You're the Habit that I can't break

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan Zayn Malik
18.04.2020
17.10.2020
47
101.426
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17.10.2020 3.353
 
23. Februar, erster Tourauftritt:

Louis POV:

35 Minuten bis zum Auftritt:
„Hey ganz ruhig“, lächelte Harry und zog mich in die Arme.
„Ich will das nicht tun“, nuschelte ich gegen seine Schulter.
„Ich weiß“, murmelte er. Ich löste die Umarmung um ihn ansehen zu können und er streichelte mir über die Wange. Ich versuchte ihn anzulächeln, doch es gelang mir nicht so recht.
„Das kann ja was werden“, meinte Niall der uns beide beobachtet hatte. Wir waren zu fünft in dem Raum in dem wir uns aufhielten, bevor der Auftritt startete und waren alle unfassbar nervös. Zum einen lag das natürlich daran, dass dies unser erster Auftritt dieser Tour war, doch zum anderen lag es auch daran, was heute stattfinden sollte.
Richard Griffiths, der Mensch den ich am meisten auf dieser Welt hasste, hatte mir befohlen, mich heute mit Eleanor, dem Menschen den ich am zweitmeisten auf dieser Welt hasste, vor 20.000 Zuschauern zu verloben. Und das obwohl mein Herz allein Harry gehörte. Das war so schlimm für mich, dass ich eine Weile lang ernsthaft darüber nachgedacht hatte, die Band zu verlassen, nur damit ich endlich glücklich sein konnte.
Harry hatte versucht mir das auszureden. Er hatte gemeint, dass diese Verlobung ja nichts bedeute und er wüsste, dass ich nur ihn liebte.
Aber ich kannte Richard besser. Es würde nicht bei der Verlobung bleiben. Spätestens in einem Jahr würde er die Hochzeit verlangen und am besten vielleicht gleich auch noch Kinder.
Trotzdem wollte Harry nicht, dass ich aus der Band austrat. Er meinte falls es wirklich soweit kommt, dass ich Heiraten soll, könnte ich mir einen Anwalt nehmen, der mich aus der Sache heraus klagt.
Ich hatte sehr viel darüber nachgedacht, ob ich nicht einfach genau heute, auf dieser Bühne meinen Austritt bekannt geben sollte, anstatt mich zu verloben.
Aber selbst das war mir vertraglich untersagt.
„Wie geht es euch?“, erkundigte sich Liam.
„Mir ist schlecht“, murmelte Harry.
„Ich glaube ich hab Herzrasen“, ich legte eine Hand über mein Herz und spürte wie es wild in meiner Brust pochte.
„Hey, das wird schon“, versuchte Zayn uns aufzumuntern, da öffnete sich die Tür.

Richard betrat den Raum und sah mich finster an. „Du weißt, was du zu tun hast?“
Ich starrte ihn nur wütend an. Am liebsten würde ich ihm eine reinhauen.
Er wertete mein Schweigen scheinbar als Zustimmung. „Gut. Eleanor wird hinter der Bühne sein. Bevor ihr mit dem letzten Song beginnt, wirst du sie auf die Bühne bitten und um ihre Hand anhalten. Sie bleibt dann während des gesamten Songs mit euch auf der Bühne. Ich will, dass es echt aussieht klar? Ihr singt What makes you beautiful und ich will, dass du es für sie singst. Ihr sollt euch freuen, verstanden? Ihr alle!“, er deutete auch auf die anderen im Raum, „Ihr alle gratuliert ihnen und seit gefälligst überzeugend!“
Das Blut in meinen Adern begann vor Wut zu kochen. Ich bekam tatsächlich Mordgedanken. Was bildetet dieser Mistkerl sich eigentlich ein?!
„Sie sind so ein mieses Schwein!“, zischte Liam.
„Ja, sie hauen jetzt besser ab, bevor es Tote gibt!“, fügte Niall hinzu.
Richard lachte nur. „Glaubt ihr ernsthaft, ich hätte Angst vor euch?“ Sein dämliches Grinsen machte mich nur noch wütender. „Habt ihr es immer noch nicht kapiert? Ihr seid mir untergeordnet und habt gefälligst das zu tun, was ich euch sage! Wehrt euch nicht länger dagegen, dann wird es leichter für euch.“
Das war der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Bei mir brannten sämtliche Sicherungen durch.
Ich sprang auf Richard zu während ich mit der Faust ausholte und genau auf seine Nase zielte.
Ich traf ihn zielgenau mit voller Wucht und spürte Augenblicklich Schmerz durch meine Hand schießen, aber das war es Wert.
Ich verlor mich vollkommen im Adrenalinrausch und überließ mich meinen Instinkten.


Harrys POV:

Es ging alles so schnell und trotzdem hatte ich das Gefühl, es wie in Zeitlupe vor mir zu sehen. Louis stürzte sich auf Richard und traf ihn mit der geballten Faust mitten auf die Nase.
Sofort schoss dunkelrotes Blut aus Richards Nase. Der Wichser taumelte rückwärts und fiel nach hinten um.
Louis ließ sich auf ihn fallen und begann auf sein Gesicht einzuschlagen. Einmal, Zweimal,...
Wir alle waren wie erstarrt und sahen Handlungsunfähig dabei zu, wie Louis Richards Gesicht zu Brei verarbeitete.
Nach dem fünften Boxhieb, der erneut die Nase traf, bildetet ich mir ein, ein Knacken zu hören.
„Lou“, rief ich immer noch unter Schock.
Neben mir wurden Liam und Zayn aktiv. „Das reicht Louis“, rief Zayn und Liam packte seinen Arm, bevor er erneut zuschlagen konnte.
Sie zerrten ihn von Richard runter obwohl er sich mächtig gegen sie wehrte. Er war definitiv stärker, als er aussah.
Er wand sich in ihren Griffen und versuchte sich erneut auf Richard zu stürzen, doch Zayn und Liam schafften es unter großer Mühe ihn davon abzuhalten.
„Lou! Hör auf! Lou!“, ich stellte mich vor ihn und zwang ihn, mir in die Augen zu sehen. „Es ist okay, hör jetzt auf, du hast ihm genug weh getan!“
„Nein! Er muss für das bezahlen, was er uns angetan hat! Was er dir angetan hat!“ In Louis Augen schimmerten Tränen, doch seine Miene blieb weiterhin wütend. Er wollte immer noch auf Richard eindreschen, das konnte man ihm ansehen.
Da erklang auf einmal ein Kreischen hinter mir.
Eleanor hatte den Raum betreten und starrte entsetzt auf Richard hinab, der mit blutverschmiertem, geschwollenem Gesicht am Boden lag und sich nicht mehr rührte. Sein Oberkörper hob senkte sich in hektischen Atemzügen und er stöhnte leise vor Schmerz.
„Was zur Hölle ist passiert?“, keuchte Eleanor.
Ihr Schrei hatte gleich mehrere Securityguards auf den Plan gerufen.
„Was ist hier los?“, rief einer von ihnen, bevor er den halb bewusstlosen Richard am Boden entdeckte.
„Wer war das?“, rief ein anderer. Er hatte eine Glatze und kalte graue Augen. Er betrachtete uns fünf und nahm dann Louis ins Visier. Die blutverschmierten Hände und seine immer noch angespannte Körperhaltung verrieten Lou.
„Rufen sie einen Arzt“, wies der Glatzkopf einen der anderen an. „Sorgen sie dafür, dass Mr. Griffiths eine anständige medizinische Behandlung bekommt und dass er nicht wieder attackiert werden kann! Ich werde mal ein ernstes Wort mit den Jungs reden!“
Ganz automatisch und ohne nachzudenken stellte ich mich schützend vor Louis.
„Warst du das Tomlinson?“, blaffte der Glatzkopf.
„Kommen sie Sir, dass war doch nur ein kleines Missverständnis, keine große Sache“, versuchte Liam den Vorfall herunter zu spielen.
„Ein Missverständnis? Soweit ich das beurteilen kann, ist Mr. Griffiths' Nase gebrochen!“
„Das war wirklich eine blöde Situation, sozusagen aus dem Affekt heraus“, erklärte ich unbeholfen. Ein wenig hoffte ich sogar, dass das Konzert jetzt abgesagt wurde, damit uns die Verlobung erspart bliebe, doch solch ein Glück hatten wir natürlich nicht.
„Jetzt hört mir mal zu. Nur weil ihr berühmt seit, heißt das nicht, dass ihr euch jeden Scheiß erlauben könnt. Diese Sache wird noch Konsequenzen haben!“
„Ist schon okay Theodor, ich regle das“, schaltete sich Paul Higgins ein. Ich war erleichtert ihn zu sehen. Paul kannte uns gut und war einer der wenigen Menschen hier, denen ich vertraute.
Der Glatzkopf, Theodor, nickte und verschwand zu meiner Erleichterung.
„Louis, was hast du dir nur dabei Gedacht?“, seufzte Paul. Er war nicht wütend, in seinem Gesicht stand eher so etwas wie Sorge. Louis sagte nichts und auch wir anderen schwiegen.
„Na gut, wir reden nach dem Konzert noch mal darüber okay?“, bot Paul an.
Lou nickte stumm, aber immer noch grimmig. Paul schenkte uns ein halbes Lächeln und ließ uns dann wieder allein.
Für einen Moment sagte niemand ein Wort. Ich drehte mich zu meinem Freund um und zog ihn in die Arme.
„Tut mir leid, jetzt hab ich bestimmt alles nur noch schlimmer gemacht“, schniefte der Louis.
„Nein ist schon okay, wirklich“, flüsterte ich und tätschelte seinen Rücken. Schlimmer konnte es sowieso nicht werden. In weniger als zwei Stunden, würde Louis mit Eleanor verlobt sein... schlimmer ging es nicht.
„Ganz im Ernst, wenn du es nicht getan hättest, hätte ich ihm eine Reingehauen“, fügte Liam hinzu.
„Ja der Mistkerl hat es echt verdient“, meinte Niall.
„Warst du das wirklich Lou? Du hast ihn so zusammengeschlagen?“, fragte Eleanor ungläubig, von der ich eine Sekunde lang vergessen hatte, dass sie sich ja auch im Raum befand.
„Ja! Und? Willst du jetzt keinen Antrag mehr von mir? Bitte, du kannst jederzeit gehen!“ Louis funkelte sie so wütend an, dass sie einen Schritt zurück wich.
„Hör auf mich dafür verantwortlich zu machen klar?! Ich bin hier doch auch nur ein Mittel zum Zweck!“, entgegnete Eleanor wütend. „Aber im Gegensatz zu dir prügle ich nicht auf Leute ein!“
„Ja natürlich nicht, denn du willst das alles ja. Du willst, dass ich dir einen Antrag mache und dich heirate! Dir ist es egal, dass ich das nicht will, solange du bekommst was du willst! Ist dir klar, dass du das alles beenden könntest? Ich habe keine Wahl, aber du schon! Wenn du dich aus dieser Affäre zurückziehst, kann Richard seinen Plan nicht in die Tat umsetzten! Wie kannst du behaupten, mich zu lieben, wenn du mich zu so etwas zwingst?“,schrie Louis.
In Eleanors Augen bildeten sich Tränen. Sie machte auf dem Absatz kehrt und verließ den Raum.
Erneut herrschte eine Weile lang schweigen, bis sich Zayn schließlich räusperte. „Wir müssen bald auf die Bühne.“
„Komm Lou, wir müssen deine Hände reinigen“, murmelte ich und zog ihn in ein kleines Bad.
Louis setzte sich auf den Klodeckel und starrte ins Lehre, während ich einen Lappen mit lauwarmen Wasser befeuchtete.
Vorsichtig tupfte ich das Blut von Louis' Fingerknöcheln. Nachdem seine Hände gereinigt waren, stellte ich erleichtert fest, dass er keine Wunden zu haben schien. Allerdings war seine Hand ein wenig geschwollen, und der Knöchel seines rechten Zeigefingers war ein bisschen bläulich.
„Tut es weh?“, fragte ich und tastete seine Hand ab.
„Es geht schon“, er zog seine Hand zurück und schaffte dadurch etwas mehr Abstand zwischen uns.
„Harry?“
„Ja?“
„Ich- ich liebe dich. Nur dich! Bitte denk daran, wenn ich nachher...“, seine Stimme brach.
Ich nickte. Ich wusste, dass die Verlobung reines Business war, ein Showact. Trotzdem wusste ich, dass es mich umbringen würde.
Willst du mich heiraten? Ich habe davon geträumt, diese Worte aus Louis' Mund zu hören, doch nun wurde es zu einem Albtraum.
Klar, die Gleichgeschlechtliche Ehe war hier in England sowieso noch nicht erlaubt, aber lange konnte es nicht mehr dauern. Aber das spielte ja jetzt sowieso keine Rolle mehr.
„Ich liebe dich auch“, lächelte ich schwach.
„Wir schaffen das oder? Wir stehen das durch...?“, Louis sah mich fragend an.
Liebend gerne hätte ich Ja geantwortet, ihn schief angegrinst und ihm einen Kuss verpasst, doch ich konnte es nicht.
Denn die Wahrheit war, dass ich keine Ahnung hatte, wie wir das überstehen sollten...

20 Minuten bis zum Auftritt:
Louis und ich kehrten aus dem Bad zurück. Niall wurde gerade noch einmal abgepudert, während Liam und Zayn bereits verkabelt wurden. Mir wurden ebenfalls meine InEars gereicht.
Unser Vorbereitungsteam gab uns gerade noch den letzten Schliff, als jemand herein kam, mit dem ich nun wirklich nicht gerechnet hatte.
Simon Cowell. Mir wurde schlecht.
Sofort tauschten wir alle panische Blicke. Was machte der denn hier?!
„Hallo Jungs“, lächelte er. „Keine Sorge ich bleibe nicht lange, ich wollte euch nur noch mal daran erinnern, dass die Verlobung überzeugend und reibungslos über die Bühne gehen muss. Nicht dass ihr denkt, jetzt wo Richard weg ist, könnt ihr das einfach sein lassen. Die Verlobung findet statt!“
Er wusste also davon... Natürlich... vermutlich hatten er und Richard diesen Plan gemeinsam ausgeheckt.
Louis knirschte mit den Zähnen: „Wir haben es nicht vergessen.“
„Gut“, Simon betrachtete uns alle berechnend, „Denn wenn das heute schiefgeht und diese Larrygerüchte nicht gestoppt werden, haben wir ein großes Problem.“
„Ach ja?“, fragte Liam.
„Wieso denn?“, hakte Zayn nach.
„Es wird den Erfolg der Band mindern. Ein schwules Pärchen in einer Boyband, euch ist doch klar, dass das ein riesiger Skandal ist oder?“
Ich wurde immer wütender.
„Wissen Sie, Sie sind ganz schön mutig sich hier einfach so alleine herein zu trauen, nachdem was ich mit Richard gemacht habe“, sprach Louis leise, aber bedrohlich.
Simon wirkte nicht beeindruckt.
„Ob du mich zusammenschlägst oder nicht macht keinen Unterschied, Louis. Du wirst dich mit Eleanor verloben, verstanden?“
Louis funkelte ihn einfach nur wütend an, sagte aber nichts. Simon warf ihm einen warnenden Blick zu.
„Ich gehe jetzt Backstage zu Eleanor. Ich wünsche euch einen erfolgreichen Auftritt“, sagte er haute Gott sei Dank endlich ab.
„Arschloch“, murmelte Liam.
Louis' und mein Blick trafen sich. In seinen Augen stand die selbe Qual, die auch ich empfand. Wir hatten keine Chance zu entkommen, Louis musste sich verloben und ich würde tausend Tode sterben.
„Kommt, wir müssen Backstage, es geht gleich los“, meinte Niall und klopfte mir aufmunternd auf die Schulter. Ich lächelte schwach und folgte den anderen.

30 Sekunden bis zum Auftritt:
Meine Finger waren mit Lou's verschränkt, während wir darauf warteten, die Bühne zu betreten. Normalerweise freute ich mich auf jeden unserer Auftritte, besonders auf den Ersten der Tour, aber heute nicht. Heute wollte ich an jedem anderen Ort sein, nur nicht hier. Selbst das hatte Modest mir genommen. Eine einsame Träne lief mir die Wange hinab.
„Bitte wein nicht“, Lou wischte die Träne weg, klang jedoch so, als würde er selbst am liebsten weinen.
Ich schenkte ihm ein schwaches Lächeln und dann rannten wir alle gemeinsam auf die Bühne.


Wir begannen Up all night zu singen und ich spürte direkt, dass diese Konzert werden würde wie kein anderes. Heute würde sich alles ändern.
Ich versuchte meine übliche Fröhlichkeit, die ich auf der Bühne immer hatte zu spielen, doch es gelang mir nicht so recht und auch die anderen, insbesondere Louis wirkten verkrampft.
Ich hoffte, die Fans merkten es nicht, denn für sie sollte es immerhin ein schöner Abend werden.
Immer wieder blickte ich zu Lou. Gelegentlich berührten wir uns unauffällig oder versuchten dem anderen ein aufmunterndes Lächeln zu schenken.
Mit jedem Song rückten wir näher an die Verlobung und allein der Gedanke daran trieb mir die Tränen in die Augen.
„Ich kann das nicht Harry, ich kann nicht...“, flüsterte mir Lou verzweifelt ins Ohr, während Liam gerade zu den Fans sprach.
„Du musst“, flüsterte ich zurück und wusste, dass Modest uns alleine schon für dieses Flüstern eine Predigt halten würde.
Verzweifelt blicke Lou mich an. Ich wandte mich ab und ging von ihm weg, weil ich sonst womöglich in Tränen ausbrechen würde, gleich hier und jetzt.
Danach sprachen wir nicht mehr miteinander, wir sangen einfach und lieferten den Fans die Show, die wir so lange geübt hatten.
Nachdem wir Kiss you gesungen hatten liefen wir von der Bühne, bevor wir die letzten beiden Songs Live while we're young und What makes you beautiful als Zugabe singen würden. Bevor Louis und Eleanor sich verloben würden...

„Okay, jetzt geht es ums Ganze, du weißt was du zu tun hast Louis?“, hakte Simon noch einmal nach.
„Ja“, knurrte Louis nur, funkelte dabei jedoch wütend Eleanor an, die natürlich keinen Rückzieher gemacht hatte.
Dann, vor ihren und Simons Augen, küsste er mich tief und innig und absolut nicht jugendfrei. Von der plötzlichen Leidenschaft überrascht, schloss ich die Augen und genoss den Kuss. Mir entfuhr sogar ein leises Stöhnen.
Als wir uns atemlos voneinander lösten, lächelte Louis mich an. „Ich liebe dich!“ „Ich liebe dich auch!“
„Und das-“, sagte Louis zu Simon, „Werden sie uns niemals nehmen können!“
Und damit begaben wir uns wieder auf die Bühne und stimmten LWWY an.
Plötzlich fühlte ich mich optimistischer. Modest könnte Louis und mir niemals nehmen, was wir hatten. Sie konnten uns quälen und für unsere Liebe bestrafen, aber sie könnten uns niemals voneinander trennen.

„...Tonight lets get some, and live while we're young“, beendeten wir den Song. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Jetzt würde es passieren und ich war absolut noch nicht bereit.
Ich blickte zu Louis, doch er mied meinen Blick, während er zum vordersten Punkt der Bühne ging.
„What's up London?!“, rief er und lächelte ins Publikum, was ich auf dem großen Bildschirm hinter uns sehen konnte. Wir anderen vier stellten und keine zwei Meter hinter ihn in einer Reihe auf.
„You've been absolutley amazing tonight!“ Lautes Kreischen antwortete Lou.
„Okay so, before we sing our last song for you, I have to make an announcment“ erklärte er.
„I want y'all to grab your mobile phone and film this for me alright?“
Was tat er? Wieso wollte Lou, dass die Verlobung auch noch gefilmt wurde? War das sein ernst?!
Die Fans taten natürlich wie geheißen und sämtliche Handykameras wurden auf die Bühne gerichtet. Louis schmunzelte.
„Eleanor Dear, come to the stage please“, rief er ins Mikro. Im Publikum konnte man die Verwirrung förmlich sehen.
Eleanor betrat die Bühne und lief nach vorne zu Louis. Sie stellte sich neben ihn und heuchelte ebenfalls Verwirrung.
Ich hielt die Luft an. Jetzt würde es passieren. Louis würde vor ihr auf die Knie sinken und einen Ring hervorholen. Tränen ließen meine Sicht verschwimmen.
Doch Louis sank nicht auf die Knie. Stattdessen war er mit zwei großen Schritten bei mir, griff nach meiner Hand und zog mich zu sich nach vorne, sodass ich Eleanor beiseite drängte.
„Lou...?!“
„There is something we wanted to tell you for a long time now“, sagte Louis.

Und dann zog er mich an sich und küsste mich. Ich war so geschockt, dass ich erst gar nicht reagieren konnte. Dann jedoch erwiderte ich den Kuss und schmiegte mich an meinen Freund. Die Fans kreischten so unfassbar laut, dass ich das Gefühl hatte, mein Trommelfell würde platzen. Ich konnte nicht fassen, was Louis gerade getan hatte. Er hatte uns geoutet, in aller Öffentlichkeit!
Als wir schließlich den Kuss beendeten strahlten wir einander an.
„That's right, Harry and I are a couple!“, rief Louis.
Die Fans jubelten und kreischten und ich konnte sehen, dass die Mädchen in den ersten Reihen Herzen mit ihren Händen formten.
Tränen der Freude rannen mir über die Wangen. Unsere Fans würden uns unterstützen!
Ich fühlte mich als wäre ich high vor Glück.
Liam, Zayn und Niall kamen zu uns, und zogen uns in eine Gruppenumarmung.
„Give it up for Harry Styles and Louis Tomlinson!“, rief Liam in sein Mikro, worauf die Fans noch mehr jubelten und klatschten.
Ich hörte die ersten Takte von What makes you beautiful und Liam begann zu singen.
You're insecure
Don't know what for
You're turning heads when you walk through the door


Louis und ich umarmten uns fest und die Fans waren immer noch am durchdrehen und sangen lauthals mit. Eleanor war schon lange von der Bühne verschwunden, während wir sangen, umher tanzten, lachten und weinten.
Baby, you light up my world like nobody else
The way that you flip your hair gets me overwhelmed
But when you smile at the ground it ain't hard to tell
You don't know, oh oh
You don't know you're beautiful!

Endlich war dieser Horror vorbei. Jetzt konnte uns niemand mehr etwas anhaben.

Endlich waren wir frei!




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Danksagung:

Oh man, ihr glaubt gar nicht, wie schwer es mir fällt, diese Geschichte zu beenden...
Ich hätte niemals gedacht, dass diese Geschichte so erfolgreich wird und möchte mich bei allen bedanken, die die Geschichte Gelesen haben, mir ein Herzchen, ein Sternchen oder einen Kommi hinterlassen haben. Ihr seid einfach die Besten!

Mein besonderer Dank geht an kitti-in-pain und Sternii die mir regelmäßig und von Anfang an Kommentare hinterlassen haben und mich damit unfassbar motiviert haben, weiter zu schreiben!
Ich finde das Feedback ist eines der besten Dinge am Schreiben selbst, denn ich mache das natürlich für euch und es ist schön etwas zurück zu bekommen
Also Vielen Dank an euch beide und auch an alle anderen, die mir geschrieben haben :)

Ich hoffe euch hat die Geschichte und das Ende gefallen, auch wenn ich weiß, wie traurig man über ein Ende ist :\
Aber ihr werdet bestimmt bald wieder von mir hören :)
Bis dahin streamt What a Feeling :D

Ganz Liebe Grüße,
Eure Lucie
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