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Nevilles neues Leben

GeschichteHumor, Fantasy / P18 / Gen
Ginevra Molly "Ginny" Weasley Hermine Granger Luna Lovegood Neville Longbottom OC (Own Character) Susan Bones
03.05.2020
23.02.2021
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45.243
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23.02.2021 1.707
 
„ Neville du hast den Plan wie du es machen möchtest, einen Fotografen und die Möglichkeiten es durchzuführen.“ Fred sah ihn an und lächelte.
„ Ja das stimmt, was ich jetzt brauche, ist Model. Nicht irgendeines, sondern eins, dass genügend Motivation für Colin ist, dass wir ihn nicht verlieren und einen Körper der Interessant genug ist, dass die ganze Aktion richtig starten kann.“ meinte der Junge und lehnte sich in dem gemütlichen Sessel zurück.
Seine Augen schweiften von den Zwillingen einen Moment ab, als Ginny in durch den Eingang des Gemeinschaftsraumes kam.
Nur für einen kurzen Moment, dann wandte sich George an ihn: „Hast du jemandem im Kopf, auf den diese Beschreibung zutrifft?“ fragte der Weasley.
„Ja, ich habe eine Person im Kopf …“, erwiderte Neville wurde aber unterbrochen, bevor er näher darauf eingehen konnte.
Ginny war neben ihnen stehen geblieben und wannte sich an Neville.
„ Neville, können wir einen Moment reden?“, fragte sie und sah ihn mit ernster Miene an.
Das war nie ein gutes Zeichen.
Neville seufzte innerlich.
„Schwesterherz, siehst du nicht, dass wir beschäftigt sind. Im Moment gehört Neville uns, in 10 Minuten kannst du ihn haben.“ meinte Fred lächelnd zu seiner Schwester.
Die sah die drei Jungs an und nickte dann, setzte sich daraufhin wieder in Bewegung um zu ihrem Schlafraum zu gehen.
„Wer ist die holde Dame, von der du gerne die privatesten Bereiche auf Lichtbild festhalten willst, um sie der ganzen Schule zu zeigen?“, fragte ihn Fred grinsend.
„ Katie Bell“, antwortete Neville ohne zu blinzeln.
„Aha, da liegt dein Problem. Die unnahbare Katie Bell, feuchter Traum jeglicher jungen Gryffindor-Recken.“ Fred lachte.
„So in etwa …“, antwortete Neville und lachte.
„Gut, dass wir nicht die gleichen Probleme haben. Überlass uns dass, Morgen könnt ihr mit den Fotos anfangen. Wenn wir noch länger warten, hat der Drache vielleicht zu viele Köpfe, als dass wir das noch in den Griff kriegen.“ meinte George stand auf und legte seine Hand, freundschaftlich auf Nevilles Schulter.
„Und noch was. Egal was zwischen unserer Schwester und dir läuft …“ Fred sah ihn ernst an.
" Lauf so lange du noch kannst.“, flüsterte George ihm ins Ohr.
„Reizend, dass ihr euch keine Sogren um sie, sondern um mich macht“, erwiderte Neville und grinste.
Die Zwillinge lachten und liefen zum anderen Ende des Aufenthaltsraumes um sich in die Dreiergruppe Angelina, Alicia, Katie plumpsen zu lassen, die in einem alten sehr bequemen Sofa saßen und tuschelten.

Ginny fing ihn ab bevor er in seinen Schlafraum gehen konnte.
„Hey, können wir jetzt reden?“, fragte sie ihn und fixierte den Jungen mit ihren braunen Augen.
Neville hatte das Gefühl, dass er die Beute einer Raubkatze war.
„Nur wenn du davor mit mir ein paar schritte gehst “, erwiderte Neville und wies sie mit einer Hand Bewegung an, ihm zu folgen.
Sie ginge schweigend durch das Porträt und den langen Korridor entlang.
Neville hatte kein bewusstes Ziel.
Er wollte aus dem Gemeinschaftsraum raus, das war kein idealer Platz für ein solches Gespräch.
„Meidest du mich?“, brach Ginny das schweigen.
Neville blieb stehen und sah sie an. Zu reden und gleichzeitig zu gehen war keine gute Idee, wenn man sich konzentrieren musste, das Richtige zu sagen.

((Mach dir nicht ins Hemd. Sie bereut, dass sie dich in die Abstellkammer gestellt hat. Spiel, deine Karten einfach aus.))

„Wieso sollte ich?“, fragte Neville und lächelte.
„Wegen dem, was wir besprochen haben. Wegen dessen, was zwischen uns passiert ist. Es ist nicht wie früher. Du setzt dich nicht mehr zu mir, beim Frühstück, oder Abends im Gemeinschaftsraum. Wir reden nicht mehr.“ sie sah ihn an und in ihrem Blick lag ein Funken Traurigkeit. Nur so viel, dass zu erahnen war das etwas hinter Fassade lag.
Doch Neville hatte keine Lust auf ihre Spielchen, er war kein Hund der vorbeikam und mit dem Schwanz wedelte, damit sich sein Herrchen besser fühlte.

„Ginny, ich kann mich nicht erinnern, wann du dich das letzte Mal zu mir bei Frühstück gesetzt hast oder Abends im Gemeinschaftsraum. Das geht von beiden Seiten aus. Wenn hier jemand, jemanden meidet, dann habe ich eher das Gefühl, dass du mich meidest. Ich habe einfach viel zu tun. Ich bin ein ZAG Schüler und habe nebenbei noch ein spezial Projekt, dem ich Aufmerksamkeit geben muss. Das heißt aber, nicht dass mir unsere Freundschaft nicht wichtig ist, deswegen gehen wir auch gerade zusammen spazieren.“ Neville drehte den Spieß einfach kurzerhand um.
Wenn sie das so machen wollte dann würden sie es so machen.
Ginny sah ihn perplex an.
„Versuch mich nicht hier zu Bösen zu machen“, sagte sie trotzig und blieb stehen.
„Also gut dann Klartext: Nachdem was zwischen uns passiert ist, hast du Angst bekommen. Das ist in Ordnung, manchmal ist man einfach zu schnell und muss dann drei Schritte zurückgehen. Jetzt habe ich aber jemanden kennengelernt und du weißt nicht mehr was du willst. Ginny ich bin keiner von den Typen, mit denen du spielen kannst. Wenn du das alles wie ein Spiel betrachtest, hast du das Risiko, dass wenn du etwas in der Hinterhand halten möchtest, dich nicht entscheidest den Schritt vorwärts zu machen, du vielleicht alles verlierst, was du hättest gewinnen können.“ Nevilles Worte waren hart, aber ehrlich.
Dabei war seine Stimme aber nicht ärgerlich. Er sagte das so ruhig und sah sie dabei mit diesem Blick an. Mit diesem schief gelegtem Kopf und den blitzenden Augen die an die eine Katze erinnerten.
Er fuhr ihr einmal über die Hand und ließ Ginny einfach so stehen.
Alleine in dem Korridor von Zweifeln geplagt, ob sie das richtige getan hatte.


Neville hatte schlechte Laune. Doch nicht mal Ansatzweise so schlechte Laune wie Harry.
Er hatte wirklich eine schwere Zeit in Umbridges Unterricht.
Ein Ausgestoßener der es gewagt hatte die Wahrheit zu sprechen und dafür die Konsequenzen trug.
So war das mit Helden. Sie mussten die Last tragen der Entscheidung, die sie trafen.
Diese unerschütterliche Überzeugung, die einen entweder in den Tod oder auf den höchsten Gipfel schicken konnte.
Gut das Neville kein Held war. Er hatte schlechte Laune, weil Umbridge all das war, was man nur hassen konnte.
Er war sich sicher, dass eine Stunde mit einem Dementor in einem Raum, angenehmer war als mit Umbridge.
Colin gesellte sich an seine Seite.
„Neville, hast du eine Neuigkeit wegen unseres Projektes?“, fragte der Junge geheimniskrämerisch.
Neville wollte gerade antworten, dass sie etwas in Aussicht hatten, da kam eben genau das, was sie in Aussicht hatten auf sie zu.
Lange Rabenschwarze Haare und ein hübsches Gesicht mit einer Stupsnase und eleganten Gesichtszügen wie einer ägyptischen Prinzessin.
Die Weiten Roben versteckten gut was sie darunter verbarg, gaben dem aufmerksamen Beobachter jedoch immer wieder Hinweise, dass der Körper zu ihrem wunderschönen Gesicht passte.
Nun, das hatten Neville und Colin nach dieser Spanneraktion bestätigen können.
Katie Bell, fing sie im Gemeinschaftsraum lächelnd ab.
„ Hallo Jungs“, sagte sie und setzte ein übertrieben mädchenhaftes Lächeln auf, das Colin augenblicklich zu Stein erstarren ließ.
Neville drehte sich zu Colin um, der aussah als hätte ihn jemand mit dem Ganzkörperklammerfluch belegt.
„Hallo Katie, ich gehe davon aus, dass es um etwas geht, dass wir nicht hier besprechen sollten.“ antwortete Neville lächelnd, als ob sie sich schon Jahrzehnte kannten.
Die Wahrheit war, dass sie davor noch nie ein Wort gewechselt hatten.
„Du willst mit mir alleine sprechen?“, sie klimperte provokativ mit den Wimpern.
So ein Spiel sollte das also werden.
Neville lächelte zurück.
„Unter sechs Augen", erwiderte er und klopfte dem eingefrorenen Colin auf die Schultern.
„Gefällt mir“, antwortete das Mädchen mit süßer Stimme.

Neville war nicht untätig gewesen, tatsächlich hatte er einen Raum gefunden, an dem sie ihr Projekt umsetzen konnten.
Der Raum war unter dem Raum der Wünsche bekannt und das war relativ, weil ihn niemand wirklich kannte.
Wie erwartet befand sich die Tür dort, wo er es gewohnt war.
Das Geheimnis des Raumes war ein ganz besonderes.
Er erschien nur, wenn er wirklich gebraucht wurde.
Ob das unbewusst oder bewusst war, machte dabei keinen Unterschied
„War hier schon immer ein geheimer Raum.“Katie sah verwirrt den Eingang an.
„ Hogwarts ist voller Geheimnisse“, meinte Neville und zeigte mit einer Hand auf die Tür:"Nach dir.“
„Danke“, sagte sie und lächelte ihn süß an als sie an ihm vorbeilief.
Neville drehte sich zu dem stummen Colin um:“ bist du Okay? Ich brauche jetzt deine einzigartigen Fähigkeiten!“ meinte er halb besorgt, halb belustigt.
„Bruder das ist Katie Bell …“, stotterte Colin.
„Ist mir gar nicht aufgefallen, ich dachte das wäre Mrs Norris.“, erwiderte Neville sarkastisch.
„Jetzt im Ernst, wie kannst du nicht nervös sein?“ Colin sah ihn mit großen Augen an.
„Stell sie dir einfach Nackt vor, das hilft“, antwortete der Gryffindor und schritt lachend durch die Tür.
„Witzig“, knurrte Colin und folgte ihm.

„Erklär mir nochmal was ihr hier vorhabt.“, irgendwie hörte sich alles aus Katies Mund an, als ob sie darauf und dran war ihm die Kleidung vom Leib zu reißen.
Neville lächelte und sah zu Colin der mit schwitzigen Händen seine Kamera umkrallte.
Katie, saß auf einer schwarzen Couch ihnen gegenüber.
„Also gut, aber ich muss mir sicher sein, dass du niemandem davon erzählst, sonst funktioniert das ganze Spiel nicht.“, erwiderte Neville.
„Falls ich das tun sollte, darfst du dir eine Methode auswählen wie du mich zum Schweigen bringst.“, das schwarzhaarige Mädchen zwinkerte ihm zu.
Das klang durchaus verlockend.
„Das Umbridge alles verbannen möchte was Spaß und Lebensfreude enthält, haben wir uns entschieden dem entgegenzuwirken. Wir werden Bilder in der Schule verteilen auf denen bestimmte Teile des Körpers verschiedener Schüler zu sehen sind, sodass sie nicht darauf zu erkennen sind. Kannst du dir ein bisschen wie die Schokofroschkarten vorstellen.“ erklärte Neville alles in Kurzfassung.
„Ihr wollt also das ich mich ausziehe. Ich muss schon sagen euer Plan hört sich nach der Idee eines Perversen an.“ sie lächelte kokett.
Colin rutschte unbequem auf seinem Hintern hin und her.

Neville blieb ruhig, das war ein Spielchen.
„Ganz genau“, antwortete er und sah sie mit ruhigen Augen an.
„Also gut ich bin dabei, aber dann seid ihr mir etwas schuldig. Besser gesagt du bist mir dann etwas schuldig Neville.“ immer noch dieses Grinsen.
Er ging wohl einen Deal mit dem Teufel ein.
Ach was konnte schon passieren, dachte sich Neville und streckte die Hand aus.
Katie schlug, immer noch mit dem wissenden Grinsen auf den Lippen, ein.
 
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