Love me like you hate me

von Zahnfee
GeschichteDrama, Romanze / P16
OC (Own Character) Severus Snape
28.04.2020
23.05.2020
14
28.090
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23.05.2020 2.487
 
Einige weniger Tage waren vergangen und Severus und Scarlett hatten kaum die Finger von einander lassen können. Beide waren jedoch sehr vorsichtig, damit niemand etwas von ihrer Beziehung mitbekam.
Severus drehte sich im Bett zu Scarlett um sie an sich zu ziehen und ihr dann ins Ohr zu flüstern: „Guten Morgen, Schönheit.“ Dann begann er ihren Hals zu küssen was die Rothaarige dazu brachte sich an ihn zu schmiegen. „Nur noch eine Minute“, flüsterte diese seufzend und mit geschlossenen Augen. Severus Snape musste ein wenig schmunzeln, wenn er eins in den letzten Tagen gelernt hatte dann dass sie ein absoluter Morgenmuffel war und gerne bis zur letzten Minute im Bett verbrachte. „So gerne ich auch liegen bleiben würde aber wir müssen zum Frühstück und danach zum Unterricht“, flüsterte er ihr ins Ohr. Dann stand Severus auf und zog sich mit einem Zauber an. Scarlett lag immer noch im Bett und dachte gar nicht daran aufzustehen. Sie war immer noch viel zu müde und liebte es nach dem Aufwachen noch ein wenig im Bett liegen zu bleiben. Sie blinzelte ein wenig und sah dann zu Severus. Beobachtete ihn mit einem Lächeln auf dem Gesicht und musterte ihn. Er sah zu ihr und bewegte sich auf sie zu, dann beugte er sich zu der jungen Frau hinunter und riss ihr die Bettdecke vom Körper. „Aufstehen. Du willst doch nicht den Hass von Severus Snape zu spüren bekommen wenn du zu spät zur Zaubertränkestunde kommst“, scherzte er und drückte ihr einen zarten Kuss auf die Lippen, den Scarlett erwiderte. Dann stand sie murrend auf und zog sich ebenfalls magisch an. Gleichzeitig ließ sie durch einen Zauber ihre Haare zu einem französischem Zopf flechten. Severus beobachtete sie ebenfalls und er empfand sie als so atemberaubend hübsch. Die Rothaarige sah ihn schief an und meinte dann: „Ist irgendwas, Severus?“
Er schüttelte den Kopf, zog sie an sich und meinte dann nur: „Ich kann nur immer noch nicht glauben mit was ich mir so eine hübsche Frau verdient habe.“ Sie lächelte ihn kurz an und dann berührten sich ihre Lippen abermals. Die beiden benahmen sich wie verliebte Teenager, die kaum die Finger von einander lassen konnten. Dann zog er sie mit hinaus auf den Flur.

Kaum hatten die beiden den Flur betreten löste Severus sich schnell von ihrer Hand und entfernte sich ein wenig von ihr. Niemals würde er in der Öffentlichkeit zeigen wie sehr er diese Frau mochte. Er konnte es auch gar nicht, denn da war diese Blockade in ihm. Mit etwas Distanz zwischen ihnen gingen beide in die Richtung der Großen Halle. Auf dem Weg dorthin kamen viele Schüler zu Scarlett und freuten sich darüber, dass sie wieder da war. Severus sah das alles missmutig mit an und er fühlte sich ein wenig unwohl weil er nicht gerne im Mittelpunkt stand. Auch wenn eigentlich Scarlett in diesen Sekunden im Mittelpunkt stand, trotzdem fühlte er sich ein wenig unwohl und ging unbewusst ein wenig schneller. Als sie endlich an der Großen Halle angekommen waren entspannte er sich ein wenig und beide traten ein, wieder begrüßten viele Schüler Scarlett was Severus dazu brachte so schnell wie möglich an den Lehrertisch zu flüchten. Dort ließ er sich nieder, schnappte sich einen Toast, ein Spiegelei und schüttete sich eine Tasse Kaffee ein. Während er begann an seinem Kaffee zu nippen, setzte sich auch Scarlett neben ihm. Diese nahm sich ebenfalls ein Toast und beschmierte es mit Marmelade um wenige Sekunden später genüsslich hinein zu beißen.

Nach dem Frühstück machten sich beide auf den Weg zurück in die Kerker zum Unterricht. Da noch kein Schüler vor dem Klassenraum stand zog Severus Scarlett hinein und verschloss die Tür, um sie in seine Arme zu ziehen während er seine Lippen zärtlich auf ihre drückte. „Ich bin so froh dich zu haben“, flüsterte die Rothaarige und lächelte ihn an. Severus liebte es wenn sie lachte, er war der Meinung, dass sie dann noch hübscher aussah als sie es sowieso schon war. Er schaute sie an und fuhr mit den Fingern ihre Lippen entlang bevor sich ihre Lippen erneut berührten. Dann lösten sich beide von einander da draußen bereits der Lärm einer Klasse zu hören war und Severus öffnete die Tür um seine Schüler rein zu lassen. Nach wenigen Minuten saßen alle an ihren Plätzen und Snape begann seinen Unterricht: „Schlagen Sie im Buch die Seite 134 auf und brauen sie diesen Trank. Ich erwarte von jeden von Ihnen am Ende der Stunde eine Phiole auf meinem Pult.“
Mit diesen Worten setzte er sich und Scarlett ebenfalls. Bevor er durch die Gänge ging widmete er sich einigen Aufsätzen um diese zu korrigieren. Scarlett saß neben ihm und schaute ihm zu, was sie ein wenig langweilte. Sie wollte ihn etwas fragen doch bevor sie die Frage überhaupt komplett ausgesprochen hatte erntete sie einen bösen Blick von Severus, der sie verstummen ließ. Sie versuchte es mehrmals erneut, doch ignorierte der Tränkemeister sie. Ein wenig beleidigt lehnte sie die junge Frau zurück. Zumindest im Unterricht schien er noch etwas von seinem alten Verhalten behalten zu haben, auch wenn sie es nicht verstand denn selbst wenn niemand von ihrer Beziehung erfahren sollte so konnte er sich ja wenigstens Mühe geben im Unterricht nicht wieder in seine alten Muster zu verfallen.
Sie seufzte leise, was Snape, der den Laut anscheinend gehört hatte, eine seiner Augenbrauen anheben ließ.

Nach einiger Zeit stand er auf und ging durch die Reihen, Scarlett ihm folgend. Ihr war klar, dass sie wahrscheinlich nicht ändern konnte wie er zu seinen Schülern war auch wenn sie jeden Versuch unternehmen würde doch solange er sie jetzt nicht mehr verbal angriff sollte für sie alles in Ordnung sein. Scarlett wusste, dass er ihr gegenüber nun nicht mehr fies werden würde. Zumindest dachte sie das.
Als Severus Snape vor einem verängstig aussehendem Mädchen, dessen Name Scarlett nicht mehr einfiel, stehen blieb war er wieder voll in seinem Element. „Sie haben zu viele Flohrfliegen in ihren Trank gemacht...Es macht ihn unbrauchbar...60 Punkte Abzug für Hufflepuff“, sagte der Schwarzhaarige und ließ den Trank mit einer Bewegung seines Zauberstabes verschwinden. Zuerst wollte die Rothaarige ihn lassen doch ihr Gerechtigkeitssinn siegte und sie sagte mit fester Stimme: „Finden Sie 60 Punkte nicht etwas übertrieben, Professor?!“
Er hatte sich blitzschnell zu ihr umgedreht und funkelte sie an, ob aus Zorn oder aus Begierde war nicht wirklich klar. Dann zog er wie immer spöttisch eine Augenbraue nach oben und meinte dann trocken: „Sind Sie die Lehrkraft, Miss Harrington? Oder bin ich es? Anscheinend sind Sie ja immer noch so eine freche Göre.“
Scarlett schaute ihn fassungslos an. Er hatte sie gerade tatsächlich eine freche Göre genannt, er hatte es wieder getan. Severus hatte ihr vor der ganzen Klasse weh getan und sie schikaniert. Sie wusste nicht wie sie reagieren sollte und versuchte Tränen zurück zuhalten.
Severus tat es leid was er getan hatte aber er konnte nicht anders es war als konnte er nicht anders als ihr vor anderen Menschen wehzutun um damit seine Liebe ihr gegenüber auszudrücken. Er sah, dass sie mit den Tränen kämpfte und merkte wie sich ein stechender Schmerz um sein Herz legte. Hätte er doch bloß nichts gesagt! Ihm war klar, dass er es direkt nach dieser Stunde wieder gut machen musste und hoffte die nächsten fünfundvierzig Minuten würden schnell vergehen.
Scarlett versuchte sich währenddessen zu beruhigen und einzureden, dass Severus so zu ihr sein musste weil er sie immer so behandelt hatte. Außerdem sollte niemand auf die Idee kommen, dass die beiden etwas verband. Nach wenigen Sekunden hatte sie sich wieder im Griff und murmelte dann, ein wenig unterwürfig: „Entschuldigung, Professor Snape.“
Er drehte sich um und fuhr seinen Gang fort, Scarlett ihm folgend. Die Minuten bis zum Ende der Stunde schienen sich gefühlt in Stunden umgewandelt zu haben und jeder der beiden dachte währenddessen nach. Scarlett wusste nicht so recht, ob es ihr egal sein sollte oder sie wütend, enttäuscht und sauer über ihn sein sollte. Severus dachte darüber nach wie er sich am besten bei ihr für sein Verhalten entschuldigte.

Nachdem auch der letzte Schüler seine Phiole auf das Pult gestellt und den Klassenraum verlassen hatte, schloss Severus die Tür und ging auf Scarlett zu. Er berührte sie an der Schulter und wollte sie zu sich ziehen, doch die Rothaarige versteifte sich. Eigentlich sehnte sie sich nach seinen Berührungen aber sie wollte, dass er ihr erklärte was das eben sollte. Als Snape bemerkte wie sich die junge Frau versteifte, drückte er mit seiner Hand ihr Kinn leicht an, so dass sie ihm in die Augen blicken musste. Dann fuhr seine Hand über ihre Wange, liebkoste diese, doch Scarlett griff nach ihr und wollte ihn von sich wegdrücken. Der Tränkemeister fühlte sich schlecht und bereute es sie eine freche Göre genannt zu haben, doch er hatte in diesem Moment nicht anders gekonnt.
„Scarlett“, flüsterte er ihren Namen und blickte sie dabei an. Einige Minuten sagte er nichts mehr, bis er schließlich schuldbewusst flüsterte: „Das eben, dass...ich dich eine...das war nicht so gemeint.“ Dann zog er sie an sich, wo sie sich an ihn schmiegte. Severus vergrub sein in ihrem roten Haar und drückte sie so fest an sich wie er konnte. Sie sollte nicht wegen ihm traurig sein, nicht weil er etwas unüberlegtes und total blödes gesagt hatte. Scarlett krallte sich an ihn und vergrub ihr Gesicht in ihrem Umhang. Sie konnte ihm einfach nicht mehr böse sein, dafür war sie ein zu guter Mensch. Die beiden standen einige Minuten da bis Scarlett sich von ihm löste und beide sich anschauten. „Ich liebe dich“, raunte Severus und drückte seine Lippen sehr zärtlich auf ihre. Als sich diese von einander lösten meinte Scarlett: „Ich dich auch.“
Der Rest des Schultages verging ohne weitere Vorkommnisse, nur ignorierte Severus seine Partnerin die gesamten Unterrichtsstunden über.

Beim Abendessen stocherte Scarlett in ihren Erbsen rum und bekam deshalb einige besorgte Blicke von Severus, der sich Sorgen um sie machte. Sie sollte zumindest etwas essen. Er hoffte, dass es ihr gut ging und wollte herausfinden ob sie etwas bedrückte, am besten sofort. „Komm mit“, flüsterte er kaum sichtbar. Sie sah ihn vorsichtig und ein wenig fragend an, erhob sich dann jedoch von ihrem Stuhl um Severus hinterher zu gehen, der bereits mit einem Vorsprung aufgestanden war. Als sie die Große Halle verließ sah die junge Frau noch wie er bei den Treppen verschwand und folgte ihm in den dritten Stock. Severus blieb stehen und zog die Rothaarige in einen Menschenleeren Gang, dann sah er sie nochmals besorgt an. „Ist alles in Ordnung?“, fragte er und redete ohne auf eine Antwort zu warten weiter: „Geht es dem Kind gut? Ist was mit dem Kind?“
Scarlett sah ihn an und musste dann ein wenig grinsen während Severus sie in diesem Moment verwirrt anstarrte. „Ich finde es ja schön, dass du dir um uns Sorgen machst aber es ist alles in Ordnung! Ich hab heute Abend nur einfach keinen Hunger“, sagte sie beruhigend und Severus kam sich unglaublich dämlich vor, dass er gedacht hatte es wäre etwas mit ihr oder dem Kind. Erleichtert schaute er sie an und atmete einmal laut aus und wieder ein. Vielleicht hatte er ein wenig übertrieben aber er wollte nur sicher gehen, dass es seinen zwei Lieblingsmenschen gut ging. Er drückte Scarlett einen längeren Kuss auf die Lippen, den sie erwiderte und meinte schließlich, seine Hand auf das kleine Bäuchlein von Scarlett gelegt: „Ich werde immer dafür sorgen, dass es euch beiden gut geht und kann es kaum erwarten mein Kind in den Armen zu halten.“
Die junge Frau strahlte ihn an. Als Severus ihr nochmal einen Kuss auf die Lippen drücken wollte, schob Scarlett ihn weg und meinte schließlich: „Wir sollten lieber gehen bevor noch irgendjemand zufällig in diesen Gang kommt und uns sieht.“
Snape nickte ihr zu und beide verschwanden Richtung Kerker, ohne mit zu bekommen, dass ein Schüler sie, mit großen Augen, die ganze Zeit über beobachtet hatte.

Da am nächsten Tag Samstag war und somit keiner früh aufstehen musste, kuschelte sich Severus nach dem aufstehen an Scarlett, die noch tief und fest schlief. Der Tränkemeister genoss es ihr so nah zu sein und legte seinen Arm instinktiv beschützend um sie und ihren Bauch. Er blieb eine ganze Weile so liegen bis er nicht mehr liegen konnte und beschloss einen kleinen Spaziergang durch das Schloss zu machen. Nachdem er aufgestanden und sich angezogen hatte, blickte er noch einmal kurz zu Scarlett, die immer noch tief und fest schlief. Ein kleines Lächeln huschte ihm übers Gesicht und dann verließ er das Schlafzimmer um wenige Sekunden später auch bereits auf dem Korridor zu sein. Da es Wochenende war, war es um diese Uhrzeit noch sehr ruhig. Die meisten Schüler lagen noch in ihren Betten in den Schlafsälen oder waren noch in ihren Gemeinschaftsräumen. Severus genoss diese Ruhe auf den Gängen während er durch Hogwarts lief. Es war für ihn ein bisschen wie Urlaub wenn weit und breit kein Schüler zu sehen war, keiner der gegen irgendwelche Schulregeln verstieß.
Der Schwarzhaarige wollte gerade um eine Ecke biegen, als er Stimmen hörte und stoppte.
Eigentlich wollte er den Korridor wieder zurück gehen weil er an diesem Samstagmorgen keinen Nerv auf eine Gruppe von Schülern hatte, doch als sein Name fiel blieb er wie angwurzelt stehen.
„Und wenn ich es euch doch sage, ich habe Snape und Harrington gestern Abend im Korridor im dritten Stock zusammen gesehen. Die beiden haben miteinander geknuscht...“, sagte eine Jungenstimme. Severus Herz rutschte ihm gefühlt in seine Hose. Sie waren zu unvorsichtig gewesen, er und Scarlett hätten vorsichtiger sein müssen und nicht mitten in einem Gang Zärtlichkeiten austauschen. Nach dem er kurz nicht zu gehört hatte, lauschte er nun weiter.
„Als ob...“, sagte eine zweite Jungenstimme und schließlich mischte sich noch eine dritte ein: „Du glaubst doch wohl selber nicht, dass Harrington was mit Snape hat...ich meine er hasst sie, dass sieht man doch im Unterricht.“
„Es ist einfach zu krass, dass die beiden wohl was miteinander haben. Vorallem, dass Snape, der unattraktive Snape mit seinen chronisch fettigen Haaren, den jede andere Frau wahrscheinlich nicht mal mit der Kneifzange anpacken würde, ihr einen Braten in die Röhre geschoben hat“, sagte eine Stimme, die Severus nicht zu ordnen konnte. Seine Wut wuchs mit jeder Minute mehr auf diese pubertierenden Teenager, die sich über ihn und Scarlett lustig machten. Kurz überlegte er ob er um die Ecke biegen sollte und ihnen die größte Strafe geben, die er jemals verteilt hatte, doch ließ es. Dann würden sie wissen, dass er sie belauscht hatte, lieber würde er sie ganz unerwartet im Unterricht oder wegen etwas anderem hart bestrafen.

Severus entfernte sich leise über den Weg, den er gekommen war und fühlte sich verletzt von seinen Schülern. Ihm war klar, dass er nicht zu den beliebtesten Lehrern gehörte doch saßen die Worte von eben tief. Besonders, dass ihn doch keine Frau ohne Kneifzange anpacken würde. Missmutig rauschte der Tränkemeister zurück in seine Privaträume.
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