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30 Nächte auf hoher See

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Arya Stark Gendry
10.05.2020
19.07.2020
30
9.186
7
Alle Kapitel
44 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
10.05.2020 410
 
Hey zusammen :)
Willkommen zu einem weiteren Projekt von mir, diesmal ein Beitrag zum Projekt 30 Nächte. Da mir durchaus aufgefallen ist, dass in meinen letzten Projekten hauptsächlich von Mord und Totschlag die Rede war, soll es diesmal etwas kuscheliger zu und hergehen. Natürlich kommen auch in diesem Projekt ernstere Stichworte und Themen vor, allerdings ist vermehrt mit Fluff und Romanze zu rechnen (soweit man das von einer Person wie Arya behaupten kann). Jedes der 30 Kapitel wird exakt 300 Worte lang sein – ohne diese Vorgabe die ich an mich gestellt habe, wäre das ganze nur wieder viiiel zu ausufernd geworden ;) Nun wünsche ich euch viel Spass beim Lesen.


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Das Rauschen des Meeres hatte etwas beruhigendes an sich. Obwohl sie die Meerenge zweimal überquert hatte, einmal nach Braavos, einmal zurück, fiel ihr das in dieser Nacht zum ersten Mal auf. Es war die erste Nacht auf ihrem eigenen Schiff, die erste Nacht in eine ungewisse Zukunft. Sie war zufrieden, für ihre Verhältnisse schon fast glücklich. Aber eben nur fast.

Während sie den Blick an die Sterne heftete um zu überprüfen, ob sie auch wirklich den Kurs Richtung Westen hielten, überlegte sie warum das so war. Ihren verbliebenen Geschwistern ging es gut. Ja, sie zählte Jon nach wie vor als ihren Bruder, er würde es auch immer bleiben. Er war hinter die Mauer zurückgekehrt, lebte unter den Wildlingen. Für ihn war das in den nächsten Jahren das Sicherste, schliesslich hatten nicht alle erkannt, was für einen Dienst er den sieben Königslanden erwiesen hatte, als er Daenerys tötete. Sansa war nun die rechtmässige Königin des Nordens und die verbliebenen sechs Königslande wurden von Bran regiert.

Sie alle hatte ihren Weg eingeschlagen und auch Arya bereute ihre Entscheidung nicht. Aber etwas fehlte. Jemand fehlte. Sie war keine Lady, hatte nie vor eine zu werden. Sie bereute nicht, dass sie Gendrys Hochzeitsantrag abgelehnt hatte. Sie war keine Ehefrau, sie war keine Mutter, sie war Kriegerin und vielleicht auch bald Entdeckerin eines neuen Kontinents. Doch das änderte nichts an ihren Gefühlen für Gendry. Sie hatte so viele Jahre keine Gefühle mehr zugelassen, dass es schwierig war, was sie für ihn empfand richtig einzuordnen. Doch nun würde sie nie die Gelegenheit bekommen, es wirklich herauszufinden. Sie, die als Lady geboren war, unterwegs in eine ungewisse Zukunft. Er, als Bastard geboren, war nun der Lord von Sturmkap. Und sie gönnte es ihm. Das tat sie wirklich. Was aber nichts daran änderte, dass sie ihn schrecklich vermisste.
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