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Unheilige Magie - Die Nacht des Todes

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
Magische Wesen OC (Own Character)
19.04.2020
09.10.2021
33
19.251
 
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24.06.2021 750
 
Er fühlte sich geschockt. Ein lautes Rauschen hatte seine Ohren erfasst und er war fassungslos. Seine Mutter eine Mörderin? War es nur eine Lüge von Morgan? Aber warum hatte er dieses Gefühl, es stimmte. Obwohl er nichts über die magische Vergangenheit seiner Mutter wusste. Er erinnerte sich jedoch noch gut, an den entsetzten Blick von Price an seinem ersten Tag bei den Slytherins, als er ihren Namen genannt hatte. War es deswegen gewesen? Er konnte sich akut nicht bewegen, seine Muskeln weigerten sich auf die Befehle seines Gehirns zu reagieren.    

Morgan betrachtete ihn derweilen höhnisch. "Hast du gedacht, du könntest es verheimlichen? Es würde nicht herauskommen? Deine Mutter ist eine Mörderin. Oh Verzeihung, sie ist ja tot. Sie war also eine dreckige Mörderin."  "Morgan", ertönte plötzlich Bobbins Stimme und dieser erschien neben Timothy mit gezücktem Zauberstab. Wie viel hatte er mitbekommen?

Morgan grinste und zückte selbst seinen Zauberstab und murmelte einen Zauber. Auf Bobbins Gesicht wuchsen plötzlich Pflanzen. "Du solltest in den Krankenflügel gehen, Bobbins", sagte der Gryffindor verächtlich. Er drehte sich um und seine Freunde folgten ihm. "Mist, verdammt ", fluchte Bobbins. "Das war unglücklich. Sehr unglücklich."

Er schüttelte Timothy an der Schulter, während eine große gelbe Pflanze aus seinem rechten Ohr wuchs. "Au, das schmerzt. Ich gehe doch mal besser in den Krankenflügel. Hörst du, Timothy. Das wird nichts ändern. Die Slytherins werden weiter zu dir stehen. Wenn das bekannt wird, wirst du eher Probleme mit anderen Schülern bekommen. Aber nicht mit den Slytherins. Geh zu Kräuterkunde. Los." Er verzog das Gesicht, als eine weitere Pflanze aus seinem Ohr wuchs.  

Timothy setzte sich in Bewegung. Er fühlte sich immer noch wie betäubt. Trotzdem setzte er eine gefasste Miene auf, als er das Gewächshaus betrat, sich bei dem Professor für sein Zuspätkommen entschuldigte und Bobbins Krankenfügelaufenthalt meldete. Er spürte Price fragenden Blick auf sich, aber wich ihm aus.

"Danke, Mr. Gray. Da ihr Partner im Krankenflügel ist, gehen sie doch mit Miss Spinners zusammen und arbeiten gemeinsam an der Kuhei Pflanze." Timothy nickte und ging an den Tisch der Rawenclaw. Er hatte den Rawenclaws bisher nicht viel Beachtung geschenkt, obwohl die Slytherins zusammen mit ihnen Kräuterkunde hatten. Die Fünftklässlerin lächelte ihn freundlich an.

"Timothy, richtig?", fragte sie strahlend. "Angenehm, dich kennen zu lernen." Timothy erwiderte ihr Lächeln, auch wenn er sich die Frage stellte, ob sie ihn noch genauso anlächeln würde, wenn sie die Wahrheit über seine Mutter wusste. "Ich bin echt beeindruckt. Stimmt es, dass du von Professor Fig persönlich unterrichtet wurdest, bevor du nach Hogwarts gekommen bist? Da musst du wirklich intelligent sein, wenn du den ganzen Stoff nachgeholt hast", plauderte sie munter.

"Ja, mit der Hilfe eines Zeitumkehrers war es zu schaffen. Trotzdem habe ich in einigen Fächern noch ziemlich viel Arbeit vor mir. Unter anderem in Zaubertränke", seufzte er. "Ich mag auch Zaubertränke nicht so besonders", pflichtete sie ihm bei. "Meine Lieblingsfächer sind Verwandlung und Zauberkunst." "Ich mag am liebsten Verteidigung gegen die dunklen Künste", erwiderte Timothy.

"Das finde ich auch sehr interessant." Zwischen den beiden entwickelte sich eine rege Unterhaltung, so dass Timothy, während der Kräuterkundestunde sein akutes Problem vergessen konnte. Erst als nach der Stunde Price und die anderen Slytherins sich wieder zu ihm gesellten, fiel ihm die Sache wieder ein. "Nicht schlecht, Timothy. Was war denn da mit Spinners? Das sah ja sehr vertraut aus."

Timothy verdrehte die Augen und wollte gerade die Sache aufklären, als Bobbin - wieder pflanzenfrei im Gesicht - atemlos auf sie zu rannte. "Bobbins, du hast gerade das neuste Liebespaar von Hogwarts verpasst. Gray und Spinners."
"Was?", Bobbin warf Timothy nur einen verdutzen Blick zu, der den Kopf schüttelte. "Price, wir haben ernstere Probleme. Morgan hat Timothys Herkunft herausgefunden und wird das in der ganzen Schule verbreiten." "Was? Wie hat der das herausgefunden? Von den Slytherins hat das keiner weitererzählt, dass wüsste ich", zischte Price.

"Ist doch unwichtig, was Morgan herausgefunden hat oder eine Eule auf den Tisch kackt", sagte Boot. Er wandte sich Timothy zu. "Du bist ein Slytherin und damit gehörst du zu uns. Und warum sollte man ein Kind für die Taten seiner Eltern verantwortlich machen?" Timothy spürte eine ehrliche Dankbarkeit gegenüber seinen Freunden. Trotzdem musste er Nachforschungen anstellen. Dringend.
Um unbedingt herauszufinden, was seine Mutter getan hatte.
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