Vom Schicksal verfolgt - Teil 2

von BlindFate
GeschichteDrama, Freundschaft / P18
John Gage OC (Own Character)
18.04.2020
15.10.2020
39
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15.09.2020 1.311
 
Auf Eric’s Worte hin, erfüllte ungläubiges, sowie bedrückendes Schweigen den Raum.
Konnte keiner von ihnen glauben, was sie da soeben gehört hatten.

„Mummy?” war es schließlich Randy’s, mehr als nur bedrückte, sowie traurige Stimme, die das zwischen ihnen entstandene Schweigen durchbrach.
„Randy?” erschrak Jayden förmlich, als er die Stimme seines Sohnes hörte und zuckte dementsprechend, hastig und mit entsetztem, gleichzeitig jedoch auch besorgtem Blick zu ihm herüber sehend, in sich zusammen.
Gleich darauf löste Jayden sich von seinem Platz und trat, langsamen Schrittes, vor ihm in die Knie gehend, zu ihm heran.
„Hey, mein Großer.” sah Jayden ihm, ihm mit einer Hand behutsam ein paar Haare aus der Stirn streichend, mit sanftem Blick in die Augen.
„Ich mag zu Mummy.” erwiderte Randy den Blick seines Vaters aus großen, sowie traurigen Augen.
„Okay... Na komm.” rang Jayden sich daraufhin ein äußerst schwaches, dennoch liebevolles Lächeln ab und hob sich seinen Sohn gleich darauf auf den Arm.

Gemeinsam mit Randy im Arm, erhob Jayden sich im nächsten Moment wieder aus der Hocke und wandte sich, im Vorbeigehen einmal flüchtig aus dem Augenwinkel heraus zu Eric herüber sehend, wieder zu Hailey um.
Hatte er ihr, als er zu Randy gegangen war, genau wie Hank, der noch immer bei ihr am Bett saß und sie tröstend im Arm hielt, den Rücken zugewandt.

Nun jedoch kam er, an der Kante des Bettes zum Stehen und ließ sich, Randy nach wie vor auf dem Arm haltend, sogleich auch schon auf dieser nieder.
„Mummy?” war es im nächsten Augenblick Randy, der seine Mutter auf sich aufmerksam machte.
War er, gleich nachdem Jayden sich hingesetzt hatte, von seinem Arm herunter und zu Hailey herüber geklettert.

Als Hailey die Hand ihres Sohnes auf ihrem Arm spürte, ließ sie, sich mit einer Hand ein paar ihrer Tränen, die sie immer noch vergossen hatte, wegwischend, etwas von Hank ab. Löste sich somit etwas aus seiner Umarmung und sah stattdessen zu ihrem Sohn zurück.
„Hey, mein kleiner...” rang sie sich ein schwaches Lächeln ab. Jedoch war es nicht von langer Dauer. Denn als sie, aus dem Augenwinkel heraus, Eric erblickte und sie für einen kurzen Moment gänzlich zu ihm aufsah, trübte sich ihr Blick sogleich auch schon wieder.

Randy, der merkte, dass seine Mutter abermals kurz davor war den Kampf gegen ihre Tränen zu verlieren, schmiegte sich nun an sie und nahm sie somit, so gut es ging, in den Arm.
Hailey erwiderte seine Umarmung, ihren Kopf behutsam auf dem ihres Sohnes ablegend, ihm eine Hand behutsam auf den Rücken, die Andere sanft an den Hinterkopf legend, sogleich auch schon.



„Ich werd dann mal ins Krankenhaus fahren, und sehen, ob ich was in Erfahrung bringen kann... Sobald ich was weiß, melde ich mich...” ließ Eric seinen Blick, ehe er sich schließlich, ohne noch etwas zu sagen, zum Gehen wandte, einmal quer durch die Runde schweifen.
„Warten Sie, ich begleite sie nach unten.” wurde er, an der Zimmertür angekommen, nochmals kurz von Hank aufgehalten.
Als Antwort auf seine Worte hin nickte Eric ihm, lediglich flüchtig aus dem Augenwinkel heraus, über seine Schulter hinweg zu ihm zurück sehend, einmal kaum merklich zu.
Gleich darauf ließ er aber auch schon wieder von ihm ab und wandte sich erneut zum Gehen.

Hank, der sich nun von seinem Platz bei Hailey am Bett erhob, sah ihm für einen kurzen Moment hinter her, ehe er sich, bevor auch er nun den Raum verließ, an Jayden wandte.
„Wenn etwas ist. Dixie und ich sind unten.” sah er seinem Enkel, während er nun um das Bett herum trat, in die Augen.
„Ist gut... Danke.” nickte auch Jayden ihm, auf seine Worte hin einmal kaum merklich zu.

Im nächsten Moment ließ er aber auch schon wieder von seinem Großvater ab und sah stattdessen zu Hailey und seinem Sohn zurück, welche er nun, sie behutsam in den Arm nehmend, vorsichtig näher zu sich heranzog.
Wollte er jetzt einzig und allein für seine Familie da sein.



„Wenn Sie Hilfe, oder jemanden zum Reden brauchen, Sie sind jeder Zeit herzlich willkommen.” sah Hank seinem Gegenüber mit sanftem Blick in die Augen. War seine Stimme, obwohl er Eric zum ersten Mal gesehen hatte, auch ihm gegenüber väterlich sanft.
„Danke... Zack kann sich wirklich glücklich schätzen, an eine Familie wie Ihre geraten zu sein... Ich weiß, es mag merkwürdig klingen, aber... Es war sein Glück, dass er damals an diesen Fall mit seinem Vater geraten ist...” huschte Eric nun, während er sprach und mit einer knappen Handbewegung auf die sich hinter Hank befindliche Treppe und somit auf Jayden deutete, ein flüchtiges, sowie kaum merkliches Lächeln über die Lippen. „... Damals war ich zwar noch nicht sein Partner, aber ich kannte ihn bereits und wusste, dass er nur für seinen Job lebte... Aber das änderte sich nach diesem Fall... Es dauerte zwar eine Weile, aber er veränderte sich... Er lebte nicht mehr nur für sich selbst... Und das, bin ich mir sicher, hat er einzig und allein seinem Vater und auch Ihnen zu verdanken...” ruhte Eric’s Blick, die meiste Zeit über, in der er sprach, auf Hank. Ließ er nur zwischendurch für flüchtige Augenblicke von ihm ab. Dabei senkte er seinen Blick meist etwas, oder sah flüchtig zur Seite herüber, nur um gleich darauf wieder zu Hank auf und ihm in die Augen zu sehen.
„Wie dem auch sei... Ich bin Ihnen allen dankbar für das, was sie für Zack getan haben.” damit ließ Eric nun endgültig von Hank ab und wandte sich zum Gehen.

Hank hingegen stand, die ganze Zeit über, sein Gegenüber mit väterlich sanftem Blick in die Augen sehend und seinen Worten lauschend, schweigend da.
Auch als Eric sich schließlich zum Gehen wandte, schwieg Hank. Nicht, weil er nicht wusste, was er sagen sollte, sondern weil er wusste, dass er nichts dazu zu sagen brauchte.
Denn Eric hatte einfach nur mal jemanden gebraucht, dem er sich anvertrauen konnte, der ihm einfach nur zuhörte. Dessen war Hank sich bewusst.


Erst als Eric schließlich in seinen Wagen eingestiegen und davon gefahren war, löste Hank sich von seinem Platz und trat zurück ins Haus.
Kaum hatte er die Haustür hinter sich geschlossen, wollte Hank eigentlich wieder nach oben gehen, doch stockte er, als er Dixie, gegen den Türrahmen gelehnt, im Durchgang von Küche zum Flur stehen sah, mitten in der Bewegung.
Hatte sie, die, mehr oder weniger, einseitige Unterhaltung der Beiden mitverfolgt.

Jetzt, wo ihrer beider Blicke aufeinander trafen, formten sich Dixie’s Lippen, statt etwas zu sagen, zu einem sanften Lächeln.
Gleich darauf ließ sie jedoch auch schon wieder von Hank ab, löste sich von ihrem Platz und wandte sich, ihm mit einer knappen Kopfbewegung zu verstehen gebend, dass er ihr folgen sollte, zum Gehen.

Hank blieb, ihr für einen kurzen Moment mit fragendem Blick hinter her sehend, zunächst wo er war. Löste sich aber dann von seinem Platz und folgte der ehemaligen Krankenschwester in die Küche.




In der Zwischenzeit saß Mayleen, im Rampart, im Wartebereich des Sozialendienstes und wartete darauf, dass Johnny von seiner therapeutischen Sitzung, die heute zum ersten Mal stattfand, zurück kam.
Hatte er sich, nachdem es Dylan innerhalb von nur wenigen Stunden gelungen war, dass Randy sich wieder öffnete, wenn auch schweren Herzens, zu diesem Schritt entschieden.
Denn Johnny hatte, noch am selben Tag, an dem Dylan bei ihnen gewesen war, versucht sich Mayleen gegenüber zu öffnen und sich ihr anzuvertrauen.
Doch gelang es ihm nicht. Konnte er sich ihr gegenüber einfach nicht öffnen, weshalb sie, bis spät in die Nacht da gesessen und sich gegenseitig angeschwiegen hatten. Mit dem Ergebnis, dass Mayleen sich irgendwann von ihrem Platz erhoben und ihm zu verstehen gegeben hatte, dass sie sich nicht sicher war, ob sie wirklich heiraten sollten.

Diese Worte seiner Geliebten, waren der Grund, weshalb Johnny nun bei Dylan im Büro saß und krampfhaft versuchte seine Blockade, die ihn daran hinderte über das, was in ihm vorging, zu reden, zu überwinden.
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