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Bemily Oneshots

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
10.05.2020
17.02.2022
39
71.029
4
Alle Kapitel
84 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
09.06.2020 2.321
 
So, hier gibt's wie versprochen Teil 2 des ,,Wrong Direction"-Oneshots.
Viel Spaß;)

,,Willst du reden?“, fragte Emily die gerade auf dem Bett liegende Beca. Drei Monate waren seit der USO-Tour vergangen. Als Emily einen Job in New York gekriegt hatte, hatte Beca ihr vorgeschlagen einfach bei ihr einzuziehen, da Amy und Chloe beide ausgezogen waren. Amy weil sie sich von, dem ganzen Geld, das sie jetzt hatte ne viel größere Wohnung leisten konnte und Chloe, die ja jetzt für’s Studium zu gelassen wurde, jetzt sich ne Wohnung die näher an dem Ort wo sie ihr Studium machte lag gesucht. Emily wusste, das es das beste für Beca war, wenn sie Chloe eine Zeit lang nicht mehr sah, da sie sah nicht mehr ständig an ihren Schmerz erinnert wurde.
Beca sah jedoch etwas unsicher aus, als Emily sie fragte, ob sie reden wollte. ,,Ich weiß, das du deine Probleme oft mit dir selber ausmacht aber wir wissen beide, dass das nie gut ausgegangen ist, weder für dich noch für deine Mitmenschen.“, stellte Emily klar und nach einer Weile fügte sie noch hinzu. ,,Hör zu, ich weiß ganz genau wie du dich gerade fühlst….Auf der- auf der High School, war ich auch in ein…in ein Mädchen aus meiner Klasse verliebt gewesen und…und nun ja…es hat sich dann herausgestellt, das sie doch hetero war…“. Emily dachte nur ungern an den Tag zurück, an dem sie herausgefunden hatte, das ihr Girl-Crush einen Freund hatte. Diese Zeit war ohne Zweifel einer der größten Tiefpunkte in ihrem Leben gewesen und Emily hatte tatsächlich eine Zeit lang ihren Glauben an die Liebe verloren und obwohl sie natürlich gerne auf den Schmerz verzichtet hätte, hatte sie diese Erfahrung gelehrt, das Liebe nicht immer ein Happy End hatte und im Nachhinein war Emily schon fast ein bisschen dankbar für dieses Erlebnis. ,,Ich hatte damals niemanden mit dem ich darüber reden konnte,“, erzählte Emily weiter, ,,aber du hast mich! Ich bin bereit dir zuzuhören!“.
Nach kurzem Schweigen nickte Beca schließlich, setzte sich auf und Emily ließ sich neben ihr nieder und nahm Becas Hand in ihre.
,,Also…“, fing Beca an, ,,Mir waren meine Gefühle für Chloe gar nicht mal sofort klar, ich meine ich hatte vorher noch nie wirklich Freundinnen gehabt und ich war das gesamte erste College-Jahr fest davon überzeugt das ich auf Jesse stehe. Als ich und Jesse dann zusammen gekommen sind, habe ich allerdings gemerkt, das ich irgendwie nicht so glücklich war wie ich erwartet habe und dabei lag das gar nicht mal an ihm, denn er war der beste Freund den man sich nur wünschen konnte, ehrlich! Ich hab ihn halt nur einfach nicht genug geliebt, egal wie sehr ich es wollte und…und als wir dann Schluss gemacht hatten, habe ich dann angefangen in Erwägung ziehen, das ich vielleicht mehr als nur freundschaftliche Gefühle für…für Chloe habe…“. Beca atmete tief durch bevor sie weiter sprach, ,,Es gab Momente in denen ich geglaubt habe, das sie tatsächlich dasselbe für mich empfindet, aber dann wiederum gab es Momente in denen es so wirkte als….als wäre ich für sie doch nur  die beste Freundin…Sie schien einerseits zum greifen nah und gleichzeitig so unglaublich weit entfernt von mir, es- Es war als wäre eine Flammenwand zwischen uns….uns beiden…“. Beca schluckte schwer und schien Mühe zu haben gegen die Tränen anzukämpfen. Emily legte ihr sanft eine Hand auf die Schulter und nach einem kurzen Augenblick fing sie sich wieder, ,,Dann ein paar Wochen nach der Weltmeisterschaft, h-hatten wir sogar etwas f-für eine N-Nacht…“. Emily riss überrascht die Augen auf und flüsterte,,Was….?“.  ,,Wir waren beide betrunken…und ich hab nicht klar gedacht, a-aber einen Moment l-lang hab ich tatsächlich geglaubt, d-das sie meine Gefühle e-erwidert….“. Beca musste tief Luft holen um weiter zu sprechen und Emily drückte ihre Hand noch etwas fester, ,,Am nächsten Morgen hat s-sie mir dann aber ge-gesagt, das sie einfach n-nur m-mal wissen wollte, wie…e-es… sich mit einer F-Frau anfühlt…Ich h-hab ihr gesagt, d-das okay i-ist und ich es auch g-gar nicht anders interpretiert h-habe, obwohl das gar nicht gestimmt h-hatte….I-ivh weiß ich hätte d-dann aufhören müssen m-mir Hoffnungen zu machen, a-aber ich konnte e-einfach nicht a-aufhören, selbst…selbst als ich gesehen h-hab wie sich Chloe in Chicagos Anwesenheit v-verhalten hat…w-wollte ich e-einfach nicht g-glauben, das s-sie j-jemand  a-anderen liebt….“. Jetzt brach Becas Stimme und schnell zog Emily sie in eine feste Umarmung und ließ sie erst wieder los als ihre Schluchzer verebbt waren. ,,I-ich hab ja wirklich a-alles versucht…“, schniefte Beca , ,,hab ihr meine tiefsten Geheimnisse anvertraut, hab i-immer z-zu ihr gehalten…a-aber trotzdem w-war das n-nicht genug für ihren Ego…“. ,,Hör auf so zu reden…“, flüsterte Emily, während sie Beca sanft über die Wange strich, ,,Chloe hatte nie vor gehabt dich zu verletzen.“. ,,Aber sie hat es trotzdem getan.“, sagte Beca mit heiserer Stimme, ,,Immer und immer wieder, ohne es überhaupt zu merken.“. Daraufhin herrschte ein langes schweigen zwischen ihnen.
,,Weißt du, ich würde sie ja gerne hassen, dafür das sie sich nicht für mich entschieden hat,“, sagte Beca irgendwann, ,,aber ich kann es einfach nicht. Ich…Ich könnte sie nicht hassen selbst wenn ich wollte…Aber ich hasse einfach diesen Schmerz, den sie mir zugefügt hat, ohne es überhaupt zu merken…“. Emily nickte verstehend und strich der Brünetten sanft über’s Haar. ,,Ich hätte mich niemals in Chloe verlieben dürfen,“, seufzte Beca, ,,denn von dem Moment an, als ich angefangen hab Gefühle für sie zu entwickeln ist einfach alles…in die falsche Richtung gelaufen, verstehst du was ich meine?“. ,,Ja, ich versteh’s.“, meinte Emily sanft und schlang ihre Arme erneut um Beca, welche sich mit einem erschöpften Seufzer in in die Umarmung fallen ließ.“.
,,Danke“, hörte sie Beca plötzlich gegen ihr Ohr flüstern hören und Emily sah sie verwundert an ,,Wofür?“. ,,Dafür das du mich gebeten hast, mit mir drüber zu reden, weil jetzt gehts es mir sogar etwas besser.“, antwortete Beca, woraufhin Emily lächelnd erwiderte, ,,Sag ich doch!“.

1 Monat später….
Beca’s P.O.V.
,,Müssen wir unbedingt dahin?“, stöhnte Beca, als Emily sie die Straße entlang zog. ,,Ja müssen wir.“, erwiderte die jüngere bestimmt, ,,Du musst mal wieder unter Menschen, du hast das Haus in den letzten vier Monaten nur zur Arbeit verlassen. Außerdem hab ich heute Geburtstag und ich würde gerne mit DIR was unternehmen.“. Beca stieß einen genervten Seufzer aus, ,,Ok, ok Geburtstagskind. Aber nur weil du es bist, Nachfahrin.“ ,,Hey!“, sagte Emily lachend und stieß sie mit ihrer Schulter Beca weg von sich, ,,Du weißt das ich es hasse, so gennant zu werden!“. Beca zuckte nur mit den Schulter, musste aber sogar ein wenig grinsen.
Schließlich gingen sie in irgendeine Bar rein und als Emily zu einer Bühne hinübersah, auf der ein Klavier stand, sagte sie plötzlich ganz aufgeregt, ,,Ich glaub ich hab ne Idee!“. ,,Was für ne Idee denn genau, wenn ich fragen darf?“, fragte Beca. ,,Siehst du dann!“, meinte Emily nur und schon war sie weg und ließ eine leicht verwirrte Beca zurück.
Nach ein paar Minuten, erblickte Beca Emily, wie sie auf die kleine Bühne trat, an das Standmikro das dort stand heran trat und sich kurz räusperte, um die Aufmerksamkeit, der Anwesenden zu bekommen. Als etwas Stille eingekehrt war sagte Emily, etwas nervös, ,,Also ich…ich würde gerne einen selbstgeschrieben Song performen, …ähm…der Song ist für all die, deren Herzen schon mal gebrochen wurden, oder…oder gerade erst gebrochen worden sind.“, bei den letzten Worten sah Emily direkt zu Beca, die leicht die Augen aufriss. Sollte das heißen, das Emily einen Song für sie geschrieben hatte?
Jetzt setzte sich Emily an das Klavier und fing an zu spielen. Es war eine sehr langsame und tiefe Melodie und es war sofort klar, dass das kein fröhlicher Song werden würde. Dann fing Emily auch an zu singen und Beca stockte der Atem als sie den Text hörte:

I don’t hate you.
No, I couldn’t if I wanted to.
I just hate all the hurt, that you put me through.
And that I blame myself for letting you.
Did you know, I already knew?
Couldn’t even see you through the smoke.
Looking back, I probably should have known.
But I just wanted to believe, that you were out sleeping alone.

Loved me with your worst intentions.
Didn’t even stop to question.
Every time you burned me down,
Don’t know how, for a moment it felt like heaven.
Loved me with your worst intentions.
Painted us a happy ending.
Every time you burned me down,
Don’t know how, for a moment it felt like heaven.
And it’s so gut-wrenching,
Falling in the Wrong Direction.

On my tip toes,
But I still couldn’t reach your ego.
Guess, I was crazy to give you my body, my mind.
Don’t know what I was thinking till now.
Everybody thinks you are somebody else.
You even convinced yourself
Couldn’t even see you through the smoke.
Looking back, I probably should have known.
But I just wanted to believe, that you were out sleeping alone.

Loved me with your worst intentions.
Didn’t even stop to question.
Every time you burned me down,
Don’t know how, for a moment it felt like heaven.
Loved me with your worst intentions.
Painted us a happy ending.
Every time you burned me down,
Don’t know how, for a moment it felt like heaven.
And it’s so gut-wrenching,
Falling in the Wrong Direction.

How did you sweep me right off my feet?
Baby, I can’t keep falling in the wrong direction.
How did you sweep me right off my feet?
Right off my feet?

Couldn’t even see you through the smoke.
Looking back, I probably should have known.
But I just wanted to believe, that you were out sleeping alone.

Loved me with your worst intentions.
Didn’t even stop to question.
Every time you burned me down,
Don’t know how, for a moment it felt like heaven.
Loved me with your worst intentions.
Painted us a happy ending.
Every time you burned me down,
Don’t know how, for a moment it felt like heaven.
And it’s so gut-wrenching,
Falling in the Wrong Direction.

Beca starrte ungläubig zu Emily hinauf. Zwar würde der Song für die meisten, wie ein typischer Break-Up Song klingen, doch Beca wusste, das Emily sich auf etwas ganz anderes bezog, denn viele der Textzeilen, bezogen sich auf die Dinge die Beca selbst zu Emily im Bezug auf Chloe gesagt hatte.
Plötzlich verstand Beca, wie glücklich sie sich schätzen konnte, Emily zu haben, denn diese verstand ganz genau wie Beca sich gerade fühlte und versuchte so gut wie möglich ihr helfen zu heilen.
Als der Song zu Ende ging schimmerten Tränen in Emilys Augen und sie bedankte sich noch leise, als die gesamte Bar gerührt applaudierte.
Kaum das Emily von der Bühne getreten war, ging Beca auf sie zu und umarmte sie. Emily schien etwas überrascht zog sie aber ganz fest zu sich heran. ,,Und fandest du ihn?“, fragte Emily leise. ,,Furchtbar.“, antwortete Beca lachend. Emily löste sich von ihr und blickte lächelnd zu ihr hinab, ,,Da hab ich erreicht was ich wollte.“, und zum ersten Mal, seit Monaten, musste Beca wieder richtig lächeln.

1 Jahr später…
Die Sonne schien hell durch die Bäume hindurch, als Beca und Emily durch einen Park, der ganz in der Nähe von ihrer Wohnung lag hindurch liefen. Plötzlich blieb Beca stehen und als Emily sich zu ihr umwandte, kratzte die Brünette sich nervös am Hinterkopf und murmelte, ,,Emily, ich…ich muss dir was sagen.“. Emily setzte sofort eine besorgte Miene auf, ,,Du weißt das du mir alles sagen kannst.“. Beca atmete noch einmal tief durch dann fing sie an zu sprechen: ,,Du warst für mich da zu einer Zeit, zu der ich das Gefühl hatte nie wieder glücklich werden zu können…aber ich bin jetzt wieder glücklich und zwar wegen dir…Du… du verstehst mich besser…als- als sonst jemand…Ich- Ich kann mir…mein- mein Leben ohne d-dich gar nicht mehr, vorstellen und du… du bist überhaupt der Grunde, warum… ich überhaupt noch in dieser viel zu kleinen Wohnung wohne weil…weil ich dir nahe sein will…und ich kann v-verstehen w-wenn du über das freundschaftliche nicht…nicht hinauswillst un-“. Emily unterbrach Becas haltloses Gestammel in dem sie sich zu ihr hinabbeugte und ihr einen kurzen Kuss auf die Lippen presste.
Für einen Moment sagte keiner ein Wort und Beca starrte sprachlos zu Emily hinauf, dann flüsterte sie mit einem leichten Lächelnd, ,,Anscheinend ist es diesmal in die richtige Richtung gelaufen, was?“. Emily musste lachen und sie beugte sich erneut zu Beca hinunter und presste ihre Lippen, diesmal etwas fester auf die von Beca. Diesmal schlang Beca die Arme um ihren Hals und zog die jüngere noch näher zu sich herunter. Den beiden, war es egal, das sie gerade von lauter vorbeilaufenden Leuten gesehen werden konnten, sie waren nur glücklich, das sie endlich jemand gefunden hatten, den sie aufrichtig liebten und ihre Gefühle auch erwiderte.

So, das war's mit diesem Oneshot, gab jetzt am Ende doch nen Happy End;) Der Text von Emilys Song kommt vom Song ,,Wrong Direction" von Hailee Steinfeld, einem Song bei dem ich es euch nur ans Herz legen kann ihn zu hören, da dieser Song es geschafft hat, mich auf jede nur erdenkliche Weise zu berühren und ich hoffe dieser Oneshot hat eine ähnliche Wirkung auf euch gehabt...;)
So, wir sehen uns dann beim nächsten Oneshot;)
LG Lion 2000
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