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Bemily Oneshots

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
10.05.2020
17.02.2022
39
71.029
4
Alle Kapitel
84 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
05.06.2020 2.687
 
Hallo Leute,
hier ist der nächste Oneshot. Ich hab heute nicht so viel dazu zu sagen, also....
Viel Spaß beim Lesen;)

No more I Love You’s

Emily zuckte zusammen, als sie hörte wie Beca die Wohnungstür zu knallte. Emily teilte sich mit ihrer Musikproduzentin eine Wohnung, erstens weil sich schon vom College her kannten und deshalb eine eher freundschaftliche als rein professionelle Beziehung hatten und zweitens weil sie so auch außerhalb des Studios an Songs arbeiten konnten. Sie wohnten jetzt schon seit fast drei Jahren zusammen und kannten die Gewohnheiten des anderen: Wenn Beca so die Wohnungstür zuknallte, konnte das nur bedeuten, dass sie etwas total aufgebracht hatte.
Besorgt erhob sich Emily von der Couch und ging hinaus in den Flur. Von Beca war nichts zu sehen, also ging sie zum Ende des Flurs, wo Becas Zimmer lag.
,,Beca?“, fragte sie vorsichtig und klopfte ganz sacht an die Tür. Stille. ,,Beca, ich weiß das du da drin bist.“. Nach einem weiteren Moment des Schweigens, vernahm Emily Schritte vor der Tür. Als die Tür aufschwang stockte Emily der Atem, als sie Beca sah. Die Harre waren zerzaust, die Schminke total verschmiert und die Augen blutunterlaufen. Emily konnte sich nicht erinnern ihre Mitbewohnerin jemals so fertig gesehen zu haben.,,Was ist passiert…?“, flüsterte sie. Beca antwortete nicht und als sie den Mund aufmachte kam nur ein Schluchzer hervor.
Sofort schlang Emily die Arme um die kleine Brünette und strich ihr beruhigend übers Haar. Becas gesamter Körper wurde von Schluchzern geschüttelt und es tat Emily im Herzen weh sie so zu sehen. Als Beca sich wieder etwas beruhigt hatte, nahm Emily ihr Gesicht in beide Hände, wischte mit ihren Daumen die Tränen weg und sah ihr fest in die Augen. ,,Sag mir was passiert ist.“, sagte sie sanft. Beca drehte sich nur um, ging zu ihrem Bett, nahm ihr oben drauf liegendes Handy, entsperrte es und reichte es dann Emily.
Emily sah auf den Bildschirm: Es war ein Zeitungsartikel mit der Überschrift ,,FILMKOMPONIST JESSE SWANSON MIT FREMDER FRAU GESICHTET“. ,,Was?“, flüsterte Emily fassungslos. Jesse Swanson war Becas Freund. Die beiden hatten sich auf dem College kennengelernt und waren mittlerweile seit fast fünf Jahren zusammen. Emily wusste zwar, da Jesse in L.A. und Beca in New York wohnte, es nicht immer leicht für beide war, aber trotzdem hätte Emily nie gedacht, das Jesse tatsächlich fremdgehen würde. Unter der Überschrift konnte man ein Foto sehen, auf dem Jesse zu sehen war, wie er mit einer Frau, die etwa in ihrem Alter war,  Hand in Hand die Straße entlang lief.
,,Bist du…Bist du sicher dass die Fotos echt sind?“, fragte Emily, obwohl es eigentlich offensichtlich war, das sie nicht Fake waren. ,,Die-Die sind überall....“, krächzte Beca, ,,praktisch das ganze Internet ist voll davon…“. Emily wunderte es nicht, dass das Internet so ein Wirbel darüber veranstalte, da Beca und Jesse beide sehr berühmt waren und es kein Geheimnis war, das sie zusammen waren, was die Tatsache das Jesse nach fast fünf Jahren Beziehungen fremdging zu einem noch größeren Skandal machte.
,,Ich…Ich hab Jesse das…das Foto…geschickt und ihn gefragt, ob es…ob es wahr ist,“, erzählte Beca jetzt weiter und Emily hörte aufmerksam zu, ,,und dann hat er ge-geschrieben, dass-dass e-es ihm furchtbar Leid tut u-und diesen ganzen s-scheiß…und er hat geschrieben d-das es sowieso nicht länger…mit uns beiden… funktioniert hätte und e-es besser w-wäre es j-jetzt endgültig zu b-beenden….“. Becas Stimme zitterte vor Schmerz und Trauer und schließlich schrie sie einfach nur, ,,Er hat mit mir Schluss gemacht, nachdem ich ihn beim fremdgehen erwischt hab und er hat nicht mal versucht es wieder gut zu machen! W-War ich ihm…ü-überhaupt w-was wert?“. Becas Stimme brach bei den letzten Worten erneut und sie ließ sich schluchzend in Emilys offene Arme fallen.
Emily verspürte plötzlich große Wut auf Jesse, dafür das er Beca das angetan hatte. Beca verdiente so viel besseres als das, jemand so viel besseren als ihn…
Sanft flüsterte Emily Beca beruhigende Worte zu. ,,Shh… Es wird alles gut…“, flüsterte Emily mit jetzt ebenfalls brechender Stimme, ,,Es w-wird alles w-wieder gut….“.
Doch es wurde nichts wieder gut, im Gegenteil. Es wurde immer schlimmer. Emily konnte Beca praktisch vor sich zerbrechen sehn. Sie kannte Beca schon lang und hatte sie durch einige Tiefpunkte in ihrem Leben gehen sehn, doch noch nie war Beca in solch einem Zustand gesehen.
Beca trank viel mehr, nicht das sie vorher nie getrunken hätte, aber jetzt war sie fast jeden Abend betrunken. Zudem ging Beca oft abends in irgendwelche Bars und Emily wurde mehr als nur einmal angerufen, um eine sturzbetrunkene Beca praktisch aus der Bar zu schleifen. Irgendwann begann Beca auch abends gar nicht mehr Nachhause zu kommen und erst am nächsten Vormittag Nachhause zu kommen. Wenn Emily sie fragte, wo sie gesteckt hatte, antwortete Beca immer nur, dass sie aus gewesen war. Die sozialen Medien, beantworteten schließlich ihre Frage, als dort Paparazzifotos auftauchten, die Beca mit den verschiedenen Männern und auch Frauen zeigte. Emily ahnte bereits was das zu bedeuten hatte: Das waren keine richtigen Beziehungen, sondern nur kurze Liebeleien und One-Night Stands, was eigentlich überhaupt nicht zu Beca passte. Es war für Emily offensichtlich, das Beca nicht mehr sie selbst war. Sie versuchte Beca auch auf ihren emotionalen Zustand anzusprechen, worauf diese immer so tat, als ob sie völlig okay war, obwohl es offensichtlich war, dass das Gegenteil der Fall war.
Schließlich sah Emily nur noch eine Möglichkeit, wie sie Beca wieder wachrütteln konnte. Wenn ihre Worte Beca nicht erreichen konnten, vielleicht konnte das ja ein Song….
,,Ich hab eine Idee für den ersten Song des neuen Albums“, verkündete Emily einige Wochen später bei einem Meeting ,,Ich hab zwar nur die erste Strophe und den Refrain, aber ich hab letztens Zuhause einfach mal das aufgenommen, was ich schon habe“ ,,An einem Abend, an dem Beca mal wieder aus war und mit irgendwem wildfremdes geschlafen hatte.“, fügte sie noch im Stillen. ,,Na, dann lass mal hören.“, sagte Theo, ein weiterer Produzent von ihr. Emily steckte den USB-Stick, mit dem Song in die Apspielanlage und bald darauf konnte man ihren Gesang aus den Lautsprechern im Studio hören:

Where do I begin?
I’m sitting here jaded.
Yeah, I fell asleep with the make-up still all on my skin.
Wide awake again.
I’m praying I’ll make it.
I’m stepped the 12, but it’s somewhere I’ve already been.
Diamonds won’t fool me, cause I’m too far gone.
Wish I could get back the air in my lungs.
I’ve been so fucked up, it’s bad for my heart, my heart.

No more I love you’s
So easy to say.
No more I love you’s,
until I’m okay.
I blamed it on the time zones,
I blamed it on my eyes closed.
I blamed it on the world, like it owes me.
So stop me, before it’s too late.
No more I love you’s,
until I’m okay.

,,So, mehr hab ich noch nicht.“, sagte Emily, als der Refrain endete, doch Theo schien begeistert zu sein. ,,Das ist super Emily, daraus können wir einen echten Hit machen!“. Emily schaute nervös zu Beca rüber. Diese lächelte zwar ebenfalls, aber es wirkte ein wenig aufgesetzt.
Als das Meeting vorbei war und die beiden das Studio verließen, schob Beca Emily plötzlich gewaltsam in irgendeine Abstellkammer. Kaum das die Tür zugefallen war, fuhr Beca sie auch schon an, ,,Alter, was sollte das?!“. ,,Wovon redest du?“, fragte Emily, obwohl sie eigentlich ganz genau wusste um was es ging. ,,Dieser....Dieser Song...die beschreibt eindeutig keine Situation in der du dich gerade befindest!“, fauchte Beca sie an ,,in diesem Song geht es um mich!“. Als Emily nicht darauf antwortete sagte Beca einfach ,,Ist doch so, oder?!“.
Emily spürte plötzlich Tränen in den Augen. Sie hatte nicht gedacht das Beca so reagieren würde und den wütenden Blick den ihr die Produzentin zuwarf verunsicherte sie zunehmend.
,,Was hätte ich denn deiner Meinung nach tun sollen?“, presste sie schließlich hervor, ,,Einfach nur zusehen, wie du dich selbst aus den Augen verlierst.“. ,,Ich verlier mich gar nicht-”,fing Beca an, doch Emily, die jetzt ebenfalls wütend wurde unterbrach sie. ,,Du grenzt dich total von mir ab, betrinkst dich ständig, du hast One-Night Stands, das....das bist nicht du Beca...“. ,,Woher willst du wissen, dass das nicht bin, hmmm?“, knurrte Beca wütend.
Emily stieß ein ungläubiges Lachen aus ,,Weil wir uns seit fast sieben Jahren kenne, vielleicht? Ich...Ich mach mir Sorgen um dich!“. ,,Du musst dich nicht um mich kümmern, Du bist nicht meine Freundin!“. Autsch, das tat weh! Denn für Emily waren dieses Worte nur eine Erinnerung daran, das Beca niemals mehr als nur freundschaftliche Gefühle für sie entwickeln würde. Sie schluckte, biss sich auf die Unterlippe als ihr Tränen in die Augen stiegen und flüsterte, ,,Du hat recht...b-bin ich n-nicht...“. ,,Genau! Wieso verhältst du dich dann, wie-“, fing Beca an, doch Emily hielt es einfach nicht mehr aus und sie schrie aufgebracht, ,,Weil ich in dich verliebt bin!“.
Darauf herrschte für einen Moment lang Stille und das einzige was Emily hörte, war das Pochen ihres eigenen Herzens. Beca sah sie geschockt und fassungslos an, ,,Was...?“, flüsterte sie.
,,Ich...bin in dich...verliebt.“, presste Emily zwischen zusammen gebissenen Zähnen hervor, ,,S-Schon seit Jahren..u-und ich kann n-nicht länger zusehen wie du...wie du dich selbst z-zerstörst, ich- Ich will dich nicht verlieren...“.
Betroffen starrte Beca auf den Boden und vermied es Emily in die Augen zu sehen.   ,,Und komm ja nicht auf die Idee, mich jetzt auszufragen...“, sagte Emily mit zitternder Stimme, ,,Du bist noch nicht soweit...I-Ich tu das erst mit dir, w-wenn du wieder okay bist...“. Und mit diesen Worten drehte sich Emily um und ließ eine völlig überrumpelte Beca zurück.

1 Jahr später...
Aufgeregt lief Emily im Vorbereitungsraum auf und ab. Heute war ein ziemlich wichtiger Tag, denn heute würde sie die erste Single ihres neuen Albums präsentieren. ,,Chill Emily.“, meinte Beca mit einem amüsierten Lächeln, ,,Es wird schon alles klappen.“. ,,Aber was ist, wenn es ihnen nicht gefällt?“, fragte Emily nervös, ,,Der Song und das ganze Album klingt so komplett anders als alle meine bisherigen Songs.“. ,,Taylor Swifts ,,Reputation“, klang doch auch viel düsterer und anders als ihre vorherigen Alben und die Fans haben es trotzdem gefeiert.“, meinte  Beca, während sie sich von ihrem Stuhl erhob. Als sie direkt vor Emily stand, legte sie ihr sanft eine Hand auf die Schulter, ,,Das wird schon…“. Ihre Blicke trafen sich und einen Moment lang starrten sie sich einfach nur gegenseitig an. ,,Emily…“, begann Beca. ,,Ja?“, fragte Emily hoffnungsvoll, als sie sah wie Becas Blick kurz zu ihren Lippen huschte. Beca öffnete den Mund und schien zu überlegen, was sie als nächstes sagen sollte, dann räusperte sie sich und sagte einfach nur, ,,Viel..Viel Glück…“. Mit diesen Worten lies Beca ihre Hand wieder sinken und Emily fehlte direkt die Wärme ihrer Hand. Nervös scharrte Beca mit den Füßen und auch Emily wusste nicht so recht was sie sagen sollte, dann klopfte es plötzlich an der Tür und ihnen wurde ausgerichtet, das Emily in fünf Minuten ihren Auftritt hatte. Beca klopfte Emily noch einmal auf die Schulter, bevor Emily den Raum verließ. Hätte sich Emily noch einmal umgedreht, hätte sie vielleicht noch gesehen, wie Beca ebenfalls ein Mikro in die Hand genommen hätte.
Emilys Herz pochte ihr bis zum Hals, als sie auf die Bühne trat, es war schon ewig her gewesen, das sie live performt hatte. Emily versuchte den dröhnenden Applaus und die Menschenmenge auszublenden und sich nur noch auf den Song zu konzentrieren.

Where do I begin?
I’m sitting here jaded.
Yeah, I fell asleep with the make-up still all on my skin.
Wide awake again.
I’m praying I’ll make it.
I stepped the 12 , but it’s somewhere I’ve already been.
Diamonds won’t fool me, cause I’m too far gone.
Wish I could get back the air in my lungs.
I’ve been so fucked up, it’s bad for my heart, my heart.

No more I love you’s
So easy to say.
No more I love you’s,
until I’m okay.
I blamed it on the time zones,
I blamed it on my eyes closed.
I blamed it on the world, like it owes me.
So stop me, before it’s too late.
No more I love you’s,
until I’m okay.

Als der Refrain zu Ende ging erblickte Emily plötzlich Beca seitlich der Bühne und zu ihrer Verwunderung sah sie, dass diese ebenfalls ein Mikro in der Hand hatte. Als Emily ihr einen fragenden Blick zu warf, formte Beca mit dem Mund die Worte, ,,Vertrau mir“ und als Beca jetzt ebenfalls auf die Bühne trat, wusste Emily plötzlich was sie vor hatte.

Beca: Oh, I faced my sins
And I wish it was easy
Now, I fell asleep with light on, but still without you
So I’ll make amends,
And I buy myself flowers.
And then, when they die I’ll be happy, that they got me through.
Diamonds won’t fool me, cause I’m too far gone.
Wish I could get back the air in my lungs.
I’ve been so fucked up, it’s bad for my heart, my heart.

Beide: No more I love you’s
So easy to say.
No more I love you’s,
until I’m okay.
I blamed it on the time zones,
I blamed it on my eyes closed.
I blamed it on the world, like it owes me.
So stop me, before it’s too late.
No more I love you’s,
until I’m okay

Emily: It’s not on my lips, and I love it.
No weight on my chest, I’m above it.
I’m taking a moment to cut it out, oh.

Beca: I feel my conscience is calling
Now, there’s no fear, no more running.
I don’t want words, that mean nothing, no.

Emily: No more I love you’s
Beca: Oh, no more I love you’s
Emily: So easy to say.
Beca: I know, it’s so easy to say.
Emily: No more I love you’s,
         until I’m okay.
Beca. Until I’m okay

Beide: I blamed it on the time zones,
I blamed it on my eyes closed.
I blamed it on the world, like it owes me.
So stop me, before it’s too late.
No more I love you’s,
until I’m okay


Die Zuschauer jubelten, als sie geendet hatten und mit einem breiten Lächeln, wandte sich Emily zu Beca, die sie mit so einem liebevollen Lächeln ansah, das Emilys Herz einen Hüpfer machte. Ohne zu zögern schlang sie ihre Arme um Beca und zog sie in eine feste Umarmung. ,,Ich bin wieder okay.“, hörte sie Beca gegen ihr Ohr flüstern hören.
Emily’s Herz schlug bei diesen Worten schneller und sie zog die kleine Brünette noch fester an sich heran. Es hatte zwar lange gedauert, bis Emily Beca ihre Gefühle gestanden hatte und es war zu einer Zeit gewesen, an der sie es ihr eigentlich nicht hatte sagen wollen, aber vielleicht gab es ja jetzt doch noch Hoffnung, das sie mit Beca glücklich werden konnte.
Die beiden lösten sich aus der Umarmung und Emily spürte wie Becas Finger fragend ihre streiften. Emilys Herz schlug schneller, als sie ihre Finger mit Becas verschränkte und so verließen die beiden Hand in Hand die Bühne.

So, das war's mit diesem Oneshot. Ich hoffe es hat euch gefallen.
Der Songtext basiert auf dem Lied, ,,I love You's", von Hailee Steinfeld.
Ihr könnt vielleicht auch mal meinen Tumblr Account auschecken. Er heißt thunderbirdgoldstrange und da hab ich in letzter Zeit viel zu Pitch Perfect, Bemily und auch Supergirl hochgeladen, also falls ihr Interesse hättet...;)
Bis zum nächsten Mal,
LG Lion 2000
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