Minidrache

von Lifegamer
KurzgeschichteFantasy / P12
05.05.2020
23.05.2020
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23.05.2020 293
 
Ach - Schittos! Ich bin nun allein ...

Na gut, es gibt ja noch Orpheus. Der brav an der allgemeinen Grenze zwischen Sein und Nichtsein verharrte.

Und nun?
Ihr habt eine tolle Bürokratie entwickelt, also echt mal! Und alles hat seinen Preis, sagt man bei euch Menschlein. Das Leben ist unbezahlbar und selbst nach dem Nichtmehrsein, gilt nur bare Münze. Die bei euch per Gesetz erhoben werden, kost es was es wolle und egal ob die Trauernden sich das Ableben ihrer Lieben leisten können. Sollte man nicht meinen, das die Sache mit dem Trauern teuer genug ist? Ach ja, das ist eine der wenigen Sachen, bei denen ihr noch keinen in sogenanntes Geld verwandlungsfähigen Maßstab erfunden habt. Aber ich versprech dir, ich werd bei den nächsten Eierschlüpfungen aufpassen, vielleicht ist ... ah, was hat Serina gegrinst, als sie die Möglichkeit als rhetorisch abtun wollte. Und ich ihr eines unserer Geheimnisse einfach verraten mußte. Du wirst mir sicher zustimmen, als Drache wiedergeboren zu werden ist potentiell besser, als wenn man als Regenwurm vom nächsten Piepmatz gleich wieder weggefuttert wird. Der Mist dabei ist ja eher, du weißt nix mehr. Aus einem der früheren Vorleben.

Wieso ist eigentlich kein Alkohol im Haus?
Am besten, aber vielleicht kennt Orpheus die Sorte Konjak nicht. Die in einem Bergland namens Armenien gebrannt wird und derart drachenmäßig gut war, das einst ein paar Drachen die guten Leutchen in der Conjanje, oder wie die Gegend in Frankreich heißt, davon überzeugten, das man in Armenien diese Sorte Schnaps ausnahmsweise auch als Conjac bezeichnen darf.

Ah. Menschlein? Denkt dran! Für Menschlein mit zu großer Leber benötigen wir Drachen nicht wirklich Gewürze. Vielleicht schau ich anstelle von sonstigem, doch mal wegen der Hühnerstange auf den höchsten Gipfeln dieses Planeten nach.

... mors certa, hora in certa ...
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