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Luna Oneshots

von KleinKoko
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
02.05.2020
08.10.2020
6
11.279
6
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9 Reviews
Dieses Kapitel
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02.05.2020 1.959
 
Schneller als geplant eine neue Story zu Luca und Christina. Ich musste das gestern nach dem Contemporary einfach schreiben. Diese Show hat mich emotional fertig gemacht und das habe ich versucht in dieser kleinen Geschichte aus Christinas Sicht zu verarbeiten. Ich hoffe es gefällt euch.

Die Geschichte steht übrigens in keinem Zusammenhang zu meiner ersten Geschichte ,,Nur Tanzpartner?" . Die handelnden Personen gehören sich selbst und die Geschichte ist frei erfunden.

Viel Spaß und Liebe Grüße

,,Hey Christina.“ Einfühlsam kommt meine Stylistin auf mich zu.

,,Weg.“ Schreie ich unter Tränen und verkrieche mich noch mehr in das Sofa. Auf dem Parkett habe ich noch versucht meine Tränen zurück zu halten, aber jetzt, wo ich allein in Lucas Garderobe sitze, kann ich nicht mehr. Ich habe mich so auf diesen Tanz gefreut. Wir haben die Woche über alles gegeben. Haben unser Herz in diesen Tanz gelegt. Haben im Training geflucht und uns gefreut. Haben Dinge ausprobiert, verworfen und doch wieder dazu genommen. Am Ende haben wir einen Tanz kreiert, der uns beide emotional berührt hat. Auch Luca hat sich das so sehr gewünscht. Wir wollten unbedingt diesen Contemporary tanzen. Ich bin Kritik gewöhnt, aber gerade macht sie mich fertig und ich möchte nur allein sein, oder wenn nur einen Menschen hier haben. Auch wenn ich das nie zugeben würde.

,,Christina wir müssen dich jetzt schminken.“

,,Jetzt lass mich doch mal.“ Ich weiß sie meint es nicht böse, aber ich bin grad emotional ganz am Ende. Ich weiß, dass wir noch einen Tanz haben und dass die Punkte jetzt nicht so schlecht waren, aber trotzdem. Ich bin grad emotional gefangen und sitze zusammengekauert auf der Couch und kann nicht aufhören zu weinen. Unaufhörlich laufen mir die Tränen über die Wange. Plötzlich öffnet sich erneut die Türe. Ich will schon anfangen zu schreien, doch dann erkenne ich durch meinen Tränenschleier, dass Luca in der Türe steht.

,,Darf ich reinkommen?“ Schüchtern sieht mein Tanzpartner mich an. Ich nicke nur und öffne leicht meine Position.

,,Hey komm mal her.“ Luca setzt sich neben mich und zieht mich in seine Arme. Ich schließe meine arme um seinen Rumpf und lege meinen Kopf auf seine Brust. Immer noch laufen mir Tränen über die Wange, aber Lucas Anwesenheit beruhigt mich, sodass es immer weniger werden.

,,Du bist enttäuscht, das verstehe ich. Ich auch. Das ist niederschmetternd, aber wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen. Es kommt noch das Tanzduell und da zeigen wir es denen. Es war mein Magicmoment, es war unser Magicmoment und ich fand es magisch, egal was die gesagt haben.“ Lucas Stimme ist sanft und einfühlsam, aber hat auch was an sich, was keine Wiederrede zulässt. Ich hebe meinen Kopf und schaue zu ihm auf. Als ich sein Gesicht erblicke, fange ich sofort an zu lächeln.

,,Danke.“

,,Wofür?“ Überrascht sieht Luca mich an.

,,Fürs kommen und deine Worte. Das habe ich jetzt gebraucht.“

,,Ich hab gehört, dass du dich hier eingeigelt hast und keiner an dich ran kommt. Ich kann dich doch so nicht hier sitzen lassen. Ich mag nicht, wenn du weinst. Du siehst viel hübscher aus, wenn du lächelst.“ Lächelt Luca mich sanft an. Seine Worte lassen mich wie ein verliebter Teenager weggucken. Er schafft es einfach immer wieder mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Er ist mir einfach so ans Herz gewachsen, viel mehr als gut wäre, aber das ist mir inzwischen egal. Ich bin einfach so glücklich mit ihm tanzen zu dürfen und genieße jeden Moment. Ich schaue ihn wieder an und mein Grinsen wird noch breiter. Einfach aus dem Moment heraus gebe ich ihm einen Kuss auf die Wange, woraufhin Luca ein bisschen verlegen und sogar rot wird.

,,So und jetzt wirst du fertig fürs Tanzduell gemacht.“ Versucht Luca das Ganze zu überspielen und löst sich leicht von mir. Bevor er allerdings aufsteht, schaut er mir nochmal tief in die Augen, was mich dahinschmelzen lässt und mir zeigt, dass meine Geste ihn auch nicht kalt gelesen hat. Nachdem Luca den Raum wieder verlassen hat, atme ich noch einmal tief durch, ehe ich mir die Tränen wegwische und endlich in die Maske gehe. Zuerst ziehe ich mir noch das Kleid an, bevor ich mich auf den Stuhl setze. Durch die Maske kann ich es nur erahnen, aber ich meine trotzdem zu erkennen, dass meine Stylistin grinst.

,,Du hast Luca Bescheid gesagt, oder?“

,,Mag sein.“

,,Danke.“ Grinse ich und nehme mein Handy zur Hand, um eine Story zu posten. In dieser muss ich nochmal schlucken und bin wieder den Tränen nahe, als ich über den Tanz rede, schaff es aber ohne eine weitere Träne zu verdrücken.

,,Na wieder da?“ Empfängt Luca mich mit einem Grinsen, als ich wieder zu ihm komme.

,,Ja.“ Ich lasse mich auf das Sofa fallen und lehne mich an ihn. Er zieht mich an sich und ich schließe kurz meine Augen, um den Moment zu genießen.

,,Na siehst du.“ Flüstert Luca mir zu, nachdem wir nach dem Tanzduell wieder auf unser Sofa zurückkommen.

,,Ja.“ Ich drehe mich zu ihm um und sehe ihn mit einem Lächeln an. Luca erwidert dies, was mich nur noch mehr Lächeln lässt.

,,Danke nochmal für eben.“ Ich kann meinen Blick nicht von ihm abwenden.

,,Immer noch nicht dafür. Ich bin für dich da, so wie du für mich da bist.“

Ich kann nicht anders und lehne mich gegen ihn, woraufhin er seine Arme um mich legt. Ich schließe wieder meine Augen und genieße es einfach. Nach dem Flamenco bin ich wieder wesentlich besserer Laune. Wir haben 30 Punkte bekommen und voll abgeliefert. Doch je näher es auf die Entscheidung zugeht, desto nervöser werde ich wieder. Auch Tijan und Lili haben jeweils 30 Punkte bekommen, was heißt, dass Luca und ich auf dem drittletzten Platz stehen.

,,Luca ich habe Angst.“ Flüster ich ihm mit zitternder Stimme in der letzten Werbepause vor der Entscheidung zu und greife nach seiner Hand, um mich etwas zu beruhigen

,,Ich auch.“ Entgegnet er und schaut ernst auf die Tanzfläche. So kenn ich Luca gar nicht. Er ist immer der Sunny Boy und gut gelaunt, aber gerade ist das sehr weit weg. Ich löse meine Hand aus seiner und lege sie stattdessen auf seinem Oberschenkel.

,,Hey. Jetzt schau nicht so, du machst mir Angst. Wir werden schon nicht ausscheiden.“ Versuche ich ihn aufzumuntern und merke, dass meine eigene Angst und Anspannung wie weggeblasen sind. Jetzt zählt nur Luca und ihn wieder glücklicher zu sehen.

,,Und was wenn nicht? Ich möchte unbedingt noch weiter mit dir tanzen. Ich möchte noch so viel von dir lernen. Diese Zeit darf jetzt nicht vorbei sein.“ Luca dreht seinen Kopf zu mir und sieht mich panisch an. Auch wenn wir noch mitten im Studio, umgeben von Kameras und so vielen Menschen sind, sind wir in unserer eigenen Welt. Ich versuche das Lächeln, was sich durch Lucas Worte auf meinem Gesicht bildet zu unterdrücken, weil mein Teenie Gesäusel grad nicht hier her gehört, aber so ganz gelingt es mir nicht.

,,Das wird nicht passieren. Wir werden weiterkommen und ich werde dir noch ganz lange auf die Nerven gehen und dich trizen, bis du im Finale den Pokal holst.“

,,Bis wir den Pokal holen.“ Entgegnet Luca mir nun deutlich positiver und betont dabei das wir besonders, was meine Bemühungen endgültig zu Nichte macht und mich über beide Ohren grinsen lässt.

,,Na siehst.“ Auch Luca lächelt nun und nimmt meine Hand wieder in seine. Allerdings legen wir unsere Hände zwischen uns, dass es niemand sieht.

Als wir schließlich zur Verkündung aufstehen, ist die Angst sofort wieder da. Anders als sonst suchen Luca und ich keinen Körperkontakt, was von meiner Seite aber daher rührt, dass ich mich sonst an ihn klammere würde und das würde den ganzen Gerüchten nur noch mehr Stoff geben. Trotzdem kann ich es nicht verhindern ihm immer wieder flüchtige Blicke zuzuwerfen, die er auch erwidert und so weiß ich auch ohne Körperkontakt, dass wir füreinander da sind.plötzlich nennt Viki unser Namen und ich lege dann doch meinen Arm um Luca, um bei ihm Halt zu suchen, was er sofort erwidert. Ich schaue zu Luca rüber, der wieder angespannt auf die Tanzfläche starrt. Ich kann es ihm nicht verdenken. Es entscheidet sich zwischen Moritz mit Renate und uns, wer zittern muss. Ich möchte auf keinen Fall in dieses rote Licht und doch werden nicht unsere, sondern die anderen beiden Namen genannt. Wir werden stattdessen ins rote Licht gestellt. Luca versucht zwar mit einem Spruch etwas Lockerheit reinzubringen, aber ich merke genau, dass er angespannt ist.

,,Kommende Woche auf jedem Fall wieder mit dabei sind… Luca und Christina.“

Oh mein Gott. Erleichtert falle ich Luca um den Hals und schließe ihn fest in meine Arme. Während es mit der Verkündung weiter geht, muss ich mich erstmal beruhigen und merke erst jetzt, dass ich wie verrückt zittere.

,,Gott sei Dank.“ Ist auch Luca neben mir sichtlich erleichtert. Ich lehne mich nochmal kurz an ihn, ehe wir der restlichen Entscheidung wieder folgen.

,,Sowas möchte ich nie wieder erleben. Nie wieder.“ Ich lasse mich auf das Sofa in Lucas Garderobe fallen und schließe erstmal die Augen um runter zu kommen, warum ich mit zu ihm gekommen bin, weiß ich eigentlich nicht wirklich, aber ich wollte mich irgendwie nicht von ihm trennen.

,,Ich auch nicht.“ Luca setzt sich neben mich und sofort kuschel ich mich, wie schon ein paar Stunden zuvor, an ihn.

,,Das war echt eine Achterbahn der Gefühle.“ Flüstert Luca und streicht mir gedankenverloren über den Rücken. Ich genieße diese Berührung und nicke an seinen Brustkorb gelehnt. Wir sitzen eine Zeit so da, ehe ich mich wieder richtig hinsetze.

,,Ich sollte mich dann mal umziehen gehen.“ Meine ich und stehe auf, doch Luca hält mich an meiner Hand fest.

,,Du kannst auch gerne noch was bei mir bleiben.“ Etwas schüchtern sieht er mich an.

,,Wirklich gerne, aber…“ Doch bei einem Blick in seine Augen fällt mir kein ,,aber“ mehr ein. Natürlich will ich bei ihm bleiben. Ich will am liebsten immer bei ihm sein. Deshalb habe ich ja auch Angst auszuscheiden. Nicht, weil ich dieses Ding gewinnen will, ok das auch, aber hauptsächlich, weil ich noch so viel Zeit wie möglich mit Luca verbringen möchte, denn ich weiß nach Le´ts Dance ist er erstmal weg und wir können und auf unbestimmte Zeit nicht sehen. Eine Tatsache, an die ich gar nicht denken mag und vor der ich panische Angst habe.

,,Christina?“

,,Ja?“ Ich lasse mich wieder auf das Sofa sinken und sehe Luca fragend an. Mein Herz klopft mir dabei bis zum Hals. Was will er mir nur sagen?

,,Weiß du warum ich so Angst hatte auszuscheiden?“

Ich schüttel einfach stumm den Kopf, da ich zum Sprechen zu aufgeregt bin.

,,Weil ich Angst hatte, dass unsere Zeit endet. Ich möchte noch so viel Zeit mit dir verbringen und daran zu denken, dass wir uns nach Let´s Dance erstmal nicht sehen, besorgt mir ein Stich in mein Herz. Du bist mir einfach so ans Herz gewachsen. Ich verneine es ja immer so gerne, aber du bist weit mehr als nur meine Tanzpartnerin für mich.“

Sprachlos sehe ich Luca an. Heißt das? Warte was? In meinem Kopf herrscht ein Gedanken- und in meinem Körper ein Gefühlschaos, was mich komplett handlungsunfähig macht.

,,Du brauchst jetzt nichts sagen, wenn du nicht willst.“ Etwas niedergeschlagen sieht Luca mich an.

,,Doch doch.“ Kommt es wie aus der Pistole geschossen aus meinem Mund.

,,Ich musste das gerade nur kurz verarbeiten. Reicht dir als Antwort, wenn ich das mache.“ Ohne zu wissen, was ich da tue, lehne ich mich nach vorne und lege meine Lippen auf Lucas.

,,Ja das reicht.“ Grinst er, nachdem wir uns wieder gelöst haben und zieht mich an sich. Ich genieße die Nähe und bin einfach glücklich. Luca hat recht. Dieser Tag ist echt eine Achterbahn der Gefühle.
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