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Die Geschichte von Schlesien Teil 1

GeschichteAllgemein / P12
Deutschland OC (Own Character) Preussen
25.04.2020
30.05.2020
6
4.156
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25.04.2020 861
 
Hallo und herzlich Willkommen.


Lange habe ich an dieser Geschichte gearbeitet und sie auch überarbeitet, doch jetzt ist es endlich soweit. Diese Geschichte ist zudem eine, die mir sehr am Herzen liegt und ich möchte sie den Menschen widmen dich mich inspiriert haben. Viele von ihnen sind leider nicht mehr bei uns, doch ich hoffe sehr, dass sie ihnen und auch euch trotz Allem gefällt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, bleibt gesund und denkt daran:


Wörter sind kleine Wesen, die auch erst das schreiben lernen müssen.


Eure Luna D. Angel




Die Geschichte Schlesiens Teil 1


Berlin 1945

Der Krieg war verloren. Das wusste Ludwig ganz von selbst. Auch wenn noch immer Schüsse zu hören waren und hier und da Bomben explodierten. Die letzten Widerstände wurden zerschlagen und die Menschen, die sich nicht ergaben, getötet. Es hatte doch alles keinen Sinn mehr. Er warf seine nutzlos gewordene Waffe in den nächst besten Trümmerhaufen. Sein Land hatte keine Führung mehr. Diese feigen Hunde hatten ihn und seinen Bruder mit der Verantwortung allein gelassen. Mit ihrem Tod hatte sich der Schleier gelegt, der ihm die klare Sicht genommen hatte und mit einem Schlag war ihm bewusst geworden was da in seinem Namen geschehen war. Hätte er noch Munition gehabt hätte er in diesem Moment seinem Leiden wohl ein Ende gesetzt. Ob es jetzt gut oder schlecht war, dass er schon lange keine mehr hatte, konnte er nicht sagen. Sein leerer Blick fiel auf eine Pfütze am Boden vor ihm. Nichts war mehr zu sehen von der jungen Nation, die er eigentlich war. Alles was er in der Reflektion sah war ein gebrochener Mann mit trüben Augen und rußverschmiertem Gesicht, in einer Uniform, die ihm und vielen anderen Ländern Leid und Schmerz gebracht hatte. Wut kochte in ihm auf als er nach den Orden an seiner Uniform griff und sie herausriss. Gerade wollte er sie zu seiner Waffe in die Trümmer werfen, da erstarrte er und die Orden fielen ihm aus der Hand.

Mit Schock geweiteten Augen sah er zu dem Weißblonden Mann der regungslos in den Trümmern eines Hauses lag. Wie von selbst hastete der Blonde los und stolperte mit zittrigen Schritten über die Trümmer seiner Stadt. Das durfte einfach nicht wahr sein. Es durfte ihn einfach nicht getroffen haben. Nicht ihn. Nicht seinen Bruder. "Gilbert!" Ludwigs Stimme war zittrig und rau. Neben dem Albino angekommen verließen ihn die Kräfte und er sank neben seinem Bruder auf die Knie. Langsam öffnete der ältere die roten Augen. "Hallo, West" krächzte er angestrengt durch den Staub in seiner Lunge. "Tut es bei dir auch so weh?" Sanft nahm Ludwig die Hand des am Boden liegenden und nickte. Ja, es tat weh. Sein Körper zitterte vor Schmerz. So viele Städte waren durch die Bomben zerstört worden. Und jetzt wo sein Geist nicht mehr benebelt war spürte er auch wieder die Menschen. Er spürte all ihre Leiden und Qualen. Wie hatte er sie nur vorher nicht spüren können. Und wie hatte er das Ganze überhaupt zulassen können. "Mach dir keine Sorgen, West. Wir haben doch schon Schlimmeres durchgestanden." grinste Gilbert so gut es ihm möglich war, um seinen kleinen Bruder aufzumuntern. Diese Worte beruhigten Ludwig zwar nur mäßig, aber es war gut das Gilbert nicht schwer verletzt worden war. Jetzt fehlte nur... Nur am Rande bekamen sie mit wie sich die schweren Schritte von Soldaten näherten, von denen sie kurz danach umstellt wurden. Klackernd richteten diese ihre Waffen auf die Brüder. "Stehen sie auf und gehen sie von dem Mann weg" das Deutsch des britischen Soldaten war schwer mit Akzent belastet. "Nein, er..." Ludwig versuchte sich zu rechtfertigen, versuchte bei seinem Bruder zu bleiben doch der Soldat unterbrach ihn harsch. "Gehen sie sofort von dem Mann weg oder wir schießen." "Nein, wir..." Aus der Ferne konnte Ludwig schnelle Schritte hören und Befehle, die die Soldaten dazu bewegen sollten, die Waffen zu senken.

Verzweifelt versuchte England so schnell wie möglich an seinem Ziel anzukommen. Vor etwa zwei Minuten hatte er Meldung von seinen Soldaten bekommen das Deutschland gefunden worden war, vermutlich in Begleitung von seinem Bruder Preußen. Sie seien von Soldaten umstellt. Genau das war der Grund weshalb England versuchte so schnell wie möglich vor Ort zu sein. Alle Soldaten hatten den Befehl auf Menschen, die nicht das taten, was einer der Alliierten sagte zu schießen. Und er kannte den Dickkopf der Deutschen. In Normalen Situationen waren Personifikationen nicht in der Lage von Menschen getötet zu werden, doch heute war nichts normal. Sie alle waren übel mitgenommen und erst letzte Woche hatte eine Gewehrkugel Frankreich in ein dreitägiges Koma geschickt. Er bezweifelte stark das Ludwigs oder Gilberts Herz so etwas aushalten würden, jetzt da Berlin in Trümmern lag. England wollte einen fairen Prozess für die Beiden und keine Hinrichtung. Als die Soldatentruppe in Sicht kam brüllte er ihnen entgegen sie sollen die Waffen senken und auf gar keinen Fall schießen. Er setzte alles daran rechtzeitig vor Ort zu sein, aber er war zu spät. Genau in dem Moment, in dem Arthur die Gruppe erreichte, fiel ein Schuss.


Fortsetzung folgt...
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