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Loyalität und Liebe

von Reader313
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Little Creek Rain Spirit
29.04.2020
11.07.2020
8
10.038
 
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
29.04.2020 1.182
 
Vorwort

Hallo. Ich freue mich, dass du dich entschieden hast mal in diese Geschichte reinzuschauen.
Gleich vorweg: Dies Ist nicht mein Werk; ich fungiere nur als Übersetzer. Autor dieser aus meiner Sicht grandiosen Story ist Countrylover99, zu finden auf FanFiction.net, dem ich sehr für seine Erlaubnis danke, seine Geschichte aus dem Englischen zu übersetzen und hier hochladen zu dürfen.
Ich werde laufend übersetzen und versuchen um die zwei mal im Monat ein Kapitel hochzuladen. Versprechen kann ich jedoch nichts, weil es die „reale Welt“ eben immer noch gibt und sie den Berufstätigen meist recht viel Zeit raubt:)
Doch ich kann versprechen, dass ich diese Geschichte sicherlich zu Ende bringen werde.
Eine Sache noch: Es würde mich sehr freuen, das eine oder andere Review zu erhalten; sei es noch so kurz. Ich würde gerne wissen ob das, was ich mache das Leserherz erfreut oder ob es eine Zeitverschwendung ist.
Hiermit wünsche ich viel Spass beim Lesen.

***

Sie sagen, es gibt kein besseres Gefühl, als auf den Wiesen zu galoppieren, ohne sich um die Welt zu kümmern. Wild, frei und ungezähmt. Die meisten Pferde glauben, dass sie in die Wildnis gehören, wo niemand sie jemals zähmen wird. Sie rennen mit dem Wind, tanzen mit dem Fluss und fliegen mit den Adlern. Sie sind wild und frei und es gibt kein besseres Zuhause als das, was sie bereits haben. Andererseits glaubte ich, dass eine solche Existenz überhaupt nicht erfreulich wäre. Ich könnte niemals ein ungezähmtes, raues Land mein Zuhause nennen. Ich konnte mir mein Leben mit diesen wilden Pferden nicht vorstellen. Niemals! Mein Zuhause war bei den fürsorglichen, häuslichen und friedlichen Menschen im Lakota Dorf. Das ist der Ort, von welchem ich fest überzeugt war, dass er für immer mein Zuhause sein würde. In gewisser Weise ist es noch immer so. Die Dinge schienen mir immer einfach und unkompliziert zu sein, bis ich einen bestimmten goldenen Hengst traf, der mich dazu brachte, alles in Frage zu stellen, was ich liebte. Er hat mich völlig in Konflikt gebracht und ich war gezwungen, zwischen Loyalität und Freundschaft für meinen zweibeinigen Beschützer und meiner Liebe für den unbrechbaren Hengst zu wählen. Die meisten von euch kennen diese Geschichte vielleicht schon. Aber habt ihr sie jemals aus meiner Sicht gehört?

Meine Geschichte beginnt mit meiner Mutter, die zu einer wilden Herde gehörte,  welche von den Zweibeinern zusammengetrieben worden war. Als die Pferde eingefangen wurden, gelang es einigen der jüngeren Hengste und Stuten zu fliehen. Meine Mutter Sierra war zufällig eine von ihnen. Sie galoppierte davon in der Hoffnung, an einem sicheren Ort ein neues Leben zu beginnen. Ach... wie allein sie war, ganz ohne einen Beschützer vor den Raubtieren und wilden, aggressiven Hengsten. Ihr Leben wäre sehr herausfordernd gewesen, hätte mein Vater sie nicht gefunden, umherziehend in den verlassenen und einsamen Prärien. Mein Vater Storm war ein gezähmter Hengst, der den Lakota-Kriegern in Schlachten gegen andere Stämme und Kavalleriesoldaten half. Tapfer und stark wie er war, hatte er auch ein gutes Herz. Er hatte Mitleid mit meiner Mutter und brachte sie ins Dorf. Wegen der wachsenden Zuneigung, die meine Eltern füreinander hatten, ließ Sierra sich schliesslich von Menschen zähmen, die sie wiederum mit viel Freundlichkeit behandelten. Sie fühlte sich wohl und akzeptierte diese neue Lebensweise, die sich so sehr von ihrem alten Herdenleben unterschied. Meine beiden Eltern liebten sich und natürlich dauerte es nicht lange, bis ich im Mutterleib gezeugt wurde.

Leider zogen einige Monate vor meiner Geburt die Krieger des Lakota-Stammes gegen andere Indianer in den Krieg, und mein Vater war wie immer unter den Kriegspferden. Obwohl die Lakota ihren Feind besiegten und die meisten Krieger und Pferde unversehrt blieben, hatte mein Vater nicht so viel Glück. Er fiel im Kampf und starb wie ein wahrer Held. Obwohl meine Mutter anfangs am Boden zerstört war, gewann sie für mich ihre Stärke zurück. Sie würde sich gut um mich kümmern, egal was passierte.

Meine Mutter hatte mich Mitte Juni an einem sehr regnerischen Tag zur Welt gebracht. Mir wurde gesagt, dass es nicht zu windig und unerträglich gewesen sei ... tatsächlich hatte noch niemand zuvor einen so schönen Tag bei strömendem Regen gesehen. Ich erinnere mich nur an die Tatsache, dass ich warm hatte und glücklich war, in der Nähe meiner Mutter zu sein. Der gefallene Krieger, der zusammen mit meinem Vater gestorben war, hatte einen Sohn namens Little Creek. Er war ungefähr 16 Jahre alt als ich geboren wurde. Ich erinnere mich, wie er mich liebevoll streichelte und mit seiner sanften Stimme zu mir und meiner Mutter sang.

"Rain." Sagte er mit einem Lächeln. " So heißt du."

Regen

Meine Mutter liebte es sofort und anscheinend plantschte ich vor Freude in Pfützen herum.

Von diesem Moment an waren Little Creek und ich unzertrennlich geworden. Er war immer da, um zu helfen, wenn meine Mutter und ich Schwierigkeiten mit den Dorfpferden hatten. Er spielte und tänzelte immer mit mir herum, als wäre er selbst ein Hengstfohlen. Ich wiederum habe ihn wirklich bewundert. Kein anderer Zweibeiner hatte meine Aufmerksamkeit so auf sich gezogen wie Little Creek.

Meine Mutter brachte mir weiterhin alles Wissenswerte bei, liebte mich und wies mir noch für einige Monate den rechten Weg, bis sie eines Tages sehr krank wurde und sich meinem Vater anschloss. Ich war nur ein 11 Monate altes Stutfohlen. Der Tod meiner Mutter ließ mich launisch, aufgewühlt, ängstlich und selltsam werden. Ich fühlte mich innerlich leer und allein. Doch Gott sei Dank hatte ich einen Freund wie Little Creek! Als meine arme Mutter weg war, war Little Creek der einzige, die sich immer mit genau der gleichen Liebe um mich gekümmert hat.

Es hat einige Zeit gedauert, aber ich konnte meine traurige Vergangenheit loslassen und mich auf das Positive konzentrieren. Ich hatte einen wunderbaren Freund. Wen interessiert es, dass er zweibeinig war? Unsere Beziehung wuchs und auch unsere tiefe Verbundenheit. Ich sah zu Little Creek als meinen Beschützer auf. Er war gleichzeitig mein Vater, meine Mutter, mein Bruder und mein Freund geworden. Er brachte mir Tricks, Sprachanweisungen und heitere Spiele bei und ich erlaubte ihm, auf meinem Rücken zu reiten. Er hatte dieses goldene Herz und diese unsterbliche Güte mir gegenüber und so wurde ich an ihn gebunden. Er und ich waren eins geworden. Meistens brauchte ich nicht viel Erklärung von ihm oder er von mir, wir verstanden uns perfekt ohne zusätzliche Worte und Bewegungen. Wir gehörten zusammen und galoppierten über die hohen Hügel. Oft brachte mir Little Creek köstliche Äpfel von meinem Lieblingsapfelbaum und danach gingen wir schwimmen.

Keines der anderen Pferde stand ihren menschlichen Freunden so nahe wie ich meinem Little Creek. Ich konnte mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Es war einfach unmöglich geworden.

Eines Tages kam er mit einem schüchternen Lächeln auf mich zu, schenkte mir eine Adlerfeder und steckte sie in meine lange Flachsmähne.

"Das ist für dich, Rain, damit jeder weiß, dass du hierher gehörst. Dies ist dein Zuhause." Sagte er freundlich und streichelte meine Nase. Ich bedankte mich mit einem sanften Wiehern. Danach zogen wir zusammen los, um Schatten vor einer sehr heißen Sommersonne zu suchen.
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