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Gebrochenes Herz

GeschichteDrama / P18
Sophie Brown Titus Kralle
06.05.2020
06.05.2020
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1.675
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Dunkelheit. Nichts als Dunkelheit umgab ihn. Das Blut rauschte durch seinem Kopf und er spürte den kalten Angstschweiß seine Stirn hinunterlaufen, während das Adrenalin durch seinen Körper schoss. Er versuchte etwas zu erkennen, doch nichts als schwarz schien in dem Raum um ihn zu sein. Erneut zog er an seinen Fesseln an den Hand – und Fußgelenken, doch wer immer ihn festgebunden hatte, hatte gewusst was er tat. Er versuchte sich zu erinnern, was passiert war, doch alles was er noch wusste war der dröhnende Schmerz in seinem Kopf und wie er in rasender Geschwindigkeit das Bewusstsein verloren hatte. Er versuchte die Panik zu unterdrücken, die schon die ganze Zeit in ihm hochzusteigen versuchte, doch es gelang ihm nicht mehr. Ganz ruhig, Titus!, zischte er sich selbst mit zusammengebissenen Zähnen zu, doch es half nur wenig. Wo war nur Sophie? War sie auch entführt worden – war ihr etwas passiert? Bei diesen Gedanken geriet Titus nun endgültig aus der Fassung, panisch zog er an seinen Fesseln, doch er verletzte sich dabei nur seine Handgelenke. Er war gefangen.

Wusch! Mit einem Schlag wurde es hell im Raum, als jemand den Lichtschalter umlegte. Geblendet von dem plötzlichen Licht kniff Titus die Augen fest zusammen, nur um sie schnell wieder aufzureißen und sich stark blinzelnd umzuschauen. Zum ersten Mal konnte er den Raum sehen, indem er sich seit Stunden befand. Der Raum kam ihm seltsam bekannt vor, als wäre er schon einmal hier gewesen und tatsächlich erkannte er einen bequem, aber sicher ausgestatteten Gefängnisraum im Keller des Hauptquartiers, in der er tatsächlich in seiner vergangenen Karriere als Schurke selbst schon gesessen hatte, bevor er vor einiger Zeit sein Leben mit Sophie begonnen hatte. Vom Kontrollraum aus war das Zimmer einfach zu überwachen, da es mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet war, das wusste er aus eigener Erfahrung, es würde also nicht lange dauern, bis ihn jemand hier finden würde. Aber wer zum Teufel hat mich überhaupt hierhergebracht?, wunderte er sich noch immer mit einem flauen Gefühl im Magen. Plötzlich trat eine Gestalt aus der Tür ins Licht, eine zierliche junge Frau die ihn musterte. „Sophie!“, strahlte Titus erleichtert und alle Anspannung fiel von ihm ab – seine wundervolle Freundin hatte ihn gefunden und würde ihn befreien, er hatte nichts mehr zu befürchten. „Nicht ganz…“, antwortete ihm Sophie mit ihrer vertrauten Stimme, dennoch klang sie anders, irgendwie höhnisch und nicht nach seinem geliebten Schnuckelchen. Mit einem bösen Grinsen kam Sophie auf ihn zu und war nun ganz zu sehen. Titus sackte das Herz in die Hose. Das war nicht Sophie – nicht seine Sophie. Triumphierend funkelte Sophies böser Klon ihn an und Titus wusste, er war verloren. Nur zu gut erinnerte er sich, wie er den Klon erschaffen und begehrt hatte, da er schließlich den Körper seiner Angebeteten besaß; schnell hatte er jedoch erkannt, dass es zwar einfacher wäre, eine ebenfalls böse Freundin zu haben, dieser Klon jedoch nicht in Frage kam, da er ihn hasste. Es war für ihn eine große Überraschung gewesen, als die böse Sophie sich eines Tages umentschied und ihn wollte, doch es war zu spät gewesen – er hatte seine wahre Liebe bereits erobert und war glücklich mit ihr. Der Klon hatte getobt und alles versucht, ihn zurückzugewinnen; er war wie besessen, sodass Titus und Sophie ihn eines Tages hatten loswerden müssen. Und nun war sie zurück und hatte ihn gefunden.

„Endlich gehörst du nur mir!“, zischte die böse Sophie und Titus musste schlucken, da sie so verdammt heiß aussah in dem engen, kurzen Kleid das sie trug. Natürlich bemerkte seine Entführerin seinen Blick sofort und ein Lächeln huschte über ihre Lippen. „Gefällt dir was du siehst Liebster?“, zwitscherte sie verführerisch und brachte ihren Körper gekonnt in Szene um noch hinreisender auszusehen. Warum muss sie auch aussehen wie mein wunderschöner Engel! ärgerte sich Titus und antwortete laut: „Nein, es gibt nur eine Frau für mich, nämlich die wahre Sophie, und nur sie will ich!“ „So so…“, erwiderte der Klon mit gespieltem Erstaunen, „aber soweit ich weiß gibt dir dein kleines Schnuckelchen nicht ganz was du willst. Ich denke, sie lässt dich immer noch nicht ran, vertraut dir noch nicht genug, ist sich noch nicht sicher…“ Titus sog scharf die Luft ein. Woher wusste diese Person so viel über seine Beziehung, wie lange beobachtete sie sie schon? „Ich weiß, dass dir dadurch etwas fehlt, Titus, ich weiß wie sehr es dir fehlt und ich weiß, dass du mich willst – du willst es nur noch nicht wahrhaben.“, wisperte sie ihm ins Ohr, nachdem sie langsam auf ihn zugekommen war und sich neben ihn auf das provisorische Bett gesetzt hatte, an welches er gefesselt war. Langsam erhob sie sich wieder, drehte ihm den Rücken zu und öffnete den Reisverschluss ihres Kleides. Langsam glitt es an ihrem schlanken, kurvigen Körper hinunter, den Titus so gut kannte, jedoch tatsächlich noch nie berührt hatte – seine Freundin wollte es so und er akzeptierte es zähneknirschend, nachdem es darüber viel Streit gegeben hatte. Nun waren seine Augen an den identischen Rücken geheftet, an die schönen Rundungen, die makellose helle Haut, das kleine Muttermal auf ihrem Schulterblatt; sie trug keinen BH und stand nur noch im Slip vor ihm. Titus spürte wie das Blut begann Richtung Körpermitte zu fließen, doch er biss die Zähne zusammen – das konnte er auf keinen Fall zulassen. Die falsche Sophie löste ihr hochgestecktes Haar sodass es in goldenen Wellen über ihren Rücken floss. Nun drehte sie sich langsam zu ihm um, seine Augen trafen auf ihre wohlgeformten Brüste und er konnte den Blick kaum abwenden. Nach einer kleinen Ewigkeit schaffte er es dennoch, nach oben zu blicken, er sah ihr bildhübsches Gesicht – und die kalten eisblauen Augen die ihn gierig anfunkelten; das war nicht diejenige die er wollte. Titus zerrte nun erneut verzweifelt an den Fesseln, die ihn ans Bett banden, doch er konnte sich nicht befreien und die böse Sophie kam erneut auf ihn zu, beugte sich über ihn und küsste ihn. Er erwiderte den Kuss zwar nicht, fühlte sich aber sofort schuldig als er genussvoll ihren Duft einsog, der dem seiner Freundin aufs Haar glich. Als sie nun ein Messer aus der Tasche auf dem Stuhl neben sich zog, den er bisher nicht bemerkt hatte, keuchte er entsetzt auf – mit einigen gekonnten Schnitten trennte seine Entführerin seine Kleidung auf, sodass er entblößt vor ihr lag. Gierig verschlang sie ihn mit ihrem Blick, der schließlich an seinem erregten Glied hängen blieb, welches er so sehr versuchte unter Kontrolle zu bekommen. „Da geht aber noch mehr mein Liebling“, stellte die böse Sophie mit einem erregten Lächeln fest, welches in starkem Kontrast zu ihren engelhaften Gesichtszügen stand. Langsam schloss sie ihre Lippen um seinen Schwanz und begann langsam daran zu saugen und ihn mit der Zunge zu verwöhnen. Titus stöhnte auf und merkte, wie sich sein Widerwille in Lust auflöste. Er musste hier raus, aber schnell, doch der Klon machte seine Sache zu gut und er stöhnte erneut auf.

Ich muss ihn finden! Dieser Gedanke war der einzige, den Sophie seit Stunden denken konnte. Seit Titus verschwunden war, hatte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen können und als sie vor wenigen Minuten von Chef Gontier erfahren hatte, dass seine Armbanduhr im Umkreis des Hauptquartiers lokalisiert worden war, war sie einfach losgerannt, ohne auf weitere Anweisungen zu achten. In ihrer Vorstellung war er schon halb tot oder sonstiges und die Angst spornte sie an. Sie rannte durch alle Räume im Obergeschoss des Hauptquartiers, aber ohne Erfolg. Nun spurtete sie die Treppe hinunter, rannte am Kontrollraum vorbei – und legte eine Vollbremsung hin um in den Kontrollraum hinein zu sprinten. Die Monitore waren alle ausgeschaltet und sie würde sie einzeln hochfahren müssen, aber dadurch konnte sie es sich sparen, die gesamte Verhör – und Gefängnisanlage des Hauptquartiers zu durchsuchen. Sie begann hektisch, auf die Einschaltknöpfe an allen Rechnern zu drücken, die langsam begannen sich anzuschalten. Einer nach dem anderen leuchtete auf und zeigte ein Bild des Raumes, welchen er überwachen sollte. Nichts! stellte Sophie verzweifelt fest und wollte den Raum schon verlassen, als ihr der letzte Monitor ein Bild darbot, mit welchem sie im Leben nicht gerechnet hätte. Mit vor entsetzen geweiteten Augen sah sie ihren Titus, nackt an ein Bett in einem der Räume gefesselt, mit ihrer größten Widersacherin bei ihm: Ihr eigener Klon, der ihr aufs Haar glich und dennoch den genau gegenteiligen Charakter von ihr selbst aufwies. Gerade nahm sie ihren Mund von seinem Penis und küsste ihn, während sie sich ihren Slip langsam auszog. Sophie schlug sich die Hände vor den Mund, war aber zu erschrocken um ihren Körper zu weiteren Bewegungen zu zwingen. Unfähig sich zu rühren musste sie zusehen, wie sich die böse Sophie auf Titus Schwanz gleiten lies und ihr Freund aufstöhnte, als er zum ersten Mal ihren Körper spürte. Er wehrte sich noch immer, doch nach und nach übernahmen seine Lust und seine Erregung die Oberhand und er bewegte sich den rhythmischen Stößen der falschen Sophie entgegen. Als diese erkannte, dass sie ihn für sich gewonnen hatte, löste sie langsam seine Fesseln. Die schockstarre Sophie im Kontrollraum erkannte damit die Chance für ihren Freund, doch als er sich nicht unter ihr zu befreien versuchte, wusste sie, dass sie ihn verloren hatte. Weinend sank sie an der Wand hinter ihr hinunter und musste zusehen, wie Titus seine neue Partnerin gekonnt herumdrehte und nun er oben war. Sie bewegten sich im selben Rhythmus, schnell und fest. Sophie schaltete die Monitore aus, riss sich die Kette die Titus ihr einst geschenkt hatte vom Hals und schleuderte sie zu Boden. Mit gebrochenem Herzen verließ sie den Kontrollraum.

Als Titus spürte, dass er kam, beschleunigte er seine Stöße nochmal und brach dann zusammen. Als sich sein Atem beruhigte und seine Erektion zurückzog, wurde ihm schlagartig klar, was er getan hatte und die schöne Frau unter ihm blinzelte ihn unschuldig an. „Das war Wahnsinn mein Schatz und du wirst dich daran gewöhnen, denn dein liebes Schnuckelchen dürfte durch meine Nachricht die ich an ihren Chef Gonier geschickt habe alles vom Kontrollraum aus gesehen haben, und nun wird sie wohl nicht mehr dein Schnuckelchen sein wollen…“
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