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Bemily Oneshots

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
10.05.2020
17.02.2022
39
71.029
4
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
26.10.2020 1.113
 
Beca verkniff sich nur mit Mühe das Gähnen, während sie das Auto in der Einfahrt parkte. Sie war heute etwas früher von der Arbeit gekommen, was ihr nur Recht war, da sie in der vorherigen Nacht einfach nur beschissen geschlafen hatte und immer noch hundemüde war. Es war kurz vor vier, das hieß das Emily erst in einer Stunde Zuhause sein würde.
Nachdem sie aus dem Auto gestiegen war, ging sie zu dem großen silbernen Briefkasten, auf dem großen schwarzen Buchstaben ,,Mitchell‘‘ stand, um zu sehen, ob irgendwelche Post eingeworfen wurde. Nachdem sie festgestellt hatte, das nichts drinnen war, ging Beca zur Haustür und ihr entschlüpfte ein weiteres Gähnen, während sie den Schlüssel in das Türschloss gleiten lies.
Weiterhin in der Annahme das niemand Zuhause war, zog sie stumm ihre Jacke und Schuhe aus und begab sich erstmal in die Küche, um sich Kaffee zu machen. Das erste was sie sah, war die zum Teil geöffnete Post auf dem Küchentisch. Verwirrt runzelte Beca die Stirn. Das hatte doch heute Morgen noch nicht dagelegen, oder? Genau in diesem sah Beca kurz zur Seite…und bekam fast einen halben Herzinfarkt, als sie Emily an dem Türrahmen zwischen Küche und Wohnzimmer gelehnt stehen sah. ,,Was zum Teufel machst du denn hier?“, zischte Beca und aufgrund des Schreckens klang sie dabei harscher, als geplant. Emily sah sie mit einer Mischung aus Verwirrung und Belustigung an, ,,Äh… ich wohne hier?“. ,,Ja, a-aber doch nicht um die Zeit.“, stammelte Beca und Emily’s Lippen umspielte ein leichtes Schmunzeln. ,,Hast du heute etwa früher Schluss gemacht?“, fragte Beca jetzt, während sie ihre Tasche auf einem der Küchenstühle und Emily antwortete kopfschüttelnd, ,,Ne ich...Ich war heute gar nicht äh...an der Arbeit, weil...mir heute Morgen, kurz nach dem du gegangen bist schlecht, geworden ist.“. ,,Warum hast mich nicht angerufen?“, fragte Beca und sie sah ihre Frau mit einem vorwurfsvollen Blick an, ,,Ich hätte mir frei nehmen und mich um dich kümmern können.“ ,,I-Ich wollte dir keine Umstände machen.“, nuschelte Emily, ,,A-Außerdem hat es nach ner Weile...“, sie räusperte sich kurz, ,,...also es hat- es hat wieder aufgehört.“. Stimmt, Emily sah tatsächlich nicht aus, als ob sie krank sei und wie Beca feststellte zeigte sie keinerlei Anzeichen dafür das ihr überhaupt mal schlecht gewesen war.
,,Und ähm....wo wir schon dabei sind...“, murmelte Emily jetzt und spielte mit dem Ehering an ihrem Finger, etwas was sie nur tat, wenn sie nervös war, ,,Ich muss w-was mit dir ähm... besprechen.“. ,,Ja...“, sagte Beca etwas zögerlich, da ihr der seltsame Ton, den Emily anschlug mal so überhaupt nicht gefiel...
,,Ich, also...es ist- ich bin- ich hab...“, fing Emily jetzt stammelnd an und es wirkte so, als ob sie nicht so Recht wusste, wie sie es in Worte fassen sollte, ,,E-Es ist etwas passiert...e-etwas Aca-großes, um genau zu sein.“. Sie blickte zu Beca auf, anscheinend in der Hoffnung, das sie begreifen würde, doch Beca verstand nur Bahnhof. Emily seufzte und Beca konnte sehen das sie leicht zitterte, ,,Also...am Anfang, da hab ich g-gedacht, d-das ich mir einfach, keine Ahnung....irgend ne blöde Grippe eingefangen habe...a-aber als dann die Übelkeit plötzlich schlagartig wieder aufgehabt, da naja...da ist mir eingefallen, d-das es vielleicht an irgendwas a-anderem...äh liegt.“. Und in der Sekunde schaltete Beca endlich. Übelkeit am Morgen...Natürlich! Warum war Beca denn nicht gleich drauf gekommen?!
,,Oh mein- Du-, d-du bist doch nicht...nicht e-etwa-?“, Beca starrte Emily mit pochenden Herzen und offenem Mund an, die Müdigkeit längst vergessen. ,,D-Doch ich hab- hab nen Test g-gemacht und äh- Ja...“. Emily hielt den weißen Plastickstab  in die Höhe. Für einen Augenblick lang starrte Beca einfach nur sprachlos auf das Ergebnis.
Die Sache mit dem Kinder kriegen, war für gleichgeschlechtliche Paare selbstverständlich viel komplizierter, als für heterosexuelle und diese künstliche Befruchtungs-Nummer brauchte oft mehrere Anläufe. Der letzte Anlauf lag jetzt schon ein paar Monate zurück und sie hatten mit dem Test machen, noch ein paar Tage warten wollen und obwohl Beca natürlich genau wie Emily so unfassbar darauf gehofft hatte, das es dieses Mal geklappt hatte war sie jetzt gerade mit der Situation etwas überfordert.
,,Also du b-bist...“, flüsterte Beca jetzt, immer noch fassungslos, ,,U-und w-wir werden-“. Emily nickte und auf ihrem Gesicht zeichnete sich jetzt ein Lächeln ab, was Beca noch nie bei ihrer Frau gesehen hatte und in dem diese Mischung aus Freude und Nervosität lag, die Beca gerade auch fühlte.
,,Ja, wir zwei werden Eltern...“, flüsterte Emily jetzt und strich Beca sanft über die Wange. Es war dieser letzte Satz von Emily, der Beca die Realität, dieser Situation endgültig begreifen lies. Das was sie über Monate hinweg angestrebt hatten, war wahr geworden: Emily war schwanger, sie und Beca würden Eltern werden...All diese Erkenntnisse prasselten jetzt auf Beca ein. ,,Okay Mitchell, jetzt nicht weinen...“, redete sich Beca im Stillen ein, ,,nicht wein-“.
Sie weinte.
,,Aww, komm mal her“, flüsterte Emily mit ebenfalls glitzernden Augen und zog Beca in eine feste Umarmung, als diese sich die erste Träne wegwischte. Beca presste ihr Gesicht  gegen Emilys Schulter und irgendwann konnte sie nicht anders, als in sich hinein zu lächeln. Nachdem sie ein paar Minuten so umschlungen da gestanden hatten, löste sich Beca aus der Umarmung und blickte mit dem wohl breitesten Grinsen, was sie wahrscheinlich je auf dem Gesicht gehabt hatte, zu Emily hinauf, ,,Also kriegt der Mitchell-Haushalt jetzt wohl Nachwuchs, was?“. Emily nickte, ebenfalls mit einem selbst für sie unnormal breiten Lächeln.
,,Krass...“, murmelte Beca und zeigte jetzt auf Emilys Bauch, ,,Da ist ein verdammtes Baby drin?“. Emily lachte, ,,In noch sehr kleiner und unfertiger Form, aber ja.“.
Beca lachte ungläubig in sich hinein, dann sah sie zu Emily und flüsterte, während sie ihr zärtlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich,  ,,Emily Mitchell, hast du eigentlich nen Plan, wie froh ich eigentlich bin, dich an meiner Seite zu haben?“. Emilys Lächeln wurde noch breiter, als es ohnehin schon war und sie flüsterte nicht minder liebevoll zurück, ,,Weißt du wie glücklich ich eigentlich bin, dich meine Frau nennen zu dürfen, Beca Mitchell?“. ,,Wow, wir können manchmal ganz schön cheesy sein.“, murmelte Beca lachend, doch Emily zuckte nur mit den Schultern und presste ihre Lippen gegen Becas.
,,Okay...Operation Mütter werden, kann beginnen.“, flüsterte Beca nach dem sie sich von einander gelöst hatten, woraufhin Emily lachen musste und Beca noch ein zweites Mal küsste.


So, das war‘s für heute. Ich hoffe euch hat dieser fluffig Oneshot gefallen. Ich werde in den nächsten Tagen, auch ne kleine Fortsetzung zu diesem Oneshot hochladen;)
Bis dann,
LG Lion 2000
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