Phönixblau

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Boa Hancock Fisher Tiger Marco der Phoenix Puma D. Ace / Gol D. Ace Thatch Whitebeard alias Edward Newgate
02.05.2020
25.05.2020
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43.196
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23.05.2020 1.694
 
Mittlerweile war das Schiff der Kuja Piraten, mit dir an Bord, seit einer ganzen Weile davon gesegelt und augenscheinlich sicher auf ihrer Insel angekommen. Die drei Kommandanten die dich so gerne hatten, hatten dem Schiff noch eine ganze Weile nachgesehen, besonders Marco. Irgendwann gingen sie ihrer Wege und Marco machte sich, zumindest wirkte er so, etwas mit gedrückter Stimmung auf den Weg in seine Kajüte. Thatch beschloß seine Füße zur Küche laufen zu lassen um das Abendessen vorzubereiten. Neugierig trottete der Sommerspossenträger dem Braunhaarigen hinterher.

„Hat Marco etwas bedrückt gewirkt, oder habe ich mich verguckt?", fragte er den vor sich laufenden Koch.

„Nee, irgendwie hatte ich auch das Gefühl. Er vermisst wohl (Name)"

Beide lachten und begaben sich in die Küche. Ace entschied sich dazu, sich frech auf eine der weißen, edlen Arbeitsplatten zu setzen, währenddessen wusch Thatch sich die Hände, band sich eine Kochschürze um seinen großen Torso und holte seine all üblichen Kochutensilien heraus. Alles in der Küche war edel, aufgeräumt und sortiert. Beim Bau der Moby Dick war es dem Koch besonders wichtig gewesen mehr in die riesige Küche zu investieren um maximalen Arbeitsplatz für die Massen an Essen für die Piraten zu haben. Täglich bereitete er haufenweise Tonnen an Essen zu, das fleißig von der hungrigen Crew verspachtelt und angehimmelt wurde. Nachdem die ersten Zutaten auf dem riesigen Schneidebrett mit dem silbernen, riesigen Messer lagen kümmerte er sich darum dies fein säuberlich und in einer Geschwindigkeit klein zu hacken, so schnell dass man das Messer fast nicht mehr sehen konnte. Der Schwarzhaarige der still daneben saß beobachtete das Handwerk des Älteren, ließ seine Beine in der Luft vor und zurück baumeln, bis sie die Arbeitsplatte erreichten.

„Marco mag sie", platzte es aus Ace' Mund.

„Eindeutig, da ist kein Zweifel, aber untypisch für unseren Phönix. Ich habe noch nie gesehen, dass er eine Frau so angesehen hat. Ich hab ihn in all den Jahren nicht verliebt gesehen, noch nie"

„Ich auch nicht, Thatch. Er hat auch nie den Anschein gemacht, als hätte er Interesse an Liebe, immerhin sind wir Piraten."

Beide Piraten tauschten Blicke, mit hochgezogenen Augenbrauen. Dass der erste Kommandant mal eine Frau mögen könnte und dazu noch eine ehemalige Sklavin, wollte den beiden nicht in den Sinn. Er hatte nie über Liebe gesprochen, nie auch nur ein großartiges Auge auf das andere Geschlecht gelegt, war mit Herz und Seele immer nur der erste Kommandant, Arzt und Phönix der Whitebeard Bande gewesen.

„Aber sie ist verdammt hübsch, gibs zu", murmelte der Zweite in sein Knie, dass er an seinen Körper gezogen hatte.

„Wer das nicht erkennt, hat Tomaten auf den Augen. Weißt du noch, als wir sie aufgenommen haben? Wie sie so verdreckt und zusammengebrochen aussah?"

„Und wie! Und beim Frühstück, nachdem sie ein Bad genommen hatte, da ist mir fast das Essen im Hals stecken geblieben. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass so eine Schönheit hinter den dreckigen Klamotten gesteckt hat!"

„Ich wusste auch nicht was ich sagen sollte. Eine schüchterne Schönheit, mit langem Haar. Irgendwie schon passend für Marco..", erwiderte der Koch, der es sich zur neuen Aufgabe gemacht hatte, einen riesigen Kochtopf aufzusetzen und alles für eine Suppe vorzubereiten.

„Und sie hat sich direkt bei ihm wohl gefühlt. Wenn das mal kein Zeichen ist, Kumpel."

Thatch lachte und Ace schloss sich an.

„Aber mal abgesehen davon, Ace, sie hat eine ganze Menge drauf. Wenn sie kann, hilft (Name) mir oft in der Küche. Sie kocht ihr Essen fast bis zur Perfektion, weiß genau was sie tun muss und wie das Essen gut schmeckt. Was sie in ihrer jahrelangen Versklavung gelernt hat… ist beeindruckend, auch wenn ich das nicht sagen sollte."

„Ich stimme dir aber zu. Meine Wäsche war noch nie so sauber und hat so gut gerochen! Auch wenn ich es bevorzugen würde, wenn sie nach gar nichts riecht, aber lieber sauber als dreckig~"

Beine grinsten sich gegenseitig an und für eine kleine Weile wurde es still, der Braunhaarige konzentrierte sich aufs Kochen, kümmerte sich um die heutige Suppe und noch ein paar Beilagen. Leider konnte er es nicht verhindern, dass sich Ace ein paar kochfertige Karotten und Äpfel schnappte und diese nebenbei verschlang. Er war ein Nimmersatt, schlief nach Fressorgien einfach so ein und hatte direkt danach wieder hunger. Dass man ihn irgendwie überhaupt mal satt bekam, grenzte fast an ein Wunder.

Als auf Thatch's lautes Grübeln nichts folgte, blickte der Jüngere von seinem angeknabberten Apfel auf und stellte fest, dass der Andere vor einer Wahl von Zutaten stand. Sollte er lieber etwas deftiges, oder scharfes, anregendes als Beilage kochen? Was genau zur Suppe passte, bereitete dem Großen Kopfzerbrechen, da es ihm immer daran gelegen war nur das Beste für seine Crew zu zaubern.

„Hey Thatch. Meinst du, sie mag Marco auch? Also dieses mögen, meine ich."

„Hmm..", grummelte der andere erneut, „Sie ist ihm zuerst in die Arme gerannt. Ich glaube sie sieht Marco mit anderen Augen als uns. Aber ich bin mir unsicher, ob sie weiß was Liebe ist und wie man sie empfindet"

„Das denke ich auch! Sie hatte nie eine Familie und wurde nur ausgebeutet, da wäre es kein Wunder, wenn sie nicht wüsste was Liebe ist.. aber ob unser lieber Marco der Richtige dafür ist?"

„Egal was er macht, oder sie, hör mal Ace." Thatch's Blick wurde ernst und er starrte Ace tief in die Augen.

„Wir halten uns daraus. Wir spielen keinen Liebesgott. Wir lassen die beiden ihr Ding machen, verstanden?"

Überfordert starrte der Tätowierte einfach nur zurück. Das war ihm bis jetzt nicht in den Sinn gekommen, aber es war gut das Thatch das angesprochen hatte. Vielleicht hätte er tatsächlich versucht bei einem der Beiden auf Tuchfühlung zu gehen.

„Na klar. Entweder haben wir bald zwei Turteltauben auf dem Schiff, oder eben nicht!"

Der ernste Blick den Ace zuvor zugeworfen bekommen hatte wandelte sich direkt in ein breites Lächeln um und der Ältere schien erleichtert. Das war genau das was er hören wollte. Die Gefühle der Beiden waren nur für sie bestimmt und keiner hatte das Recht sich dort einzumischen. Marco war immerhin alt genug um selber zu entscheiden ob er sich dem Abenteuer der Liebe auf der Moby Dick widmen wollte oder nicht. Und über deine Gefühle warst du dir sowieso noch nicht ganz klar. Wie solltest du auch filtern können, wie sich Liebe anfühlte und was das war? Derzeit hattest du nur deine beste Freundin Boa Hancock im Kopf, bei der sich dein Körper und deine Gedanken befanden.

Du wusstest nicht, dass sich Marco in sein Zimmer zurückgezogen hatte, auf seinem Bett lag und an die Decke starrte. Er freute sich, dass du deinen Traum erfüllen konntest, doch trotzdem füllten sich die Zweifel in ihm, das raue Gefühl, dass du nicht wiederkommen wolltest. So sehr sein Piraten-Sein sich auch dagegen sträubte, er konnte nicht anders als den Gedanken schmerzhaft zu finden, schrecklich und unmenschlich. Er wollte nicht von dir hier zurückgelassen werden, er wollte dir noch mehr von der Freiheit zeigen, dein wunderschönes Lächeln beobachten und auf dich aufpassen. Sein Herz fühlte sich so kalt an, als hättest du es ihm aus der Brust gerissen und mit dir genommen, als du auf das andere Piratenschiff gestiegen warst. Er konnte es kaum merklich in seinem breiten Brustkorb fühlen, wollte es auch gar nicht. Er vermisste das warme Gefühl dass sich dort lokalisiert hatte, wenn du bei ihm warst. Die wohlig warmen Wangen und das breite Lächeln, dass ihm immer direkt in sein markantes Gesicht schossen. Es war egoistisch von ihm so zu denken, aber er wollte dich nicht gehen lassen, auch wenn es nur für, hoffentlich, ein paar Tage war. Seitdem du verschwunden warst, war das Schiff so kalt geworden, die warmen Farben hatten sich verzogen und alles was du hinterlassen hattest, war ein kalter grauer Schleier der Einsamkeit und das Bedürfnis das Schiff nach dir absuchen zu wollen. Doch konnte der traurige Phönix deine schwache, leise, fast ausgelöschte Aura nicht spüren, weit und breit. Du warst zu weit weg um ihm das Gefühl deiner Anwesenheit, Anteilnahme zu geben. Er konnte es kaum erwarten, wenn du wieder bei ihm warst. Gott, was war nur mit ihm los. Noch nie hatte er sich so gedankenverloren erlebt, so traurig und besorgt. Noch nie wollte er die Regeln brechen um eine Frau zu sehen. Er war Pirat, holte sich was er wollte ohne Rücksicht zu nehmen, er war der gefürchtete Kommandant der ersten Division, der Stärkste neben Whitebeard, er wusste wie man Menschen umbrachte und zögerte nicht davor sämtliche Dinge aus dem Weg zu räumen, wenn er etwas begehrte.

Aber bei einer Frau ging das nicht. Er konnte nicht einfach die Regeln brechen, nach Amazon Lily fliegen und an deiner Seite wachen. Du würdest vermutlich sauer sein, enttäuscht und mit Missgunst überflutet, die dich noch viel Wahrscheinlicher dazu bringen würden, bei deiner Freundin zu bleiben.

Also war alles was der Phönix tun konnte, in seinem Zimmer zu liegen und Trübsal zu blasen.

Weil er eine Frau, nämlich dich, vermisste.

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Willkommen bei dem kleinen Special, das ich ganz unabhängig vom Plot der Geschichte geschrieben habe! Ich dachte es wäre ganz witzig, mal einen kleinen Einblick auf die Moby Dick zu geben, wenn Reader-chan nicht da ist. Eigentlich war mein Ziel die Aufmerksamkeit auf ein Gespräch zwischen Ace und Thatch zu legen, die über Marco, Gefühle und unsere liebe Reader-chan rätseln :3

Das Kapitel soll einfach ein bisschen aufmuntern, vielleicht für ein Schmunzeln sorgen und am Ende eben doch zeigen, dass Marco die Kleine echt vermisst. Ein kleiner Einblick auf die Moby Dick eben wenn Du nicht da bist! Ich hab wirklich einfach bei diesem Special drauf los geschrieben und die Wörter regardless fliegen lassen, so lange bis ich nicht mehr wusste was ich noch schreiben sollte, deshalb ist es einfach ein bisschen kürzer :3 Ich hoffe dennoch dass euch das kleine, leckere Special gefallen hat, fühlt euch alle gedrückt und wir lesen uns am Montag beim nächsten Kapitel wieder, bei dem wir das Finale der Story immer eher entgegen fiebern! <3
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