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Die Chance deines Lebens

von feldhasii
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Jeremy Renner OC (Own Character)
30.04.2020
10.01.2021
13
15.791
6
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Dieses Kapitel
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30.04.2020 1.348
 
Hallo ihr Lieben,
das ist meine erste FF. Begonnen hab ich vor ca. 2 Jahren und irgendwie ist mir die Idee im Traum gekommen. Jetzt erst hab ich den Mut gefunden mal auf "Veröffentlichen" zu klicken.
Ich würde mich wirklich über Reviews freuen einfach um einschätzen zu können ob euch mein Stil gefällt :) Bis jetzt sind ca 16 Kapitel geschrieben.

Lg
Hasii

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´So heute ist es endlich soweit. Nach fast einem halben Jahr, haben Simone und ich gemeinsam Nachtdienst. Hoffentlich geht alles gut und wir können in Ruhe plaudern. ´, dachte sich Beatrice am Weg in die Arbeit. Ihr Ziel war eines der führenden Krankenhäuser in Sachen Unfallchirurgie und Prävention. Seit einem halben Jahr arbeiteten sie und ihre beste Freundin Simone auf derselben Station als Krankenschwestern. Kennengelernt hatten sich beide in der Krankenpflegeschule und seitdem waren sie unzertrennlich. Nachdem die Einschulungsphase nun vorbei war, wurden sie gemeinsam auf die Patienten losgelassen.

Eine halbe Stunde vor Dienstbeginn traf Bea auf ihrer Station ein und wurde vom erleichterten Tagdienst empfangen. „Gott sei Dank bist du endlich da. Heute war mal wieder ein ganz schrecklicher Tag. 7 Aufnahmen, die lieber gestern als heute schon im OP verlangt wurden. Dann noch unentspannte Ärzte und eine Visite die sich über 2 Stunden gezogen hat. Hoffentlich wird eure Nacht ruhiger.“, meinte ihre, eigentlich immer gestresste, Kollegin Maria. In dem vergangenen letzten halben Jahr hatte Bea gelernt nichts auf solche Aussagen zu geben. Jeder empfand Stress anders und jeder ging mit Stress anders um. „Ja das hoffe ich auch. Immerhin ist es mein erster Nachtdienst mit Si. Wir haben schon große Pläne geschmiedet. Wir wollen Essen bestellen und uns einen oder zwei Filme anschauen, wenn es die Zeit zulässt.“, entgegnete Bea mit einem Lächeln im Gesicht. In Ruhe verstaute sie ihren Laptop und die dazugehörigen DVDs in ihrem Spind und begann vorzuarbeiten. Infusionen mit verschiedenen Medikamenten mussten gerichtet werden und einige andere organisatorische Dinge wurden erledigt. 5 Minuten vor der Dienstübergabe traf Simone mit einem geheimnisvollen Lächeln im Gesicht ein. „Na, warum so glücklich? Maria hat bereits gesagt, dass der Tag eine Katastrophe war.“ „Ach, das wirst du noch früh genug erfahren. Ich habe heute einen guten Tag und nichts kann meine gute Laune trüben. Außerdem habe ich bei der Chefin um Urlaub angesucht und den habe ich heute bestätigt bekommen.“, grinste Simone. Irritiert von der guten Laune ihrer besten Freundin, vergaß Bea genauer nachzufragen warum Simone wirklich so gut gelaunt war. Nach der Dienstübergabe bestellten die 2 Freundinnen italienisches Essen für 22 Uhr auf die Station und erledigten ihre Arbeit. Im Gegensatz zu dem Tagdienst waren die meisten Patienten zufrieden und wünschten Bea einen ruhigen Nachtdienst. ´Wusste ich es doch. Es hat zum Teil auch mit der eigenen Einstellung Stress gegenüber zu tun. Je ruhiger man den Patienten gegenüber ist, umso ruhiger sind die Patienten. ´, fand Bea. Fast zeitgleich mit Simone wurde sie mit ihrer Abendrunde fertig und gemeinsam nahmen die 2 Krankenschwestern ihr Essen entgegen. „Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen?“, fragte Bea. Si nickte und in friedlicher Stille erledigten beide ihre Arbeit um dann gegen 23 Uhr zu essen. Nach einer Kontrollrunde um Mitternacht machten es sich die beiden besten Freundinnen gemütlich und schalteten den Laptop ein. „Welchen Film hast du denn mitgenommen. Hoffentlich einen der uns beiden gefällt und nicht wieder so einen Horror-Streifen. Nach dem Letzten konnte ich wochenlang nicht schlafen. Patrick musste hinter jede Tür schauen ob sich da eh kein Mörder versteckt.“, meinte Simone. Patrick war Simones langjähriger Freund, eine Schlaftablette und notorische Spaßbremse was Unternehmungen betraf. Somit war es kein Wunder, dass sich Bea und Patrick nicht besonders gut leiden konnten. Bea war ein unternehmungslustiger und spontaner Mensch und Spontanität war Patrick sowieso ein Fremdwort.

„Nein, ich habe daraus gelernt. Der Film könnte dir glaub ich gefallen. Es geht um Superhelden. Naja, eigentlich geht es um einen Superhelden. Keine Ahnung ob du schon mal von ´Thor´ gehört hast. Ein ziemlich attraktiver Australier spielt die Hauptrolle und ein noch attraktiverer Brite spielt den Bösewicht.“, antwortete Bea. Ein wissendes Grinsen huschte über das Gesicht ihrer Freundin. Simone wusste über die Vorliebe ihrer besten Freundin Bescheid, was australische bzw. britische Schauspieler und Superheldenfilme betraf. Gemeinsam schauten sie den ersten Teil von ´Thor´ und plötzlich pausierte Simone den Film und fing an den Bildschirm anzustarren: „Ja, Chris Hemsworth ist ganz ok und Tom Hiddleston auch, aber wer ist denn dieser Typ?“ Ganz verwirrt über den plötzlichen Gefühlsausbruch ihrer Kollegin brauchte Bea eine Zeit um zu realisieren was Si von ihr wollte. „Welcher? Der da mit Pfeil und Bogen? Das ist Hawkeye, gespielt von Jeremy Renner. Der ist aber nicht so interessant, schau dir lieber Thor und Loki an. Hawkeye hat in diesem Film nur eine kleine Rolle, eigentlich hat er auch im ersten Teil der ´Avengers´-Reihe nur eine kleine Rolle. Aber ich will mal nicht zu viel verraten, vielleicht reicht die Zeit noch und wir können uns den ersten Teil anschauen.“, antwortete Bea geistesabwesend. Anscheinend zufrieden mit der Aussage schauten sich die beiden den Film fertig an und nach einer kurzen Unterbrechung von einigen Patientenglocken, legten sie den ersten Teil der ´Avengers´-Reihe ein.  Mittlerweile war es 3 Uhr und Bea und Si konnten kaum noch ihre Augen offenhalten. Daher beschlossen sie den Film abzuschalten und sich erneut nützlich zu machen. Sie füllten die Medikamentenschränke auf und fingen an alles für den Tagdienst vorzubereiten. Als sie es sich erneut gemütlich machen wollten, zerriss das Läuten des Telefons die Stille und kündigte eine Aufnahme an. Aufnahmen in der Nacht waren nichts Besonderes, jedoch um 4 Uhr in der Früh konnte man sich Schöneres vorstellen als eine Aufnahme zu bekommen.

Gemeinsam versorgten sie den Patienten, welcher sich eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte und konnten schließlich um 5 Uhr mit dem Richten der Infusionen beginnen. Pünktlich um 7 Uhr in der Früh versammelten sich die Kollegen vom Tagdienst im Sozialraum und Bea und Simone fingen mit der Dienstübergabe an. Eine halbe Stunde später gingen beide gemeinsam aus dem Krankenhaus raus und machten sich auf den Heimweg. Nachdem Simone mit ihrem Freund Patrick zum Frühstücken verabredet war, trennten sich die Wege der Freundinnen nach wenigen Metern. „Ich wünsche dir einen guten Hunger und lass dich dieses Mal von Patrick einladen. Hin und wieder soll auch er bezahlen, nachdem du schon für den Großteil der Wohnung aufkommst.“, meinte Bea. Patrick war nicht nur eine Spaßbremse, er war auch noch ein gigantischer Geizhals. Simone musste den Großteil der Miete alleine zahlen und für die wöchentlichen Einkäufe war auch sie zuständig. Bea konnte die Unterwürfigkeit ihrer besten Freundin nicht verstehen, Si war eigentlich eine selbstständige, junge Frau, die sich von niemandem etwas sagen ließ. Doch sobald Patrick in der Nähe war, verwandelte sie sich in ein kleines Mädchen, dass nicht für sich selbst sorgen konnte und abhängig war von ihrem Freund. Mit einem verärgerten Blick antwortete Si: „Bitte nicht schon wieder dieses Thema Bea. Du weißt, dass Patrick sehr viel für mich macht und da ist es wohl nicht zu viel verlangt, dass ich den Haushalt schmeiße und mich um das leibliche Wohl kümmere. Außerdem hat er derzeit einige Probleme in der Arbeit. Es werden Stellen abgebaut und darum arbeitet er jeden Tag länger um seinen Chef von seinen Qualifikationen zu überzeugen.“ Um keine weitere Diskussion zu provozieren verabschiedeten sich die beiden voneinander und machten sich auf die jeweiligen Heimwege.

1 Stunde später kam Bea übermüdet und noch immer verärgert nach Hause und versuchte sich für einige Stunden hinzulegen. Dies gelang ihr eher schlecht als recht. Gegen Mittag schreckte sie aus einem verstörenden Traum wieder auf. Sie träumte, dass sie in Midgard gefangen war und die Dunkelelfen ihre Stadt erobern wollten. Verwirrt von ihrem Traum machte sie sich eine gedankliche Notiz, dass Superheldenfilme in nächster Zeit wohl eher nicht mehr in der Nacht geschaut werden sollten, sondern dann, wenn es draußen hell ist und sie zu Hause war. Den restlichen Tag verbrachte sie mit dem Aufräumen ihrer Wohnung und sich gedanklich schon auf den nächsten Dienst einzustellen. Gott sei Dank, hatten Si und sie sich das kommende Wochenende zwei Nachtdienste eingeteilt.
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