszureißen. Taumelnd und mit immer noch pochendem Kopf, stolperte sie an den Rand der Gasse, während Spiderwoman sich um die Bande kümmerte. Die Heldin agierte so schnell, das Emily gar nicht richtig hinter her kam und sie war sich sicher, das die schnellen Reflexe definitiv eine weitere Superkraft von ihr war. Gerade als Spiderwoman mit dem einzigen sich noch auf den Beinen befindenden  Gangster zu tun hatte, rappelte sich der Kerl der Emily vorher festgehalten hatte sich wieder auf die Beine und richtete seine Pistole von hinten auf die Heldin. Kurzerhand packte Emily einen auf dem Boden liegenden Stein und warf ihn auf den Gangster . Das Geschoss traf ihn mit voller Wucht am Rücken und schickte den Typen auf die Knie. Als Spiderwoman sich jetzt zu ihm umdrehte, nahm er sofort reiß aus. ,,Wirst du ihn nicht verfol-“, fing Emily an, doch als sie sich zu der Heldin umdrehte, stellte sie überrascht fest, das von ihr jegliche Spur fehlte.
Verwirrt trat Emily tiefer in die Mitte der Gasse und blickte in die Schatten. ,,Spiderwoman?“, ,,Ich bin hier.“. Überrascht wirbelte Emily herum und lachte kurz ungläubig auf, als sie die Heldin kopfüber hängend sich an einem dicken, weißen, festen Netzfaden , der vermutlich an einer Dachrinne festgemacht war, festhaltend hinter sich erblickte. ,,Du musst wirklich mal versuchen dich aus Schwierigkeiten rauszuhalten.“, meinte die Heldin und ihre Stimme klang etwas tiefer, ganz so als würde sie einen Stimmenverzerrer oder so etwas in der Art benutzen. ,,Wenn du aber immer kommst, um mich zum retten, begebe ich mich gerne in Gefahr.“, meinte Emily schulterzuckend und mit dem Anflug eines Grinsen. Daraufhin lachte Spiderwoman sogar kurz, meinte dann aber in einem ernsten Tonfall, ,,Aber vielleicht werde ich eines Tages nicht rechtzeitig da sein. In dieser Stadt gibt es so viele Kriminelle die Ich bekämpfen muss, da kann ich nicht auch noch ein extra Auge auf dich haben.“. Emily nickte verstehend, ,,Ja, keine Sorge...ich werd mich schon aus Ärger raus halten.“. ,,Versprochen?“. ,,Versprochen!“. ,,Gut. Und die Wunde an deinem Kopf, solltest du lieber nochmal untersuchen lassen, sieht übel aus.“. Erst jetzt bemerkte Emily die klebrige, rote Flüssigkeit, die ihre Wange hinab lief und sie spürte wie sich um sie herum alles leicht drehte, aber vielleicht war das auch der Tatsache geschuldet, das sie es immer noch nicht fassen konnte, das sie bereits ein zweite Mal von Spiderwoman gerettet und gerade tatsächlich eine richtige Unterhaltung, wenn man es denn so nennen konnte, mit ihr führte.
Der Regen prasselte mittlerweile immer heftiger auf den Asphalt und Emily war bereits komplett durchnässt, doch aus irgendeinem Grund nahm sie das in dem Augenblick kaum war. Nach dem für einen Augenblick eine unsichere Stille zwischen ihnen geherrscht hatte räusperte sich die Heldin kurz, ,,Okay, ähm...ich schwing dann mal lieber wieder weg...“. ,,Warte!“, platzte es plötzlich aus Emily heraus, als ihr eine Idee kam, die ihr kaum das sie durch ihren Kopf geschossen kam, eigentlich total dumm vor kam. Trotzdem fragte sie ganz langsam und zögerlich , ,,Kann ich...mich, also ich...Ich möchte mich nochmal besonders  bedanken...“.
Daraufhin sah die Heldin sie für einen Moment mit leicht schräg gelegten Kopf an, was aufgrund ihrer kopfüber hängenden Position schon fast etwas komisch aussah, bevor sie etwas zögerlich antwortete, ,,Okay...“.
Emily schluckte kurz, als sie langsam näher zu der Heldin herantrat und die Hand ausstreckte. Als ihre Finger, den Saum von Spiderwomans Gesichtsmaske fanden, begann Emily ganz vorsichtig und langsam den Stoff nach unten zu krempeln. Fast augenblicklich löste die Heldin ihre eine Hand von dem Netzfaden, an dem sie sich gerade fest hielt und schlang sie warnend um Emilys Unterarm ,,Ich trage aus gutem Grund diese Maske!“. ,,Ich weiß.“, machte Emily nur und hörte auf als Spiderwomans untere Gesichtshälfte frei gelegt war , ,,Damit ich das machen kann, was ich vorhabe, brauchst du auch nicht komplett die Maske abziehen.“. Spiderwoman öffnete den Mund als ob sie fragen wollte, was Emily vorhatte, doch bevor ein Wort über ihre Lippen gleiten konnte, beugte sich die Brünette nach vorne und presste ihre Lippen gegen die der Superheldin.
Im ersten Augenblick, war die Heldin wie erstarrt, doch nach einigen Sekunden und zur Emilys freudiger Überraschung erwiderte sie den Kuss, wenn auch etwas vorsichtig. Spiderwomans Lippen waren weicher, als Emily erwartet, aber dennoch fühlte es sich besser an, als sie es ich je hätte vorstellen können. Irgendwann spürte Emily wie die Heldin eine Hand an ihren Hinterkopf legte, wodurch sie noch näher zu ihr heran gezogen wurde und obwohl Emily von dieser Geste etwas überrascht war, lehnte sie es in keinster weise ab.
Das ganze hier fühlte sich so unfassbar surreal für Emily an. Immerhin stand sie gerade hier im strömenden Regen und küsste die kopfüber hängende Superheldin New York City‘s. Das war eigentlich eine Szene die so nur in einem Hollywood-Film stattfinden könnte, aber andererseits fühlte sich das ganze hier zu gut an, als das es Emilys sich in einem Traum zusammenreimen hätte können.
Emily wusste nicht wieviel verstrichen war, als sie den Kuss beendete und Spiderwomans Maske wieder nach oben krumpelte. Ihr Kopf schwirrte ein wenig, als sie wieder einen Schritt zurück trat und für einen Moment, sah sie einfach nur sprachlos die Superheldin anblickte. ,,Es war schön dich wieder zu sehen, Emily.“, ,,Woher kennst du meinen-“ Doch bevor Emily ihre Frage zu Ende aussprechen konnte, Schwang sich die Heldin sich auch schon wieder hoch in die Lüfte und davon.
Mit einem leichten Schmunzeln auf dem Gesicht blickte Emily für einige Minuten einfach nur in die Richtung in der die Superheldin verschwunden war. Der Regen prasselte kalt und nass auf ihr Gesicht und sie schmeckte den metallischen Geschmack des von ihrer Platzwunde runterlaufendem Blutes auf ihrer Zunge, doch all das kümmerte Emily im Augenblick nicht. Immerhin hatte sie gerade die Gelegenheit bekommen, ihren Superhelden-Crush zu küssen und das konnte ja nicht gerade jeder von sich behaupten.
Dennoch...irgendwie war Spiderwoman Emily so bekannt vorgekommen. Die Stimme war zwar verzerrt gewesen, aber trotzdem hatte ihre Stimme und auch die gesamte Art wie sie gesprochen hatte, in Emily’s Ohren so vertraut geklungen.
Sie fragte sich nur, wieso...



So, das wars für heute. Ihr habt wahrscheinlich gemerkt, das dass Ende noch etwas offen ist und der Oneshot zu Tag 7, wird tatsächlich auch so etwas wie der zweite Teil zu dem Oneshot hier;)
Bis morgen;)
LG Lion 2000
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