Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Plan - Der verlorene Schatz

von JaliceTo
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / MaleSlash
Berlin / Andrés Denver Der Professor / Sergio Marquina Palermo / Martín Raquel Murillo
05.05.2020
16.08.2020
5
5.942
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
05.05.2020 1.372
 
Kapitel 1.


"Wie lange dauert es noch Mama?" - Cincinnati streckte sich in seinem Kindersitz und blickte ungeduldig aus dem Fenster des Autos. Der Sechsjährige freute sich darauf seine Freunde endlich wiedersehen zu können. Denn seit dem gemeinsamen Sommerurlaub in der Villa vom Professor und Lissabon war es nicht im Zeitplan vorgesehen, dass die Familie sich so schnell wieder sehen würde. Als Cincinnati von seinen Eltern erfahren hat, dass sie heute einen Ausflug machen würde und alle anderen auch dorthin kommen würden, hatte der Junge sich gefreut - bis er erfahren hatte wie lange sie mit dem Auto zu Ziel des Ausflugs fahren würden.

"Es dauert nicht mehr lange CC. Freust du dich schon darauf deine Freunde wieder zu sehen?", erwiderte Mónica und warf einen kurzen Blick auf das Navigationsgerät, das im Auto installiert war. Denver und sie freuten sich auch darauf, ihre Freunde und die Familie bald wiedersehen zu können. Nur etwas gedulden müsste ihr Sohn sich dennoch was die Ankunftszeit bei dem alten Schloss betrifft.
"Noch mehr warten ist aber ganz langweilig. Kann Daddy nicht schneller fahren?", erwiderte der Sechsjährige leicht ungeduldig und auf diese Frage kam ein amüsiertes Lachen von Denver.
"So ungeduldig CC?", fragte Denver nach und bekam ein ernstes Nicken von dem kleinen Jungen.
"Ja Daddy. Ich habe meine Freunde so lange nicht gesehen - ich habe sie vermisst", erwiderte CC und seufzte noch einmal dramatisch. Wenn Erwachsene schon sagten es würde nicht mehr lange dauern - dann konnte es sich nur um eine Ewigkeit handeln.


***


"Hast du an die Snacks gedacht? Nicht dass die Kindern schon wieder auf die Idee kommen, in irgendeine Küche einbrechen zu wollen, um Schokolade zu klauen"
"Hab ich. Und solange Denver nicht wieder etwas versteckt hat - werden die Kindern kaum einen Grund haben etwas ´retten´ zu wollen"
"Bist du dir sicher? Wir reden hier von den Kindern"
"Jetzt wo du es sagst....vielleicht sollten wir wieder ins Haus gehen?"
"Hast du Angst mit einer Gruppe von 8 Kindern ein Schloss zu besichtigen?"
"Ich habe bereits 7 Kinder großgezogen, nur wie du weist Liebling, war ich nie auf diesen Ausflügen oder Aufführungen in der Schule mit dabei. Wobei ich mir eher Sorgen darum mache - dass die Eltern der Kinder auf - dumme Gedanken kommen könnten"

Nairobi schmunzelte über die letzte Aussage ihres Ehemanns und verfrachtete die beiden Rucksäcke ihrer Töchter Ibiza und Malindi im Kofferraum und schloss diesen, bevor sie sich auf den Beifahrersitz fallen lies. Ihre beiden Kinder saßen mit einem verschlafenen Gesichtsausdruck in ihren Kindersitzen und ihnen würden recht bald die Augen wieder zufallen.
Dass die kleine Familie verschlafen hatten war nicht beabsichtigt gewesen - zu ihrem Glück lag die Burg aber nicht so lange von ihrem zu Hause entfernt und da die anderen sich auch etwas verspäten würden, wie Nairobi kurz nach der Abfahrt mit einem schnellen Blick in die Whatsapp Gruppe festgestellt hatte. Denn obwohl Denver mit seiner Familie bald das Ziel des Ausflugs erreichen würde - hatten die anderen etwas Verspätung und das beruhigte Nairobi sichtlich.

"Es wird wie eine große Klassenfahrt sein. Und so wie ich den Professor kenne, hat er schon alles durchgeplant und freut sich genauso auf diesen Ausflug wie wir. Es wird toll werden", versicherte Nairobi ihrem geliebten Bogotà voller Zuversicht.

***


"Nächstes Mal nehmen wir eine Burg die näher an unserem zu Hause ist Raquel. Haben die anderen auch Verspätung?"

Der Professor saß auf dem Fahrersitz und warf einen müden Blick in den Rückspiegel. Nicht nur das ihr Flug von Palawan 20 Minuten Verspätung gehabt hatte, nein seine Zwillinge Madrid und Edinburgh hatten sich seit dem Einstiegen in den Mietwagen darüber gestritten welches Königreich aus einem ihrer geliebten Filme besser war. Arendelle aus dem Disney Film Frozen oder Agrabah aus dem Disney Film Aladdin.  Und diese kindliche Diskussion der beiden 5 Jährigen brachte den Professor innerlich zum Verzweifeln. Und es lag noch eine ganze Weile Zeit vor der Familie, die zum Autofahren genutzt werden müsste.

"Bis auf Denver mit seiner Familie schon angekommen ist und Berlin, der Moskau auf dem Weg eingesammelt hat - haben die anderen auch Verspätung keine Sorge. Wenn du möchtest kann ich auch ein Stück fahren. Dann kannst du dich ausruhen?", schlug Raquel schmunzelnd vor und bemerkte den müden Blick ihres Mannes in den Rückspiegel.

"Es geht schon. Ist Paula  immer noch am schlafen? Sie hat den Flug schon so über sich ergehen lassen, da wundert es mich nicht, dass sie nun Schlaf nachholen möchte?"- fragte der Professor seine Ehefrau und er erinnerte sich noch gut daran, wie die mittlerweile 13 Jährige Paula auf dem gesamten Flug über, die Zwillinge beschäftigt hat, damit Raquel und er etwas schlafen konnten. Daher wunderte es den Professor nicht, dass der Teenager nun den Bedarf an eigenem Schlaf nachholen wollte.

***


"Okay Veince das reicht - gib Daddy das Tablet zurück, wir müssten bald am Schloss angekommen sein", Rio drehte sich nach hinten um und streckte die Hand flach aus, damit seine 5 Jährige Tochter das Tablet, was sie zum Zeitvertreib hatte nehmen dürfen, wieder an ihn zurück geben sollte. Doch die kleine Veince fand diesen Vorschlag so gar nicht toll und drückte das Tablet nur etwas fester an sich.

"Nein Daddy! Noch eine Folge anschauen", sagte Veince bestimmt und dachte nicht wirklich daran, das Tablet fort zu geben.
"Toledo darf auch", fügte das kleine dunkelhaarige Mädchen noch hinzu und deutete einmal auf den Sitz neben sich, in welchem der Sohn von Palermo und Helsinki saß und sein eigenes Tablet in den Händen hielt, Kopfhörer auf hatte und sich an der Diskussion nicht stören ließ.
"Toledo hat auch erst vor einer Viertelstunde angefangen sein Tablet zu nutzen Veince", konterte Rio und ignorierte das amüsierte Grinsen welches Tokio ihm vom Fahrersitz aus zuwarf.
"Das ist unfair Daddy", behauptete Veince überzeugt und stupste Toledo einmal an, in der Hoffnung von ihm Unterstützung zu bekommen. Aber der 4  Jährige warf ihr nur einen etwas genervten Blick zu.
Also stupste Veince ihn erneut an - was dazu führte, das Toledo einen sehr klagenden Laut von sich - der seine bis vor kurzem noch schlafenden Väter in ihren Sitzen aufschrecken ließ.

Nachdem Helsinki und Palermo erklärt bekommen haben, was die Ursache für die Unterbrechung ihres Schlafs war, gab Palermo ein genervtes Seufzen von sich.
"Ernsthaft? Dafür habe ich meinen wertvollen Schlaf unterbrochen? Wie lange ist es noch bis wir das Schloss erreichen? Zehn Minuten? Lass deiner Tochter für die Zeit noch ihr Tablet Rio", brummte Palermo, bevor er seinen Kopf wieder an Helsinkis Schulter legte und versuchte für den restliche Zeitraum der Fahrt noch etwas Entspannung zu finden.
"Es sind nur 10 Minuten - danach werden die Kinder den restlichen Tag lang herum laufen", fügte Helsinki noch beruhigend hinzu und schloss ebenso wie sein Partner für die restliche Fahrt erneut die Augen. Und Veince? Die war froh die eine Folge ihrer Serie noch weiter schauen zu dürfen.

***



"Daddy´s Schloss viel schöner" - mit einem Lächeln ließ Berlin seine fast 4 Jährige Tochter langsam auf dem Boden des Parkplatzes hinunter und folgte dem Blick des Kleinkindes hinauf zu dem Schloss, dass sich auf einem Berg befand.
"Ich weis dein Kompliment zu schätzen Andalucía - aber Daddy besitzt immer noch kein Schloss, nur einen Teil  eines wunderschönen alten Klosters", erwiderte Berlin und drehte sich dann zum Auto herum, aus dem Moskau ausgestiegen war. Berlin hatte ihn auf dem Weg zum Parkplatz eingesammelt, da Moskau einen Urlaub in der Nähe der Route gemacht hatte, die Berlin als Fahrstrecke auserwählt hatte und da die beiden schon lange ihre Streitigkeiten von damals abgelegt hatten, war es eine angenehme Fahrt gewesen.

"Grandpa!"

Innerhalb weniger Sekunden wurde Moskau von einem sehr motivierten Cincinnati umarmt und bekam einen Bericht darüber, wie langweilig und doof die lange Autofahrt doch gewesen war und das sein Daddy nicht schneller fahren wollte, wobei Denver das ja normalerweise auch immer tut. Dieser Satz brachte sowohl Moskau als auch Berlin zum lachen.Jetzt müssten sie nur noch warten, bis der Rest der Familie mit ihren Autos auf dem Parkplatz eintreffen würde.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast