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Vom Schicksal verfolgt - Teil 2

von BlindFate
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / Gen
John Gage OC (Own Character)
18.04.2020
13.06.2021
89
167.256
2
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21.04.2020 1.766
 
„Wie fühlst du dich?” kam Jayden, nachdem er Hailey schließlich gefunden hatte, mit leicht besorgtem Blick zu ihr herüber sehend, langsamen Schrittes auf sie zu, ehe er sich, im nächsten Moment, neben ihr auf der Holzbank niederließ.
„Ich bin nur ein bisschen erschöpft, sonst nichts.” sah sie, als er sich zu ihr setzte, mit einem sanften, sowie liebevollen Lächeln auf den Lippen, zu ihm herüber.
„Okay.” war alles, was Jayden ihr daraufhin, mit sanfter Stimme, erwiderte.


„Ich kann immer noch nicht glauben, dass Hank uns sein Haus geschenkt hat.” drang es, nach einem Moment des Schweigens zwischen ihnen, aus Hailey heraus.
Während sie sprach, ruhte ihr Blick auf dem Haus, welches sich ein gutes Stück von ihnen entfernt, vor ihnen befand.
Saßen sie, unter zwei großen, prachtvoll gewachsenen, Bäumen im Schatten auf einer Bank, auf welcher Jayden bereits oft als kleiner Junge, gemeinsam mit seinem Großvater gesessen hatte.
„Ja... Da sagst du was...” war es auch für Jayden immer noch schwer zu glauben, dass Hank ihnen, zur Hochzeit, sein Haus geschenkt hatte.

„Und er will wirklich nicht, dass wir ihm etwas zu den Kosten dazu geben?” ließ Hailey nun wieder von dem Haus ab und sah stattdessen erneut, dieses Mal jedoch mit kaum merklich fragenden, sowie besorgtem Blick, zu ihrem geliebten Ehemann herüber.
„Ja.” nickte Jayden ihr, als Antwort, daraufhin nur knapp zu, wobei sein Blick weiterhin auf dem Haus seines Großvaters ruhte.
„Aber ist das denn nicht zu viel für ihn? Ich meine, er...” konnte Hailey ihren Satz nicht beenden, wurde sie im nächsten Augenblick von Darius unterbrochen.

„Hier steckt ihr. Die Anderen fragen sich schon, wo ihr seid.” kam er, mit einer Hand flüchtig über seine Schulter hinweg in Richtung des vorderen Teil des Gartens deutend, langsamen Schrittes auf die Beiden zu.
„Ja, ich brauchte mal eine kleine Pause.” sah Hailey, leicht lächelnd, zu ihm auf. War es ihr für den Moment doch etwas zu viel geworden, weshalb sie sich von all dem Trubel etwas zurück gezogen hatte.
„Okay, dann lass ich euch mal wieder. Ich sag den Anderen bescheid, dass ihr gleich wieder da seid.” sah Darius nun, abermals flüchtig über seine Schulter hinweg in Richtung der restlichen Gäste deutend, abwechselnd zwischen Jayden und Hailey hin und her.
„Ist gut.” nickte Jayden ihm daraufhin zu und sah ihm, im nächsten Moment, gemeinsam mit Hailey, für einen kurzen Augenblick dabei zu, wie er wieder davon ging.


„Dann wollen wir sie mal nicht länger warten lassen, was?” war es schließlich Hailey, die sich als Erstes der Beiden von ihrem Platz erhob und sich somit zum Gehen wandte.
„Ja.” tat Jayden es ihr, im nächsten Augenblick, gleich und erhob sich nun ebenfalls, seine Geliebte bei der Hand nehmend, von seinem Platz.


Seine Frau bei der Hand haltend, führte Jayden sie schließlich, mit einem sanften, sowie liebevollen Lächeln auf den Lippen zu ihr herüber sehend, langsamen Schrittes zu den Anderen zurück, wo sie, noch bevor sie überhaupt gänzlich bei ihnen angekommen waren, bereits freudig in Empfang genommen wurden.
Denn all ihre Gäste freuten sich, dass sich Hailey's Zustand in den vergangen Wochen wieder soweit verbessert hatte, dass sie zumindest wieder etwas auf den Beinen sein konnte.
Jedoch wussten sie alle um die Tatsache bescheid, dass sich ihr Zustand jeder Zeit wieder drastisch verschlechtern konnte, weshalb sie alle stets ein Auge auf sie hatten. Konnten sie nur so gewährleisten rechtzeitig zu reagieren, sollte etwas mit ihr sein.

Im Augenblick jedoch ging es Hailey gut, so dass sich alle freuten, sie wohlauf und in den Armen ihres Liebsten zu sehen.



„Mummy!” kam Randy, kaum hatte er seine Mutter erblickt, auch schon auf sie zu gerannt und fiel ihr, bei ihr angekommen, regelrecht um die Beine. Freute er sich einfach, dass sie endlich wieder da war und er somit wieder etwas Zeit mit ihr, statt mit seinen Großeltern und seinem Onkel, verbringen konnte.

„Geh' nur, ich kümmer mich um ihn.” ließ Hailey, nachdem sie sich im ersten Moment etwas um ihren Sohn gekümmert und ihn begrüßt hatte, auch schon wieder von diesem ab und sah stattdessen, erneut liebevoll, sowie sanft lächelnd, zu Jayden auf.
„Okay. Bis gleich.” nickte er ihr daraufhin im ersten Moment knapp zu. Gleich darauf gab er ihr jedoch einen sanften Kuss auf die Stirn und verabschiedete sich somit, seine Berührung nun auflösend, bei ihr. Hatte er sie bis gerade, nach wie vor, bei der Hand gehalten.
Nun jedoch ließ Jayden von ihr ab und ging stattdessen, sich mit einer Hand verlegen den Nacken reibend, mit einem schiefen Lächeln von unten herauf zu ihnen aufsehend, zu den Jungs.

„Hey! Sieh' mal einer an, wer wieder da ist!” machte Cole, kaum hatte er ihn aus dem Augenwinkel heraus auf sie zu kommen sehen, auch schon die anderen Jungs auf sich aufmerksam. Standen sie, bis auf ihr Captain, alle versammelt, jeweils mit einer Flasche Bier oder etwas anderem, nicht alkoholischem Zutrinken in der Hand, beieinander und unterhielten sich.
Nun jedoch verstummte ihre Gesprächsrunde für einen kurzen Moment.

„Jay!” freute Marcus sich, ebenso wie Darius, ihn zu sehen, weshalb er sogleich auch schon von Leroy abließ und stattdessen zu ihm herüber sah.
„Hey, Jungs.” erwiderte Jayden ihre Begrüßung, sich weiterhin ein schiefes Lächeln abringend und mit einer leicht angehobenen Hand. Wusste er einfach nicht, wie er mit dieser überschwinglichen Freude umgehen sollte.



Während Jayden, jetzt wo er wieder bei ihnen war, von den Jungs aus seiner eigentlichen Schicht, regelrecht umringt und mit Fragen durchlöchert wurde, hielt sich die ältere Generation doch zurück.
Saßen sie, ebenfalls alle beieinander versammelt am Tisch und beobachteten die jüngere Generation dabei, wie sie den Bräutigam freudig begrüßten.
„Scheint ganz so, als wenn ihm der ganze Rubel doch etwas unangenehm ist.” sprach Jethro seine Gedanken, während er Jayden dabei beobachtete, wie er auf seine Jungs zu kam, aus.
„Ja... Irgendwie erinnert mich das an jemanden, aber ich will hier ja jetzt niemanden bestimmtes angucken.” ließ Chet seinen Blick, während er sprach, zunächst zu Jethro, dann zu Johnny herüber wandern, wobei er Letzterem, für einen kurzen Moment, mit leicht eindringlichem Blick, in die Augen sah.
„Ja, stimmt. Jetzt wo du's sagst... Damals, als du Noreen geheiratet hast, warst du genauso verlegen, wie er.” fiel es nun auch Marco wieder ein, weshalb auch er nun, leicht lächelnd, mit fragendem Blick, zu Johnny herüber sah.
Jedoch blieb Johnny gar nicht erst die Chance zu Wort zu kommen, denn Chet kam ihm, wie so oft bereits in seinem Leben, zuvor.
„Ja! Ich erinner' mich noch ganz genau, wie verlegen er reagiert hat, als wir ihm nach der Trauung gratuliert haben, ganz zu schweigen von seinen weichen Knien, die er vor der Trauung bekommen hat.” packte Chet nun die ganze alte Geschichte aus, wobei sein Blick die meiste Zeit über, in der er sprach, jedoch auf Marco ruhte. Sah er nur ab und an, aus dem Augenwinkel heraus zu Johnny, auf den er die ganze Zeit mit dem Zeigefinger seiner rechten Hand deutete, herüber.

Mike, der zwischen Chet und Marco saß, ließ jedoch weder Chet, noch Johnny aus den Augen. War er sich, im Gegensatz zu seinem Kollegen, nach wie vor darüber bewusst, dass es für Johnny, auch nach all den Jahren, immer noch ein heikles Thema war.


„Alles klar, Kleiner?” merkte auch Roy, welcher direkt neben Johnny saß, dass es nicht spurlos an ihm vorbei ging, weshalb er sich nun nach dessen Wohlbefinden erkundigte.
„Ja... Es ist nur... Er erinnert mich ja selbst an meine eigene Hochzeit... Wenn ich bedenke, wie sehr er mir doch ähnelt, frage ich mich wirklich, was die Zukunft noch alles an Schicksalsschlägen für ihn bereit hält... Ich bin mir einfach nicht sicher, ob er es wirklich verkraften kann, sollte Hailey, oder ihr Kind die Geburt nicht überstehen...” versank Johnny, während er sprach und umso mehr er Jayden dabei beobachtete, wie er mit den Jungs sprach, immer mehr in Gedanken. Machte er sich Sorgen um seinen Sohn.

„Hey... Ihr Zwei, ihr habt schon so vieles durchgestanden, dann schafft ihr den Rest auch... Egal wie schwer es auch werden mag, wir sind immer für euch da, hörst du?” war es nun Jethro, der sich zu Wort meldete und somit Johnny wieder aus seinen, doch eher trüben, Gedanken heraus riss.
Hatte er, da er links neben Johnny saß, Roy's Worte, auch wenn er rechts neben Johnny saß, dennoch mitbekommen.

„Er hat Recht, John.” pflichte Hank ihm, da Johnny selbst sich nicht regte und Jethro somit keinerlei Antwort auf seine Worte gab, im nächsten Augenblick bei.
„Egal was auch kommen mag, ihr seid nicht allein. Ihr habt eine Familie an eurer Seite, die jeder Zeit für euch da ist.” rief auch Hank es ihm nun abermals in Erinnerung. Wusste er, wie schwer Johnny sich, auch nach all den Jahren, immer noch damit tat diese Worte an-, vor allem aber aufzunehmen.
Während Hank sprach, war nicht nur sein Blick ruhig und sanft, sondern auch seine Stimme. Hatte sie, wie so oft in all den Jahren, die sie sich inzwischen bereits kannten, einen väterlichen Unterton, der es wohl war, der Johnny nun doch zu einer Reaktion veranlasste.
„Danke...” hob Johnny seinen Blick nun wieder etwas an. Hatte er ihn zuvor, als er mit Roy gesprochen hatte, etwas gesenkt und somit vor sich auf den Tisch gestarrt. Nun jedoch sah er zunächst zu Hank, welcher ihm schräg gegenüber und somit neben Chet an dem Tisch saß, auf, ehe er seinen Blick auch zu Jethro herüber schweigen ließ.
„... Auch wenn es nicht immer danach aussieht und ich es euch so gut wie nie spüren lasse, so weiß ich eure Hilfe und eure Unterstützung dennoch sehr zu schätzen. Ohne euch, hätte ich diesen Tag, an dem mein Sohn heiratet, nicht miterleben können... Ich danke euch, von ganzem Herzen, euch allen.” ließ Johnny seinen, kaum merklich mit Tränen gefüllten Blick, während er sprach nun einmal gänzlich quer durch die Runde schweifen.
Dazu gehörten jedoch nicht nur die Jungs aus seiner früheren Einheit, sondern auch Mayleen und Zack, sowie Kel, Dixie und Bryan welche zwar etwas abseits von ihnen allen am Tisch saßen, die aber dennoch alles, was soeben zwischen den Jungs besprochen worden war, mitbekommen hatten.

Kaum hatte Johnny seinen Satz beendet, ließ er auch schon wieder von ihnen allen ab und richtete seinen, nach wie vor trüben, dennoch vor Glück strahlenden Blick, stattdessen erneut auf seinen über alles geliebten Sohn, welcher in diesem Augenblick, da stand und, vollkommen unbeschwert, gemeinsam mit seinen Jungs lachte.

„Ich hoffe sehr, dass dir nicht das gleiche Schicksal wie mir widerfährt.” sprach Johnny die Worte kaum hörbar, so, dass nur er selbst sie vernehmen konnte, vor sich her.
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