Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Bemily Oneshots

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
10.05.2020
17.02.2022
39
71.029
4
Alle Kapitel
84 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
16.05.2020 2.274
 
Hi, Leute!
Ähm...Also der zweite Teil ist jetzt doch länger geworden als erwartet, also habe ich jetzt daraus einen Dreiteiler gemacht(sorry?). Der dritte Teil ist dann aber auf jeden Fall der letzte!!!!
Kleine Vorwarnung, das Kapitel hier ist sehr emotional und ich musste beim Schreiben öfters meine Tränen zurückhalten...
Aber trotzdem viel Spaß beim Lesen;)
LG Lion 2000

Beca‘s Knie zitterten vor Nervosität, als sie mit den restlichen Bellas im Wartezimmer saß und darauf wartete, dass es Neuigkeiten von Emily gab. Beca versuchte so zuversichtlich wie möglich zu bleiben, dass sie es schaffte, doch jeder Minute die verstrich, schwand ihre Hoffnung, dass sie Emily je lebend wiedersehen würde, dahin.
Als endlich eine Krankenschwester das Wartezimmer betrat, und nach den Angehörigen von Emily Junk fragte, standen die Bellas alle auf und traten an die Schwester heran. ,,Ihre Werte sind stabil, aber sie hat viel Blut verloren.“, klärte sie die Ärztin sie auf, ,,Damit ihr Körper sich komplett erholen kann, wurde sie erstmal ins künstliche Koma versetzt.“. Bei diesen Worten blieb Beca fast das Herz stehen, doch sie versuchte ruhig zu bleiben. ,,U-Und, wie lange wird...wird das Koma andauern?“, fragte sie mit leicht zittriger Stimme. ,,Für‘s erste zwei Wochen und je nachdem wie ihr Zustand ist, wird sie aufgeweckt, oder das Koma wird verlängert.“.
Die Bellas nickten alle stumm. Als die Ärztin nach Emily‘s Familie fragte, gab Beca ihnen die Telefonnummer von Emily’s Eltern, damit diese informiert werden konnten. Beca war nur froh drum, dass sie Emily’s Eltern nicht persönlich sagen musste, was mit ihrer Tochter passiert war. Nachdem die Ärztin gegangen war und die Bellas wieder allein waren, sagte keiner ein Wort.
Beca schloss für einen Moment lang die Augen und versuchte das zu verarbeiten, was gerade geschehen war. Konnte das wirklich wahr sein, dass Emily-ihre Emily-tatsächlich ins Koma versetzt wurde. Wäre es für einen festen Zeitraum, könnte Beca noch damit leben, aber man wusste ja noch nicht, ob es bei den zwei Wochen bleiben würde. Was wenn sie das Koma weiter verlängern mussten? Was wenn ihr Körper sich nicht mehr richtig erholen konnte und sie irgendwann entscheiden würden, die Geräte aus zu schalten.
Verzweiflung und Angst überschwemmten Beca und schreiend rammte sie ihre Faust gegen die Wand des Warteraums.
Ein lautes Knacken verriet ihr, dass sie sich ihre Hand vermutlich geprellt hatte, doch Beca spürte kaum etwas. Zitternd holte sie tief Luft und lehnte ihre Stirn gegen die Wand und versuchte ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten, aber irgendwann gab Beca sich doch ihren Emotionen hin und ein erstes Schluchzen entfuhr ihr.
Beca spürte wie ihre Knie nachgaben, doch bevor sie endgültig zusammenbrechen konnte, schlangen sich zwei Arme um sie. Beca drehte sich um und durch einen Schleier aus Tränen, konnte sie Chloes rote Haare ausmachen und das nächste was sie wahrnahm war, dass sie in eine feste Umarmung gezogen wurde und Beca, gab sich der Umarmung einfach hin, während sie von markerschütternden Schluchzern geschüttelt wurde.
Nach wenigen Minuten, schlangen sich noch mehr Arme um sie herum, bis sich alle Bellas, allesamt weinend in einer großen Gruppenumarmung wiederfanden und Beca war zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich froh über eine Umarmung war.

Stunden später saß Beca, ihre geprellte Hand in einer Schiene und mit dem Rücken zum Fenster, immer noch Wartezimmer, das durch das Licht der aufgehende Sonne in ein orange-rotes Licht getaucht wurde.
Die anderen Bellas waren ebenfalls hier geblieben und hatten sich fast ausschließlich  an die Wand oder gegeneinander gelehnt und versuchten zu schlafen. Die einzigen die nicht schlafen zu versuchten oder es nicht konnten, waren sie, Chloe und Amy.
Gerade Amy war ungewöhnlich ruhig gewesen, seit dem sie erfahren hatten wie es um Emily stand und selbst nicht mal sie schien diese Situation mit irgendeinem Spruch auflockern zu versuchen, wie sie es sonst tat. Becas Handy vibrierte und als sie auf das Display blickte sah sie das sie eine Nachricht von Emily’s Mutter erhalten hatte, in der stand dass sie und ihr Mann den nächsten Flug nach Frankreich genommen hatten und dort direkt zum Krankenhaus kommen würden. Außerdem versprach sie ihr dass sie den Ärzten sagen würden werden, dass Beca und die Bellas zur Familie gehörten und Emily sehen durften. Über letzteres freute sich Beca nicht so wie man vielleicht denken würde.
Sie wusste nicht genau wieso, aber irgendwie missfiel ihr die Idee an Emilys Bett zu stehen ohne mit ihr reden zu können und einfach nur auf den leblosen, an irgendwelchen Geräten angeschlossenen Körper ihrer Freundin zu starren...
,,Es tut mir leid, Beca“, kam es plötzlich von Amy und Beca und sah sie verblüfft an, da sie nie gedacht  hätte, dass sie diese Worte jemals aus Amy’s Mund hören würde.
,,Was tut dir leid?“,fragte Beca mit rauer Stimme. ,,Das…Das ich nicht rechtzeitig gekommen bin.“, antwortete Amy, ,,Wenn ich vor dem Ende des Countdowns da gewesen wäre, wäre Emily nie verletzt worden.“. Überrascht sah Beca Amy an, in deren Gesicht sich eindeutig die Schuldgefühle abzeichneten.
,,Amy, dass ist doch Quatsch!“, widersprach Beca ihr und legte ihr tröstend ihre unverletzte Hand auf die Schulter ,,Ich weiß, dass du so schnell wie möglich versucht hast zu uns kommen. Das was mit Emily-“. Beca  schluckte schwer, als sie an die Ereignisse auf dem Boot zurückdachte und musste erst einmal tief Luft holen, um nicht wieder in Tränen auszubrechen, bevor sie fortfuhr, ,,Das was mit… mit E-Emily passiert ist, war nicht deine Schuld!“. Amy schniefte leise und Beca zog sie in eine  Umarmung.
,,Naja, die USO-Tour ist jetzt für uns wohl vorbei, oder?“, kam es plötzlich von Aubrey, die doch nicht so sehr geschlafen hatte, wie angenommen, ,,Also nicht, dass das jetzt wichtig wäre! Ich- Ich wollte nur wissen, ob-“.
,,Wir wären, sowieso nicht als Gruppe aufgetreten.“, fiel es Beca wieder ein. Als die anderen sie daraufhin fragend ansahen erklärte sie ,,Als ihr entführt war ich bei DJ Khaled und er hat mir gesagt, dass er sich nicht führ uns als Gruppe, sondern nur für mich entschieden hat aber ich werde ihm einfach sagen, dass ich nicht auftreten werde und er einfach-“. ,,Wieso trittst du denn nicht auf?“, fragte Chloe verwirrt und die anderen Bellas, die mittlerweile alle aufgewacht waren, sahen Beca verständnislos an:
,,Das ist doch voll die große Chance, Beca!“, ,,Es ist doch egal, ob wir als auftreten oder nicht?!“, ,,Emily würde wollen, dass du diese Chance nutzt“, ,,Emily-“.
,,Emily ist doch der Grund, warum ich nicht auftreten will!“, schrie Beca die anderen schon fast an, ,,Ich...Ich könnte nicht auftreten und in die Zuschauermenge sehen, o-ohne da-daran zu d-denken, d-dass E-Emily n-nicht d-da ist...“. Beca’s Stimme brach schon wieder und eine Träne rollte ihre Wange hinab. Wütend wischte sie sie weg und musste sich erst wieder einmal beruhigen.
,,Tut mir leid Beca,“, flüsterte Chloe mit Tränen in dem Augen, ,,D-Das haben w-wir nicht bedacht.“. ,,Ist schon gut...“, seufzte Beca, die plötzlich unfassbar müde wurde und sie entschied, dass es vielleicht besser für sie wäre, wenn sie versuchen würde zu schlafen, also stand sie auf und legte sich an der gegenüberliegenden Wand einfach auf den Boden. Bevor Beca wegdämmerte, spürte sie noch wie Amy ihre Jacke über sie warf und Beca murmelte noch ein leises ,,Dankeschön.“, bevor der Schlaf sie endgültig übermannte.

Als sie viele Stunden später von Chloe wachgerüttelt wurde, murmelte sie ganz verschlafen, ,,Wie? Was is los? Geht‘s Emily gut?“, während sie sich langsam aufsetzte. ,,Emily‘s Eltern sind vor etwa ner halben Stunde angekommen und sind jetzt bei Emily im Raum und ich soll dir von ihnen sagen, dass du wenn sie fertig sind auch rein darfst. ,,Oh...“, brachte Beca nur raus. ,,Willst du etwa nicht zu ihr rein?“, fragte Chloe sie leicht überrascht. ,,Ich mein irgendwie will ich sie ja schon sehen,“, erklärte Beca, ,,aber.... ich-ich stell mir dass irgendwie komisch vor, sie da...da einfach so zu liegen und nicht mit ihr reden zu können...“. ,,Du kannst ja mit ihr reden. Der Arzt meinte, dass sie einen hören kann.“, meinte Chloe. ,,Ja, aber antworten kann sie nicht,oder?“, wand Beca ein. Daraufhin herrschte für einen Moment Stille zwischen den beiden.
,,Es zwingt dich keiner das zu tun, Beca“, stellte Chloe schließlich klar, ,,Wenn du nicht zu ihr hinein willst, ist das völlig okay.“. ,,Ja, ich weiß.“, murmelte Beca und sagte eine Zeit lang nichts mehr und auch Chloe schwieg, was Beca sehr begrüßte.     Als Beca fragte, wo denn die anderen seien, meinte Chloe nur, dass sie wieder ins Hotel gegangen seien, aber im Laufe des Tages nochmal im Krankenhaus vorbeischauen wollten.
Nach etwa fünfzehn Minuten, kamen Emilys Eltern in das Wartezimmer und zu Becas verwundernden schienen die beiden ihre Gefühle ziemlich gut unter Kontrolle zu haben und waren in einem besseren Zustand als der in dem Beca noch vor wenigen Stunden war. Mrs. Junk nahm Beca sofort in den Arm, als ob sie Becas innerliche Verzweiflung förmlich spüren konnte. ,,Tut mir leid, dass ich sie nicht besser hab beschützen können…“, flüsterte Beca leise. ,,Es muss dir gar nichts Leid tun, Liebes“, antwortete Emily’s Mutter nur als sie sich aus der Umarmung lösten, ,,Wir wissen, dass du dein bestes getan hast.“. Beca sah Emily’s Vater an, der zustimmend nickte.  ,,D-Darf ich jetzt zu ihr rein?“, fragte Beca’s nach einer Weile zögerlich. ,,Natürlich!“, antwortete Mrs. Junk. ,,Soll ich mit dir gehen?“, fragte Chloe hilfsbereit, was Beca mit einem Nicken beantwortete.
Als die beiden schließlich vor Emily‘s Raum standen, drehte sich Beca zu Chloe und meinte, dass sie es jetzt auch allein schaffe, woraufhin Chloe ihr einfach nur aufmunternd zunickte. Beca‘s Hand umschloss die Türklinke, sie atmete noch einmal tief durch und trat ein.
Beca verspürte einen Stich im Herzen, als sie Emily sah. Ihr Gesicht war zwar nicht mehr so blass, aber trotzdem fehlte etwas. Das strahlende Lächeln und das Leuchten ihrer Augen fehlte und sie wirkte so schwach, so hilflos...
Beca biss sich auf die Unterlippe, als ihr erneut heiße Tränen in die Augen stiegen. ,,Reiß dich zusammen, Mitchell!”, ermahnte sie sich im Stillen, ,,Wenn Emily’s Eltern das ganze schon mit so viel Fassung tragen, dann kannst du das auch!“.
Langsam trat Beca an das Bett ihrer Freundin heran, ließ sich auf einem daneben stehenden Stuhl nieder und griff nach Emily’s Hand. ,,In was sind wir zwei, da bloß hineingeraten.“, seufzte Beca und gab ein halbherziges Lachen von sich, ,,Wer hätte gedacht, dass diese Tour so endet, was?“. Danach schwieg Beca für eine Weile und streichelte mit ihrem Daumen über Emily’s Hand und irgendwann fing sie ganz unbewusst an zu singen:

When tomorrow comes, I‘ll be on my own
Feel frightened of the things, that I don’t know
When tomorrow comes, when tomorrow comes, when tomorrow comes
And though the road is long, I look up to the sky
Darkness all around, I hope that I could fly
And Then I sing along, Then I sing along, then I sing along.

I got all I need, when I got you and I
‘Cause when I look around me and see a sweet life.
Stuck in the dark, but you’re my Flashlight.
You getting me, getting me through the night.
You kickstart my heart, when you shining in my eyes
I can’t lie, it’s a sweet life.
Stuck in the dark, but you’re my flashlight.
You getting me, getting me through the night.

Während den letzten Versen brach Beca’s Stimme und die Tränen fingen wieder an zu fließen, als all die Erinnerungen, die sie mit dem Song verband, sie überschwemmten. Sie und Emily hatten diesen Song zusammengemacht, als sie ihn bei der Weltmeisterschaft performt hatten, war Beca erst so richtig klar geworden, was sie wirklich für Emily empfand und immer wenn Beca nicht so gut drauf gewesen war hatte Emily ihr einfach diesen Song vorgesungen, weil sie wusste wie sehr Beca es liebte sie singen zu hören...
,,Em...V-Versprich mir d-das du wieder a-aufwachen wirst“, presste sie zwischen Schluchzern hervor, ,,M-Mir ist auch scheiß e-egal w-wann, Hauptsache d-du wachst a-auf.... I-Ich weiß e-einfach nicht, w-was i-ich machen s-soll o-ohne d-dich....“.
Beca stand schließlich auf und ging ohne noch ein letztes Mal auf Emily zu blicken, weil sie den Anblick nicht länger ertragen konnte. Kaum war sie aus dem Raum draußen zog sie schon die Tür hinter sich zu, lehnte sich schwer atmend mit dem Rücken dagegen und ließ sich zitternd auf den Boden sinken. ,,Beca?“.
Chloe, die an die gegenüberliegenden Wand gelehnt auf sie gewartet hatte, kam mit einem besorgte Blick auf sie zu und kniete sich neben sie.
,,Ich k-kann das einfach nicht, Chloe. Ich kann’s einfach n-nicht!“, flüsterte Beca  mit bebender Stimme, ,,Ich r-rede mit ihr, a-aber s-sie k-kann mir n-nicht a-aber sie kann mir nicht a-antworten u-und s-sieht e-einfach s-so h-hilfl-los a-aus...“.
Beca brach zum weiß Gott wievielten Mal in den letzten 24 Stunden in Tränen aus und Chloe schlang einfach nur tröstend ihre Arme um sie und ließ Beca ihr Tränenüberströmtes Gesicht gegen ihre Schulter pressen.
Beca hatte keine Ahnung wie sie die nächsten Wochen überstehen sollte. ,,Em. Versprich mir dass du aufwachst.“, hatte sie gesagt und Beca hoffte, dass Emily es gehört hatte und es auch einhalten würde....

FORTSETZUNG FOLGT.....

Der dritte Teil kommt hoffentlich in den nächsten Tagen raus.
Schreibt gerne Reviews oder schickt mir Prompts;)
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast