Wo Hoffnung ist, da ist auch Leben

von hannahp
GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Fred Weasley George Weasley OC (Own Character)
04.05.2020
24.05.2020
18
48.773
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23.05.2020 3.070
 
Haltet die Welt an


Dies ist ein Akt der Verzweiflung, ein stummer Schrei
Eines Menschen voller Leid und seiner Wunde, die nicht heilt
Es ist ein letzter Kampf gegen das, woran es liegt
Wie ein Vogel mit nur einem Flügel,
der bestimmt nicht liegt.

Und die Welt dreht sich weiter
und dass sie sich weiterdreht
ist für mich nicht zu begreifen
merkt sie nicht, dass einer fehlt?


Glashaus Haltet die Welt an



“Verzieht euch!”, die Tür wurde wütend zugeschlagen, als ich die Rolläden mit einem Schlag nach unten knallen ließ. Wann verstanden diese dummen Kinder, dass der Laden nicht mehr öffnen würde? Es gab keine Nasch - und Schwänzleckereien mehr. Die waren mit Fred gestorben. Ich löschte erneut das Licht im Laden. Geschlossen, hieß geschlossen. Meine braunen Augen glitten kurz zu meinem Zauberstab, der auf dem Tresen lag, als ich das Geländer berührte und durch ein Klopfen zusammen fuhr. “Was ist denn noch?”, schrie ich vor Wut und zog die Tür auf, als ich Bill erblickte. “Wir wol..”, mit einem Schlag knallte ich die Tür wieder zu und schloss schließlich ab.
Wann verstanden sie endlich, dass ich alleine sein wollte. Ich wollte nicht reden, noch weniger wollte ich über Fred reden oder Emma. Mit einem Mal hatten mich beide verlassen, die Menschen, die meine Welt überhaupt aufrecht hielten. Ich ballte meine Hände zu Fäusten, als ich nach oben lief in die dunkle Wohnung. Ich konnte das Licht in meinen Augen nicht ertragen..
Fred war nicht mehr da, die Wohnung war nicht mehr dieselbe. Und noch weniger war es der Laden. Wütend schlug ich die Wohnungstür hinter mir zu. Meine Wut galt nicht Fred, sondern Emma. Sie hatte mich wieder verlassen und dieses Mal endgültig. Dabei hatte sie versprochen, es nicht mehr zu tun. Sie hätte den Todesser ziehen lassen sollen, aber stattdessen war sie ihm hinter her geflogen. Dean Thomas hatte sie als letztes gesehen, danach verlor sich ihre Spur. Eine Leiche wurde nie gefunden, aber das war nicht wichtig. Denn sie war tot. Und sie würde nie mehr zurück kommen. Und genauso würde es Fred auch nicht tun. Der Schock stand mir immer noch im Gesicht, abends warf ich immer wieder einen Blick in den Spiegel. Meine Augen waren leer, ich suchte und suchte.. und dennoch fand ich nichts. Nichts, was mich die letzten Jahre ausgemacht hatte. Rote Linien umrandeten meine Augen und unter diesen waren schwarze Schatten. Mein Gesicht war fahl und blass. Und egal, wie oft ich mich ansah, es würde nichts mehr ändern. Nie mehr. Voller Wut schlug ich mit meiner Faust den Spiegel kaputt, der augenblicklich in tausende von Scherben zerfiel. Blut überströmte meine Hand, dass schon das Waschbecken färbte. Tränen liefen meine Wangen hinab, als ich mich zu Boden gleiten ließ und nun den Badezimmerboden blutrot färbte. Ich vermisste meine bessere Hälfte und ich vermisste meine Freundin. Ich wollte so sehr, dass beide wieder zurückkamen.

“.. ich dachte immer, wir hätten alle genügend Zeit. Aber das stimmt nicht. Niemand hat genügend Zeit. Es sind Augenblicke.” Emmas Worte gingen mir durch den Kopf.

“Es sind Augenblicke, die wir nicht vergessen sollten zu leben..” Wie hatte ich so etwas sagen können? Es war grausam gewesen und eine Lüge. Nichts nahm den Schmerz, mein Leben würde nie wieder so sein, wie es war. Ich konnte nicht mehr derjenige sein, der ich war. Schluchzend zog ich meine Beine an meinen Körper und schüttelte den Kopf immer wieder.

“Ich werde immer auf mich achten, versprochen..”, erneut war es Emma Stimme, die durch meinen Kopf hallte. Auch sie hatte gelogen! Denn sie hatte zu keiner Zeit auf sich geachtet. Die Wut hatte sie gepackt und ohne einen Gedanken zu verschwenden, war sie davon gezogen. Und nun war sie tot. Für immer aus dem Leben gerissen.

“Ich lache nur, weil ich Dich auch liebe, George. Seit dem ersten Tag und seitdem immer...”, mein Körper zuckte immer wieder. Ich hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen, meine Kehle war zurgeschnürrt. Etwas Hartes bohrte sich gegen meinen Oberschenkel, als ich die kleine Schachtel herauszog. Vorsichtig öffnete ich die samtblaue Schachtel und betrachtete einen schmalen Ring, der mit einem Stein versehen war. Ich hatte sie fragen wollen.. und war die ganze Zeit zu feige gewesen, hatte nach Ausreden gesucht, um noch zu warten. Nicht weil ich mir unsicher war, sondern weil ich Angst hatte, sie würde nicht wollen. Hätte ich doch nicht gewartet..
Fred hatte mir bei der Auswahl geholfen, er hatte auch einen Ring aus ihrem alten Zimmer geklaut, damit wir die Größe wussten. Vorsichtig drehte ich den Ring zwischen meinen Fingern. Darin war das Datum unserer ersten Begegnung eingraviert, daneben stand “Seitdem immer”
Fred hatte mich darauf gebracht, denn er sprach davon, dass ich mich am ersten Tag schon in sie verliebt hatte. Und er hatte Recht damit gehabt. Irgendwie verstand er mehr von der Liebe, als ich es je tun sollte. Hatte er verstanden.. denn jetzt war er auch nicht mehr da. Auch er war gegangen, ohne ein Laut oder einen Hinweis.

“Du bist ein Dummkopf, George Weasley.”, der Klang ihrer Stimme drang wieder zu mir, als ich auflachen musste. Damit hatte sie Recht. Ich war ein Dummkopf. Ein Dummkopf zu glauben, dass alles gut werden würde.

“.. und es wird gut enden.”, das hatte ich ihr versprochen. Es war für niemanden gut geendet. Die zwei waren nicht mehr da und ich musste in einer Welt sein, die sich nichtmal lohnte, belebt zu werden. Die Tage waren schwärzer, als jeder Tag vorher mit Voldemort.
Warum qäulten mich meine Gedanken so? Ich wollte nicht mehr Emmas Stimme in meinem Kopf hören, sie sollte verschwinden. Es war der zweiunvierzigste Tag danach.

Der sechsundfünfzigste Tag war der Schlimmste seit einiger Zeit. Ich wurde mitten in der Nacht wach, da ich Emmas Stimme hörte. Sie fragte immer wieder, wer ich wäre und wo ich wäre. Immer wieder diese zwei Fragen, ich konnte Emma vor meinem inneren Auge sehen. Und ihre Stimme klang so real und so nah, beinahe so als hätte ich sie greifen können. Ich wurde wütend und schrie nur, sie solle mich in Ruhe lassen. Danach verstummte die Stimme endlich.
Am neunundsiebzigsten Tag wurde mir die Decke entzogen, die ich mir in der vorherigen Nacht über geworfen hatte. Das Sofa wurde immer unbequemer, aber hier fühlte ich mich Fred am Nähsten. Wie oft hatten wir uns abends noch unterhalten und über unsere nächsten Erfindungen unterhalten. Ich griff nach einem kleinen Packet, es lag noch unverändert dort. Fred hatte es dort gelassen, es war das Eröffungsgeschenk von Emma. Wir hatten es nie geöffnet.
Mein Blick wurde langsam schärfer, als ich Ron und Hermine erblickte. Warum genau hatte Ron nochmal einen Zweitschlüssel? Grummelnd zog ich die Decke wieder über mich und verdeckte damit mein Gesicht.
Fred hatte darauf bestanden, dass ich es öffnete und dann ging alles so schnell und wir waren nicht mehr in die Wohnung zurück gekommen.
Erneut wurde die Decke entfernt, als ich mich wütend aufsetzte. “Verschwindet!”, rief ich wütend und trat ein paar Flaschen um, die sich auf dem Boden vor dem Sofa gesammelt hatten. Die beiden sahen sich an, als Hermine vorsichtig neben mir Platz fand. Sie behandelten mich wie ein rohes Ei. “George, wir haben gute Nachrichten.”, fing Hermine an zu sprechen. “Vielleicht. Vielleicht sind es gute Nachrichten.”, korrierte Ron sie. Wütend sah Hermine zu ihm.
”Gute Nachrichten? Lasst mal hören? Ist Fred wieder von den Toten auferstanden? Oder ist Emma gar nicht tot, sondern nur verschwunden?”, höhnisch musste ich lachen und schüttelte den Kopf. “Ich versteh nicht, wieso ihr mich nicht einfach in Ruhe lassen könnt?”, wütend trat ich eine Flasche um und erhob mich.
”Einige Kilometer von hier ist ein Mädchen in ein Muggel Krankenhaus gekommen. Sie konnte sich all die Zeit nicht erinnern, weil sie schwere Kopfverletzungen hatte. Aber seit vorgestern ist sie anscheinend wieder bei Verstand und behauptet, sie würde Emma Wilson heißen.”, sprach Ron drauf los. Ich überlegte, ob ich ihm an die Kehle springen sollte. “Willst Du mich endgültig in den Abgrund stoßen, Ron?”, fuhr ich ihn wütend an, “wir wissen alle, dass sie tot ist. Ich gehe jeden Tag durch die Hölle!”
”Wir wollten Dir auch keine allzu großen Hoffnungen machen, aber Ron und ich werden jetzt ins Krankenhaus fahren, um uns das Mädchen anzusehen. Sie können sie nicht gehen lassen, weil Emma ja offiziell als tot erklärt wurde vor einigen Wochen.”, sprach Hermine weiter. “Ja, man. Wir wollten Dich fragen, ob Du mit uns kommst.”, fügte Ron hinzu, als mir die Hutschnurr platzte. Wütend zog ich beide am Arm zur Tür.
”Verzieht euch oder ich schmeiß euch eigenhändig raus. So was nennt sich Familie.”, schrie ich und schob beide vor die Tür, “kommt nie wieder hier her! Ich will euch hier nicht mehr sehen!” Ich wollte die beiden nie wieder sehen. Mein Herz war gebrochen und die beiden rissen es dennoch hinaus und traten darauf rum. Dicke Tränen rannen wieder über meine Wangen. Tot war tot. Niemand tauchte einfach wieder auf oder stand von den Toten auf. Wer war jetzt derjenige der den Tod von Emma nicht akzeptieren konnte?
Voller Wut fand ich wieder auf dem Sofa Platz und vergrub mein Gesicht in den Händen.

“.. spätestens wenn ihr Hogwarts verlassen hättet, hätten wir uns auseinander gelebt..” Diese Stimme sollte verschwinden. Mein Kopf dröhnte vor Schmerz.

Vor meinem inneren Auge konnte ich sie noch sehen. Ich sah Emma, wie sie in dem leeren Laden stand und mich fassungslos ansah. Erst vor Schrecken, dann vor Freude. “Wir sind also nicht ganz legal hier drin, sehe ich das richtig?”

Ich hatte sie geliebt von ganzen Herzen. Sie hatte mein Herz mit so viel Freude und Liebe gefüllt, dass es jetzt nur noch ein leerer Muskel war, der schlug, weil er es tun musste. Aber ich brannte für nichts mehr. Wenn ich die Augen schloss, konnte ich sie noch riechen. Und sofern ich es zulassen konnte, konnte ich ihre Lippen noch auf den meinen spüren. Ich fühlte noch, wie sie ihre kleinen Finger auf meine Wangen legte und ich konnte ihre Augen immer noch sehen. Das Feuer das in ihr brannte und die Verzweiflung, wenn sie nicht weiter wusste. Die unbändige Liebe für die Dinge, die ihr wichtig waren.

“Das wird unser Jahr..”, das hatte ich zu ihr gesagt. Und das Jahr war, wie die nachfolgenden, zu nichts zu gebrauchen.

Ich liebte es, wie sie gelacht hatte. Wie ihr zierlicher Körper dabei immer wieder gezuckt hatte, weil sie von ganzen Herzen lachte. Dieses Lachen war verstummt. Und mit ihr, das meine auch.



~



“Sie können mich wirklich gehen lassen, ich bin Emma Sophia Wilson!”, erklärte ich immer wieder aufgebracht, doch niemand hörte mir zu. Alle hielten mich verrückt, als hätte ich einen Sockenschuss. Aber ich wusste doch, wer ich war. Meine Erinnerung war zurück gekehrt und auch, wenn es lange gebraucht hatte, war sie wieder da. Allmählich machte es mich sehr wütend, dass mir niemand zuhören wollte. Ich musste doch zu George. Es war viel zu viel Zeit seitdem gegangen und ich hatte nicht für ihn da sein können. Ihm musste es furchtbar gehen, hatte er doch erst seine bessere Hälfte verloren. Der Verlust von Fred schmerzte immer noch.
”Sie haben Besuch, Miss.” “Wilson.”, fügte ich den Worten des Arztes noch hinzu und sah grimmig drein, als die Tür sich erneut öffnete und ich Hermine und Ron erblickte. Mein Gesicht wurde augenblicklich heller, als ich strahlend aufstand, um beide aufeinmal zu umarmen. “Du bist es wirklich.”, flüsterte Hermine. Natürlich war ich es wirklich! “Ist sie?”, das war die verwirrte Stimme des Arztes. “Das sagte ich doch.”, brummelte ich dem Arzt zu und sah zu den beiden, die ihre Augen scheinbar nicht von mir nehmen konnten. Als wäre ich ein Geist. “Können wir bitte gehen?”, fragte ich nachdrücklich und nahm schon meine Tasche, die fertig gepackt war. Die hatte ich schon vor einigen Tagen gepackt.
Ich füllte noch die Entlassungspapiere aus und verschwand endlich aus diesem Gefängnis. Ron und Hermine hatten immer noch nichts gesagt. Sie folgten mir einfach. “Wer von euch hat bitte einen Führerschein?”, fragte ich lachend und wandt mich zu den beiden, als wir an einem schwarzen Auto stehen blieben. Hermine deutete auf Ron, der dabei war die Schlüssel zu suchen. Ich hiefte meinen Koffer in den Kofferraum. Ich musste mir ganz dringend einen neuen Zauberstab besorgen. Der wurde natürlich nach meinem Unfall von den Muggeln nicht eingesammelt. Die dachten wahrscheinlich es wäre irgendein Stück Holz. Ich fand auf der Rückbank Platz, als Ron das Auto startete. “Ich glaube ich habe Angst. Kannst Du überhaupt richtig fahren?”, fragte ich neckend an Ron. Doch die beiden schwiegen einfach. Sie sagten keinen Ton. Das Radio lief leise im Hintergrund, es verstrichen bestimmt zehn Minuten. Zehn Minuten in denen ich aus dem Fenster sah und die Freiheit genoss.
Hermine drehte sich zu mir, ihr strenger Blick lag auf meinem Gesicht. Ganz so, als ob sie wirklich sehen wollte, dass ich es bin.
”Ich muss Dich das fragen, um sicher zu sein. Wer hat Dir das dunkle Mal auf den Arm gezaubert?”, sie zweifelte tatsächlich an mir. Sie zweifelte daran, dass ich es wirklich war.
”Na Barty Crouch Junior, alias Professor Moody. Hermine, ich bin es wirklich.” Ich sah, wie sich ihre Augen mit Tränen füllten und sie nach meiner Hand griff. “Ich kann es gar nicht glauben.”, flüsterte sie, “was ist denn passiert?”

Das war eine gute und berechtigte Frage. “Ich habe diesen Todesser verfolgt, der Schuld an Freds Tot ist. Aber ich habe es nicht geschafft.”, grummelte ich. Diese Tatsache schmerzte immer noch. “Ich habe ihn verfolgt, sehr lange. Irgendwann durchfuhr mich ein starker Schmerz und ich konnte den Fluch nicht abwehren und ich bin vom Besen gefallen. Nun gut, Du weißt ja, dass ich echt miserabel im Fliegen bin. Und als ich im Krankenhaus aufgewacht bin, wusste ich nichts mehr. Ich wusste nicht einmal mehr meinen Namen. Meine Erinnerung kam erst sehr langsam zurück, ich habe an dem Armband gedreht, dass Fred und George mir geschenkt hatten. Und da sah ich George und zu erst wusste ich nicht, wer er war und er schrie mich eigentlich auch nur an. Und danach wurde es von Tag zu Tag besser, zum Schluss konnte ich mich an meinen Namen erinnern. Aber sie haben mir keinen Glauben geschenkt, da ich ja offiziell als tot gemeldet war.” Hermine verschlang all meine Worte. “Wir müssen sie zu ihm bringen, Ron.” Nun hatte sie sich wieder zu ihm gewandt. “Das können wir nicht, Hermine. Er tickt aus, Du hast ihn doch heute morgen erlebt.” Sie sprachen von George oder? Gut, dass ich nun wieder selbst über mein Leben entscheiden konnte. “Ich möchte bitte in die Winkelgasse, sofern Ollivander wieder geöffnet hat. Und danach werde ich zu George gehen. Ist er im Laden?”, fragte ich weiter.
”Nein, er ist im Fuchsbau. Und Ollivander hat noch nicht geöffnet, Emma.”, antwortete Ron, als ich leise seufzte. Ich würde auch noch ein paar Tage ohne einen Zauberstab auskommen, aber ich musste George jetzt sehen! “Dann auf zum Fuchsbau.”, lächelte ich und hörte das leise Räuspern von Hermine. Nervös war ich alle Male, aber ich wollte unbedingt für George da sein. Ich hatte keine Vorstellung davon, wie schlecht es ihm ging. Aber es konnte ihm nicht gut gehen.  
Es dauerte bestimmt Ewigkeiten, als wir endlich den Fuchsbau erreichten und da sprang ich schon aus dem Auto. Ich dachte nicht mal daran meinen Koffer mitzunehmen. Bereits vor dem Haus erkannte ich Percy, dem ich nur beiläufig zu winkte. Ich hatte mit ihm nicht mal einen Satz gewechselt. Mit Schwung öffnete ich die Tür und stand schon in der magischen Küche, in der Molly stand, die gerade kochte. “Arthur, bist Du schon zurück?”
“Guten Tag, Mrs. Weasley.”, lächelte ich und sah mich nach George um. Die mollige Frau drehte sich erschrocken um und ließ vor Schreck ihren Zauberstab fallen. “Emma?”, fragte sie leise und berührte mein Gesicht mit einer Hand. Auch sie schien nicht begreifen zu können, dass ich es wirklich war. “Emma?”, da ertönte schon die Stimme von Arthur. “Ich freue mich so sehr Sie beide zu sehen.”, strahlte ich. Lebend! Sie lebten wenigstens. Beide schienen wie im Schock. “Wo ist George? Ist er oben?”, fragte ich und stand bereits am Treppenansatz. “Er ist nicht hier.”, murmelte Mrs. Weasley und legte eine Hand auf meinen Arm, “er war seitdem nicht mehr hier. Wir haben ihn noch zwei Mal gesehen. Aber er ist im Laden, hat sich doch verschanzt.” Oh nein.. traurig sah ich in das vertraute Gesicht von Mrs. Weasley. “Vielleicht sollten wir uns erstmal unterhalten.”, fügte Mr. Weasley hinzu. Das konnten wir, aber danach musste ich zu George. Dieser blöde Sack von Ron Weasley hatte mich tatsächlich belogen! “Ich mache Dir einen Kaffee, Liebes.”, und mit diesen Worten verschwand Mrs. Weasley in die Küche.
Vorsichtig fand ich am Tisch Platz und sah mich nervös um. Ich saß auf heißen Kohlen, ich musste zu George. Natürlich musste ich erstmal erzählen, was passiert war. Das tat ich natürlich auch. “Es war sehr edel von Dir Fred rächen zu wollen.”, sprach Mr. Weasley, “aber für George wäre es besser gewesen, Du hättest es nicht getan.” Aber er hätte das doch auch gewollt oder? Dieser Todesser hatte kein Recht zu leben. “Wie meinen Sie das?”, fragte ich leise und nahm einen Schluck von meinem Kaffee. Mrs. Weasley kämpfte mit den Tränen. “Er ist mit euch gegangen.”
Aber was sprach sie denn da? Verwirrt schüttelte ich den Kopf, doch Mrs. Weasley brach in Tränen aus. “Wir mussten erst Fred beerdigen und dann Dich. Das war das letzte Mal, dass wir George wirklich gesehen hatten. Danach verschwand er in seinem Laden, der seitdem nicht mehr geöffnet war. Und jeden Kontaktversuch lehnte er ab. Er ließ uns nicht mal hinein, niemanden von uns. Wir probieren es jeden Tag, aber entweder er schlägt uns die Tür vor der Nase zu oder er macht erst gar nicht auf. Er ist mit euch gegangen.”, sprach Mr. Weasley. Nun hatten sich auch Tränen in meinen Augen gesammelt. Ich hatte gewusst, dass er leiden würde. “Genau deshalb muss ich zu ihm.”, erklärte ich und erhob mich bereits. Ich konnte jetzt nicht länger hier bleiben. “Ich weiß nicht, wie er reagieren wird.”, sprach Mrs. Weasley unter Tränen. Das wusste ich auch nicht.
”Es ist egal, wie er reagieren wird. Aber ich werde für ihn da sein, weil ich Ihren Sohn liebe, Mr. und Mrs. Weasley.”

~

Persönlich ist dies eines meiner liebsten Kapitel, welches ist euers?
Liebe Grüße :)
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