You're the Habit that I can't break

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan Zayn Malik
18.04.2020
03.07.2020
33
73.063
8
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30.06.2020 2.205
 
Harrys POV:

Ich exte mein drittes Glas Whiskey und starrte verzweifelt auf mein Handy. Warum zur Hölle schrieb mir denn Louis nicht? Hatte ich etwas falsch gemacht? War er sauer, dass ich tatsächlich geflogen war? Vermisste er mich denn nicht?
Eigentlich könnten wir jetzt gerade nämlich schreiben, oder sogar telefonieren. Taylor war bereits auf dem Time Square, weil sie dort heute Abend auftreten würde. Ich war noch im Hotel und hätte jetzt gerade jede Menge Zeit, mit Louis zu telefonieren.
Mir war zum heulen zumute. Ich vermisste Lou so sehr, ich würde morden, um jetzt seine Stimme zu hören. Plötzlich fühlte er sich so unerreichbar an. Was tat er wohl gerade?
In England müsste jetzt 3 Uhr sein. War er noch auf der Party seiner Freunde? Und viel wichtiger war Eleanor da?
Ich füllte erneut mein Glas und trommelte mit meinen Fingern auf meinem Knie herum, während ich meinen Blick nicht von meinem Display abwendete. Es konnte doch nicht sein, dass er sich nicht bei mir meldete. Er liebte mich doch! Das ergab einfach absolut keinen Sinn.
Ich kippte das vierte Glas hinunter und begann durch den Raum zu tigern. Kamen vielleicht seine Nachrichten einfach nicht an?
Oder war ihm was passiert? Das schreckliche Szenario eines Autounfalls blitzte in meinem Kopf auf. War ihm gestern auf dem Rückweg vom Flughafen etwas passiert? Aber nein, dass wüsste ich. Das wäre bestimmt in den Nachrichten, oder auf Twitter gewesen und Johannah hätte mich bestimmt informiert.
Aber was war es dann? War sein Handy kaputt? Ich fuhr mir durch die Haare und sparte mir die Mühe mir etwas neues einzuschenken und trank einfach direkt aus der Flasche.
Es machte mich wahnsinnig nicht zu wissen, was los war.
Ich saß hier fest, in diesem verfluchten Hotel in New York und hatte keine Ahnung, was bei Louis geschah. Ich sollte in England sein. Ich sollte jetzt gerade mit Louis im Bett liegen und ihn küssen. Stattdessen würde ich das neue Jahr mitten auf dem Time Square gemeinsam mit Taylor begrüßen müssen und das bedeutete, ich würde sie küssen müssen.
Griffiths hatte mich extra noch einmal angerufen und mich ermahnt, es bloß echt aussehen zu lassen. Es sollte kein Zweifel entstehen.
Bei der Gelegenheit hatte ich ihn auch gefragt, wann ich wieder zurück nach London fliegen könnte.
Daraufhin hatte er nur geantwortet, dass ich das mit Taylor ausmachen müsste. Immerhin sollte sie ja weiterhin glauben, dass wir so etwas wie ein Paar waren.

Eine Stunde und eine ¼ Flasche Whiskey später hielt ich es nicht länger aus. Ich rief Louis an. Es klingelte eineinhalb mal und dann beendete sich der Anruf.
Ungläubig starrte ich auf mein Handy. Louis hatte mich weggedrückt! Er hatte mich tatsächlich weggedrückt!
Voller Entsetzen starrte ich auf seinen Namen, auf meinem Display. Sein Handy war also ganz eindeutig nicht kaputt, wenn er noch auf Ablehnen drücken konnte. Und es schien ihm auch gut zu gehen.
Wieso zur Hölle tat er das?
Ich wählte seine Nummer erneut, doch diesmal meldete sich sofort die Mailbox. Sein Handy war ausgeschaltet. Fassungslos ließ ich mich auf den Boden sinken.
Meine Welt drehte sich, teilweise aus Schock und teilweise vom Whiskey.

Was ist los Lou?? Hab ich etwas falsch gemacht? , schrieb ich ihm, wobei sich der Alkohol in meinem Blut bereits bemerkbar machte.
Ich hatte Mühe die Wörter richtig zu schreiben und war dankbar für die Autokorrektur.
Ohne das ich es wollte, traten Tränen in meine Augen. Mein Herz schrie nach Lou und der Gedanke daran, dass wir so weit voneinander entfernt waren, brachte das Fass zum überlaufen.
Ich saß auf dem Boden des Hotelzimmers und weinte stumm vor mich hin. Ich wollte einfach nur zu Louis.
Ich kam mir selbst total dumm und unbeholfen vor, aber ich konnte einfach nicht anders. Es war das selbe Gefühl, wie zu unseren Anfangszeiten... Liebeskummer...

Ich wusste nicht, wieviel Zeit verstrich, aber irgendwann klopfte es an meiner Tür. Hastig wischte ich mir die Tränen von den Wangen, stand auf und öffnete.
„Harry, wo bleibst du denn? Wir müssen los“, Paul stand vor meiner Tür und musterte mich.
„Alles in Ordnung?“
Ich nickte nur, griff nach meinem Mantel und folgte ihm aus dem Hotel.
Als wir am Time Square angelangten, sang Taylor bereits I knew you were Trouble. Es waren noch 20 Minuten bis Mitternacht und alles war voller Menschen. Paul und zwei weitere Securityguards schirmten mich ab, doch immer wieder erkannten mich Fans und riefen begeistert nach mir. Ich versuchte jedem von ihnen ein Lächeln zu schenken, auch wenn es mir gerade so mies ging.
Die Fans bedeuteten mir zuviel, als da ich sie hängen lassen würde.
Ich fröstelte und blickte mich auf dem belebten Time Square um. Alles war hell erleuchtet und die Stimmung war großartig. Leider war ich dafür jedoch nicht empfänglich. Ich wollte einfach nur zu Lou. Und ich brauchte Alkohol... Ich hatte das dringende Bedürfnis, meinen Schmerz zu ertränken.
Allerdings war ich auch schon ziemlich betrunken, stellte ich leicht wankend fest. Trotzdem sehnte ich mich nach mehr Alkohol, aber da ich erst 18 war und man in Amerika erst mit 21 trinken durfte, durfte ich mich hier nicht mit alkoholischen Getränken in der Öffentlichkeit blicken lassen.
Ich lauschte Taylors Stimme, die gerade We are never ever getting back together sang und dabei ein wenig erkältet klang. Das war allerdings auch kein Wunder. Die Temperaturen lagen weit unter Null und ich wollte eigentlich am liebsten wieder zurück ins Hotel.
Louis lag vielleicht bereits wieder in seinem warmen Bett. Bei dem Gedanken an seinen warmen Körper, der sich so vertraut anfühlte, kamen mir beinahe wieder die Tränen. Gott ich vermisste ihn so sehr...
Mitternacht rückte immer näher. Taylor beendete ihren Auftritt und kam von Security begleitet zu mir.
Unsere Sicherheitsleute bildeten einen schützenden Kreis um uns, da sich bereits kreischende Fans versammelt hatten und uns mit ihren Handys filmten.
„Es ist so kalt“, bibberte Taylor, und kuschelte sich dicht an mich. Da ich betrunken war, war mir mittlerweile alles ziemlich egal und somit ließ ich es zu.
Sie ergriff meine Hand und wir liefen noch ein kleines Stück weiter in Richtung Mitte, während unsere Guards uns so gut wie möglich abzuschirmen versuchten.
Der Countdown begann und Taylor zählte mit runter. Sie schien im Gegensatz zu mir ziemlich glücklich zu sein.
Ich zwang ein Lächeln auf meine Lippen und blickte nach oben zu der Anzeigetafel, die den Countdown zeigte. In 13 Sekunden würde ich Taylor küssen müssen, schoss es mir durch den Kopf. Ich wollte es nicht, aber ich hatte keine Wahl. Ich hätte Louis so gerne vorher davon erzählt, aber er ignorierte ja meine Anrufe... Nicht weinen, rief ich mir ins Gedächtnis.
„5,4,3,2,1“, und ehe ich mich versah, lagen Taylors Lippen auch schon auf meinen. Ich ließ es geschehen. Der Alkohol in mir half, zu ignorieren, dass ich gerade Taylor küsste und Louis betrog.
Dennoch unterbrach ich den Kuss nach wenigen Sekunden und umarmte sie stattdessen einfach. Sie wiegte sich in meinen Armen und schien es ganz offensichtlich zu genießen.
Als ich auch die Umarmung löste, küsste sie mich erneut. Ihre Lippen waren kalt und ich verspürte mal wieder nicht das geringste Kribbeln, als ich sie küsste. Es fühlte sich einfach nicht richtig an. So als würde ich eine gute Freundin küssen, für die ich nichts weiter empfand.
Ich brach den Kuss ab, gab ihr stattdessen noch einen kurzen Kuss auf die Wange und hoffte, dass ich damit aus dem Schneider war. Ich wollte sie nicht noch einmal küssen. Jedesmal, wenn ihre Lippen auf meine trafen, musste ich an Louis weiche, warme Lippen denken, die ich so sehr vermisste...
Glücklicherweise wandten wir uns zum Gehen.
Ich konnte es kaum erwarten, ins Hotel zurückzukehren und einfach wieder Louis nachzuweinen, bis ich endlich zurück fliegen konnte.

Im Hotel angekommen, folgte mir Taylor jedoch natürlich in mein Zimmer. Es wäre ja auch zu schön gewesen, jetzt allein sein zu können. Das erste was ich tat, war mein Glas neu zu füllen und mir einen Schluck zu genehmigen.
„Wow“, Taylor nahm lachend die halbleere Flasche in die Hand, „Hast du das alles alleine getrunken?“
Ich zuckte mit den Schultern und nahm noch einen Schluck aus meinem Glas. Ich spürte, wie der Schmerz in mir langsam betäubt wurde. Ich vermisste Louis zwar immer noch schrecklich, aber der Alkohol machte es erträglich.
„Na dann, auf ein neues Jahr!“, sie prostete mir mit einem Glas zu, dass sie sich selber eingeschenkt hatte und setzte sich neben mich auf die Couch.
Ich schenkte ihr ein schwaches Lächeln. Ich rief mir ins Gedächtnis, dass sie ja nichts für all das hier konnte. Sie war einfach nur in mich verliebt und dachte, ich würde diese Gefühle erwidern. Sie konnte ja nicht wissen, dass ich von Modest gezwungen wurde.
„Also... was machen wir beide jetzt noch?“, lächelte sie und klimperte mit ihren Wimpern. Sie rückte ein Stück näher und mir wurde ihre Absicht klar. Im nüchternem Zustand wäre mir wahrscheinlich eine Ausrede eingefallen, um dieser Situation zu entkommen, doch jetzt war ich ziemlich ratlos.
Taylor stellte ihr Glas beiseite und ehe ich mich versehen hatte, schwang sie auch schon ein Bein über mich und setzte sich auf meinen Schoß. Sie legte ihre Arme um meinen Hals und küsste mich. Vollkommen überrumpelt wehrte ich mich nicht. Ihre Lippen bewegten sich auf meinen und sie versuchte mir die Zunge in den Mund zu schieben.
Da erwachte ich aus meiner Trance. Was zur Hölle tat ich hier? Warum ließ ich das zu? Das konnte ich Louis doch nicht antun!
Taylor seufzte leise und drückte sich eng an mich, während ihr Zunge meinen Mund erkundete. Keuchend schob ich sie von mir. Sie saß zwar immer noch auf meinem Schoß, doch zumindest lag ihr Mund nicht mehr auf meinem.
Sie schien das allerdings gar nicht weiter zu stören. Eine ihre Hände glitt unter mein Tshirt und sie ließ ihre Fingernägel über meinen Bauch kratzen, was sich alles andere als gut anfühlte.
„Hör auf“, murmelte ich und hielt ihre Hand fest, als diese tiefer strich.
„Wieso denn?“, grinste sie und ließ ihre andere Hand zu meinem Schritt gleiten. „Wir gehen doch jetzt schon lang genug miteinander, meinst du nicht, es ist Zeit den nächsten Schritt zu gehen?“
Ich riss panisch die Augen auf, als sie über meinen absolut unerregten Schwanz fuhr und war dankbar für den Stoff, der zwischen ihrer Hand und meiner Haut lag.
Ich fühlte mich gefangen. Sie saß auf meinem Schoß und ich konnte sie ja schlecht einfach herunter stoßen, aber ich wollte nicht, dass sie mich berührte.
„Hör auf Taylor, ich will das nicht“, ich hielt auch ihr anderes Handgelenk fest und zog ihre Hand von meinem Intimbereich weg.
Taylor presste die Lippen aufeinander. „Du willst nicht mit mir schlafen?“
„Nein“, antwortete ich, obwohl mir klar war, dass das alles zum Einsturz bringen könnte. Würde sie jetzt Schluss machen? Oh man Richard würde ausrasten.
„Gefalle ich dir etwa nicht?“, fragte Taylor gekränkt.
„Nein, das ist es nicht... ich bin nur... noch nicht bereit... und außerdem ziemlich betrunken“, log ich.
Ich konnte Taylors Miene nicht ganz deuten. War sie gekränkt? Oder Wütend? Eifersüchtig...?
„Okay“, sagte sie schließlich, küsste mich allerdings erneut. Diesmal war sie jedoch nicht so fordernd. Ich stellte mir einfach vor es wäre Louis der mich küsste, da ich mich zu schwach und zu betrunken fühlte, um mich zu wehren.
Die Trauer und der Liebeskummer hatten mich ausgelaugt und auch wenn Taylors Lippen, nicht einmal ansatzweise das Gefühl in mir auslösten, was Louis stets zu Tage brachte, so war es doch irgendwie tröstlich, von jemandem geküsst zu werden.
Meine Vorstellungskraft war so ausgeprägt, dass ich einfach die Augen schließen konnte und mir vorstellte, es wäre Louis, der da auf meinem Schoß saß.
Und so ließ ich mich einfach fallen...



Louis POV:

Am nächsten Morgen weckte mich das Piepen meines Handys. Ich hatte eine SMS bekommen. Hoffnungsvoll blickte ich auf den Bildschirm, doch es war nur Zayn, der mir geschrieben hatte.

Bist du okay?

Ich runzelte die Stirn.

Ich habe Kopfschmerzen. Wieso? , fragte ich mit einem schwachen Scherz.

Oh
Du hast es noch nicht gesehen?

Ich schluckte. Was gesehen?

Nichts, schon gut, versuchte sich Zayn herauszureden, doch nun war es zu spät.

Was ist los? Was soll ich gesehen haben??

https://youtu.be/P1jttU1fY74
Es tut mir Leid..., schrieb er und ich bekam Panik.

Ängstlich klickte ich auf den Link, den er mir geschickt hatte. Es war ein Video vom Time Square, gestern Abend. Und darauf waren Harry und Taylor zu sehen, die darauf warteten, dass der Countdown ablief. Taylor schmiegte sich dicht an Harry und sah dabei so hübsch wie immer aus. Eifersucht loderte in mir auf.
Sobald es Mitternacht schlug küssten sie sich... Sie küssten sich, und zwar richtig. Das Video hatte zwar nicht die beste Qualität, aber man konnte es doch eindeutig erkennen. Sie drückte sich an ihn und ich spürte, wie mir Tränen in die Augen traten und mir die Sicht verschwimmen ließen.
Das machte Harry also... er antwortete mir nicht, weil er sich ganz offensichtlich prächtig amüsierte und mich wahrscheinlich schon längst vergessen hatte...
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Hhhh *schnief*
Achtung, dieses Video tut schon beim zusehen weh: https://youtu.be/P1jttU1fY74
Wer schlechter Laune vorbeugen möchte, sollte es besser nicht gucken ;)
Sorry for letting the boys suffer so badly...


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