You are the risk I'll always take

von MarisaAdr
GeschichteRomanze, Familie / P12
Kelly Severide OC (Own Character)
24.04.2020
14.07.2020
33
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24.04.2020 1.246
 
Ich drehe den Wasserhahn zu, trockne meine Hände ab und betrachte für einen Moment die Fliesen an der Wand. „Stella? Wie weit bist du? Frühstück ist fertig und ich mag weder kalten Kaffee noch kalte Pancakes.“ Kelly klopft an die Badezimmertür und ich reiße meinen Blick von den Fliesen. „Einen Moment.“ Ich nehme eines der schwarzen Haargummis aus dem Schrank, knote meine Haare unordentlich im Nacken zusammen und schließe die Tür auf. „Dein Glück, dass ich warme Pancakes und heißen Kaffee auch viel lieber mag.“ Ich setze mich auf dem Barhocker neben Kelly und greife nach meiner Kaffeetasse. „Ich könnte mich daran gewöhnen morgens so von dir bedient zu werden. Ich mache mich fertig und du machst Frühstück.“ Für einen Moment betrachte ich Kelly lächelnd von der Seite, dann lehne ich mich zurück und trinke einen Schluck Kaffee. „Frische Pancakes, leckerer Kaffee, was will ich mehr.“ Kelly schnaubt und trinkt ebenfalls einen Schluck Kaffee. „Vielleicht können wir uns auf alle zwei Wochen oder sowas einigen. Aber nicht jeden Tag.“ Kelly stellt seine Kaffeetasse ab, nimmt mir meine aus der Hand und stellt sie daneben. „Ach, und warum nicht?“ „Weil ich möglicherweise morgens auch hin und wieder andere Pläne mit dir habe als aufzustehen.“ „Ach ja und was sind das für Pläne?“ „Hör auf zu reden und lass mich dich endlich küssen.“
Kelly löst sich von mir als Casey in die Küche kommt. „Morgen.“ Casey gießt sich ebenfalls Kaffee ein und trinkt die Tasse in einem Zug leer. „Ich bin gleich weg, heute Abend im Molly’s?“ Ich nicke und greife nach meiner Kaffeetasse. „Gut. Bis heute Abend.“ Und dann fällt die Tür hinter Casey zu. Ich drehe mich zu Kelly um. „Hat er gerade wirklich indirekt gesagt, dass wir die Wohnung den restlichen Tag nur für uns haben?“ „Sieht so aus. Das heißt du solltest deine Pancakes besser schnell aufessen, ich kann dir nicht sagen wann du heute wieder zum Essen kommst.“ „Du willst mir also sagen, dass ich mir völlig unnötig eine Jeans und ein Shirt angezogen habe? Oh und wegen dem essen flüchte ich dann einfach in meine Wohnung.“ Grinsend schiebe ich mir ein großes Stück Pancake in den Mund. „Stella, ich will nicht, dass du wo anders hingehst um zuhause zu sein. Deine Sachen sollten hier sein, weil du immer hier sein solltest. Also, ziehst du wieder hier ein?“ „Ich meine, was zur Hölle, man sollte mit dem zusammen leben, den man liebt, richtig.“ „Macht Sinn.“

„Wir sollten aufstehen und uns fürs Molly’s fertig machen. Herrmann reißt mir den Kopf ab wenn ich zu spät bin und erst recht wenn er erfährt, dass du der Grund dafür bist.“ Kelly grinst und zieht mich enger an sich. „Gib mir mein Handy, ich rufe Herrmann an und sage ihm, dass du heute nicht kommen wirst weil ich andere Pläne mit dir habe, Pläne von denen ich ihm gerne Details erzähle die er nicht wissen möchte.“ „Du bist unmöglich. Komm schon, wir hatten den ganzen Tag die Wohnung für uns, konnten die Finger nicht voneinander lassen und wir wissen beide, dass, wenn wir jetzt nicht aufstehen, es genauso weiter gehen würde. Ich meine damit nicht, dass ich abgeneigt wäre, ganz im Gegenteil, aber ich habe Herrmann versprochen heute zu kommen.“ Ich gucke Kelly bittend an. „Na gut, aber nur weil du es bist und unter drei Bedingungen. Erstens, sobald Herrmann sagt du kannst gehen sind wir weg, mir dann auch egal ob Casey wieder da ist, zweitens nach der nächsten Schicht fahren wir beide zu Bennys Hütte, nur wir beide und drittens, wenn wir jetzt aufstehen, gehen wir noch schnell duschen. Und ich akzeptiere keine Wiederrede.“ Ich setze mich auf, stütze mich auf die Unterarme und ziehe die Augenbrauen hoch. „Dann sollten wir aber schnell unter die Dusche, so viel Zeit haben wir nicht mehr.“ Ich schlage die Decke zurück, hebe Kellys Shirt vom Boden auf und ziehe es mir über den Kopf.
Zwanzig Minuten später trage ich wieder Jeans und ein schwarzes T-Shirt, bin geschminkt und habe meine Haare zum Zopf zusammen gebunden. „Fertig? Können wir los?“ Kelly nickt, steckt sein Handy in die Hosentasche und nimmt die schwarze Lederjacke von der Garderobe. „Na los. Vielleicht kann ich ja über die Bar hinweg auch noch ein paar Küsse erhaschen.“ Ich nehme meine eigene Lederjacke und meine Tasche von der Garderobe und öffne die Wohnungstür. „Man könnte fast meinen du wärest süchtig nach mir.“ Kelly grinst und legt seinen Arm um meine Taille. „Wer weiß, vielleicht bin ich das ja.“

Ich stehe hinter der Bar, Kelly sitzt mir mit einem Bier in der Hand gegenüber, Cruz sitzt neben ihm. „Wisst ihr woran ihr zwei mich gerade erinnert. Damals als ihr beide das erste Mal was miteinander hattet und Severide auf Wohnungssuche war, weil er Casey und Dawson nicht mehr zur Last fallen wollte wegen Louie?“ Kelly wirft Cruz einen skeptischen Blick zu und ich ziehe ebenfalls die Augenbrauen hoch. „Naja, Kidd hatte dir angeboten eine Weile bei ihr einzuziehen, worauf du meintest, dass du nicht gerade gut darin wärest monogam zu sein, worauf Kidd meinte sie würde dir ja keinen Ring an den Finger stecken.“ „Ja und du sagtest, dass du Autounfälle gesehen hast die weniger schlimm waren als meine Aktion. Ich erinnre mich.“ Kelly nimmt einen großen Schluck aus seiner Bierflasche. „Aber die Zeiten haben sich geändert, Joe. Ich bin nicht mehr der, der ich damals war.“ Ich stütze mich mit beiden Armen auf dem Tresen ab. „Ja, das stimmt wohl. Ich meine wir wohnen jetzt zusammen und ich war nie glücklicher.“ Cruz nickt lächelnd und Kelly umschließt meine eine Hand und streicht mit dem Daumen über den Handrücken. „Ich gönne es euch beiden wirklich glücklich zu sein, miteinander glücklich zu sein. Ihr habt beide so viel Scheiß durchgemacht.“ „Okay, Cruz, es reicht jetzt, du wirst noch zum Romantiker wenn du so weiter machst. Und das alles erst seitdem du Chloe den Heiratsantrag gemacht hast.“ Cruz hebt entschuldigend beide Hände und dreht sich von uns weg, zu Mouch. „Aber er hat Recht, Kelly. Wir haben beide in unseren Leben schon viel durchgemacht und das nicht nur bezogen auf unseren Job.“ „Ja, vielleicht stimmt das. Und jetzt lass uns nicht über schreckliche Vergangenheiten reden, sondern über schöne Erinnerungen, die Zukunft.“ „Weißt du was du damals auch gesagt hast? Das du eher reagierst als planst. Ich schätze auch das hat sich geändert.“ Kelly nickt und nimmt einen weiteren Schluck Bier. Ich trete hinter dem Tresen hervor, stelle mich neben Kellys Barhocker und Kelly sieht mich in seine Arme. „Ich liebe dich, Stella Kidd.“ Ich drücke Kelly einen kurzen Kuss auf die Lippen. „Ich liebe dich auch, Kelly Severide.“ Ich löse mich aus der Umarmung, Kelly greift nach meiner Hand und legt unsere verschränkten Hände auf den Tresen. Er betrachtet mich lächelnd von der Seite, bis ich lachen muss und den Kopf zu ihm drehe. „Was ist?“ „Nichts.“ Ich ziehe die Augenbrauen hoch und verschränke die Arme vor der Brust. „Erzähl mir keinen Unsinn. Du hast was!“ „Okay, gut, wenn du es hören willst.“ Kelly zieht mich wieder in seine Arme. „Seitdem du fast deinen einen Lungenflügel verloren hättest, habe ich während jeder Schicht Angst ohne dich nach Hause gehen zu müssen oder dich wieder in einem Krankenbett liegen sehen zu müssen.“ „Sagt der, der gefühlt ständig irgendein Risiko bei einem Einsatz eingeht. Ne, aber mal ehrlich. Es geht mir doch nicht anders. Aber unsere Beziehung, du, bist ein Risiko was ich immer eingehen werde.“
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