Mit Dir bin ich frei

von Tott20
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Draco Malfoy Harry Potter
30.04.2020
29.05.2020
11
35.675
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Dieses Kapitel
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23.05.2020 3.690
 
Weiter geht es mit Kapitel 9.
Ich danke euch, dass ihr meine Frage am Ende des letzten Kapitels aufgefasst & beantwortet habt, ihr hattet tolle Ideen.
Ich freu mich, dass ihr so ideenreich seid & ich euch mit diesem Kapitel überraschen kann, da es keiner eurer Ideen entspricht :-) Ich hoffe, dass es euch fesselt & überwältigt! O:-)

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Harry küsste Draco tief und zärtlich und dieser erwiderte den Kuss ebenso. Dieser Kuss sprach von Angst und Sorge, Kummer und Trauer und einer Verbindung zwischen ihnen, die vielleicht niemals jemand würde verstehen können.

Die Sekunden vergingen, während Harry's Hose die Feuchtigkeit des Essens, in dem er kniete, aufnahm und sich voll sog. Doch ihm sollte es egal sein, solange er hier sein konnte, mit Draco und nicht aufhören musste ihn zu küssen.

Als sie die Köpfe wandten und ihre Lippen sofort wieder zueinander fanden, zog Harry Draco noch stärker an sich und dieser schlang seine Arme erst um Harry's Rücken, um sie dann in dessen Haar wandern zu lassen.

„Verrückt zu glauben“, sagte Harry zwischen zwei Küssen, „dass ich nur aus Mitleid“, fuhr er fort, „bei Dir bin“, endete Harry und legte seinen Kopf wieder nach rechts, wollte Draco's Lippen erneut begegnen. Doch dieser spannte sich augenblicklich an und wich zurück.

Harry blinzelte ein paar Mal und sah Draco verdutzt an. Dessen Augen waren riesig in seinem blassen Gesicht. Er hatte die Hände aus Harry's Haar genommen und Harry ließ langsam und verwirrt Draco's Pullover los. Mit einem kurzen Blick an seinem Bein herunter stellte er fest, dass er tatsächlich im Nachtisch – im Tiramisu – kniete.

Dann sah Harry wieder auf zu Draco und wollte gerade fragen, was los ist. „Wer sagt das?“, fragte Draco und seine Stimme klang etwas kratzig. Harry blickte ihn fragend an. „Was -“ „Mit dem Mitleid? Wer sagt das?“, wurde Draco präzise und Harry sah, wie seine Hände zitterten.

Harry zögerte. „Hermine hat das mal gesagt...“ Er wusste nicht recht, worauf dieses Gespräch hinaus laufen sollte. „Es war wegen des Kusses oder Beinahe-Kusses hier unten... sie hat kapiert, dass ich mit Dir hier war und -“ „Und was?“, fuhr ihm Draco dazwischen. So langsam machte er Harry Angst.

„Nichts besonders. Sie meinte bloß, dass ich wohl der Meinung wäre ich müsste Dich retten. Deine Seele. Und dass ich mich Dir deshalb genähert habe. Draco, was ist denn los?“ Harry verstand nicht, wieso sie ihren Kuss unterbrochen hatten und jetzt über Hermine und was sie sagte redeten.

Doch Draco antwortete nicht. Stattdessen wurde er noch blasser als eh schon, sein Gesicht war beinahe blutleer, selbst seine Lippen verloren ihre Farbe. Seine Augen flackerten hin und her, während er auf das zerstörte Tiramisu zwischen ihnen blickte und seine Hände einander festhielten, um nicht so sehr zu zittern.

„Jetzt versteh ich es“, sagte Draco dann mit tonloser, toter Stimme. Harry war zutiefst entsetzt davon, wie Draco ihn plötzlich ansah und sprach. „Endlich verstehe ich, wieso das alles. Ich hab mich schon die ganze Zeit gefragt, wieso. Was für einen Grund Du hast mir zu helfen. Deine Zeit mit mir zu verbringen. Was zur Hölle es für einen Grund geben könnte, um zu vergessen, wie viele furchtbare Dinge ich getan habe. Dir angetan habe. Wieso Du mir so nahe kommst.“

Draco biss sich auf die bleichen Lippen und an der Stelle, an der seine Zähne eindrückten, wurde seine Unterlippen nur noch blasser. Harry schüttelte den Kopf, fassungslos über die Richtung, die dieses Gespräch, dieser Abend, alles, was sie zusammen teilten, gerade nahm.

„Draco, das ist nicht wahr. Ich bin nicht nur aus Mi -“ „Nein!“, stieß Draco dann heftig aus und sprang auf. Sein Brustkorb hob und senkte sich heftig, als wäre er eine endlos weite Strecke gerannt. „Die ganze Zeit... all das hier... aus Mitleid?“ Draco betonte das Wort heftig und erschüttert. Er sah aus, als hätte er seinen schlimmsten Albtraum vor sich.

Harry beeilte sich ebenfalls aufzustehen und streckte die Hand nach Draco aus. „Nein, Draco, hör mir zu. Das ist Unsinn. Ich bin bei Dir, weil ich es will. Am Anfang mag Mitleid vielleicht mein Beweggrund gewesen sein, aber jetzt bin ich aus unendlich vielen anderen Gründen mit Dir zusammen.“

Doch Harry sah, wie er bei Draco vor eine Wand redete. Er sah es in seinen Augen. Für Draco passte auf einmal alles zusammen, was er vorher nicht verstanden hatte. Für ihn machte auf einmal Sinn, dass Harry nur aus Mitleid seine Zeit mit ihm verbrachte, weil Draco sich nicht für wertvoll genug ansah, als dass es anders sein könnte.

Draco schüttelte den Kopf, wich einen Schritt zurück und trat dabei seinen Kelch mit Kürbissaft um, der dumpf auf der Picknickdecke landete und den orangenen Saft darauf verteilte. „Ich bin so dumm. Ich wusste ja, dass ich armselig bin. Ich wusste, dass ich absolut jämmerlich auf Dich gewirkt haben muss, als Du mich gefunden hast, nachdem diese Typen mich vermöbelt haben. Du hast selbst gesagt, dass Du meine Seele retten willst. Draußen auf den Ländereien. Ich dachte bloß...“ Draco, der die ganze Zeit auf den Boden gestarrt hatte, sah nun zu Harry auf. Seine Augen sahen aus, als wäre es diesmal er, der vor Schmerz vergehen wollte. „Ich dachte bloß, dass ich Dir irgendwann einen besseren Grund gegeben hätte. Einen echten.“

Beim letzten Wort brach Draco's Stimme und er ging noch einen Schritt zurück. Dann noch einen. Harry stand bloß da, völlig bewegungslos und wusste nicht, was er tun sollte. Doch als Draco sich umwandte, um zu gehen, kam wieder Leben in Harry. Der Schwarzhaarige stürzte vor und packte Draco an der Schulter. „Draco, nicht -“

Vollkommen ungehalten wirbelte Draco herum, entriss Harry somit seine Schulter und dann legte er beide Hände auf die Brust des Gryffindors und stieß ihn von sich. Harry stolperte zwei Schritte nach hinten, trat erneut auf irgendetwas von ihrem Essen und landete dann auf dem Hintern. Er blickte Draco entsetzt an.

„Ich brauche dein Mitleid nicht“, fauchte Draco und dann wandte er sich um und ging. Und Harry saß da, Essen am Knie und unter'm Schuh, vollkommen fassungslos darüber, wie Draco ihm eben noch sein Herz ausgeschüttet hatte und wie er ihn jetzt ansah.

Und dann regte sich auf einmal Wut in Harry. Wut darüber, dass Draco nicht zuhörte. Wut darüber, dass Draco einfach davon ausging, dass irgendetwas, was Hermine mal gesagt hatte, das war, was Harry empfand. Wut darüber, dass Draco einfach nicht sehen wollte, dass er es wert war geliebt zu werden.

Und all diese Wut zusammen mit dem, was er über Draco's Vergangenheit, seinen Vater und Voldemort, über diese Monster empfand, brach sich auf einmal Bahn. Mit einem Satz war Harry wieder auf den Beinen und rannte Draco hinterher. Dieser wirbelte herum, um Harry aufzuhalten, doch Harry war schneller. Er packte Draco am Kragen seines Pullovers wie eben schon, doch diesmal war es nicht sanft und bestimmend, diesmal war es grob und wütend und dann stieß er Draco gegen die Wand hinter sich.

Der Blonde keuchte auf und kniff die Augen zusammen, weil der Aufprall schmerzte. Harry war es egal. Draco war nicht der Einzige, der Schmerzen hatte. Und er war auch nicht der Einzige, der hier etwas zu sagen hatte.

„Du hörst mir jetzt zu“, fauchte Harry und ignorierte, wie Draco seine Hände an seinem Kragen packte und seine Finger in die Haut des Schwarzhaarigen rammte. „Lass mich los“, knurrte Draco und wehrte sich mit vollem Körpereinsatz, doch Harry hatte gerade die Oberhand, presste Draco mit seinem gesamten Körper an die Wand und ließ ihn nicht entkommen.

„Nicht, bevor Du mir zugehört hast“, gab Harry zurück, doch Draco wehrte sich weiter. „Draco!“, stieß Harry aus, entsetzt darüber, wie vehement der Blonde sich wehrte und Harry entkommen wollte. Doch sein Name aus Harry's Mund schien die Sache nur noch schlimmer zu machen, denn Draco kämpfte bloß noch verbissener. Er versuchte immer noch Harry's Hände von seinem Kragen zu lösen. Auf dessen Handrücken befanden sich bereits Kratzspuren.

Hör mir zu!“, wurde Harry lauter und für einen kurzen Moment, sah Draco ihn tatsächlich an, sah ihm in die Augen. Denselben Moment konnte Draco jedoch auch sofort für sich nutzen, denn dadurch, dass der Blonde ihn ansah, war Harry kurz abgelenkt und so schaffte Draco es seine rechte Faust klug zu gebrauchen und sie Harry in die Seite zu rammen.

Der Schwarzhaarige keuchte, ließ Draco sofort los und taumelte leicht zur Seite. Draco nutzt seine Chance sofort und eilte wieder davon, doch Harry war noch nicht fertig mit ihm. Er hetzte hinter Draco her und bevor der Blonde groß voran gekommen war, warf sich Harry von hinten auf ihn, erwischte seine Beine und umklammerte diese, sodass Draco längs zu Boden schlug.

Harry beeilte sich an dem Blonden hoch zu kommen. Draco schmiss sich sofort auf den Rücken, um Harry etwas entgegen wirken zu können, als dieser sich auf Draco's Hüfte setzte, seine Handgelenke packte und diese rechts und links von dessen Kopf am Boden fest pinnte.

„Du bedeutest mir was!“, stieß Harry dann aus, laut und heftig und seine Chance, dass Draco für eine Sekunde überwältigt still hielt, nutzend. Der Blonde blinzelte ihn von unten herauf mit riesigen Augen an.

„Du blödes Arschloch“, keuchte Harry und nahm eine Hand von Draco's Handgelenk, um sich an die Seite zu fassen, die von dem Schlag des Blonden schmerzte. „Du bist echt zu dämlich. Als wär ich nur aus Mitleid in deiner Nähe. Ich bin aus verdammt vielen Gründen gerne mit Dir zusammen, aber Mitleid gehört schon lange nicht mehr dazu. Du bist einfach nur unfähig zu kapieren, dass Du jemandem wirklich wichtig sein könntest. Und weißt Du was?“, fragte Harry dann und ließ auch Draco's anderes Handgelenk los, um schließlich ganz von dem Blonden aufzustehen.

„Ich sitz gerade im vordersten Wagon dieser beschissenen Achterbahn, die voll darauf zufährt, dass ich mich in Dich verliebe, aber was soll's, ich bin ja bloß aus Mitleid bei Dir“, fauchte Harry dann und in diesem Moment spürte er, wie weh es ihm wirklich tat, dass Draco das auch nur für eine Sekunde geglaubt hatte.

Draco lag immer noch vollkommen sprachlos am Boden und Harry fühlte sich absolut entblößt. Er hatte Draco gestanden, was er sich selbst kaum hatte eingestehen können, weil es war, wie Hermine gesagte hatte; sie konnten nicht einfach glücklich und zusammen sein. Diese ganze Sache war viel zu kompliziert dafür.

Resigniert und erschöpft wandte sich Harry ab. Vielleicht sollte er jetzt einfach schlafen gehen und hoffen, dass er so bald nicht mehr aufwachen würde.

„Harry“, hörte er dann hinter sich Draco rufen, doch Harry ging weiter. „Harry“, rief Draco erneut und noch immer blieb der Schwarzhaarige nicht stehen. Gleich hätte er das Ende des Korridors erreicht und würde um die Ecke biegen. Draco hinter sich lassen.

Diesmal war es Draco, der Harry an der Schulter packte und Harry, der sofort nachvollziehen konnte, wie wütend Draco gewesen sein musste, als Harry das eben gemacht hat. Denn auch in Harry stieg jetzt wieder diese Wut auf, diese gebündelte Wut auf alles und jeden und vor allem auf Draco.

Er wollte sich umdrehen, Draco von sich stoßen, so wie er es bei ihm getan hatte, doch soweit kam er gar nicht. Draco hatte wohl damit gerechnet, denn er fing Harry's Hände ab, packte seine Handgelenke und hielt sie zusammen. Harry knurrte und versuchte sich befreien.

Doch jetzt hatte Draco die Oberhand und jetzt war es Draco, der Harry gegen die Wand drängte. Nur, dass Draco anders als Harry nicht mit diesem reden wollte. Stattdessen senkte er seine Lippen auf Harry's, hart und grob und zwang den Schwarzhaarigen beinahe dazu, diesen Kuss zu erwidern, bewegte seine Lippen unaufhörlich gegen Harrys.

Und Harry's Wille war viel zu schnell gebrochen. Er nahm hin, dass Draco seine Handgelenke zwischen ihnen umklammert hielt und erwiderte den Kuss mit feuriger Leidenschaft.

Diesmal war da keine Angst oder Trauer, diesmal waren sie wütend. Sie beide waren so unglaublich wütend auf so viele Dinge und Harry konnte diese Wut in ihrem Kuss spüren, in der Art, wie Draco Harry's Hände festhielt und ihn immer noch gegen die Wand presste.

Ihre Lippen glitten fahrig übereinander, als könnten sie einander jeden Moment wieder verlieren und sie beide keuchten atemlos in diesen Kuss hinein.

In diesem Moment wollte Harry nichts mehr als Draco. Nur Draco, genau so wie er war, vollkommen und mit Haut und Haar.

Er versuchte noch einmal, seine Hände zu befreien und nun schien es Draco ungefährlich, denn er ließ sie los. Und während Harry die neugewonnene Freiheit seiner Hände dazu nutzte Draco’s Rücken zu umschlingen und ihre Körper aneinander zu pressen, nutzte Draco seine Hände nun dazu erneut durch Harry's Haar zu fahren.

Ungeduldig und rastlos. Sie trieben beide gegeneinander, wollten mehr, wollten alles aus dem anderen heraus holen und als Harry Draco in die Lippe biss, löste dieser sich für einen Moment von ihm. Er lehnte seine Stirn gegen Harry's und sie keuchten einander ins Gesicht.

„Ich will Dich“, gestand Draco mit rauer Stimme und Harry wusste, dass er es wollte. Er konnte es in Draco's Augen lesen und er konnte spüren, wie die Erregung des Blonden schon die ganze Zeit gegen Harrys drückte.

Statt einer Antwort küsste Harry Draco erneut, packte ihn im Nacken und presste ihre Münder aufeinander, als wollten sie ineinander verschmelzen. Dann löste er sich wieder von dem Blonden, fuhr mit der Hand im Nacken dessen Schulter und Arm entlang nach unten und umfasste seine Hand.

„Komm mit“, war das Einzige, was Harry sagte.

                             ...~oOÖOo~...

Der Raum der Wünsche gestaltete sich für Harry und Draco wie ein einziges, großes Schlafzimmer mit dem größten Bett, das Harry je gesehen hatte.

Harry ließ Draco keine Zeit, sich groß umzusehen, denn als die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel und nur noch die Fackeln an den Wänden ihnen schummriges Licht spendeten, packte er Draco erneut und zog ihn an sich und in einen leidenschaftlichen Kuss hinein.

Während sie einander küssend auf das Bett zu stolperten, begann Draco Harry's Hemd Stück für Stück aufzuknöpfen. Er schob es dem Schwarzhaarigen von den Schultern und dieser griff an Draco's Pulloversaum, zog ihm diesen über den Kopf, als sie ihren Kuss kurz unterbrachen.

Harry's Hemd lag irgendwo am Boden und Draco's Pullover warf Harry jetzt ebenfalls auf den Boden, achtlos, denn nur der Blonde selbst war wichtig. Draco ließ sich hinab sinken, als er das Bett in seinen Kniekehlen spürte und schob sich ein Stück darauf, unterbrach kurz den Kuss, doch Harry folgte ihm augenblicklich und eroberte Draco's Lippen sofort wieder zurück

Harry legte sich auf Draco, ihre nackten Oberkörper berührten sich, wärmten einander und ließen einander gleichzeitig erschaudern. Nun war es Harry, der mit seinem Händen in Draco's Haar fuhr, dessen Strähnen durch seine Finger gleiten ließ. Draco's Hände waren auf Harry's nacktem Rücken, streichelten ihn, auf und ab, auf und ab und dann ließ Draco seine Hände unten verweilen, um sie nach vorne an Harry's Gürtel wandern zu lassen.

Das Klirren der Schnalle war zu hören, als Draco diesen öffnete. Mit flinken Fingern waren auch schnell Knopf und Reißverschluss geöffnet. Harry wollte es sich nicht nehmen lassen dasselbe bei Draco zu tun und setzte sich daher vorsichtig auf.

Als er sich auf Draco's Hüften zurück setzte stöhnte dieser kehlig auf, weil Harry dessen Erregung unter sich begrub und Harry fuhr ein Schauer über den ganzen Körper, als er diese Härte an seinem Hintern spürte.

Schnell öffnete er Gürtel, Knopf und Reißverschluss an Draco's Hose und dann glitt Harry von Draco hinunter, um sich seine Hose von den Beinen zu streifen. Es gab nicht eine Sekunde, in der er zögerte, weil er sich schämen könnte. Da waren keine Bedenken wegen irgendwas. Für Harry gab es nur Draco und nur diesen Moment und alles andere war egal.

Dem Blonden schien es genauso zu gehen, denn auch er war aufgesprungen, um sich seiner Hose zu entledigen. Als sie beide endlich vollkommen nackt waren, war es, als würden sie magnetisch angezogen. Sie flogen aufeinander zu und ihre Lippen fanden sich sofort wieder, verfielen wieder in einen so tiefen, leidenschaftlichen und verzehrenden Kuss.

Diesmal war es Draco, der Harry an den Rand des Bettes schob und Harry, dessen Beine nachgaben und der hinauf kroch, an Draco's Lippen blieb, als er dies tat.

Draco lehnte über Harry, die Hände rechts und links von dessen Kopf abgestützt und küsste ihn gierig. Zwischen ihnen verlangten ihre Erregungen nach Aufmerksamkeit und Harry wollte nichts lieber tun, als sich dem zuzuwenden.

Er umfasste Draco's Gesicht und löste sich langsam aus ihrem Kuss, entschleunigte die Sache. Er sah Draco von unten herauf an und begegnete dunklen, weich schimmernden grauen Augen. „Möchtest Du -“, begann Harry, da rollte sich Draco neben Harry und zog an dessen Hand. Harry kroch schleunigst über Draco und schwebte nun über diesem, sah ihm tief in die Augen.

„Ich möchte es so“, sagte der Blonde, „wenn Du das auch willst.“ Harry nickte. Dann schluckte er schwer. Das hier war auf mehreren Ebenen etwas besonders. Es war besonders, weil es mit Draco war. Es war besonders, weil es das erste Mal mit Draco war. Es war aber auch besonders, weil es generell Harry's erstes Mal war.

Draco schien Harry anzusehen, dass er gerade kurz in Gedanken war. „Es ist das erste Mal für mich“, gestand Harry dann. Er schwieg kurz. „Also, das erste Mal überhaupt. Mein erstes Mal“, erklärte er näher und lächelte dann etwas unsicher. „Für sowas war in meinem Leben bisher nie Zeit.“

Draco lächelte breit und zog Harry zu einem Kuss zu sich heran. Und diesmal war es nicht feurig und wild und ungezügelt. Dieser Kuss war rein und sanft und unendlich zärtlich. „Das ist es für mich auch“, gestand Draco und Harry's Herz, das eh schon raste wie verrückt, machte einen Satz. Es würde also für sie beide das erste Mal sein. Harry schluckte erneut. Nervös war er allemal.

„Wir brauchen noch -“, begann Harry und sah sich kurz um, da gab es ein leises Plopp und kaum, dass er es gedacht hatte, fiel ein verpacktes Kondom neben ihm auf das Bett. Direkt daneben landete eine Packung Gleitgel. Draco grinste ihm kurz zu, dann griff er nach dem Kondom, riss die Verpackung auf und Harry setzte sich auf, seine Kehrseite genau vor Draco's Erregung. Dieser atmete zischend ein und begann dann das Kondom über Harry's Penis zu rollen.

Harry atmete schwer, vor Aufregung und Erregung und er sah an Draco's geröteten Wangen und dessen großen, offenen Augen, dass er ebenso aufgeregt war. „Du bist sicher, dass Du das willst?“, fragte Harry noch einmal nach und strich Draco sanft eine Strähne aus der Stirn.

Draco nickte. „Absolut“, bestätigte er und auch Harry nickte kurz, bevor er ein wenig von dem Gleitgel auf seinen Penis gab und dann soweit nach hinten rückte, dass Draco seine Beine neben Harry's Hüfte legen konnte.

Harry packte die Fußgelenke des Blonden und streckte seine Beine in die Höhe, rutschte näher an ihn heran und positionierte sich vor dem Eingang des Blonden. Dann atmete er tief ein und aus und schenkte Draco ein nervöses Lächeln, welches dieser erwiderte. Harry sah ihm fest in die Augen, als er langsam begann in den Blonden einzudringen.

Dieser kniff kurz die Augen zusammen, legte den Kopf leicht in den Nacken und ließ seine Augen dann geschlossen, die Stirn gerunzelt, aber er hielt Harry nicht auf. Dieser blieb vorsichtig und behutsam und atmete tief aus, als er ganz in Draco war. Wow. In diesem Moment passierten so viele überwältigende Dinge gleichzeitig für Harry, dass er nicht wusste, worüber er zuerst nachdenken sollte.

Und somit entschied er sich, an nichts davon zu denken, sondern Draco einfach anzusehen, der nun langsam wieder die Augen öffnete. „Okay“, hauchte er dann in die Stille hinein, „beweg Dich.“

Und Harry tat, was Draco wollte, zog sich zum ersten Mal fast ganz aus ihm zurück und drang dann langsam wieder in ihn ein. Erneut schloss Draco die Augen, die Augenbrauen zusammen gezogen. Auch wenn dieses Erlebnis für Harry gerade einfach nur der absolute Wahnsinn war und sich niemals etwas so gut angefühlt hatte wie das Gefühl, sich in Draco zu versenken, konnte er doch sehr gut verstehen, dass das Eindringen gewöhnungsbedürftig war.

Doch Draco war, wie er war und als er beim nächsten Mal die Augen aufschlug und Harry ansah, forderte er mehr von ihm. Harry bewegte sich etwas schneller, zurück und wieder vor. Diesmal blieben Draco's Augen offen und unaufhörlich auf Harry gerichtet.

Und schon bald begannen sie ihren eigenen Rhythmus zu finden, sanft und lieblich, bis Draco immer mehr und mehr forderte und Harry nur allzu bereit war mehr zu geben. Vorher waren es sanfte Wellen gewesen, die das Ufer umspülten, doch jetzt waren es gewaltige Wellen, die sich an den Küsten brachen und alles, was Harry wahrnahm, war das Klatschen von seiner Haut auf Dracos, das Stöhnen des Blonden und sein eigenes, Harry's Hände, die neben Draco's Hüfte auf dem Bett platziert waren und die dieser umschloss.

Ihr Orgasmus kam überwältigend, wie diese eine riesige Welle, die einen nieder riss und mit sich davon zog. Während Harry sich in Draco's ergoss kam dieser auf seinen Bauch und sie schrien und stöhnten den Namen des Anderen in vollkommenem Einklang.

Noch immer in Draco lehnte Harry sich vor, vollkommen erschöpft und so glücklich wie nie in seinem Leben. Er küsste Draco's Lippen sacht und sah ihm dann in diese wunderschönen grauen Augen, die ihn anstrahlten.

„Ich muss das von vorhin zurück nehmen“, sagte Harry und Draco sah ihn überrascht an. „Ich bin schon längst unten angekommen. Und absolut verliebt in Dich.“

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Uuuund?
Wer hat damit gerechnet?
& wer hat es insgeheim gehofft, aber nicht dran geglaubt? :D
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