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Bemily Oneshots

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
10.05.2020
17.02.2022
39
71.029
4
Alle Kapitel
84 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
27.10.2020 1.230
 
,,Sie sieht aus wie du.“
,,Wer? Charlie?“.
,,Ja.“
Es war Abend und Beca und Emily, waren am Fernsehen. Emily, die mittlerweile schon im fünften Monat war und man ihr deshalb die Schwangerschaft bereits ansah, hatte ihren Kopf an die rechte Sofalehne gelehnt und die Beine  ausgestreckt, während Beca am anderen Ende der Couch saß und geistesabwesend mit der Hand über Emilys Schienbein fuhr.
Sie waren irgendwie beim durchs Programm zappen, beim Film ,,Bumblebee“ gelandet und Beca fand das die Hauptfigur, Charlie, eine verdammt große Ähnlichkeit mit Emily hatte, was sie ihrer Frau gerade auch mitgeteilt hatte, die sie jedoch einfach nur mit hochgezogenen Augenbrauen ansah. ,,Du findest also, das ich genau so aus sehe, wie ne achtzehn Jährige?“, fragte Emily mit Belustigung in der Stimme, doch Beca erwiderte mit den Augen rollend, ,,Nein...sie sieht natürlich nicht genau so aus, wie du momentan aussieht, aber... sie erinnert mich ein bisschen an dich, wie du halt früher ausgesehen hast, als wir zwei noch auf dem College waren, verstehst du?“. ,,Achso...wäre ja irgendwie seltsam, gewesen, wenn ich mit 33 immer noch so aussehen würde wie mit 18.“. Beca schnaubte leise vor Lachen und wandte ihre Aufmerksamkeit dem Film zu.
Nach ein paar Minuten sagte Emily in einem nachdenklichen Tonfall, ,,Wir könnten doch das Kind so nennen...“. ,,Wie denn?“, fragte Beca und drehte sich neugierig zu Emily. ,,Na, Charlie!“. ,,Nur, weil ich jetzt gesagt habe, das sie dir ähnlich sieht-“, ,,Nein, ich find den Namen wirklich schön.“, betonte  Emily, ,,Außerdem ist das ein geschlechtsneutraler Name und wir könnten es so nennen, ganz unabhängig davon, ob es ein Junge oder Mädchen wird.“. Beca legte den Kopf leicht schräg und dachte über Emilys Namensvorschlag nach. Sie hatten sich über den Namen ihres Kindes, bisher noch keine Gedanken gemacht und hatten damit warten wollen, bis der Ultraschall Hinweise auf das Geschlecht gab. Doch Beca  musste zugeben, das ihr Emilys Idee ziemlich gefiel.
,,Charlie Mitchell...“, summte sie nachdenklich, ,,Das klingt gar nicht mal so schlecht.“ und Emily grinste sie triumphierend an, ,,Siehst du? Ich mein...wir haben noch lange Zeit, um uns endgültig zu entscheiden, aber...es wäre ja ne Überlegung wert.“. Beca nickte ihr lächelnd zu, ,,Ja, aber wenn wir Glück haben, wissen wir beim nächsten Ultraschalltermin schon das Geschlecht.“. ,,Stimmt der ist ja schon nächste Woche.“, fiel es Emily wieder ein und ihr Gesicht hellte sich merklich bei dem Gedanken auf und auch Beca konnte nicht anders, als wieder aufgrund der Tatsache, das sie und Emily bald Eltern werden würden, wie ein Idiot los zu Grinsen.

4 Monate später....
Becas Nerven lagen blank. Noch nie hatte sie an einem Tag, so eine Achterbahn der Emotionen erlebt, wie heute. Sie hatte sich ja schon gedacht, das die Geburt nicht nur für Emily anstrengend und nervenaufreibend werden würde, aber sie hatte zwischendurch das Gefühl gehabt, das sie sogar noch mehr nervös und praktisch schon an der Grenze von einem Nervenzusammenbruch gestanden hatte, als ihre Frau und Emily war ja immerhin diejenige gewesen, die Stunden lang Schmerzen erlitten hatte.
Doch all diese Emotionen, die 10 Stunden lang durch Beca geflutet waren, der Stress, die Nervosität und die leichte Panik waren von der Sekunde an, in der der erste Schrei von ihrem und Emilys Kind durch den Kreissaal Gehalt waren, wie weggewischt gewesen. An ihrer Stelle war eine seltsame Mischung der Gefühle getreten. Es war ein gigantisches Glücksgefühl, gemischt mit einer unfassbaren  Ungläubigkeit, dass das hier gerade tatsächlich die Realität war und das obwohl Charlie jetzt schon seit fast zwei Stunden auf der Welt war.
Ja, Charlie Mitchell ihre und Emilys kleine, kerngesunde und in Becas Augen einfach nur perfekte Tochter, lag gerade friedlich schlafend in den Armen, der ebenfalls schlafenden und sich noch von den Strapazen der Geburt erholenden Emily. Beca blickte stumm und irgendwie auch gebannt auf den Anblick ihrer Frau und ihrer Tochter.  Tochter... Das war ihre  Tochter...  Beca würde lange brauchen bis diese Tatsache endgültig und wahrhaftig in sie eingesickert sein würde.
,,Hey, ist alles okay?“, fragte die mittlerweile aufgewachte Emily und sah mit einem sanften und müden Lächeln zu ihr hoch. ,,I-Ich...“, flüsterte Beca, ,,I-Ich fasse es einfach immer noch  nicht ganz, d-das das alles hier echt passiert ist...Das sie hier ist...“. Bei den letzten Worten streichelte  sie mit ihrem Finger sanft, über Charlie’s kleinen Körper und ehe sie es sich versah, spürte Beca wie ihr plötzlich Tränen die Wangen hinab fielen. ,,Oh Mann, warum bringen mich solche Sachen immer zum weinen?“, murmelte sie, als sie sich über die Augen wischte. ,,Weil du tief in deinem Inneren, mehr sensibel und gefühlvoll bist, als du normalerweise zeigst.“, antwortete Emily zärtlich lächelnd und sanft legte sie ihre Hand an Becas Wange und wischte mit den Daumen ein paar der Tränen weg. Beca lächelte Emily durch ihre Tränen an und hauchte, ,,Ich liebe dich...Ich- Ich liebe euch beide.“. Emilys Lächeln wurde noch breiter und mit einem Leuchten in den Augen fragte sie, ,,Willst du sie auch mal halten?“.
,,I-Ich...“, Beca zögerte. ,,Beca, Charlie ist auch deine Tochter .“, betonte Emily, ,,Du hast genauso so sehr das Recht sie zu halten, wie ich.“. ,,Was wenn...sie mich nicht mag?“, ,,Ach red kein Stuss!“.
Beca versuchte nicht auf das Klopfen ihres Herzens zu achten, als sie ganz langsam und vorsichtig Charlie in die Arme nahm. Am Anfang wurde sie etwas unruhig, als sie aus der sicheren und warmen Nähe von Emily entfernt wurde, doch sie schien sich recht schnell auch in Becas  Armen wohl zu fühlen und sie weinte auch gar nicht. ,,Siehst du? Sie vertraut dir.“, flüsterte Emily sanft, während Beca gebannt auf ihre Tochter, die sie gerade zum Ersten Mal im Arm hielt, hinab blickte.
,,Na kleine?“, flüsterte Beca in einer Stimme, die eigentlich überhaupt nicht zu ihr passte und in der wahrscheinlich nur Eltern zu ihren Kindern sprachen. Charlie war mittlerweile richtig aufgewacht und starrte jetzt mit großen blauen Augen zu ihr hoch.  ,,Sie hat deine Augen.“, hörte Beca Emily Summen. ,,Du weißt schon, das viele Babys am Anfang blaue Augen haben und sich die Farbe dann im Nachhinein nochmal ändert.“, konterte Beca schmunzelnd, lies ihren Blick aber keine Sekunde von Charlie weg schweifen. ,,Dieses blau würde ich überall wieder erkennen.“, flüsterte Emily und man konnte ihr die Erschöpfung noch anhören.
Charlie streckte jetzt ihre winzige Hand aus und tastete Becas Gesicht mit ihren Fingerchen ab. ,,Du bist wahrscheinlich noch zu klein, um das zu verstehen,“, flüsterte Beca jetzt, ,,Aber du bist ab jetzt, das wahrscheinlich Wichtigste in meinem Leben und das es dir gut geht wird meine Nummer 1 Priorität sein...und wenn einer auch nur wagt dir etwas anzutun, dann werde ich demjenigen die Hölle heiß machen, das schwöre ich, denn du bist nämlich das perfekteste, kleine Ding, auf Erden...und ich versichere dir das ich dich immer beschützen werde-immer!“. Charlie waren die Augen mittlerweile wieder zugefallen und Beca fühlte gerade die größte Form von Liebe, die sie wahrscheinlich je gespürt hatte. Sanft streichelte sie noch einmal über die Wange, bevor sie einen sanften Kuss auf ihre kleine Stirn presste.
Als sie wieder zu Emily sah, flüsterte diese mit Tränen in den Augen, ,,Beca Mitchell, Du überrascht mich immer wieder...“. Beca lächelte ihre Frau zärtlich an und in diesen Moment hatte sie alles was sie brauchte, hier mit sich in diesem Krankenhaus Zimmer.
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