White meets Gold

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Bakura - König der Grabräuber Marik Ishtar Ryou Bakura Yami Bakura Yami Marik
01.05.2020
18.10.2020
24
104.652
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18.10.2020 5.429
 
Kapitel XXII

(Part I)


Ryou stellte seinen Longdrink vor sich auf dem Tisch ab und noch während er in die weichen Kissen der Lounge zurücklehnte, stellte er überrascht fest, dass der Alkohol ihm bereits mehr eingefahren war, als er ursprünglich dachte. Obwohl es erst sein zweiter Drink war, abgesehen von den ersten zwei Shotrunden, fühlte er sich bereits benebelt aber auch gleichzeitig federleicht.

Kurz sah er zu dem Schwarzhaarigen, welcher ihm als letzte verbliebene Person gegenübersaß und gerade an seinem Drink nippte. Erst als Mariku die beiden vor etwas mehr als einer Stunde miteinander bekannt machte, wurde Ryou klar, dass das dieser Otogi war. Er erinnerte sich, ihn damals in einem Schulzimmer nach Mariku gefragt zu haben.

Mariku war plötzlich nach draußen verschwunden, nachdem sein Handy vibrierte hatte. Ryou sah noch, wie sich Marikus Gesichtsausdruck merklich anspannte und er konnte noch einen kurzen Blick auf dessen Display erhaschen, auf welchem in arabischer Schrift das Wort ‚Papa‘ zu sehen war. Bevor Mariku sich erhob, deutete er an Malik gewandt mit einem kurzen Nicken in Richtung Ausgang, woraufhin jener ihm mit zusammengepressten Kiefer und einer für den sonst karamellfarbenen Hautton ungewohnter Blässe folgte.

Das war vor gut zehn Minuten und bisher war keiner von beiden zurückgekehrt. Ob der bärtige Mann auf dem Foto wohl wirklich Marikus Vater war…?

„Hey du. Haben wir uns nicht in der Schule schon einmal gesehen?“

Ryou hob überrascht seinen Kopf, als sein Gegenüber ihn so unvermittelt ansprach und nickte nach kurzem Zögern zustimmend. „Ähm ja. Wir haben uns einmal kurz unterhalten, als ich Mariku gesucht habe, um ihm sein Jackett zurückbringen.“

Kurz schien Otogi nachzudenken und ließ seine stechend grünen Augen prüfend über Ryou schweifen, bis er plötzlich, wie zur Unterstreichung, mit seinen Fingern schnippte. „…Ha, stimmt. Jetzt erinnere ich mich an dich!“ Er nahm sein halbleeres Glas und prostete grinsend in Richtung von Ryou. „Willkommen auf meiner Party! Ähm… oh Gott, hilf mir. Wie heißt du nochmal?“

Ryou erwiderte sein Grinsen lächelnd und hob sein Glas ebenfalls. Er war wohl nicht der einzige, dem der Alkohol langsam einfuhr. „Ich bin Ryou. Ryou Touzoku.“

„Touzoku… Touzoku… Touzoku… den Namen kenne ich von irgendwo her… Ach was solls. Na dann, Ryou Touzoku, auf einen unvergesslichen Abend!“

Ihre Gläser stießen klirrend zusammen und Ryou trank einen großzügigen Schluck seines Tequila Sunrise, wobei er sich fast verschluckte und sein Hals brannte vom Alkohol. Es war mehr Tequila als Sunrise.

Ryou begann von dem unangenehmen Reiz leicht zu husten und überrascht sah er nach oben, als ihm jemand auf den Rücken klopfte. Seine Wangen röteten leicht und das nicht bloß wegen des Alkohols, sondern wohl eher wegen des hünenhaften Mannes, der ihn gerade mit seinen ungewöhnlichen lavendelfarbenen Augen interessiert musterte. Verdammt, Mariku sah in diesem schwarzen Armani Hemd wirklich umwerfend aus.

Mariku hatte sich zu dem Weißhaarigen hinuntergebeugt und grinste ihn belustigt an. „Ist dein Drink etwas zu stark gemixt?“

„E-Ein wenig aber es geht schon“, keuchte Ryou heiser und räusperte sich, ehe er sich mit der Handfläche mehrmals leicht gegen die Brust schlug, um das unangenehme Gefühl darin loszuwerden. Immer noch konnte er Marikus Handfläche auf seinem Rücken spüren und die Stelle begann angenehm zu kribbeln.

„Dich lässt man wohl besser nicht alleine was?“ Mariku ließ sich neben Ryou auf die Lounge nieder und stellte seinen Kupferbecher mit dem Moscow Mule vor sich auf dem Tisch ab. Er lehnte sich zurück und breitete seine Arme entlang der Rückenlehne aus. „Tja, dann werde ich eben den Rest des Abends hierbleiben müssen.“

Ein Schauer durchfuhr Ryous Körper, so nah war ihm der Ägypter, er konnte seinen linken Arm entlang seiner Schultern spüren und um seine flatternden Nerven zu beruhigen, nahm er gleich noch einen weiteren Schluck von seinem Tequila Sunrise. Der Ägypter schien anscheinend über keinerlei Berührungsängste zu verfügen. Und wenn der Alkohol Ryou keinen Streich spielte, berührte Mariku ihn seit der letzten Stunde auffallend oft. Mal am Arm, dann an den Schultern oder auch am Bein.

„Wo ist eigentlich Malik? Er sollte eigentlich vor mir hier sein.“ Fragend sah Mariku zwischen Otogi und Ryou hin und her.

„Keine Ahnung, hier war er zumindest nicht“, meinte Otogi und zuckte ahnungslos mit den Schultern.

„Dämlicher Idiot“, seufzte Mariku mehrheitlich zu sich selber und griff nach seinem Kupferbecher. Er trank einen kleinen Schluck und verzog das Gesicht. „Fuck, endlich mal ein Barkeeper, der weiß, wie dieses Zeug schmecken sollten.“

Aus dem Augenwinkel musterte Ryou ihn verstohlen. Meinte er das nur oder wirkte Mariku ein wenig angespannter? Es fiel kaum auf, zumindest Otogi schien nichts zu bemerken, aber Marikus Körpersprache wirkte defensiver als noch zuvor.

Otogi musterte amüsiert Marikus Gesichtsausdruck, lehnte sich daraufhin in die Lounge zurück und schlug die Beine übereinander. „Wie siehts aus Riku? Hast du eigentlich endlich angefangen zu lernen? Es gehört ein bisschen mehr dazu, als ein bisschen an den Saiten zu zupfen und mittelmäßig in Sport zu sein.“

Mariku gab ein verächtliches Geräusch von sich zu hören und hob seinen Mittelfinger. „Schnauze! Und wer von uns ist hier mittelmäßig, du dünner Lappen?!“

„Saiten zupfen? Du spielst Gitarre?“, unterbrach Ryou das Gezeter und sah zu Mariku. Er wusste von Marikus fast schon manischen Sportkonsum aber… Gitarre? Mariku? Das war neu, vor allem, da Mariku das bisher mit noch keinem Wort erwähnt hatte, obwohl Ryou ihm von seinen früheren Geigenstunden erzählt hatte.

Mariku schüttelte den Kopf. „Nein, nicht Gitarre. Ich spiele Bassgitarre. Nur vier Saiten.“

„Wie lange spielst du schon?“, interessiert lehnte sich Ryou mit dem Oberkörper nach vorne.

„Puh keine Ahnung… ich glaube so sechs Jahre? Aber ich nehme keine Stunden oder so. Ich spiele mehr für mich selbst.“

„Tsk, sei nicht so bescheiden Riku. Das kauft dir sowieso keiner ab“, Otogi wandte sich breit grinsend an Ryou, „Verdammt, dieses Arschloch hat sogar sowas wie Talent! Auch wenn er vielleicht nicht so aussieht aber was der mit seinen Fingern anstellen kann, ist nicht normal“ Otogi tat so als würde er mit überschwänglichen Bewegungen auf einer unsichtbaren Gitarre spielen.

Ryou konnte sich bei dem überaus lächerlichen Anblick von Otogi das Lachen nicht verkneifen, während Mariku mit den Augen rollte. „Alter, krieg dich wieder ein, das ist ja peinlich.“

Otogi gab ein belustigtes kichern von sich zu hören und platzierte seine Arme zurück auf seine Oberschenkel. „Verdammt Riku, du bist sowas von am Arsch“, flötete er und zog lachend beide Augenbrauen nach oben, als der Ägypter seine Aussage erneut mit einem ausgestreckten Mittelfinger erwiderte.

„Als hättest du bisher auch nur einen Finger gerührt! Als würde irgendeine Uni einen Vollidioten wie dich aufnehmen wollen!“

In dem Moment klickte es in Ryous Kopf.

Uni…?!

Ryous Hände griffen fester um das Glas in seinen Händen, so sehr, dass seine Fingerknöchel weiß hervortraten. Er bemerkte es nicht. Das Gekeife zwischen Mariku und Otogi nahm er nur noch unterschwellig wahr, es schien Meilen entfernt. Die Erkenntnis traf ihn wie ein Schlag mitten ins Gesicht. Volle Breitseite. Er hatte gar nicht mehr wirklich darüber nachgedacht, dass sich Mariku bereits in seinem Abschlussjahr befand. In einigen Monaten würde der Ägypter seine nationale Aufnahmeprüfung ablegen und das bedeutete, wenn er sie bestand, würde er ab dem kommenden April an die Uni gehen. Und notfalls besaß seine Familie genügend Vermögen, um ihren ältesten Sohn sonst wo einzuschreiben. Irgendwo in Japan. Oder noch schlimmer, irgendwo im Ausland. Weg von hier. Weg von ihm.  

„Im Gegenteil zu dir weiß ich wenigstens wie man ein Buch aufschlägt und-“ Otogi brach ab, als er plötzlich jemanden in der Menge zu entdeckten schien. Seine Augen verengten sich und plötzlich sprang er, wie von der Tarantel gestochen auf, ehe er sich eilig seine Klamotten zurechtrückte und glattstrich. „Fuck, fuck, fuck! Dort ist Shizuka! Wünscht mir Glück!“

Durch Otogis aufgeregte Stimme wurde Ryou plötzlich wieder aus dem Chaos in seinem Kopf zurück in die Gegenwart gerissen. Mehrmals blinzelte Ryou perplex und musterte den Schwarzhaarigen.

„Das arme Mädchen tut mir jetzt schon leid.“ Mariku begann schnarrend zu lachen, während Otogi ihm dabei einen vernichtenden Blick zuwarf. Als Marikus Unterarm während dessen Gelächter auch noch langsam auf Ryous Schulter rutschte, erstarrte er von dem unerwarteten Gewicht.

„Fick dich.“ Otogi zeigte Mariku ebenfalls den Mittelfinger, wobei er ein verschmitztes Grinsen seinerseits nicht unterdrücken konnte, ehe er sich abdrehte. Auch wenn es für Außenstehende vielleicht eigenartig wirken musste, wie die beiden miteinander umgingen, war das eben die Art von Freundschaft die Mariku und Otogi seit bereits zwei Jahren miteinander pflegten. Innert Sekunden war Otogi in der Menge verschwunden auf dem Weg zum Mädchen seines Herzens.  

Mariku lachte immer noch leise und ohne, dass er es bemerkte, hielt Ryou einige Sekunden die Luft an. Mariku musste doch langsam bemerkt haben, wo sein Arm sich befand, oder? Natürlich wusste er es, korrigierte Ryou sich in Gedanken selbst, dass konnte man schließlich nicht nicht bemerken und er musste einfach zugeben, dass sich das ungewohnte Gewicht gut anfühlte. Nein, sehr gut sogar. Als Mariku sich wieder hinunter lehnte und dabei mit den Lippen unabsichtlich Ryous Ohrmuschel streifte, entfuhr Ryou beinahe ein leises Keuchen.

„Ryou...“

Der Weißhaarige spürte ein prickelndes Gefühl auf seiner Haut, als Marikus tiefe Stimme an sein Ohr gelangte. Sein warmer Atem kitzelte seinen empfindlichen Hals und roch nach einem Mix aus Limette, Vodka und Rauch. Das breite Grinsen auf Marikus Gesicht sah er nicht. „…Ja?“

„Lust auf eine Wette?“, murmelte Mariku gegen Ryous Ohr und zupfte mit den Fingern sanft an dessen grauen Hemdärmel.

Ryou durchfuhr ein Schauer. Er sagte zuerst nichts, überlegte und nickte langsam, schließlich sprach eigentlich nichts dagegen. „Von mir aus. Um was wetten wir?“

Schmunzelnd lehnte Mariku sich zurück und griff mit seiner freien Hand nach seinem Drink. Er schwenkte den Becher zwischen seinen Fingern. „Wenn ich verliere und Otogi es tatsächlich schafft, dieses Mädel rumzukriege, schulde ich dir etwas. Was auch immer du willst, ich mache es.“

Ryou schluckte. Mehrere Dinge schossen ihm gleichzeitig durch den Kopf. Das klang fast schon zu verlockend. Schließlich konnte er die Wette auch verlieren, aber andererseits wäre das eine Chance, welche er sich sicherlich nicht entgehen lassen wollte. Der Reiz war zu groß, um zu widerstehen. „Egal was? Du machst wirklich alles, was ich dir sage?“, fragte er unsicher nach und zog eine Augenbraue in die Höhe.

Mariku schnalzte mit der Zunge und begann leise zu lachen, als er Ryous misstrauischen Gesichtsausdruck sah. Er lehnte sich wieder zu ihm und leckte sich über die Lippen. „Alles was du willst“, hauchte er gegen Ryous Ohrmuschel und stellte zufrieden fest, wie dieser leicht rot wurde.

Langsam nickte Ryou zustimmend. „Einverstanden. Und wenn Otogi es nicht schafft?“

Mit dem Finger tippte Mariku gegen sein Kinn und tat so, als würde er angestrengt nachdenken. Ryous Herz setzte aus, nur um anschließend doppelt so schnell in seiner Brust weiterzuschlagen, als er sah, wie die lavendelfarbenen Augen aufblitzten, während ihre Nasenspitzen nur wenige Zentimeter trennten.

„Dann… drehen wir den Einsatz. Du schuldest mir etwas. Alles was ich will.“

„Eh…“, stammelte Ryou und er wusste in dem Moment, dass er sich wie ein Idiot anhören wurde. Innerlich wurde ihm heiß. Und Marikus Lippen so nah vor seinen eigenen und der Arm um seine Schultern machte es nicht besser. Ryou spürte das Glühen in seinem Gesicht, er konnte es nicht sehen aber er vermutete, dass es mittlerweile die Farbe einer Tomate angenommen haben musste. Er begann nervös mit dem Saum seines Oberteils zu spielen. „Also…“

Fasziniert musterte Mariku die rehbraunen Augen und da wusste er, er hatte ihn. Treffer. „Ist das ein ja?“

Tief zog Ryou die Luft durch seine Nase in seine Lungen ein. „Ja.“

„Alles klar“, Mariku begann zu grinsen, „…und jetzt gehen wir tanzen.“

Und bevor Ryou widersprechen konnte, war Mariku auch schon auf den Beinen und zog ihn mit einem siegessicheren Grinsen hinter sich her bis auf die Tanzfläche.

Die Wette hatte Mariku so gut wie in der Tasche. Ryou konnte schließlich nicht wissen, dass Otogi in den zwei Jahren in denen er ihn bereits kannte, jedes Mal im letzten Moment die Nerven flatterten, wenn es um seine Herzensdame ging.

*


Malik stellte das Shotglas leicht wackelig neben das andere leere Gläschen vor sich ab. Seine Hände lagen auf der dunklen Oberfläche aus Mahagoni-Holz und er lehnte sich mit dem Oberkörper stützend gegen die mit LEDs erleuchtete Theke. Seine Hüften bewegten sich leicht von links nach rechts und zurück.

You want me
'Cause I'm blue a-ba-dee, da-ba-dai
I'm blue a-ba-dee, da-ba-dai
And I know that you feel that



Ein schiefes Grinsen bildete sich auf seinen Lippen als er den Club Mix von 'I’m blue' erkannte. Ja, er war wohl auch bald blau. Er war zwar nicht völlig betrunken – noch nicht – aber bereits gut angetrunken und etwas high. Keine wirklich gute Kombination und eigentlich wusste Malik es besser. Er konnte noch nie gut mit Mischkonsum umgehen und heute sollte es nicht anders sein. Der Unterschied war, dass es ihn heute nicht kümmerte. Und wieso? Irgendwie geriet alles aus dem Ruder. Bitter presste er seinen Kiefer zusammen und seine Gedanken kreisten unruhig um den vorherigen Anruf seines Vaters.

„Was soll das heißen?!“, zischte Mariku in seiner Muttersprache gereizt ins Telefon. Malik warf ihm einen kurzen Blick zu und seufzte leise. Sein Bruder schien bereits seit einer gefühlten Ewigkeit zu telefonieren, die Stimme mal aufgebracht und anschließend wieder zischend leise. Das bereits ungutes Gefühl drückend schwer in Maliks Brust. Eine leichte Übelkeit brodelte in seinem Magen. Ihr Vater war in Hinsicht auf die Erpressung seines ehemaligen Geschäftspartners keinen Schritt weitergekommen. Er hielt ihn hin, aber von Tag zu Tag wurde er merklich gereizter. Die Einnahmen waren rückläufig, die Verhaftung schien unter den Kunden für noch mehr für Misstrauen gesorgt zu haben, als anfänglich angenommen.

Nach einigen Sekunden beendete Mariku den Anruf und mit einem schwer zu deutenden Ausdruck im Gesicht, griff Mariku nach dem Grastütchen in seiner Hemdtasche. Maliks Nackenhaare stellten sich auf.

„Riku?“, fragte Malik vorsichtig, als Mariku immer noch keine Anstalt machte etwas zu sagen, sondern stumm den Joint zwischen den Fingern drehte.

„Baba hat wieder mit seinem ehemaligen Geschäftspartner gesprochen. Er hat ihm ein endgültiges Ultimatum gestellt. Entweder er tritt innerhalb der nächsten Stunde zurück oder er macht seine Drohung war“, knurrte Mariku leise. Sein goldenes Zippo-Feuerzeug klickte und er steckte sich den Joint an der gelbroten Benzinflamme an. Er nahm einen tiefen Zug und stieß den Rauch langsam zwischen seinen Lippen wieder aus.

„Lass mich raten.“ Malik rieb sich über seine Oberarme, jedoch war es nicht nur die kalte Nachtluft, welche ihn unangenehm frösteln ließ. Der süßliche Geruch kitzelte in seiner Nase. „Er wird es nicht tun, stimmts?“

Mariku nahm einen weiteren langen Zug und hielt Malik den Joint hin. „Du kennst die Antwort selbst Malik.

Malik presste frustriert die Lippen zusammen und griff nach dem Joint. Natürlich würde sein Vater nicht abtreten. Nicht freiwillig. Niemals. Nicht, nachdem er das alles erreicht hatte. Malik wischte sich mit der Hand über sein Gesicht, nachdem er den Rauch langsam ausgestoßen hatte.

Erst Bakura, dann Akefia und jetzt das. Nach einigen Minuten, in welcher sie sich stillschweigend den Joint teilten und ihre Sinne durch die berauschende Wirkung des THC benebeln ließen, stieß sich Malik plötzlich von der Wand ab. Er ging ohne ein weiteres Wort wieder in den Club und ignorierte die Rufe seines Bruders völlig. Anstatt zu Otogi und Ryou in die Lounge zurückzukehren, entschied sich Malik erst noch für einen Abstecher an die Bar er brauchte dringend einen neuen Drink. Einen wirklich starken Drink.

In Gedanken versunken drehte Malik das leere Shotglas zwischen seinen Fingern herum und ließ seinen glasigen Blick über die Mitarbeiter der Bar schweifen. In einer unglaublichen Geschwindigkeit wurden Flaschen koordiniert hin und her geschoben, Cocktails gemixt, Shaker geschüttelt und Gläser ausgegeben, als gäbe es kein Morgen mehr. Alleine das Zusehen dieses Wirkens ließ einem beinahe hypnotisiert zurück. Es war unglaublich faszinierend. Als würde es nicht schon genügen, dass Maliks Kopf sich anfühlte, als wäre er in flauschige Watte gepackt, seine Augen durch die flackernden Lichter irritiert waren und die laute Musik durch seine Venen zu pumpen schien.  

Malik sah kurz über seine Schultern. Irgendwo in dieser Richtung sollten eigentlich die VIP-Lounges sein, oder? Seine Orientierung ließ langsam zu wünschen übrig. Erneut fragte er sich, was da zwischen Mariku und Ryou abging. Er hatte vorhin gar nicht darüber nachgedacht Mariku danach zu fragen. Wobei, eigentlich war es einfach nur offensichtlich, dass es Mariku ganz sicher nicht nur ums 'zusammen zu feiern' mit Ryou ging. Immerhin hatte er alleine den verdammten Türsteher mit satten 100'000 Yen bestochen, nur damit Ryou in diesen Club reinkommen konnte. Wann bitte hatte Mariku zuletzt einen solchen Aufwand betrieben, wenn nicht für sich selbst oder ohne entsprechende Gegenleistung? Malik konnte sich getrost nicht daran erinnern. Und Ryou? Die vernarrten Blicke, welche er Mariku zuwarf, sprachen einfach nur Bände und von seinen geröteten Wangen fing Malik lieber gar nicht erst an. Er schien ihn förmlich anzuhimmeln.

Ohne es zu wollen, entfuhr Malik ein leises kichern. Vermutlich würde Bakura völlig durch die Decke schießen, wenn er wüsste, in wen sein jüngerer Bruder da wohl verknallt war. Das musste wohl eine Ironie des Schicksals sein, wenn man es so nennen wollte.

„Irgendjemand scheint es heute wirklich gut mit dir zu meinen!“

Aus seinen Gedanken gerissen, sah Malik überrascht auf das vor ihm stehende Shotglas, gefüllt mit leuchtend blauer Flüssigkeit. Er hob den Blick und gerade als er den Mund öffnen wollte, machte der junge, verschmitzt lächelnde, Barkeeper bereits wieder auf Absatz kehrt, ohne Malik auch nur die Chance zu geben, ein Wort sagen zu können. Fragend und gleichzeitig amüsiert sah Malik ihm nach, ehe er den Blick wieder auf das Gläschen vor sich richtete. Oh hallo, du süßer, böser Tropfen… Es war bereits der dritte Shot, der ihm innert kürzester Zeit spendiert wurde, während er seit einer Ewigkeit auf seinen eigentlich bestellten Drink wartete. Wobei… wie lange wartete er bereits? Vielleicht seit knappen zehn Minuten? Fünfzehn Minuten? Oder doch erst drei? Das Zeitgefühl hatte Malik bereits gänzlich verlassen.

Aus dem Augenwinkel musterte Malik die anderen Gäste, welche sich ebenfalls an der Bar tummelten, aber keiner davon schien ihm besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Jeder schien bloß seinen Drink zu wollen, vielleicht noch etwas mit den jungen Barkeepern flirten und anschließend weitertanzen bis zum Morgengrauen. Oder bis man auf der Toilette nach den Krähen rief. Oder eine heiße Nacht im Bett eines Fremden verbrachte und am nächsten Morgen beschämt den 'Walk of Shame' antrat.

Nach wenigen Sekunden zog sich Maliks linker Mundwinkel kaum merklich nach oben und ohne weiter darüber nachzudenken, kippte er den Shot in einem Schluck hinunter. Er verschluckte sich fast, der Alkohol brannte in seiner Kehle und hinterließ ein brennendes Gefühl in seinem Inneren.

Kurz dachte Malik darüber nach, ob es Bakura wohl eifersüchtig machen würde, wenn er wüsste, dass ihm hier ein Drink nach dem anderen spendiert wurde. Vermutlich schon. Auch wenn Malik es in diesen Moment nur ungern zugab, schließlich war er nach wie vor angesäuert, aber wenn es anders herum wäre, wäre dies zumindest sicherlich der Fall. Malik würde zum Tier werden, wenn es jemand auch nur wagen sollte, Bakura zu nahezukommen.

Ihm war leicht schwindlig, der Alkohol entfaltete seine Wirkung, als er sein Handy aus der Hosentasche zog und zum wiederholten Male die letzte Nachricht von Bakura las. Die Buchstaben schienen auf dem Bildschirm leicht zu verschwimmen und er musste die Augen zusammenkneifen, um die Wörter wieder schärfer zu erkennen. Warum er den Drang besaß, diese Worte immer wieder lesen zu müssen, wusste er nicht. Eigentlich war es ziemlich dämlich und Malik wusste es. Trotzdem tat er es. Sollte er ihm überhaupt antworten oder es für heute einfach bleiben lassen? Er biss sich seitlich auf die Unterlippe und wieder spürte er seinen eigenen angeknacksten Stolz. Seine Brust schnürte sich dabei unangenehm zusammen, sein verletztes Ego meldete sich mit zwei erhobenen Mittelfingern zurück. Am liebsten würde Malik seinen bockigen Freund kräftig durchschütteln, ihm eine scheuern und ihm seine Meinung geigen. Bakuras Stolz war manchmal einfach nur zum Kotzen. Wie konnte ein einzelner Mensch mit einer derart übertrieben großen Portion Stolz geboren werden? Das war doch nicht normal. Malik konnte einfach nichts anders, als er seinem vom Rausch geleiteten wütenden Impuls nachgab und seine Finger selbstständig über die Tastatur seines Handys flogen, ohne wirklich zu realisieren, was er schrieb.

Irgendwann fiel Maliks Blick auf Akefia, welcher gerade einige Meter von ihm entfernt, sorgfältig einen Cocktail mit verschiedenen, exotisch aussehenden Früchten garnierte. Das Gespräch auf dem Parkplatz steckte ihm immer noch in den Knochen. Er war doch nicht so einfach zu durchschauen wie Akefia behauptete – oder?

Nach wie vor hatte er Bakura nichts von den Avancen erzählt – aber das wäre auch bald nicht mehr nötig. Es wurde endlich Zeit, gewisse Dinge klar zu stellen. Der Gedanke, das ganze heute endgültig zu unterbinden, wurde immer stärker in Maliks vernebeltem Kopf. Er schob es bereits viel zu lange vor sich her. Und das Akefia wieder ins Poolhaus einziehen kann, konnte er sich direkt wieder abschminken. Zum Glück hatte er Mariku bisher noch nicht darauf angesprochen.

Erneut wurde Malik aus den Gedanken gerissen, als endlich der von ihm bestellte Screwdriver, aufwändig garniert mit mehreren Orangenscheiben, zwei gelben Strohhalmen sowie Minzblättern, vor ihm serviert wurde. Akefia beugte sich über die Theke hinweg nach vorne und erneut konnte Malik diesen würzigen Duft an ihm riechen. „Lass es dir schmecken“, flüsterte Akefia ihm ins Ohr und hauchte ihm einen kurzen Kuss an die Seite seines Halses. Schnell lehnte er sich wieder zurück und mit einem Lächeln auf den Lippen nahm er bereits die nächste Bestellung entgegen.

Malik verzog das Gesicht und legte seine Hand seitlich an seinen Hals. Er presste die Lippen zusammen. Die geküsste Stelle schien zu glühen und er konnte immer noch Akefias Lippen auf seiner Haut spüren, auch wenn der Kuss kaum mehr als eine Sekunde gedauert hatte. Das sein Herz dabei merklich schneller in seiner Brust schlug und ihm innerlich heiß war, gefiel ihm ganz und gar nicht. Wieso um Himmelswillen wurde er nervös? Er wollte nichts von Akefia, NICHTS! Fuck, Fuck, Fuck, was war denn nur jetzt plötzlich los mit ihm?! Ja klar, der Alkohol kombiniert mit dem Gras ließ ihn nicht mehr ganz klar denken, löste womöglich irgendwelche Reaktionen in seinem Körper aus und er hatte immerhin auch schon einiges intus, aber wieso reagierte er gerade derart extrem? Stop, stop, STOP! Vielleicht hätte er nicht so viel trinken sollen … oder besser nicht kiffen sollen … Argh!

Er betrachtete den hübsch verzierten Cocktail vor sich. Er atmete tief ein. Ganz ruhig bleiben. Er würde Akefia nachher ganz einfach klarmachen, dass jetzt und auch in Zukunft nichts laufen würde. Niemals. Das hörte sich doch nach einem Plan an und sollte doch wohl nicht so schwer sein.

Vorsichtig nahm Malik einen kleinen Schluck seines Drinks und als er sein Glas zurückstellen wollte, fiel sein Blick auf die darunterliegende Serviette. Er lehnte sich nach vorne und kniff die Augen zu Schlitzen zusammen, damit er die mit Kugelschreiber geschriebene krakelige Nachricht lesen konnte. Das war vielleicht eine Sauklaue.

Habe in 20 Min. Pause. Triff mich beim Hinterausgang -A'

Malik las die Nachricht noch zwei weitere Male und erst dann klickte es in seinem Kopf. Malik schluckte schwer, sein Magen brodelte unangenehm. Eigentlich war es die Gelegenheit, alles zu klären.

Erneut ließ er seinen Blick über die Bar schweifen, ehe er Akefia auf der gegenüberliegenden Seite wiederentdeckt. Mit seinen auffälligen weißen Haaren sowie der unverkennbaren aber nicht unattraktiven Narbe unter seinem Auge, war er schließlich kaum zu übersehen. Noch ehe Malik den Blick abwenden konnte, drehte Akefia den Kopf in seine Richtung und ihre Blicke trafen sich. Malik nickte kaum merklich und Akefia reckte breit grinsend sein Kinn in seine Richtung, als Bestätigung, dass er ihn verstand.

*


Gerade als Bakura eigentlich eine neue Runde in seinem Shootergame starten wollte, er gewann gerade eine Runde nach der anderen, begann sein Handy mehrmals zu vibrieren und noch während er die Nachrichten las, schoben sich die weißen Augenbrauen skeptisch zusammen.

Du verpassr was. Ich bin spwas von betrukn… und eon wenug high. Ana hazin li’anak last huna.

Kura du bist eon arech, weißt du was?!

Howa 3aawiz iD-Darb bi-sittin gazma…

Xara, hol mich ab…

Das meiste ergab keinen Sinn und wieso zur Hölle war ein Teil davon auf Arabisch geschrieben?! Bakura verstand kein Wort. Er war sich jedoch sicher, dass Malik sich ziemlich abgeschossen haben musste, die Nachrichten sprachen für sich. Bakura entfuhr ein grollendes Geräusch, als er erneut die letzte Nachricht las. Er knallte genervt sein Handy auf den Schreibtisch und erhob sich aus seinem Stuhl, um sich anzuziehen.

Diesen verdammten Ägypter konnte man nicht alleine lassen.

*


Marikus lavendelfarbene Augen blitzen auf. Sich selber im Takt zur Musik bewegend, beobachtete er Ryou, wie dieser nah vor ihm tanzte und in einer Lautstärke den Text mitsang, als gäbe es kein Morgen mehr. Ryou fuhr sich mit den Händen durch die langen weißen Haare, die Augen geschlossen, als seine Hüften verlockend hin und her schwang. Mariku musste seinen innerlichen Impuls unterdrücken, um diesen schlanken Körper nicht näher an sich zu ziehen.

Die Wärme der sich windenden Körper und die dröhnende Musik begann auf Marikus leicht schwitziger Haut zu prickeln und gab ihm fast schon ein euphorisches Gefühl. Für ihn war es bereits wie ein Ritual, nicht zuletzt, da er beinahe jedes Wochenende in einem anderen Club verbrachte.

Überrascht wandte Mariku seinen Blick ab, als für einen kurzen Moment der ganze Raum in komplette Dunkelheit gehüllt wurde und plötzlich die sonstige Mischung aus top-aktuellen Chart-Titeln, Underground-Hits und Klassikern endete. Durch einen gekonnten Stilbruch des DJs ertönte plötzlich aus voller Lautstärke der Refrain von 'Highway to Hell' von AC/DC aus den Lautsprechern, eine spektakuläre Lichtshow erhellte den Club und ließ die Menge völlig durchdrehen.

„Das ist so abgefahren!“ Ryou hatte sich auf die Zehenspitzen gestellt und stützte sich mit einer Hand gegen Marikus Schulter, um das Gleichgewicht besser halten zu können. Marikus Nackenhaare stellten sich auf, als Ryous warmer Atem gegen seinen Hals schlug. Er konnte eindeutig den Tequila Sunrise riechen. „Hätte nicht gedacht, dass du so abgehen kannst“, neckte Mariku ihn grinsend und legte seine Hand an Ryous schmale Taille. „Dann kennst du mich schlecht“, erwiderte Ryou verschmitzt und gerade als er noch etwas hinzufügen wollte, glitt sein Blick an Mariku vorbei in die tanzende Menge. Seine Mundwinkel zuckten amüsiert.

„Riku… dreh dich um.“

Mariku hob skeptisch eine Augenbraue, als er Ryous ungewohnt triumphierenden Gesichtsausdruck bemerkte. Er drehte sich um und folgte mit seinem Blick in die Richtung, welche Ryou ihm deutete.

Die Lavendelaugen weiteten sich überrascht und sein Mund öffnete sich ein kleines Stück, jedoch unfähig etwas zu sagen.

Shit…

Shit.

Shit!

Bisher hatte er es nie gepackt und Mariku war sich so sicher gewesen, dass es heute nicht anders sein sollte. Für was hätte er die Wette sonst vorgeschlagen?

Aber er wurde eines Besseren belehrt.

In der dichten Menge erkannte er Otogi, unweit von sich selbst und Ryou. Und er war nicht alleine. Seine Lippen waren innig mit denen eines hübschen braunhaarigen Mädchens verschlossen, welches Mariku als dessen Angebetete erkannte. Shizuka. Hier und da war eine ihrer Zungen zu sehen, ehe sie gleich wieder in dem Mund des anderen verschwand.

„Nein! Das kann nicht sein! Willst du mich verarsch-“, begann Mariku, wurde jedoch gleich von einem belustigt kichernden Ryou unterbrochen.

„Sieht aus, als hätte ich unsere Wette gewonnen.“

*


Bereits von weitem konnte Bakura das harte Wummern des Basses hören. Es war kurz nach 1, als er um die Ecke bog und den weiß leuchtenden Schriftzug des Havala Club erkannte. Die Kälte war beißend und der mittlerweile kräftige Wind machte es nicht wirklich besser. So wie es aussah, würde es später vermutlich auch noch Regnen. Bakura zog seinen schwarzen Mantel enger um sich und nahm einen letzten Zug seiner Zigarette. Noch während er den Rauch ausblies, schnippte er den übriggebliebenen Filter vor sich auf den Gehweg. Eigentlich sollte er jetzt schön in seinem warmen Zimmer sein und irgendwelchen Typen die Birne wegballern, aber nein. In Gedanken verfluchter er Malik bis auf die Knochen. Er erinnerte sich an den Abend, als Malik damals schon einmal hackedicht vor seiner Wohnungstür stand und genervt seufzte er. Malik schien seine eigenen Grenzen wirklich nicht zu kennen.  

Bakura tippte eine kurze SMS an den Ägypter, ehe er nach seinem Personalausweis griff und ihn dem Türsteher hinhielt. Skeptisch schob jener die Augenbrauen zusammen, während er den Ausweis ansah. Er sah dem anderen Jungen, den er heute ohne Kontrolle und dafür um eine ordentliche Summe reicher, durchgewunken hatte, verblüffend ähnlich. Was hatten diese Jugendlichen bloß mit weißen Haaren? War das irgendeine neuartige Modeerscheinung? Nicht nur, dass einer der Barkeeper dieselbe Haarfarbe trug, jetzt war da auch schon die dritte Person an diesem Abend mit dieser Haarfarbe. Der Türsteher schüttelte leicht irritiert den Kopf und winkte ihn mit einer laschen Bewegung durch, ehe er ihm den Ausweis zurückgab. Er war wohl langsam zu alt für diese komischen Trends.

Auf die Unterarme gestützt, lehnte sich Bakura gegen das Geländer im Inneren des Clubs und sah auf die gut gefüllte Tanzfläche hinunter. Die Musik wummerte laut aus den Lautsprechern und die Leute feierten ausgelassen, die Party war anscheinend in vollem Gange. Die dunklen Augen schweiften suchend über die Menge und ihm fielen fast die Kinnladen hinunter, als er anstatt Malik jemand anderen entdeckte. Jemand, den er ganz sicher nicht erwartet hatte.

Bakura erkannte Ryous weißen Haarschopf auf einer der VIP-Lounges und viel zu dicht daneben, zumindest wenn es nach Bakura ging, saß Mariku. Bakura schob die Augenbrauen zusammen und runzelte die Stirn. Er ballte seine rechte Faust. Wie war Ryou hier überhaupt reingekommen? Und dann auch noch ausgerechnet mit IHM?! Ihm fiel wieder ein, dass Ryou gestern etwas von einer Party erwähnte, aber er wäre niemals davon ausgegangen, dass es sich dabei ausgerechnet um diese hier handeln würde.

Bakura knurrte und riss seinen Blick los. Darum musste er sich später kümmern, erst musste er diesen betrunkenen Idioten von Malik finden. Nur fehlte von diesem jede Spur, Bakura entdeckte ihn nirgends.

Ein weiteres genervtes seufzen entfuhr ihm. Auch wenn es ihm gehörig gegen den Strich ging, aber seine einzige Wahl war wohl entweder bei Ryou und Mariku nachzufragen, wo Malik abgeblieben war oder allenfalls bei Akefia. Er schien ja mit ihm gesprochen zu haben. Beide Optionen ließen Bakura am liebsten direkt wieder umkehren. Genervt stieg Bakura die Treppe in Richtung der Tanzfläche hinunter.

Was man nicht alles für seinen absolut dämlichen und betrunkenen Freund tat…

Er überlegte bereits, wie er Malik das ganze angemessen Heimzahlen konnte, als er sich seinen Weg durch die Menge bahnte.

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arab.:
Ana hazin li’anak last huna - Ich bin traurig, dass du nicht hier bist
Howa 3aawiz iD-Darb bi-sittin gazma - Du verdienst es mit 60 Schuhen beworfen zu werden
Xara - Scheiße


(Quelle: http://arabic.desert-sky.net/index.html - da mir leider keine arabisch sprechende Person zur Verfügung steht, tut es diese Webseite hoffentlich auch! Falls die Übersetzung nicht korrekt sein sollte - bitte um direkt Rückmeldung an mich ;))

Hier noch der Link zu den Lieder die ich erwähnte:
https://www.youtube.com/watch?v=_LQvEAIN4_0&list=RD_LQvEAIN4_0&start_radio=1
https://www.youtube.com/watch?v=fa82Qpw6lyE

Nach einem Monat melde ich mich wieder zurück - well hello there.
:( Sorry, dass es so lange gedauert hat!
Kennt ihr das, wenn ihr eigentlich wisst was ihr schreiben wollt, aber die Worte einfach nicht in auf das Papier wollen? Ja? Dann wisst ihr, wie ich mich die letzten vier Wochen gefühlt habe D:
Aaaaaber ich habe es  doch noch geschafft :D Yaaay~ Da das Kapitel aber einfach zu lange wäre, habe ich mich spontan dazu entschlossen, es aufzuteilen >D

Zum nächsten Kapitel:
Bezüglich des nächsten Uploads will ich noch nichts versprechen, aber ich denke es wird um einiges schneller gehen als dieses hier.
Das 'Gespräch' zwischen Malik und Akefia steht an. Ohaaa, es wird langsam Zeit - ob wohl alles nach Maliks Plan läuft oder eben doch nicht? Und was macht der gute (angepisste) Bakura in der Zwischenzeit? Tjaaa :D Währenddessen knistert es zwischen Mariku und Ryou weiter und weiter. Haben wir bald das nächste Pair offiziell oder grätscht da doch noch was oder wer dazwischen?

Danke auch hier wieder an die unglaublichen ReviewerInnen dieser FF! Ihr haltet alles bei der Stange und ohne euch wäre ich vermutlich nicht halb so motiviert dran zu bleiben!<3

Stay tuned und bis bald~

(+ Stay safe - hier in der Schweiz sind Coronafälle gerade am explodieren D:)

Sonnista

PS: Die Beleidigung mit den Schuhen finde ich übrigens einfach klasse :'D
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