Unser Weg - Sakura & Sasuke

GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
Kakashi Hatake Naruto Uzumaki OC (Own Character) Sakura Haruno Sasuke Uchiha
27.04.2020
27.05.2020
23
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23.05.2020 2.942
 
Sakura Pov

Nun waren schon fast drei Wochen vergangen, seit Hinata und Naruto sich das Ja-Wort gegeben haben. Die beiden haben die Ehe und somit einen gemeinsamen Weg eingeschlagen, auf welchem sie immer für einander da sein werden. In guten wie in schlechten Zeiten. Und auch für Sakura brachte die Nachricht von Sasuke die langersehnte neue Hoffnung mit sich. In Anbetracht der vergangenen Zeit und im Hinblick auf seine noch immer bestehende Abwesenheit, kamen jedoch langsam Zweifel in ihr auf. Vielleicht hatten Naruto und Sakura die Zeichen wiederholt falsch gedeutet. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass ihre tiefsten Wünsche und Hoffnungen, Wahrnehmung und Interpretationsfähigkeit beeinflussten. Die beiden waren bereits vor Monaten von seiner Rückkehr ausgegangen und wurden bis heute bitter enttäuscht. Noch wollte Sakura die Hoffnung aber nicht aufgeben. Fast jeden Morgen und Abend machte sie einen kleinen Umweg, um kurz am Tor von Konoha zu verweilen und Ausschau nach ihm zu halten.

Zumindest konnte Sakura sich nicht über die Arbeit im Krankenhaus beschweren. Gerne stand sie morgens auf, um ihre Arbeit dort zu erledigen. Shizune und sie hatten in den letzten Wochen, sogar ein vielversprechendes Medikament für das kleine Mädchen entwickeln können. Die erste Testphase verlief sehr erfolgreich, weshalb sie ungeduldig darauf warteten, es bald in der Praxis einsetzten zu können. Um ihrer Kollegin zu helfen, hat Sakura einige Überstunden in Kauf genommen. Auch wenn dies mehr Arbeit für sie bedeutete, war sie dennoch froh für jede weitere Minute, in welcher sie nicht alleine zu Hause verweilen musste.

Sakura stand in ihrem Büro. Vor ihr befanden sich etliche Stapel von Dokumenten und Berichten, welche sie zu ordnen versuchte. Einmal im Monat traf sie sich mit Kakashi, um mit ihm die neusten Entwicklungen des Gesundheitssystems von Konoha zu besprechen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Und heute war es wieder soweit. Sie ließ einen Stapel ordentlich aufeinandergelegter Berichte in einer Tasche verschwinden, verabschiedete sich von Shizune und verließ in ihrem weißen Kittel das Krankenhaus. Erst draußen fiel ihr auf, dass sie diesen nicht ausgezogen hatte. Achselzuckend schritt sie weiter voran, denn Lust umzukehren, hatte sie nicht.

Da sie einen festen Termin beim Hokage hatte, ging sie ohne Anmeldung direkt hindurch zum Treppenhaus. Man kannte sie schließlich. Zum Gruß hob Sakura lediglich ihre Hand der Rezeption entgegen. Die Dame, welche hinter dem Tresen saß, kannte Sakura nur zu gut. Sie war bekannt für ihre schlechte Laune und hochnäsige Art. Sie trug ihre schwarzen Haare stets in einem strengen Dutt und funkelte jeden fies an, der es wagte, sie anzusprechen. Vielleicht hatte Kakashi sie dort sitzen, um mögliche Eindringlinge im Voraus auszulesen. Über diesen Gedanken musste sie schmunzeln. Auch wenn diese fast immer unfreundlich war, bemühte Sakura sich stets um ein Lächeln. Oben angekommen, trat sie an die Tür von Kakashi heran und platzierte die Hand auf dem kalten Metall der Türklinke. Kurz bevor sie diese runterdrücken wollte, vernahm sie plötzlich Stimmen. Vor Schreck fuhr sie zurück und sah hektisch auf ihre Armbanduhr. Hatte Kakashi den Termin ihren vergessen?

Neugierig legte Sakura das Ohr an die Tür und fragte sich im selben Moment, was genau sie da eigentlich gerade tat. Ihre eigenen Gedanken ignorierend, versuchte sie den Stimmen im Raum zu lauschen. Leider bekam sie nur einzelne Fetzen von den Worten mit, welche Kakashi sprach.

"Schön, dass du wieder da bist ..."

Wer war wieder da?

"... Naruto und Sakura werden sich bestimmt freuen ..."

Sakuras Puls schnellte in die Höhe. War das etwa Sasuke?

Ihre Finger zitterten plötzlich und einen kurzen Moment lang zögerte sie noch, bevor sie entschlossen die Klinke hinunterdrückte. Als die Tür aufschwang, konnte Sakura drei Männer vor Kakashi stehen sehen. Sie hatten ihr den Rücken zugewandt. Ihr Blick blieb sofort an dem Mann in der Mitte hängen, denn selbst von hinten würde sie ihn immer wiedererkennen. Für einen Moment setzte ihr Herzschlag aus. Als dieser sie über die Schulter hinweg ansah, leuchteten seine schönen braunen Augen überrascht auf. Es war Ryugo. Auch wenn es nicht derjenige war, welchen sie sich sehnsüchtig erhofft hatte, schlug ihr Herz unruhig gegen die Brust, nur um kurz darauf in Wut überzugehen. Was bitte machte ER hier?

Forsch hob sie das Kinn und stolzierte an den Männern vorbei. Aus den Augenwinkeln erkannte sie, dass alle ein Stirnbänd aus Kirigakure trugen. Ryugos Blick verfolgte ihre Schritte aufmerksam. Sakura konnte es buchstäblich spüren. Bei Kakashi angekommen, sah dieser sie irritiert über ihr Auftreten an und schmiss erschrocken die Hände in die Höhe, als Sakura ihm ruckartig die Tasche laut knallend auf den Tisch pfefferte. Genau dort, wo die Tasche aufkam, hatten vorher seine Hände geruht.

"Oh, Sakura. Vielen äh ... Dank", nachdenklich kratze er sich am Hinterkopf. "Schön, dass du da bist. Sieh mal, wer uns besucht." Er deutete mit der Hand in die Richtung der Männer. Dachte er ernsthaft, Sakura hatte Ryugo noch nicht gesehen?

"Ich hab's gesehen", erwiderte sie kühl und stolzierte, ohne einen weiteren Kommentar, wütend in Richtung Tür. Kakashi blinzelte irritiert und erst als sie im Türrahmen stand, fand er endlich seine Worte wieder.

"Sakura? Was ist los? Warte einen Moment. Ich habe gleich Zeit für dich." Sein Versuch, sie zu besänftigen klang ziemlich verzweifelnd.

"Nicht nötig", erwiderte sie. "Die Berichte sind selbsterklärend, ich habe heute noch viel zu tun." Wütend stampfte sie unter dem Rahmen hindurch und schlug die Tür hinter sich zu. Als sie das Treppenhaus hinunterging, verspürte sie das dringende Verlangen, etwas zu zerstören und nur mit großer Mühe, konnte sie sich gerade noch zusammenreißen. Aber auch als sie nach draußen trat, konnte sie spontan nichts erblicken, womit sie ihren Ärger kompensieren könnte. Verzweifelt fasste sie in ihre Haare. Das konnte doch nicht Ryugos Ernst sein. Was machte er hier?

Eilig lief sie auf eine freie Rasenfläche und atmete heftig aus. Gleichzeitig schlug sie kraftvoll in den Boden und konnte förmlich spüren, wie die Wut in den Boden glitt und ihrem Gemüt sofort Linderung verschaffte. Als sie ihre Augen öffnete, ging es ihr wesentlich besser. Achselzuckend begutachtete sie das Ausmaß ihres Ärgers, während sie sich ausgiebig den Schmutz von den Händen klopfte.

"Sakura?"

Schlagartig fuhr sie um. Ryugo schien ihr nachgelaufen zu sein. Er trug die Uniform aus Kirigakure und hatte sich das braune Oberteil bis zu den Schultern hochgekrempelt, sodass seine starken Arme frei lagen. Der Schutzpanzer lag eng an, aber selbst durch diesen konnte man seine muskulöse Statur deutlich erkennen. Das Stirnband von Kirigakure trug er um den Kopf, welches seine Haare noch deutlicher nach oben drückte. Für Sakura war dieser Anblick ungewohnt, da er hier in Konoha ein neutrales Outfit getragen hatte. Die Uniform stand ihm sehr gut - zu ihrem Bedauern. Als sie ihm ungewollt in die Augen sah, beschleunigte sich ihr Herzschlag. Schnell sah sie an seinem Gesicht vorbei und versuchte sich mit aller Macht gegen die Reaktionen ihres Körpers zu wehren.

Langsam kam er auf Sakura zu. Dabei fuhr sein Blick einmal an ihrem Kittel auf und ab.

"Schicker Kittel", er grinste sie an. Dann sah er zu Boden und zog skeptisch die Augenbrauen zusammen. "Was hast du hier angestellt? Bist du wegen mit so wütend?"

"Was machst du hier?", fuhr Sakura ihn an. Sein Blick wurde sanft, woraufhin er den Mund öffnete, um sich zu erklären.

"In Kirigakure gab es in den letzten Wochen ebenfalls Fälle von Entführungen, welche wir mit der Kareta-Hana-Bande in Verbindung bringen. Wie haben die Spuren fast bis nach Konoha verfolgen können. Deshalb sind wir hier. Zum einen erstatten wir Bericht, zum anderen hoffen wir auf Zusammenarbeit." Ernst sah er Sakura an.

"A-achso", peinlich berührt sah sie zur Seite. Ihr kleiner Wutausbruch war ihr nun mehr als unangenehm. Er war wegen einer Mission in Konoha. "Entschuldige ... ich dachte nur ... ist ja auch egal", unsicher hob sie die Hand und winkte ab.

Rygos Mundwinkel zogen sich in die Höhe und seine Augen strahlten ihr freundlich entgegen. Schüchtern wandte sie den Blick ab. Es war scheinbar noch nicht genug Zeit vergangen, denn offensichtlich gab es noch immer einen kleinen Teil in ihr, der sich nach Ryugo verzehrte. Sie musste sich an den Kuss erinnern und egal wie sehr sie sich gerade versuchte dagegen zu wehren, verlangte ihr Körper genau in diesem Moment nach diesem besonderen Gefühl, welches sie damals verspürt hatte.

"Ich gehe dann mal wieder zurück zum Hokage", unterbrach er Sakuras Gedanken. "Wir sehen uns bestimmt Sakura, wir werden einige Tage hierbleiben." Freundlich lächelte er zum Abschied und hob die Hand. Sakura verspürte daraufhin ein unangenehmes Ziehen im Magen. Wieso konnte Kirigakure denn niemand anderen schicken. Wieso ausgerechnet Ryugo?

Als sie wieder am Krankenhaus ankam, konnte Sakura von Konzentration und Leistung nur noch träumen. Somit war ihr Tag also gelaufen. Die beschloss daher, eine Runde bei den Patienten zu drehen, um sich ein wenig abzulenken. Ihre Gefühlslage änderte sich im Minutentakt, was sie fast wahnsinnig machte. Mal fühlt sie ein angenehmes Kribbeln im Magen und dann urplötzlich eine heiße Wut, die in ihr aufstieg.

Als sie endlich Feierabend hatte und aus dem Krankenhaus hinaustrat, sog sie genüsslich die kühle Abendluft ein. Mittlerweile hatte sich ihr Gemüt wieder beruhigt, denn der Kontakt zu den Patienten hatte sie auf andere Gedanken gebracht.

"Sakura." Bei ihrem Namen zuckte sie vor Schreck zusammen. Als sie über die Schulter blickte, sah sie Ryugo. Er lehnte genau an der Position, an welcher er gestanden hatte, als er Sakura einst aus dem Krankenhaus abgeholt hatte.

Verwundert darüber, dass ihr Körper nicht mehr mit Wut reagierte, wandte sie sich ihm schließlich zu. Letztendlich gab es keinen triftigen Grund, Ryugo anzugiften, denn er kam nur seinen Pflichten nach. Würde Kakashi sie nach Kirigakure schicken, dann würde auch sie versuchen, die Mission bestmöglich zu erfüllen, mit allem, was dazu gehörte.

"Was gibt es Ryugo?"

Er drückte sich von der Wand ab und ging an Sakura vorbei.

"Lass uns ein Stück gehen." Mit diesen Worten ging er voraus und schien zu erwarten, dass Sakura ihm folgen würde. Ein wenig genervt von der ruppigen Aufforderung, schloss sie zu ihm auf. Scheinbar wollte er sie nach Hause begleiten, denn er schlug genau diese Richtung ein.

"Es geht um die Vorfälle, in denen du mit der Kareta-Hana-Bande verwickelt warst", begann er ruhig zu erklären. Erleichtert atmete Sakura aus.

"In Ordnung. Was möchtest du wissen?"

"Hat dieser Atsushi etwas Auffälliges zu dir gesagt, oder etwas getan, was ich nicht mitbekommen habe? Vielleicht ist dir im Nachhinein noch was aufgefallen?" Hoffnungsvoll sah er sie an.

"Hmm ..." Nachdenklich blickte Sakura in den Himmel. Es begann schon zu dämmern und somit würde es nicht mehr lange hell sein. "Nur, dass der Boss sauer sein würde, wenn sie einen Medizinninja nicht mitbringen würden. Es klang so, also wären sie auf meine Fähigkeiten aus gewesen." Als Sakura ihren Satz beendete, verzog Ryugo für einen kurzen Augenblick das Gesicht und Sakura meinte, Verbitterung darin erkannt zu haben. Scheinbar mochte er nicht an diese Situation erinnert werden und fühlte sich noch immer schuldig für das, was damals passiert war. "Und als wir essen waren, war nichts weiter auffällig. Wieso fragst du?" Neugierig blickte sie zu ihm auf.

"Weil wir nach Hinweisen suchen. Wir wollen unbedingt herausfinden, worauf die Bande es eigentlich genau abgesehen hat. Jedes einzelne Detail könnte wertvoll sein, denn bisher tappen wir noch immer im Dunkeln. Falls dir noch was einfallen sollte, sag mit bitte Bescheid." Seine Stimme klang sehr nachdenklich und besorgt.

"Sicher." Sakura nickte.

"Wie geht es dir sonst so?" Ryugos Stimme klang plötzlich sehr verhalten.

"Eigentlich ... ganz gut, danke. Und dir?" Nervös faltete sie die Hände zusammen.

"Auch ..., denke ich". Mühsam versuchte er seine derzeitigen Gefühle und Gedanken zu verstecken. Sakura konnte sie dennoch deutlich erkennen. Außerdem war es nicht zu überhören, dass ihn die ganze Sache noch immer sehr nahe zu gehen schien. Die Tatsache, dass sie ihm nicht das geben konnte, wonach er sich so sehr sehnte, versetzte sie noch immer in tiefe Trauer. Und jetzt, wo sie ihn sah, war auch für sie Situation alles andere als leicht.

"Wie war die Hochzeit von Naruto?", er versuchte abzulenken.

"Wunderschön. Wenn du Naruto fragst, dann zeigt er dir bestimmt ein paar Bilder."

"Hat er schon gemacht", müde lächelte er. "Schade. Ich wäre auch gerne dabei gewesen." Traurig sah er zu Boden. Sakura konnte den Schmerz und die Enttäuschung in seinen Augen deutlich sehen. Sein Leid machte sie langsam fast wahnsinnig.

Als sie vor dem Treppenaufgang ihres Hauses ankamen, drehte sich Sakura eilig auf dem Absatz um und wünschte Ryugo einen schönen Abend. Sie ließ ihm bewusst keine Gelegenheit, zu Wort zu kommen, aus Angst, er würde etwas sagen, was sie schwach werden lassen könnte. Und so hatte sie das Gefühl, ihm auch heute Abend wieder eine Abfuhr erteilt zu haben. Auch für seine Reaktion ließ sie ihm keinen Raum, denn sie würde das ganze Prozedere nicht noch einmal verkraften können. Zu groß war das schlechte Gewissen, sich nicht auf Ryugo einlassen zu können. Wahrscheinlich hatte er sich mehr von dem Gespräch erhofft, aber Sakura konnte ihm nicht mehr bieten. Auch wenn sie es sich wünschte. Diese Entscheidung musste Ryugo nun auch akzeptieren.

Hastig schloss die Haustür auf, trat ein und atmete erleichtert auf. Sie legte ihre Sachen ab und bewegte sich direkt in die Küche, um den Kühlschrank zu öffnen. Viel war nicht drin. Sie griff nach einem Joghurt und riss den Deckel ab. Den Inhalt füllte sie in eine Schale und verteilte anschließend Müsli darüber. Als sie den Mülleimer öffnete und ihr der penetrante Geruch entgegenkam, erinnerte sie sich daran, gestern den Müll nicht hinunter gebracht zu haben. Genervt beförderte sie den Müllsack aus der Vorrichtung und hielt die Luft an, während sie den Beutel zusammenpresste, um die überschüssige Luft hinauszudrücken. Sie zog ihre Schuhe an und ging Richtung Haustür, um den Müll hinunter zu bringen. Vor dem Haus angekommen, öffnete sie die große Mülltonne und beförderte den Sack zielsicher hinein.

"Sakura?" Jemand stand hinter ihr. Wer war das?

Langsam drehte sie sich um. Ihr Herzschlag setzte schlagartig aus und die Luft zum Atmen, sie war einfach nicht mehr da. Es fühlte sich so an, als wäre die Zeit für Sakura stehen geblieben. Ein schwarzer Poncho wehte vor ihr im Wind. Die tief schwarze Haare wurden von einem Windstoß erfasst, flatterten nach hinten weg und legten sich anschließend wieder über ein blasses Gesicht. Zwei bekannte paar Augen sahen sie direkt an. Ihr Herzschlag setzte in diesem Moment wieder ein und intensivierte sich so sehr, dass Sakura das Pochen in ihrem gesamten Körper spüren konnte.

"Sasuke", hauchte sie kaum hörbar. Ihr Füße waren wie festgewachsen. Unfähig sich zu bewegen standen sie gefühlt eine halbe Ewigkeit schweigend dar. Ungläubig hatte Sakura seine Augen fixiert.

"Du bist wieder da", flüsterte sie schließlich leise. "Seit wann?"

"Seit wenigen Stunden.", antwortete er ruhig. Sakura sah ihm direkt in die Augen, war aber dennoch nicht in der Lage, seine Emotionen zu lesen. Er ließ es scheinbar nicht zu.

"Warst ... du schon ... bei Naruto?" Sakura sprach so abgehackt, dass Sasuke denken musste, sie hätte das Sprechen verlernt.

"Nein", er schüttelte den Kopf. Ich habe ihn aus der Ferne gesehen. Der Moment war ungünstig."

"Mhm", zögerlich nickte Sakura. Ihr Herz schlug noch immer sehr heftig gegen die Brust. Der Moment, auf welchen sie immer gewartet hatte, war endlich gekommen. Und jetzt verspürte sie das dringende Verlangen, zu ihm zu gehen und nach ihm zu greifen. Aber er stand so weit entfernt und verhielt sich so distanziert. Fühlte er sich unwohl in ihrer Gegenwart?

"Du solltest noch zu ihm gehen", sprach sie weiter.

"Ich weiß.", antwortete er.

In diesem Moment fiel ihr panisch eine bedeutende Frage ein.

"Wie lange bleibst du?", sprudelte es hektisch aus ihr heraus.

Er zögerte. "Ich weiß es noch nicht."

"A-aber du bleibst bis morgen, oder nicht?" Plötzlich riss er die Augen auf und sah ihr direkt in die Augen.

"Ja ... Und ich werde wohl vorerst eine Weile bleiben. Wenn Kakashi es erlaubt."

Angespannt nickte Sakura. Innerlich atmete sie auf.

"In Ordnung", hauchte sie anschließend.

Kurz war es still.

"Ich werde dann mal nach Naruto sehen". Sasuke sah in die Ferne. "Wir sehen uns bestimmt in den nächsten Tagen."

In den nächsten Tagen. Diese Aussage versetzte Sakura einen schmerzhaften Stich.

"Ja ... Gute Nacht", hauchte Sakura traurig. Es war mehr zu sich selbst und daher kaum hörbar.

"Gute Nacht", gab er deutlich zurück. Sakura sah verwundert auf. Sie hätte nicht gedacht, dass Sasuke ihr Genuschel gehört hatte. Sie meinte seinen Mundwinkel kurz nach oben zucken gesehen zu haben. Er nickte ihr anschließend zu und verschwand mit einem Sprung in der Dunkelheit.

Sofort stürmte Sakura in ihre Wohnung. Mit der Hand an der Brust ließ sie sich zu Boden sinken. Sie spürte ihr Herz noch immer deutlich gegen den Brustkorb hämmern. Sasuke war wieder da. Diese Gegebenheit machte sie zum einen überglücklich, zum anderen verunsicherte sie sein distanziertes Verhalten.

Was ist, wenn sie ihm überhaupt nichts bedeutete?



Fortsetzung folgt...



Freunde der Sonne,

ich hoffe, euch hat die erste Begegnung von Sakura und Sasuke gefallen! Ich würde mich freuen, wenn ihr meine Geschichte empfehlen würdet. Natürlich nur, wenn sie euch auch gefällt.


Bleibt gesund und haltet sie Ohren steif!
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