Aller Anfang ist schwer…

KurzgeschichteFreundschaft / P12 Slash
Victor Nikiforov Yuri Katsuki
10.05.2020
10.05.2020
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Aloha^^
Und hier kommt die nächste Bilder-Story. Viel Spaß beim lesen.




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Autor: Shikura Haera | Pair: Yuuri x Victor | Vicuuri
Genre: relationship, soulship, familyship, happiness
Disclaimer: Sayo Yamamoto | Idee ist von mir
Coverbild: https://i.pinimg.com/736x/c4/d0/de/c4d0de00cf6f7d15554612ac9c5ca70f.jpg
Link zu silberfeuer: https://www.fanfiktion.de/s/5eb809dc000242b729b0354c/1/Rosa-ist-deine-Farbe






Aller Anfang ist schwer…


Es war nun schon gut ein halbes Jahr her, dass Yuuri Silber gewonnen hatte. Seit diesem Tag hatte sich Vieles verändert und Einiges war wie immer geblieben. Er fühlte sich nach wie vor motiviert und richtig glücklich. Seine Beziehung mit Victor verfestigte sich immer mehr. Dennoch wusste er noch nicht viel über seinen Partner. Aber Yuuri war sich sicher, dass sich das auch noch ändern würde.
Während des Turniers hatten sie nicht so viel Zeit gehabt, sich miteinander auseinander zu setzen und sich schon einmal kennen zu lernen. Das halbe Jahr danach war einiges passiert.
Victor hatte sich zunächst fest bei Yuuri und seiner Familie einquartiert. Danach hatte er voller Tatendrang ein Ziel verfolgt, es jedoch keinem verraten wollen. Weder Yuuri noch dessen Eltern oder Freunden. Selbst Yurio hatte nichts gewusst. Der russische Yuri hatte nur in seiner typisch, genervten Art reagiert, als Victor verkündet hatte, nach Japan zu Yuuri zu ziehen.


Yuuri half gerade dabei, im Onsen seiner Eltern aufzuräumen, als Victor reingestürmt kam.
„Komm mit, Yuuri!“
„Wohin denn?“
„Das siehst du dann schon gleich!“ Victor ließ seinen Freund gar nicht antworten. Er griff seine Hand und zog ihn mit hinaus.
Yuuri hatte zunächst Schwierigkeiten, Schritt zu halten. Schnell aber konnte er aufholen, sodass er nun mehr neben als hinter Victor herging.

Es dauerte einige Minuten bis Victor anhielt.
Yuuri sah das das Haus vor ihnen an. Es erstreckte sich über drei Stockwerke plus Dach. Ein Vorgarten, welcher mit einem Lattenzaun vom Gehweg abgetrennt war. Dieser Zaun erstreckte sich um das Haus herum.
Victor zog ihn wieder mit sich. Er schloss die Tür auf, was Yuuri irritierte. Warum hatte Victor einen Schlüssel für das Haus? Ehe er aber fragen konnte, begann sein Partner ihm die Räume zu zeigen.
Eine große, offene Küche mit einer Kochinsel, ein Esstisch mit Stühlen. Ein Doppeltürkühlschrank.
Das Wohnzimmer war sogar noch größer als die Küche. Es befand sich ein großes Sofa in Form von einem U darin mit einem Wohnzimmertisch. In einer anderen Ecke befand sich ein japanisches, typisches Kotatsu. Ein großer Raum, welcher aufgrund der Regale wohl die Abstellkammer war.
Der Keller war riesig, war in drei Räume aufgeteilt.
Auch im zweiten Stockwerk waren die Räume recht groß. In einem Raum stand ein riesiges Bett. Es war so groß, dass Yuuri nur dachte, dass da mindestens vier oder fünf Leute problemlos drin liegen könnten.
Ein großes Badezimmer mit Eckbadewanne, großer Duschkabine und einer großen Waschamateur mit einem ebenso großen Spiegel darüber.
Auch im dritten Stock gab es ein Badezimmer, aber ein Stück kleiner als das im zweiten Stock. Andere Räume, die nicht groß eingerichtet waren.
Wieder zurück im Erdgeschoss zog Victor den Anderen quer durch das Wohnzimmer, öffnete die große Glasschiebetür und trat hinaus in den Garten – in den großen Garten.
Yuuri war überwältigt.

„Gefällt es dir?“
„… es ist unglaublich… Warum zeigst du mir das?“
„Ist es nicht offensichtlich? Das ist unser Haus.“
Yuuri sah ihn einen Moment lang an, dann: „NANI?!“ (jap. Was?)
„Du hast mich schon verstanden. Also, was sagst du?“ Lächelnd sah der Silberhaarige ihn an.
Es dauerte ein paar Minuten, doch dann antwortete er: „Ja… ja, auf jeden Fall!“
Lächelnd nahmen sie sich in den Arm.


Danach ging alles recht schnell und erst als die ersten Kisten mit ihren Sachen in das Haus gebracht wurden, wurde Yuuri bewusst, dass es mit Möbeln so gut wie komplett eingerichtet gewesen war. Was hätte Victor gemacht, wenn er nein gesagt hätte?
Aber eigentlich musste er sich die Frage gar nicht stellen. Victor kannte Yuuri und Yuuri kann ihm fast nichts abschlagen. Es war richtig gewesen, dass er ihn vor vollendete Tatsachen gestellt hatte.



Yuuri war in der Eishalle Ice Castle.
Es glitt über das Eis, machte Sprünge. Die Halle war still. Die Musik, zu die er lief und sprang, war in seinem Kopf.
Er war in seiner eigenen Welt gefangen.
Während er einfach nur lief, dachte er an Vieles aus den vergangenen Monaten.
Yuuri dachte an die vielen Niederlagen, Fehlsprünge vom Grand Prix. Wie er zurück nach Japan kam und das Programm von Victor lief. Dank der Kinder seiner Kindheitsfreundin Yuuko wurde der Lauf gefilmt und landete im Internet. Dies holte Victor nach Japan, ins Onsen seiner Eltern.
Victor verkündete ihm, dass er sein Trainer werden würde und so war es dann auch.
Er trainierte ihn, unterstützte ihn. Aber er sagte ihm auch, woran er arbeiten musste, wenn etwas nicht so war, wie es hätte sein sollen.
Yuuri erinnerte sich daran, als er gespürt hatte, dass aus seiner Bewunderung zu Victor mehr geworden war. Es war kein Schwärmen mehr, keine Bewunderung mehr. Er hatte seinem Vorbild nicht mehr nacheifern wollen. Er hatte mit Victor auf einer Stufe stehen wollen.
Zwischen hatte sich langsam aber deutlich etwas geändert. Und nachdem Victor ihn vor allen Zuschauern, den anderen Läufern und all den Menschen, die vor ihren Fernsehern saßen, geküsst hatte, hatte er gewusst, dass auch Victor es so sah wie er selbst. Dass sie mehr als Trainer und Schüler waren. Dass sie mehr als Freunde waren.


Der schwarzhaarige Japaner wurde aus seinen Gedanken gerissen. Jemand rief seinen Namen.
Er hielt an und sah sich um. Vier Kinder standen am Rand der offenen Bande. Sie winkten ihm lächelnd zu.
Er fuhr zu ihnen.
„Hallo Yuuri!“
„Trainierst du?“
„Wir stören doch nicht, oder?“
„Würdest du uns vielleicht was beibringen?“
Wow, Yuuri wusste gar nicht, dass selbst die Kleinsten zu ihm aufblickten. Noch dazu kam, dass er nie im Leben damit gerechnet hätte, dass man ihn fragte, ob er ihm was beibringen könnte.
„Hast du denn Zeit dafür? Wenn nicht, dann ist das nicht schlimm.“
Er lächelte die Kinder an.
„Was haltet ihr davon, wenn wir uns Morgen um die gleiche Uhrzeit hier treffen und dann bringe ich euch das bei, mit dem ich damals angefangen habe, Eiskunstlaufen zu lernen.“
„Jaaaaaa!“, riefen die Kinder gleichzeitig freudig aus.
Er sah ihnen nach, wie sie sich auf den Weg zum Ausgang machten. Es war irgendwie niedlich.

Erst ein paar Augenblicke später wurde Yuuri bewusst, was er da für den nächsten Tag versprochen hatte. Wie sollte er den Kindern denn etwas beibringen? Er selbst hatte doch bis jetzt auch immer Jemanden gehabt, der ihm alles beigebracht und gezeigt hatte.
Natürlich, als Kind hatte er mit Yuuko zusammen geübt. Sie beide hatten sich selbst beigebracht, was sie damals konnten. Aber sie hatten auch oft das, was sie von Victor gesehen hatten, als Vorlage genutzt. Sie hatten geübt und nie aufgegeben. Schließlich hatten sie sich auch an Sprünge gewagt und dann am Ende hatten Yuuko und er angefangen, Victor nachzuahmen, waren das gelaufen, was er im Fernseher gezeigt hatte.
Wie sollte er den Kindern bitte Morgen erklären und zeigen, was sie machen mussten, machen sollten?
Er musste wohl gleich mit Victor darüber sprechen. Er wusste sicher einen Rat für Yuuri!


Yuuri war noch einige Zeit gelaufen, ehe er sich auf den Heimweg gemacht hatte. Victor hatte ihn lächelnd begrüßt. Während des Abendessens hatte Yuuri seinem Freund von dem Gespräch mit den Kindern erzählt. Hatte erzählt, was er versprochen hatte und er nun nervös sei. Nicht wüsste, was genau er denn zeigen und erklären könne.
Victor hatte einfach gemeint, er solle an das denken, was er damals als Kind als erstes gelernt hatte und es dann immer weiter aufbauen.
Damit war er echt motiviert, heute zu dem Treffen mit den Kindern zu gehen. Victor würde mitkommen.

Nun stand er mit den Kindern auf dem Eis, Victor lehnte an der Bande.
Yuuri erklärte ihnen, was er ihnen nun zeigen würde und machte es schließlich vor. Er ging es schrittweise an, ließ sie es nacheinander selbst laufen.
Die Anfänge waren holprig, aber das sind die auch bei ihm damals gewesen.
Er nahm sich die Zeit, es ihnen in Ruhe auch noch zwei oder drei Male mehr zu erklären und zu zeigen. Die Kinder waren lernfähig und aufmerksam. Sie gaben sich alle Mühe das, was er zeigte, nachzumachen und es auch hinzubekommen.


Lächelnd sah Victor dabei zu, wie sein Partner den Kindern das Eiskunstlaufen beibrachte. Er ging in dieser Rolle richtig auf und bemerkte es nicht einmal. Aber das war typisch Yuuri, wie er inzwischen schon lange wusste.
Victor verliebte sich gerade noch ein bisschen mehr in seinen Freund!
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