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Return into your time

von -Mayumi-
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18
Kagome Sesshoumaru
09.05.2020
16.01.2021
22
37.426
14
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Dieses Kapitel
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13.01.2021 1.284
 
Ich will ihn sehen


Wie von selbst setzten sich ihre Beine langsam in Bewegung. Sie nahm ihre Umgebung nicht mehr wirklich wahr. Viel zu sehr war sie mit ihren Gedanken ganz woanders. Ihr Herz schmerzte immer mehr, je mehr Zeit verging. Sie fühlte es einfach. Es dauerte nicht mehr, bis sie schlussendlich für immer in ihre Zeit zurückkehrte. Vielleicht… blieb ihr gerade mal noch eine Stunde oder auch noch 2, die sie hier noch nutzen konnte. Nur was sollte sie noch machen? Sie war mit ihrem Latein am Ende. Sie wusste einfach nicht weiter.

Ihre Beine führten Kagome immer tiefer durch das Dickicht, bis sie schlussendlich auf der Lichtung, wo der Gezeitenbaum stand, stehen blieb. Genau vor dem großen Baum, der die halbe Lichtung für sich einnahm, blieb sie stehen. Mit trübem Blick lagen ihre Augen an dem Baum, an dem so viele Erinnerungen hingen. Genau hier hatte alles vor 3 Jahren angefangen. Genau an diesem Baum war sie damals Inuyasha begegnet. Eine Begegnung, die vieles in ihr Leben verändert hatte. Eigentlich hatte es ihr komplettes Leben geändert. Wie oft war sie wegen des Hanyous in ihre Zeit geflüchtet, weil er sie stets und ständig verletzt hatte? Weil er sich einfach nicht entscheiden, für wen sein Herz wirklich schlug. In ihrer Zeit war sie oft mit ihren Gedanken bei ihm gewesen. Auch bei ihren Freunden. Und obwohl sie bei ihrer Familie in ihrer Zeit war und Abstand zu Inuyasha brauchte, vermisste sie trotzdem all ihre Freunde. Nur für ihre Freunde war sie immer wieder zurückgekehrt, weil sie einfach nicht mehr ohne sie leben konnte. Und je mehr Zeit verging, desto enger wurde die Freundschaft zu jedem. Sie waren keine Freunde mehr. Sie waren zu einer Familie herangewachsen. Eine Familie, die Kagome über alles liebte und nicht mehr wissen wollte. Nie mehr.

Sie konnte in ihrer Zeit nicht mehr glücklich werden. Dafür liebte sie ihre Freunde viel zu sehr, als dass sie sie einfach zurücklassen könnte. Dafür hatten sie auch viel zu viel gemeinsam erlebt. Gute, sowie auch schlechte Erfahren gesammelt. Und trotzdem waren sie füreinander da. Noch ein letzten warf Kagome auf den Gezeitenbaum, an denen so viele Erinnerungen hingen. Der Ort wo alles damals seinen Anfang nahm.

Langsam wandte Kagome dem Gezeitenbaum den Rücken zu. Ihre Beine führten sie immer weiter weg von dem Ort. Dafür immer tiefer in den Wald. Eine ruhige Idylle war zu verspüren. Nur hier und da gab es ab und zu mal ein paar Grillen, die ihre Musik mit den anderen Waldbewohnern teilen wollten. Sonst herrschte eine angenehme Ruhe. Hin und wieder wehte mal ein laues Lüftchen und umspielte die schwarzen Haare Kagomes.

Da Kagome ihren Gedanken nachging, bekam sie somit auch kaum mit, wohin ihre Beine sie trugen. Erst als sie das Wasser eines Flusses rauschen hörte, kam sie wieder ins hier und jetzt. Mit großen Augen blickte sie zum Fluss, der an Musashi grenzte. Ein verbittertes Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie den Ort erkannte. Genau hier war sie gestern Abend Sesshomaru begegnet. Was für ein Zufall dachte sich Kagome verbittert. Ihre Beine hatten sie genau hierher gebracht. An dem Ort, wo sie in Sesshomarus Armen eingeschlafen war. Der Ort, wo sie langsam zur Erkenntnis kam, dass sie sich in Sesshomaru verliebt hatte.

Bei dem Gedanken zog sich ihr Herz schmerzlich zusammen. Allmählich bildeten sich Tränen in ihren Augen, die wie Bäche über ihre Wangen liefen. Ihr Körper begann zu zittern. All die Erinnerungen von gestern Abend, sowie heute Morgen prasselten wie eine Lawine über sie ein. All die schönen Momente, die sie gemeinsam verbracht hatten. Wie sie in seinen Armen eingeschlafen und am nächsten Morgen aufgewacht. Die intensiven Blicke. Die zärtlichen Berührungen. Der beinahe Kuss. Wie sie sich gegenseitig neckten. Der letzte Moment, wo sie sich die beiden noch einmal tief in die Augen sahen, bevor Sesshomaru dann aus ihrem Blickfeld verschwand. Die Erkenntnis ihn nie wiederzusehen traf Kagome wie ein Fausthieb. Dabei wollte sie ihm noch so vieles Erzählen. Noch viel mehr Zeit mit ihm verbringen. Ihm gestehen, wie sehr sie ihn doch liebte. Sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen konnte.

Immer mehr Tränen liefen ihre über Wangen. Die pure Verzweiflung umgriff ihr schmerzendes Herz, wie die Dunkelheit. Nur noch ein Name herrschte in ihren Gedanken. Der Name der Person, den sie unter allen Umständen noch einmal sehen wollte. Laut schluchzte sie in die Nacht. Wieso nur? Warum musste das Schicksal so grausam zu ihr sein? Sie wollte nicht von hier verschwinden! Seit ihrer Geburt war es ihr Schicksal Naraku zu besiegen. Nur warum gab man ihr die Möglichkeit nach 3 verdammten, langen Jahren ins Mittelalter zurückzukehren? Nur damit sie nach 3 Wochen erfährt, sie müsse wieder zurück in ihre Zeit? Man gab ihr die Möglichkeit Zeit mit ihren Freunden zu verbringen, um möglichst viele Erinnerungen zu sammeln. Daran glaubte sie doch selbst nicht! Dann hätte man erst gar nicht zulassen sollen, dass sie die Möglichkeit hätte, wieder zu ihren Freunden zurückzukehren. Dies war doch alles nur ein mieses Spiel von Tsukuyomi um sie leiden zu sehen. Mehr war das doch nicht…

Dabei hatte sie die letzten 24 Stunden schon genug gelitten. Das Gespräch mit Tsukuyomi, was sie ziemlich aufgewühlt hatte. Ihre Gedanken rund um ihre Freunde, ob sie es ihnen überhaupt erzählen sollte oder doch nicht. Das Aufeinandertreffen mit Sesshomaru, was ihre Gefühle aufmischen ließ. Die gemeinsame Übernachtung in ihrer Hütte. Der beinahe Kuss, was ihr Herz höher schlugen ließ. Aber das, was Kagome wirklich schwer getroffen hatte, war, dass Sesshomaru am Morgen in den Osten aufgebrochen war… Die Chance ihn je wiederzusehen... waren einfach hoffnungslos. Ab da ging es ihr immer schlechter. Sie hatten ihren Freunden alles gebeichtet, obwohl ihr dies sehr schwerfiel. Aber ihr blieb keine andere Wahl. Ihre Freunde verdienten alle die Wahrheit zu erfahren. Einer der schönsten, aber auch qualvollsten Momente war die Zeit mit ihren Freunden am See zu verbringen. Alle waren sie beisammen gewesen und hatten viel Spaß miteinander, obwohl jeder wusste, die Zeit rannte ihnen davon. Nur einer hatte gefehlt… Sesshomaru… Zudem hatte Inuyashas Liebesgeständnis, sowie sein versuchter Kuss Kagome ziemlich aufgewühlt. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass der Hanyou noch Gefühle für sie hegte. Das schlimmere Übel war aber, dass er einfach die Situation hatte ausnutzen wollen, um sie zu küssen, obwohl er genauestens, dass sie Sesshomaru liebte und nicht mehr ihn. Sie wollte nur von einem Mann geküsst werden. Nicht von Inuyasha. Sondern nur von Sesshomaru. Ihr Herz schrie nur nach diesem Mann. Ihre Gedanken drehten sich nur einem Mann.

Sesshomaru.

Immer wieder schluchzte und schrie sie ihre Schmerzen hinaus. Ihr Herz schmerzte fürchterlich. Die Sehnsucht nach Sesshomaru wurde von Sekunde zu Sekunde schmerzerfüllter. Sie wollte ihn noch ein letztes Mal sehen! Wollte noch einmal in seine wundervollen Augen blicken. Seine beruhigende Stimme hören. Noch einmal wollte sie von ihm in den Arm genommen geworden. Nur noch einmal bevor sie für immer in ihre Zeit verschwand.

Ein allerletztes Mal!

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Das ist ein ziemlich mieser Cliffhänger oder?
Kagome geht es zunehmend immer schlechter. Was wird mit ihr geschehen? Lasst euch überraschen. :D

Ich wollte euch zudem noch eine Info da lassen.
Mit mehreren Stunden Arbeit und einem guten Freund habe ich es endlich geschafft meine persönlichen Hürden für das eine bestimmte Kapitel geschafft. :D Es hat mich 2 Nachmittage gekostet alles ausführlich zu schreiben. Ich habe mir vorher eine menge Stichpunkte gemacht. Hab nebenbei mit meinem Kumpel geredet, wie der Ablauf des Kapitels werden soll. Und LEUTE! Heute habe ich geschafft! Meine persönliche Hürde ist somit überwunden. Aber wie es weiter gehen wird, kann ich noch nicht genau sagen. Es sind noch einige Kapitel geplant, bis diese Geschichte irgendwann beendet ist. c:

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend. :D
LG May
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