Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Prosper & Wespe - Liebe kennt keine Grenzen

GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bonifazius Ida Spavento Prosper Victor Getz Wespe
06.05.2020
07.05.2020
2
2.095
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
06.05.2020 942
 
Prosper erwachte und streckte sich gähnend als die ersten Sonnenstrahlen des Tages durch das halb geöffnete Fenster fielen und ihm auf der Nasenspitze herumtanzten.
Er rieb sich noch halb in seinem Traum versunken den Schlaf aus den Augen und streichelte wie in Trans über Wespes warmes dunkelbraunes Haar.

Die letzte Nacht mit ihr war so schön gewesen.
Er liebte das Gefühl ihr so nah zu sein.
Wie sie ihn küsste und ihm durch sein lockiges schokobraunes Haar wuschelte machte ihn nach wie vor so verrückt nach ihr.
Jedes Mal wenn sie ihn berührte oder auch nur ansah hatte er Schmetterlinge im Bauch.
Er war noch immer so sehr in sie verliebt wie am ersten Tag, wenn nicht sogar mehr.

Er schob diesen kitschigen Gedanken beiseite und musste lächeln.
Als ein kühler Windhauch ins Zimmer wehte und Wespe im Schlaf leicht fröstelte nahm Prop seine Decke und legte sie schützen über Wespes nackten Körper. Sie nuschelte nur etwas unverständliches und legte ihren Kopf auf seine Brust. Sein Beschützerinstinkt war erwacht und er zog sie ganz nah an sich.
Der kühle Windhauch, der zweifellos von einem Venedigs unzähliger Kanäle zu ihnen hinauf gestiegen und sich einen Weg in Prospers und Wespes, inzwischen gemeinsames Zimmer, gebahnt hatte war nur eins der wenigen Anzeichen dass der Winter bald über das Meer nach Venedig kommen würde.

Prosper lächelte glücklich und dachte an letzte Weihnachten.
Ida und Viktor hatten Wespe und ihn damals mit dem gemeinsamen Zimmer überrascht.
Unter lautem Gekicher Bos hatten ihre Adoptiveltern sie mit verbundenen Augen die Treppen in den dritten Stock hinauf geführt wo sie eine Tür geöffnet- und ihn und Wespe unahnend in ihr neues Zimmer geführt hatten.
Als sie die Augenbinden schließlich abziehen dürften fanden er und Wespe ihr Geschenk vor. Wespe hatte vor Glück angefangen zu weinen und die ganze Familie fand sich plötzlich in einer, sich so wunderbar vertraut anfühlenden, Gruppenumarmung wieder.
Leicht betäubt von dieser wunderschönen Erinnerung öffnete er die Augen wieder und blickte sich im Zimmer um. Es war genug Platz für Wespes Bücher und seine Computerspiele.
Außerdem stand an der Wand gleich neben dem Fenster ein großes, urgemütliches Boxspringbett. Prosper überlegte dass sie diesen Teil des Geschenkes wohl am meisten ausgenutzt hatten.
Bei diesem Gedanken musste er grinsen und drückte Wespe einen Kuss auf die Stirn.
Bei dieser schelmischen Beobachtung ging es ihm jedoch nicht nur um den Geschlechtsverkehr. Klar genoss er jede Minute dieser trauten Zweisamkeit und sein Herz schlug schneller wenn sie sich auf diese Weise ihre Liebe füreinander bewiesen aber vielmehr ging es ihm um das abendliche Kuscheln.
Er erinnerte sich genau an den Weihnachtsabend an dem sie mit ihrem wunderschönen Lächeln auf den Lippen, dass ihm jedes Mal den Kopf verdrehte, in seinen Armen eingeschlafen war. Er hatte einfach nur da gelegen und geistesabweisend über ihren Rücken gestreichelt.
Diesen Beschützerinstinkt konnte er jedoch an diesen kühlen Herbsttagen nicht so ausleben wie einst am Weihnachtstag vor einem Jahr.
Er hatte in der letzten Zeit bemerkt wie sehr sich Wespe von ihm und auch von den anderen Familienmitgliedern distanziert hatte.
Auch Ida war es aufgefallen. Sie hatte ihn am vorherigen Abend darauf angesprochen, aber als Prosper ihr auch keine Antwort auf diese Frage geben konnte und ihr nur traurig erzählte dass Wespe sich jede Nacht unruhig im Bett hin und her welzte wusste Ida dass sie am nächsten Tag mit ihrer Tochter reden musste.

Prosper hatte Wespe natürlich auch schon darauf angesprochen doch bekam jedes Mal die selbe Antwort "Es ist alles in Ordnung Prop. Du musst dir wirklich keine Sorgen machen, mir geht es gut".
Auch gestern Abend als sie nach ihrem Geschlechtsakt aneinander gekuschelt im Bett lagen und Prosper das Thema ansprach wurde die Stimmung im Raum kälter und Wespe gab ihm die Antwort die sie ihm immer gab. Auch der Kuss den sie ihm danach auf den Mund drückte änderte nichts an seiner Sorge. Abgesehen von der Distanz die sie zur ganzen Familie wahrte war Prosper in den letzten 2 Wochen ein paar Mal aufgefallen dass sie morgens anscheinend unter Übelkeit litt. Er überlegte dass dies vielleicht daran liegen könnte dass sie den restlichen Tag über viel mehr aß als sie alle es von ihr gewohnt waren. Ein paar Pfunde hatte sie wahrscheinlich auch zugelegt.
,,Aber darauf würde ich sie nicht ansprechen", dachte er, ,, Bewahre nein! Eher würde ich mich in den Kanal stürzen!" Er wusste nur zu gut das es keine gute Idee wahr eine Frau zu fragen ob sie zugenommen hatte, seid Viktor dies an einem sonnigen Nachmittag seine Frau gefragt hatte. Nach einer saftigen Ohrfeige für Viktor und einem: ,,Ich empfehle dir sowas nie zu Wespe zu sagen Prosper!" War Ida Spavento-Getz beleidigt aus dem Wohnzimmer gegangen.
Er hatte sich nach diesem Ereignis hoch und heilig geschworen NIEMALS eine Frau geschweige denn seine Wespe nach so etwas zu fragen, was ihm von Ida ein "besser so" einbrachte.
,,Sowieso..", dachte er, ,, Es würde mich nie stören wenn Wespe zunimmt." Sie war sowieso so zierlich und dünn und auch nur wer sie besser kannte bemerkte dass sich unter ihrem Oberteil ein kleines "Speckbäuchlein" wie Prosper es liebevoll nannte wölbte.
Er beschloss sie nach dem Frühstück zur Rede zu stellen und besann sich nun darauf sie zu wecken. ,,Guten Morgen Prinzessin" er gab ihr einen Kuss. Wespe öffnete die Augen und tat so als ob sie gerade erst erwacht war.
Er wusste ja nicht dass sie schon die ganze Zeit da gelegen hatte und dem Grund des 'Mysterium' um ihren Bauch und ihrer Distanz zu den anderen viel näher auf die Schliche gekommen war als Prosper....
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast