Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Verschwende keine wertvolle Zeit

von Fresa
Kurzbeschreibung
OneshotSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Travis Montgomery
18.04.2020
18.04.2020
1
1.608
4
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
18.04.2020 1.608
 
SPOILER Staffel 3


Ich finde Travis und Emmett total süß zusammen und sie sind ein tolles Paar. Daher werde ich wohl noch das eine oder andere Mal über sie schreiben. Nichtsdestotrotz bleiben und Andy und Robert mein Lieblingspaar.


Viel Spaß beim Lesen.



Disclaimer: Die Charaktere gehören leider nicht mir. Ich leihe sie mir nur aus und verdiene leider auch kein Geld mit meiner Geschichte.



Verschwende keine wertvolle Zeit

Ich will nicht, dass das mit uns vorbei ist. Dieser Satz ging Travis nicht mehr aus dem Kopf und löste die unterschiedlichsten Emotionen in ihm aus. Wieso schrieb er ihm das? Er wollte nicht wissentlich dazu beitragen einen Menschen zu hintergehen, einen wunderbaren Menschen, wie Alicia. Wo er es bereits getan hatte. Das hatte sie nicht verdient und dafür war Travis sich auch zu schade, andererseits konnte er nicht leugnen, dass er Gefühle für Emmett hatte und ihm nahe sein wollte.

Travis schaltete sich einen Narren, dass er Gefühle für Emmett entwickelte hatte und das dieser einfach nicht aufgab und ihre Beziehung oder was auch immer das war, nicht aufgeben wollte, obwohl er noch eine Freundin hatte.

Eigentlich war nicht der richtige Zeitpunkt sich darum Gedanken zu machen. Wenn gleich das Opfer von Captain Herrera ihm vor Augen geführt hatte, dass es jederzeit zu Ende sein konnte. Ohne sein Opfer wären sie gestorben. Fast ihr komplettes Team wäre nicht mehr lebend aus dem Gebäude gekommen.

Er hatte heute Angst um Emmett gehabt und ihm war klar geworden, dass er mit ihm zusammen sein wollte. Das Leben war zu kurz, um auf sein Glück zu verzichten, um Chancen ungenutzt zu lassen, dass hatten sie schmerzvoll am eigenen Leib erfahren müssen. Noch immer standen sie unter Schock und konnte nicht begreifen, dass diese Tragödie wirklich passiert war. Tränen sammelten sich in seinen Augen. Captain Herrera war tot, weil er sich für sein altes Team geopfert hatte. Es war so unfair. Vor allem für Andy … Er konnte sich nicht mal im Ansatz vorstellen, wie es ihr ging. Sie hatte verdient gehabt, noch etwas Zeit mit ihrem Vater verbringen und sich von ihm verabschieden zu können, doch das war ihr leider nicht vergönnt gewesen. Das Leben war einfach nicht fair.

Heute war ihm wieder einmal vor Augen geführt worden, wie schnell es vorbei sein konnte. Beinahe wären sie alle gestorben. Von der einen auf die Sekunde wäre beinahe ihr komplettes Team gestorben. Sein Blick traf den von Emmett und Travis erkannte, dass er genauso dachte wie er.

Er wollte keine Sekunde mehr schwenden und darauf warten, dass er noch einmal den perfekten Mann finden würde. Micheal war perfekt gewesen und seine große Liebe. Er war ein Glückspilz, dass er die wahre Liebe gefunden hatte. Das war mehr als andere in ihrem Leben erfahren würden.

Er wollte mit Emmett zusammen sein, auch wenn er nicht noch nicht oder vielleicht niemals outen würde. Das würde er in Kauf nehmen. Der heutige Tag hatte alles verändert und auf den Kopf gestellt.



+++




Travis hauchte Emmett einen kleinen Kuss auf den Mund, als sie einen kleinen Moment alleine waren. „Ich will auch nicht, dass es vorbei ist. Das ist mir heute klar geworden. Nichtsdestotrotz bist du noch mit Alicia zusammen, wenn du mit mir zusammen sein willst, musst du das erst mit ihr beenden“, fordertet Travis.

„Ich werde mit ihr reden. So schnell es geht. Du hast Recht, sie verdient es, dass ich endlich ehrlich zu ihr bin. Ich mag sie, ich liebe sie wie eine Schwester, aber mehr nicht. Mit Alicia bin ich aus Gewohnheit und weil es bequem war zusammen geblieben. Es wäre der einfache Weg gewesen, doch dann habe ich dich getroffen und alles wurde auf den Kopf gestellt. Du hast mir gezeigt, wer ich wirklich bin und was ich will, dennoch war ich zu feige dazu zu stehen, doch der heutige Tag hat mir meine Augen geöffnet.“

Travis hoffte, das Emmett nicht der Mut verließ, wenn er mit Alicia redete.



+++




Travis durchlebte ein Wechselbad der Gefühle und mit jeder Minute, die verstrich, verschwand seine Hoffnung, dass Emmett wirklich mit Alicia Schluss gemacht hatte. Er sollte wirklich mehr Vertrauen in ihn haben. Schließlich war Emmett die treibende Kraft und wollte das mit ihnen nicht beenden und auf sich beruhen lassen. Nein, er sollte ihm wirklich vertrauen und die Zeit lassen seine langjährige Beziehung mit Alicia zu beenden. Sechs gemeinsame Jahre beendete man nicht mal ebenso, zwischen Tür und Angel. Er musste einfach Geduld haben. Leichter gesagt, als getan. Was wenn … Nein, Travis verbot sich den Gedanken zu Ende zu denken.

Das Klopfen an seiner Tür riss Travis aus seinen Gedanken. Emmett. So beeilte er sich an die Tür zugehen und zu öffnet. Sein Herz schlug schneller. Emmett sah mitgenommen aus. Ein kleines Pflänzchen Hoffnung keimte in Travis auf. Sollte er wirklich mit Alicia Schluss gemacht haben? So er sich das wünschte, so verspürte er Angesicht einer möglichen Trennung auch Mitleid mit der jungen Frau, die ihm sympathisch war und unter anderen Umständen hätte er gerne mit ihr Freundschaft geschlossen, aber daraus würde nie etwas werden. Denn er hatte ihr mehr oder weniger den Mann ausgespannt.

„Hey.“

„Hey“, sagte Travis sanft, nahm Emmetts Hand, zog ihn in seine Wohnung und schloss die Tür. Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, fiel Emmett in seine Arme und lehnte seinen Kopf gegen seine Brust. Travis hielt ihn einfach nur fest und hauchte ihm einen Kuss auf die Haare.

Nach einigen Augenblicken lotste er ihn ins Wohnzimmer und sie nahmen auf der Couch Platz. Immer noch hielt Travis ihn im Arm.

„Es war hart Alicia so weh zu tun, aber es war das Richtige. Unsere Ehe wäre immer auf eine Lüge aufgebaut gewesen und ich bekomme dich nicht mehr aus meinem Kopf, Travis. Ich will mit dir zusammen sein.“ Emmett hob seinen Kopf und ihre Blicke trafen sich. Seine Worte erzeugten ein warmes Gefühl in seinem Bauch, das sich langsam in seinem ganzen Körper ausbreitete.

„Ich will auch mit dir zusammen sein und nachdem die Sache mit Alicia nun geklärt ist, steht uns nichts mehr im Weg.“

Emmetts Gesichtszüge verdunkelten sich und ein Schatten huschte über sein Gesicht. „Du hast ihr aber nichts von mir gesagt.“ Travis bekam es mit der Angst zu tun. Er mochte die junge Frau und wollte sich nicht ihren Unmut auf sich ziehen. Ziemlich feige.

Emmett fühlte sich unwohl in seiner Haut und er wünschte, er müsste dieses Gespräch nicht führen, aber es musste sein. Viel zu lange hatte er sich etwas vorgemacht. Er hatte schon immer gespürt, dass er anders war, aber er hatte es verdrängt, vor allem wegen seinem Vater. Dieser hätte niemals akzeptiert, dass er schwul war, daher hatte er es verdrängt und es war ja nicht so, dass er Alicia nicht liebte. Doch viel mehr hatte er sich eingeredet, dass eine Beziehung mit Alicia das Beste war, was ihm passieren konnte. Es war vor allem der einfache, sichere Weg, aber es war ihr gegenüber nicht fair und jetzt wurde es Zeit, dass er es beendete, bevor sie einen Schritt weitergingen und sie Mann und Frau wurden.

Alicia spürte, dass etwas nicht stimmte. „Emmett, was ist los?“ Ihre Stimmte zitterte. Das Unvermeidliche ließ sich nicht mehr aushalten, es brodelte und wollte an die Oberfläche und nichts und niemand würde daran etwas ändern können. Er musste Alicia wehtun, um mit Travis zusammen sein können, wenn er an Travis dachte, wurde ihm ganz warm um sein Herz.

„Es tut mir leid, aber es geht nicht mehr.“ Emmett fiel es wahnsinnig schwer diese Worte zu sagen. Schlagartig verkrampfte sich Alicia.

„Was geht nicht mehr?“ Ihre Stimme zitterte.

„Das mit uns. Ich liebe dich, aber viel mehr wie eine Schwester. Ich … ich bin schwul.“ So jetzt war es raus und er wartete auf ihre Reaktion.

„Wie bitte? Du bist schwul? Wie? Warum?“ Alicia verstand die Welt nicht mehr. Emmett versuchte ihr alles zu erklären. Sie sackte immer mehr in sich zusammen. Sie tat ihm leid, aber es musste sein. Viel zu lange hatte er ihr etwas vorgemacht, aber nicht nur ihr, sondern auch Travis. Er musste ihr alles erklären.

„Gibt es einen Mann in deinem Leben?“, wollte sie wissen, obwohl er ihr ansah, dass es ihr nicht leicht viel das zu fragen.

„Ja“, antwortete er wahrheitsgemäß und hoffte, dass sie nicht weiterfragte, denn er wollte Travis heraushalten. Glücklicherweise fragte Alicia nicht weiter.



„Nein, ich habe dir daraus gelassen. Es war so schon schwer genug. Ich hoffe nur, dass sie sich nicht mit dir in Verbindung setzt.“  Das hoffte er auch.

„Habe ich. Alicia wollte nur wissen, ob es einen Mann in meinem Leben gibt.“

„Und was hast du gesagt?“ Unbewusst hielt Travis den Atem an.

„Das es einen Mann in meinem Leben gibt“, antwortete Emmett und hauchte ihm einen kleinen Kuss auf die Lippen. Travis‘ Augen begannen zu leuchten.

„Ich sollte mich eigentlich nicht freuen, weil mein Glück auf dem Unglück von Alicia aufgebaut ist, aber ich kann nichts dagegen tun und ich möchte mich auch nicht schuldig fühlen.“

„Wenn einer sich schuldig fühlen muss dann bin ich das, denn ich habe mich vor der Entscheidung gedrückt. Aber jetzt konnte ich einfach nicht länger. Es tut mir für sie leid und ich würde sie gerne als Freundin behalten, aber ob sie es will, wird sich zeigen. Aber vor allem will ich mit dir zusammen sein.“

Jetzt hielt Travis es nicht mehr aus und er küsste Emmett leidenschaftlich. Er hätte nicht gedacht, dass er noch einmal annähernd so fühlen würde, wie bei Michael. Natürlich konnte man Michael und Emmett nicht miteinander vergleichen, aber er fühlte ähnlich und daher würde er alles tun, damit das mit ihnen funktionierte.



~*~
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast