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Wie das Leben so spielt

von Eulchen68
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Fred Weasley George Weasley OC (Own Character)
27.04.2020
07.03.2021
163
443.347
62
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Dieses Kapitel
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23.02.2021 2.683
 
Im März erreichte die temporären Bewohner des Anwesens ein weiterer Brief von Bill und Fleur. Der Älteste berichtete ihnen, dass Ron, Harry und Hermine sicher bei ihnen im Cottage wären, jedoch nicht allzu lange bleiben würden. Alle drei wären recht verstört, durch einen sehr unangenehmen Besuch im Malfoy Manor, jedoch körperlich weitestgehend unversehrt. Als Antwort schickte Molly einen langen Brief, dem Isa einige stärkere Heiltränke beilegte. Sie alle waren froh, dass es den dreien soweit gut ging und wieder einmal brauchte es viel Überzeugungstalent, Molly davon abzuhalten, zu Bill zu reisen. Trotz allem schaffte sie es, die Mutter im Anwesen zu behalten.

Teile des Ordens hatten die Wachdienste endlich wieder ins Leben gerufen und patrouillierten unter Desillusionierungszaubern vor den Häusern der wichtigsten Todesser. Vor allem Roger hatte sich gerne wieder in diese Arbeit gestürzt und Isa war jeden Abend erleichtert, wenn er zurückkehrte. Und jeden Morgen machte sie sich aufs neue Sorgen, wenn er zu seinem nächsten Wachdienst aufbrach. Die ständige Sorge um ihren Paten, machte ihr Bauchschmerzen und schlechte Laune, doch sie versuchte das so wenig wie möglich an den anderen auszulassen.

Anfang des Monats hatte Andromeda Tonks sich bei ihnen gemeldet. Ihr Mann, Ted, war von Greifern geschnappt worden, nachdem er sich schon eine ganze Zeit auf der Flucht vor der Muggleverfolgung befunden hatte. Andromeda hatte ihren mugglegeborenen Mann nicht vor dem Ministerium schützen können. Fast alle Bewohner des Anwesens, abgesehen von Tante Muriel, waren noch am gleichen Abend über den Kamin bei der Familie vorbeigekommen und hatten, so gut sie konnten, Trost gespendet. Der Leichnam hatte zwar nicht geborgen werden können, es hatte trotzdem zumindest eine kleine Trauerfeier stattgefunden. Selbst die Ordensmitglieder, die nicht bei Tante Muriel lebten, waren zu großen Teilen vorbeigekommen.

Die Situation im ganzen magischen England wurde immer düsterer. Die Mugglebehörden hatten begonnen immer öfter wehrlose Muggle anzugreifen und zu ermorden. Der Orden war immer öfter dabei, Haushalte zu sichern und mit Schutzzaubern zu versehen, doch auch sie waren zu wenige, um wirklich viel auszurichten. Auch andere Zauberer und Hexen legten Banne und Zauber, um die Häuser ihrer nicht-magischen Nachbarn und versuchten so viele Menschen wie möglich zu beschützen. Die Muggle selbst wussten nichts von dem Schutz, der ihnen zuteilwurde, doch Isa war beeindruckt von so viel Zusammenhalt.

Lee hatte mit seinen Eltern zusammen Unterschlupf im Anwesen bekommen, nachdem seine Nachbarschaft regelmäßig vom Ministerium kontrolliert wurde. Tante Muriels Haus hatte ohnehin genug Zimmer, um mehrere Quidditchmannschaften zu beherbergen, weshalb es deswegen keine Probleme gab. Durch die Sicherheit, die das Anwesen bot, konnte auch Potterwatch wieder ausgestrahlt werden. Lee verbrachte außerdem viel Zeit damit, den Zwillingen bei ihren Bestellungen zu helfen. Seit Isas Trank öffentlich war, waren deutlich mehr Aufträge bei ihnen eingegangen und die beiden hatten alle Hände voll zu tun. Isa gönnte ihnen den Erfolg.

Sie selbst verbrachte noch immer viel Zeit in der Apotheke und kümmerte sich um Auftragsarbeiten und Bestellungen. Mit Nicolas kam sie weiterhin gut zurecht und an manchen Abenden blieb sie sogar noch zum Essen und unterhielt sich mit ihm und seinem Vater. Mit Mr. Belby sprach sie meist über Tränke und Brauvorgänge, doch auch die politische Lage war immer öfter Thema. Zumindest Nicolas hatte fest vor, sich auch aktiv am Krieg zu beteiligen. Sein Vater fühlte sich für diese Aufgabe eindeutig zu alt, er hatte schon im ersten Krieg gegen den dunklen Lord gekämpft und einige Flüche abbekommen, deren Nachwirkungen er noch heute spürte.

Anfang April stand plötzlich ein Patronus im großen Wohnzimmer des Anwesens. Der schimmernde Wolf, der eindeutig zu Remus gehörte, wandte sich direkt an Isa, die gerade mit Fred auf einem der Sofas lümmelte. „Isa, wir brauchen dich im Haus von Andromeda.“

Schon Sekunden später war der Wolf verschwunden und Isa stand kerzengrade im Raum. Mit einem kurzen Schlenker ihres Zauberstabs hatte sie sich ihre Schuhe gerufen und war hineingeschlüpft. Bevor sie das Anwesen durch den Kamin verließ, wandte sie sich noch einmal an Fred. „Klang das für dich besorgniserregend?“

„Eigentlich wirkte Remus auf mich recht gefasst“, erwiderte Fred schulterzuckend, „vielleicht will er nur mit dir sprechen?“

„Oder es ist etwas mit Tonks?“, warf George ein und Isa wurde blass. Daran hatte sie im ersten Moment überhaupt nicht mehr gedacht, aber Tonks sollte in den nächsten Tagen ihr Baby bekommen. Vielleicht war etwas schief gelaufen und nun... Tonks konnte aufgrund ihres Blutstatus auch nicht einfach ins St-Mungos und in einem Mugglekrankenhaus zu erklären, warum sie unter Schmerzen ständig ihr Aussehen änderte, war auch nicht möglich.

„Verdammt!“, fluchte sie ungehalten, „George, jetzt mache ich mir noch mehr Sorgen. Was ist, wenn mit Tonks oder dem Baby etwas nicht stimmt?“

„Kätzchen, floh einfach rüber, dann weißt du es“, mischte sich nun auch Roger ein, der noch immer entspannt in seinem Sessel lungerte, „ich glaube, wenn da drüben die Welt untergehen würde, dann wäre Remus aufgeregter gewesen.“

„Du hast Recht“, stimmte sie ihm zu und fuhr sich mit der Hand durch den Nacken, „ich sollte einfach nachschauen. Wir sehen uns später.“

Ohne noch auf eine Antwort zu warten stieg sie in den Kamin und nannte die gewünschte Adresse. Keine Minute später stolperte sie äußerst unelegant in das Wohnzimmer der Familie Tonks. Mit einem kurzen Zauberstabschlenker befreite sie sich von der Asche, die sich überall in ihrer Kleidung und in den Haaren befand, und schaute sich im Raum um.

Andromeda saß gemeinsam mit Bernie auf dem Sofa und die beiden warfen ihr einen amüsierten Blick zu. Bernie war der Erste, der das Wort an sie richtete. „Du wirkst ein wenig gestresst, Isa.“

„Ich habe mir Sorgen gemacht, als Remus Patronus kam und mich hierhergebeten hat“, bestätigte sie ihm ein wenig kleinlaut. So entspannt wie die beiden wirkten, konnte eigentlich nichts Schlimmes vorgefallen sein, „geht es Tonks und Remus gut?“

„Ihnen geht es ganz wunderbar“, erwiderte Andromeda gelassen, „geh ruhig nach oben und überzeug dich selbst.“

Mit einem kurzen „Danke“ auf den Lippen stieg sie, so schnell sie konnte, die Treppen nach oben, nur um dann festzustellen, dass sie keine Ahnung hatte, in welchem Zimmer ihre beiden Freunde überhaupt waren. Sie war sich nicht sicher, welche Tür sie als Erstes öffnen sollte, um einen kurzen Blick hineinzuwerfen, doch die Entscheidung wurde ihr abgenommen. Die letzte Tür in dem kurzen Flur öffnete sich langsam und Remus streckte den Kopf hinaus. „Isa, du bist tatsächlich gekommen.“

„Natürlich“, ereiferte sie sich, „ich hatte schon Sorge, es wäre sonst was passiert, als dein Patronus plötzlich vor mir stand.“

Grinsend trat Remus in den Flur und kam ihr einige Schritte entgegen. „Es ist auch etwas passiert, aber es ist vermutlich nur halb so schlimm, wie alles, was du dir vorgestellt hast.“

„Nun mach es nicht so spannend“, tadelte sie ihn und kam ihm ein Stück entgegen, um ihn in eine kurze Umarmung zu schließen.

„Ich bin heute Nacht Vater geworden“, flüsterte er gegen ihre Schläfe und Isa stieß ein freudiges Quietschen aus, „Tonks und dem kleinen Mann geht es gut.“

„Wie heißt er?“, hauchte sie ehrfürchtig, als sie sich von ihm löste. In seinem Gesicht lag unverhohlener Stolz und eine Freude, die sie so noch nie bei ihm gesehen hatte. Egal wie viele Sorgen er sich in den letzten Monaten gemacht hatte, man sah ihm an, dass er sich über seinen Sohn freute. Sie hatte ihn schon sehr lange, vielleicht auch noch nie, so glücklich und zufrieden gesehen.

„Edward Remus Lupin“, erwiderte Remus lächelnd, „Tonks hat jetzt schon angefangen, ihn Teddy zu nennen, aber ich glaube, davon werde ich sie nicht mehr abhalten können.“

„Er ist nach dir und nach ihrem Vater benannt“, stellte Isa fest und schüttelte langsam den Kopf, „ich verstehe nie, warum man seine Kinder nach seinen Eltern benennt.“

Remus warf ihr einen sehr fragenden Blick zu und schüttelte langsam den Kopf. Es schien, als wäre er ehrlich verwundert über ihren Kommentar.„Bist du dir sicher, dass du darüber urteilen solltest?“

„Was meinst du denn damit?“, erkundigte sie sich irritiert und zog eine Augenbraue nach oben.

„Dein Zweitname?“

„Da war Mum vermutlich eindeutig betrunken“, erwiderte sie kopfschüttelnd, „aber wir sprechen hier nicht über die komischen Entscheidungen meiner Mum.“

„Doch, tun wir“, meinte Remus ernst, „du bist nach Snapes Mutter benannt. Eileen Snape, geborene Prince.“

Einen Moment lang starrte sie ihn einfach nur entgeistert an und schüttelte sehr langsam den Kopf. „Das wusste ich nicht“, war das Erste, was sie wieder herausbrachte. Sie hatte tatsächlich niemals hinterfragt, woher dieser Name gekommen war und hatte es einfach nur auf einen sehr schlechten Geschmack, seitens ihrer Mum geschoben, „aber das tut hier auch nichts zur Sache.“

„Vermutlich nicht“, stimmte er ihr zu und zuckte mit den Schultern, „laut Roger wollte deine Mum dir zumindest etwas von Snape geben und da Severus kein adäquater Name für ein Mädchen ist...“

„Merlin, bewahre“, stieß sie aus und ein Grinsen stahl sich auf ihr Gesicht, „und ich will gar nicht erst wissen, was die weibliche Form dieses Namens wäre. Ich wäre für mein Leben gestraft gewesen.“

Das brachte nun auch Remus zum Lachen und einen Moment lang standen sie einfach nur prustend in dem kleinen Flur, bis sie sich wieder darauf besannen, warum Isa überhaupt hierher gekommen war. „Weißt du, warum ich dich hergebeten habe?“

„Ehrlich gesagt, nein“, gestand sie schulterzuckend. Erst jetzt wunderte sie sich überhaupt darüber. Eigentlich hätte er eher Roger hierherbestellen müssen, schließlich waren die beiden schon seit Jahren gute Freunde.

„Ich wollte dich gerne bitten, Teddys Patentante zu werden“, platzte Remus heraus und schenkte ihr ein verunsichertes Lächeln, „Harry werden wir auch noch fragen, sobald wir ihn wiedersehen.“

„Es wäre mir eine Ehre“, erwiderte sie freudig und genau das entsprach auch der Wahrheit. Sie fühlte sich wirklich geehrt, dass Remus und Tonks an sie gedacht hatten. Es bedeutete einen ziemlichen Vertrauensbeweis, dass sie sie so nah an ihren Sohn ließen. „Harry ist übrigens zur Zeit bei Bill und Fleur, falls du ihn zeitnah fragen möchtest.“

„Danke, für den Hinweis“, sagte er leise, „aber jetzt ist es Zeit, dass du deinen Patensohn kennenlernen kannst. Komm mit.“

Damit bedeutete er ihr, ihm zu folgen, und führte sie in das Zimmer, aus dem er gerade gekommen war. Hinter der Tür befand sich ein kleines, freundlich eingerichtetes Schlafzimmer. In dem Ehebett in auf der anderen Wandseite lag Tonks. Die junge Frau sah müde aus, doch in ihren Augen lag ein strahlender Glanz. In ihren Armen lag ein kleines Bündel, eingewickelt in eine hellblaue Decke.

„Hallo, Isa“, grüßte sie fröhlich und bedeutete ihr, näher zu treten.

Isa folgte der Anweisung nur vorsichtig. Sie war sich nicht sicher, ob das Baby in Tonks Armen schlief, und sie wollte Teddy nicht aufwecken, indem sie Lärm machte. Sie flüsterte eine Begrüßung, was Remus hinter ihr zum Lachen brachte. „Mach dir mal keine Sorgen, dass du ihn wecken könntest. Er schläft schon seit einer Stunde wie ein Murmeltier.“

Mehr als ein Nicken brachte sie trotzdem nicht zustande, denn in diesem Moment fiel ihr Blick das erste Mal auf den kleinen Edward Remus Lupin und ihr stockte der Atem. Ob er die Krankheit seines Vaters geerbt hatte, hatte sie noch nicht mit Remus besprochen, doch eine Sache stand fest. Er hatte eindeutig die Fähigkeiten seiner Mutter geerbt, denn kein Kind kam mit hellgrünen Haaren auf die Welt.

„Möchtest du ihn gerne halten?“, erkundigte Tonks sich und Isa nickte ein weiteres Mal.

Sie ließ sich neben Tonks auf dem Bett nieder und sehr langsam und sehr vorsichtig nahm sie der jungen Mutter ihren Sohn ab. In diesem Moment wurde ihr klar, was Roger gemeint hatte, als er sagte, dass er sich Sorgen gemacht hatte, sie als Baby zu zerdrücken. Der kleine Junge in ihrem Arm wirkte so unfassbar zerbrechlich und unschuldig, dass es Isa die Tränen in die Augen trieb. Mit einem liebevollen Lächeln beobachtete sie, wie Teddy langsam die Augen aufschlug. Sein Blick war ein wenig unfokussiert und verschlafen, aber das machte ihn noch niedlicher.

„Er ist wirklich niedlich“, hauchte sie leise und Remus neben ihr gluckste vergnügt. Sie warf ihm einen kurzen, vorwurfsvollen Blick zu, bevor sie sich wieder Teddy zuwandte, „hör auf die lachen. Ich halte zum ersten Mal mein Patenkind in den Armen.“

Ein weiteres Mal gluckste Remus und legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Und schon ist der Beschützerinstinkt geweckt.“

„Was besseres kann Teddy gar nicht passieren“, kommentierte Tonks lächelnd.

Isa hörte den beiden nur mit halbem Ohr zu, denn ihre gesamte Konzentration lag auf Teddy, der gerade seine Haarfarbe zu einem dunklen Braun wechselte, nur um direkt darauf wieder grüne Haare zu bekommen. Isa beobachtete das Schauspiel mit einem freudigen Lächeln und schüttelte langsam den Kopf. „So schnell wie er die Farben wechselt, kann einem schwindelig werden.“

„Wenn er wach ist, macht er das ständig“, stimmte Tonks ihr lachend zu, „ich kann ihn auf jeden Fall nicht verleugnen.“

„Nein, das kannst du wohl nicht“, meinte Isa lachend, „aber dann habe ich noch eine weitere Frage...“

„Ob er von mir auch die Eigenarten abbekommen hat?“, schloss Remus leicht grimmig, doch Isa nickte einfach. Sie kannte ihn gut genug, um über diese Gefühlsausbrüche hinwegzusehen, wenn es um seine Lykanthropie ging, „laut Bernie gibt es keinerlei Anzeichen. Er ist vollkommen gesund.“

„Das sind wirklich gute Nachrichten“, erwiderte sie schlicht und schaute zu Remus auf, der ihr zustimmend zunickte. Isa schenkte ihm ein fröhliches Lächeln und wandte den Blick dann wieder auf Teddy, der noch immer verschlafen zu ihr hochblickte.

Noch eine ganze Weile saß sie auf dem Bett und unterhielt sich leise mit Remus und Tonks. Andromeda brachte ihnen nach einiger Zeit Tee und Kekse nach oben und beteiligte sich für eine Weile an den Gesprächen. Teddy lag unterdessen in seiner Wiege und schlummerte friedlich vor sich hin. Immer wieder erwischte Isa sich dabei, wie sie das kleine Baby anstarrte. Das liebevolle Lächeln auf ihrem Gesicht schien für diesen Tag festgewachsen zu sein.

„Dir ist aber bewusst, dass Teddy nicht wegläuft, nur weil du ihn zwei Minuten nicht beobachtest, ja?“, erkundigte Remus sich nach einiger Zeit lachend, doch seine Frau warf ihm einen tadelnden Blick zu und schüttelte den Kopf.

„Du brauchst hier gar nicht so große Töne spucken, mein Freund“, kommentierte sie grinsend, „du kannst die Augen ja auch nicht von ihm lassen!“

Sie alle verfielen in leises Lachen, das Teddy aufweckte. Meckernd streckte er die Arme und schon im nächsten Moment begann er lauthals zu quäken. Remus war schneller auf den Beinen, als Isa überhaupt hätte blinzeln können, und hob den kleinen Mann aus seiner Wiege. Sofort wurde das Weinen etwas leiser, doch er verstummte nicht vollständig, sodass Remus ihn an Tonks weitergab, die ihnen beiden einen kurzen fordernden Blick zuwarf.

„Komm mit“, richtete Remus sich an Isa, „wir lassen Tonks in Ruhe stillen und schauen mal, ob wir unten einen Tee bekommen können.“

„Guter Plan“, stimmte sie ihm zu und mit einem kurzen Blick auf den weinenden Teddy, folgte sie ihm aus dem Schlafzimmer heraus.

Draußen auf dem Flur blieb Remus kurz stehen und schien tief durchzuatmen. Isa ließ ihm einige Sekunden Zeit, bevor sie neben ihn trat und ihn von der Seite ein wenig musterte. „Bernie wird morgen noch einige Tests durchführen, um zweifelsfrei abzuklären, ob Teddy nicht doch ein wenig zu viel von mir geerbt hat.“

„Aber bis jetzt deutet nichts darauf hin“, stellte Isa schulterzuckend fest und legte ihm eine Hand auf den Unterarm, „und die Aufzeichnungen, die ich gefunden habe, besagen alle, dass beide Elternteile betroffen sein müssen.“

„Und wenn die Aufzeichnungen sich irren?“, erkundigte Remus sich seufzend.

„Ich habe über einhundert Erfahrungsberichte und Akten durchgesehen, Bernie hat mir Unterlagen aus Deutschland und der Schweiz besorgt“, begann sie aufzuzählen, „und ich habe aus drei weiteren internationalen Bibliotheken Bücher angefordert und durchgesehen. Wie viele Menschen meinst du, können sich zum gleichen Thema irren?“

„Alle!“, stellte er trotzig fest und Isa begann ein wenig zu lachen.

„Du bist besorgt und ein bisschen paranoid“, stellte sie liebevoll fest, „aber das ist okay, wenn es um deinen Sohn geht. Es wird schon alles gut werden und egal was ist, du und Tonks, ihr werdet ihn sowieso immer lieben.“

„Und so wie es aussieht“, stellte er neckend fest, „wirst du ihn auch immer lieben.“

„Oh ja“, lachte sie leise, „ich glaube, ich habe mich ein bisschen in deinen Sohn verliebt.“
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