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Das Haupt der Krone

von Ellcani
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Bard Fili Kili Sigrid Tauriel Thorin Eichenschild
24.04.2020
23.06.2022
39
155.793
16
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89 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
23.06.2022 2.786
 
"Hallo!" Rufe ich nach 6 MONATEN (!!!) zu meiner Leserschaft und hoffe, dass noch jemand da ist... Dankt meinem Freund, dass er mich gezwungen hat endlich mal wieder zu schreiben... es ist aber auch viel passiert das letzte halbe Jahr. Studiumsabbruch, Selbstfindung, Umzug, Praktikum, Bewerbungen... aber hey, ein kapitel ist geschafft. Zwar ein kleines aber ich verbuche das als Erfolg! Es tur mir wahnsinnig leid, für uns alle. Denn auch mir hat es vel gegeben endlich wieder zu Fíli und Sigrid zurück zu kehren.
Viel Spaß mit diesem Kapitel! (Falls denn noch irgendwer da ist und auf meinen Ruf reagieren kann) <3

⸙ ⸙ ⸙


Sigrid wusste nicht wie spät es war, als sie sich endlich aus dem Bett ihrer Schwester befreien hatte können. Irgendwann hatte sie befürchtet selbst einzuschlafen, als ihre Lider immer schwerer wurden und die Dunkelheit und Stille sie einlullte. Doch erstaunlicherweise war sie wach geblieben. Vielleicht waren es die vielen Gedanken die sie wach hielten, vielleicht aber auch ihr Arm, der unter Tilda eingeschlafen war und nun unangenehm kribbelte. Sie rieb sich die Stelle und massierte sie, während sie durch die Gänge lief. Ein leises Ächzen entfuhr ihr und dann ein kleines Stöhnen, als das Gefühl zurück in ihre Glieder kehrte.
Sie war so sehr damit beschäftigt, dass sie erst spät bemerkte, dass sie nicht allein in diesen Gängen war.
Vor ihr im Gang erschienen mehrere Silhouetten und wie aus einem Reflex stolperte sie einige Schritte zurück und floh in eine kleine Ausbuchtung in den steinernen Gängen.
Sie hatte nicht erkannt, wer da auf sie zu kam, nur dass die Gestalten zu groß für Zwerge waren.
Als die Schritte näher kamen und sie hören konnte, was die Stimmen sich zuraunten, war sie heilfroh offenbar nicht entdeckt worden zu sein.
„Was für eine Unverschämtheit!“
„Sei leise! Sonst hört dich noch jemand!“ raunte jemand.
„Wer denn? Die sind doch alle auf dieser Feier.“
Sigrid hörte wie etwas fort getreten wurde und vor ihr landete ein kleiner Kiesel, der von den Dienern bei der Reinigung der Gänge übersehen worden sein musste. Sigrid zog sich noch ein Stück weiter in die Schatten zurück, eine Hand noch immer an der schmerzenden Stelle ihres Armes. Zu perplex um locker zu lassen. Sie klammerte sich gerade zu an sich selbst fest. Irgendetwas in ihr sagte ihr, dass sie sich unter keinen Umständen zu erkennen geben sollte.
„Dieses blöde Fest!“ zeterte die erste Stimme da weiter. „Ich versteh' nicht, was wir hier sollen! Was interessieren mich diese Zwerge?!“
Sigrid musste sich zwingen, kein Zischen zu äußern. Doch ihr gefiel gar nicht, was dieser Mann da von sich gab und sie erwartete nur schlimmeres.
„Du hast doch gehört, was die Königin sagte. Geht es um Sigrid, geht es auch um sie.“ Die zweite Person versuchte offenbar den Frieden zu wahren und sprach auch viel leiser als die Erste.
„So ein Unsinn. Und es geht auch nicht um die Prinzessin, wenn man sie überhaupt so nennen kann.“
„Ssh!“ zischte der andere da, offensichtlich etwas aufgebrachter. „Wenn das irgendwer hört, können wir gleich in die Kerker gehen!“
„Pff, sollen sie doch, da müssten sie erst einmal gegen mich ankommen!“
„Zwerge sollen große Kämpfer sein. Hast du nicht davon gehört, wie sie den Berg zurückbekommen haben?“
„Und du glaubst das?“ Der erste war nun doch etwas leiser geworden, doch die Schritte kamen näher und Sigrid hielt immer wieder die Luft an. „Ich soll ernsthaft glauben, dass das alles so ablief?“
„Was lässt dich daran so zweifeln?“
„Es sind Zwerge! Sie hätten lieber in ihren Mienen bleiben sollen, das sag ich dir! Wahrscheinlich haben sie sich in ihrer Sturheit und Wildheit nur alle gegenseitig die Schädel eingeschlagen. Dass sie Streit mit den Elben haben ist das eine, doch warum dass nun Angelegenheit der Menschen sein sollte...“
„Sie scheinen sich doch nun alle recht gut zu verstehen. Und man muss ihnen zu gute halten, dass sie einen Drachen töteten.“
„Ja sicher.“ Der erste schnaubte verächtlich. „Wahrscheinlich war der schon lange tot.“
„Tot? Und wie ist dann die Seestadt gefallen?“
„Mein Vater sagte, dass die Leute sich wohl alle nur selbst anzündeten. Du hast mitbekommen, dass der Master der Seestadt dabei fiel? Übernimmt der Pöbel die Macht, bricht Chaos aus. Kein Wunder, wenn sie keinen haben der sie führt.“
„Jetzt haben sie jemanden.“
„Ja, einen Bootsmann, der das ganze rein zufällig überlebt hat.“ Dazu sagte der andere nichts mehr, doch Sigrid spürte wie ihre Wangen warm wurden bei dem, was sie da hörte. Sie musste sich zwingen , nicht hervorzutreten und diese beiden zur Rede zu stellen. Zu gern hätte sie gewusst wer da so etwas von sich gab, in den Hallen der Zwerge die sie einluden.
Einen Moment sagte keiner der beiden etwas. Dann trat ein Fuß den Kiesel vor Sigrid fort und die schreckte weiter zurück, bis sie gegen die Wand hinter sich stieß. Die Gestalten traten in ihr Blickfeld, doch nur kurz und das Licht war zu schwach, ihre Augen zu müde um sie zu erkennen, geschweige denn zu identifizieren.
„Dass mein Vater mich zwingt hier her zu kommen, das alles über mich ergehen zu lassen und um die Hand dieser... dieser Revolutionärin zu buhlen...“
„Ihr Blut macht sie königlich. Und sie wäre nicht die schlechteste Partie.“
„Du bist viel zu gutgläubig! Was irgendwer sagt, ohne einen Stammbaum nachweisen zu können legitimiert einen noch lange nicht!“
„Du zweifelst ihren Statuts an?“ der Zweite wurde nun immer leise und Sigrid erkannte, wie er sich einmal zu allen Seiten umsah. Glücklicherweise nicht in Richtung der Nische in der sie sich befand.
Der erste schnaubte zur Antwort nur verächtlich.
„Wenn du sie nicht als Prinzessin siehst, warum sind wir dann hier?“
Die Schritte verstummten urplötzlich, ehe ein kleinerer Tumult ausbrach. Schließlich hörte Sigrid ein Ächzen. Vorsichtig und so leise wie eine Maus lugte sie in den Gang hinaus wo sie sah, wie einer der beiden den anderen gegen die Wand drückte und am Kragen hielt.
„Ich werde nicht als Verlierer in meine Heimat zurück kehren! Mein Vater will, dass ich sie kriege, dann bekomme ich sie auch!“
Er ließ den anderen los, der zu Boden fiel und sich den Hals rieb. Ein kleines Husten entwich ihm.
Sigrid konnte nicht fassen was sie da sah und hörte, war aber geistesgegenwärtig genug sich schnell wieder zurückzuziehen, als der Erste sich umblickte.
„Das kann doch nicht sein, dass irgendwelche Dorftrottel hier schlafen und wir in diesen verstaubten Kammern!“
Der erste hustete, brachte aber wieder ein paar Wörter raus. „Ich sagte doch, wir sind falsch hier.“
„Das weiß ich selbst!“ Sigrid hörte ein dumpfes Geräusch und ein weiteres Ächzen. „Hör auf zu jammern und steh auf!“ Zog er den anderen wieder auf die Füße?
Dann kehrten die Schritte in ihre Richtung zurück.
„Die Zwerge verhöhnen uns und dir fällt das nicht einmal auf! Die Kammer, das Fest auf dem sie jedem mehr Aufmerksamkeit schenken außer uns, mit ihrer Nähe zu dem König und der Prinzessin und mit der Dreistigkeit bei diesen Beziehungen mitspielen zu wollen!“
Der andere sagte nichts mehr und als sie an Sigrid vorbei traten, erkannte sie, wie sich einer der beiden den Bauch hielt. Hatte der erste auf den am Boden liegenden eingetreten?
„Völlig egal, was die hier alle für ein Theater veranstalten, von unserem Vorhaben hält uns das nicht ab. Hörst du?!“
„Ja...ja, sicher Herr.“
„Gut.“
Die Schritte entfernten sich und die Stimmen wurde schwieriger zu hören.
„Valar bin ich froh, wenn ich aus diesem Steinbruch raus und wieder zuhause bin!“
Sigrid lugte aus ihrer Nische hervor und das letzte was sie von den beiden Männern sah bevor sie in einen anderen Gang abbogen war das unverkennbar helle und lange Haar und die dazu passenden Kleider des Prinzen von Anórien.

Sigrid wusste kaum, wohin mit sich. Sie wusste nicht, was sie dort gehört hatte, was der Prinz Anóriens vorhatte, doch das was sie gehört hatte, gefiel ihr überhaupt nicht. Solch Respektlosigkeiten gegenüber ihrer Gastgeber, die Zweifel gegenüber ihr und ihrem Vater und ein solcher Umgang mit seinem Dienstboten.. am liebsten würde Sigrid direkt zu diesem Prinzlein laufen und ihn eigenhändig vom Land scheuchen. Oder noch besser, direkt in den dunkelsten Kerker werfen, den der Erebor zu bieten hatte. Doch sie ermahnte sich selbst zur Besinnung. Was auch immer er vorhatte, schwere Vorwürfe wie diese würde man ihr nicht so einfach glauben. Das heißt, ihre Leute hier vielleicht schon. Aber so etwas würde schnell nach Anórien durchdringen und der König würde sicherlich eher seinem Sohn glauben, als einem Mädchen, dem er nicht einmal ihren Stammbaum glaubte.
Aber was sollte sie jetzt tun? Ihrem Vater alles erzählen? Nein. Bei ihm würde es dadurch sofort zu etwas politischem führen und genau das musste sie jetzt vermeiden. Sollte sie Fíli erzählen, was sie gehört hatte? Besser nicht. Der Prinz hatte auch die Zwerge schwer beleidigt und das würde noch schneller politisch werden. Und wenn sie nur das ausließ? Dann hatte er immer noch Sigrid und ihre Familie schwer beleidigt, allein schon indem er ihre Legitimation anzweifelte. Das würde Fíli nicht billigen und die Königin ebenso wenig und dann wäre es ebenso politisch.
Vielleicht sollte sie es jemandem erzählen, der nicht so sehr in politische Wirrungen eingebunden war.
Hilda und Ivar. Denen konnte sie immer alles erzählen. Hilda würde toben vor Wut und Ivar würde versuchen so diplomatisch wie möglich an die Sache heranzugehen. Doch zumindest hatten die beiden keinen politischen Einfluss und somit war es für die Öffentlichkeit egal, was sie dachte oder sagten. Oder waren sie schon zu eingebunden in die Königshäuser von Thal und Erebor, dass es nicht mehr so egal war? Wenn Hilda davon Bescheid wüsste, wüsste es bald auch Königin Dís und damit auch Fíli und Bard.
Sigrid hatte das Gefühl sich im Kreis zu drehen.
So sehr, dass sie nicht bemerkte, wohin sie ihre Füße trugen, bis sie wieder in der Festhalle stand und Fíli sie besorgt ansah. „Alles in Ordnung?“
Er griff nach ihrer Hand, doch sie zog sie weg. Ihr Blick flog zu dem Tisch der Prinzen, doch der Prinz Anóriens war nicht dort. Vermutlich war er ins Bett gegangen, er hatte ja seine Kammer gesucht.
„Sigrid, was ist denn?“ Fílis Stimme drängte sich in ihr Bewusstsein und sie brauchte einen Moment bis ihr bewusst wurde wo sie war und was für ein Bild sie abgeben musste. Sie sah ihn an und atmete tief durch. Dann setzte sie einen entspannt Gesichtsausdruck auf und lächelte. „Ja, alles Bestens. Wirklich.“
Dann fiel ihr wieder ein, weshalb sie weg war und wo sie eigentlich hin wollte. „Tilda war nur müde und gereizt. Sie möchte sich bei dir entschuldigen.“
Fíli sah sie forschend an und nickte dann langsam. Sigrid erkannte aber, dass er ihr nicht vollends glaubte. Sie grinste ihn an und hoffte, dass er es damit auf sich beruhen lassen würde. Es war jedoch nicht hilfreich, dass nun auch Caíron mit einem besorgten Blick zu ihnen trat. „Prinzessin, alles in Ordnung?“ Sein Blick flog zwischen Sigrid und Fíli hin und her und Fíli war offensichtlich nicht begeistert von seiner Anwesenheit.
„Ja.“ platzte es aus Sigrid heraus. Vielleicht etwas zu schrill. „Ja, alles gut. Ich bin nur...müde.“
Die beiden starrte sie an und sie wich ihren Blicken aus. Sie würde sich selbst kein Wort glauben. Also entschloss sie sich dazu, einfach zu fliehen, bevor sie weiter nachhaken konnten. „Es ist ohnehin spät und ich... ich bin einfach nur müde. Ich wollte mich nur verabschieden.“
Sie grinste die beiden wenig glaubhaft an, dann wirbelte sie auf ihrem Absatz herum und machte sich auf den Weg. Doch hinter ihr hörte sie Schritte und schon war Fíli wieder neben ihr. „Lasst mich Euch begleiten.“
„Nein.“ rief sie da, etwas zu laut. Also versuchte sie sich zu zügeln. „Nein, bitte. Es ist wirklich alles in Ordnung. Ich möchte nur noch ins Bett. Feiert bitte weiter und wir sehen uns später.“
Fílis Blick war verwirrt und auch etwas verletzt. Sigrid wusste, dass er die Zweisamkeit in den dunklen Gängen nutzen wollte um offen mit ihr zu reden, damit sie ihm doch noch verriet was mit ihr war, doch genau das wollte sie jetzt nicht.
Da erschien Caíron hinter Fíli und sah sie ähnlich verwirrt an. „Darf ich Euch ein Stück begleiten?“
Sigrids Blick flog zu ihm und auch Fíli sah ihn überrascht und auch etwas wütend an. Er setzte schon zu etwas an, da unterbrach Sigrid ihn. „Ja, sicher, warum nicht?“
Warum nicht? Ihr würden fünfzehn Gründe einfallen warum nicht. Angefangen bei der Ungehörigkeit dessen und endend bei dem verletzten Blick von Fíli den er ihr nun unverblümt zuwarf. Sigrid wusste nicht, warum sie dem Prinzen Rohans zustimmte und ihm erlaubt mit ihr durch einsame dunkle Gänge zu wandeln, doch sie beschloss einfach ihren Instinkten zu glauben. Und es war ein Instinkt gewesen ihm hier jetzt zuzustimmen. Vielleicht war es nur, damit sie endlich von ihr weg kam, vielleicht war es aber auch mehr. Also ignorierte sie den Blick von Fíli und ging einfach los, ohne auf Caíron zu warten. Doch er folgte ihr ohne ein Wort, bis er schließlich an ihrer Seite ging.
Sie liefen schweigend, bis die Gänge leerer waren und nur ihre eigenen Schritte von den Wänden widerhallten.
„Also,“ begann Caíron und Sigrid musste sich ein Seufzten verkneifen. „der Prinz schien nicht sonderlich begeistert. Ich sollte ihm wohl vorerst aus dem Weg gehen, wenn ich meinen Kopf behalten möchte.“ Er lachte etwas gekünstelt in sich hinein und versuchte offenbar die Stimmung aufzulockern. Sigrid starrte nur auf ihre Füße.
Nach einer Weile begann Caíron wieder. „Wollt Ihr sagen, was Euch so aufwühlt?“
Sigrid schloss kurz die Augen. Dann entschied sie sich für ihre Ausrede.
„Meine Schwester war vorhin etwas wild und ich habe sie zu Bett gebracht. Das war auch schon alles.“
„Mh-mh“ sinnierte er und sie spürte seinen Blick auf ihr. Er glaubte ihr nicht. Zumindest schien er zu spüren, dass da noch mehr war. Sein Blick brannte gerade zu auf ihr und ihr aufgewühltes Innere konnte dem nicht all zu lange standhalten. „Sagt,“ begann sie da leise „wie ist die Stimmung zwischen Euch Prinzen?“
Caíron schien überrascht von dieser Frage, antworte nach einem Moment aber. „Ich halte mich größtenteils im Hintergrund. Das hatte ich Euch ja schon erzählt. Mit den meisten verstehe ich mich aber ganz gut. Und es gibt immer jemanden, mit dem man sich nicht allzu gut versteht.“
„Zum Beispiel mit dem Prinz von Anórien?“
Caíron stutzte, musste dann aber grinsen. „Ja, zum Beispiel. Wir sind einfach grundverschiedene Menschen. Und ich denke, das ist auch in Ordnung so.“
„Sehr diplomatisch ausgedrückt.“ murmelte Sigrid, doch sein Grinsen steckte auch sie an.
„Aber ja,“ sagte er „Freunde werden wir wohl nicht.“
Sigrid sah auf und erkannte, dass sie eine Weggabelung erreicht hatten, an der sie sich trennen mussten. Also bleib sie stehen und sah zu ihm herüber. Seine dunklen Augen sahen sich um und er schien Schwierigkeiten zu haben, sich hier zu orientieren. Ihr wurde bewusst, wie sie ausgesehen haben musste, als sie das erste mal hier war. Seine Augen waren etwas zusammengekniffen, offensichtlich konnte in diesem diffusen Licht der Fackeln kaum etwas erkennen und Sigrid wurde klar, wie gut und schnell sich ihre Augen mittlerweile daran gewöhnt hatten. Der Berg machte etwas mit ihr. Jeden Tag mehr.
Und während sie ihn da so ansah, fasste sie einen Entschluss.
„Könnt Ihr mir einen Gefallen tun?“
Caíron sah überrascht zu ihr. „Natürlich, ich werde es zumindest versuchen.“
Sigrid grinste. Ihr gefiel seine Ehrlichkeit. Sie wusste nicht genau warum, doch sie vertraute ihm.
„Könntet Ihr den Prinz von Anórien für mich etwas im Auge behalten? Ich vertraue ihm nicht. Ich kann Euch nicht sagen warum, nur, dass ich mich um mein Königreich sorge. Und um meine Freunde. Zählt Ihr denn zu meinen Freunden?“
Caírons Augen wurden größer und er konnte die Überraschung in seinem Blick nicht verbergen. „Das...das hoffe ich doch Prinzessin.“
„Dann nennt mich bitte Sigrid.“
Er starrte sie für einige Momente an, dann schien er seine Fassung wieder gefunden zu haben. „In Ordnung Sigrid. Ich versuche ihn im Auge zu behalten. Bitte macht Euch nicht zu viele Sorgen.“
Sigrid nickte und trat einen Schritt zurück.
„Vielen Dank Caíron. Guten Nacht.“
Sie drehte sich gerade um, da sagte Caíron doch noch etwas. „Ach Sigrid?“
„Ja?“ sie blickte über ihre Schulter zurück. „Tut mir bitte den Gefallen und entschuldigt Euch morgen bei Prinz Fíli. Wisst ihr, mit gefällt mein Kopf nämlich auf meinen Schultern.“
Sigrid kicherte und nickte schließlich. „Ich Ordnung. Macht auch Ihr Euch keine Sorgen. Ihr wisst doch, die Freunde von Thal sind auch die Freunde des Erebor.“
Er nickte und bog in den Gang zu den Kammern ab, wie auch sie zu den Gemächern der Familie.
Und auch wenn sie es nicht glaubte hoffte sie doch, ihr Vertrauen nicht den Falschen zu geben.

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