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Vom Schicksal verfolgt - Teil 2

von BlindFate
GeschichteDrama, Freundschaft / P18
John Gage OC (Own Character)
18.04.2020
15.10.2020
39
73.048
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18.04.2020 1.395
 
„Und? Wie sieht's aus?” kam Johnny, mit fragendem Blick zu Darius herüber sehend,zu ihm und Jayden in den Raum.
„Ich würd sagen, da hat einer ganz schön weiche Knie.” gab Darius es ihm daraufhin, mit einer Hand flüchtig über seine Schulter hinweg auf seinen baldigen Stiefbruder deutend, mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht, zu verstehen.
„Ich seh's.” konnte Johnny Darius' Worte in keinster Weise bestreiten, als er sah, wie Jayden unruhig, allem Anschein nach auf der Suche nach etwas, durch das Zimmer jagte.

Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen zu seinem Sohn herüber sehend, ließ Johnny im nächsten Augenblick schließlich wieder von Darius ab und setzte sich stattdessen, sich mit seiner rechten Hand auf seinem Gehstock abstützend, langsamen Schrittes in Richtung seines Sohnes in Bewegung. War er zuvor noch im Durchgang zum Raum stehen geblieben.


„Wo ist denn jetzt die verdammte Krawatte abgeblieben? Vorhin hatte ich sie doch noch in der Hand.” murmelte Jayden die Worte, während Darius mit seinem Vater sprach, halblaut vor sich her.
Bekam er davon, dass sein er zu ihnen ins Zimmer gekommen war, gar nichts mit.


Bei dem Anblick seine Sohnes, trübte sich Johnny's Blick etwas. Erinnerte es ihn an seine eigene Hochzeit, als er Noreen damals zu seiner Frau genommen hatte. War es ihm damals nicht anders gegangen. War auch er damals, auf der Suche nach seiner Krawatte, wie wild durch den Raum getigert.

Während Johnny sich an jenen Tag erinnerte, fiel sein Blick unwillkürlich auf einen Hocker neben dem Bett, von dem Jayden gerade dabei war es, nach wie vor, auf der Suche nach seiner Krawatte, auf den Kopf zu stellen.

„Hier.” machte Johnny ihn schließlich, seine Gedanken nun wieder gänzlich von sich abschüttelnd, auf sich und somit auch auf die Krawatte, welche er soeben behutsam von dem Hocker aufgehoben hatte und die er nun Jayden hinhielt, auf sich aufmerksam.

Jayden, der gerade die beiden Kopfkissen angehoben hatte um auch unter ihnen nach zu sehen, verharrte, als die Stimme seines Vaters hinter ihm ertönte, abrupt mitten in der Bewegung. Langsam neigte er seinen Kopf etwas zur Seite, so dass er über seine Schulter hinweg zu seinem Vater zurück sehen konnte.
Kaum erblickte Jayden jedoch die Krawatte, ließ er die Kissen, die er bis gerade in seinen Händen gehalten hatte, einfach ungeachtet auf das Bett zurück fallen und trat stattdessen hastigen Schrittes zu seinem Vater heran.
„Danke, Dad.” nahm er sie, noch während er vor ihm zum Stehen kam, von ihn entgegen und machte sich sogleich auch schon daran sie sich umzubinden.
Doch wollten seine Finger nicht so wie er wollte. Gehorchten sie ihm, vor lauter Aufregung, einfach nicht. Zitterten sie mehr, als das sie ihren Dienst erfüllten, weshalb Jayden es im nächsten Augenblick auch schon wieder aufgab sich das widerspenstige Ding umzubinden.

„Na komm her, ich helf dir.” war es nun Johnny, der, seinen Gehstock nun gegen den Hocker lehnend, einen Schritt auf Jayden zu machte.
Noch ehe Jayden ihm daraufhin etwas erwidern konnte, machte Johnny sich auch schon daran ihm die Krawatte zu binden.

Während er damit beschäftigt war, sah Jayden seinem Vater, mit sanftem Blick in die Augen. Merkte er, dass Johnny innerlich doch mit sich selbst kämpfte.
Jayden wollte gerade dazu ansetzen etwas zu sagen, als Johnny ihm zuvor kam.

„So, das wars.” strich er die, ihm fertig umgebundene, Krawatte ein letztes Mal glatt, ehe er, ihm für einen flüchtigen Moment liebevoll, sowie sanft lächelnd zugleich, von unten herauf in die Augen sehend, von ihm abließ.
„Danke, Dad.” drang es, gerade als Johnny nach seinem Gehstock griff, einem sachten Hauch gleich, aus Jayden's Kehle.

Auf die Worte seines Sohnes hin, stockte Johnny für den Bruchteil einer Sekunde in der Bewegung,wobei sich seine Lippen, für einen flüchtigen Moment, abermals zu einem kaum merklichen Lächeln formten.
Gleich darauf führte er seine Bewegung jedoch auch schon zu ende aus und wandte sich, nachdem er sich, erneut auf seinen Gehstock abstützend, aufgerichtet hatte, abermals zu Jayden um.
„Schon gut, mein Junge... Und jetzt komm'. Oder willst du deine Frau noch länger warten lassen, hm?” sah Johnny seinem Sohn, mit mehr als nur sanftem Blick, in die Augen.

„Nein.” fromten sich seine Lippen bei den Worten seines Vaters unwillkürlich zu einem sanften, sowie liebevollen Lächeln.
War er einfach nur glücklich, diesen Tag gemeinsam mit seinem Vater und seiner Familie an seiner Seite verbringen zu dürfen.
War er froh Hailey endlich, so wie es sich gehörte, zu seiner Frau nehmen zu dürfen.





Wenig später war es dann schließlich soweit.
Endlich konnte Jayden seine Geliebte zur Frau nehmen.

Während er jedoch alleine vorne an einer Art kleinem Altar stand und darauf wartete, dass Hailey zu ihm kam, ließ Jayden seinen Blick, mit einem mehr als nur glücklichen Lächeln auf den Lippen, quer durch die Reihen ihrer Gäste schweifen.

Denn es war tatsächlich seine gesamte Familie gekommen, um diesen besonderen Tag gemeinsam mit ihm zu verbringen.
Angefangen bei seinem Vater, welcher links in der ersten Reihe saß, ließ Jayden seinen Blick anschließend zu Mayleen und von ihr zu seinem Großvater, zu welchem Hank über die Jahre für ihn geworden war, schweifen.
Von da aus ließ er seinen Blick weiter nach rechts, zur zweiten Hälfte der Reihe und somit zu Randy herüber schweifen, welcher, im Moment, alleine mit Darius dort saß, hinüber schweigen.
Eigentlich sollte auch Zack bei ihnen sitzen, doch war er momentan noch anderweitig beschäftigt, weshalb er erst später zu ihnen stieß.  

Bei seinem besten Freund angekommen, verharrte Jayden für einen kurzen Moment, in dem er Darius einmal tief in Augen sah, in der Bewegung.
Gleich darauf ließ er seinen Blick jedoch auch schon wieder weiter wandern und sah somit nun, nach einander, zunächst Leroy, dann zu Cole und zu guter letzt auf dieser Seite der Reihe, Jenny in die Augen.
Als nächstes wanderte sein Blick zu Chris herüber, welcher neben seiner, zu Tränen gerührten, Mutter saß, weshalb er, ebenso wie Roy, zu dem Jayden nun als nächstes herüber sah, damit beschäftigt war, sie zu beruhigen.

Nachdem Jayden sich vergewissert hatte, dass es Joanne gut ging und es wirklich nur die Freude war, die sie weinen ließ, ließ er seinen Blick auch schon wieder weiter wandern.
Dieses Mal waren es seine Onkel, die an der Reihe waren.
Denn Mike, Chet und Marco saßen alle drei in der linken Hälfte der dritten Reihe und somit bildeten sie, zumindest auf dieser Seite, das Schlusslicht.
Auf der anderen Seite, bildeten hingegen Kel und Dixie, welche beide in der vierten Reihe saßen, das Schlusslicht. Davor saßen jedoch noch Bryan, Jethro und Marcus, welche sich, in dem Moment, in dem Jayden zu ihnen herüber sah, leise unterhielten.



Während Jayden so da stand und er seinen Blick einmal quer durch die Reihen schweifen ließ, trübte sich auch seine Stimmung nun leicht.
Denn jemand in der Runde fehlte ihm tief in seinem Herzen.
Auch wenn er erst kurz bevor sie gestorben war wieder damit begonnen hatte eine Bindung zu ihr aufzubauen und er sich kaum mehr an sie erinnern konnte, so fehlte ihm dennoch seine Mutter. So fehlte ihm Noreen. War sie, auch wenn sie bereits seit guten fünfzehn Jahren nicht mehr unter ihnen weilte, doch immer noch ein Teil seiner Familie.

Jedoch blieb Jayden nicht viel Zeit, seinen trüben Gedanken hinterher zu jagen.
Denn kaum hatte er sich ihnen hingegeben, wurde er auch schon wieder von der, nun leise einsetzenden, Musik, die er, gemeinsam mit Hailey eigens für diesen einen Moment ausgewählt hatte, aus ihnen heraus gerissen, so dass er die trüben Gedanken an seine verstorbene Mutter im nächsten Augenblick auch schon wieder zur Seite schob.

Galt seine Aufmerksamkeit nun einzig und allein der Frau die er liebte und die nun, kaum hatte die Musik eingesetzt, von Zack geführt, durch einen mit weißen Rosen verzierten Torbogen, langsamen Schrittes auf ihn zugeschritten kam.  


Von dem Anblick seiner Liebsten völlig fasziniert, hatte Jayden in diesem Augenblick einzig und allein nur noch Augen für Hailey.
Denn sie trug ein wunderschönes, aus einem lockeren Stoff gefertigtes Brautkleid, welches ihre Figur, trotz ihres inzwischen doch deutlich sichtbaren Schwangerschaftsbauchs, perfekt betonte und strahlte, ebenso wie Jayden selbst, regelrecht vor Glück.


Während Hailey, von Zack begleitet, auf ihren Liebsten zu schritt, ruhte auch Hailey's Blick unentwegt auf Jayden.
War auch sie einfach nur überglücklich diesen Tag gemeinsam mit ihren Liebsten an ihrer Seite verbringen zu dürfen.
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