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Hetalia: Und dann kamst du

OneshotHumor, Liebesgeschichte / P12
Deutschland Frankreich Italien Preussen Spanien Süd-Italien
02.05.2020
02.05.2020
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Vor das leere Gebäude stehen zwei Geschwister. Der Bruder steckte die Schlüssel in das Schloss und seine Schwester bewundert das Geschehen mit Vorfreude. Vorfreude auf das, was sie zusammen aufbauen werden. Sie sind von Italien nach Deutschland gezogen, weil ihnen dort nichts mehr gehalten hat. Ihr Großvater, der sie großgezogen hat, ist vor paar Monaten gestorben. Und ein Brieffreund von Romano hat ihn zum Trost das Restaurant vermacht, mit der Bedingung ihm als Beikoch einzustellen. Antonio ist schon ein seltsamer Freund, aber insgeheim war dies ein Trick, Romano nach Deutschland zu bewegen, damit sie sich mal persönlich treffen konnten. Schon immer schrieb der Spanier, dass er sich mega freuen würde, wenn sie sich treffen. Aber der Italiener verneinte das mit den Grund nicht seine Schwester allein zu lassen und auf seinem Großvater acht zu geben.

"Ve~ Ob Antonio dazustößt?", fragte sich Feliciana und betrat mit ihren älteren Bruder die Räumlichkeiten. Man kam gleich in den Saloon, wo die künftigen Gäste an den runden Tischen essen werden. Die Küche war in den Raum nebenan.

"Tsk ob der Idiot kommt oder nicht, soll nicht unser Problem sein. Ich weiß nur, dass er ein lebenslanges Kündigungsschutz hat.", seufzte Romano verärgert, weil er vermutet, dass Antonio ihn das Restaurant nur vermacht hat, damit er ihn den Unterhalt bezahlt und selbst kein Finger krumm machen braucht, da es im Vertrag steht.

"Sei nicht so Fratello, Antonio war großzügig uns dieses Gebäude auszuhändigen und ich finde, dass sollten wir schätzen. Ve", freute sich die Schwester.

Plötzlich betrat ein Fremder den Raum und er sagte keuchend:" Tut keuch..keuch mir Leid, dass ich spät keuch...keuch dran bin, aber ich habe den Zug verpasst.", schnaufte der Mann mit gebräunte Taint und grünen Augen hervor.

"Und wer bist du überhaupt?", verschränkte der Italiener die Arme.

"Antonio. Dein Brieffreund schon vergessen?", wunderte der Spanier und lächelte.

"Und was willst du hier?", kam die nächste Frage.

"Oh bist du schlecht gelaunt? Ich bin hier um zu arbeiten. Das weiß du doch.", erklärte sich der Mann mit lockigen Haaren.

"Oh...", staunte Romano nicht schlecht, da lag er wohl mit sein Urteil falsch.

"Willkommen. Dann sind wir wohl Kollegen. Ich bin Feliciana, die Schwester deines Brieffreundes.", stellte die junge Frau freudig klar.

"Hola, freut mich dich kennenzulernen, zusammen werden wir den Laden rocken was.", grinste der Spanier und wurde gleich von Romano in der Küche gezogen. Als die Schwester folgen wollte, wurde sie zurückgewiesen von ihren Bruder.

In der Küche ließ Romano Antonio los und mahnte:" Meine Sorella ist tabu, capito?"  

"Si! Keine Sorge, ich habe nicht vor sie dir wegzunehmen.", versicherte Antonio lächeln.

"Oh gut, dann ist das geklärt. Aber wehe es waren leere Worte, dann kannst du was erleben.", versicherte Romano und spielte mit das nächstbeste Messer.

"Si...", schluckte der Spanier und wollte fragen, welche Aufgabe er bekommt und hörte schon.

"Du wirst in der Küche arbeiten und mir beim Kochen helfen. Ab und an musst du meine Schwester beim Kellnern helfen, bis wir ein geeigneten Kollegen gefunden haben.", stellte sich der Italiener vor, wie der Ablauf wird. Er hat schon damit gerechnet, dass sie beide alles alleine stemmen, doch überraschenerweise ist dieser Antonio doch nicht so faul wie angenommen.

"Okay, auf mich kannst du zählen Romano. Wollen wir mit das Einrichten beginnen?", fragte der Spanier.

"Noch gebe ich hier den Ton an, fang an zu putzen, du Blödmann.", brummte Romano leicht verärgert, aber trotzdem grinste der "Blödmann" und gibt ein Aye, Aye Käptain von sich.

Die Schwester hat in der Zwischenzeit schon angefangen die Fenster zu putzen. Schließlich sollen die baldige Gäste sehen, dass dieses Imbiss bald geöffnet hat.

Nach Stunden der Putzarbeit die Feliciana und Antonio geleistet haben, nickte Romano zufrieden und fegte mit Zeigefinger jeden Winkel seines Laden. Zufrieden war kein Staub geblieben und er sagte:" Gut gemacht, dann können wir morgen die Eröffnung einleiten."

"Heißt das, dass wir jetzt Feierabend haben? Wie wäre es wenn wir feiern gehen, ich kenne ein guten Club, mein Freund Francis leiten diesen und....", versuchte der Spanier eine Verabredung zu vereinbaren, damit sie mal was zusammen unternehmen und sich besser kennenlernen können.

"Tut mir Leid, aber nur du hast Feierabend. Mein Sorella und ich müssen die nötigen Einkäufe tätigen. Bis morgen dann.", redete sich Romano raus und scheuchte den Untergebenen raus aus den Haus.

"Vielleicht morgen?", versuchte der Spanier und bevor die Tür zugeknallt wurde, hat er ein "Vielleicht" vernommen. Das ließ ihn optimistisch stimmen und weg gehen.

"Antonio ist nett.", fand die Schwester lächeln.

"Mag sein, lass uns einkaufen, sonst können wir den Gästen gar nichts servieren.", seufzte der Bruder und geht mit seiner Schwester zu Küche, wo sie den Hinterausgang nutzen. Der führt nämlich zu kleinen Garage, wo ihr Lancia steht.

"Wie wohl unsere ersten Gäste werden? Ich hoffe sie werden Stammkunden.", freute sich die junge Frau im Alter von 23 Jahren.

"Tja das hängt voll von den Gästen ab. Ich werde keine erdulden, die glauben der König zu sein. Solche eingebildeten Menschen gibts im Überfluss und die nerven.", erwähnte Romano.

"Oje, wenn viele so sind, werden wir nicht bankrott, wenn wir sie alle rausschmeißen?", fragte sich die Schwester naiv.

"Nun das Minus muss ich wohl von dein Gehalt abziehen.", schätzte der Bruder frech ein.

"VE? Warum von meinen? Du bist gemein, Fratello!", jammerte die junge Frau und verzog eine Schnute.

"Ach Sorella ich meine es nicht so. Wir kriegen das schon hin. Wenn nicht geben wir Antonio die Schuld und ziehen nach Italien zurück.", tätschelte er seine Schwester den Kopf und drehte danach die Zündschlüssel um. Schon fuhren sie los.

In einen Club war noch friedliche Stimmung, da am Nachmittag noch geschlossen ist, aber besondere Gäste durften schon vorher rein. Drum setzte sich Antonio am Tresen und sein Freund und Ladenbesitzer kam auf ihm zu.

"Ami! Na wie läuft das Arbeitsverhältnis?", fragte der Mann mit französischen Akzent.

"Ganz gut, morgen haben wir Eröffnung und wir suchen noch ein Kellner.", erzählte Antonio stolz.

"Morgen schon? Oh dann kann ich schon diese Flyer an meinen Gästen verteilen. So habt ihr gute Werbung.", freute sich Francis und holte unter den Tresen ein Batzen Flyer hervor.

"Wow, gracias Francis.", bewundert der junge Mann aus Spanien ein Flyer und ist froh solch gute Unterstützung zu haben.

"Kein Ding, das selbe würdest du für uns tun. Ach ja, und wie ist dein Brieffreund hm? Ich möchte ihn gern kennenlernen.", hakte der Franzose nach.

"Romano ist ein witziger Typ, einerseits ist er sehr unhöflich und andererseits sehr fürsorglich. Vorallem wenn es um seine Schwester geht, da hat Feli sich heut ein Splitter eingefangen und dann....", erzählte Antonio heiter, wurde aber promt mit der Frage unterbrochen.

"Schwester?", war dies die Frage, die Antonios Redefluss unterbrach.

"Si, aber lass die Finger von ihr, die ist tabu, musst du wissen. Auch bekommst du dann von mir Ärger.", versicherte der Spanier, da er seinem Freund in diesen Punkt kennt. Eigentlich ist ihm die Liebeswelt von Francis egal, aber bei der Schwester seines Chefs, muss er eine Grenze ziehen. Antonio weiß nämlich wie wichtig die kleine Schwester für Romano ist und würde Francis mit ihr spielen, nein, davor muss sie einfach bewahrt werden.

"Oho wenn ich selbst Ärger mit dir bekomme, dann lass ich es lieber. Ich hab eh jetzt ein englischen Studenten im Visier, der ist aber eine Nuss musst du wissen.", war Francis leicht überrascht und ließ sie erstmal in Ruhe. Er möchte nämlich nicht die Freundschaft zu Antonio wegen so eine Lappalie verderben. Dafür ist ihm die Freundschaft wichtig.

"Grazie. Wo bleibt Gilbert überhaupt? Sonst ist er immer vor mir hier.", wunderte sich der Spanier über die Verspätung von seinen Kumpel.

"Er und Ludwig haben wohl etwas Stress, deshalb kommt er erst später.", seufzte Francis und starrte aufs Handy, um Neuigkeiten herauszufiltern.

"Echt, was ist denn wieder?", ist Antonio neugierig geworden.

"Nun er schrieb mir, dass Ludwig neben den Studium Arbeiten will, aber Gilbert findet er soll sich voll aufs Lernen konzentieren und er würde die Finanzen klären.", seufzte der Franzose und steckte sein Handy weg.

"Hm die alte Leier was? Ich finde solange Ludwigs Leistungen sich nicht verschlechtern, kann er doch ein Nebenjob annehmen.", findet der Spanier die Sache unkompliziert.

"Ach du kennst die. Sie sind beide Sturköpfe. Keiner will nachgeben.", zuckte der Clubinhaber mit den Schultern.

"Er könnte doch in Gilberts Werkstatt arbeiten oder? Dann kann Gilbert ihm Lernen schicken, wann er es will und ihm arbeiten lassen.", überlegte der Freund von Francis.

"Nur will Ludwig nicht in der Werkstatt arbeiten. Es ist so, dass er unabhängiger von sein Bruder sein will. Aber Gilbert es irgendwie nicht akzeptieren möchte. Ach ich weiß auch nicht. Lass sie ihren Ärger, ich halte mich raus.", verdrehte der Franzose die Augen. Wie oft haben sie über dieses Thema debattiert?

"Hm.... vielleicht kann Ludwig bei uns als Kellner arbeiten. Dann kann ich ein Auge auf ihm werfen und bei Unsicherheiten Gilbert Bescheid geben.", überlegte Antonio, denn er möchte schon seinem Kumpel helfen, aber auch Ludwigs Wunsch nach Unabhängigkeit gewährleisten.

"Romano müsste das entscheiden.", warf Francis ein und goss sich und seinen Gast Drinks.

"Ich werde ihn schon überzeugen. Ich hoffe nur, dass Ludwig fleißig ist.", kratzte der Spanier verlegend am Hinterkopf.

"Stimmt Ludwig muss es auch wollen. Sonst wird das nichts. Hach Cherie du bürdst dich immer was auf. Schon als dein Brieffreund geschrieben hat, dass sein Großvater gestorben ist, hast du einfach ihm das Restaurant vermacht, dass dein Vater dir geschenkt hat. Dabei kennst du Romano nicht mal wirklich. Aber ich verstehe dich ja, du willst helfen.", seufzte Francis über diese unglaubliche Großzügigkeit, aber deshalb mag er Antonio.

Mit ihm hat er diesen Club eröffnet, dabei sind sie nur zufällig im Laden begegnet, wo er, er gibt es ja zu, dass es war falsch, aber wo Antonio ihm beim Stehlen erwischt hatte. Doch ohne Einkommen, gerade mit Gelegenheitsjob seine kleine 1-Raum Wohnung finanzieren können, war dies notwendig. Aber Antonio erwischte ihm und verpfiffte ihm nicht. Nein er schmiss die Waren in seinen Wagen und bezahlte, die geplant-geklauten Sachen. Darauf fragte der Spanier, was ihm dazu geleitet hatte und als er die traurige Geschichte eines armes Mannes erfuhr, half er ihm, seinen Traum von einigen Club zu erfüllen. Es war damals, als sei ein Engel von der Erde gefallen und hat ihn Antonio Fernández Carriedo genannt und zu ihm geschickt. Klar der Bursche ist wohlhaben, aber will von das Vermögen seiner Eltern nichts wissen. Nur wenn es um Investitationen wie das mit den Club geht, dann ist Antonio bereit seinen Eltern zu fragen. Es ist schön so ein guten Freund gefunden zu haben.

"Ich verstehe meinen Bruder überhaupt nicht, Mann!", kam nun ein Mann mit silbernen Haaren in den Club hinein spaziert.

"Hi Gilbert!", lächelte Antonio und Francis sagte:" Na Gilbert, ist wohl nicht so gut gelaufen oder?"

"Soll das ein Witz sein? Jetzt will der noch ausziehen, dabei hat er nicht mal ein Job. Mit meinen Ersparnissen, schaffe ich das schon. Er hat doch keine Ahnung von Leben.", beschwerte sich der Mann mit violetten Augen, nahm ein Schluck von Antonios Glas.

"Ausziehen, was ist denn vorgefallen, dass Ludwig zu diesen drastischen Maßnahmen greifen musst? Hast du ihn geärgert?", fragte Antonio und reichte ihm das zweite Glas von Francis Drink.

"Danke.", sagte Gilbert beiläufig, aber erzählte," Das ist es ja, eigentlich gibt es keinen Grund. Wir verstehen uns prima und auf ein mal, Bruder ich werde ausziehen. Ich war komplett entsetzt. Ich konnte ihn überreden, erst auszuziehen, wenn er einen nachweisbaren Job hat."

"Naja wenigstens kratzt er nicht seine Ersparnisse für die Wohnung an und sucht ein Job.", sah es Antonio ein Erfolg, auch wenn dieser klein ist.

"Was hält seine Freundin von seinen Verhalten?", hakte Francis nach. Denn es gibt Dinge, wo man sich komplett verändert und eine Freundin ist der erste Grund.

"Sie weiß es noch gar nicht, stattdessen nervt sie mich die ganze Zeit in der Werkstatt.", seufzte Gilbert und beobachtet wie Francis allen ein Getränk mixte.

"Dich nerven? Inwiefern, ich dachte, sie ist Ludwigs Freundin.", ahnte Francis was, denn er ist ein Menschenkenner, das war er schon immer.

"Nun ja, dauern bringt sie mir Kekse und frag, ob sie mich aushelfen kann. Was will ein junges Ding in eine Werkstatt voller Autos. Neee Ich habe den Eindruck, dass sie diesen Beruf bereuen würde. Drum schicke ich sie immer fort. Sie ist nicht in ansatzweise wie Elisabeth.", beklagte Gilbert und Francis hat ein wissendes Gesicht drauf.

"Hast du eine Ahnung Francis?", erkundigt Antonio, der seinen französischen Freund beobachtet.

"Oui. Die Freundin von Ludwig hat voll ein Auge auf dir geworfen Gilbert. Wahrscheinlich will Ludwig deshalb weg von dir.", schlussfolgert der Barkeeper.

"WAS? Aber ich haben nichts mit der. Ludwig kann doch mich nicht bestrafen.", konnte es der Albino nicht fassen. Jetzt wird er von seinen kleinen Bruder verachtet für das, was seine Freundin durchzieht.

"Oh dann wird die Beziehung ja in die Brüche gehen. Armer Ludwig.", schätzte Antonio die Lage ein. Als er die Beilschmidts kenngelernt hat, war er mit sein Auto unterwegs.  Das Fahrzeug hatte eine Panne und sein Vorstellungsgepräch drohte mit eine Verspätung zu glänzen. Doch dann kamen die Brüder vorbei und Gilbert half Antonio, indem er die Autopanne ohne weiteres behob. Er kennt sich gut mit Autos und Technik aus, wie sein jüngerer Bruder. Nur sind sie damals getrennte Wege gegangen, ohne dass sich Antonio revanchieren konnte. Das änderte sich, denn nach den Termin hat er überall durchgefragt, ob sie einen Menschen kennen, der wie ein Albino aussieht. Zum Glück fand er jemanden, der ihn zu der, Wohnung der Beilschmidt-Brüder führen konnte. Als er sich bedanken konnte, wurden sie auf Anhieb Freunde und unterstützen sie sich gegenseitig.

"Toll und mein kleiner Bruder gibt mir die Schuld, dabei will er mit 20 erwachsen sein. Tskesesese", warf Gilbert seinen Bruder Unreife vor.

"Naja Frauen kommen und gehen, aber Brüder bleiben einen fürs Leben. Lass Ludwig den nötigen Freiraum und dann wird sich der Rest ergeben.", konnte Francis ein Rat geben.

"Ich verstehe es ja, aber ich befürchte, dass Ludwig sich dann gänzlich von mir abwendet. Schon jetzt braucht er mich nicht mehr und lebt in seiner Welt, ich habe das Gefühl, dass ich in seiner Welt nicht dazugehöre...", stellte Gilbert enttäuscht fest, denn er sieht es ja tagtäglich, wie Ludwig sich von ihn distanziert, nur um zu beweisen, dass er alles selbst schafft. "Gott hört mich an, ich jammere, weil mein Bruder mich nicht beachtet. Gott bin ich zu bemitleiden, kein Wunder, dass er nichts von mir wissen will, ich will es auch nicht."

"Gilbert.", tröstete Antonio seinen Kumpel und legte ein Arm auf die Schulter von ihm. "Sag es Ludwig doch einfach, ich wette, danach überdenkt er sein Verhalten und bindet dich wieder im Leben ein.", versicherte der Spanier zuversichtlich. Er kennt Ludwig, er ist ein direkter Typ, der meisten ein Brett vorm Kopf hat, aber es nie böse meint.

"Bist du bescheuert? Soll ich etwa sagen. Luddi ich vermisse dich, lass uns spielen? Nenenene", weigerte sich der Albino, weil er Angst hat, sein Gesicht zu verlieren, wenn er Ludwig darauf anspricht.

"Gilbert, du machst es einen auch nicht leicht.", stemmte Antonio seine Arme an der Hüfte und schaute nachdenklich auf den Boden.

"Wo ist Ludwig eigentlich?", fragte Antonio nun.

"Zuhause, Bewerbungen schreiben. Er kann es kaum erwarten, mich zu verlassen.", presste Gilbert verärgert hervor und nahm einen kräftigen Schluck.

"Gut, dann werde ich mit ihm reden. Wir haben eine Stelle frei. So bleibt Ludwig in der Nähe und muss nicht die Stadt verlassen.", lächelte Antonio, denn er hat auch vorgehabt, Ludwig darauf hinzuweisen, was er aus den Augen verliert. Nur um selbstständiger zu werden. Aber das bindet er Gilbert nicht auf der Nase, sonst würde er den Plan ablehnen.

"Macht das, unterstütze ihm. Er ist ja nicht mein einziger Bruder und Überbleibsel meiner Familie.", klagte der Albino ihn an.

"Moncherie warum suchst du nicht eine Frau und bekommst deine eigene Familie. Dann schlägst du Ludwig mit seinen eigenen Waffen.", möchte Francis spontan wissen.

"Es gibt niemand anderes als Elisabeth für mich und die hat den Blödmann von Roderich gewählt. Solange ihre Scheidung nicht war, wird daraus nichts.", erklärte Gilbert, warum er das noch nicht in Betracht gezogen hat.

"Hoffnungsloser Fall.", seufzte Francis.


Nun endlich angekommen vor der Wohnung von den Beilschmidtsbrüder, klingelte Antonio. Gilbert ist bei Francis geblieben. Die Haustür geht auf und Ludwig staunte:" Oh Antonio, guten Tag. Ich dachte, du wärst Gilbert, der wieder die Schlüssel vergessen hat."

"Guten Tag Ludwig. Ich habe gehört, dass du einen Job suchst.", fing Antonio an, sein Angebot zu unterbreiten.

"Wenn du hier bist, um mich abzuhalten, dann....", wollte Ludwig seine Gründe verteidigen, aber dies war nicht nötig.

"Nein, darum bin ich nicht hier, im Gegenteil. Ich habe eine Stelle für dich. Na interessiert?", versicherte Antonio.

"Was für eine Stelle soll das sein?", fragte Ludwig und wirkte recht skeptisch, weshalb er seine Arme verschränkte.

Der nächste Tag beginnt und Antonio besucht ganz früh das Restaurant, da er weiß, dass die Vargas-Geschwister im Obergeschoss wohnen. Leicht verschlafend öffnete Romano ihm die Tür.

"Was ist dein Problem, Alter!? Hast du auf die Uhr geschaut?", beschwerte der Italiener sich.

"Sorry Romano wird nicht wieder vorkommen, aber ich habe gute Nachrichten. Ich konnte ein jungen Mann finden, der perfekt zu diese Arbeit passen würde. Er ist ein Student und sucht einen Nebenjob, um seine Wohnung, wie auch Studium zu finanzieren.", wirbt Antonio Ludwig an.

"Aha....naja auf schnelle hätte ich keine Stellenanzeige ausstellen können. Er kann heute Probearbeiten, sollte er nicht passen, wirf ich ihn hochkant raus, mir egal, ob er diesen Job braucht oder nicht.", nahm Romano den Bewerber an und fügte hinzu," Der Laden öffnet erst um 15 Uhr, kommt also 14 Uhr. Das wird ein laaaaaanger Abend."

Wieder wird mit Aye-Aye, Käptain verabschiedet. Sieht er aus wie ein Pirat? Das sollte Romano sich wirklich fragen.


Der Arbeitsbeginn, ein Beginn eines Neuanfang. Schon am Vormittag hat Ludwig mit seine Freundin Schluss gemacht, doch sie hat es gefasst aufgenommen. Man kann sagen, sie sind in guten auseinander gegangen. Naja wäre er Gilbert gewesen, hätte sie geheult wie ein Schlosshund, aber daran will Ludwig nicht denken. Seine Kleidung hat er lässig gewählt, weil er weiß, als Kellner zu arbeiten und mit ein Anzug wäre dies schlicht zu unpraktisch. Ein blaues Hemd, dass den selben Ton wie seine Augen hat, dann eine schwarze Faltenhose mit schwarzen Schuhe. Das lässigste an diesen Outfit war, dass er den Schlitz im Schrank hängen ließ und auch den Blazer zurückließ.

Mit Antonio betritt er das Restaurant, wo er wohl arbeiten wird. Etwas nervös ist er schon, trotz dass Antonio ihm Mut zugesprochen hat, dass der Chef ein guter Typ ist. Romano kam auf den Kopfgrößeren Burschen zu und fragte:" Das ist der Student?"

"Si.", lächelte Antonio unschuldig.

"Er sieht ja aus wie ein Boxer in Beamtenkostüm.... Die Studenten heutzutage.", konnte der Boss sagen.

"Oh unser erster Kunde?", kam nun Feliciana dazu und grüßte," Willkommen in unseren Restaurant Italia-Vargas."

"Ähm eigentlich soll ich hier als Kellner arbeiten.", stellte Ludwig klar und musste sich erst die Beschreibung Boxer in Beamtenkostüm durchgehen. Klar ist er groß, 1,80m um genau zu sein und auch hat das regelmäßige Training ihm fit gehalten. Aber das hat noch keiner so trocken rausgehauen, wie sein jetziger Chef.

"Oh dann musst du Ludwig sein. Verzeih, ich dachte, du seist ein Boxer in Beamtenkostüm.", kratzte die Schwester von Romano verlegen am Hinterkopf.

Schon wieder. "Genau ich bin Ludwig Beilschmidt und freue mich hier zu sein.", sagte er und versuchte locker zu wirken, doch es blieb bei versuchte.

"Ganz cool Ludwig, ich wette, wenn du arbeitest, wirst du lockerer.", versicherte Antonio, der Ludwigs Nervösität spürte.

"Ha, mal sehen, ob du überhaupt was packst. Deine erste Aufgabe wird sein, die Stühle runter zu stellen und die Tische zu decken. Meine Schwester hilft dir beim Dekorieren. Antonio und ich bereiten die Küche vor.", gab Romano die erste Aufgabe und erhielt ein Nicken.

Als er mit Antonio in der Küche war, meinte er:" Türsteher würde eher zu Ludwig passen, warum glaubst du, dass er hierherpassen würde? Ich haben mit Studenten angenommen, dass er KLEINER als ich bin."

"Ach gibt Ludwig eine Chance! Er ist zwar groß, aber sehr zuverlässig und hilfsbereit. Du wirst es sehen.", lächelte der Spanier zuversichtlich, schließlich kennt er Ludwig ewig.

"Wenn du es sagst.", hegt Romano noch Skepsis.

"Du Ludwig, was hälst du von diesen Servietten? Stimmen sie mit den Tischdecken überein?", fragte Feli naiv.

"Nun ich denke schon...", war Ludwig sich nicht sicher.

"Yippie! Dann nehmen wir die. Danke Ludwig. Ve~", freute sie sich übereifrig.

Seufzend stellte er die nächsten Stühle runter und hörte schon:" Ludwig, eine oder zwei Kerzen pro Tisch?"

"Ähm.... Eine?", hoffte er die richtige Antwort gegeben zu haben. Denn er ist in der Probezeit und hat keine Lust wegen eine Kleinigkeit seinen Job zu verlieren.

"Warum?", fragte Feli verwirrt.

"Brandgefahr niedriger.", wandte Ludwig ein, aber hatte kein blassen Schimmer, warum 1 oder 2 Kerzen auf den Tisch stellen sollten. Es ist hell genug.

"Guter Einwand, danke Ludwig.", nahm Feli lächeln seine Erklärung hin und deckte weiter.  

"Ludwig.", bat die junge Frau wieder um Hilfe. Genervt drehte sich Ludwig um und fragte entsetzt:" WAS machst du da?"

"Hilfe...", jammerte die Frau auf den Schrank. Sie wollte die Plastikblumen holen und kletterte auf den Schrank, jetzt ist sie wie eine Katze, die nicht traut vom Baum runterzuklettern.

"Komm spring, ich fang dich auf.", seufzte Ludwig und hörte sie klagen.

"Was ist wenn du mich nicht rechtzeitig fängst. Ich habe Angst. Nachher komme ich nie wieder runter.", schniefte sie.

"Ich werde dich fangen, du musst mir nur vertrauen. Oh, das könnte schwer...", fiel Ludwig ein, dass man keine fremde Leute auf Anhieb vertrauen kann, aber sie bewies das Gegenteil und nahm dieses Argument als Grund für ihren Sprung nach unten. Natürlich konnte er sie auffangen, hat aber nicht gedacht, dass sie ihn so schnell vertraut.

"Danke Ludwig wieder hast mir geholfen. Ich wusste, dir kann ich vertrauen. Ve~", freute sich die Frau in seinen Armen. Verlegend setzte er sie ab und murmelte nur:" Keine Ursache." Schnell war er wieder an den Stühlen und stellte die Letzten runter. Am Besten diesen Vorfall vergessen, nur wird ihm bewusst, dass dies nicht der letzte Vorfall gewesen war. Die Frau mit fuchsbraunen Haaren, bernsteinfarbigen Augen und Rock-Overall ist unverbesserlich. Man könnte meinen, er habe ein Babysitterjob angenommen.

Als Ludwig mit Feliciana die Tische wischen, platzte Romano in den Saloon. "Was ist hier los?", möchte der Chef wissen.

"Was ist denn Fratello?", wunderte sich die Schwester und Ludwig ist einfach sprachlos, hat er was falsch gemacht? Etwa die falschen Putzlappen verwendet.

"1 Stunde hast du dich nicht gemeldet. Normalerweise dauert es keine 10 Minuten, bis du angerannt kommst und mich um Hilfe bittest. Sorella.", stellte Romano erschrockend fest.

"Oh ich konnte immer Ludwig fragen, daher bin ich nicht zu dir gekommen. Ich sehe doch wie gestresst du bist, da wollte ich dich nicht nerven. Ve~", erklärte sie.

"Aha...ähm.. nun du nervst mich nie, aber lieb, dass du dir deshalb Sorgen machst. Wie auch immer, bald kommen die ersten Gäste. Seid zuvorkommend.", machte der Chef auf die kommende Aufgabe aufmerksam und geht zurück zur Küche.

"Siehst, ich habe doch gesagt, dass nichts ist.", sagte Antonio seinen Küchenkollegen. Als Romano wieder in der Küche kam und mehr als verwundert über das Verhalten seiner Schwester ist.

"Ja, ich war vielleicht voreilig, dennoch habe ich Ludwig noch nicht gewarnt. Das werde ich nachher nachholen.", entschied Romano, der erleichtert ist, dass es nur ein Fehlalarm war und es seiner Schwester gut geht. Noch nie ist es vorgekommen, dass jemand ihre dauerhafte Hilfesuche aushielt, aber Ludwig hat das schon über eine Stunde durchgehalten und keine Spur von Ende der Nerven. Aber das war ja erst der Anfang.

Viele Abende erwiesen sich als Zereißprobe, aber nichtsdestotrotz ist Ludwig Ehrgeiz stärker und er gewöhnt sich an das seltsame ArbeitsKLIMA. Es ist ja nicht so, dass er mit voller Ledermontur durch die Wüste läuft.

"Ludwig~Ludwig!", summte die Italienerin glücklich und präsentierte stolz eine Vase mit Gesteckpflanzen.

"Was gibts?", fragte Ludwig, während er die Tischdecken richtete, damit alles zur Zufriedenheit seiner Perfektion ist. In diesen Punkt ist er ein Perfektionist.

"Würde dir es etwas ausmachen, wenn dieser Strauß hier steht?", fragte Feli unsicher und stellte die Vase auf den Tisch.

"Oh Kornblumen, die sind hübsch.", konnte der junge Mann sagen, da diese Spezies der Blumen seine Lieblingsblumen sind. Die Vase wird genauer unter die Lupe genommen.

"Es gefällt dir wirklich? Ve~", fragte sie begeistert und lehnte ihren Kopf verträumt auf beide Handfläche.

"Ähm nun ja, sie sind wunderschön und würden sich besser auf dieses Regal machen, damit alle von den Strauß was haben.", erwähnte Ludwig und packte die Vase auf den Regal, damit auch kein Tisch benachteiligt wird und jeder, der das Restaurant betritt ein Blick darauf erhaschen können. Sinn der Deko.

"Ludwig mein Schnürsenkel ist aufgegangen, würdest du...?", bat nun die Frau erneut und mit ein gewohnten Seufzer geht der junge Herr in die Hocke, um ihr eine Schleife zu binden. Wenn man es so sieht, kann man denken, sie sei ein Kind, aber ihre Figur erinnert Ludwig immer wieder eine erwachsene Frau vor sich zu haben. Leicht rauscht sein Blut durch die Wangen und sorgen für eine warme Atmosphäre.

"So bitte schön....", entfernte er sich schnell von ihr, als die Schuhe gebunden wurde und kratzte sich nervös auf den Kopf.

"Ve~ Grazie. Du bist so lieb zu mir.", lächelte die Italienerin glücklich und hüpfte zur Küche.

Wirklich so eine Frau wie Feliciana ist Ludwig noch nie über den Weg gelaufen. Man kann es schon sagen, dass sie für ihm was besonderes ist. Auch ist sie das glatte Gegenteil von seinen Boss Romano ihren Bruder. Er muss zugeben die Beschreibung, dass sein Chef ein guter Typ ist, war ein Tick übertrieben. Er will seinen Chef nicht schlecht reden, aber den Spitznamen Kartoffelfresser ist ein wenig zu viel der Ehre. Zum Glück sagt er es nur, wenn sie in der Küche sind und nicht vor all den Leuten. Dennoch ist Romano fair und bezahlt pünktlich. Drum will Ludwig nicht pingelig sein und für seinen ersten Nebenjob es so hinnehmen. Es hätte ihn schlimmer treffen können.

Die ersten Gäste besuchen das Restaurant und geübt nahm Ludwig die ersten Bestellung auf, da seine Kollegin noch in der Küche verschwunden ist. Zum Glück sind ihn die ersten Gäste bekannt, da die Freundinnen fast jeden Tag hier vorbeischauen und Cappuccino trinken.

"Guten Tag, das Gleiche wie immer?", fragte Ludwig den weiblichen Gästen. Eine besaß lange schwarze Haare und braune Augen, während ihre Freundin gegenüber ihr kurze, lockige Haare in blond hat und ihre Augen waren blau.

"Ja zwei Cappuccinos bitte und haben sie auch was Süßes da?", fragte Blondine und schaute erwartungsvoll auf den jungen Kellner.

"Gelato haben wir zur Verfügung, also Speiseeis. Bestimmte Vorlieben?", möchte Ludwig wissen und schrieb schon auf den Zettel kleine Notizen.

"Oh yes ein Eis wäre perfekt, am besten mit Schokoladegeschmack und bei dir Kikyo?", nahm sie das Angebot begeistert an.

"Ich wäre mit Zitronegeschmack erfreut, wenn sie sowas da haben.", stimmte die etwas dezenter Freundin ein.

"Ist notiert und kommt gleich.", versicherte der Kellner und geht auf den direkten Weg zur Küche. Als er die Räumlichkeit betritt, beobachtet er seine 3 Kollegen wie sie wohl heiß auf italienisch diskutierten. Nun ja die Geschwister, während Antonio eine schlichte Zuhörerrolle annahm.

"Komm ich ungelegen?", möchte Ludwig wissen und sah wie die finsteren Blicke des Chefs auf ihn ruhen. Was hat er wieder angestellt?

"Was ist denn Kartoffelfresser? Wie haben was wichtiges zu besprechen.", möchte nun Romano wissen.

Schnell zückte Ludwig den Zettel und erwiderte:" Eine Bestellung und dürfte ich erfahren, worum es um das Gespräch geht?"

Antonio seufzte und antwortete leicht betrübt:" Es geht darum, dass Feliciana und ich die Stelle tauschen sollen und ich als ausgelernter Koch, ich sage ja nur, als Kellner mit dir zusammenarbeite soll. Aber Feli möchte nicht und darum geht es in diesen Streit."

"Antonio!", brummte Romano, aber dieser zuckte nur fragend die Schultern.

"Und warum dieser Wechsel? Ich dachte, es funktioniert alles wie gehabt.", staunte Ludwig über diese Entscheidung.

"Weil ich es sage und basta!", ist der Chef des Restaurants keine Erklärung schuldig.

"Aber ich will weiter mit Ludwig arbeiten, Fratello. Wir haben doch nichts falsch gemacht ve.", klagte Feliciana ihren Bruder an.

"Sorella, du sollst heute mal in der Küche arbeiten und du wirst sehen, dass das noch besser für dich ist.", bemühte der Bruder zu argumentieren. Schon wird wieder auf italienisch gestritten. Stumm überreichte Ludwig Antonio die Bestellung, der auch daran macht, sie fertig zu stellen.

Ludwig lehnte sich auf den Zubereitungstisch und bewundert die streitenden Geschwister in gewisser Entfernung. Noch nie hat er Feli so entschlossen gesehen und anscheinend will sie in ihren Willen durchsetzen. Irgendwie sieht sie dabei sehr süß aus. Huch hat er das jetzt echt gedacht?

"Weißt du, warum auf einmal?", fragte Ludwig nun beiläufig seinen Freund Antonio, der gerade die 2 Tasse zubereitete. Da er kein Bisschen italienisch kann, wusste der Deutsche nicht, was der Grund ist. Aber Antonio beherrscht die Sprache, auch kann er spanisch.

"Nun ja. Die Beweggründe sind mir schleierhaft, aber ich vermute, dass Feli zu sehr auf dich fixiert ist und das will Romano schlicht nicht.", konnte Antonio einiges zusammenreimen.

Stumm nahm Ludwig diese Erklärung hin und fragt sich nur, wie das enden wird und vorallem, wer nachgibt. Beide scheinen im Recht zu sein und keine Einsicht von beiden der Seiten. Nun erhält er von Antonio die Bestellung. Wenigstens sind sie da und halten den Laden am Laufen.

"Thank yo Ludwig.", bedankte sich die Kundin mit Bluse und Jeansjacke begeistert, während ihre Begleitung ein dankbares Nicken schenkte.

"Lass es euch schmecken.", lächelte der Kellner geübt. Langsam hat er den Umgang mit Kunden im Griff. Anfangs musste Feli ihm Nachhilfe geben, da er kein Naturtalent war und er eher unangenehme Atmosphäre sorgte mit  sein gequältes, genervtes Lächeln. Doch dies hat er abtrainieren können und zwar mit zahlenreichen Stunden vor den Spiegel und Anweisungen von Feliciana und mal ehrlich, sie ist dazu geboren, die Kunden mit ihre Art zu verzaubern und gute Laune zu bescheren. Warum also soll sie in der Küche? Klar eine gute Köchin ist sie, aber, nun man würde hier was vermissen.

Ein weiterer Gast wird unter Verhör genommen und mit klaren Notizen geht es wieder in die Küche, wo Ludwig nun beobachten konnte, wie die Geschwister immernoch sich ankeifen und der Spanier es aufgegeben hat zuzuhören und stattdessen die Zutaten sortierte. Stumm erhält Antonio den Zettel und nickte Ludwig an.

Aufeinmal begannen beide Italiener zu weinen und legen sich tröstend in die Arme.

"Haben sie sich versöhnt?", staunte Ludwig über die jetzige Wendung.

"Nein, sie sind sich einig geworden, sich die Süßigkeiten nicht gegenseitig wegzuklauen. Sie sind wirklich sprunghaft.", konnte Antonio noch nicht entwarnen und tatsächlich begannen sie erneut einen Streit zu führen.

"Wird das etwa den ganzen Abend gehen?", möchte Ludwig wissen und seufzte.

"Wer weiß, Feli scheint zum ersten Mal ihren Willen durchsetzen zu wollen. Das kennt Romano kaum. Darum bin ich gespannt wie der Streit endet.", sagte Antonio und reichte ihm das frisch-zubereitete Gericht.

"Ich auch, halte mich auf den laufenden.", bestätigte der Deutsche und geht dann seiner Arbeit nach. Später wird er erfahren, dass Feli ihren Willen durchgesetzt hatte und Romano es fürs erste akzeptierte. Für Antonio wird das eine Erleichterung.



Die vielen Arbeitsstunden haben sich ausgezahlt, denn Ludwig konnte eine kleine Wohnung finden, die er sich leisten kann und zog aus. Sein Bruder hat beim Umzug geholfen, etwas widerwillig, aber auf ihm ist stets Verlass und das schätzt Ludwig an seinen Bruder. Egal wie stark der Streit zwischen ihnen ausgefallen war, am Ende ist er immer da und unterstützt ihn. Natürlich gabs die Einweihungsparty mit Francis, Antonio, sein Chef mit seiner Schwester und natürlich Gilbert. Schon traurig festzustellen, dass man zu wenig Freunde hat, die man einladen kann. Dafür sind sie seine wahren Freunde. Die Feier ist bescheiden ausgefallen und ausgelastet haben sie in Francis Club gefeiert. Naja eher das Bad-Touch-Trio, während Ludwig mit den Vargas-Geschwistern in der Ecke des Clubs befanden und Drinks tranken. Irgendwann kam Antonio und riss Romano mit zur Tanzfläche. Gegen ein leidenschaftlicher Spanier hat man kaum eine Chance zu entkommen.

"Nun sind wir nur zu zweit.", flüsterte Feliciana leicht schüchtern. Bei der lauten Musik, war es klar, dass Ludwig es kaum hörte.

"Möchtest du noch ein Drink?", fragte Ludwig nun und war gewillt zur Bar zu gehen.

Da klammerte sie sich an seinem Arm und rief leicht panisch:" Bleib! Ich habe Angst hier ganz allein."

Kurz blicken sie sich tief in die Augen und dann beschloss Ludwig sich wieder hinzusetzen. Verübeln kann man es ihr nicht. Ein Club voller angetrunkenden Menschen und sie als junge Frau allein. War nicht die beste Idee ein Drink zu holen, wenn am Ende sie abhanden kommt. Doch Einsicht ist der Weg zur Besserung.

"Tut mir Leid.", sagte Ludwig nun verlegen.

"Ist nicht schlimm, du hast es nur gut gemeint. Ve~", nahm sie es hin und beobachtet wie Ludwig sich regelmäßig genervt die Schlefe massiert.

"Würdest du mir mit nach draußen begleiten? Ich brauche frische Luft.", fragte Ludwig auf einmal.

"Si, hälst du meine Hand? Sonst verlieren wir uns noch.", bat die junge Frau mit Schnute und Hundeblick. Stumm nahm er ihre Hand und führte sie nach draußen.

Frische Luft, die tut einfach gut. Schon verschwinden die Kopfschmerzen und Ludwig kann wieder durchstarten. Auf einer Bank vor den Club setzten sie sich hin und genossen noch die freie Frischluft, bevor es wieder zu gefange Stickluft geht.

"Tut mir Leid.", seufzte Ludwig erneut und fragend blickte Feli ihn an. Er scheint ihre Frage vom Gesicht ablesen zu können und fügte hinzu," Ich bin dir sicherlich zu langweilig. Sicherlich wolltest du mich nicht alleine zurücklassen, darum feierst du nicht mit den Anderen."

"Ve? Aber Ludwig, du bist doch nicht langeweilig. Feiern finde ich öde.", meinte sie entschlossen.

"So? Aber tanzen tust du schon gerne. Weißt du, als du uns allen eine Pasta gekocht hattest. Da hast du die Musik aufgedreht, mitgesungen und getanzt, während du Pasta gekocht hast. Daher habe ich angenommen, dass feiern dir liegt.", staunte Ludwig über diese Tatsache, dass sie ein Partymuffel ist.

"Du hast mich beobachtet?! Ve...", fragte sie komplett schockiert und ertappt zugleich. Natürlich liebt sie es zu tanzen, zu singen und mit Freunden dieses Glück zu teilen. Sie wollte mit ihrer Aussage Ludwig gefallen.

"Ja, ich habe noch nie gesehen, das man tanzend Pasta kochen kann. Es war schwer das zu ignorieren.", gesteht Ludwig leicht verlegen und seine Wangen nahmen einen bedrohlichen Rotschimmer an.

"Aber es macht mir mehr Freude, einfach neben dir zu sitzen. Ve~", summte Feli aufeinmal und der Rot-Ton wurde intensiver.

"Das sagst du nur so. Ich weiß es zu schätzen. Aber von mir aus, kannst du mit dein Bruder tanzen gehen. Ich komme alleine zurecht.", versuchte Ludwig ihr zu bewegen, wegen ihm nicht den ganzen Spaß zu verpassen, den er nicht nachvollziehen kann. Er ist ein sogenannter Partymuffel.

"Das weiß ich doch, dass du alleine prima zurechtkommst. Sogar besser als wenn du ständig meine Probleme ausbaden muss. Ich mache nur Ärger und dennoch schaffst du alles auszubügeln. Ich bewundere dich dafür, ich habe das Gefühl, wenn du bei mir bist, schaffe ich es. Was aber nur Einbildung ist, denn ich vergeige es und du regelst das schon.", erwähnte Feli und wirkte niedergeschlagen.

"Feliciana..", sagte Ludwig und gewann ihre Aufmerksamkeit, bevor sie begann zu weinen, was ziemlich oft passiert," Du hast deine Stärken und Schwächen. Jeder hat das. Deine Schwäche ist halt, dass du tollpatschig bist, aber gleichzeitig ist das deine Stärke. Du gibts Menschen um dich herum das Gefühl gebraucht zu werden. Außerdem kannst du prima kochen, bist hübsch und ...."

"Hübsch?", unterbrach sie ihm. Leicht stockte der junge Mann und hätte sich gern auf die Zunge gebissen. Aber sagte einfach die Wahrheit.

"Ja...wo war ich stehen geblieben.", versuchte er einfach seinen Faden wiederzufinden, aber die Frau beharrt auf das Thema Hübsch.

"Ludwig, du findest mich also hübsch, heißt es auch, dass du mich sehr sehr doll magst?", möchte die Italienerin neugierig wissen.

"Nun wie erkläre ich das. Ich mag dich, aber nicht so wie du es dir vorstellst. Es ist nämlich so, dass vor Wochen mir jemand das Herz gebrochen hatte und bis es heilt, falls....", stammelte Ludwig eine Erklärung zurecht.

"Man hat dir das Herz gebrochen? Warum, ich würde das nie tun.", fragte sie schockiert. Wer sollte so ein gutherzigen Mann das Herz brechen.

"Nun meine Ex liebte mein Bruder, aber hat es mir recht spät gesagt. Eigentlich weiß ich als sie seinen Namen schrie, während wir........äh...ähm...nun ja als wir kuschelten, vermutlich hatte sie es nicht mal gemerkt.", war es für ihm sehr unangenehm, aber irgendwie möchte er ihr erklären können, warum er nicht bereit ist, eine neue Beziehung anzufangen.

Doch statt eine Antwort im Worte zu erhalten, umarmte sie ihm zum Trost. Leicht unbeholfen konnte Ludwig seine Arme um ihr legen und somit ihre plötzliche Umarmung erwidern.

"Hilf das Ludwig? Mein Großvater sagte zu mir, Umarmungen wirken wunderbar gegen Kummer.", fragte sie nun und löste sich langsam von ihm.

"Irgendwie schon. Danke...", räusperte der junge verlegende Mann sich.

"Toll. Bist du nicht mehr sauer auf Gilbert?", fragte sie nun und fragend blickte Ludwig sie an.

"Ich war nie sauer auf Gilbert.", konnte Ludwig erwidern und fragte nach," Wie kommst du darauf?"

"Ve~ ich dachte, weil du von nichts auf einmal umgezogen bist und ihn allein zurücklässt. Daher.", dachte die Frau mit grünen Kleid.

"Ach das, nein das habe ich nicht gemacht, weil ich wütend auf Gilbert bin. Ich wollte, dass man beginnt mich zu sehen und nicht Gilbert. Ich weiß, es klingt albern, aber immer hat man betrachtet, was mein Bruder für großartige Dinge vollbracht hatte. Selbst meine Ex war nur mit mir zusammen, um meinen Bruder nah zu sein. Ich wollte Menschen finden, die mich mögen und nicht weil ich der Bruder von Gilbert bin, den alle so toll finden. Ich bin sogar stolz auf mein Bruder, aber ich möchte auch jemand sein.", erklärte Ludwig und wandte sein Blick auf den Boden.

Feli stand auf und meinte:" Aber du bist doch jemand. Zumindest sehe ich dich Ludwig, nicht dein Bruder. Ich mag dich sehr und nicht dein Bruder."

"Ich wusste gar nicht, wie du fühlst. Es machst mich sogar glücklich, das zu wissen.", schmunzelte der Deutsche zufrieden. Sein schmales Lächeln brachte auch sie zum Strahlen. Auch Ludwig fühlte sich wohl in ihrer Gegenwart.

"Ve~", summte sie verträumt und setzte sich wieder neben ihn hin. Etwas ungewohnt schmiegte sie sich an ihm und blickte auf der Straße. Stumm wird die neue Art der Kontaktaufnahme angenommen.

Die Zeit verstreich und lachend kamen weitere Partygäste aus den Club und bekamen die Aufmerksamkeit der sitzenden Gäste. Beide beobachten Romano wie er sich an Antonio anlehnt und Halt gefunden hat.

"Sorella, komm wir gehen nach Hause.", hickste ihr Bruder und winkte ihnen rüber.

"Ich muss los, Ciao Ludwig.", verabschiedete Feli mit inklusive Wangenkuss. Schließlich ist dies ganz typisch für eine italienische Grußform. Leicht verdattert sah Ludwig ihr nach.

"Uuuuuuuuh mein kleiner Ludwig ist erwachsen.", hörte man ein stolzen großen Bruder, der sich neben ihm auf der Bank plumpsen lässt.

"Hallo Bruder und du bist noch unverändert.", erwiderte der jüngere Bruder und lächelte unbewusst.

"Jaaa, Ksesesese ein Bier?", fragte Gilbert und hielt ihn eine Flasche hin, die Ludwig annahm, aber eher verträumt die Spiegelung des Glases betrachtet.

"Wie läuft dein Tiermedizin-Studium?", versuchte Gilbert ein Gespräch einzuleiten. Denn aus irgendein Grund ist Ludwig in Gedanken versunken, naja er weiß ja eigentlich warum.

"Gut, die ersten Klausuren sind geschrieben und mal sehen, wie ich abgeschnitten habe.", konnte Ludwig erwidern und hat sein Blick nicht von der Flasche abgewendet.

"Und gutes Gefühl?", hakte der Ältere nach.

"Ja, schließlich möchte ich Tierarzt werden.", konnte man schon gewissen Optimismus raushören.

"Das ist erfreulich, dass du alles schaffst, was du willst. Falls du jemals ein Autoführerschein haben solltest, kannst du von mir kostengünstig ein Auto kaufen.", bot Gilbert seinen Bruder an und nahm ein Schluck der Wehmütigkeit. Denn wahrscheinlich ist das die einzige Möglichkeit seinen Bruder mal wiederzusehen. Klar jetzt sitzen sie hier, aber dann beginnt der neue Tag und sie werden wohl mehrere Tage nichts mehr voneinander hören. Klar theoretisch könnte er mal durchklingeln, aber diesen Sieg gönnt Gilbert schlicht seinen Bruder nicht. Hat was mit Stolz zutun.

"Hm hast du auch VW´s?", möchte Ludwig wissen und nimmt ein Schluck zu sich.

"Soll das ein Witz sein? VW´s in Überfluss. Da wirst du dich umsehen, Bruderherz. Ksesesese", lachte der große Bruder. Viele Autos, die er repariert sind VW´s. Die kennt er sogar so gut, dass er glatt so ein Modell nachbauen könnte.

"Hättest du Sonntag Zeit? Dann könntest du mir die Autos zeigen.", fragte Ludwig nun und ließ seinen Bruder aufhorchen.

"Sonntag....", spielte Gilbert komplett desinteressiert, aber tief in sich könnte er vor Freude platzen," Ich denke, dass könnte ich einrichten. 9 Uhr?"

"Einverstanden.", stimmte Ludwig zu und lächelte, als er das breite Grinsen seines Bruders sah.

"Nun ich muss dir danken.", sagte der blondhaariger Mann und blickte in das fragende, sogar verwunderte Gesicht des Älteren. "Du hast vieles aufgegeben, nur um mir alles zu ermöglichen. Als unsere Eltern starben, hast du die Schule abgebrochen, eine Ausbildung beim alten Fritz angefangen und so für unseren Unterhalt gesorgt. Welchen Weg wärst du gegangen, wenn du nicht um mich gekümmerst hättest? Diese Frage habe ich mir immer gestellt."

"Aaacchhh bestimmt wäre ich trotzdem in der Werkstatt gelandet. Die Technik ist mein Leben. Oder aber ich wäre durch die fehlende Ablenkung eines gewissen Bruder zu Grunde gegangen. Außerdem bin ich glücklich, wie es gelaufen ist. Ich habe dich aufwachsen sehen und das war jede Entbehrung wert. Ich bin so stolz auf dich. Luddi.", schwärmte der Albino und tätschelte Ludwigs Kopf.

"Hm manche Dinge ändern sich nie. Du bist unverbesserlich. Aber du sollst wissen, dass ich dich nicht hasse oder so. Das tat ich nie.", erklärte der Jüngere und musste die eine Sache klarstellen. Denn wenn selbst Feli das fragte, kann er sich vorstellen, dass Gilbert das missverständlich auch glaubte. Der Wunsch auf Unabhängigkeit ist nicht auf den Hass des Bruder entstanden. Sondern auf Wunsch der Selbstständigkeit.

"Waaasss, das weiß ich doch, dass du mich nicht hasst. Niemand kann mich hassen. Ksesesesese", lachte Gilbert und ergänzte:" Das mit deiner Ex war Pech. Doch ich denke teils, dass es sogar Glück war. Feli passt eher zu dir."

In diesen Moment verschluckte der Jüngere sich und hustete. Lachend klapste Gilbert ihn auf den Rücken und scherzte:" Nicht so gierig. Immer langsam mit den jungen Pferden. Ksesesese"

"Gilbert.", knurrte Ludwig peinlich berührt.

"Was denn? Dachtest du, ich merke das nicht? Feliciana scheint dich wirklich sehr zu mögen. Das sieht doch jeder Blinder.", fand der Albino, dass dies offensichtlich ist. Nur Ludwig blickte leicht beschämt auf seiner Flasche, denn er hat das nicht so aufgenommen, dass sie ein Auge auf ihn geworfen hat. Ist er wirklich so blind?

"Findest du?", fragte Ludwig leicht skeptisch.

"Klar doch! Schon allein wie sie dich ansieht, ist schon echt niedlich.", erwähnte Gilbert.

"Dddu findest sie niedlich?", fragte  Ludwig leicht unsicher.

"Luddi also wirklich, jeder findet sie niedlich. Aber keine Angst, deine Freundin fasse ich nicht an. *zwinker* *zwinker*", versicherte der große Bruder und legte zuversichtlich seinen Arm auf die Schulter des Bruders.

"Sie ist nicht.....", wollte Ludwig richtig stellen, aber brachte es nicht zustande, es auszusprechen.

"Was nicht ist, kann noch werden.", übernahm nun Gilbert das letzte Wort und stand auf. Schließlich wird es Zeit nach Hause zu gehen.

An ein anderen Tag klingelte ein Handy und am Herd stehend geht der junge Mann ran, der gerade Bratkartoffeln anbriet.
"Ludwig.", sprach er ins Telefon, denn es wäre ein Fehler mit "Ja" ranzugehen. Da manche Abzocker das aufnehmen und dämliche Verträge erstellen.

"Ludwig, es ist wichtig, ich, mein Bruder, wir.... es tut mir so leid, dich zu stören aber...", sammelte die Gesprächspartnerin zusammen und klang leicht verzweifelt.

"Feli, was ist passiert? Ganz ruhig. Was hast du denn?", möchte der Deutsche wissen und stellte seine Pfanne von der heizen auf die kalte Platte.

"Romano hat beschlossen, heute den Laden zu öffnen und ich...ve kannst du kommen?", fragte Feliciana unsicher, denn eigentlich ist der Laden am Montag immer geschlossen, doch anscheinend ist dieser Montag eine Ausnahme.

"Heute..am Montag? Ich staune, dass Romano diesen Tag eine Chance gibt, aber gut, ich kann heute kommen.", versicherte Ludwig seine Einsatzbereitschaft.

"Ve~ Yippie grazie Lud, ich freue mich schon.", jubelte sie am Telefon und legte dann auf.

14 Uhr und die normale Arbeitszeit würde beginnen, es soll bei würde bleiben. Denn als Ludwig das Restaurant betrat, war niemand da. Normalerweise würde man gleich das Klirren von der Küche hören. Stattdessen hörte er eine beruhigende Musik, die von Bluetooth-Box abgespielt wurde. Viele Tische waren noch unbedeckt außer einer und dieser hatte Rosenblüten auf der schneeweißen Tischdecke. Ein edler Kerzenleuchter schmückte die Mitte des Tisches.

"Oh Ludwig, du bist aber früh.", erscheinte die junge Frau und war gerade dabei, den Tisch mit Geschirr weiterzudecken.

"Ähm... ja, ich dachte..", fing Ludwig unsicher an, aber fragte gefasster," Was wird das hier?"

"Ve", seufzte sie und gestand," Eigentlich wollte ich"  Nervös spielte sie mit ihren Haaren und setzte verlegend fort:" Ich wollte dich zum Essen einladen. Mein Bruder ist mit Antonio zum Fußballspiel gefahren, daher dachte ich, heute wärst perfekt. Nur wollte ich dich eigentlich damit überraschen. Ve..."

"Ein Essen, zu zweit, nur wir beide?", wurde es für ihm bewusster, in was er hineingeraten ist. Ein Date.

"Si, nur wir beide. Ich hoffe, dass ist okay. Ich habe dein Lieblingsessen gekocht. Schnitzel mit Kartoffeln und Mischgemüse. Ve~"

"Womit habe ich das verdient?", möchte der junge Mann wissen und wollte ihr die Teller abnehmen, aber sie bestand darauf, das Geschirr selbst zum Tisch zu tragen.

"Ich wollte mich erkenntlich zeigen, für all das, was du getan hast. Mein Bruder mag dich zwar gerne trietzen, aber wir beide erkennen dein Fleiß und Zuverlässigkeit und dafür wollte ich dir danken, mit ein Essen. Ve~", erklärte sie und lotse Ludwig zum Stuhl.

"Ich fühle mich sehr geschmeichelt, aber würde Antonio nicht auch die Ehre bekommen und ein Essen erhalten?", möchte Ludwig leicht verlegend wissen.

"Romano ehrt ihn mit ein Fußballspiel. Ve", wandte sie ein und lächelte verlegend. "Warte hier, ich komme gleich.", meldete sich Feli ab und rannte nach oben.

Ludwig betrachtet das Besteck und musste feststellen, dass dies Silberbesteck ist. So viel Mühe für ihm. Gut, das mit das organisatorisches Talent müsste sie etwas lernen. Denn ihr Timing stimmt nicht ganz überein, nur macht es ihm nichts. Der Gedanke zählt.

"Ludwig! Kommst du bitte?", hörte er schon die ersten Hilferufe des Tages.
Das Obergeschoss war ein Flur mit mehreren Räumen. Echt praktisch die Wohnmöglichkeit über der Arbeitsstelle zu haben. So erspart man den unberechenbaren meist unkooperierten Arbeitsweg. Ludwig war schon einige Male oben, mal wenn es eine Feierabendsrunde gab. Da haben die Vargas-Geschwister ihre Arbeiter also Antonio und ihm zu sich nach Hause eingeladen, um von der Arbeit abschalten zu können. Meist wurden daraus Spieleabende, wo Romano sie beim Poker abzockte oder einfach ein Filmabend. Anfangs fand das Ludwig eher ungewohnt und fühlte sich komplett Fehl am Platz, aber das legte sich schnell. Da er einsah, dass sie zwar Arbeitskollegen sind, aber dennoch im privaten Zeit verbringen können.

Als Ludwig endlich vor ihr Zimmer stand, sah er schon ihr Problem. Sie trug ein bezaubernes Ballkleid, aber schaffte es nicht, den Reißverschluss von hinten zu schließen. Das blutrote Kleid aus Seide passte zu ihren Lippen, die sie vor Kurzem mit Lippenstift bedeckte. Leicht schluckte der verlegende Herr.

"Ludwig, ich komm nicht ran.", deutet die junge Dame auf den Reißverschluss hin und sah ihn bittend an.

Mutig komm er ihr entgegen und setzte mit zitterte Hand am Zumachen des Reißverschlusses an. Sorgfältig wird an den Verschluss gezogen und jedes Detail ihres Rücken inspiziert. Obwohl die Tätigkeit schnell erledigt war, blieben ihn die Erinnerung an der bloßen Haut erhalten und schienen endlos zu sein. Zu allen Überfluss sind seine Hände schwitzig geworden und die Temperatur des Raumes nahmen erschreckende Tropenverhältnisse an.

"Grazie Ludwig, auf dir ist immer verlass.", bedankte Feli sich und zog ihn aus den Raum. Schließlich kann jetzt endlich das Dinner beginnen.

"Keine Ursache, warum hast du dich überhaupt für ein Essen mit mir so aufgebrezelt?", stellte er eine Frage, die ihm sehr beschäftigt, obwohl er allmählich die Antwort kennt. Aber bevor er voreilig handelt und mit Überreaktion diesen Abend kaputt macht, muss er sich sicher sein und zwar GANZ sicher!

"Hihihihi gefalle ich dir?", konterte sie mit eine Gegenfrage und blickte erwartungsvoll auf ihm.

"Das kann man so sagen. Ich kann mein Blick kaum von dir abwenden. Das Kleid steht dir super gut.", schwärmte Ludwig und versuchte sein Blick verlegend woanders zu richten, aber ständig erwischt er sich dabei, wie sie wie ein Magnet seine Blicke auf sich zog.

"Grazie, dann hat sich deine Frage ergeben oder? Ich mache das alles, nur um dir zu gefallen. Ve~", erwiderte Feliciana und hielt seine Hand fest und ergänzte dann," Du sollst mich so sehen, wie ich dich sehe. Ludwig."

Nun blieben sie mitten im Saloon stehen und Feli schaute ihn direkt an, dabei konnte sie seine zweite Hand fassen und fragte leicht schüchtern:" Verstehst du, was ich damit meine?"

"Möchtest du also mit mir in eine Beziehung eingehen?", stellte Ludwig seine Vermutung klar und sofort begann Feli freudig zu nicken. "Gut, dann fange ich nochmal an.", lächelte Ludwig und kniete sich vor ihr hin.

"Feliciana, wir kennen uns schon eine Weile und auch habe ich eigentlich nicht die besten Erfahrung mit der Liebe gemacht. Aber bei dir habe ich das Gefühl, dass ich über mein Schatten kann. Vielleicht hat es was mit deiner sorglosen Art zutun, dass du mich so akzeptierst wie ich bin. Dafür liebe ich dich einfach. Erwiderst du meine Gefühle?", gesteht Ludwig ihr kniend die Liebe.

"Si, si ja ti amo Ludwig, ich liebe dich auch!", warf sie sich gleich um seinen Hals und küsste ihn übereilt. Kurz schauten sich beide fragend an, aber dann ermutigt Ludwig sie mit ein erneuten Kuss.....
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