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I Don’t Wanna Die

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Albus Dumbledore Gellert Grindelwald
30.04.2020
30.04.2020
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Titel: I Don’t Wanna Die
Fandome: Phantastische Tierwesen
Rating: P18 Slash
Genre: Romanze | Drama
Charaktere: Grindelwald x Dumbledore
Status: One-Shot
Song: I Don’t Wanna Die  by Hollywood Undead




I Don’t Wanna Die



Der Knall des Donners ließ jeden erschrocken hochfahren, der bis eben tief geschlafen hatte. Im Schloss war es ansonsten ruhig, still, denn alle waren auf ihren Zimmern. Alle? Nein. Eine Gestalt saß vor einem hohen, alten Spiegel, betrachtete dessen Spiegelung nachdenklich, doch es war nicht sein eigenes Spiegelbild, das er betrachtete, es war das Abbild eines anderen. Eines Fremden? Er wusste es nicht. Früher hatte er diese Person besser gekannt, als sich selbst; zumindest hatte er das geglaubt. Nun aber, fragte er sich, was überhaupt echt gewesen war, an allem, was er knapp zwei Monate lang gehabt hatte. Oder geglaubt hatte, zu haben.


I don't wanna die,
I don't wanna die,
I don't wanna die
So you're gonna have to


Albus wusste, dass er diesem Krieg nicht mehr aus dem Weg gehen konnte. Der Krieg steuerte unausweichlich auf sein großes Finale zu und nach diesem Kampf, würde nur mehr einer stehen, der andere fallen. Vernichtend geschlagen. In Albus Herz rührte sich schon lange nichts mehr. Es war kalt, taub, schlug nicht mehr. Denn jener, dem er es geschenkt hatte, hatte es zerstört. In Millionen Scherben zerschlagen. Und das mit einem einzigen Wort, einem einzigen Blick, einem einzigen Fluch, einer einzigen Bewegung.

Er und Grindelwald schienen Milliarden an Lichtjahren voneinander entfernt zu sein. Ihr gemeinsamer Weg hatte sich gespalten. Während Albus von dem grau ins helle Licht geschritten war, hatte Grindelwald die Dunkelheit verschluckt.
Albus legte zitternd eine Hand auf den Spiegel, beugte den Kopf nach vorne und atmete schwer ein und aus. Es schien ihm, als würde man die Luft aus seinen Lungen pressen, ihn langsam ersticken lassen, mit jedem Herzschlag.


I don't wanna die,
I don't wanna die,
No I don't wanna die
So you're gonna have to


Albus hob den Blick, sah in den Spiegel, in dem er Grindelwald sah, wie dieser ihn aus kühlen Augen anblickte, die Arme hinter dem Rücken haltend. Sein Blick hatte etwas Herablassendes, Kühles. Fast so, als wollte er sagen: „Du wirst mich niemals schlagen können. Ich bin stärker als du, besser als du. Mächtiger als du. Du hast verloren. Du wirst alles verlieren. Weil du nicht gegen mich kämpfen kannst. Weil du mich verraten hast.“

In Albus Augen bildeten sich Tränen, als Grindelwalds Stimme erklang. So warm, so, wie er früher immer mit ihm geredet hatte, wenn sie sich verliebt ansahen. „Es hätte nicht so weit kommen brauchen. Das alles hier hätte vermieden werden können. Es müsste keine Toten geben, wenn du damals den richtigen Weg eingeschlagen hättest. Den Weg, an meiner Seite. Wenn du nicht gegangen wärst. Dich nicht gegen mich gewandt hättest. Verräter.“
Waren die ersten Worte weich, so wurden die nachfolgenden immer kühler, schneidender. Und das letzte Wort, war wie eine Klinge, die man tief in Albus Herz trieb.

Dieser sackte vor dem Spiegel auf die Knie, seine Hand rutschte an dem Spiegel nach unten, sein Kopf sackte nach vorne und er kniff die Augen zusammen, während die Tränen erschreckend heiß auf seiner eiskalten Wange brannten.


Blood is getter hotter
Body's getting colder
I've told you once,
I'm the only one who holds her


Albus blickte auf seine Hand, wo er noch immer die leichte Narbe sah, die von seinem und Grindelwalds Blutpakt herrührten. Er lächelte verzweifelt, zog seinen eigenen Zauberstab und schwang ihn über der Narbe. Sofort brach diese wieder auf und Blut, heiß und warm, voller Leben, floss über seine Hand und tropfte zu Boden. Die Verzweiflung zerriss ihn in Millionen Scherben. Sein Herz setzte ein paar Takte lang aus und Albus wünschte sich, es würde einfach nicht mehr weiter schlagen. Denn er wusste, dass es nur einen Weg gab: Er musste gegen seine große Liebe kämpfen. Und er würde nicht derjenige sein, der in diesem Kampf unterlag. Denn wenn er das wäre, so wären alle verloren. Nein.


Er würde nicht der sein, er sterben würde.
Er würde der sein, der leben würde.


I don't wanna die,
I don't wanna die,
I don't wanna die
So you're gonna have to


Grindelwald musste es sein. Auch wenn Albus dabei seelisch starb, während sein Körper zurückblieb, es ging nicht anders. Grindelwald musste aufgehalten werden. Egal zu welchem Preis.
-Früher liebte ich dich, nun, muss ich dich töten, wenn ich die Welt vor dir retten will. Vor unseren gemeinsamen Plänen, von denen ich abgekommen bin, während du dich in der Dunkelheit verloren hast.-

Albus blickte wieder auf seine Hand, in der sich ein kleiner See an Blut gebildet hatte, der, als er seine Finger leicht spreizte, zu Boden tropfte. Wenn man ihm einmal gesagt hatte, wie sehr liebe schmerzen konnte, so hätte er sofort gesagt, dass er sich niemals verlieben würde. Doch dann, war Gellert Grindelwald in sein Leben getreten. Der blondhaarige Junge mit den zweifarbigen Augen und dem Lächeln auf den Lippen. Mit der Mystischen, kraftvollen Ausstrahlung, wie sie Albus noch niemals begegnet war. Er hatte bereits bei seinem ersten Aufeinandertreffen mit ihm, in ihm eine Kraft gespürt, die so gewaltig war, dass sie ihm den Atem raubte. Eine Kraft, Macht, die ihres gleichen suchte.


Und nur Albus hatte diese ihm geben können.
Sie waren einander ebenbürtig gewesen.
Gleich an Macht und messerscharfen, brillanten Verstand.
Einander gleich an Vorstellungen und Idealen.
Gleich an Magie und in ihrem Herzen.


I look inside of myself,
And try to find someone else
Someone who's willing to die,
Instead of watching you cry for help.
I know that blood will be spilled,
And if you wont, then I will.
My grave will never be filled,
It's either kill or be killed.
So let heaven be told,
That some may come some may go,
Where I'll end up, I don't know.
But I ain't dying alone,
I keep on asking the question,
"Can I be saved by confession?"
You see this blood on my hands at least there's no reaching to Heaven.
I got to pick up the pieces,
I got to bury them deep
And when you look into my eyes
I'll be the last thing you see


Albus wusste, dass er, auch wenn er diesen Kampf gewinnen sollte, trotzdem sterben würde. Ja, er würde den Tod finden und wenn nicht körperlich, dann zumindest seelisch. Einer von ihnen beiden würde den Himmel erreichen, der andere zurückbleiben, mit einem erkalteten Herzen, gebrochen, zersplittert. Einer von beiden würde Blut vergießen, die Frage war bloß: Wer und wessen Blut würde es sein?
Albus wusste, dass wenn er sterben würde, sodass er nicht alleine ginge. Er würde Grindelwald mit sich reißen, koste es, was es wolle. Er würde nicht zulassen, dass er weiterhin die Welt terrorisierte.
Ihre Welt. Eine Welt voller Magie und Wunder, geboren im Licht, umgeben von den ewigen Schatten der Dunkelheit.

Ein Blitz jagte über den Horizont, ein Donner erklang. Der Regen schlug gegen die hohen Fenster, ließ Albus den Blick allerdings nicht abwenden. Noch immer sah er Grindelwald vor sich stehen, die kalten Augen auf ihn gerichtet. Wo war die Liebe, die Wärme hin, die er früher in ihnen sah? Die sie erstrahlen ließen, wie Sterne am Nachthimmel, voller Hoffnung auf eine bessere Welt? Sie waren erloschen. In jenem Moment, indem Albus mit ihm brach und Grindelwald sich verraten fühlte.
Nun glänzten sie voller Hass und Zorn, Verzweiflung, Verrat und Dunkelheit.
Albus wusste, dass er für das Erlöschen des Lichtes verantwortlich war. Doch was hätte er tun sollen? Seine Schwester war gestorben, sein Bruder gefoltert worden. Erst in diesem Augenblick war ihm klar geworden, dass ihr Weg, sie unwiederbringlich in die Dunkelheit und der Dunklen, Schwarzen Magie trieb. Dass es daraus kein Zurück mehr gab und das ihr Weg, der Falsche war.

Dass er unglaubliche Massen an Blut, Schmerz, Leid und Verzweiflung über alle bringen würde. War es das wert? Für ihren gemeinsamen Traum?
In diesem Moment war Albus Dumbledore aufgewacht. Hatte erkannt, wohin sie ihr Weg wirklich trieb. Er wollte Grindelwald noch festhalten, ihn wachrütteln, doch nachdem seine Schwester tot am Boden lag, und sich Albus Trauer, Verzweiflung und Zorn in einem Schrei entlud, war Grindelwald verschwunden, ohne die geringste Spur zu hinterlassen.
In den nächsten Tagen hatte Albus mich sich gerungen, ihn zu suchen, doch niemand, den er fragte, hatte gewusst, wohin der Blondhaarige verschwunden war.

Es war still geworden und erst viele Jahrzehnte später, hatte Albus wieder etwas von ihm gehört. Von blutigen Kämpfen, Toten und Verletzten. Grindelwald hatte eine Schneise der Zerstörung gezogen, hatte sich komplett in seinen wahnhaften Ideen verloren.


Albus wusste, dass ihm dieser Kampf alles abverlangen würde. Er hatte zwar nicht vor zu sterben, doch wer wusste schon, wie dieser Kampf zweier Giganten, ausging? Niemand. Er würde am Ende Blut an den Händen kleben haben und wenn Grindelwald in seine Augen sehen würde, wäre er das letzte, was er sehen würde.


I don't wanna die,
I don't wanna die,
I don't wanna die
So you're gonna have to.
I don't wanna die,
I don't wanna die,
No I don't wanna die
So you're gonna have to.


Albus presste die Lippen hart aufeinander. Wie hatte es nur so weit kommen können? Wann war aus Liebe, Nähe, Vertrauen, Wahnvorstellungen, Größenwahn und Hass geworden? Was hatte er nicht mitbekommen oder war er blind dafür gewesen, weil er Grindelwald so geliebt hatte? Wollte er die Anzeichen einfach nicht sehen, die auf jenen dunklen Weg hinwiesen, der auf sie zu kam? Albus sank vor dem Spiegel auf die Knie, blickte weiterhin in ihn und sah Grindelwald, wie er da stand, ihn anblickte, mit Augen, in denen er sich verlor. Sein Herz schmerzte. Wie sollte er diesen Krieg nur gewinnen? Wenn er nicht selbst sterben wollte, so musste er ihn mit allem, was er hatte, bekämpfen. Doch konnte er das?

Die Liebe seines Lebens so hart bekämpfen?
Vielleicht sogar töten?

-Was heißt vielleicht, es läuft alles darauf hinaus.-
Albus schloss die Lider. Atmete tief durch.


Words turned into blood, and the blood keeps on pouring,
From every pour I wipe it up, cause this just could be the moment
Now someone gotta die and now my only opponent
'Cause I won't watch my baby cry,
So I keep on just going.
Am I a man or a beast,
Its mother nature at least
Watch humanity cease,
Cause it's our human disease.
You got to kill when you gotta kill,
Yeah that's what they say.
And I can't go against God's will,
You better pray
'Cause I'm an angel, a demon.
Yeah I'm hell and I'm heaven
I'm everything you couldn't be, now you believe in the devil.
I got to pick up the pieces, I got to bury them deep
And when the dirt hits the coffin
Just go to sleep.


Als er die Augen wieder öffnete, stand eine Härte in ihnen geschrieben, die niemand von ihm kannte. Aber keiner hatte gesehen, was er gesehen hatte. Keiner gefühlt, was er gefühlt hatte und niemand wusste um die tragische Wahrheit, die ihn umgab.
-Ich hätte das alles verhindern können. Ich sah die Anzeichen damals schon, aber ich wollte sie nicht wahrhaben. Und aus diesem Grund, muss ich dich nun mit aller Härte bekämpfen.-
Albus streckte seine Hand abermals nach dem Spiegel aus, berührte ihn mit den Fingerspitzen – und brachte mit seiner Magie, den Spiegel zum Bersten. Ein silberner Schauer an Splitter regnete zu Boden, blieb leise klirrend vor ihm, auf dem Boden liegen. Albus blickte ihnen hinterher, wie sie zu Boden fielen, während sich tief in ihm, nichts mehr regte. Er hatte seine Entscheidung getroffen.


I don't wanna die,
I don't wanna die,
I don't wanna die
So you're gonna have to.
I don't wanna die,
I don't wanna die,
No I don't wanna die
So you're gonna have to.


Albus glaubte nicht an Dinge wie Schicksal, doch wenn es so etwas wirklich geben sollte, dann war es unglaublich grausam. Hatte das Schicksal sie einst zusammen gebracht, nur um sie dann zu entzweien und Jahrzehnte später, wieder zusammenzuführen? Nur dieses Mal auf dem Schlachtfeld?

Albus Lippen verzogen sich zu einem bitteren Lächeln. Er kniete sich auf den Boden und betrachtete den feinen Staub. Er wusste, dass dieser Spiegel sich wieder erneuern würde. Er war mit der Magie des Schlosses verbunden, solange das Schloss existierte, würde auch der Spiegel existieren. Albus war klar, dass er ihm einfach fernbleiben konnte. Doch egal wie sehr er sich auch dagegen währte, egal wie sehr er auch wusste, dass es nicht gut für ihn war, es zog ihn immer wieder hier her, in diesen Raum, von dem kaum jemand wusste. Stundenlang hatte er vor dem Spiegel gesessen, hatte angesehen, was er ihm offenbarte. Sein größtes Begehren. Grindelwald.
Albus stieß einen leisen Laut aus, der irgendwo zwischen Verzweiflung, Hass und Sehnsucht angesiedelt war. Auch nach so vielen Jahren war er niemals ganz über ihn hinweg gekommen.


Blood is getter hotter
Body's getting colder
I've told you once,
I'm the only one who holds her
I don't wanna die,
I don't wanna die,
I don't wanna die


Albus spürte wie sein Blut heiß durch seine Adern rauschte. Es schien in seinen Adern zu kochen, während er eine eisige Kälte spürte, die durch seinen Körper kroch. Für einige Minuten lang, gab er sich seinen Träumen hin. Träume aus einer Zeit, in der noch alles in Ordnung war. Träume, von denen er sich so sehr wünschte, sie würden Wirklichkeit werden. Doch Albus Dumbledore war kein Narr. Er wusste, dass diese Träume genau das waren – Träume. Niemals würden sie wahr werden, niemals würde er sie greifen können.
Hart presste er die Lippen aufeinander.


Er hatte immer gewusst, dass der Tag des Kampfes kommen würde. Er hatte gewusst, dass er, der einzige war, der sich Grindelwald in den Weg stellen konnte. Auch wenn er das nie gewollt hatte. Der Blutpakt hinderte ihn nun nicht mehr mit Magie daran, er hatte ihn vor wenigen Tagen vernichtet, geschafft, das Band welches er einst mit Grindelwald zusammen geschaffen hatte, zu vernichten. Nun gab es nichts mehr, dass ihn am Kampf hinderte. Und gerade die letzte Auslöschung eines Dorfes hatte ihm nur wieder vor Augen geführt, dass er nun handeln musste.

Töten oder getötet werden, hieß es nun, aber Albus war nicht bereit zu sterben. Nein, er würde der Richter sein, auch wenn er das nicht sein wollte. Es gab einfach keinen anderen Weg.


Now that I see
I see you buried
Six feet below.


Er selbst sah sich bereits auf Grindelwalds Grab stehen, wie er, Meter unter ihm, begraben lag. Aber … konnte er das wirklich? Ihn einfach so umbringen? Ein anderer Gedanke kam ihm wieder in den Sinn, einer, der nicht direkt seinen Tod zur Folge hatte: Grindelwald, gefangen in seinem eigenen Gefängnis auf Nurmengard. Es war nur eine Idee, die Albus immer wieder kam, ein Weg, wie er seinen Tod vermeiden konnte.
Denn egal wie sehr er Grindelwald auch für all das hasste, was er ihm angetan hatte, was er der Welt angetan hatte, so war da doch noch immer der kleine Rest in ihm, der ihn liebte. Der hoffte, dass Grindelwald eines Tages bereuen konnte. Und diese Chance konnte er nur bekommen, wenn er am Leben blieb. Und was war demütigender für einen Zauberer, als wenn er in seinem eigenen Gefängnis, das er für andere erbaut hatte, eingesperrt wurde?


Another life, goes into the night.
I couldn't let him breathe,
'Cause I didn't wanna die


Albus war klar, dass er davor noch jene aus dem Weg räumen musste, die treu zu Grindelwald und seinen Idealen standen. Dass er sich den Weg zu Grindelwald vermutlich erst freikämpfen musste, bei dem Hexen und Zauberer mit dem Leben für etwas bezahlen mussten, dass sie kaum verstanden, war tragisch, aber nicht zu ändern. Wenn sie Albus freiwillig aus dem Weg gingen und ihre Zauberstäbe sinken ließen, so war er bereit, Gnade walten zu lassen, wenn sie sich ihm allerdings in den Weg stellten, dann musste er sie bekämpfen. Ob sie dabei Starben oder nicht, lag dann nicht mehr in seiner Hand, sondern hing von den Zaubern und Flüchen eines Duells ab.


Now that I see
I see you buried
Six feet below.
It's not alright
Can't you hear me as I cry?
I couldn't let you live,
'Cause I didn't wanna die


Albus Dumbledore wollte keine Toten. Er wollte keinen Krieg. Doch er wusste, dass es ohne Opfer, keine Sieger geben würde. Im Stillen verdammte er sich selbst bereits dafür. Er hatte es so weit kommen lassen; hatte die Toten mit zu verantworten, weil er so lange nichts getan hatte. Er hätte ebenso den Zauberstab führen können, der den tödlichen Fluch mit sich brachte, der die zahlreichen Leben vernichtete. Er war mitschuldig. Und dafür hasste er sich selbst. Albus wusste, dass es dafür keine Vergebung geben konnte. Abermals wanderten seine Gedanken zu dem freundlichen Jungen, den er in jenem Sommer kennengelernt hatte. Der damals noch weit weg von jenem Machthungrigen Zauberer war, der nun die Welt in seinem eisernen Griff hielt.

„Ich werde diesen Wahnsinn beenden“, flüsterte er leise, tonlos und schloss die Augen. Er würde eingreifen, würde sich endlich Grindelwald stellen, so, wie es die ganze Zauberwelt schon seit langem von ihm erwartete. Er würde in den Krieg ziehen, mit dem festen Vorsatz, dort nicht zu sterben.

Ja, den Albus wollte leben. Denn leben, nach dem Krieg, nach der Vernichtung Grindelwalds, oder dessen Festnahme, war seine gerechte Strafe. Ein Leben in Einsamkeit und Schmerz. Weil er so lange tatenlos geblieben war.
Ja, Albus wollte nicht nur nicht sterben, er durfte nicht sterben.

Denn wenn er starb, würde die Welt in Dunkelheit versinken…


I don't wanna die,
I don't wanna die,
No I don't wanna die
I don't wanna die,
I don't wanna die,
I don't wanna die,
So you're gonna have to.
I don't wanna die.
I don't wanna die.
No I don't wanna die
So you're gonna have to.



E N D E


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Ein One-Shot zu dem Song I Don’t Wanna Die von Hollywood Undead.
Albus macht sich Gedanken über seine und Grindelwalds Rolle in diesem Krieg.
Was sagt ihr zu diesem One-Shot?
Zu dem Lied und den Gedanken, die Dumbledore zu schaffen machen?

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen
 
 
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