Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Blaugrünes Schimmern

von Grimswolf
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Harry Potter Severus Snape
18.04.2020
05.07.2022
25
75.029
100
Alle Kapitel
172 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
18.04.2020 1.585
 
Blaugrünes Schimmern

Die Grundidee (Charas, Orte) etc. sind von J.K. Rowling und nur ausgeliehen.

Backround/Vorwort:
Überlebt haben Severus, MadEye und Hedwig, ansonsten bleibt die Geschichte grundlegend wie sie jeder kennt.

Der Krieg ist seit dreieinhalb Jahren vorbei, Harry hatte sein letztes Schuljahr wiederholt. Durch dieses Schuljahr hatte Harry gelernt, dass er das Kämpfen leid war und hat sich statt für eine Aurorenausbildung für die Ausbildung zum Lehrer entschieden.

Dank seines guten Abschlusses wurde er in Hogwarts als Assistensprofessor für Severus Snape angenommen. Was diesen anfänglich gar nicht gefiel, schließlich wollte er endlich VgddK unterrichten und nicht irgendwann Platz für den berühtmen Harry Potter machen müssen.

Als jedoch Minerva vorschlug, dass Harry sich um die ersten drei Jahrgänge in Zaubertränke und Verteidigung gegen die dunklen Künste allein kümmert und er Severus in den oberen Jahrgängen assistieren würde, wurden sich alle Beteiligten einig. Severus musste sich nicht mehr mit den Kleinsten rumschlagen und Harry hatte seinen Wunschausbildungsplatz.

Zwischen den beiden Helden der Zaubererwelt konnte sich so in den letzten Jahren Respekt und eine Art Toleranz gegenüber dem anderen entwickeln. Die beiden arbeiten überraschend gut zusammen und dennoch ist zwischen Ihnen eine komische Art der Distanz verblieben.

Das erste Jahr war für Harry ziemlich schwer gewesen, gerade da er noch einiges im Fach Zaubertränke aufarbeiten musste. Snape hatte recht, wer sich mit VgddK auseinandersetzen wollte, brauchte mehr als nur ein paar Grundkenntnisse in Zaubertränke.

In seinem zweiten Jahr wurde es allmählich besser und nun ist er mitten in seinem dritten Ausbildungsjahr.



Kapitel 1 Hilfe in der Not

Sein Blick glitt über die weiße malerische Landschaft von Hogwarts. Der Schnee hatte alles unter seiner Pracht begraben und es schien als würde die Zeit stillstehen. Harry zog den Umhang an seinem Hals enger und betrachtete gerade wie Hedwig sich mit seiner Weihnachtspost für seine Freunde auf den Weg machte. Seine treue Eule, welche ihm das Leben gerettet hatte und nur knapp mit dem Leben davon gekommen war, hatte sich vollständig erholt.  Das jetzige Wetter entsprach ihrem Wohlfühlklima und so drehte sie ein paar extra Runden über Harry. Dieser liebte es ihr beim fliegen zuzusehen, aber schließlich entfernte sie sich immer mehr und bald verschwamm ihr Gefieder mit der Landschaft. Langsam machte sich Harry auf den Weg zurück ins Schloss, zwar hatte er einen Wärmezauber auf sich, welcher ihn auch vor Durchnässung schütze, aber so langsam sehnte er sich nach einem warmen Kamin und einer heißen Schokolade. Zudem musste er noch einige Aufsätze korrigieren, aber dies konnte man ja gut mit dem Angenehmen verbinden.    

Kaum hatte er das Schloss betreten, schwenkte er seinen Zauberstab und lies die Schneeschicht, welche sich auf ihm gebildet hatte verschwinden. Im Gegensatz zu seinem Mentor Severus Snape hatte Harry seine Räume im dritten Stock, also begab er sich ins Treppenhaus und folgte dann den Stufen immer mehr nach oben, bis eine Treppe sich plötzlich in eine andere Richtung drehte. Harry hatte längst aufgehört sich über so etwas zu ärgern und freute sich sogar einwenig darüber. Generell wusste das Schloss, wenn es gut war einen neuen Weg einzuschlagen und so folgte Harry dieser Empfehlung. Manchmal war es ein Schüler der Hilfe brauchte und manchmal winkte ein Abenteuer, wie der Held der Zaubererwelt in seinem ersten Schuljahr bereits gelernt hatte. Es dauerte auch nicht lange, bis er das surren und zischen von Flüchen aus einem nicht weit entfernten Gang hörte.

Mit gezückten Zauberstab eilte er zu dem Gang, vermutlich duellierten sich dort einige Schüler, entgegen der bestehenden Schulregel, welche dies verbot. Als Assistenzprofessor machte sich Harry bereit für eine Standpauke. Er entdeckte schnell drei junge Ravenclawschüler aus dem zweiten Jahrgang, welche aber nicht gegeneinander kämpften, sondern einen Fluch nach dem anderen auf eine Schlange hetzen. Obwohl diese vor den drei flüchtete, schaffte sie es dennoch geschickt immer wieder auszuweichen. Leider war sie nunmehr in eine Ecke gedrängt und so drohte sie mit aufgestellten Halskragen, ähnlich einer Kobra. Kurz bevor ein Fluch die Schlange treffen konnte, hüllte sich ein Schutzschild, welches Harry gezauberte hatte, um diese und der Fluch verpuffte einfach.

Während die drei Ravenclaw sich umdrehten und in das stinksauere Gesicht ihres Lieblingslehrers blickten, sackte die Schlage erschöpft zusammen.

„50 Punkte Abzug für jeden von Ihnen für das Quälen eines Tieres und das zaubern in den Gängen. Sie werden sich noch heute bei Professor Hagrid melden, um dort Strafarbeiten zu verrichten. Aber jetzt erklären Sie mir, weshalb Sie drei diese Schlange quälen und wem diese gehört.“ Schon lange hatte Harry nicht mehr einen Grund gehabt so stinksauer zu sein, aber das Tier war augenscheinlich massiv erschöpft. Zumal es bei diesen Temperaturen mit Sicherheit nicht in den kalten Gängen unterwegs sein sollten.

Susan Thickey, das einzige Mädchen in dieser dreier Gruppe, traute sich als erstes den Mund zu öffnen und schilderte, dass sie die Schlange aus den Kerkern kommen gesehen haben. Sie gab auch zu, dass sie das Tier fangen wollten, um deren Einzelteile zu verkaufen. Ihrer Meinung nach handelte es sich hierbei um eine Mitternachtsviper, deren Schuppen und Zähne für Tränke einen guten Preis einbrächte. Harry zog den dreien noch jeweils weitere 30 Punkte ab, da sie aus Gier gehandelt haben.

„Eine Mitternachtsviper hätte euch töten können, seid froh dass dies keine ist.“ Harry wusste zwar selbst gerade nicht, zu welcher Art diese Schlange gehörte, aber Mitternachtsvipern hatten keinen Halskragen. „Zudem könnte diese Schlange einem Slythrin gehören. Wie würdet ihr es finden, wenn man eurem Haustier die Haut abziehen würde?“ Nun blickte die Drei endlich schuldbewusst drein. „Sie werden mir alle drei noch vor dem Beginn der Ferien einen Aufsatz schreiben, warum ihr Verhalten heute nur als Schande für das Hause Ravenclaw anzusehen ist und nun gehen Sie auf direktem Weg in ihre Zimmer.“ Man konnte den Zorn mehr als deutlich heraushören, der keinerlei Widerworte duldete und so gingen die drei mit hängenden Köpfen davon.

Harry wand sich der schwarzen Schlange mit den blaugrün schimmernden Schuppen zu, welche sich eingerollt und ihre dunklen Augen auf ihn gerichtet hatte. Seid langer Zeit war Harry mal wieder froh, dass er noch immer ein Parselmund war. Er atmete einmal tief ein und redete der Schlange dann gut zu, dass er ihr nicht schaden und sie zurückbringen würde. Doch die Schlange reagierte nicht auf seine Worte, es war als würde sie ihn nicht verstehen. Dies hatte Harry noch nicht erlebt, Parsel war eine Universalsprache. Egal wo ein Tier herkam, es gab keine regionalen Unterschiede und dennoch schien diese Schlange kein Wort zu verstehen. Erschöpfte sackte der Kopf des Tieres schließlich hinab auf dessen Körper, was Harry besorgt zur Kenntnis nahm. Er sprach einen Diagnosezauber. Dieser bestätigte, dass das Tier erschöpft und die Körpertemperatur zu niedrig war. Mit einem Wärmezauber versuchte er dem Tier zu helfen, doch der Zauber prallte einfach ab. Diese Schlange war definitiv etwas besonderes. Ob auch die Flüche der Kinder abgeprallt wären? Kurz überlegte er, wie er ihr dennoch helfen konnte. Durch einen kleinen Wandlungszauber wurde aus seinem Schal ein kleiner Stoffsack, welchen er mit einem Wärmezauber belegte und die Schlange hineingleiten lies. Diese wehrte sich nicht und schien sich in den warmen Stoff zu kuscheln. Scheinbar konnte er so eine erste Wirkung erzielen.

Die Frage war nun, was er als nächstes machen sollte. Hagrid könnte ihm sicherlich gut bei der Artenbestimmung und der Grundversorgung helfen, aber Snape hätte vermutlich gleich einen passenden Trank parat. Zumal es einfacher war Snape zu finden als Hagrid, welcher sich irgendwo auf dem Gelände rumtrieb. Behutsam lies Harry den Sack mit der Schlange neben sich herschweben und machte sich wieder auf den Weg. Diesmal nur hinunter in die Kerker. Snape hatte vorhin eine große Lieferung an Zutaten erhalten, welche er einsortieren wollte. Wobei groß untertrieben war, die Lieferung war riesig. Als Assistent von Professor Snape, hatte er sich selbst schon im Zutatenschrank für diesen Nachmittag verschwinden gesehen. Doch überraschender Weise hatte Snape ihm eine andere Aufgabe gegeben, mit welcher Harry bereits fertig war und so seine Post zu Hedwig hatte bringen können. Hier zeigte sich deutlich, dass sich ihr Verhältnisse gebessert hatte, denn früher hätte Snape sein Vergnügen daran gehabt ihn mit stundenlangem Zutaten sortieren, denn Nachmittag zu verderben.

Harry sah, dass die Tür zu Snapes Klassenzimmer offenstand, was mehr als ungewöhnlich war. Er klopfte und trat hinein. Offensichtlich war sein Mentor noch dabei die Zutaten zu verstauen, aber irgendwas stimmte nicht. Ein paar Zutaten in der nähe der offenen Tür fingen gerade an zu vergammeln, da sie keinen Luftzug vertrugen, der durch die offene Tür entstand. Dies war ein Fehler, welcher einem Severus Snape nie unterlaufen würde. Harry schloss die Tür, rief nach seinem Mentor und sah sich weiter um. Einige der empfindlicheren Zutaten verstaute er nebenbei. Doch Snape war nirgends zu sehen. Er ging um den Lehrertisch und entdeckte etwas mehr als ungewöhnliches. Dort lagen Snapes Kleidung. Harry beugte sich hinab, untersuchte diese und prüfte sie sowie die Umgebung auf schwarzmagische Signaturen. Doch da war nichts.
Harry schaute ungläubig auf den Sachenhaufen. Es war alles da Robe, Hemd, Hose, Socken, Schuhe und neben der Unterhose auch Snapes Zauberstab. Für einen Moment wusste er nicht was ihn mehr irritierte, der zurückgelassene Zauberstab oder die tatsächlich Slytheringrünen Boxershorts.

Erneut rief Harry den Namen seines Mentors, doch wieder erfolgte keine Reaktion. Als er die Kleidung aufhob, viel etwas schimmerndes zu Boden. Es war schwarz, schimmerte aber im Licht blaugrün. Harrys Blick glitt sofort zum Stoffsack, welchen er auf den Tisch gelegt hatte. Sollte die sich darin befindliche Schlange sein Mentor sein?  


__________________________________
Hi, dies ist meine erste Fanfiktion.
Ich würde mich über Feedback freuen.
Vielen Dank fürs Lesen
Grimswolf
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast