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Oma Branka in Quarantäne

von Rimtimtim
GeschichteAllgemein / P6
03.05.2020
10.08.2020
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Darf ich mir vorstellen ? Meine Name ist Branko Lakic, 1980 geboren in Gütersloh.
Ich möchte jetzt kurz nach Ostern 2020 diese Geschichte niederschreiben, so wie sie geschehen ist, dokumentiert durch einige Briefe meiner lieben Omama Branka.
Es ist eine sehr merkwürdige Zeit in der wir leben, wo man meint im Auge des Orkans zu stehen und man nicht weiß, wann dieser Orkan einen selbst erwischt.
Mich hatte er erwischt und das allerdings nur, als sei er eine leichte Brise, der die Kraft der Frühlingssonne nicht hätte bändigen können: Ein Kratzen im Hals, immer wieder ein Räuspern, dann kam er in einem leicht fiebrigen Zustand wie eine leichte Brise.
Aber als Orkan rüttelt er an den Türen und Toren der Schwachen, der Alten, der Kranken. Als Orkan zog er über Südeuropa hinweg und wir hier in Deutschland meinten eben nur im Auge des Orkans zu stehen. Die Todeszahlen waren ja bis Ende März nur sehr niedrig und da dachte ich nicht daran, dass mich diese leichte Brise überwältigen würde – das tat sie auch in der Tat nicht, aber sie hätte es können, auch in meinem mittleren Lebensabschnitt. Die Berichte häuften sich, dass es nicht nur alte und schwerkranke Leute treffen könnte.
Es war an einem Tag Mitte März, als die Regierungen bereits berieten, wo man der bevorstehenden Seuche Herr könnte werden. Man schlug daher vor das öffentliche Leben weltweit auf das allernötigste Minimum zu beschränken. Ich weiß nicht, woher ich es mir geholt hatte. Ich war nicht in ein Skigebiet ins österreichische Ischgl gefahren. Vielleicht kam es daher, dass ich für einen dieser großen Stromversorger als Verhandler von Landwirt zu Bürgermeister und dann wieder zu manchen Dorfbewohnern zog, diese und jene Argumente auf den Tisch bringen musste, rechtliche Dinge zu klären hatte und dabei so manch einer Person zu nah kam. Freundlich bleiben aber hart verhandeln, Ausdauer haben, dass brauchte man dafür.
Penetranz war eines meiner hervorstechenden Eigenschaften, die ich auch zum Verhandeln brauchte. Meine Frau Mariella antwortete darauf mit Ignoranz und hielt es dieser Tage für besser sich bei einer Freundin eine Auszeit von mir zu göhnen. Diamante, unsere Tochter ließ sie erst einmal bei mir. Und dann als klar war, dass nicht nur ich mir den Coronavirus eingefangen hatte, sondern auch die kleine 10jährige Mariella, da war es erst recht kein Grund für sie zu uns zurück zu kehren. So standen wir plötzlich unter Quarantäne !
Meine Eltern hatten seit Anfang des Jahres alle Zelte abgebrochen und waren nun nach Kroatien zurückgekehrt. Mit 65 Jahren hatten sie sich natürlich ihren Ruhestand weitgehend und redlich verdient. Meine Mutter war Krankenschwester gewesen und mein Vater arbeitete bei Arvato, der sich dem großen Bertelsmann-Medienkonzern zugehörig fühlt. Ihr neues Wohndomizil war nun ein Haus auf der Insel Krk, welches sie schon vor einigen Jahren erworben hatten. Mein früheres Elternhaus, ein Kotten im Gütersloher Stadtteil Sundern hatten sie verlassen. Das Haus war schon länger dem Verfall ausgesetzt und hätte eine grundlegende Renovierung verdient. Die Hofbesitzer, denen der Kotten gehörte, wollten ihn wohl bald abreissen lassen.
Mir wäre mein Elternhaus es zwar wert gewesen, dass ich es erhalten hätte und auch anbot es zu kaufen, aber der Ehezwist zwischen mir und Mariella brachten das ganze Projekt wieder zum Wanken. Sie wollte lieber in einem dieser leblosen Reihenhäuschen wohnen, für welches wir noch eine relativ hohe Miete bezahlten. Der Vorteil bestand alleine darin, dass sich das Haus in der Gneisenaustraße nur wenige hundert Meter von dem Wohnblock entfernt befand, wo meine Oma Branka lebte.
Oma Branka war im Februar 90 geworden, wo auch meine Eltern das letzte Mal in Deutschland waren. Sie meinten, sie würde langsam dement werden, was ich aber nicht bestätigen konnte. Ihr Kurzzeitgedächtnis war manchmal nicht mehr das Beste, aber ihr war durchaus bewusst, welchen Wochentag wir hatten, welche Medikamente sie einnehmen musste und natürlich was in der Welt los war. Sie war 1965 mit ihrem Mann, Opa Ljudwig nach Deutschland gekommen, angeworben von einer Gütersloher Frottier-Weberei. Mein Vater war damals 10 und konnte später auf die Hauptschule gehen.
1970 hatten dann meine Großeltern so viel Geld zusammen gespart, dass sie das jugoslawische Imbiß-Restaurant Dubrovnik eröffneten. Ursprünglich sollte es Krk heißen, aber ohne Vokale klänge das so in etwa wie Grrrrrr…. 1990 lief das Ganze aus, denn die vielen Dönerbuden, grie- chisch und italienischen Restaurants ließen nur der Balkanküche nur noch wenig Luft zum Atmen.
Außerdem waren meine Großeltern da auch schon um die 60. Man wollte zurück ins kroatische Dubrovnik, wo sie auch ein Haus besassen, aber dann brach dort der Krieg aus, dem auch ihr ursprünglich geplanter Alterssitz z um Opfer fiel. Nach dem Jugoslawienkrieg hielten es daher meine Großeltern für besser in Gütersloh zu bleiben und ihren Alterssitz nicht mehr aufzubauen.
Heute nach über 20 Jahren ist die Situation natürlich eine Andere, Kroatien ist Mitglied der EU und die Folgen des Kriegen waren zumindest in Kroatien überall getilgt.
Meine Großeltern wohnten seitdem in einem großen Wohnblock mit 20 Parteien. Opa war nun auch schon 5 Jahre tot und so lebte meine Oma dort oben alleine im 4. Stock. Sie konnte sich ja noch alleine versorgen, dort oben hin führte ein Aufzug.

Jetzt aber war dieser Tage die Situation verzwickt. Oma Branka litt an Herzproblemen und war so krankheitsmäßig vorbelastet. Daher sollte sie bloß keinen Schritt vor die Tür tun. Und wir, wir telefonierten. Aber ich und die kleine Diamante hatten uns mit dem Coronavirus angesteckt….ein bisschen Fieber, ein bisschen Husten. Aber wir durften auf keinen Fall auf Oma Branka treffen, dass wäre ihr Todesurteil gewesen. Aber was war zu tun ? Sie hatte sonst niemanden hier, denn meine Eltern sassen in Kroatien fest, die Grenzen waren geschlossen. Ja, die Nachbarn sprachen ab und zu mit ihr und wollten ihr jeden Mittag ein Gericht aus einer benachbarten Pizzeria zu kommen lassen, waren sie doch auch die Inhaber jener Pizzeria, die ab Mitte März nur noch Bestellungen ausser Haus annahm.
Und Mariella konnte helfen, zwar nur sehr sporadisch, aber sie bemühte sich. An Oma Branka dachte sie 2 mal die Woche, ob das reichte ?
Als wir so gelangweilt zu Hause sassen und Diamante mich gelangweilt fragte: „Paps sag mal, müssen wir jetzt hier mehrere Wochen nur zu Hause ausharren ?“
„Yep, so ist es wohl, mindestens 2 Wochen müssen wir hier ausharren. Wir dürfen nur das kleine Stück Rasen hinter dem Haus betreten und allerhöchstens mal kurz um den Block Abends, wenn keiner mehr auf der Straße ist.“
„Und Oma Branka ? Kann sie uns eigentlich nicht von ihrem Fenster aus sehen ?“
Ich schaute durch das Wohnzimmerfenster und sah, das hinter dem Palisadenzaun der Eisenbahnstrang der Teutoburger Waldeisenbahn lag, dahinter wieder ein Maschendrahtzaun. Ja und ein paar Meter weiter lag tatsächlich der große Wohnblock, in dem Oma Branka ganz oben wohnte. Ein Teil ihrer Wohnung war tatsächlich zu uns gerichtet. Wieso war mir das früher nicht so aufgefallen, vielleicht weil im Sommer uns das grüne Gebüsch trennte, welches sich hinter dem Maschendrahtzaun befand ? Ja, jetzt konnte man trotz des voranschreitenden Klimawandels trotzdem die grünen Knospen des Fliedergestrüppes erst erahnen. Am Blühen war er auch noch nicht, auch wenn gleich sich seine lilanen Dolden schon abzeichneten. Ich interessierte mich ein wenig für Blumen und Blütenpflanzen und versuchte auch Diamante dafür zu begeistern. Auch wenn wir im Garten nur ein paar verblühte Schneeglöckchen und Krokusse bewundern konnten.
Natürlich waren da ja noch die Stiefmütterchen, die ich selber noch ein paar Tage vor dem Ausbruch unserer Erkrankung eingepflanzt hatte.
Aber was ganz anderes war es, dass Diamante meine DVD-Sammlung entdeckte, wo man doch heute nur noch fast ausschließlich Serien am screamen ist, so dachte Diamante zumindest. Einen DVD-Player hatten wir allerdings schon noch und der war sicherlich gerade 15 Jahre alt.
In der DVD-Sammlung fand sich eigentlich nichts verbotenes, jedenfalls waren die meisten Filme auch für Diamante geeignet, was nicht heißt, dass ich nur Filme ohne Altersbeschränkung oder ab 6 Jahren besaß, aber die meisten Filme waren tatsächlich harmlos. Es waren zumeist alte Kinderserien, die mir in meiner Kindheit ans Herz gewachsen waren, die man von Zeit zu Zeit zwar auch auf Youtube sehen konnte, die dann aber wieder gesperrt wurden.
Eine Serie stach ihr gleich ins Auge: „Die rote Zora und ihre Bande“. Zora, das wusste sie aufmerksam aus Erzählungen, war ein Name der durchaus auch in Kroatien beheimatet war.
Diamante war unglaublich im Wahrnehmen von eigentlichen Banalitäten bestimmter Dinge, aber sie konnte auch wunderbar schon mit detektivischen Spürsinn Dinge erahnen, die den meisten Menschen erst durch gewisse Erklärungen Dritter offenbahrt wurden.
Sie inspizierte interessiert die DVD-Hülle und las u.a. die Produktbeschreibung. Dort fiel ihr gleich neben der roten Zora der Name Branko ins Auge. Natürlich, das war es wohl, weswegen ihr Vater diese Serie aus Kindertagen so liebte.
So kam sie zu mir: „Paps, erzähl mir doch mal die Geschichte der roten Zora und diesem Branko in Kurzform.“
„Am besten als Getwitter wie Trump sei Dank, der amerikanische Präsident das auch immer macht ?“
„Der schreibt ja irgendwas, was im Gerade in den Sinn kommt und das sind Fake News, aber ich meine natürlich die richtige Story in Kurzform.“
„Du hast doch schon die Produktbeschreibung gelesen,“ entgegnete ich.
„Aber was verbindest du mit Zora und Branko ?“
„Die Zora gründete in dieser Serie eine Bande, die Uskoken. Ja und Branko stösst neu zu dieser Bande dazu, die sich in einer Burg hoch oben oberhalb der Stadt befindet. Man konnte von dieser Burg auf die Adria schauen und sie nannten sie die Burg der Uskoken. Ja, mich verbindet natürlich mein Namensvetter mit der Serie. Und weißt du was, wir werden diese Serie auch meiner Oma Branka zeigen. Sie wird sich gleich in Kindertage zurück versetzt fühlen. Oma Branka trug früher übrigens auch rote Haare. Ich glaube die Serie habe ich damals mit ihr zusammen gesehen, aber ganz sicher bin ich mir nicht, ob sie dabei war…..es lief damals ein paar mal über den Bildschirm meine ich, als ich Geburtstag hatte und sie mal zu Besuch war. Aber ich bin mir nicht mehr so sicher.“
„Weißt du was Paps ? Wir rufen Oma Branka einfach an und dann packen wir ein Korb für sie fertig und heute Abend kann sie dann ein Seil aus ihrem 4. Stock herunter lassen und wir binden dann den Korb daran. Da bereiten wir sie auf diese geile Serie vor, ja ? Ich habe richtig Bock diese Serie zu schauen. Die Burg der Uskoken, Oma Branka wird sich dann da oben wie auf einer Turmspitze der Uskokenburg fühlen, wo sie auf uns unten hier herab schaut. Sie kann doch einen DVD-Player bedienen, das weiß ich.“
Ja, sie konnte tatsächlich einen DVD-Player bedienen, denn sie hatte ja einen und schaute sich manchmal auch alte Filme auf DVD an. Vermutlich war es auch das neueste Elektrogerät, dass Oma Branka in ihrer Wohnung besaß. Diamante hatte mal einen langen Strick bzw. ein altes Abschleppseil, welches aber wohl 20 m lang war in Oma Brankas Wohnung entdeckt, wieder so ein nebensächlicher Gegenstand, den Diamante gleich in Erinnerung hatte. Sie konnte unheimlich gut vernetzt denken, was mir noch schwer fiel. Vielleicht würde die junge Generation das viel leichter lernen als wir damals.
Das war aber nicht alles, womit wir den Korb bestücken wollten, nein…..ich versuchte es noch mit gekochten Nudeln und einer leckeren Pastasoße, die ich selber kreierte. Ich hatte ausnahmsweise am vorangegangenem Wochenende in einem nahe gelegenen Wald, als keine Menschenseele dort war Bärlauch gepflückt, der nun Ende März überall aus dem Boden schoss. Dazu gab es dann leckere Cevapcici, die uns meine Nochfrau und Diamantes Nochmama Mariella in einem Stoffbeutel bei uns an die Tür gehängt hatte.
Alles zusammen kochten wir das Menü mit Mundschutzbinden vor unserer Mund und Nase, immer Einweg-Gummihandschuhe an, damit sich Oma Branka nicht mit dem für sie tödlichen Virus infizieren konnte.
Es war bereits dunkel und der Mond schien bereits in unser Fenster. Ja, da wagte ich es zusammen mit Diamante das Haus zu verlassen. Wir beide trugen Kapuzenpulli, dass man uns nicht gleich erkannte, denn ich war mir sicher, dass es bei uns in der Siedlung schon die Runde gemacht hatte, dass wir an dem neuartigen Covid 19 Virus litten.
Wir schlichen uns also um 2 Ecken zu dem Wohnblock von Oma Branka, aus deren obersten Fenster ein Licht fahl in die Nacht schien. Sie hatte eben noch nicht moderne LED-Leuchten, die grell und kalt in so manchen Wohnungen die Nacht zum Tage werden ließen.
Das fahle Mondlicht passte eben gerade auch dazu. Dann schaute meine Kleine nach oben und ahmte den Schrei eines Käuzchens nach, nachdem ihre Grundschullehrerin den Schülern einige Links zu verschiedenen Tiervideos geschickt hatte, wo verschiedene heimische Tiere beschrieben und videografiert wurden.
Im fahlen Mondlicht schaute nun ein vertrautes Gesicht aus dem 4. Stock des Wohnblocks tapfer hinab. Ich bekam beim Blick nach unten manchmal Höhenangst, aber Oma Branka verhielt sich tapfer und mutig wie die rote Zora. Schnell ließ sie das Seil hinab, ich befestigte schnell den Korb daran, sprühte den Griff des geflochtenen Korbes mit einem Desinfektionsspray ein und ließ meine Oma den Korb in die Höhe ziehen. Sie versprach uns in den kommenden 2 Tagen ein Zeichen da zu lassen, indem sie einen Brief von oben hinunter segeln lassen wollte.
Wir machten uns wieder auf, diesmal allerdings auf direktem Wege nicht über 2 Ecken sondern durch ein Loch in einem Maschendrahtzaun, welcher uns über die Gleise zu unserem Gartenzaun führte. Dann kletterten wir flink da drüber, für Diamante ein Katzensprung und für mich ein Akt der  all meine Kräfte in Anspruch nahm. Dabei war unser Palisadenzaun nicht einmal 2 Meter hoch.
2 Tage warteten wir wieder bei fahlem Mondlicht zusammen unterhalb von Oma Brankas Balkon und sie ließ einen Brief vom Balkon segeln.
Ihr Brief hielt für mich einige Überraschungen bereit, denn während meine Eltern schon meinten bei Oma Branka würden sich erste Anzeichen von Altersdemenz breit machen, war der geschriebene Brief der Gegenbeweis. Sie hatte ihn mit extra verschnörkelter Schrift, wie einst Mönche im Mittelalter die heilige Schrift abzeichneten und bunten Bildern versehen, die von alten Poesiealben stammen, wie man sie heute nur noch als billigen Abklatsch von Panini-Stickeralben kannte.

„Lieber Branko, liebe Diamante,

Hier schreibt Euch die alte Zora, eure Oma Branka. Ich habe die Serie, die ihr mir als DVD hochgesandt habt in meine Uskoken-Burg sehr genossen. Ja, auch ich bin ein bisschen wie die rote Zora groß geworden. Damals an der Adria in Dubrovnik, ein Ort mit so viel Geschichte, alten Festungen wie einst die Burg der Uskoken. Leider wurde unser schönes Sommerhaus im Herbst 1994 im Jugoslavienkrieg in Brand gesteckt. Es war ein schönes Landhaus, was sicherlich auch der roten Zora und ihrer Bande mit Blick auf die Adria als Sommerresort gefallen hätte. Ich hatte genauso rote Haare wie die freche Zora und ließ mir als Jugendliche nicht viel sagen. Ja, damals war der 2. Weltkrieg in vollem Gange. Aber wir hatten auch so eine Art Uskokenburg, wo wir uns vor den anrückenden feindlichen Soldaten verstecken konnten.
Ich hatte auch einen Onkel, wie der Fischer Gorian, der zur See fuhr. Es war der Onkel Pavle. Zu Kriegszeiten fuhr ich schon mal als 13, 14jährige mit ihm raus auf die See. Wir angelten genauso Riesenkracken, wie einst die rote Zora und leider fanden wir damals auch viele Leichen in den Gewässern, von Deutschen, von Serben…..ach alles durcheinander. Vor dem Meer hatte noch jeder Soldat ohne Hilfe den Tod gefunden.
Übrigens war ja auch die Figur Branko, wie du lieber Enkel auch in der Serie ein wahrer Held, wo er so heldenhaft jemand vor einer Riesenkrake rettet. Lieber Branko, vielleicht fühltest du dich durch die Serie sehr verbunden, da du ja auch Branko heißt und nun wie ein Waisenkind alleine mit deiner Tochter um die Häuserblöcke ziehst und nicht weißt, wie es weiter geht.
Aber denke immer an die rote Zora, deren Herz Branko gewonnen hatte. Du und Diamante seid immer in meinem Herzen. Und ich hoffe, dass auch Mariella dich lieber Branko wieder in ihr Herz lässt. Sie kommt ja immer vorbei und bringt uns das Essen. Sie kümmert sich so rührend um mich und Euch. Lasst auch sie wieder in Eurer Herz, auch wenn sie vielleicht zeitweise in einem Egotrip auf anderen Wegen wandelte.
Eure Oma Branka“

Danach schlug ich Diamante noch vor eine etwas modernere Filmform von der roten Zora mit mir anzuschauen, ein Film aus dem Jahre 2008. Sie wollte ihn auch anschauen, aber war von der Machart nicht so begeistert, denn eine 13teilige Serie konnte man mit ihrer Authentizität und Storydichte nicht auf 90 Minuten ohne große Abstriche herunter kompensieren.
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