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Ein Herz und ein Schnabel

von Joahar
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Het
Emma Graf Duckula Igor
23.04.2020
24.06.2020
6
25.590
 
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23.04.2020 5.113
 
Kaltgestellt

Igor hörte mitten in der Nacht Geräusche aus dem Schloss. Eigentlich für ein Vampir-Schloss nichts ungewöhnliches. Doch seit einigen Jahren eben seit der neue Herr die Sitte des Nachts schlafen eingeführt hatte, war es ungewöhnlich. So stand der Butler auf um nach zusehen was los war.
Er verfolgte die Geräusche und erblickte einen Vladimir, welcher an Fenster stand und hinaus in die Nacht blickte.
"Kommen doch die alten Vampir Sitten bei ihnen durch?" fragte Igor höflich.
"Sehe ich so aus Igor als ob ich jetzt auf Jagd gehen will?" tatsächlich machte Vladimir in seinen Nachthemd nicht diesen Eindruck. Er wirkte ehr Nachdenklich.
"Nein Igor… es ist nur manchmal erhalten mich die Erinnerungen wach…" er blickte wieder aus den Fenster "… ich habe leider nicht die Gnade des Vergessenes geschenkt bekommen, wie mein Bruder."
Igor stöhnte bei den Wort "Gnade" auf, doch Vladimir ignorierte es einfach. "Es muss schön sein, sich an vieles nicht Erinnern zu können. Ich glaube nicht dass er so ruhig schlafen könnte, wenn er genau wüsste was er in all seinen Inkarnationen gemacht hat."
Vladimir macht eine Pause und sprach dann weiter, gleichgültig ob ihn Igor zuhören wollte oder nicht.
"Sterbliche haben es da gut, wenn sie Wiederkehren, erinnern sie sich meistens an nichts."
"Sie glauben an die Wiedergeburt der Sterblichen?" fragte Igor.
Vladimir lachte auf. "Wir, meine Familie, sind Vampir-Enten! du bist ein Butler der fast 900 Jahre in dieser Gedient hat! das Schloss kann von Ort zu Ort reisen… Mein Bruder ist auch mein Vater, und mein Großvater, genauso wie dessen Vater und wiederum dessen Vater und so weiter und so weiter… warum sollte ich dann nicht an Wiedergeburten glauben?"
Er sah Igor an. "In meinen Ohren klingt es mehr als Plausibel."
Igor erwiderte darauf nicht, er stellte sich nur neben Vladimir. "Und was macht ihnen zu schaffen, junger Herr? haben sie irgendwelche Schandtaten begangen?"
Vladimir schüttelte den Kopf. "Nein. Es sind andere Dinge, die mich immer wieder heimsuchen." Er seufze.
"Eine andere Frage Igor. Ich habe die Unterlagen durch gesehen, was unser Familie gehört. Aber ich habe nichts Aktuelles gefunden. Außer die Besitzurkunde des Schlosses. Igor… warum ist unsere Familie so verarmt? sind wir enteignet wurden?"
Dieses mal seufze Igor, er wollte wohl nicht darüber reden.
"Ich mache dir keine Vorwürfe Igor. Ich weiss was in diesen Land los war, auch wenn ich fern von hier war."
"Es tut mir Leid, aber ich konnte es nicht verhindern… außer den Schloss konnte ich nichts retten."
Vladimir sah Igor an und klopfte ihn auf die Schultern. "Schon gut Igor. Ich mache dir keine Vorwürfe. Es ist schon eine Leistung für sich, dass du das Schloss für die Familie bewahren konntest. Und ich verstehe auch dass ihr einiges Verkaufen musstest, als keiner von uns mehr da war."
"Ich danke für ihr Verständnis junger Herr."
Vladimir nickte. "Weisst du was Igor, wir setzten uns an Tisch. Und wir unterhalten uns etwas?"
Igor war damit einverstanden, er freute sich sogar über das Angebot von Vladimir.
Als Igor von den alten Zeiten erzählte von den Vorfahren der Duckula´s von der Geschichte der Familie, hörte Vladimir nur zu, um seine eigenen Gedanken zu vertreiben.
Irgendwann bemerkte Igor, dass den jungen Herren die Augen immer wieder zufielen.
Igor nahm ihn auf und trug ihn in sein Bett. Vladimir hatte kaum Gewicht. Es erinnerte Igor an vergangene Tage, als er den kleinen Vladimir zum Schlafen in den Sarg getragen hatte.
Nun Vladimir schlief nicht mehr in einen Sarg, sondern hatte sich die gleiche Unart angewöhnt wie sein Herr der Graf, in einen Bett zu schlafen.. Und doch als Igor, den jungen Herrn zum Schlafen niederlegte und zudeckte, konnte Igor nicht umhin. Sich an die alten Zeiten zu erinnern.
Vladimir sah fast aus wie damals … nur hatte er jetzt ein Vernarbtes Gesicht. Igor hatte den Verdacht, dass es nicht nur sein Gesicht war, was Narben davon getragen hatte. Vielleicht konnte er Vladimir eine Freude machen?


Als an nächsten Graf Duckula aufstand in die Küche ging und sich von Emma bewirten ließ, erschien Vladimir nicht, so fragte er nach ihn.
"Geht es Vladimir nicht gut? warum kommt er nicht?"
"Oh nein Mylord, ihn geht es sehr gut. Er ist unten und jagt sein Frühstück." erwiderte Igor.
Graf Duckula fiel vor Schrecken den Löffel aus der Hand. "Er wird doch nicht etwa…!"
"Oh nein Sir, leider nicht…" Igor seufze. "… er ist nicht in Dorf um das einfache Volk zu jagen - er ist in Keller um…"
Weiter kam Igor nicht. Denn schon war Graf Duckula mit einen Blitz verschwunden. Um in Keller wieder auf zu tauchen.
Vladimir drehte sich herum und sah ihn an, mit einen Eckzahn eine Maus in Schnabel haltend, die noch quiekte.
Graf Duckula stockte bei den Anblick. "Ver… Verzeihung… ich" er würgte "… ich vergesse manch mal was du bist!"
Vladimir verdreht die Augen. Saugte die Maus aus und spuckte sie auf den Boden.
Was seinen Bruder noch ekelhafter vor kam.
"Ich habe nur dein Essen beschütz." erwiderte Vladimir "Außerdem ist das Vampir sein eine Eigenschaft, Welche ich vererbt bekommen habe, von Jemanden… der mir sehr nahe Steht."
Damit sah er den Grafen direkt in die Augen. Graf Duckula winkte ab. "Schon gut… ich war dein Vater. Wenn ich es auch nicht verstehe."
"Und was wolltest du von mir, bevor du mich bei Frühstück gestört hast?"
"Nichts… ich habe dich bloss vermisst. Würdest du bitte gleich hoch zu uns kommen?"
Graf Duckula wollte sich abwenden, wandte sich aber noch einmal nach Vladimir um. "Und würdest du, bevor kommst, bitte die Maus weg räumen. Ich mag es nicht wenn, man das Essen so liegen lässt."
"Selbstverständlich, wie der Herr wünschen…"
Vladimir beobachtete wie sein Bruder mit einen Blitz verschwand. Immerhin, es sah so aus als ob er seine Fähigkeit nun gezielt einsetzten konnte und vor allen sie nicht mehr ablehnte.

Später als Vladimir zu den Anderen ging, warf er vorher die tote Maus weit aus den Fenster.
In gleichen Moment hörte er einen durch dringenden Schrei von seinen Bruder. "IIIIIGGGGGOOOOORRRR!"
Noch bevor Vladimir die Küche, aus welcher der Schrei gekommen war erreichte, vernahm er worum es ging.
"Igor da ist wieder ein Dorfmädchen in Kühlschrank!" regte sich Graf Duckula auf. "du weiß dass ist so etwas nicht dulde, ich bin Vegetarier! das ist einfach… Widerlich!"
"Es war auch nicht für sie gedacht Mylord, es sollte eine Überraschung für Vladimir werden."
"Vladimir? was hat er damit zu tun?"
"Nun er ist ein Blutsauger… und ich dachte mir ich würde ihn damit eine Freude machen, eine Überraschung… nur ist dieser lieber in den Keller gegangen um… Mäuse zu jagen. Deshalb dieses Bedauerliche Missverständnis - sie ist für Vladimir bestimmt. Nicht für sie Mylord."
"Ob Vladimir ein Blutsauger ist oder nicht Igor. ICH bin hier der Herr in Hause und ich dulde so etwas nicht! Vladimir…"
Weiter kam Graf Duckula nicht, weil Vladimir die Tür öffnete.
"Und ich dulde so etwas auch nicht Igor. Dir mag eine Überraschung gelungen sein - aber damit keine Freude… in Gegenteil."
Vladimir schritt zum Kühlschrank hin. Er hatte etwas vernommen was ihn hoffen lies. Er öffnete den Kühlschrank und seine Hoffnung bestätigte sich.
"Sie lebt noch… ihr Herz schlägt…" Vladimir ergriff sie und holte das Mädchen Vorsicht heraus.
"Schnell Fridolin, wir brauchen eine warme Decke… wir setzten sie an den Ofen, damit sie aufwärmt… Emma mache ihr doch bitte einen warmen Tee fertig!"
Graf Duckula war eifrig dabei, Decken zu holen, zog sie zusammen mit Vladimir an den warmen Ofen und wickelte sie in die Decken ein.
"Sie lebt noch?" fragte er Vladimir.
"War nur Ohnmächtig denke ich, aber man kann ihr Herz schlagen hören…" Vladimir trat einige Schritte von ihr weg und konzertierte sich. Er konnte sehen wie das Blut ihren Körper zirkulierte. Zufrieden nickte er, dann wandte er sich an Igor. Welcher missbilligend dabei stand.
"Wie kommst du darauf mir damit eine Freude zu machen?"
"Nun ihre Eltern und Vorfahren haben sich immer gefreut, wenn ich ihnen so eine Überraschung machte."
"Ja sicherlich… dafür sind alle meine Vorfahren auch sehr jung gestorben! Einen schlechteren Dienst konntest du uns nicht geben, als die ganze Bevölkerung gegen uns aufzuhetzen! Wem wird denn die Schuld gegeben Igor? Ihn, Graf Duckula - und mir, wenn sie erst einmal von mir wissen!"nahm Vladimir schnaubte.
"Wir müssen mit deinen Eigenartigen Ansichten Leben. Wenn du unbedingt in der Folterkammer spielen willst - nun gut. Solange du damit keinen "Belästigst" sei es dir gewährt… wir können sie schließlich kaum auf den Sperrmüll werfen!"
"Oh Sir!" antwortete Igor entsetzt.
Graf Duckula drehte sich derweil herum und grinste Vladimir an. Die Folterkammer auf den Sperrmüll zu werfen war ein verführerischer Gedanke… allerdings wirklich nicht wirklich durchführbar.
Er wandte sich wieder der jungen Frau zu. "Vladimir, sie wacht auf." bemerkte er.
Vladimir ging zu ihn und sah sie sich an. Er nahm ihre Hand und fühlte ihren Puls.
Als die junge Frau langsam die Augen öffnete, blickte sie genau in Vladimir´s Gesicht. Und fing an laut zu schreien. Vladimir ließ augenblicklich ihre Hand los und sprang nach hinten.
"Schon gut! schon gut! … ich glaube es besser wenn du dich darum kümmerst Fridolin - du hast keine Zähne in Gesicht."
Fridolin? der Name schien die junge Frau zu verwirren, erstrecht als der Graf zu ihr trat und sie zu beruhigen versuchte.
"Sie brauchen keine Angst zu haben, dass ist nur Vladimir… der ist Harmlos. Er ist nicht der Graf…" errichtete sich in seiner vollen Größe auf. "ICH bin Graf Duckula."
Es waren wohl nicht die richtigen Worte gewesen, welche beruhigende Wirkung haben sollten. Denn sofort schrie sie wieder los.
"Soll ich sie zum schweigen bringen?" bemerkte Igor trocken und mit einen gewissen knurren in der Stimme.
"Hüte dich!" kam die Antwort aus beiden Schnäbeln der Duckula´s gleichzeitig.
Graf Duckula versuchte er noch mal, er nahm Emma den heißen Tee ab und ging damit auf die junge Frau zu. "Beruhigen sie sich… sie sind nicht in Gefahr… es ist alles in Ordnung. Sehen sie… ich bin Vegetarier… ich trinke kein Blut. Und Vladimir… ist ein gezähmter Vampir."
Vladimir verdrehte die Augen und schnaufte. Er mochte er nicht wenn man ihn "gezähmt" nannte.
Als Graf Duckula mit der Tasse Tee nähr kam, war die junge Frau wieder drauf und dran vor Panik zu schreien. Doch diesmal kam sie nicht soweit.
Eine strenge Stimme, bremste sie regelrecht aus. "Jetzt seien sie nicht Albern! Duckyputz Duckula will ihnen doch nur einen heißen Tee anbieten!"
Vladimir platze bald los vor lachen, als er Emma hörte, das Lachen erstarb aber in nächsten Moment.
"Und Vladimir Floh ist auch nicht gefährlich! also seien sie höflich und nehmen den gefälligst an!"
Die junge Frau blickte Emma erschrocken an, verstummte aber wirklich und man Graf Duckula den Tee ab.
"Na also… warum nicht gleich so?" kommentierte es Emma. "und jetzt bedanken sie sich noch höflich."
"Da… Danke…" sie starrte den Grafen an. "Du Duc… Duckyputz Duckula?"
Graf Duckula sah sie an. "Nein… nein… mein Name ist Graf Fridolin Duckula." er sah kurz auf Vladimir. "jedenfalls seit einen Jahr."
"Fridolin?"
"Das heißt "der Friedensreiche", Vladimir hat mir diesen Namen gegeben. Sehen sie… ich will Niemanden etwas tun. Ich bin nicht wie meine Vorfahren. Ich bin… anders!"
Sie nippte zögernd an den heißen Tee. "Und wer ist Vladimir?"
"Vladimir… ist mein Bruder."
"Es gibt einen zweiten Duckula? Niemand in Dorf weiss davon!"
Vladimir seufzte. Jetzt war es raus! nach so vielen Jahrzehnten. Aber irgendwann wäre es eh raus gekommen. So trat er vor, aber nicht nahe genug um sie wieder zu ängstigen.
"Ich bin der Sohn des Vorigen Grafen."
"Aber… aber … es gab keinen neuen Grafen bis er, wieder kam!"
"Stimmt. ich war lange verschwunden - und außerdem war ich niemals der Graf, der Titel stand mir nie zu."
Sie schüttelte den Kopf. "Es gab nie einen Sohn des Grafen Duckula!"
"Nun vor ihnen steht der Beweis das dem doch so war." kommentierte Vladimir ihre Worte.
"Wissen sie Miss, ich wußte es ja auch nicht. Bis er plötzlich vor der Tür stand."
DAS war zu viel! viel zu viel für Igor! "Mylord, warum erzählen sie ihr alles?! DAS ist nicht gut! Die Duckulas sollten ihre Geheimnisse haben! den gemeinen Volk geht nicht alles etwas an!" protestierte er lautstark.
Vladimir leckte sich unwillkürlich über den Schnabel. Auch ihn war nicht ganz wohl dabei. Aber vielleicht…?
"Es würde früher ob später heraus kommen, dass es mich gibt Igor. Ich bin kein kleines Kind mehr, dass man es verschweigen muss."
"Aber ihre Namen… warum musste es sein!?" stöhnte Igor.
"Es ist keine Schande "Fridolin" zu heißen."
"Bähhhhh…" Igor stöhnte laut auf. "… dieser Name!"
"Ist ein ganz gewöhnlicher Name Althochdeutscher Name Igor. Soll ich dich daran erinnern was "Vladimir" bedeutet? und IHR hab mir diesen Namen gegeben."
Vladimir verschränkte die Arme und blicke dabei Igor heraus fordernd an.
"Nein junger Herr… lieber nicht."
"Mein Name ist Antanasia." Alle drehten sich zu der jungen Frau um.
Schließlich ging Graf Duckula auf sie zu, nahm ihre Hand und gab ihr einen Handkuss. "Erfreut sie kennen zu lernen verehrte Antanasia. Und verzeihen sie uns die unverschämte Art unseres Butlers."
Sie sah ihn irritiert an… bei allen mit dem sie gerechnet hatte, damit mit Sicherheit nicht!


Vladimir grinste zufrieden und blickte zu Igor den neben ihn stand.
"Es ist ungebührlich" bemerkte der Butler zu ihn gewannt. "sie gehört zum Pöbel… es gehört sich nicht!"
"Was war mit meiner Mutter?" fragte Vladimir leise zu ihn gewandt.
"Ihre Frau Mutter war zwar keine Adlige, aber sie gehörte den gehobenen Bürgertum an."
"Und wenn schon…"
"Sie ist eine Bauerntochter!" empörte sich Igor. "und er gehört einen Adelsgeschlecht an!"
"Landadel Igor… wir sind kein Hochadel. Und überhaupt… aus welcher Zeit stammst du mit solchen antiquierten Ansichten…?" Vladimir sah Igor an, und räusperte sich.
"Vergiss es… ich hatte vergessen wie Alt du bist. Lächerliche Bemerkung von mir." er verschränkte die Arme. "In deinen Fall hast du dass Recht darauf so zu denken."
Vladimir beobachtete seinen Bruder und den unfreiwilligen Besuch, noch einen Moment. Schließlich drehte er sich herum.
"Ich denke wir sollten die Beiden nun alleine lassen…"
"Wie sie meinen junger Herr." Igor gehorchte den Befehl nur widerwillig. Genau wie Emma. Welche ihren kleinen Duckyputz mit ihr auch nicht alleine lassen wollte.
So verließen sie den Raum.

Die junge Dame allerdings brachte kaum ein Wort heraus, sondern starrte den den jungen Grafen nur an, während dieser um ihrer Aufmerksamkeit zu erwecken sämtliches Repertoire was er darbieten konnte.
Graf Duckula tanzte vor ihr herum, drehte sich wie eine Ballerina, und wirbelte mit seinen Cape dabei herum, so dass dieser sich aufbauschte. Er blieb vor ihr stehen, sah ihr in die Augen und übte einen "verführerischen" Augenausschlag. Um dann von abwechselnd von Links nach Rechts zu springen. Sich das Cape mit einer Hand zu schnappen und dicht unter seinen Schnabel zu halten, um sich in Kreis zu drehen. Er machte einen gewaltigen Satz in die Luft und landete geschickt auf seinen Flossen. Er verneigte sich vor ihr tanze den Kazachok… und hielt sich einen Moment keuchend an einen Stuhl fest. Erholte sich aber schnell und raffte sich wieder. Er übte noch mal seinen Augenausschlag.
"Verehrtes Fräulein… ich hoffe sie sind nicht verheiratet?"
Sie schüttelte den Kopf, und starrte ihn Sprachlos an.
"Guuuut. Ich fange noch mal von vorne an… verehrtes Fräulein… ich Graf Duckula fühle mich geehrt sie in meinen Schloss zu begrüßen… und es wäre für mich angehm, weitere… Private Räume des Schlosses zu zeigen…"
Sie saß nur da und starrte ihn an, es kam keine Antwort.
Sie konnte einfach nicht fassen was sie da gerade erlebte, was war dass?! war sie Tod, fantasierte sie? waren es Wahnvorstellungen in einen Traum?

Graf Duckula entschuldige sich und verschwand kurz um Vladimir auf zu suchen.
Dieser war in seinen Zimmer und war dabei seine Geige neu zu Stimmen.
"Vladi… Vladimir… ich weiss nicht was mit ihr los ist? sie redet überhaupt nicht!"
Vladimir sah seinen atemlosen Bruder an. "Ich denke sie weiss nicht was sie von alledem halten soll?"
"Wie? was? was sie von mir halten soll?"
Vladimir zog eine Augenbraue hoch. "Ich denke mal sie wird dich für einen ziemlich… durch geknallten Typen halten."
"Durchge… Vladimir was erlaubst du dir?! vergiss nicht mit wem du redest!" Graf Duckula war empört.
Sein Bruder legte die Geige zu Seite, "Ich habe nicht vergessen mit wem ich rede. Ich habe mir nur überlegt wie sie dich empfinden könnte… angesichts deiner… deiner… Art."
Graf Duckula verschränkte die Arme. "Und du meinst sie hält mich für "durch geknallt"?"
"Wäre zumindest in Bereich des Möglichen."
"Und… hast du vielleicht eine Idee wie ich an ihr heran komme?"
"Du meinst einen Kuss bekommen oder so?"
"Das wäre doch ein Anfang!"
Vladimir überlegte. Er zuckte mit den Schultern und grinste dann. "Vielleicht solltest du mit ihr Spagetti essen?"
"Spagetti… wie soll das denn mein Problem lösen?"
Vladimir´s grinsten wurde noch Breiter. "Na ich meine von einen Teller!… ihr müsst dann nur nach ein und der selben Spagetti greifen…"
Graf Duckula war empört. Jedenfalls zu Anfang. "Wie bei… DASS ist der dämlichste Vorschlag… dass… dass… es ist Genial!… und ich habe da auch schon eine Idee!"
mit diesen Worte rannte er schon wieder weg.
Vladimir blickte ihn hinterher und nahm sich seine Geige wieder vor.
Kurz darauf, erzitterte das Schloss.
Vladimir seufze und verdrehte die Augen. Reisen… es war einfach nicht mehr sein Interesse.

Er spielte ein Stück auf der Geige als Igor in sein Zimmer trat. Seine Laune schien nicht die Beste zu sein.
"Junger Herr, haben sie es ihn eingeredet?"
"Was eingeredet Igor?"
"Mylord ist nach Italien gereist um mit diesen Bauernweib dort Spagetti zu essen!"
"Oh…" mehr wußte Vladimir dazu auch nicht zu sagen.
"Es war also ihre Idee?"
"Die Spagetti ja… aber nicht Italien." Er legte die Geige wieder zur Seite, ging zum Fenster und blickte hinaus.
"Oh… Tja… wenn Herr Graf etwas macht - dann Gründlich! Spagetti - in Italien."
Vladimir lehnte sich ans Fenster und Blickte hinaus. Er wünschte seinen Bruder viel Glück.


Antanasia schritt an der Hand des Grafen aus den Schloss. Wo waren sie denn jetzt? Es musste Stimmen, sie war so gut wie Tod und Fantasierte nur.
"Ich habe mir erlaubt uns in wärmere Gefilde zu bringen. Es sollte für sie angehmer sein, nachdem sie so kühl gestanden haben?"
Was es auch immer für ein Fantasietraum war, er war total Irre, stellte Antanasia fest. Sie würde wohl doch kaum mit den gefürchteten Grafen Duckula an der Hand durch einen Ort in Italien gehen - und jetzt Lud er sie noch zum Essen ein!
DAS würde nun ihr Ende sein. Er würde sie jetzt sicher Beissen! und dann würde dieser Verrückte Traum enden.
Graf Duckula führte in der Zeit die junge Frau an einen Tisch und bestellte, Spagetti mit Vegetarischer Tomatensauce.
"Aber bitte bringen sie uns einen EINEN großen Teller! - und zwei Gabeln… sie verstehen?" Er zwinkerte den Ober zu.
Der Ober sah ihn Ratlos an, er verstand gar nichts. Aber der Kunde war schließlich König, - oder in diesen Fall ehr Graf. Wovon der Ober allerdings nichts wußte.
"Welchen Wein wünscht der Herr dazu?"
"Wein?" Graf Duckula war einen Moment lang irritiert. Er hatte noch nie Wein getrunken! aber blamieren wollte er sich auch nicht. "welchen würden sie mir den Empfehlen?"
"Sauvignon Blanc, Ebling oder Silvane."
"Ähm… welcher Schmeckt den an Fruchtigsten?"
"In diesen Fall würde ich ihnen einen Vin Santo empfehlen. Sein Geschmack ist hat etwas von Zitrusfrüchten, dazu gehört Liebstöckel, Pument und Kardamom, etwas Nelke und Sternanis in Abgang schmeckt er etwas von Kaffe und Lebkuchen."
Graf Duckula nickte. Er verstand davon zwar nichts, aber in diesen Fall musste er sich wohl auf den Ober verlassen.
"Dann bringen sie uns eine Flasche davon."
Es dauerte nicht lange und sie bekamen auch diese an Tisch geliefert, zusammen mit Weingläsern. Der Ober öffnete die Flasche und lies den Grafen kosten.
Der Geschmack war… ungewohnt… etwas herb… aber auch Fruchtig. Dass alleine half den Grafen sich nichts anmerken zu lassen.
Schließlich begannen sie die Spagetti zu essen, zu einer wirklichen Unterhaltung dabei kam es nicht jedenfalls, war diese sehr einseitig.
Jedenfalls bis sie begannen den Wein zu trinken…
"Ihre Augen sie sind einfach wunderbar… ich könnte mich in ihnen verlieh… verlieh…verlier… en" säuselte Graf Duckula.
Antanasia fing an zu kichern. "Es muss ein Ta… Ta… Traum sein… iiiii ich sitze mit Graffffffff Ducklllllual…"
"Es is…. is… ist… ne… Tat… Tra… Traum… ab… aber mein… meiner…. wiiii wiss… wissen sie das sie eine… Wund… wunder… baarrre Fru… Frucht… nein.. Frau sind!?"
Graf Duckula schüttelte , er hielt sich den Schnabel fest. Was redete sein Schnabel da?
"End…Endschlulligennnn sie bitteee me… meinen Schnabbbbel… i… ccchhh… weiss ni…. ni… nicht…. wals er da redete!"
Sie fang an zu lachen. "Sie siiiii… sind… so Lustig!"
Graf Duckula schluckte auf. "I… Ich… tri…trinke sonst ke…inen Alll…. Alll… Wein!"
"Sie trinken… Bl…. Blll Blut!"
Der Graf fing an zu würgen. "Nein… dasss ist Ekelllllaft!" er sah sie an. "… i… ich ktrinke nurrrr Gemüsssse!"
Er stockte. Irgendwas war daran Falsch? aber was?
Schließlich stellte der Ober nach ganzen Weile der Wartezeit, den Grafen und seinen Gast die Dampfenden Spagetti auf den Tisch. Wie gewünscht mit Zwei Gabeln, welche er ihnen reichte. Innerlich schüttelt er immer noch den Kopf. "Pasta mit Grünen Pesto". Erklärte er freundlich.
Sie begannen zu essen. Mittlerweile war Antanasia zu angesäuselt um den Umstand von einen Teller zu essen Merkwürdig zu finden.
So unterhielten sich noch weiter, tranken Wein und aßen ihre Spagetti mit Pesto.
"Dann s… sin sind sie gar k… ein Wlampir?"
Graf Duckula zeigte mit der Gabel auf sich. "I… ich… bin ein veg.. veg.. vegellariesch… ein Gemüse-Wlampir!" meinte er stolz "…und Obst." fügte er hinzu.
"Und… die.. dieser Andere?"
"Vla… Vladi… mir… er issel Bl… Blutsauger. A… a… aber nu nu… nur Nageltierl…" er sah sie an. "… sind sie… ein Nageltierl?"
Sie überlegte kurz. "Nein."
Graf Duckula blickte wieder auf den Teller. "Da… dann ises ja gut!"
Tatsächlich gelang es beiden ein und die selbe Spagetti auf die Gabel und dann in den Schnabel zu führen… und das Wunder geschah… die Schnäbel berührten sich sachte.
Vladimir´s Vorschlag war auf gegangen! Graf Duckula strahlte vor Glück!
Antanasia reagierte Verlegen, aber auf alle Fälle nicht ablehnend.

Igor wurde in Schloss langsam nervös. "Herr Graf ist jetzt schon so lange weg. Es wird Zeit dass er zurück kommt!"
Er blickte Vladimir nur kurz an, sah dann zu Emma. "Komm Emma, wir holen nun den Grafen nach Hause. Es wird Zeit."
"Vergiss bitte nicht seinen Damen-Besuch auch zurück zu holen. Wir wollen doch nicht dass sie alleine in Italien zurück bleibt?" warf Vladimir ein.
Igor stöhnte, eigentlich wäre es ihn nur Recht.
"Ich bestehe darauf!" unterstrich Vladimir seine Worte.
Mit einen Stöhnen willigte Igor ein, Vladimir´s Worte waren unmissverständlich ein Befehl, welchen er als Butler nicht widersprechen konnte.
So marschierte er mit Emma los. Es dauerte nicht lang, da fanden sie auch schon ihren Hausherren zusammen mit der jungen Frau an Tisch sitzen. Beide blickten sich an, der Teller war leer gegessen und die Weinflasche lag entleerte auf denn Tisch.
Graf Duckula hickste. Der Ober kam heraus und gab ihn die Rechnung. Wieder Hickste Graf Duckula, allerdings vor Schreck.
Er griff in seine Tasche und gab den Ober alles was er besaß. "De…der Rest… isss für sie!"
Dieser Zählte nach. "Das Reicht aber nicht!"
"I… immer schön be… bescheid… en … mit den Trinkgelllld." mahnte Graf Duckula.
"Ich meinte nicht das Trinkgeld!"
In dem Moment kamen Igor und Emma an, der Butler warf den Ober einen solchen Blick zu dass dieser gleich vor Schreck verstummte.
"Sie sollten sich Glücklich schätzen einen solchen Erpel von Adel überhaupt bedingt zu haben!"
"Aber…"
"Nichts aber! komm Emma, schnappe dir jetzt seine Begleitung! wir gehen!"
Damit packte er Graf Duckula an Kragen und trug ihn weg. Emma kam mit Antanasia hinterher.
"Dank…e… I… Igor!" Hickste Graf Duckula.
"Eigentlich sollten würde es ihnen gut tun wieder Teller abzuwaschen!" knurrte Igor.

Vladimir stand an Tor und erwartete die Heimkehrer schon.
"Ich bringe jetzt Duckyputz ins Bett", meinte sie "so ein böser Erpel! er ist vollkommen betrunken!"
Vladimir runzelte die Stirn und sah seinen Bruder genauer an, dieser lächelte ihn etwas einfältig an. "Es war… wund… wunderschön."
"Er ist nicht betrunken Emma, er ist nur ein bisschen beschwipst. Nichts was eine Nachtruhe nicht auskurieren wird."
Igor wollte schon Antanasia weg bringen, doch Vladimir hielt ihn auf. "Nein! um die junge Dame kümmere ich mich… ich traue dir nicht wirklich!"
Damit führte er sie weg. Igor knurrte.
Die ganze Nacht über wachte Vladimir an ihren Bett. Er traute Igor wirklich nicht über den Weg und wollte es verhindern, dass dieser der Geschichte noch eine andere Wendung gab.
Irgendwann reiste das Schloss zurück.
Sonnenaufgang Mittel -Transelvanischer Ortszeit.

Vladimir war ziemlich Müde und erschöpft, aber kaum dass sie wieder Zuhause waren schreckte er auf. Er ging zum Fenster und blickte hinaus.
Dann rannte er ins Zimmer seines Bruder und weckte ihn umsanft.
"Wach auf du Schlafmütze!"
"Vladimir! was soll das?! Graf Duckula wollte sich die Decke über den Kopf ziehen, doch Vladimir hielt diese fest.
"Nein! hör selbst…" Damit ging Vladimir zum Fenster zog die Gardinen auf und öffnete das Fenster. "hör genau hin!"
Stimme drangen zum Schloss hoch, Stimmen mehrere Leute die zum Schloss hoch gingen.
"… einen Pflock durch des Vampirs Herzens!" sangen sie halb.
Erschrocken sprang Graf Duckula auf und rannte zu Vladimir ans Fenster.
Dort unten kam eine Meute von Bauern des Dorfes auf sie zu, bewaffnet mit Mistgabeln und Fackeln. "… es reicht jetzt bringen wir ihn um!"
Garf Duckula schluckte.
"Ich denke du solltest deinen Damenbesuch jetzt nach Hause schicken." bemerkte Vladimir. "Sie vermuten wohl dass du sie umgebracht hast."
Graf Duckula achtete nicht mehr darauf dass er noch sein Nachthemd trug, er rannte aus seinen Zimmer heraus, Vladimir hinterher um ihn zu zeigen wo sie Schlief.
Ängstlich rüttelte der Graf Antanasia wach. Sie blinzelte ihn verschlafen an. "Du musst jetzt gehen!"
"Aber warum denn?" sie gähnte.
"Deine Leute… sie wollen mich umbringen!" Er rannte zum Fenster und öffnete damit sie es auch hören konnte.
"… einen Pflock durch das Herz es Vampirs! tötet die Bestie!"
Antanasia blickte hinunter, dann auf den Grafen. "Es ist besser wenn ich jetzt gehe…" sie gab ihn beim verlassen des Zimmers noch einen Kuss.
Was diesem regelrecht lähmte. Auf Vladimir warf sie einen etwas Skeptischen Blick.
"Ich… ich bringe dich zum Tor." Immer noch in Nachthemd führte Graf Duckula sie zum Tor.
Bevor sie heraus trat, drehte sie sich noch einmal zu ihn herum. "Danke. Für den wunderschönen Tag."
Die Dorfbewohner waren fast schon an Eingang des Schlosses angekommen, als sie zu ihnen kam.
Verblüfft blickten sie sie an. "Du lebst?!"
"Ja… und es geht mir gut!" sie lächelte. "Der Graf ist so… nett… er hat mich zum Spagetti Essen nach Italien eingeladen."
Dieser Aussagen nach, beschlossen alle Anwesenden das die Ärmste durch gedreht sein muss… sie nahmen vorerst aber von ihren Vorhaben Abstand den gefürchteten Vampir Graf zu töten und gingen wieder zurück ins Dorf.

Graf Duckula und Vladimir standen derweil an einen oberen Fenster zu sahen ihnen nach.
"Was wird jetzt auch uns werden?" bemerkte Graf Duckula.
"Wer "uns", sie und du? - ich weiss nicht. Ich hoffe das daraus keine Romeo und Julia Geschichte wird. Wenn du uns Beide meinst. Weiss ich es auch nicht. Sie werden jetzt erfahren dass zwei Duckula´s gibt. Und ob dies ihren Zorn mildert… es kommt wohl auch auf sie an."
Vladimir überlegte. Ganz Wohl war ihn nicht dabei. Ob sie die Geschichte von den Vegetarischen Grafen glaubten, und wenn… was wurde aus ihn? Immerhin war noch ein Blutsauger in Schloss… und DAS war er Vladimir.
Vladimir schüttelte den Gedanken ab, wandte sich zu seinen. "Und du hattest Gestern einen schönen Tag?"
"Oh ja… wunderbar!" Er seufzte zufrieden. "Sie hat mich geküsst! sie mag mich!… vielleicht sogar mehr als das?"
"Vielleicht." Vladimir nickte. Er wünschte es seinen Bruder, obwohl er wußte das die Beziehung mit Sterblichen schwierig waren. Denn sie waren eben eines Sterblich! ihre Lebenserwartung war weit unter den eines Vampirs… wenn man mal von der Lebenserwartung seiner Familienmitglieder absah.

Es war ein Dienstag. Diesen Dienstag stand Graf Duckula nicht auf den Zinnen um zu schreien, sondern um ein Liebeslied zu singen. Es war etwas Schräg, aber der Wille zählt, begleitet von seinen Bruder den Geigenspiel.

Igor stand knurrend dabei. Sein einziger beruhigender Gedanke war, dass der Gesang vielleicht eine Dorfbewohner verschrecken würde.
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